Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Samstag, 25. April 2026
Reise ins Elend (Iwan Goll)
Reise ins Elend (Iwan Goll)
Wie aber schmerzt die Menscheneinsamkeit,
wenn Landschaften mit gleichem Leid wie du sich von dir wenden
und in sich selbst versinken, dir so fremd!
Wenn klein ein Bahnhof dich in kalten Regen stößt,
ein Güterwagen leer und ohne Zukunft dich anbettelt.
Da kriecht ein fahler Gaul auf dunklem Acker,
oh, wenn der wüßte, daß du existierst
und du ihn liebst, ihm würden Flügel blau zum Himmel wachsen.
Manchmal schaut Wasser auf zu dir mit großen Augen,
und weil es nicht dein Lächeln sah,
fällt freudlos es und schal in sich zurück.
So läßt du alles dort allein. Es reißt dein Schicksal dich dahin.
Die alte Bucklige am Damm wird ewig nach dir blicken,
untröstlich steht das schreiende Plakat am schiefen Giebel.
So läßt du alles dort allein in unerfüllter Liebesdemut
und weißt es doch, daß, Einsamer, dich eine Stadt erwartet,
in der du weinen wirst die lange Nacht im billigen Hotel. (Iwan Goll)
Freitag, 24. April 2026
linksalternativ
Dies umgab einen als Milieu, ohne dass man sich zwangsläufig damit auseinandersetzen musste. Man nannte es „linksalternativ“ (Die Grünen als Partei wollen es beerbt haben...). Es ging um so etwas Diffuses wie „ein besseres Leben“. Für alle. Das war der soziale Gedanke dabei. Man schätzte Basisdemokratie, verabscheute Hierarchien, sah Bürokratie und Technik grundsätzlich skeptisch, bevorzugte das Spontane, Unmittelbare, strebte dem „Ganzheitlichen“ entgegen. Unverfälscht man selbst zu sein, kreativ und experimentell zu leben, selbstbestimmt, aber gerade nicht konventionell, sich nicht fangen lassen von Routinen, das markierte ein Ziel. Abzweigungen führten schließlich ins Autoritäre, Pädophilie war gelitten, schwule Emanzipationsbewegung und überhaupt, Emanzipation war angesagt. Harte Wohnungsnot gab es schon. Hausbesetzungen, Selbsthilfe und Radikalisierung galten als Reaktion darauf. Die alternative „Sorge um sich“ hat gegen den Willen der Akteure Charakterzüge befördert, die im Einklang mit gesellschaftlichen Trends standen. Vinyle Schallplatten sammeln und sie auf wahnsinnig teuren Anlagen abhören, die Zubereitung von exklusiven Delikatessen, Geheimnisse der Patchwork-Kindererziehung, das Einsickern in politische Strukturen, die sich mit Städtebau befassten, mit Beziehungsarbeit, mit Lebensstilen und Sexualpolitik. Gemeinsam aber blieb stets das „anti-autoritäre“ und emanzipatorische Element, mochte es noch so in den Nebeln des Diskurses verschwunden sein. Es galt eine neue Wärme zwischen den Menschen zu entwickeln. Es galt, etwas „an sich heran zu lassen“ und „sich einzubringen“ oder „offen darüber zu reden“. Ein konkretes Problem unter vielen war da auch die Trennung von Kopf- und Handarbeit. Ach, passe´. Wo sind sie alle geblieben, die Alternativen. Karriere gemacht? Voran gekommen ohne Wärme energie? Das Zöpfchen hinten am Schopf zeigte die „befreite Sexualität“, die ja doch nur der kurzfristigen Belustigung diente und in gesellschaftlichen Fraktionen zum unverbindlichen Spass hin unterging. Er diente gerne mal auch zur Definition einer gesellschaftlichen Kaste, der es materiell glänzend ging und deren Mitglieder ihr Tun vor allem zum eigenen, vor allem finanziellen Nutzen und Frommen betrieben. Es galt, „erfolgreich“ zu sein, im Geiste der einstigen Hippies, deren Existenz auch auf einen bestimmten Lustgewinn ausgerichtet war. Fett. Feist. So war man, fühlte sich aber nicht so. Vergangen, vergessen.
Donnerstag, 23. April 2026
Religion reloaded
Religion ist wieder da. Mit Bomben, Blut und Unfehlbarkeit. Der Glaube an das Absolute. Umlagert einen und scheint Bedürfnisse zu befriedigen: Die Rückführung in einfache Zusammenhänge, ein Gefühl von Geborgenheit und Glaube an das Autoritäre, das Leugnen eines wissenschaftlichen Weltbilds inklusive seiner Vorläufigkeiten, die selbst seine ärgsten Vertreter nicht so ganz verstanden zu haben scheinen. Das Angebot zur Orientierung in einer unübersichtlichen Welt, überlieferte Formen und Rituale, die einen aufnehmend annehmen. Hinzu kommt die Werbeindustrie, die uns alles als käuflich einreden will und uns zusehends alltäglich überwölbt. Die vielen glitzernden Oberflächen, die uns zeigen wollen, was begehrenswert sei und ins Konsum-Paradies führen. Das, was Spass macht, das, was glücklich macht. Doch dies von der Werbung her kommende glitzernd göttliche Etwas, das vor dem Kauf noch so begehrenswert war, verwandelt sich blitzschnell in Abfall: Müllhalden, Abwässer, Smog, Feinstaub. Aber die von Verfallsdatum gekennzeichnete Götterware verspricht keine Erlösung, erst recht nicht, wenn n das Geld knapp wird, was hierzulande seit Jhrzehnten der Fall zu sein scheint. Der Staat jedenfalls scheint nicht mehr allzuviel zustande zu bringen. Erzahlt allenfalls horrend hohe Pensionen an seine Staatsdiener aus und kann es oft genug nicht mal begründen. Was sind Folgen, besonders nach der Corona-Hysterie? Einsamkeit, Depressionen und Selbstzweifel? Hauptsache der Bürger will immer mehr arbeiten. Vorschläge dafür sind gemacht.
Mittwoch, 22. April 2026
Lebenswelten
Andere Lebenswelten. Die Personen, die sich jetzt vergnügen: im See, am Strand, beim Cocktail usw. Die das zur Schau tragen und um den „Neidfaktor“ wissen. Überhaupt „Neid“. Der Begriff scheint nahezu jedem entgegen geschleudert zu werden, der irgendetwas nicht in Ordnung findet, was die finanziellen Verhältnisse in dieser Gesellschaft betrifft. Natürlich ist das moralisch verwerflich. „Aber anderswo ist es ja noch viel schlechter!“, so höre ich den reagierenden Verweis schon im Voraus. Ja klar, weiß ich. Aber an anderer Stelle will man doch hier besser als andere sein, nachhaltiger, entspannter, der Lage entsprechender und vorbildlicher. Alles, wie es gerade passt….so geht es mir durch den Kopf. Zumindest mir geht dabei durch den Kopf, dass es zumindest erstaunlich ist, dass da scheinbar alle mitmachen. Stillschweigend.
Dienstag, 21. April 2026
Neid?
Es wird, etwa in Promi-Features, oft beklagt, dass in Deutschland Neid und Missgunst herrschen würde. Ich danke, dass es so ist, auch wenn solche Begriffe negativ besetzt sind. Es scheint immerhin in diesem Land noch einiges hinterfragt zu werden, auch vom Gefühl her, was anschließend leicht als „neidisch“ zu denunzieren ist. Das System und die Gesellschaft als Ganzes wird dann doch noch genauer betrachtet, es wird darüber nachgedacht. An einem Wert wie „Gerechtigkeit“ auch in verwandelter Form wird festgehalten. Auch wenn der Markt und das Geld alles zu beherrschen scheint und nahezu alles eine Frage von Preis und Nachfrage geworden ist.
Montag, 20. April 2026
Bloghygiene
Es geht bei vielen Postings in diesem Blog womöglich um Perspektiven, denen jeder unterliegen kann. Die ihm "zufliegen", ohne das er das explizit so will oder dass er das Mitgeteilte überprüfen könnte. Dabei spielt meine Person keine oder eine sehr geringe Rolle. Ich sehe mich selbst da nur als eine Art "Medium", dass stellvertretend für die Masse der Vielen steht. Dies hier ist aber auch kein intimes Tagebuch! Das Subjektive mag an vielen Stellen in Richtung des Objektiven gehen, - und umgekehrt! Das zu beachten ist bei der Lektüre sehr wichtig. Ich fühle mich in der Rolle des Schreiberlings eher als Beobachter und stelle ja von der Seitenauslinie auch viele Fragen, auf die ich selbst keine Antwort weiß. Auch sie könnten sich jedem stellen. Es hat mit meiner Person nichts zu tun, ohne dass ich die bequeme Position jener Politiker einnehme, die erklären, dass die Entscheidung zwischen richtig und falsch nicht von ihrer Person abhänge. 1.) werde ich nicht von der öffentlichen Hand bezahlt 2.) habe ich keine „wichtigen“ Entscheidungen zu treffen. Nein, ich fühle mich als Teil von etwas Anderem, - was auch mit meinem Studium der Soziologie zu tun haben könnte.
Ich zeichne ein Bild, das - und das ist die Pointe! - nicht zutreffend sein muss! Ich nehme einfach nur Informationen, Anstöße, Fragmente rund um mich herum auf und gebe sie wieder. Nein, da ist kein journalistisches Überprüfen und die Verantwortung vor der Veröffentlichung! Viele der "Konsumenten" haben schlicht nicht die Zeit dafür. Der alltägliche Journalismus geht auch kaum so vor.... Es geht hier vielmehr um ein Stochern im Nebel anhand gewisser Fakten, - so, wie es vielen anderen Personen geht. Übrigens: Interviews werden nicht gewährt.
Es erhebt die Information in meinen Posts keinen Anspruch auf absolute Gültigkeit. Sie ist vielmehr die Wahrnehmung einer Möglichkeit, einer Perspektive und Ansicht auf eine Gegebenheit, der wir ausgesetzt sind. Ich versuche aufzunehmen, dass es nicht mehr so einfach ist, zu entscheiden, was richtig und falsch sei. Einst und in der Aufklärung, - bis jetzt!, nahm diese Rolle die Wissenschaft wahr. Doch sie scheint inzwischen von vielen Seiten her korrumpierbar und interessengeleitet. Grund zur naiven Wissenschaftsgläubigkeit bietet sie in letzter Zeit jedenfalls relativ wenig. Politische Entscheidungsträger sollten sich auf die Wissenschaft stützen, heißt es oft. Doch unter diesen Bedingungen könnte dies ein schwieriger Job sein, zumal auch die Politik selbst (z.b. EU) Einflussnahmen unter bestimmten Interessen ausgesetzt ist. Dass sich diese als wissenschaftlich kaschiert haben, ist inzwischen bekannt. Untersuchungen werden nahezu beliebig gekauft, wissenschaftliche Titel haben (nur) ihren Preis. Der Publikationszwang unter Wissenschaftlern und die Praxis wissenschaftlicher Fake-Verlage andererseits, scheinen hier zudem ungünstige Einflüsse auszuüben oder versuchen offenbar mit einigem Erfolg, sich dies eitle Bestreben zunutze zu machen.
Andere meiner Postings in diesem Blog sind hingegen sehr subjektiv, zeichnen ein Bild aus meinen Augen, sind von mir, meinen Erfahrungen und Person gefärbt und getränkt. Sie kommen aus dem Subjektiven, könnten genau darin jedoch etwas Allgemeingültiges haben, etwas, was sich verlängern ließe ins Gesellschaftliche. Privates könnte etwas mit Öffentlichem zu tun haben (s.o.) - und umgekehrt. Ich wechsle also die Perspektiven, fühle mich tatsächlich auf einer „Reise durch die Wirklichkeit“, die gewisse Politiker in den letzten Tagen unbedingt regulieren wollten.....
Sonntag, 19. April 2026
Aufgeregt
Gestern kam ein hochaufgeregter älterer Herr auf mein Auto zu und drohte mir, - er schwang seinen Gehstock, - als ich den Motor im Leerlauf (!) laufen ließ, um ein Telefonat zu tätigen, das länger dauerte als ich zunächst annahm. Er gestikulierte wohl „Ausmachen…..!“ (Ich konnte das nur erraten). Ob's um das CO2 ging? Um was eigentlich...? Er wirkte dabei sehr aufgebracht. Ich fuhr schließlich ab. Für einen Moment hatte sich mir aber etwas wie „Stimmung“ offenbart: Es herrscht offenbar Gleichgültigkeit und gleichzeitig Nervosität, während sich „die Unteren“ gegenseitig ausnehmen, bedrohen und beschimpfen. Das mittelalte Führungspersonal grinst dazu und sorgt etwas mangelhaft für Verwahrung. Sie halten die Vorläufigkeit konsequent für die Endgültigkeit. Sie steigen konsequent in ihre dickschiffigen SUVs, lassen an und fahren ab.....
Samstag, 18. April 2026
Paraparadoxtoxisch
Eine Kopfnuss, ein Paradoxon, eine Denksportaufgabe, die auf den berühmten Mathematiker Kurt Goedel zurück geht. Goedel war einer der wohl größten Mathematikphilosophen. Im Jahr 1931 veröffentlichte er sein „Unvollständigkeitstheorem“. Es besagt, dass geschlossene logische Systeme immer auch Aussagen beinhalten, die innerhalb des Systems nicht bewiesen werden können. Er nahm zum Beweis die Sichtweise einer Maschine an, die behauptet, allwissend zu sein. Die Frage ist nun, wie man im besten wissenschaftlichen Verständnis eine solche Maschine widerlegen könnte. Stellen wir uns vor, es gäbe eine solche „Wahrheitsmaschine“. Sie wiederholt eine Aussage nur dann , wenn sie wahr ist. Ist sie falsch, bleibt sie stumm. Mehr Regeln gibt es nicht. „2 plus 2 ist Vier“. Sie wiederholt. „2 plus 2 ist Fünf“. Sie bleibt stumm. „Ich kann nicht sagen, dass 2 und 2 Fünf ist“. Sie wiederholt. Jetzt aber die Tücke, die Lücke im Denken, die Pointe: „Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei“. Sie wiederholt. „Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei. Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei“. Nun sitzt die Maschine in der Klemme. Ein Paradoxon ist geboten. Sagt sie zwei mal, „Ich kann nicht zweimal sagen, dass 2 plus 2 Fünf“ sei, ist die Aussage falsch und sie hätte schweigen müssen. Schweigt sie hingegen, wird die Aussage richtig, und sie müsste sie wiederholen. Die Maschine widerspricht sich also selbst. Das beweist, dass sie nicht immer wissen kann, was die Wahrheit ist. Goedels Unvollständigkeitssatz beendet also den Traum von der absoluten Erkenntnis. Jedes Wissenssystem bleibt immer logisch unvollständig. Man könnte sagen, dass Erkenntnis in verschiedene Ebenen gegliedert ist. In jedem System sind einige Aussagen unbeweisbar. Also muss man auf eine höhere Ebene gehen. Das wird aber auch nicht reichen. Es gilt also, immer eine Ebene höher zu gehen. Und so immer weiter, solange, bis man auf der Ebene des Universums ist. Man bräuchte dann ein noch größeres System, um alles zu erklären. Es gibt Dinge, die sich der Erkenntnis entziehen. Ob das auf so etwas wie Gott zuführt?
Freitag, 17. April 2026
Blick auf Umwelt
Ich will hier unter anderem auch einen Abdruck meiner Person hinterlassen, in Text, Musik und Fotografie. So zögerlich und ambivalent wie ich nun mal beschaffen bin, - und inzwischen ziehe ich Ichmannigfache Bilanz! - bringe ich dazu auch Fotos und selbstgeschaffene Musik in Anschlag, zueinander in eine „unterirdische“ Beziehung. Dass dies insgesamt eine Art multimedialer Ansatz sein könnte, der Body, Heart and Mind vereinen will, ist von Anfang an nicht ins Blickfeld der Leute gedrungen: Mein Blog, meine Posts, mein öffentliches Tagebuch ist nicht gerade ein Burner in der Internet-Welt. Es ist etwas, mit dem ich manchmal auch erst nach längeren inneren Kämpfen übereinstimme: Es ist ein Zeugnis meines Ich. Völlig sinnlos!, so höre ich manche Stimmen sagen. Doch was hat diesen Sinn in dieser Welt? Wir schaffen ihn uns, mal positiv gedeutet. Alles ist sowieso sinnlos, würden Andere sagen. Etwas abschaben vom Baum des Lebens, etwas Sinn abringen, etwas, das mir und dem gehört was ich mir unter „Mir“ vorstelle, das könnte etwas sein. Mein Ich. Ich muss mich da im Dunklen vortasten, ich muss darum kämpfen und mich anstrengen, ich muss es auszudrücken und mitzuteilen versuchen. Ich muss erstaunt den Blick heben. Irritiert. Jederzeit zur Orientierung bereit. Auch wenn das nicht in den aktuell grassierenden Wohlstandshedonismus passt, wo alles erlaubt ist, was „Spass macht“. Wo Menschen zu diesem "Zweck" beliebig ausgetauscht und ersetzt werden.
Donnerstag, 16. April 2026
Nachdenken über Wachstum
Vereinfachung, Übersichtlichkeit, Befreiung vom Überfluss, Entschleunigung, mehr Gesundheit, Stabilität und Orientierung: was könnte dazu führen? Zuerst wäre da wohl eine Befreiung vom Mythos „Wachstum“ zu nennen. Weniger Entfremdung durch weniger Wachstum wäre vonnöten. Oder etwa nicht? Steht das im Gegensatz zum Zeitgeist? Stellen das die Oberen in Frage? Wer repräsentiert diese Klasse der Menschen? Ein Ober-Mufti des Regierungssystems, der „mehr Arbeit“ einfordert und sein Wahlvolk der Faulheit bezichtigt? Es fehlt uns an Bewegung, unsere Ernährung ist nicht gesund, es herrscht die überall gegenwärtige Reizüberflutung, auch wegen einer hohen Ereignisdichte. Nichts funktioniert. Wir haben keine Erfolgserlebnisse mehr, wir sind ein Rädchen in einem digitalen Getriebe. Sollen aber KI endlich in unser Leben lassen. Namenlos, anonym. Ob es bei solchen Prozessen Grenzen gibt? Grenzen des Wachstums? Daran knüpft sich die Frage: Wie können eigentlich mündige Menschen so leben, dass ihre nachfolgenden Generationen keinerlei Chancen mehr haben? Die Substanzen, die das Wachstum befördern, scheinen langsam und immer schneller knapp zu werden. Wachstum tut darüber hinaus dem Menschen nicht notwendigerweise gut. Oder tut dem Menschen alles gut, was der Wirtschaft gut tut? Läuft die Logik soooo.....?
Tatsache ist, dass sich in einem Jahrzehnt die Anzahl der verschriebenen Anti-Depressiva mehr als verdoppelt hat. Dass das Burn-Out-Syndrom etwas ist, was jeder inzwischen zu kennen glaubt. Und Vieles mehr... Ungefähr in derselben Zeit haben sich die Dinge etabliert, die unser Dasein immer bequemer machen sollen. Gleichzeitig breiten sich wohl die Aufmerksamkeitsdefizite aller Art aus. Ob es möglich ist, ökologisch wirksame Systeme zu entwickeln? Energie- und Mineralienverbrauch so umzugestalten, dass kein Akt des Produzierens und Konsumierens einen ökologischen Schaden verursacht. Dass Abfälle kein „Abfallprodukt“ sind, sondern Nahrung für sinnvolle Produktionskreisläufe?
Mittwoch, 15. April 2026
Umgang sprachlich
Es heißt jetzt allenthalben „Schönen Guten Tag!“, „Schönen guten Morgen“…. d.h. der üblichen Grußformel wird das Wort „Schönen...“ vorangestellt, was den Haufen an floskelhaften Wortmüll zum Zwecke des sozialen „Schmiermittels“ noch größer macht. Wir sagen im Sport „wir“, insbesondere, wenn „wir“ die deutsche Fußballnationalmannschaft meinen, in der Folge sind aber auch andere Nationalmannschaften gemeint….. es wird ein „Wir“-Gefühl erzeugt, beschworen…...ob es ein nationales Gefühl ist, dass sich gerne in Fahnen, Standarten und Hymnen kleidet? Vom Sport kommt auch, dass jemand noch „Körner haben“ muss, d.h. körperliche Kraft, die er für sein sportliches Ziel einsetzen kann…..es hat jemand damit angefangen und alle (auch die scheinbar Intelligenten!) plärren das nach….. weil es ja offenbar so gut „ankommt“, weil es Anschaulichkeiten, Bedürfnisse benutzt, die das Publikum offenbar hat (oder die ihm zugeschrieben werden…).
Dienstag, 14. April 2026
Wo uns ein Paradoxon berührt
Eine Kopfnuss, ein Paradoxon, eine Denksportaufgabe, die auf den berühmten Mathematiker Kurt Goedel zurück geht. Goedel war einer der wohl größten Mathematikphilosophen. Im Jahr 1931 veröffentlichte er sein „Unvollständigkeitstheorem“. Es besagt, dass geschlossene logische Systeme immer auch Aussagen beinhalten, die innerhalb des Systems nicht bewiesen werden können. Er nahm zum Beweis die Sichtweise einer Maschine an, die behauptet, allwissend zu sein. Die Frage ist nun, wie man im besten wissenschaftlichen Verständnis eine solche Maschine widerlegen könnte. Stellen wir uns vor, es gäbe eine solche „Wahrheitsmaschine“. Sie wiederholt eine Aussage nur dann , wenn sie wahr ist. Ist sie falsch, bleibt sie stumm. Mehr Regeln gibt es nicht. „2 plus 2 ist Vier“. Sie wiederholt. „2 plus 2 ist Fünf“. Sie bleibt stumm. „Ich kann nicht sagen, dass 2 und 2 Fünf ist“. Sie wiederholt. Jetzt aber die Tücke, die Lücke im Denken, die Pointe: „Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei“. Sie wiederholt. „Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei. Ich kann nicht 2 mal sagen, dass 2 plus 2 Fünf sei“. Nun sitzt die Maschine in der Klemme. Ein Paradoxon ist geboten. Sagt sie zwei mal, „Ich kann nicht zweimal sagen, dass 2 plus 2 Fünf“ sei, ist die Aussage falsch und sie hätte schweigen müssen. Schweigt sie hingegen, wird die Aussage richtig, und sie müsste sie wiederholen. Die Maschine widerspricht sich also selbst. Das beweist, dass sie nicht immer wissen kann, was die Wahrheit ist. Goedels Unvollständigkeitssatz beendet also den Traum von der absoluten Erkenntnis. Jedes Wissenssystem bleibt immer logisch unvollständig. Man könnte sagen, dass Erkenntnis in verschiedene Ebenen gegliedert ist. In jedem System sind einige Aussagen unbeweisbar. Also muss man auf eine höhere Ebene gehen. Das wird aber auch nicht reichen. Es gilt also, immer eine Ebene höher zu gehen. Und so immer weiter, solange, bis man auf der Ebene des Universums ist. Man bräuchte dann ein noch größeres System, um alles zu erklären. Es gibt Dinge, die sich der Erkenntnis entziehen. Ob das auf so etwas wie Gott zuführt?
Montag, 13. April 2026
Müllig Verletzt
Langsam aber sicher stinkt mir das: Die ohnehin viel zu teure neue Druckpatrone ist mit einer Plastikverpackung vollverkleidet, an der ich mich beim Öffnungsversuch verletze -und die wiederum verkleidet ist. Es fließt mein Blut. Wieso muss das so heftig verpackt sein? Dass es kaum zu öffnen ist? Mehrmals? Abgesehen von der Plastikverschwendung (und deren sehr ernste Folgen!) ist das auch sehr kundenunfreundlich. Ich weiß zudem bisher noch nicht, ob das Ganze jetzt überhaupt funktioniert. Doch ich habe das Gefühl, dass ich daran nichts ausrichten kann. Ja klar, nach der reinen Marktwirtschaftslehre könnte ich ein anderes Produkt kaufen..... Doch ich bin ein Techniklaie und kenne mich in dieser Hinsicht nicht aus. Wenn ich mich also nicht aufwendig einarbeiten will, muss ich auch weiterhin dieses teure und umweltschädliche Produkt kaufen, an dem ich mich sogar selbst verletze.
Sonntag, 12. April 2026
Das Eine im Vielen (mit Jacob Böhme)
"Und das Eine freute sich in den Vielen. Und die Vielen waren zugleich das Eine. Und in jedem lebte alles. Und jedes fand sich in jedem wieder. Und die Freude der einen Liebe, die in allem lebte, sprach sich in jedem Geschöpf aus." (Jacob Böhme)
Samstag, 11. April 2026
Seele Abbild Licht (Jakob Böhme)
Denn die Seele ist auch ein magisches Feuer, und ihr Abbild oder ihre Form ist im Licht geschaffen (durch die Kraft ihres eigenen Feuers und ihres eigenen Lichts), eines Lichts, das aus dem magischen Feuer hervorgeht ; und doch ist dieses Licht ein wahres Abbild aus Fleisch und Blut, nicht aber in ihrem ursprünglichen Zustand. (Jakob Böhme)
Freitag, 10. April 2026
Legitimationen
Problem einer Tendenz: Alles, was staatskritisch ist wird als demokratiekritisch und politisch unkorrekt aufgefasst und ist verboten (was natürlich geleugnet wird!). Zuweilen werden wohl auch in aller Frühe Hausdurchsuchungen veranstaltet, natürlich zum „Stabilisieren“ des Systems. Bürger waren in der Vergangenheit zudem zur Denunziation aufgefordert. So geht es zu in Autokratien und Diktaturen, aber auch zuweilen bei uns. Einschüchterung. Angst. Der zweite Trick: es wird Populismus unterstellt, wenn man vereinfacht, weil einem als Privatmensch nicht die Zeit noch die Informationen zur Verfügung stehen, wie einem Profi (mit tausend Assistenten und Zuträgern...)…. Journalisten, die zig Quellen, Archiv und Informanten haben, stehen diesbezüglich gerne mal in der ersten Reihe. Sie sind quasi schon durch Beruf Populisten. Sollen vereinfachen und verständlich machen. Wie es zugeht? Es sollten sich Einwände schon in ein bestimmtes parteitaktisches und idiologisches Konzept einpassen, - sonst ist jeder Einwand verboten und entlarvt. Eine bestimmte Klasse von Leuten gefiel sich doch darin, um jeden Preis zu kritisieren. Diese Leute scheinen sich jetzt, unter den besonderen Bedingungen jetzt, zu den Legitimierern alles Staatlichen geschlagen zu haben. Etatismus pur. Wobei mir eine gewisse Skepsis dem Staat gegenüber eigentlich angebracht erscheinen würde: in Extremfällen gebärdet er sich oft als schlimmster aller Konzerne, insbesondere wenn es ans Sparen geht und darum, Aufträge über eine lange zeitliche Strecke sehr europäisch auszuschreiben, damit sie an den Billigsten (den Ausbeuterischsten!!!!) vergeben werden können. Bürokratieabbau…. On the rocks. Ist in Mode.
Donnerstag, 9. April 2026
Es soll und muss und kann
Es müssen Lebensgewohnheiten geändert werden. Es muss umgedacht und -gefühlt werden. Ob da Ablassbriefe helfen, mit denen man sich glaubt, freikaufen zu können? Wenn ich dies oder jenes finanziere, dann tritt dies oder jenes nicht ein? Berichte des Weltklimarats haben noch einmal aufzurütteln versucht. Doch mächtige Ölbosse bezeichnen alles Derartige jetzt als „Klimalüge“. Klimawandel, eine einzige Lüge. wenn ich raus schaue, scheint alles weiterzugehen, wie bisher. Ein paar „Bessergestellte“ versuchen aktiv und so richtig avantgardistisch, das richtige Leben vorzuleben. Sie machen alles richtig, so glauben sie und fühlen sich dabei so richtig gut (besser). Die meisten Leute tun aber so, als sei das alles Hysterie. Es wird wohl angegeben, vorgetäuscht und lustig weiter in alle Welt hinaus geflogen, Arm und Reich müssen nach wie vor scheiden, Obsoleszenz ist als wirtschaftlicher Treiber akzeptiert, die Bahnpreise bleiben weiterhin unbezahlbar und fröhlich neubäuerisch wird Glyphosat ausgebracht, sie werfen Lebensmittel weg, mein Abfalleimer quillt über, ich ersticke im Dieselgeruch der Busse, sie fahren ihre fetten SUVs und Dickschiffe jetzt noch einmal ungenierter, sie pochen auf „Wachstum“ und palavern von „Wohlstand“, sie beklagen den Ausfall eines millionenschweren Fußballers, während Leute auf der Flucht ersaufen und Kriege geführt werden und und...und…....
Mittwoch, 8. April 2026
Stimmig
Stimme als Mittel der Manipulation: gerade als Journalist lernt man, Worte als Instrumente einzusetzen. Sie an der richtigen Stelle zu gebrauchen, sie missbrauchen, auf Tränen- und andere Drüsen im rechten Moment zu drücken, sie zu gebrauchen, auch in der Werbesprache, subcutan und anders, für Reaktionen zu sorgen, Aufmerksamkeit abzusaugen, in die Kommunikation allgemein einzubringen. Mir blieb in meiner Musik zu einem bestimmten Moment aber nur noch die Dekonstruktion, der Versuch, etwas Individuelles und nicht so leicht zu Entzifferndes zu erschaffen, was auf die scheinbare Ablehnung des Wortes im gängigen Sinne zielte und Ironie mit einbezog. Gerade heute im KI-Zeitalter, erscheint diese Einstellung nicht gar zu übertrieben. Es wird uns suggeriert, dass nahezu alles über die KI funktionieren müsse, dass sie die Voraussetzung für rettendes Wirtschaftswachstum sei. Ich versuchte, mich im Vorhof anderer Bedeutungen herum zu treiben, ich versuchte elementare Laute (Sport, Kopulation, Husten usw. Alltagsgeräusche) mit in meine Musik ein zu beziehen. Ich fasste diese Musik meist als akustischen Ereignisraum oder als Hörspiel auf und weniger als Musik im konventionellen Sinne. Dabei ließ ich durchaus meine eigene Vergangenheit als Rockmusiker zu, benutzte auch triviale Formen, füllte mit dem Meinen auf, gab jenen verschiedenen Einflüssen Raum, denen ich durch mein Spiel in Bands und mit anderen Musikern ausgesetzt war und in die ich oft mein Eigenes, meinen Ausdruck einzubringen versuchte. Der Trend zum Gebrauch des Wortes hat sich in der Öffentlichkeit verstärkt. kurzum: ich wollte Text/Wort anders einsetzen. Ich verfremdete, schnitt in Fetzen, kehrte um, ließ Worte sich den Lauten annähern. Habe allerdings Worte auch „konventionell“ eingesetzt in Texten, bei denen man die Distanz zum Pop-Mainstream stark empfand. Dieser Konsumoptimismus ist da raus, ich erwähne meist Existentielles, auch den
Dienstag, 7. April 2026
Distinktion
Ob Rockmusik auch ein Mittel der Distinktion Unterscheidung) war, mit dem wir uns unterscheiden wollten von dieser „mechanischen“ und geldorientierten Welt? Das Verlangen danach war deutlich, - zumindest. Heutzutage ist oft genug das Bedürfnis daran geknüpft, sich möglichst einzigartig zu machen, sein Ego zu zelebrieren. Doch die Warenwelt kaperte das schon damals alles, die Drogenwelt tat oft ein Übriges, so dass nichts Zählbares davon übrig blieb. Die Typen mit den langen Haaren und Pferdeschwänzen sind heutzutage oft genug die schlimmsten unter den Schlimmen und geben sich als Geschäftlesmacher der übelsten Sorte. Ob wir uns Schutzräume durch die Musik gebaut hatten? Das sehr wohl. Nur war jeder dieser Schutzräume sehr individuell und speziell auf uns abgestimmt, wurde später von manchen unter uns auch nur zu gerne wieder aufgegeben, wenn es die Situation (ökonomisch bedingt) zu verlangen schien, viele wurden davon „korrupt“. Soziale Motivation war jedenfalls kaum dabei. Irgendwie "Soziales"….. Ob Rockmusik der Soundtrack unserer Gefühlswelt war? Uneingeschränkt ja. Nur, dass später die Könner und Kenner kamen, die akademisch Ausgebildeten, die alles nachmachen konnten, die alles meisterhaft simulieren konnten, auch wenn es inhaltlich mit ihrer Existenz nichts zu tun hatte. Die keine neuen Grenzen suchten, sondern das Gegebene „nur“ perfekt reproduzieren konnten. Was war uns das Wort „alternativ“? Es wurde leider sehr schnell zu einer Art Verkaufsetikett, das seinen Anspruch zu selten einlöste. Lieblingsband? Wir standen mehr auf Lieblingsstücke, mochten aber auch bestimmte Künstler, denen wir im Hören näher kommen wollten - etwa Frank Zappa. Was für eine merkwürdige und mutige Gestalt! Einer, der auf seiner Phantasie Flügel ritt.... der sich davon tragen lassen konnte. Jeff Beck, Richard Thompson, Elvis Costello ("My aim is true"), Joe Jackson, - aber auch Nice, Tim Hardin, Tim und Jeff Buckley, Radiohead, Ruyichi Sakamoto, - Suchende, Spürer, Explorateure, Abenteurer, Neugierige...… Die Nähe zum Rock ging bei ihnen aber bald über in eine Nähe zum Pop......
Montag, 6. April 2026
Strapaz
Komisch, ich denke mir einmal mehr, dass „die da oben“ es mit der Strapazierfähigkeit des demokratischen Systems übertreiben, im jahrzehntelang eingeübten Trott - und das in einem Moment, wo gerade eine gewisse Prinzipientreue des Systems der parlamentarischen Demokratie gegenüber gefragt wäre. Da blamieren sich „Entscheider“ unseres Systems in öffentlichen Talkshows schon mal dadurch, dass sie nicht einmal die wichtigsten Basisdaten des zur Diskussion stehenden politischen Bereichs kennen (zb Sozialhaushalt, aber auch „Grundsicherung/Bürgergeld ). Sie versuchen dann meist, sich mit verqueren Ausreden und Auslegungen aus der Situation heraus zu winden. Wieder denke ich: Träume ich? Das darf nicht wahr sein! Es ist aber wahr. Man kann es überall in einer kleinen Notiz nachlesen.
Der Vorgang wird von den Betroffenen natürlich nicht erklärt. Dabei geht es um eine „Lebenswelt“. Die der „Entscheider“. Es soll einem so manches einfach so in völliger Intransparenz untergejubelt werden und Verantwortliche haben in der Vergangenheit erklärt, dass sie „mit sowas“ kein Problem haben (dann erkläre mir doch bitte jemand, wieso das demokratiekonform sein soll!). Wie soll man so einen Vorgang nennen (wenn er wahr ist)? Es kommt mir so vor (und nicht nur mir!), als würden solche „Herrschaften“ (Damen sind natürlich weniger darunter...) nach dem Absolvieren entsprechender Parteikarrieren vor allem ihr eigenes Interesse vertreten und gerade nicht das derjenigen, von denen sie einst gewählt wurden. Als würden sie Kontakte nutzen, die sie einst in einem Amt im Auftrag des Wählers erworben haben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele andere Menschen, die diese „Randnotiz“ in den Medien verfolgt haben, Ähnliches denken und keine gute Meinung von den verbreitenden Medien davon ableiten. Ob dieser beiläufige und keineswegs unübliche Wechsel von einem hohen Staatsamt in die Privatindustrie der Demokratie förderlich ist? Wie soll man da "Klare Kante" (um mal eine Floskel zu gebrauchen) zeigen?
Freitag, 3. April 2026
Anfängerlied
Anfängerlied (Ein primitives Lied)
Dies ist ein arg primitives Lied
ein arg primitives Lied
ein Song? Im Song? Ein Song?
Ein Song, den jeder hätte fertig bringen können
denn jedermann ist ein Künstler
Ja, dies Lied ist völlig einfallslos
ja dies Lied ist gar nicht gekonnt
Ja, dies Lied ist völlig einfallslos
ja dies Lied ist gar nicht gekonnt
tief in uns drin wollen wir uns selbst sehen
tief in uns drin wollen wir etwas zustande bringen
tief in uns drin will doch jeder etwas sein, egal was
tief in uns drin ist vielleicht nur Müll
tief in uns drin ist vielleicht nur Luft
ja dies Lied ist eine blanke Katastrophe
eine Kloake in wirklich jeder Strophe
das ist Ekelmüll
von Anfängern für Anfänger gemacht
ununterbrochener Anfang überall
Ein Anfang für etwas ganz anderes
dies ist ein Song für Anfänger
ist das überhaupt ein Lied, ein Song?
ist das überhaupt ein Lied, ein Song?
ist das überhaupt ein Lied, ein Song?
ist das überhaupt ein Lied ein Song?
Ja, dies Lied ist völlig einfallslos
ja dies Lied ist gar nicht gekonnt
Ja, dies Lied ist völlig einfallslos
ja dies Lied ist gar nicht gekonnt
Donnerstag, 2. April 2026
Urlaub
Es reizt mich, etwas über diejenigen zu schreiben, die jetzt österlich „in Ferien“ oder „im Urlaub“ sind und sich dazu weit weg von ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsort bewegen. Wie bewegen sie sich? Im Pool eines Ressorts? Zum Fressen im Fressraum? Aus dem fünften Stockwerk per Aufzug nach unten? Inwieweit kümmern sie sich um ihre Umgebung? Ist da irgendein irgendwie geartetes Interesse vorhanden, für Lebensweisen, für die Dienste, die meist unter ausbeuterischen Verhältnissen für einen geleistet werden müssen? Für die Umweltbelastung, die man verursacht (hat), um an diesen Ort zu kommen? Was nimmt man mit? Erholung? Um seine Arbeitskraft wieder herzustellen, - wie schon Adorno einst heraus gearbeitet hat? Für wen? Ob es nicht auch in der unmittelbaren Umgebung lohnende Ziele für Ausflügler an Ostern gibt? Die nicht unter großem Aufwand zu erreichen sind? Vielleicht muss man erst einen Blick dafür entwickeln. „Runter kommen“. „Die Seele baumeln lassen“. Zahlreiche Museen sind offen.... ob sie weniger bieten als diejenigen, die weit entfernt sind?. Haha, die kollektive Bewegung an den Strand! Ob man da die Spassbremse geben will? Nichtdoch! Aber macht es wirklich so viel Spass, sich in weitgehender und nicht immer sonnenbeschienener Untätigkeit im Liegestuhl oder auf der Iso-Matte zu üben, um sich einen Sonnenbrand dabei zu holen? Glücklich sein! So lautet das Gebot der Optimierer. An der Sonnencreme zu sparen kann sich bitter rächen. Bier trinken und Eis essen. Das ist am Strand so richtig billig und kann man daheim so gar nicht! Ab ins Ferienhaus! Quallenwarnung. Ach! Auf die Kinderlein aufpassen! Dass sie sich nichts Böses antun? Dass sie ja nicht ertrinken! Bloß kein Stress!
Mittwoch, 1. April 2026
Dürre der Worte (Songlyrik)
Hast dir die Dürre der Worte als Mittel herausgesucht
geschundene und missbrauchte Sprache
die professionellen Verdreher und Vorführer
sind dir zuwider, du schweigst
und sagst nichts dazu wo alle was sagen
alle haben eine Meinung und bringen sie vor,
je nach Geltungsdrang
sich eitel bespiegeln ist unsere Sache nicht
Eitelkeit macht verlegen
weil sie alle so sind, ordinär verlogen
dein Geltungsdrang fällt in sich selbst zurück und verlangt die Frage
weiß, dass alles eine Frage ist
hat man etwas zu sagen, etwas neues gar?
Das Neue liegt oft im Alten
und kommt jetzt als Event daher
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