Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Freitag, 1. August 2025
Arbeitsmoral
Mittwoch, 16. April 2025
Folklorismen?
Samstag, 8. März 2025
Randy
Samstag, 6. April 2024
Staat, Bürger und Wohlstand
Montag, 5. Februar 2024
Moralismus
Samstag, 7. Oktober 2023
Karriere und Erfolg
Montag, 3. Juli 2023
Obsoleszent?
Montag, 5. Juni 2023
Katastrophen
Freitag, 19. Mai 2023
Die Macht des Faktischen
Donnerstag, 9. März 2023
Ein reiches Land
Mittwoch, 18. Januar 2023
Hinterher hetzen
Mittwoch, 30. November 2022
Fußballerauskenner
Montag, 7. November 2022
Kreuzfahrer
Freitag, 14. Januar 2022
Inszenierung - reloaded
Immer dieselben Gesichter? Geistiger Inzest? Tatsächlich leben gewisse Entscheider in dieser mitteleuropäischen Gesellschaft in einer Wahrnehmungsblase, in der sie unter anderem damit beschäftigt sind, anderen Menschen Betroffenheit vorzuspielen und ihnen ein Gefühl der Zufriedenheit mit den von ihnen verwalteten Verhältnissen zu suggerieren. Hin und wieder verrutscht dieser Gestus, diese Maske, etwas. Die Langsamkeit und bürokratische Bräsigkeit, mit der zb. auf bevorstehende katastrophale Ereignisse hingewiesen wird, mag solch ein Fingerzeig sein. Kurzatmiges Schönreden der meist überhonorierten „Entscheider“ samt ihrer "Berater" mag da auch nicht durchweg helfen: es ist zu merken, dass der Anzug, die Maske verrutscht ist. Abgehobenheit und Abstand werden dadurch deutlich. Sie fühlen sich "Premium" (natürlich, ohne dass sie dies jemals zugeben würden!!!) Aber nur die wenigsten ihrer „Wähler“ bemerken das in "der Politik" und deuten das kritisch.
Man muss an das Gute glauben ("Be positive") und alles andere ausblenden, so noch immer ein Glaubenssatz derer, die sich solche Verhältnisse leisten können. Es ist diese „Wirklichkeit“ komplett eine Inszenierung, an die die Vielen in „Wohlstand“ Lebenden nur zu gerne glauben. Dafür werden dann eigens dafür entwickelte Mechanismen entworfen, wie das „Lieferkettengesetz“, das meiner Meinung nach vor allem zur Beruhigung und zum Nutzen „der Wirtschaft“ entworfen wurde. Menschenrechte müsste man sich eigentlich leisten können: hierzulande scheint man das nur unzureichend zu tun. Alle Abläufe wurden jahrelang auf wirtschaftliche Effizienz und privatwirtschaftlichen Profit getrimmt. Der Nachteil für das Ganze, ob man das Gemeinschaft, Staat oder sonstwie nennt, stellt sich nicht erst jetzt heraus.
Donnerstag, 28. Oktober 2021
Wohlstand, Wachstum, Fortschritt
Seltsam, jetzt wird wieder unverdrossen für die „Werte“ dieser Gesellschaft getrommelt, die ich ja offenbar auch nach der Dynamik des Weltmarkts richten muss. „Wohlstand, Wachstum und Fortschritt“ sind dabei Begriffe, die ich alle drei nicht teile, ja deren Gebrauch ich in jetzigen Zeiten geradezu für reaktionär halte. Was ist Wohlstand eigentlich? Dass sich jeder einen SUV leisten können muss? Der weit überwiegende Teil dieser Gesellschaft kann nicht einmal entfernt daran denken, weil er sein Geld fürs schiere Überleben braucht. Ach! Der Sozialstaat verhindert das für alle? Für alle? Die derzeitige Sozialgesetzgebung scheint mir solches mehr zu verhindern, als dass sie es fördert. „Wachstum“? Ist ja sowieso diskreditiert, weil die Ressourcen auf diesem unserem Planeten endlich sind und die Regierungen viel zu lange geschlafen haben, sich darauf einzustellen, - und zwar abseits der großartigen und wunderbaren Ingenieure, über die Deutschland verfügen soll und andere Staaten nicht. Ha ha. Das Märchen vom ständig weitergehenden Wachstum ist ausgeträumt! „Fortschritt“ ist eine Kategorie, die schon vor 100 Jahren abgewirtschaftet hatte. Mittlerweile sind die Nachteile des gemeinten Fortschritts mehr als offensichtlich, der Begriff muss völlig neu gedeutet werden.
Donnerstag, 7. Oktober 2021
"Wohlstand" - für wen?
Ja klar bin ich froh, dass ich in Deutschland lebe! Dieser Umstand ist es auch, der von politisch Verantwortlichen leider viel zu oft für Propagandazwecke eingesetzt wird („immer noch besser als anderswo in der Welt….“). Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht besser sein könnte mit der Aufteilung des „Wohlstands“ in diesem „reichen“ Land. Die einen wissen kaum, wohin damit (Anlagenotstand). Die andern haben nichts und leben von der Hand in den Mund. Man nimmt das hin und soll stolz sein auf dieses Land. Ja klar, ist es schön! Aber leider nur für ein paar Privilegierte. Der Rest muss darum bangen, morgen etwas zu fressen zu haben. Ich halte solche Verhältnisse für eine Schande! Hemmungsloser Neoliberalismus!