Reise durch Wirklichkeiten

Freitag, 20. Oktober 2017

"Jamaika"? Pah........

Sie werden öffentlich stöhnen und ächzen und am Ende werden sie wohl jene vielbeschworene „Jamaika“-Koalition doch zustande bringen. Der Wille zur Macht und die Begierde auf die gut dotierten Posten wird wohl größer sein, als alle Bedenken und man will öffentlich nachweisen, dass man selbst Politik machen kann – neudeutsch „gestalten“, - was so viel wie Macht ausüben heißt. Dafür dürften dann 709 Abgeordnete kaum reichen...... Ach was sind schon Grundsatzpositionen, in der Demokratie muss man halt Kompromisse machen! Ich aber werde auf Feldern wie Rente (Altersarmut), Arbeitsmarkt (Arbeitswelt 4.0) Gesundheitspolitik (Pflegenotstand usw.), Verkehrspolitik (Dieselskandal usw.), Infrastrukturpolitik (marode Verkehrswege, Breitbandausbau, Digitalisierung) und Steuerpolitik (wie werden riesige Überschüsse „verwendet"?) ganz besonders auf Ergebnisse achten, die nicht solche – nach meiner Einschätzung! - wachsweichen und nichtssagende Kompromisse wie unlängst zur Flüchtlingspolitik vorgetragen! enthalten sollten. Dann lieber Neuwahlen! Die CDU wird gleich einverstanden sein, denn sie ist sich ja sowieso keiner Mängel oder Defizite bewusst. Sie würde alles noch einmal genau so machen. Weiter so! Wie und wo aber die kleineren Parteien über ihren Schatten springen werden, das wird zumindest interessant sein. Entweder sie verraten sich selbst oder die „Spielregeln der Demokratie“! Nun macht mal!  

Donnerstag, 19. Oktober 2017

On the Road with Sifakas (MP3)


Sifakas sind Menschenaffen, die in den Bäumen leben
On the Road with Sifakas

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Zeit für uns

Dass Zeit ein höchst wertvolles Gut sei, mag sich herumgesprochen haben. Diese Erkenntnis legt sich auch angesichts der permanenten Beschleunigung, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit nahe. Alles wird immer mehr verdichtet und unserer Verfügung als Mensch entzogen. Dass es dabei in erster Linie um Zeit geht, wird immer klarer. Zeit ist Lebenszeit. Dass diese unwiederbringlich ist, wird dem Menschen erst im fortgeschrittenen Alter so richtig klar. Oder bei oder nach einer lebensbedrohlichen Krankheit. Dies zieht oft eine Veränderung des Blicks oder – insgesamt - der Perspektive auf die Zeit nach sich. Es gilt, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sie auch mal im Müßiggang, im schönen Nichtstun, zu verbringen. Manch einer behauptet, dies sei sogar die Voraussetzung für Kreativität überhaupt. Mal auf andere Gedanken kommen, in sich gären, Kraft aus sich schöpfen, Kraft zum Tun und sich Entäußern, nach außen bringen. Zeit nicht nur „nutzen“ für fragwürdige Zwecke, sondern sie in sich wirken lassen. Es gilt, „Prioritäten“ zu setzen, Reihenfolgen festzulegen. Sich „Zeit nehmen“ für etwas, könnte dies bedeuten. Für sich selbst etwa. Zeit hat keinen unmittelbaren ökonomischen Wert, auch wenn wir uns oft gezwungen sehen, unsere Zeit zu verkaufen, um zu überleben.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Was sein könnte

Wir könnten anstreben, unsere Gesellschaft auch in Zukunft weitgehend egalitär zu halten, was heißt, ökonomisch und anders bedingte Statusunterschiede möglichst gering zu halten und die derzeit von allen Seiten auf uns einströmende Polarisierungstendenzen gering zu halten („Die Schere zwischen Arm und Reich...“ u.a.). Wir könnten versuchen, in jeder Hinsicht eine Vielfalt zu bewahren und deren Wert gegenüber dem Einseitigen, Eintönigen, Einheitlichen klar zu sehen. Es gilt vielleicht, noch viele Dinge kennen zu lernen, mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln auch den Kosmos und den größeren Zusammenhang zu erkunden, damit auf Tuchfühlung zu bleiben. Angesichts der vielen digitalen Verblödungsmechanismen könnten wir versuchen, uns Wissen anzueignen, um mit Wissen/Fakten besser umgehen zu können, es in einen Zusammenhang bringen zu können. Es gilt auch zu verschieden motivierten Führerfiguren auf Distanz zu bleiben, sich niemals auszuliefern, sondern sich selbst und die Möglichkeiten des eigenen Selbst dagegen zu setzen...., dies mag auch eine mögliche Haltung zu Verdinglichung und Entfremdung sein, die uns in mannigfacher Gestalt begegnen und uns samt unserem Umgang schleichend aufzufressen drohen. Es gilt, Spannungen und das Nichtwissen auszuhalten, Widersprüche zu ertragen und sie nicht in eine falsche Einheit auflösen zu wollen. Wir sollten auch eine Distanz zu kollektiven Zusammenhängen wagen und keinesfalls eine fremdgeleitete Identität daraus ableiten. Uns nicht bestimmen zu lassen, sondern uns selbst zu bestimmen, könnte ein Ziel sein. 

Montag, 16. Oktober 2017

Statistik, Cholesterin, Geld

Cholesterin? Die Furcht vor den Stoffen, die einen Herzinfarkt mit sich bringen: Die Ernährungsmedizin bringt hier viele Beispiele. Ein amerikanischer Arzt untersuchte in den 50er Jahren den Zusammenhang des Verzehrs von tirischen Fetten und auftretenden Herzkreislauferkrankungen. Cholesterin im Essen sei schuld am Herzinfarkt, so die einigermaßen steile These. Belegt wurde diese These mit statistischen Tricks. Der Arzt sammelte Daten aus 21 Ländern, die die These stützen sollten. Doch die Daten belegten wenig. Was nicht zu seiner Erkenntnis passte, ließ der flotte Arzt, der bezahlter Berater der amerikanischen Margarineindustrie war, einfach weg. Zusammen mit einer Interpretation, die gewisse Fakten ebenfalls wegließ, schien sich ein schlüssiges Bild zu ergeben, das viele Ärzte täuschte und die Öffentlichkeit manipulierte. Natürlich ist Cholesterin ein Stoff, der im Blut festgestellt, etwas aussagt. Aber halt nicht über die Ernährung und nicht zwingend über den Gesundheitszustand einer Person. Die einschlägige Industrie benutzt aber solche „Erkenntnisse“ immer noch gerne. Die Grenzwerte bei Cholesterin wurden nach und nach immer weiter gesenkt. Das schuf neue Kunden für die Pharmaindustrie. Medizinische Studien ließen sich dafür leicht „frisieren“. Die Tricks sind unter anderem dabei: Eine Studie wird nicht veröffentlicht, wenn das Ergebnis dem Auftraggeber nicht gefällt. Man vergleicht ein neues Medikament mit einem bisherigen, relativ wirkungslosen und erzielt glänzende Ergebnisse. Wenn ein Medikament im Laufe der Zeit unerwünschte Nebenwirkungen erzielt, wird die Studie halt vorzeitig beendet. Oder umgekehrt: wenn sich die positiven Ergebnisse nicht einstellen, wird der Studienzeitraum einfach verlängert. Krebsvorsorge. Prostatauntersuchungen, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Es scheint als hätte die Masse der Menschen keinen Nutzen aus solchen medizinisch unnützen Untersuchungen, ja ihr drohen vielleicht sogar Schäden. Wegen falschen Diagnosen zum Beispiel, oder Schäden wie beispielsweise Überdiagnosen. Beim sogenannten PSA-Wert zur Früherkennung von Prostatakrebs, ist dies besonders augenfällig. Hier wird offenbar von vielen Patienten ein fragwürdiger Nutzen in Kauf genommen zugunsten eines heftigen Risikos. Dass der Nutzen solcher „Leistungen“ (zu denen auch die berüchtigen „IGEL“-Leistungen gehören, die die Krankenkassen zu Recht nicht bezahlen...) auch in einem geldwerten Vorteil bestehen kann, den sich gewisse Ärzte und die Pharmaindustrie teilen, wird auch gerne verschwiegen.

Samstag, 14. Oktober 2017

Statistik forever, TTIP adieu!

Statistik und Politik? Da ist TTIP zum Beispiel, das vorerst gestorbene „Freihandelsabkommen“ mit den USA, das die große Wirtschaft und die Europäische Union unbedingt wollten, weil sie sich große Vorteile davon versprachen. Großartige Zahlen sollten das Ansinnen stützen. 110 000 Jobs, allein in Deutschland waren versprochen. Jeder Haushalt in der EU sollte dann 545 Euro pro Jahr mehr haben. Die Zahlen hatte ein der EU nahe stehendes Forschunsinstitut erhoben. Die Lobbyisten sorgten mit aller finanziellen Macht für die Verbreitung dieser Zahl, die Initiative Soziale Marktwirtschaft (INSM) sollte sie hierzulande zusätzlich auch per Internet in die Bevölkerung hämmern. Der Trick daran: Das Forschungsinstitut hatte die positivste der Szenarien heraus genommen und alle anderen verschwiegen. Und bei den 545 Euro ging es nicht um ein einziges Jahr, sondern um zehn Jahre. Man habe Prognosen und Schätzungen von „seriösen“ Wissenschaftlern und Instituten verwendet, hieß es nach Entdeckung dieser Manipulation unter anderem von seiten der INSM. Es sei „in der Quelle“ (also der Untersuchung) missverständlich dargestellt gewesen. „Missverständlich“? Nun ja. So kann man es auch nicht unbedingt bezeichnen. Ein bisschen schrägt wirkt das schon....., besonders weil die Verhandlungen unter strengster Geheimhaltung abliefen und mit Zahlen intern gewerkelt wurde. Ob da ein paar Wenige so richtig profitieren sollten und die Allgemeinheit mehr oder weniger draufzahlen sollte? Die Politiker würden unter gütiger Nachhilfe schon die „richtige“ Statistik heraus greifen, die ins Konzept passt, so möglicherweise die Überlegung der Industrielobbyisten. 

Freitag, 13. Oktober 2017

Masse

Ich stöberte und notierte in meinem Tagebuch:
Sich treiben lassen durch Menschenmengen. Gesichter um sich herum. Lachen. Glucksen. Soziale Geräusche. Blicke. Was haben sich diese Leute zu sagen? Dumpfes, träges Sich-treiben-lassen im Strom. Nicht fragen, nicht vor- oder nachdeuten. Nur einer in der Menge sein. Ist es das? Stumpfheit. Aufreißen. Geschlechtsmarkt. Vorzeigen. Reizen. Aufreizen. Gelegenheiten wahrnehmen. Nichts verpassen. Motorik. Reflexe. Du schaust zu, bist der Beobachter. Fremd. Ein Stein im Wasser. Du bist das Gewicht in der unerträglichen Leichtigkeit des Seins. Unerheblich. Von keiner Bedeutung in dieser Menge. Bedeutung ist sich zu verschaffen. Aufmerksamkeit muss erregt werden. 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rationalität des Gesamten

Um es einmal ganz klar zu formulieren: besonders in den Bereichen Altersvorsorge (Rentenpolitik), Gesundheitspolitik (Pflegenotstand), Infrastrukturpolitik (Internet, Breitbandausbau) und Bildungspolitik hat die herrschende Politik der vergangenen Jahre vor allem denen genutzt, die in Deutschland „gut und gerne leben“: also Polititikern und Vermögenden. Dass es aber auch andere Bevölkerungsschichten gibt, das eine gewisse Unzufriedenheit bis weit hinein in den sogenannten „Mittelstand“ reicht, das versucht diese Politik allenfalls am Rande zu managen. Sicher, es gab so etwas wie den Mindestlohn, den sich aber die jetzt in die Opposition gehende SPD auf die Fahnen schreiben kann und den es in diversen Ländern schon lange gibt (auf die doch diese Politiker so gerne herab schauen...). Auch dürfte ein Billiglohnsektor von etwa 20 % nicht gerade zum Land passen, in dem wir gut und gerne leben. Ja, nie waren so viele Menschen in Arbeit wie heute (oft gehörte Erfolgsformel der Herrschenden). Doch noch nie war auch der Billiglohnsektor so groß wie heute, noch nie waren so viele Menschen am Existenzminimum, noch nie drohte derart intensiv die Altersarmut großer Schichten, die neben den Leuten herleben müssen, die hier „gut und gerne“ sind. Die gesellschaftliche Polarisierung schreitet immer wieter voran und ich frage mich, wo denn die Reationalität eines ziemlich raffinierten Systems liegt, das bald umzukippen droht. Es scheint jetzt die Zeit gekommen, in der sich die herrschende Politik nahezu alles erlauben kann. Doch ob sie sich darin nicht doch etwas täuscht? 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Mensch und Tier (5)

Ich hatte einst mein ganzes Zimmer zu einer Art Mäusehöhle umgebaut, um meiner Rennmaus (die ich geschenkt bekommen hatte...) Platz zu verschaffen. Überall gelbe Drainagerohre und eine ganze Anzahl von verschiedenen Bauten/Aquarien, in denen die Maus übernachten konnte. Ich nannte die Maus, mit der ich auch oft zum Tierarzt musste, „Hector“ - und notierte damals in meinem Tagebuch:
„Hector verzaubert mich. Seine Äuglein, was sagen sie? Sie schauen aufgeweckt und mäuseklug. Unheimliche Mäusewelt, von mir zu betreten, wie bist du?, welche Farben, welche Gefühle kennst du?
Ungeheures Mitleid mit Hector in seinem kleinen Loch, ganz allein, ein paar Quadratzentimeter Auslauf und ich als der Vergewaltiger, der Quäler. - Ich will es ihm so annehmlich wie möglich machen, dem kleinen Hector. Ein Leben, ein kleines Mäuseleben; es liegt mir am Herzen, im eigentlichen Sinn. Ich werde laufen und rennen für ihn. Ich sehe ihm zu und er verzaubert mich, Faszination Natur und Existenz. Was ist ein solches Säugetier? Verwandt der Natur des Menschen. Dazwischen. Was sagen mir seine Augen? Nichts Logisches, Begriffliches, aber ein Gefühl der Verbundenheit, der Bedeutung. Unbegreiflich, nicht zu greifen, mir entzogen, doch gleichzeitig mich anziehend. Ein Schicksal. Ein Spiel der Natur und der Evolution, - wie ich selbst. Mein Ebenbild. Natürliche Identität.“ 

Dienstag, 10. Oktober 2017

Mensch und Tier (4)

Ein vernünftiger Grund, aus dem man Tieren Schäden zufügen darf, wird im Tierschutzgesetz, das vielmehr ein Tiernutzungsgesetz ist, ökonomisch als sinnvoll erklärt. Vernünftig ist hier gleichbedeutend mit „ökonomisch sinnvoll“. Die Würde des Tieres als „Mitgeschöpf“, wie es das Tierschutzgesetz stolz aklamiert, bedeutet aber in Wirklichkeit: Menschen tragen gerne Pelzmäntel, also ist es nach dieser Logik legitim, Nerze zu vergasen. Hühner dürfen unter den jämmerlichsten Bedingungen gehalten werden, weil sie ja – naja, - kaum Würde ausstrahlen. Es geht um das richtige und gesetzlich konforme Töten und kaum um die Würde eines Tieres. Natürlich bilkdete der Mensch Gesellschaften, für die die Haltung von Tieren und also auch ihre Tötung, aus Überlebensgründen unabdingbar war. Doch dabei ging es nicht um Massentierhaltung. Und ums Überleben geht es auch selten. 

Montag, 9. Oktober 2017

Statistik, Wissenschaft, Mensch (2)

Es gibt wohl viele Anbieter und Ineressengruppen im Gesundheitswesen, die ganz offensichtlich davon profitieren, wenn ein Volk scheinbar immer kränker wird. Ein beliebter Trick der Gesundheitsindustrie ist es dabei, die Grenzwerte herauf oder (meist) herab zu setzen. Auf diese Weise werden auf einen Schlag massenhaft Neu-Kranke geschaffen, die es nun mit möglichst hochpreisigen Medikamenten zu behandeln gilt, - naturgemäß. Diabetes scheint dafür ein gutes Beispiel zu sein, aber auch erhöhter Blutdruck usw. Sogenannte „Volkskrankheiten“ sind hierbei besonders ergiebig und beliebt, da sie hohe Umsätze generieren. Um die „richtigen“ und dafür passenden Medikamente in den Markt zu drücken, werden manchmal recht gerne „medizinische Fortbildungen“ organisiert, die in Wirklichkeit „verkaufsfördernde Maßnahmen“ sind und bei denen Marketingprofis Verkaufsstrategien vortragen. Auch scheint es gängige Praxis zu sein, grafische Tabellen durch bestimmte Einteilungen zu manipulieren. Bestimmte Auschnitte auszuwählen und sie entsprechend darzustellen ist beliebt. Dies kann beispielsweise auch in der Finanzindustrie bei Verkaufsstrategien für Fonds beobachtet werden. Es scheint dabei halt alles eine Frage der Optik und der dahinter stehenden Absicht zu sein: den anderen möglichst übers Ohr zu hauen. Was das mit uns macht, ist ein nahezu unmerklicher Prozess und bleibt ausgeblendet. Die Medien fabrizieren gerne verkaufsträchtige Schlagzeilen aus solchen „wissenschaftlichen Ergebnissen“. Sie vergessen dabei aber meist, die dazugehörigen Fragen und die Auftraggeber gewisser „Studien“ zu erwähnen. 

Samstag, 7. Oktober 2017

Statistik, Wissenschaft, Mensch (1)

Was mich als ausgebildeten Statistiker immer wieder stört, ist die Verwendung und „Benutzung“ gewisser Zahlden in einem eindeutig definierten Interesse oder in dem stumpfen Vorsatz, gewisse Vorurteile im eigenen Interesse zu stützen. Berühmt ist ja das Beispiel, dass sich ohne Probleme ein Zusammenhang zwischen der Zahl der Geburten und der Häufigkeit der in einem bestimmten Gebiet auftretenden Störche herstellen ließ und lässt. Aber genauso gibt es Beispiele dafür, wie ein Zusammenhang zwischen Tierliebe und Arbeitnehmerfreundlichkeit hergestellt wurde. Statistische Zusammenhänge herzustellen ist nicht schwer. Es kommt aber darauf an, welcher Art diese Zusammenhänge sind. Entscheidend ist auch, in welcher Situation gewisse Fragen in Umfragen gestellt werden. Wenn ich beispielsweise vor einem Parkplatz frage, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich dort Autobesitzer befrage, ziemlich hoch und ich kann meine Ergebnisse nicht unbedingt verallgemeinern. Dies wird in einem bestimmten Segment des Journalismus aber oft getan, indem reißerische Überschriften produziert werden. Meist wird in einer solchen Journaille ein Beleg aus irgendeiner amerikanischen oder englischen Studie dafür herangezogen. Ein ganz wesentlicher Punkt bei solchen Manövern ist es, ob es einen kausalen (also einen in der Sache begründeten) oder einen rein statistischen Zusammenhang (zwei Phänomene in einen statistischen Zusammenhang zu bringen, den es nicht gibt, ist oft keine große Schwierigkeit) zwischen zwei Phänomenen gibt. Dies sollte auch jeder Laie berücksichtigen, wenn er sich mir reißerischen Schlagzeilen in den Medien konfrontiert sieht. Vielleicht sollte er in seine Erkenntnis auch einfließen lassen, dass viele „Wissenschaftler“ sich durch die Mechanismen des Wissenschaftsbetriebs gezwungen sehen, etwas zu veröffentlichen, egal was. Daraus resultieren oft scheinbare „Beweise“, die aus einem Randphänomen das Wichtigste machen oder Zufallsergebnisse als das Relevanteste „verkaufen“.
Besonders beliebt sind derartige Verbiegungen und „Formungen“ statistischer Ergebnisse in der Politik und im Gesundheitswesen. Das Beispiel der vielfach beeinflussten Arbeitsstatistiken ist ja bekannt, muss aber wegen fehlender Alternativen immer wieder akzeptiert werden. Eine wichtige Faustregel: es kommt immer darauf an, wie etwas definiert wird, wie es für eine Untersuchung „passend gemacht“ wird. Wie es gefasst wird. Danach richten sich dann auch Ergebnisse, die als „seriös“ verkauft werden können, um nahezu jedem Ergebnis ein wisenschaftliches Mäntelchen umzulegen. Die sogenannte Schere zwischen „Arm und Reich“ ist ein gutes Beispiel dafür. Wähle ich die „richtigen“ Untersuchungsparameter und definiere ich Phänomene in einem bestimmten Interesse, so lässt sich auf diesem Gebiet nahezu alles beweisen, auch gegen die offenkundige Überzeugungskraft des Augenscheins, den die Wissenschaft gerne als „empirisch“ definiert, den sie aber ohne Probleme wegdefinieren kann, weil er auf einer zu geringen „Stichprobe“ resultiert und keinerlei Beweiswert habe. Erst die Menge der so erhobenen Daten schaffe so etwas wie „Beweiskraft“. Weil aber Alltgagserfahrung selten darauf aufbaut, dass wissenschaftlich einwandfreie Daten (u.a. auchsauber dokumentiert) erhoben werden, ist sie noch nicht unbedingt wertlos. (in unregelmäßig folgenden Blogs werden weitere Beispiele und Phänomene erwähnt....)

Freitag, 6. Oktober 2017

Steuergerechtigkeit

Der Steuerzahlerbund hat mal wieder sein „Schwarzbuch“ vorgelegt, in dem er aufzählt, wo überall in diesem Staat Kohle flott versenkt wird. Da dies alles rund um das "Schwarzbuch" schon ein alljährliches Ritual zu sein scheint, liegt der Verdacht nicht ferne, dass die Parteien solches Gebaren und seine Veröffentlichung gerne als eine Art Kollateralschaden der Demokratie verkaufen wollen. So ist's halt!, hört man schon tausendfach seufzen. Da wird schon mal eine Umgehungsstraße durch ein Vogelschutzgebiet gebaut, die obwohl neu erstellt sofort wieder gesperrt werden muss und den Steuerzahler 8 Millionen Euro gekostet hat. Satiremagazine bringen das ja auch schon als Schenkelklopfer. Da sie jetzt wieder vernichtet werden muss, diese Straße, kostet das auch wohl 2 Millionen Euro. Macht nichts? Nun ja, auch das erzeugt Zustände, die zu massivem Unmut und gewissen Wahlergebnissen führen. Kunstprojekte sind ja auch sehr beliebt in diesem Zusammenhang. Da werden schon mal sechsstellige Summen für völlig unsinnige Projekte ausgegeben. Besonders die politischen Verantwortlichen verstehen in diesem Zusammenhang oft gar nichts und halten sich bei der feierlichen „Eröffnung“ lieber an ein vorbereitetes Manuskript, dass sie dem anwesenden Bildungsbürgertum vorlesen. Macht nichts? Nun ja, man gibt halt vor, sich getäuscht zu haben. Irgendwie. Saprati! Bei Kosten von Projekten, besonders bei Großprojekten!, scheint man sich sowieso dauernd zu verschätzen. Ein paar Milliarden hin oder her, was soll's? Ob es da um „politische Durchsetzbarkeiten“ und manchmal um gewisse Profite geht? Das Verschätzen geht meist auf Kosten des Steuerzahlers, ganz überwiegend sogar. Der Trick ist ja inzwischen bekannt geworden, Elbphilharmonie und Stuttgart 21 waren dann doch ein bisschen zu viel..... Tunnelbauten, die sich endlos verzögern und natürlich viel mehr kosten als veranschlagt, falsch eingeschätzter Toilettenbau und viele andere „Projekte“ komplettieren die Falschserie. Nun ja, macht nichts! Der Staat hat's ja gegenwärtig, so glaubt man schon die Verantwortlichen schon grinsen zu sehen. Ob da irgendjemand verantwortlich ist? Ob Verantwortung da überhaupt eine spielentscheidende eine Kategorie ist? Dass die passenden Lügen hinterher geschoben werden, dafür sorgen dann schon die gut bezahlten Pressereferenten. 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Es gibt so bange Zeiten (Lyrik, Novalis)

Es gibt so bange Zeiten

Es gibt so bange Zeiten,
es gibt so trüben Mut,
wo alles sich von weitem
gespenstisch zeigen tut.

Es schleichen wilde Schrecken
so ängstlich leise her;
und tiefe Nächte decken
die Seele zentnerschwer.

Die sichern Stützen schwanken,
kein Halt der Zuversicht;
der Wirbel der Gedanken
gehorchen dem Willen nicht.

Der Wahnsinn naht und locket
unwiderstehlich hin.
Der Puls des Lebens stocket,
und stumpf ist jeder Sinn.

Wer hat das Kreuz erhoben
zum Schutz für jedes Herz?
Wer wohnt im Himmel droben
und hilft in Angst und Schmerz?

Geh zu dem Wunderstamme,
gib stiller Sehnsucht Raum,
aus ihm geht eine Flamme
und zehrt den schweren Traum.

Ein Engel zieht dich wieder
gerettet auf den Strand,
du schaust voll Freuden nieder
in das gelobte Land.

Novalis

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Oben sitzen

Eine Weile war ich wieder dazu verurteilt, auf der Autobahn zu fahren. Leider alternativlos. Hui, wie mich da die fetten Kisten links und rechts überholten! Manche zeigten mir auch noch den Vogel, obwohl ich mich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hielt. Diese flotten Überholer scheinen mir sich jede Übertretung keisten zu können. „Man darf sich halt nicht erwischen lassen...“ scheint das Motto zu sein. Rechts überholen? Kein Problem! Das ist es aber dann doch, wenn alles unberechenbar wird. Ich wagte kaum noch, mich nach rechts zu den Langsamen Folgsamen zu orientieren. Denn da drohte Ungemach. Lichthupen. Geballte Fäuste. Und dann die Kreisverkehre! Es scheint mittlerweile höchstens noch die Hälfte aller Autofahrer zu sein, der da noch Lichtzeichen gibt. Empathie Fehlanzeige. Denn es würde nicht nur dem Andern, sondern beim nächsten Kreisverkehr (davon gibt es viele!) mir nützen, zu wissen, was der andere will....Nützen!. Aber nein, der augenblickliche Vorteil, bzw. die Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit scheint die Situation zu diktieren. Und dann: die vielen SUVs! Ob das eine Mode ist, die hier im Großraum Stuttgart besonders ausgeprägt ist? Je knapper der Raum, desto größer werden Kisten! Dazu kam eine Studie in den letzten Tagen, dass ein kleineren Wagen gegen diese Bolliden bei einem Unfall keine Chance hat! Es gilt das Recht des Stärkeren. Dominanz. Wer oben sitzt, gewinnt.  

Dienstag, 3. Oktober 2017

"Politische" Wirklichkeit

Diese Leute machen sich etwas vor. Sie leben in ihrer eigenen Wirklichkeit dort, wo sie sich als Politiker einen etwas weiteren Blick auf soziale Realitäten eröffnen sollten. Das habe ich auch an dieser Stelle oft dargelegt, wenn es um die Politik in Berlin ging. Ich habe das schon lange als eine Art Käseglocke empfunden, die sich nach außen immunisiert und die nur noch auf die Einflüsterungen von Lobbyisten reagiert. Sehr offensichtlich wurde das nicht zuletzt beim sogenannten „Diesel-Gipfel“, der nach meiner Ansicht eine riesige und peinliche Blamage der Regierung war. Auch dass Frau Merkel bei ihren Kanzlerkundgebungen im eigenen Wahlkreis über die lauten und unflätigen Proteste so sichtbar fassungslos war, war einer der Belege, die sich jüngst eröffneten und die das Wahlergebnis herbeigeführt haben. Dass der Protest gegen eine solche Wirklichkeitsverweigerung ein Ventil suchen würde, war klar. Dass die „Abgehängten“ und Benachteiligten politischen Ausdruck suchen würden, war ja auch klar. Und dass die konsequente Verweigerung und Ausgrenzung von politischen Haltungen nichts Gutes herbeiführen würde, wurde deutlich und ist meiner Meinung nach auch wenig demokratisch. Dass solche Haltung auch nach einer parlamentarischen Repräsentanz suchen, sollte nicht verteufelt werden, auch nicht bei Nazi-affinen Haltungen. Dass sich die politischen Entscheidungsträger im Wahlkampf um all die Themen verbal zu kümmern schienen, die sie ansonsten liegen ließen, war auch offensichtlich. Dass darin eine gewisse Unglaubwürdigkeit des politischen Systems liegt, war sichtbar. Demokratie müsste nämlich eine permanenter Prozess sein und nicht eine Inszenierung, die das politische Personal im sogenannten Wahlkampf seinem Wahlvolk vorspielt. Auch ist es nicht besonders toll, wenn eine sehr entscheidende Person in diesem System auch nach 8 % Wahlverlust locker meint, sie wisse nicht was sie falsch gemacht habe und sie würde alles noch einmal tun.     

Montag, 2. Oktober 2017

Alt und jung (4), Tod und Transhumanismus

Die Menschen haben Angst vorm Sterben. Sie wollen den Tod rückgängig machen. Jeder will solange unsterblich sein, so lange es Spass macht. Aber auch wenn mit dem Alterungsprozess viele körperliche und geistige Funktionen abnehmen – mit dem Altern steigt auch die Lebenserfahrung: Nicht umsonst werden viele ältere Menschen auch als "weise" bezeichnet. Diese Weisheit mit dem Elan der Jugend zu verbinden: das wäre es doch! Doch schon äußerlich ist alten Menschen ihr Alter oft anzusehen. Es scheint wie ein Spiegel des "Inneren“, des seelischen Alterns zu sein. Wenn wir nun aber das innere Altern aufhalten, wird auch das Äußere so sein, als „Spiegel“ - so die Annahme der Technologiebegeisterten. Dazu gilt es nur, die Maschine Mensch etwas perfekter zu unserem Selbst zu machen. Die Fehler, die sich im Genom mit dem Altern häufen, müssen repariert werden, die Stoffwechselprodukte in und außerhalb der Zellen entfernt werden.... und so weiter, ein paar dieser technischen Eingriffe - und das Altern wäre gestoppt, Dazu braucht es aber eine Änderung unseres Menschenbildes: Der Mensch ist in diesem Zusammenhang eine Maschine, das heißt, eine Ansammlung von Informationen. 
Es gilt nun, eine Identität auf einem Apparat zu speichern. Mit diesem Apparat würden wir uns austauschen, so, dass er uns immer ähnlicher wird. Eines Tages würde dieser Apparat (der selbstverständlich auch viel von Künstlicher Intelligenz beinhaltet) ein Bewusstsein haben, das auch Emotionen umfasst. Emotionen wären genauso simuliert wie Intelligenz, die ja auch eine emotionale Intelligenz sein kann. Wir könnten mit uns körperlos (und beliebig speicherbar, kopierbar...) durch die Ewigkeiten zu treiben, das Universum erkunden. Wir würden den Kosmos erkunden, auf einem Laserstrahl reisen. Dies könnte eine Zukunft ohne Tod bedeuten: Unsterblichkeit. Unsere Identität würde auf einem Computer weiter leben, glauben Transhumanisten. Indem sie ganz auf Roboter und Computerprogramme setzen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Postengeschacher

Ob so etwas auch das Gefühl einer politischen Inszenierung noch weiter bestärken kann? Da nehmen Parteien eben noch Positionen ein, die nahezu unvereinbar sind, da wird schon über Koalitionen spekuliert und werden Ministerlisten veröffentlicht. Jetzt. Après-Wahl. Wer welchen Posten beansprucht und wer welchen kriegt. Komplette Kabinettslisten geistern durch die Medien. In Deutschland, der hochgelobten repräsentativen Demokratie. Zuerst wurden die „Sachfragen“ betont. Doch jetzt werden sie sich im Konsens der Demokraten, dass alles irgendwie durch Verhandlungskompromisse geht, doch einig. Es scheint nunmehr ausschließlich um Posten zu gehen. Das mit den Sachfragen werden wir schon regeln, Obergrenzen hin oder her......scheint der Tenor zu sein. Verhandlungen. Aussitzen. Irgendwie geht das. Man wundert sich und denkt über diese Sinnwelt nach...im besten Falle....   

Mittwoch, 27. September 2017

Arbeit und Mangel

Eines begreife ich ganz und gar nicht: einerseits, so verlautet es von seiten der „Wirtschaft“, herrscht Facharbeitermangel, der sich noch gewaltig verstärken wird. Andererseits raubt die Arbeitswelt 4.0, so dieselben Leute, in Zukunft der Gesellschaft großflächig die Arbeit. Viele Jobs werden verloren gehen (und nicht nur die minderbemittelten... schlecht ausgebildeten), eine Neubewertung der Arbeit scheint das Gebot der kommenden Zeit. Ja was nun? Zu viel oder zu wenig Arbeit? Was kommt? Rentenalter weiter wegen dem sich dramatisch durch Alte erweiterten Arbeitsmarkt absenken und gleichzeitig die Produktivität gewaltig hochschrauben? Ob so etwas überhaupt so weit in die Zukunft hinein prognostiziert werden kann? Mir scheint, da herrscht noch etwas Unklarheit. Ob es nicht ein anzustrebendes Ziel wäre, wenn wir weniger Arbeit verrichten müssten? (Ein alter Traum der Linken, schon Charly Marx träumte ihn...) Gleichzeitig aber, scheint diese Arbeit, (und sei sie noch so entfremdet...) sehr vielen Leuten Sinn zu verschaffen, sie scheint wichtig zur Konstitution eines Egos. Fällt sie weg, so drohen wohl größere soziale Unruhen. Also scheint es durchaus wichtig zu sein, sich Gedanken darüber zu machen, was uns ausmacht. Arbeit bedeutet sozialen Zusammenhang und finanzgestützte Wertschätzung, gewiss. Ob es aber in Zukunft gilt, auch durch ehrenamtliche oder nicht durch Finanzen gestützte Arbeit Sinn zu beziehen? Ob sie am Ende nicht sogar besser dafür geeignet sein könnte?

Dienstag, 26. September 2017

Literaturbetrieb, Kulturbetrieb

Ich machte mir Notizen zu Sendungen mit Literaturkritiker(Innen) im Fernsehen und gewann dadurch weitere Einblicke in das Kritikerwesen: Mir fiel auf, dass es sich dabei meist um intellektuelle, sich um eine gewisse Attraktivität bemühende und/oder sehr seriös mediengewandt wirkende Personen handelte, die sich mit großer Selbstverständlichkeit kapriziös ausdrückten und auf ihrem Gebiet sehr informiert, gebildet und aufgeklärt zu sein schienen. Sie schienen von einem Milieu getragen, das den eigenen Erfolg spiegelte (also Chefs und Willi Wichtigs, mit regelmäßigen Sendungen, egal wo, Autoren mit großen Namen, die Preise gewonnen haben, die man kennen musste, zumindest unter den Bescheidwissern, den Insidern), Personen, die mit dezenten Erwartungen an die Gesellschaft hantierten, verdeckt mit den eigenen, offen mit denen der von ihnen besprochenen Romanfiguren, mit Erwartungen an das Leben im allgemeinen, sie hantierten mit spitzen Händen und Mündern („ ….das hat man schon besser gelesen...“), sich ihrer multiplizierenden Wirkung wohl bewusst. Man fragt sich, wie diese Leute das machen, all das Zeugs zu lesen und sich danach abfällig darüber zu äußern, man selbst hätte gar nicht die Zeit dazu. Ob sie delegieren und "outsourcen"? Es schien sich um Leute zu handeln, die scheinbar alles wissen, mit Urteilen, die anderen Orientierung bieten können und die geschmäcklerisch bis ins Letzte sind, - wobei subjektive „Ausrutscher“ jederzeit gestattet zu sein scheinen und als Ausdruck von Eitelkeiten mit viel Understatement und Verständnis gehandelt werden. Die Auseinandersetzung scheint ohnehin eher formalen und unverbindlichen Charakter zu haben, auch wenn die Stirn gerunzelt wird und nachhaltig behauptet wird - in Wirklichkeit ist wohl alles erlaubt (wer wäre man denn, Grenzen zu setzen oder einzufordern!). Sie teilt die Welt in Auskenner und blutige Idioten ein, die keine Ahnung haben. Insofern entspricht sie dem Bedürfnis des Publikums nach Orientierung. Wir müssen inzwischen nur noch die richtigen Vermittler und "Experten" kennen, um uns "auszukennen", um mitreden zu können, um dabei zu sein.  

Montag, 25. September 2017

Mondnacht (J v Eichendorff) (Lyrik)

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst!

Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht, 
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff

Sonntag, 24. September 2017

Menschenführung, Führer

Derzeit scheint ja Trump so eine Art Anschaungsfigur dafür abzugeben, was als menschenführendes Alphatier „in der Wirtschaft“ wichtig zu sein scheint. Dieser Typ scheint es über Jahre hinweg geschafft zu haben, sich als wichtig in Szene zu setzen. Er hat riesige Kredite aufgenommen, die ihn für Banken wichtig erscheinen ließen. Er hat sich offenbar keiner noch zweifelhaften Verbindung verweigert, er scheint alle und jeden benutzt zu haben, wenn nur etwas für ihn herauszuholen war. Er hat das alles auch als eine Show aufgefasst, die er sogar im frei empfangbaren Volksfernsehen für alle zelebriert hat. Er hat sich als Macho geriert, indem er den Frauen ungeniert zwischen den Beine gefasst hat und sich die „schönen“ Frauen reihenweise gekauft hat, als Trophäe, wie ein Auto. Er hat das Prinzip Rücksichtslosigkeit auf egoistische Weise strapaziert, so, dass sich gewisse Angehörige der Unterschicht das als Ideal zu verstehen scheinen: fähig sein, meinen Mitmenschen übers Ohr zu hauen, und das „Ich Ich Ich“ dabei so zu zelebrieren, dass es mit einem „America first“ zusammen zu fallen scheint. Ob das amerikanisch ist? Es liegt mir fern, so etwas definieren zu wollen. Aber Fragen zu stellen, dürfte noch erlaubt sein, zumal mir die USA doch sehr am Herzen liegen. Es hat in der Vergangenheit eine große Dynamik entfaltet, die nicht nur auf Reichtum und Erfolg fixiert war. Für die ersten Siedler und Pioniere war es zuerst wichtig, überhaupt ein Ziel im weiteren Westen zu erreichen und es sodann zu besiedeln. Ein großer wunderbarer Idealismus ist auch sehr amerikanisch. Noch heute kann man im Westen viele „Volonteers“ treffen, die sich selbstlos in den Dienst des Ganzen stellen. Ob das Trump gefällt? Ist er ein Narziss? Diejenigen, die in dieser Gesellschaft verloren haben, scheinen sein Beispiel als Modell anzusehen, mit dem sie wieder nach oben kommen könnten.

Samstag, 23. September 2017

String Theory und dunkle Materie

Wem es wichtig ist, bei gewissen Gesprächen mitreden zu können, der wird schon etwas von der inzwischen 40 Jahre alten „String Theory“ gehört haben. Nun, wir wollen uns an einer halbwegs verständlichen Herleitung dieser seltsamen Theorie versuchen. Es ist nämlich zunehmend deutlich geworden, dass es an Materie im Universum fehlt. Wir beobachten Schwerkraft, doch es gibt keine Quelle dafür. Ob das etwas mit „dunkler Materie“ zu tun hat? Schätzungsweise gibt es bis zu 5 mal so viel dunkle Materie, wie sichtbare. Blöd nur, dass wir nicht wissen, was dunkle Materie wirklich ist. Aber es gibt begründete Annahmen: die dunkle Materie könnte aus massenlosen Teilchen (etwa Licht) bestehen, die den Eindruck von Masse erwecken, indem sie in der vierten Dimension Kreise ziehen. Kreise, die so klein sind, dass wir sie nicht wahrnehmen können. Es gibt Wissenschaftler, die in der Existenz solcher „schwarzen Materie“ den Beweis für die vierte Dimension sehen.
Der String Theory zufolge besteht alles im Weltraum aus „Strings“. Ein String ist so etwas wie eine Saite, die vibriert. Und zwar nicht in „unseren“ drei Dimensionen, sondern in neun.Wenn die String Theory stimmt, dann gibt es jeden Punkt im Raum noch in sechs weiteren Extra-Dimensionen.

Aber die String Theory hat eine große Schwierigkeit: es gibt für sie noch keinerlei Beweis. Unter anderem wursteln zahlreiche Wissenschaftler am CERN, dem großen Protonenspeicherring in Genf, daran. Das CERN hat eine Länge von 27,6 Kilometern und ist als höchst ehrgeiziges Wissenschaftsprojekt der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. In ihm vollziehen sich ständig Zusammenstöße subatomarer Teilchen. Dabei entsteht eine gigantische Datenflut, die auszuwerten alleine schon eine Herkulesarbeit ist. Doch auf Strings, die laut Theorie so etwas wie die Bausteine der Bausteine sein sollen, sind sie bisher nie gestoßen. Die String Theory nimmt an, dass ein String eine Billiarde mal kleiner ist, als ein Atom. Hätte man also ein Atom mit der Größe des Sonnensystems, dann wäre ein String so groß wie eine Glühbirne. Je kleiner aber das Objekt, um so mehr Energie braucht man, um es sichtbar zu machen. Das CERN hat bisher einfach nicht ausgereicht, um ein String und die darin verborgenen sechs Dimensionen sichtbar zu machen. Eigentlich bräuchte man einen Teilchenbeschleuniger mit dem Umfang unserer ganzen Milchstraße, um das halbwegs mühelos zu erreichen.

Freitag, 22. September 2017

Pessimismus reloaded

Und da soll man nicht pessimistisch werden? Es breitet sich doch im Alltag immer mehr eine Kultur der Rücksichtslosigkeit aus, die sich theoretisch auch gerne als „marktkonforme“ Demokratie geriert und eine Umverteilung von unten nach oben zu präferieren scheint... Da ist der drohende Zerfall Europas, eines Kontinents, dessen sich die Europäische Union in Brüssel mit ihren wohlfeilen Handelsstrukturen bemächtigt hat. Ob es eine Reaktion darauf ist? Da ist nämlich die Rückkehr des Nationalismus, die neue Salonfähigkeit des Rassismus, des Populismus und des Protektionismus. Da sind die demokratisch gewählten Despoten, die ihre Länder mit Einverständnis ihrer Wähler mit den immergleichen Tricks („XXX“ zuerst!“ XXX ist ein Platzhalter eine jeweilige Nation, hinzu kommt der vom jeweiligen Despoten gehämmerte Glaubenssatz „Ich bin der Einzige und Wahre, ich bin das Volk“, Egoismus und Narzissmus scheint für solche sich als Leader verkaufende Figuren ohnehin eine reiche Quelle ihres Selbstverständnisses) zu Diktaturen transformieren. Doch „postheroische“ Regierungssysteme machen da gerne mit, solange sie wirtschaftlich davon zu profitieren scheinen. Da ist der um sich greifende Anti-Intellektualismus (auch der „Body Kult“ mit seinen Erscheinungsformen), den die Intelektuellen selbst zu verantworten haben mit einhergehender Legitimation der Ignoranz. Dass der Siegeszug einer „political correctness“ mit unsäglichen Denkverboten und Intoleranz zusammen geht, die offen geäußerte Sehnsucht nach dem starken Führer, die grassierende Demagogie, der moralische Bankrott der Wirtschaftseliten („die „Dieselkrise“ samt ihren Begleiterscheinungen ist da ein sehr anschauliches Beispiel dafür), die sich benehmen wie die letzten Gebrauchtwagenhändler (der sogenannte „Dieselgipfel“ war da ein gutes Beispiel). Da werden beispielsweise „Sparpakete“ mit dem Geld derjenigen finanziert, die wenig haben, zugunsten derjenigen, die viel haben, da werden Steuerhinterzieher in tausend „Deals“ und „Scheindeals“ bevorteilt, da wird vorgegeben, „Steueroasen“ auszutrockenen, doch es werden immer mehr dieser „Länder“ bekannt: gerade auch in der EU sind ja wohl die Niederlande, Luxemburg und Irland auch gut dabei!). Da ist die drohende nächste Wirtschaftskrise, der die Zentralbanken nichts mehr entgegen zu setzen haben, weil sie das Geld nicht mehr billiger als jetzt machen können. Da wird es dann bald wieder ein „Bail out“ kommen, weil gewisse Banken als „systemrelevant“ gelten, was automatisch zu heißen scheint, dass der Steuerzahler für ihre Risiken finanziell aufkommt: gegenwärtig scheint Italien mit seinem Bankensystem da ein gutes Beispiel).
Da ist die sogenannte Freihandelspolitik, kombiniert mit einem protektionistischen Subventionssystem, das die Millionen Armen des Südens in den Norden treibt und diejenigen Staaten, die einst als „Dritte Welt“ bezeichnet wurden, krass benachteiligt. Da ist die Stagnation des Wirtschaftswachstums trotz digitaler Revolution („Arbeitswelt 4.0“, der nächste Streich, einerseits unmittelbar bevor stehend, andererseits diskutiert niemand darüber... ), die unüberlegte Gebrauch des Begriffs „Wachstum“ überhaupt, wobei es ja wohl anerkanntermaßen unterschiedliches Wachstum gibt. Da ist die Alternativlosigkeit des Kapitalismus („marktkonforme Demokratie“), obwohl dieser zu einem immer steiler werdenden Gefälle zwischen Arm und Reich führt, welches dem System selbst in naher Zukunft sehr schaden wird. Da sind die vielen Leute ohne jegliche Hoffnung auf eine Zukunft, - ein Problem, das man am elegantesten wohl mit einem großen Angriffskrieg löst... Dieser könnte ja jetzt trotz aller Abschwächungen bevor stehen, wenn sich zwei widerliche Fettwänste gegenüber blutrünstig drohen und ihr jeweiliges Volk samz Ablegern ohne Zögern verrecken lassen, - um ihm genau das als Entschlossenheit und Härte zu verkaufen. Wie peinlich! Die andere Seite einer solchen Haltung ergeht sich in Apeacemet oder Diplomatie und glaubt, durch Geschwätz und Geld (wird auch gerne als „wirtschaftlichen Druck“ bezeichnet) jemanden anderen von irgendetwas abhalten zu können. Ob einen das alles pessimistisch stimmen könnte? Ja klar, solche Erkenntnisse helfen auch niemandem. Doch es hilft, die Realität so zu erkennen, wie sie womöglich ist.

Donnerstag, 21. September 2017

Gehalt

Ich habe gelesen, was ich mir herausgeschrieben und herauskopiert habe und was zumindest mir Aufschluss über unsere Wirklichkeit zu geben scheint: 
Das Vermögen in Deutschland ist nicht sehr gleichmäßig verteilt. Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung hat das eine Prozent der Bevölkerung mit dem größten Vermögen bis zu 26 Prozent des Gesamtvermögens. Die einkommensreichsten 10 Prozent der Haushalte verfügen über mehr als 35 Prozent des Vermögens.
Während die obersten 60 Prozent der Beschäftigten seit Mitte der 90er Jahre ihren Bruttolohn im Schnitt steigern konnten, ging er bei den unteren 40 Prozent real nach unten. Bei den Einkommensunterschieden liegt Deutschland im OECD-Vergleich im Mittelfeld der Industrienationen. 
WDR-Intendant Tom Buhrow, 58, hat jetzt sein Jahresgehalt von 399.000 Euro verteidigt. "Man kann das immer weiter treiben mit dem Neid", erklärte der ehemalige "Tagesthemen"-Moderator am Mittwoch in Köln bei einer Pressekonferenz nach der ARD-Hauptversammlung. "Ich kann absolut zu den Gehältern stehen. Man kann immer sagen "weniger, weniger, weniger".

Mittwoch, 20. September 2017

Demokratie

Eigentlich müsste so etwas in Deutschland dauernd stattfinden: Dass sich Abgeordnete (Kandidaten) den Fragen des Publikums stellen, dass sie in Berührung mit dem Alltag der Leute bleiben, die sie vertreten sollen. Doch im System der obwaltenden repräsentativen Demokratie ist das nicht vorgesehen. Da werden Abgeordnete des Bundestags für 4 Jahre gewählt und sind in dieser Zeit nur ihrem Gewissen verpflichtet, was zumindest für manche dieser „Vertreter“ zu heißen scheint, dass sie machen können, was sie wollen. Sie sind kleine absolutistische Fürsten, die für vier Jahre gewählt sind. Wenn dann noch dazu kommt, dass dieses System von Parteien dominiert wird, müssten die daraus entstehenden Probleme zumindest gesehen werden. Klar, dass das im gegenwärtigen System niemand tut. 

Montag, 18. September 2017

Reisen, andere Welten

Im Tagebuch gestöbert und Folgendes gefunden (minimal ergänzt): Die Reiseprospekte durchklicken: wohin gehen wir? Nach Australien, oder besser nach Atlantis, nach Arkadien....? Farbige Bildchen als Versprechen einer besseren schöneren saubereren Welt? Die Welt ist groß und klein, es gibt so viele verschiedene Welten und doch ist sie immer wieder die gleiche..., die Ferne und die Nähe liegen so eng beieinander, du trägst Bilder nachhause und bleibst der gleiche, was hast du gesehen? Das, was du sehen wolltest? Ist da ein Filter in dir? Das dich vor allzu Fremdem schützen soll? Das sicher stellen soll, dass alles möglichst angenehm bliebt? Wohin zieht es dich noch, suchst du etwas? Was? Den Weg, nicht das Ziel...., stimmt das? Verändert dich das in irgendeiner Weise?, Horizont: schaust du hinter diesen Horizont? Wo warst du wirklich? Was hast du gesehen? Es gilt, das Fremde zu akzeptieren, das Fremde auch in dir selbst, eine Reise, die dich in dein Selbst und das führt, was du sein könntest, wenn.....ja wenn dich nicht der Zufall/das Glück/das Schicksal hierher gestellt hätte, Unterwegs sein, auf welcher Reise? Es gilt, „das Andere“ zu verstehen. Die andere Möglichkeit.
Der Dreck, das Elend, die Armut, was denkst du dir dabei? An dich selbst und dein Klischee, - „Erwartungen enttäuscht“? Unterhaltung? Genießen. Sight Seeing? Die Blödheit, die Stumpfheit der Menschen: interessiert dich das Warum? Das Fremde reizt dich. Man spricht deine Sprache. Klar, sie ist global. Sie gilt. Sie ist diktiert und gültig. Es ist die Sprache des Geldes. Auf der Stelle treten in dieser Welt. Heimweh. Wohin gehen wir? Immer nach Hause? Hast du „die Welt“ gesehen? Es scheint eine Frage der Perspektive zu sein..... 

Sonntag, 17. September 2017

Mensch und Tier (3)

60 % der Böden werden für die „Erzeugung“ von Tierfutter benutzt. So sagen zumindest gewisse Untersuchungen. Den Hunger in der Welt bekämpfen und auch in Zukunft für ausreichend Nahrung sorgen, sagen die großen Nahrungsmittel- und Düngemittelkonzerne.. Dass sie dabei zu allerhand Tricks greifen und unter dem Mäntelchen der Freien Marktwirtschaft profitable Monokulturen in sich entwickelnde Volkswirtschaften hochziehen wollen, das sagen sie nicht. Die Politik sagt nicht, dass genau das als neue Entwicklungspolitik verkauft werden soll, weil ja die alte, staatliche, so gar nichts Positives bewirkt habe. Dass auf diesen 60 % der Böden auch Getreide für Menschen statt kurzfristig profitablen und genmanipulierten Mais für die Massentierhaltung angebaut werden könnte, - oder gar Gemüse, - das sagt die Politik nicht. Massentierhaltung (oder die sogenannte und selbstbenannte „Intensivtierhaltung“) der Teile der Politik im Interesse einer so verstandenen „freien Mrktwirtschaft“ so nachhängen, muss im Interesse unserer Mitgeschöpfe abgeschafft werden. Nun ja, so hängt alles mit allem zusammen. Das Tierwohl? Wer mit Tieren umgehe, habe ihren Bedürfnissen Rechnung zu tragen, und, so weit es der Verwendungszweck zulasse, für ihr Wohlergehen zu sorgen. Niemand darf ohne einen vernünftigen Grund einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise sein Würde missachten“. So sagen die meisten europäischen Tierschutzgesetze und ergehen sich dabei in wunderliche altmoralisch dehnbare Formulierungen. Dass einen dabei auch nur in oberflächlichster Erkenntnis gewisser tierhalterischer Verhältnisse ein leichtes Grinsen überkommt, wird meiner Ansicht nach zu leicht akzeptiert. Wer ist angesichts dessen der Fürsprecher von Tieren, welche Lobby haben sie bei der Politik, wer könnte so etwas einklagen? 

Samstag, 16. September 2017

Wahlkrampf Meridian

Jetzt haben wir alle Wahlkampfargumente im deutschen Bundestagswahlkampf bis zum Erbrechen verfolgt und nichts hat uns überzeugt, besonders wenn wir das muntere Texten mit den Tatsächlichkeiten vergleichen. Die Versprechen? Alles anders und besser zu machen? Nun ja, würden wir uns auch vornehmen und laut kund tun. Leute, die aus dem Ausland kommen, beneiden uns wegen der materiellen Basis und wegen der Struktur von Deutschland. Aber könnten wir, wollten wir, müssten wir nicht schon weiter sein? Würde sich gerade uns die Möglichkeit dazu eröffnen, auch gewisse soziale Lücken zu schließen. Es scheint eine bestimmte Klasse von Leuten zu dominieren, die von diesem „Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ profitiert. Nennen wir sie „Mitte“. Weisen aber nicht nahezu alle Untersuchungen darauf hin, dass diese Mitte kleiner wird? Muss ein Wahlkasmpf im Kampf um die Mitte ein Wohlfühlkrampf im Schlafwagen sein? Muss sich deshalb auch ein Wahlkampf an einer vermuteten Mitte orientieren? Traditionell ist sie in Deutschland groß, diese Mitte. Aber wird sie das auch noch in Zukunft sein? Wohin geht die Entwicklung? Muss Mitte auch mittelmäßig sein? Geht die soziale Schere auseinander? Wo stehen wir? Standortbestimmung ist angesagt. Um sich schauen. Anschauen, nicht verdrängen. Sich verorten, gesellschaftlich. Wissen, wer man ist und wo man ist und warum. Es wenigstens versuchen. Sich nicht nur von „Experten“ mit scheinbarem Spezialwissen überschwallen lassen. Und dann erkennen, dass es anderen Personen vielleicht ähnlich ergeht. Dass man in einem Zusammenhang steht, in Strukturen. Ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Wer ist „Wir“? Sind damit Politiker gemeint? Politische Parteien? Genau darüber könnte abgestimmt werden, demnächst.

Freitag, 15. September 2017

Entwicklungskolonialismus

Wir betreiben unter dem Label "Entwicklungspolitik" latent einen Neo-Kolonialismus. 
(--->seltene Erden, Rohstoffe aller Art etc.). Da gibt es die Vorstellung, wir könnten mit jungen Flüchtlingen unseren Fachkräftemangel beheben. Lächerlich. Das ist Kolonialismus 2.0, denn diese Leute werden dringend in ihren Heimatstaaten gebraucht. Überhaupt, "Flüchtlinge"? Ein Lieblingsthema, nicht nur der linken Leute in unserer Gesellschaft: Es müsste ein Einwanderungsgesetz her, behaupten da viele. Wir würden darin klar formulieren,dass jemand, der nicht Asyl benötigt, zu gewissen Bedingungen „reingelassen wird“. Zu gewissen Bedingungen, wie in den USA, Australien und Kanada. Ärzte aus Syrien: ja. Ungelernte aus Syrien: nein. Das Problem ist nur: Der Arzt aus Syrien wird aber genauso dringend in seinem Heimatland gebraucht. Wenn wir ihn "abkaufen", fehlt er daheim, wo nicht so viel gezahlt werden kann.  

Donnerstag, 14. September 2017

Elektro

Es muss ein bisschen Wasser in den Wein geschüttet werden, wenn es um Elektromotoren geht. In den Batterien der Elektromotoren sind beispielsweise seltene Erden verarbeitet, die in Afrika unter katastrophalen Umständen und völliger Missachtung von Menschenrechten gewonnen werden. Dazu kommt, dass wir Elektromotoren bis heute nicht recyclen können. Die Herstellung einer Batterie insgesamt ist wahnsinnig energieintensiv. Zumindest hier in Deutschland wird der Strom nicht immer umweltfreundlich hergestellt. Die eigentliche Lösung wäre vielleicht die mit Wasserstoff angetriebene Brennstoffzelle. Mercedes hatte über eine lange Zeit eine Forschungsgruppe, die wurde aber vor 10 Jahren eingestellt, weil die Firma wohl Angst hatte, dass dies ihrem Geschäftsmodell schaden könnte. Oder Erdgas? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit. Es gilt, sich ehrlich zu machen.

Mittwoch, 13. September 2017

Bildungspolitik

Warum spielt Bildungspolitik in diesem deutschen Wahlkampf eine so untergeordnete Rolle? Die Gesellschaft entwickelt sich von einer klassischen Angestelltengesellschaft weg in Richtung auf etwas, wo es immer mehr Selbständige geben wird, die ihre Kraft auf einem sehr schwer überschaubaren Markt verkaufen müssen. Das ist eine andere Berufswelt. Heute noch herrscht der 9 Uhr bis 5 Uhr Job. Davon werden viele wegfallen und durch Roboter oder Computer ersetzt werden. Für eine solche Arbeitswelt müssen Kinder mit sehr viel Vitalität, Kreativität und Neugier befähigt werden. Da ist niemand mehr da, der ihnen sagt, was sie tun sollen. Heute ist das so: wenn man eine bestimmte und klar definierte Pflicht erfüllt, wird man mit viel Geld oder in der Schule mit guten Noten belohnt. Das ist die Idee der Leistungsgesellschaft. Das Bildungssystem ist dafür gemacht.
Alles strebt inzwischen darauf zu, dass mehr „höhere“ Bildungsabschlüsse erreicht werden. „Wenn jeder Abitur hat, hat irgendwann keiner mehr Abitur“, sagte neulich ein kritischer Bildungspolitiker. Viele Bildunspolitiker von Amts wegen und Eltern scheinen zu glauben, dass der wahre Mensch erst mit dem Abitur beginne. Danach beginne dann die wahre Auseinandersetzung des Lebens. Die Bildungspolitiker von Amts wegen sonnen sich allzu gerne in hohen Abiturientenquoten. Inzwischen haben wir in Deutschland etwa seit 3 Jahren mehr Studienanfänger als Leute, die eine berufliche Bildung anfangen. Es können viele Schwerpunkte und Spezialisierungen gewählt werden: alles für die wirtschaftliche Verwendung. Das große Problem ist, dass wir, um Quoten zu steigern, Ansprüche herunter gesetzt haben. Plötzlich haben alle gute Noten oder auf Notenerteilung wurde ganz verzichtet. Wir haben zwar zusammen mit Österreich und der Schweiz die niedrigste Quote an arbeitslosen Jugendlichen. Das ist die Leistung des beruflichen Bildungswesens und nicht der hoher Abiturientenquoten. Noch gibt es das.

Montag, 11. September 2017

Schopi über den Tod (6)

„Auf den Menschen, als Erscheinung der Zeit, ist der Begriff des Aufhörens allerdings anwendbar und die empirische Erkenntniß legt unverholen den Tod als das Ende unseres zeitlichen Daseins nahe. Das Ende der Person ist ebenso real, wie es ihr Anfang war, und in eben dem Sinne, wie wir vor der Geburt nicht waren, werden wir nach dem Tode nicht mehr seyn. Jedoch kann durch den Tod nicht mehr aufgehoben werden, als durch die Geburt gesetzt war; also nicht das, wodurch die Geburt allererst möglich geworden. In diesem Sinne ist natus et denatus (geboren und gestorben) ein schöner Ausdruck. Nun aber liefert die gesammte empirische Erkenntnis bloße Erscheinungen: nur diese daher werden von den zeitlichen Hergängen des Entstehens und Vergehens getroffen, nicht aber das Erscheinende, das Wesen an sich. Für dieses existirt der durch das Gehirn bedingte Gegensatz von Entstehen und Vergehen gar nicht, sondern hat hier Sinn und Bedeutung verloren. Dasselbe bleibt also unangefochten vom zeitlichen Ende einer zeitlichen Erscheinung und behält stets dasjenige Daseyn, auf welches die Begriffe von Anfang, Ende und Fortdauer nicht anwendbar sind. Dasselbe aber ist, so weit wir es verfolgen können, in jedem erscheinende Wesen der Wille desselben: so auch im Menschen. Das Bewußtseyn hingegen besteht im Erkennen: dieses aber gehört, wie genugsam nachgewiesen, als Thätigkeit des Gehirns, mithin als Funktion des Organismus, der bloßen Erscheinung an, endigt daher mit dieser: der Wille allein, dessen Werk oder vielmehr Abbild der Leib war, ist das Unzerstörbare.“

Samstag, 9. September 2017

Entwicklung in Afrika

Es kam zwar vor, in dem "Kandidatenduell" (im TV übertragenen "Duell" der Kanzlerkandidaten, die ja eigentlich von einem Parlament gewählt werden müssten, aber nicht nur in diesem „Wahlkampf“ die Funktion von Superstars, Leithammeln und Häuptlingen ausfüllen, um die es eigentlich geht...), aber auf eine seltsam nichtssagende, ablenkende, smarte und überspielende Weise. Migration ist ein großes, komplexes Thema. Wir müssten da vieles neu denken. Es braucht vielleicht so etwas wie einen Marshallplan für Afrika, der es mit sich bringen könnte, dass Afrika alles beispielsweise zollfrei in die EU exportieren könnte, und Afrika für jedes Produkt, das aus der EU kommt, den Zoll seiner Wahl machen könnte. Ein schmerzlicher Einschnitt, fürwahr. In der "Doha-Runde", in der die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) immer wieder erfolglos verhandeln, waren die Industriestaaten bisher nicht dazu bereit. Bananen aus Tansania usw. sind nicht mal 1% des europäischen Marktes. Das Problem: Man denkt nicht langfristig daran, was das alles am Ende kostet, an Menschenleben, an Geld, politischer Unruhe, usw. 
Wir müssten eine ganz andere Entwicklungshilfepolitik machen. Die (nicht erreichte Zielmarke wäre hier 0,7 %, - im Militärbereich wären das die berühmten, von der NATO anvisierten 2% des BSP). Wo ist der große Plan? Die Welt ist doch durch die Globalisierung kleiner geworden! Wenn wir diese Staaten für „unseren Wohlstand nutzen, dann wäre es doch angemessen, denen dafür entgegen zu kommen! Es geht bei den Menschenrechten halt nicht nur um Europäer.
Stattdessen gibt es Überlegungen von Parteistrategen, die behaupten, dass es der AfD helfe, wenn von Migration gesprochen würde. Die AfD hat ganz einfache Antworten.
Solche Kräfte nutzen aus, dass Menschen an die Grenze kommen und behaupten, sie hätten ihren Pass verloren. Das kann so nicht weiter gehen. Es müsste ein Einwanderungsgesetz her, so viele der Diskursteilnehmer. Wir formulieren darin klar,dass jemand, der nicht Asyl benötigt, zu gewissen Bedingungen „reingelassen wird“. Ärzte aus Syrien: ja. Ungelernte aus Syrien: nein. Der Arzt aus Syrien wird aber genauso dringend in seinem Heimatland gebraucht. Es gilt vielmehr, darüber nachzudenken, wie wir „gut und gerne“ mit Migranten zusammen leben können. Zu deren und zu unserem Vorteil.
Das ist ein Problem der Industriestaaten insgesamt, die aber nicht nur darin heillos zerstritten sind (was an der UN gut zu sehen ist!). Es gibt dabei kaum Organisationen wie etwa die EU. Merkel spricht gerne davon, dass wir unsere Handelspolitik in Richtung mehr Globalisierung und mehr Gerechtigkeit verändern sollten. „Wir müssen die Ursachen bekämpfen“ fordern alle Politiker. Die Industriestaaten geben Geld in die Entwicklungshilfe, um gelegentlich mal einen Brunnen oder eine Schule zu bauen. Seinen Kindern muss aber ein erwachsener afrikanischer Fischer für die Schule Uniformen, Hefte und Bleistifte ermöglichen mit einem Geld, das er nicht hat. Auf der anderen Seite wird das Meer von den Industriestaaten leer gefischt. Warum sollen diese Fischer ihren Fisch nicht selbst fischen, um danach mit neu erworbenem Know-How den Thunfisch selbst zu verarbeiten? … Eine der führenden britischen Denkfabriken hat 2016 errechnet, dass, wenn Westafrika seinen Fisch selbst verarbeiten würde, 300 000 Jobs entstehen würden. Stattdessen wissen die Leute nicht mehr, wovon sie leben sollen. Sie sagen: mein Leben ist nichts wert, ob ich hier sterbe oder ob ich vielleicht eine Chance habe zu überleben: der Versuch ist es wert. So entstehen Flucht und Fluchtgedanken. 
Langfristig wird es nichts bringen, Zäune hochzuziehen. Die Menschen werden sich davon nicht abhalten lassen. Es bringt nur etwas, die Wirtschaft in diesen Ländern aufzubauen und anfangen zu verstehen, dass unser Wohlstand hier etwas mit der Armut in diesen Ländern zu tun hat. Rohstoffe aus diesen Ländern werden exportiert, damit wir vielleicht noch ein weiteres neueres Telefon haben. Bei ihnen im Dorf gibt es aber noch nicht einmal eine Straße.   

Freitag, 8. September 2017

Kandidaten und Parteien

Ein Kanzlerkandidat lässt sich von einer PR-Agentur beraten. Die fragt per Umfrage: was assoziieren sie mit der SPD? Da wird dann „Mind-mapping“ gemacht: Am häufigsten kommt dann wohl das Wort „Gerechtigkeit“ vor. Das wird dann zum Wahlkampfthema gemacht. Das heißt, es entstehen auf diese Weise Formeln, mit denen man auf Marktforschungsweise versucht, ein Thema zu finden. Damit ist klar, dass das dann ein ein Gegenwartsthema ist und nie ein Zukunftsthema. Beispielsweise bei Willy Brandt dürften es keine Marktforschungsinstitute gewesen sein, die Slogans wie „Mehr Demokratie wagen“ angeregt haben. Das wurde damals an den Hochschulen diskutiert, das wollten die Intellektuellen und viele anderen.
Der Grundgedanke dabei wäre: ich höre in die Gesellschaft rein, erkunde, bin dran und finde das Thema. Damit hängt auch zusammen, dass es auch zu wenige Außenseiter gibt, die einmal die Parteidisziplin hinter sich lassen könnten und der eigenen Überzeugung Raum verschaffen wollen.
Heute ist es doch eher so: Wer abweicht (etwa mit dem Willen zu größeren gesellschaftlichen Veränderungen), dem weht aus seiner Partei und allen Medien ein ganz starker Gegenwind entgegen. Es ist halt der sicherste Weg, immer geradeaus so wie alle zu gehen, sich an den Mainstream halten. Das ist in allen Parteien sehr verbreitet. Z.b. Schmidt und Schröder haben ihre Ideen gegen ihre Partei durchgesetzt, mit der Folge, dass diese Partei danach jeweils 10 % schwächer war als davor. Es war halt nicht, wie von der SPD jetzt auf diese und jene Weise propagiert, früher nicht alles besser, weshalb es gelte, alles wie früher einzurichten. Es war vielmehr auch schon widersprüchlich. Im aktuellen CDU-Wahlprogramm, das 73 Seiten hat, taucht das Thema „Migration“ zum ersten Mal wohl auf Seite 63 auf. Das Thema „Digitalisierung“ gar taucht nur unter dem Aspekt auf, dass die Wirtschaft flott gemacht werden muss, damit sie den Anschluss nicht verpasst. Die Digitalisierung wird womöglich aber millionenweise Arbeitsplätze kosten, es wird zudem ein Fachkräftemangel herrschen, der bis zu 3 Millionen Leute betragen kann. Es werden sehr viele Leute ihre Arbeit verlieren, die anschließend aber nicht in der Pflege arbeiten werden. Man kann das nämlich nicht rein statistisch managen und sagen, so viele Stellen sind vakant und so viele Stellen und so viele fallen weg. Das sind ja ungefähr gleich viel: das geht auf. Nein, so wird das nicht gehen.

Donnerstag, 7. September 2017

Alterspflege

Wir begegnen älteren Menschen, die in Pflege sind. Die hilflos sind. Die leer geworden sind. Können wir uns da hineinversetzen und uns selbst dahinter erkennen? Ist es so, dass in solchen Personen ein ganzes Leben „gespeichert“ ist, dass sie gleichzeitig auch die Person sind, die sie mal waren? Dass sie jetzt halt in einem anderen Zustand sind, in den sie „das Leben“ befördert hat? Ob es nicht so ist, dass alle anderen Personen fortwährend älter werden und einem solchen Zustand entgegenstreben? Was ist der Tod? Ist es das, dem man entgegenstrebt? Noch. Er soll im Schlaf kommen und möglichst schmerzlos, das ist der oft geäußerte Wunsch. Ob aber bis dahin irgendwann eine gewisse Bilanz erlaubt ist, in der man feststellen kann, ob eine Existenz sinnvoll war? Oder ob das alles unwiderbringlich vergangen ist und nur (wie es jetzt modisch ist...) "der Augenblick zählt"? Ob's Alzheimer ist oder was anderes? Eben erst gehört, dass immer weniger an Demenz/Alzheimer erkranken. Dadurch aber, dass die Bevölkerung älter wird, bleibt der Demenzanteil weitgehend gleich, es kommt nur später (wenn die Menschen älter geworden sind...). Sie war eine stolze Frau, sehr selbständig, hatte eine dezidierte politische Meinung und diskutierte bei vielen Themen mit. Religiös war sie, hängte das aber nicht heraus.
Jetzt aber ist es so: Nicht nur wir, sondern viele Angehörige werden mit dem Siechtum der dementen Angehörigen nicht fertig. Die Gesellschaft ist zwar sensibilisiert und sieht die Alzheimer-Epidemie auf sich zurollen, sie kann darüber reden und auch an der nötigen Empathie (siehe Einleitung...) für die Betroffenen hapert es nicht. Aber ganz praktisch gesehen sind die wenigsten Menschen tatsächlich vorbereitet. Jawohl, der Wechsel ins Konkrete kann brutal sein. Es tritt womöglich alles sehr schnell ein und verlangt einem Entscheidungen ab, für die man gar nicht genügend informiert ist. Man stolpert und taumelt in etwas hinein, Beratungsmöglichkeiten sind gut oder schlecht, viele Leute geben „Tipps“, die sich am Ende gegenseitig widersprechen - im schlimmsten Falle bringen sie jedoch gar nichts, gleich gar nicht in dem Tempo, das einem abverlangt wird. Man war außen und ist jetzt plötzlich selbst Handelnder, man ist mittendrin in einer anderen Realität.

Mittwoch, 6. September 2017

Mensch und Tier (2)

Zum Folgenden wurde ich neulich medial angeregt und habe es seitdem in mir bewegt: Wo bleibt das Prinzip Verantwortung in der Evolution? Es gibt wohl keine einzige Art, die gegen andere Spezies so etwas wie Verantwortung spüren könnte -. außer dem Menschen. Das „Prinzip“ gilt also vor allem für verantwortungsvolle Menschen, Tiere vor dem zu schützen, was für sie am schlimmsten ist: vor schwerem Leiden. Der Mensch ist das einzige Tier der Evolution, das zur Moral fähig wäre und das sich auch dessen rühmt. Dass ihm seine Vernunftbegabung sogar die Verpflichtung dazu auferlegt, seinen Vorteil nicht auf Kosten der übrigen Welt zu suchen, macht diese aus einer bestimmten Konstellation folgende Verpflichtung noch strenger. Die Vernunft eignet sich für den Menschen dazu, entweder besser zu sein als die Tiere, oder schlechter. Der Mensch ist aber ein Allesfresser? Kann sein, aber das Problem liegt möglicherweise mehr in der Massentierhaltung, im Quälen von Kreaturen zum Zwecke jener Profitmaximierung, die ein bestimmtes Regelwerk des Menschen ihm vorzugeben scheint. Massenvernichtung. Ob Tiere kein Bewusstsein haben, schon gar nicht von sich selbst? Dies mögen aber neuere Forschungsergebnisse heftig in Frage zu stellen. Ob es die Klasse „Tiere“ überhaupt so gibt? Ob nicht ein gewisser Unterschied zwischen einem Primaten und einem Floh besteht? Ist es Überheblichkeit, dass wir an dieser Stelle eine solche einheitliche Einteilung pflegen und uns über alle Erkenntnis hinweg setzen? Gibt es die Einteilung Menschen und Tiere? Wer kann solches nachvollziehen, nachdem er einem Menschenaffen in die Augen geblickt (sie sollen aggressiv werden, wurden es aber in meinem Falle überhaupt nicht) und mit ihm gemeinsame Zeit zugebracht hat? Ob das Ziel, eine ständig wachsende Menschheit ernähren zu wollen, alles rechtfertigt? Ob wir hier in einem Dilemma sind? 

Dienstag, 5. September 2017

Freundschaft und Tier

Freundschaften aufzubauen, ist ein komplexer Vorgang, der auch unter verschiedenen Tierarten, Spezies stattfinden kann. Das ist zwar selten, aber es passiert insgesamt vielfach. Es gibt dieses unglaubliche Vertrauen, das dabei sofort entstehen muss und nur zwischen zwei Individuen stattfinden kann. Tatsache ist: Soziale Beziehungen heben die Überlebenschance.Womöglich sind wir Menschen nicht die einzigen, die komplizierte Beziehungen eingehen. Tiere haben Gefühle und sie denken – freilich nicht in unseren Kategorien, - nicht in unserer Welt, und doch in ihr. Denn sie müssen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, die auch unsere ist. Sie bilden diese Welt auf ihre eigene Weise in sich ab und gehen damit um. Es ist etwas Eigenes. Wir sollten genau das nicht vermenschlichen. Zu sagen, ein Tier sei eine Art Roboter, die nur Instinkten folgt, ist Unsinn. Das Tier lernt auch an der Situation, nimmt Eindrücke auf und setzt sie in Verhalten um. Es ist zudem ein gängiges Vorurteil, dass Tiere nur fressen und sich fortpflanzen... es scheint vielmehr vieles in ihrem Leben Platz zu haben, von dem wir noch keine Ahnung haben. Ihre Art der Beziehung kann uns womöglich so manches lehren: Techniken gemeinsam nutzen, soziale Bindungen herstellen, indem man zusammen spielt und zusammen Grenzen testet. Viel Zeit miteinander verbringen. Sich auf positive Weise miteinander beschäftigen. Das schafft Vertrauen. Und, was wohl auch für Menschen gilt: In einer guten Beziehung ist man glücklicher. Der Körper ist gesünder und man ist psychisch stabiler.  

Sonntag, 3. September 2017

Wahlkampf, Zukunft, Bildung

Es ist Wahlkampf in Deutschland. Es geht um Wahlstimmen und Zustimmungsquoten, um das was jederfrau und jedermann gefällt, - oder doch zumindest vielen. Dabei werden regelmäßig Phrasen abgesondert, wie wichtig denn Bildung sei und ernst genommen müsse das Thema Bildung, und es „wird Sorge getragen“ und ....überhaupt, da müsse mehr reingesteckt werden. Leider werden dann in der Folge weder neue Ideen noch Geld reingesteckt. Viel lieber wird gelobt und belobigt, wie gut und gerne wir in diesem Land des Wohlstands und der Weltmeisterschaften leben: Fußball sowieso, aber auch Reise und SUV, sowie Kreuzfahrt läuft gut, - wenn auch auf Kosten der Umwelt mit Schweröl. Dabei wäre Bildung so dringend und drängend wichtig für die soziale Durchlässigkeit dieser Gesellschaft, eine soziale Durchlässigkeit, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr reduziert hat und die wichtig gerade für das ökonomische Fortkommen ist. Fette Investitionen wären nötig in Schulen, aber auch in Infrastruktur, wie beispielsweise in den Ausbau des Breitbandnetzes, das vielen Betrieben eine Teilnahme am globalen Handel sichern soll. Die sogenannte Digitalisierung wurde ja sowieso verschlafen und soll jetzt mit Hochdruck nachgeholt werden. Soll.
Doch was geschieht? Scheinlösungen werden favorisiert, Reförmchen (die natürlich kein Ansatz zur Problemlösung sind, sondern mit Aktionismus nur verschleiern sollen...) werden gestartet und es wird ein Popanz um die „Schwarze Null“ aufgebaut, also einen Sparkurs, der dem Staat als Ganzes, insbesondere den kommenden Generationen, zugute kommen soll. Soll. Wenn wir aber nicht mithalten können mit anderen, die mehr tun, so wird das ganze Sparen auch kommenden Generationen nichts nützen, weil die Voraussetzungen nicht da sind. Wir brauchen mehr Mut zum Experiment, zum Ausprobieren, bei dem nicht von vornherein der Erfolg gesichert sein muss und gesellschaftliche Unterschiede zementiert werden.Wir brauchen Mut zum Aufbruch ins Ungewisse, wie das einst die Siedler hatten, die gen USA zogen und dort eine große gesellschaftliche Dynamik schufen. 

Samstag, 2. September 2017

Alter und Jugend (3)

Sich und seine Grenzen kennen zu lernen. Das in ein Verhältnis bringen. Nicht das Unmögliche von sich verlangen. Nicht den geträumten Träumen nachrennen. Man hätte sie früher für möglich halten können. Nun gilt es, das Erreichte zu verwalten. Eingebunden sein in ein Ganzes, in eine Welt, in eine Gesellschaft, darum zu wissen. Es geht doch nicht darum, zu verallgemeinern und „die Jugend von heute“ über einen Kamm zu scheren. Aber man glaubt, aus seiner eigenen Perspektive etwas wahrgenommen zu haben, was Altersklassen kennzeichnet. Rentengeneration jetzt. Ob die Nachfolgenden auch noch solch „traumhafte“ Rentenbedingungen vorfinden werden, wie die gegenwärtigen Rentner? Welchen Einfluss wohl die viel besprochene „Arbeitswelt 4.0“ darauf haben wird? Wird sich nicht unter ihrem Einfluss nahezu alles anders darstellen? Sogar die Wertewelt? Sich darauf einstellen und sich anpassen, ist das die Devise? Google, Facebook & Co geben vor und wir folgen alle nach.... Oder ein Gestalten dieser neu sich abzeichnenden Sphäre, wäre das etwas? Wo? Wie?
Partykultur? Ist alles eine Wohlfühloase oder geht es in anderen Gegenden dieser Erde ganz anders zu? Welche Beziehung haben wir dazu? Sind uns diese Menschen fern oder bringt es das Zeitalter der Globalisierung mit sich, das sich alle näher kommen? Ist das Cool oder Uncool? (Ich muss grinsen...) Wie steht es mit immerwährendem Spass? Manchmal drängt sich der Eindruck auf, manche Menschen würden dies suchen. Auf Kosten anderer? Ist das Bewusstsein davon lustfeindlich und verkopft? Ob es da Gemeinsamkeiten des Alters gibt, was ja auch Gemeinsamkeiten der Sozialisation heißt? Was man als „normal“ oder „selbstverständlich“ empfindet, ist ja auch durch Bezugspersonen vermittelt. Gilt es in der Jugend nicht, sich davon abzukapseln, sich loszumachen, dagegen zu protestieren und dadurch eine eigene Identität, eine eigene Weltsicht zu gewinnen....?

Donnerstag, 31. August 2017

Wirtschaft und Politik

„Man muss eine Rampensau sein“ rät Altkanzler Schröder seinem SPD-Nachfolger Schulz für den Wahlkampf. Dazu hampelt er in möglichst volkstümlich-populistischen Posen umher, wie wir sie von Trump kennen. Ob das heißt, dass man bereit sein solle, dem Wahlvolk ein X für ein U vorzumachen? Ob er seinem Schulz damit einen Bärendienst erwiesen hat? Schröder himself will jetzt offenbar dem Verwaltungsrat der russischen Olfirma Rozneft gegen gutes Honorar vorstehen. So etwas hat Tradition in der SPD: Clement (RWE), sowie der bisher letzte Kanzlerkandidat, Peer Steinbrück (ING-Berater) scheinen in dieser Richtung schon mal „voRWEg“ gegangen zu sein. Dabei hat sich doch in letzter Zeit klar erwiesen, was eine allzu große Nähe zwischen Wirtschaft und Politik ergibt. Der Dieselskandal und all die Begleitskandale mögen da Beleg genug sein. Beispiele aus der Automobilindustrie? Eckart von Klaeden (CDU) war Staatsminister im Kanzleramt und ging 2013 als als Cheflobbyist zu Daimler, Thomas Steg war Vize-Regierungssprecher und im Jahr 2009 Wahlkampfberater der SPD, ehe er 2012 als Cheflobbyist zu Volkswagen wechselte, Martin Jäger von der CDU war 2004 bis 2005 Referatsleiter im Kanzleramt und 2005 bis 2008 Sprecher des Auswärtigen Amtes, ehe er zu Daimler wechselte, um dort den Cheflobbyisten von 2008 bis 2013 zu geben. Seit 2016 ist er nun Staatssekretär im Innenministerium Baden-Württemberg. Wem das wohl genützt hat? Den Konzernen? Ob sie dadurch bei der Elektrifizierung des Autos vorangekommen sind? 

Mittwoch, 30. August 2017

Wahlkampf im Fernsehen

Aufschlußreich war die Fernsehsendung „Anne Will“ vom vergangenen Sonntag, die 4 Wochen vor dem Wahltag wohl noch einmal Aufmerksamkeiten mobilisieren wollte. Es fand dabei der Kanzlerin Einlassung „Für ein Deutschland in dem wir alle gut und gerne leben“ Erwähnung und wurde auf einem Wahlplakat der CDU gezeigt. Auch wurde erwähnt, dass Deutschland mit einer Arbeitslosenquote von 5,6 % Rekordtief habe. Die Steuereinnahmen sprudelten. Dann kam die Phrase vom „Schlechtreden“, die inzwischen viele CDU/CSU-Politiker in den Mund genommen haben. „Wenn man den Anspruch erhebt, Kanzler zu werden, darf man das Land nicht in der Art und Weise schlecht reden, wie es Schulz tut“ wurde Wolfgang Schäuble aus der Süddeutschen Zeitung vom 12.2.2017 zitiert. Nachgeschoben wurde die Behauptung „Wir haben im Moment so viele Arbeitsplätze, wie in der Geschichte der Bundesrepublik noch selten da war". Olaf Scholz von der SPD, der in der Art des Neuen Deutschland auch nach den schlimmsten Desastern  nach dem Treffen der der G 20 in Hamburg als OB nicht zurücktreten wollte, gab zu Protokoll: „Im übrigen glaubt Martin Schulz wie die ganze SPD, dass wir einen Beitrag dazu geleistet haben“. Oft werden dann der Mindestlohn und die Rente mit 63 Jahren genannt. „Gleichzeitig sei es so“, so der Scholz-Olaf, „dass es nicht aus der Perspektive jedes Bürgers gerecht zugeht“. Denn wenn es dem ganzen Land gut gehe, „heißt das noch lange nicht, dass das für jeden Einzelnen gilt“. Wie wahr. Eine Entdeckung eines Hochwohlgeborenen der SPD-Hierarchie. „Wenn also 40 % derjenigen, die im unteren Lohnbereich sind, eher sinkende Einkommen hatten", wenn beispielsweise die Mieten explodieren, wenn manch einer entgeistert auf seinen Rentenbescheid kuckt, wenn die KITA-Gebühren manche Familien sehr belasten, wenn ein junger Mensch keinen Ausbildungsplatz findet, dann sind das Fragen, bei denen man an den Bürgern vorbei redet, wenn man behauptet „es läuft doch gut“. CDU-Laschet, der neue NRW-Landesvater, behauptet dagegen, dass „Schulz derzeit nicht die Themen trifft, die die Menschen bewegen“. 

Dienstag, 29. August 2017

Rente und Altersarmut

Alles scheint ruhig. Das deutsche Wahlvolk wählt unter Umständen sogar – drastisch ausgedrückt - seine Schlachter (anders als in England oder Frankreich, wo Wut öffentlich zum Ausdruck gebracht wird). Doch es ist dies auch die Folge einer lange anhaltenden Erziehung, die auf Individualisierung und Vereinzelung zielt - und dabei den Neoliberalismus im Sinn hat, dessen Vertreter dazu neigen, alle Macht dem Markt übergeben zu wollen und von ihm das Heil der Welt zu erwarten. Am Markt sollen immer Individuen teilnehmen. Unsinn!, so höre ich schon "Experten" murmeln. 
Zum Beispiel Arbeitslosigkeit: heute ist das eine Art persönlicher Makel und nicht die Folge der Politik von Konzernen. Die herrschende Politik versucht, die Armen gegen diejenigen, die noch weniger haben, auszuspielen. Die Altersarmut droht aber überall (die Anzeichen sind eindeutig und sind eine Folge von gewissen Beschäftigungsverhältnissen!), ja sie ist oft sogar schon da (fragt sich nur, ab welcher statistischen Grenze das als solches wahrgenommen wird), - und alle bleiben ruhig. Denn es soll sich lohnen und es soll Spass machen, hier zu leben, wie eine Herrschende vollmundig verkündet. Ist es wirklich so toll, auf etwas wie Altersarmut zuzugehen? Folgendes Zahlenspiel: Ein Standardrentner ist jemand, der 45 Jahre lang ohne Unterbrechung mit dem durchschnittlichen Arbeitseinkommen gearbeitet hat (das liegt z. Zeit bei 3022 Euro pro Monat/Brutto). Dies würde eine Rente von 1300 Euro brutto mit sich bringen, nach Abzügen netto etwa 1100 Euro). Womöglich gibt es auch jetzt schon viele Menschen, die mit ihrer Rente darunter liegen. Ob wir dadurch auf eine große Altersarmut zulaufen? Ob das dem sogenannten „Leistungsgedanken“ förderlich ist? Ob die Schere zwischen Arm und Reich (wohlbestallte Renten oder im Falle von Beamten sind das fette Pensionen) auseinander geht? Ob die daran abzulesende zunehmende Ungleichheit noch zu leugnen ist? Ob sie bei den Wahlen Konsequenzen haben wird?  

Montag, 28. August 2017

Agenda-Politik und politische Eliten

Die Arbeitslosigkeit hat sich durch die deutschen Hartz-Reformen halbiert, so behauptet das politische Spitzenpersonal und die selbsternannte Elite dieser Gesellschaft immer wieder, - gerade jetzt im Wahlkampf. Es scheint regelrecht zu einer „überall“ akzeptierten Phrase geworden zu sein, die sogar anderen Nationen zur Nachahmung empfohlen wird. Die Arbeitslosigkeit sei halbiert, so heißt es gerne. Toller Erfolg also. Aber stimmt das überhaupt? In Wirklichkeit scheint das Ergebnis immerhin umstritten zu sein. Es setze nämlich die Wahl der falschen Vergleichsjahre voraus, so hat jüngst ein TV-Beitrag (in "Monitor")  zusammen mit einem „Wirtschaftsweisen“ (Bofinger) argumentiert. Statt 2005 wäre 2001 das richtige Vergleichsjahr. Es werde allzu gerne ein Rezessionsjahr wie 2005 mit einem Boomjahr wie 2016 verglichen (Man könnte auch die Boomjahr-Parameter heranziehen: Westdeutschland Arbeitslosigkeit 2001: 2,0 Mio, 2016: 2,0 Mio., Ostdeutschland Arbeitslosigkeit 2001: 1,5 Mio, 2016: 0,7 Mio). Das günstige Ergebnis für Ostdeutschland habe weniger mit den „Agenda“-Reformen zu tun, als vielmehr damit, dass die negativen Folgen des „Anschlusses“ allmählich ausgelaufen sind (der sogenannte „Solidaritätszuschlag" besteht ja immer noch und wird vom Staat unter Zustimmung und sogar dem heftigen Betreiben der an der Regierung beteiligten SPD gerne eingesackt!!!). Zudem seien die Menschen, so der Beitrag weiter, die als Folge der „Wiedervereinigung“ arbeitslos geworden sind, langsam aber sicher aus dem Erwerbsleben ausgeschieden.
Die gesellschaftlichen Schäden der Hartz-Reformen hingegen seien enorm: die prekäre Beschäftigung wächst, die Altersarmut steigt. Immer mehr Menschen geraten trotz Arbeit ins gesellschaftliche Abseits. Nicht nur das mit der Altersarmut kann ich am eigenen Beispiel ermessen: trotz akademischem Abschluss droht mir (Klartext) der Strick durch Selbstmord, weil ich mich diesem „Schwitzkasten“ (ca. 610 Euro Rente ab Lebensjahr 67!) nicht aussetzen will. Bilanz: Gewissen Leuten geht es immer besser (es sind diejenigen, die in den Medien auftreten oder wissenschaftlich fragwürdige Begründungen vorführen), anderen geht es immer schlechter (womöglich bis zu 1/3 der Bevölkerung). Sie hangeln sich von Möglichkeiten zu Möglichkeiten, die aber meist befristet und zudem sehr schlecht bezahlt sind. Auf diesem Lohndumping scheint auch der Motor des wirtschaftlichen Booms zu basieren. Insbesondere ältere Menschen fallen oft aus allen Sicherungssystem heraus oder müssen „aufstocken“ (was eine andere Form der Umverteilung ist). Die 2/3-Gesellschaft scheint zu diktieren und alle Macht zu halten. Dass möglicherweise 1/3 der Gesellschaft unter solchen Verhältnissen immer mehr absäuft, scheint von den auch öffentlich wahrnehmbaren "Eliten" in Kauf genommen und sogar als Erfolg verkauft zu werden (kein Wunder, denn diese "Klasse" selbst profitiert am meisten von solchen Entwicklungen...). 

Sonntag, 27. August 2017

Wahlen und Demokratie

Wahlen stehen an. Mannigfache Stimmen bezeichnen das sozusagen als eine Art „Hochamt der Demokratie“, als heilige Pflicht, für die die Gewerkschaften und die bürgerliche Gesellschaft lange gekämpft hätten. Doch wir könnten uns auch folgende Gedanken durch den Kopf gehen lassen: Ist es wirklich so, dass eine einzelne Stimme (ausgerechnet meine) den Ausgang von Wahlen mitbestimmen könnte? Wenn ja, ist das dann nicht ein winziger Teil des Ganzen, das allenfalls in der Summe eine Rolle spielen könnte (gutmütig wohlmeinend ausgelegt als der Teil einer Art von „Schwarmintelligenz“). Setzt die Demokratie nicht den mündigen und informierten Bürger voraus, der sich für nachhaltige Perspektiven mit seiner Stimme einsetzt? Ist das in unserem System gewährleistet, oder gibt es nicht eine große uninformierte Masse der Leute, die sich allenfalls im letzten Moment für eine emotional bedingte „Bauchentscheidung“ entscheidet? Ob das eine Reaktion auf bestimmte Verhältnisse ist? Eine Masse von Leuten, die sich einen Dreck für Politik interessiert und darunter nur das Ränkespiel von ein paar prominenten Köpfen versteht? Werden wir nicht andauernd darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine solche Unentschiedenheit im Wahlverhalten bei der anstehenden Wahl in Deutschland ganz besonders der Fall sei? War der Brexit etwas, was UK nützt oder schadet? Wer soll da zur Wahl gegangen sein und wer nicht? Ob das einen Einfluss auf das Endergebnis hatte?