Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Dienstag, 6. Mai 2025
Recht
Rechtliche Gegebenheiten werden offenbar bei politischem Willen schnell geändert, - bis hin zum Grundgesetz. Fehlt hingegen der politische Wille, beruft man sich von Seiten der gewählten Mächtigen gerne auf den Rechtsstaat - oder biegt das Gesetz so, wie es einem gefällt. Aktuelle Beispiele dafür liegen nahe. (Unausgesprochene) Folge: Ihr müsst dann alle Kosten übernehmen, auch für die Zukunft und für die vielgestaltigen Folgen solcher „Aktionen“ ist zudem die Nachwelt verantwortlich, so könnte es heißen. Irgendwie geht das schon. Zudem werden allerlei Argumentationen vorgebracht. …… die finde ich zumindest tricky.....wird von vielen Medien folgendermaßen verkauft: Die rechtlichen Voraussetzungen für die Grundgesetzänderung sind vorhanden, äh geschaffen.....Was mich stört, ist nicht dass überhaupt etwas passiert, sondern wie es passiert. Auf den letzten Drücker. Fast beiläufig.
Mittwoch, 16. April 2025
Folklorismen?
Mir scheint, es war mal wieder ein Fest der Lüge und Heuchelei. Alleine schon, das religiöse Pathos, der unendliche Reichtum, darunter – wie jeder weiß - die Ebene der erbarmungslosen Obdachlosigkeit, der bitteren Armut und gewalttätigen Drogensucht. Ob das Folklore ist, die halt dazu gehört? Diese „Verklärung“?. Oder ob das Zurücksetzen zu einer Tradition des neunzehnten Jahrhunderts Programm ist? Regression? Ob man da gerade hier in Deutschland seine Erfahrungen hat, mit Figuren des harten Führens, die sich alles, einschließlich des Rechtssystems, gefügig machen und damit sogar einem Bedürfnis der Leute nach einer „starken Hand“ entgegen zu kommen scheinen? Rücksichtslosigkeit als Programm, Gewalt als Methode. Nun, das war schon mal da. Hier. Mögen Teile heutiger auf Konsum und Geld ausgerichteter Gesellschaften ihren Beifall darüber ausgießen, es scheint mir das dann doch einseitig und ein bisschen zu dick aufgetragen, ein bisschen zu sehr „kitschy“ und pathetisch. Clownerien des Showgeschäfts als Politik. Versprechen von Größe, Stolz und Wohlstand gehen einem hierzulande nicht so leicht ein. Einer Masse von Menschen aber gefällt das, geht das ein und ergreift sie emotional. Das Durchsetzen von Interessen mit Gewalt, das Versprechen von Stärke und „Wohlstand“, Recht und Ordnung….: da stehen sie auf und klatschen Beifall.
Sonntag, 4. Februar 2024
Mein Feld
Es ist davon auszugehen, dass mich viele aktuelle, konkrete Probleme und Ereignisse dieser Gesellschaft stark interessieren und dass ich leidenschaftlich mit anderen Leuten darüber diskutiere, dass ich es aber tunlichst vermeide, mich hier in diesem Medium damit auseinander zu setzen. Zum einen will ich in keine Meinungsblase geraten, in der sich die einzelnen User gegenseitig ihrer „richtigen“ Meinung versichern. Zum anderen will ich in keine rechtlichen Auseinandersetzungen geraten, die ich finanziell nicht durchstehe und sich oft auf konkrete Behauptungen (möglichst mit Namensnennungen!) beziehen. Auch kann ich keine Missverständnisse meiner Meinung wirksam korrigieren, muss mir bewusst sein, dass bewusst oder unbewusst hier Verzerrungen entstehen. Die spezielle Struktur meiner Einlassungen habe ich oft in Posts wie „Mein Blog“ beschrieben: scharf wird hier darauf hingewiesen, dass von mir an dieser Stelle keine journalistische Richtigkeit beansprucht wird. Auch interessieren mich für meine Posts tatsächlich mehr die übergeordneten, (aus verschiedenen Gründen) vernachlässigten Themen. Auch aus Enttäuschung und Bitterkeit, das muss ich schon zugeben.
Donnerstag, 29. Juni 2023
Gewinner und Verlierer
Ich habe großartige Menschen auf Seiten der Grundsicherung kennen gelernt. Sie hatten in ihrem Leben einfach ein paar Sachen falsch gemacht, waren reingelegt worden, hatten eine Migration zu verarbeiten oder hatten einfach Pech gehabt. Die Sieger dieses Spiel des Lebens dürfen sich schamlos überall ausstellen und verfolgen durch ihre „Berater“/Dienstleister Steuervermeidungsstrategien. Die Verlierer müssen sich das halten, was nach tausend Abzügen und Sanktionen zu ihnen dringt. Die „Panama Papers“ haben gezeigt, wie und wo sie’s machen (lassen). „Ein führende Wirtschaftsnation“, so heißt es gerne, zieht indessen immer noch Vorteile daraus, dass sie einen der größten Niedriglohnsektoren aller Industrienationen hat. Dazu geben „Prominente“, die sich gerne als „Künstler“ bezeichnen, gerne die Kumpels von Politikern. Mit dem sogenannten „Rechtsstaat“ scheint es offenbar auch nicht so weit her, wie gerade Urteile der jüngsten Vergangenheit klar zeigen: „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“. Dazu wurde und wird ein "Deal" geschlossen, - wie in unzähligen Fällen. Und das alles im „Namen des Volkes“.
Freitag, 14. April 2023
Mein Blog
Dies hier ist kein Journalismus! Alleine schon, weil ich keine Namen nenne. Allein schon dies würde zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, für die ich mich nicht gerüstet sehe. Also versuche ich, im Allgemeinen zu bleiben, lasse mich aber durch aktuelle Ereignisse durchaus inspirieren. Apropos Aktualität: Ich verspüre hier keinerlei Aktualitätsdruck oder Auflagendruck, da alles, was hier geschrieben wird, von mir selbst stammt und ich bisher keine Rendite erwirtschaften muss. Und ja, ich habe Angst vor juristischen Auseiandersetzungen. Juristen agieren überall im Interesse von Interessen. Und besetzen oder besitzen Parlamente. Vor Gerichten gibt es allenfalls „Deals“, wenn nicht ohnehin alles und jedes verjährt ist (auf Eigentumsdelikte scheint immerhin noch ganz besonders geachtet zu werden, sie scheinen sakrosankt….) und selbst auf gröbste Verstöße hin nahezu nichts passiert, weil das Rechtswesen zu seiner Selbstrechtfertigung sich als überlastet darstellen lässt. Auch interessieren mich hier im Blog gewisse Strukturen, das Allgemeine, das hinter dem Einzelnen steht. Namen, Firmen und Individuen sind mir in diesem Zusammenhang (!!) oft scheisegal! Dies macht einen Unterschied zum klassischen Journalismus aus, der überall Ross und Reiter nennen sollte. Namen, Firmen und Individuen sind ja meist nur Rädchen in einem bestimmten Getriebe, einem System, das mich interessiert, in gesellschaftlichen Zusammenhängen, Strukturen und Abläufen, die verschiedene Menschen unterschiedlich betreffen. Wenn deren Bedeutung etwas heraus ragt, widme ich mit einigermaßen „rechtssicheren“ und anonymisierenden Formulierungen (wichtig!) gerne auch ihnen!
Mittwoch, 7. April 2021
Hedonistendekadenz
Haha, die Klasse der sich selbst feiernden „Intellektuellen“ preist jetzt ihr hedonistisches Leben abseits der Pandemie. Dass der Staat kein Recht habe, Grundrechte zugunsten einer kleinen Menge von kranken Leuten einzuschränken, so habe ich vernommen. Auch dass der Tod zum Leben gehöre, sei keine neue Erkenntnis, auf die man bestehen solle. Den Sinn einer Corona-Eindämmung sehe man nicht ein, weil das Leid, dass dadurch angerichtet werde, größer sei, als das Heil, das dadurch hervor gerufen werde. Es beschleicht mich der Verdacht, dass diese Schicht von Leuten sich ihren Spass über ihr Geld und ihren bürgerlichen Status auch zu jetzigen Zeiten jederzeit beschaffen (oder...kaufen…?) können. Schon im kleinsten Verzicht auf hedonistischen Spass sehen sie offenbar eine Einschränkung ihrer bürgerlichen Grundrechte. Ob das relativ dekadent ist? Man wird Fragen gegenüber Leuten stellen dürfen, die ihre Ansichten lautstark, rücksichtslos und medienwirksam vortragen. Nun, wenn der Tod zum Leben gehört, dann will ich nicht dabei sein, wenn solche Personen in seine Nähe kommen und dann mit all der Power ihrer bürgerlichen Existenz nach möglichst kompetenter (Einzel-) Behandlung rufen, ja, sie mit all ihrer Energie verlangen.
Donnerstag, 18. Februar 2021
Juristerei (2)
Angefangen hat das alles mit so etwas wie „political correctness“, die ich, wie zugebe, anfangs nicht gebührend ernst genommen habe (weil ich ihre Vertreter in der Sache sehr ernst genommen habe...) und die in vielerelei Form Eingang in die Rechtssprechung gefunden hat. Recht und Gerechtigkeit: in welchem Verhältniss könnten sie zueinander stehen? Ob es ein „gesetztes Recht“ gibt, dass auch im Widerspruch zu dem von mir als richtig erkannten Recht steht? Ob sich daran sogar die Verpflichtung zum gezielten Rechtsbruch knüpft? Jeder Jurist würde sofort zugeben, dass er eine Verantwortung gegenüber der Moral und der Gerechtigkeit hat, die ihn sogar bzwingen könnte, das Recht zu brechen. Gleichzeitig wäre man als Jurist auf das geltende Recht verpflichtet. Ob das ein Widerspruch ist, den es als gilt, auszuhalten? Die Juristen, die ich kennen gelernt habe, scheinen kein Problem mit so etwas zu haben. Anwälte wickeln im Auftrag, die ihnen übertragenen „Fälle“ ab. Richter sprechen Recht „nach besten Wissen und Gewissen“ und „im Auftrag des Bürgers“. Es scheint ein Ritual geworden zu sein, eine inhaltsleere Phrase, die von Talaren und in dicke Bücher gegossene Weisheiten von Großjuristen geadelt sind. Die Frage, was recht und was richtig sei, scheint in der praktischen Welt keine Rolle mehr zu spielen. Auf der Ebene des Abstrakten klingt sie staubig und vorgestrig unserer Welt nicht angepasst. Allein zu sein mit seiner Verantwortung, scheint unter Juristen keine Mode mehr zu sein.
Mittwoch, 17. Februar 2021
Juristerei (1)
Für mich war die Juristerei stets eine Art „Afterwissenschaft“. Ich unterschätzte die komplette Dimension des Rechts und des Rechtsstaats, fürwahr. Aber ich lebte immer im Bewusstsein, dass ein Rechtssystem gesetzt, dem Bürger vorgesetzt, werden könne. Es könne etwas nach bestimmten Interessen Veränderbares sein, wovor mir geradezu ekelte. Ich muss heute zur Kenntnis nehmen, dass Juristen in allen Bereichen der Gesellschaft den Ton angeben, dass sie den Status Quo verwalten sollen. Ob Menschen wie Ghandi, von Stauffenberg, Mandela etc. das geltende „Recht“ gebrochen haben? Ob die Weimarer Verfassung änderbar war? Die Verfassung der DDR? Ob jemand in der Zeit danach sein Recht „gesetzt“ hat?
Ob es gar eine Art von Verantwortung geht? Die Juristen, die ich kennengelernt haben, halten von diesem Begriff offensichtlich gar nichts. Sie wollen möglichst kundig darin sein, die Paragraphenwelt zu durchdringen und sie richtig so anzuwenden, dass bestimmte Interessen gewahrt bleiben und sie selbst in optimaler Weise profitieren. Anwälte kassieren fette Honorare, Richter sind stets überlastet und ruhen sich auf ihrer vom Staat garantierten Sicherheit aus. Das scheint mir der praktizierte Alltag zu sein, der uns lange genug als „alternativlos“ dargestellt wurde. So etwas wie Ethik und Moral scheint mir da längst verloren gegangen zu sein, wobei der Mangel an dieser Dimension gleichzeitig eine Art „Überschießen“ in diese Richtung gebracht hat. Moralische Positionen werden allmählich auch bei uns so eingenommen, dass sich dadurch eine Art „Absolutheitsanspruch“ ergeben hat, mit dem keineswegs diskutiert werden kann.
Sonntag, 31. Mai 2020
Wer Recht hat......
Verwaltung, gerade jetzt wichtig, da man sich nur ans Allerwichtigste hält. Normalerweise ist das mit
endlosen Anträgen verbunden, mit Nachweisen, Genehmigungen usw.
….Papierkram halt. Wenn sie jedoch, wie jetzt, an ihre Grenzen
kommt, wird ihre wahre Bedeutung klarer. Jetzt gerade im
Gesundheitssystem, über das man vieles behaupten könnte.
Infektionsschutzmasken, Sicherheitskleidung.....ausverkauft, nicht
da. Das Gesundheitsamt soll den Mangel verwalten. Und das jetzt!
Überfordert? Das Tagesgeschäft einigermaßen bewältigen. Was das
heißt, zeigen ewig lange Genehmigungsfristen. Nachdenken darüber,
wie's weitergehen soll? Ist in einem streng ökonomisierten Weltbild
zu vernachlässigen. „Schlanker Staat“ und „freier Markt“
sind immer noch angesagt. Ein Umdenken fängt etwa 2008/2009 mit der
Finanzkrise ein. Öffentliche Daseinsvorsorge und „Gemeinwohl“
scheinen danach wieder Worte zu werden, die öfters gebraucht werden.
Die Crux? Seitdem wurden zwar wieder Stellen geschaffen, - aber es
bewirbt sich niemand. Die „freie Wirtschaft“ zahlt mehr. Stellen
sind frei. Experten und Spezialisten. Die Technokraten, die sowieso
nur aufs Geldverdienen programmiert scheinen. Neulich wurde entdeckt,
dass gerade mal 50 000 Lehrer fehlen. Mehr als 50 000 Pflegestellen,
über kurz oder lang. Dazu 2000 Richter und Staatsanwälte. Unendlich
viele bei der Polizei. Geldwäsche. Cum-Ex-Geschäfte. Schwere
Vergehen und Verbrechen bleiben aus Personalmangel liegen. Ob das das
Vertrauen in unser Rechtssystem gestärkt hat? Jaja, jetzt während
und nach der Corona-Krise ist alles anders. Mal sehen.
Sonntag, 23. Juni 2019
Verbote, Staat und Einzelner
Es scheinen mir relativ
viele Leute derzeit nach staatlichen Verboten zu schreien, ja, sie
scheinen sie regelrecht herbei zu sehnen, sie lechzen danach.
Seltsam, dass sie nach Einschränkungen schreien, wo doch
Staatsübergriffe in jeder Hinsicht inzwischen eine neue und
vielgestaltige Gefahr zu sein scheinen. Ganz allgemein ins Ungewisse
gesprochen…. Es soll wohl, so der Verdacht, eine in ihrem Sinne
gestaltete Gegebenheit allgemeingültig werden und mit staatlichen
(als dem Medium IHRES Willens!) Mitteln durchgeboxt werden. Als
Legitimation dient dann meist der scheinbar „gute Zweck“, der
alle Mittel heiligt. Oder das Umfrageergebnis, das freilich in
relativ kurzer Zeit sich ändern kann. Das Denkmuster hinter solchen
Argumentationen jedenfalls scheint bekannt zu sein. Noch stärker,
wenn gewisse Leute die alleinseligmachendende Lehre für sich
beanspruchen und sie als eine Art „Kader“ oder avantgardistische
Vorhut für die Mehrheit der Leute durchzusetzen versuchen.
Montag, 15. April 2019
Autorealisten
Dieses Ausmaß an Renitenz, an
Kaltschnäuzigkeit und fast schon krimineller Energie hatten wir uns
dann doch nicht vorstellen können. Seit dem Wochenende scheint wieder
ein großer Automobilhersteller unter Verdacht (natürlich nichts
bewiesen!) geraten zu sein, Schummelsoftware eingesetzt zu haben und
angestrebt zu haben, sie nun heimlich still und leise zu beseitigen,
bevor irgendjemand etwas merken solle. Ja heiligt der Zweck alle
Mittel? Und was ist eigentlich der Zweck? Geld zu verdienen?
Arbeitsplätze zu erhalten? Dieses Argument ist sowieso das erste,
was in diesem Zusammenhang immer zu hören ist. Die Folgen davon sind
jetzt wieder zu bestaunen. Völlige Fehleinschätzung und gnadenlose
Arroganz scheinen an der Tagesordnung. Scheinen…. Ja klar, wir
leben in einem Rechtsstaat und bislang ist nichts bewiesen. Die
Chance ist groß, dass findige Anwälte einen Weg finden werden, den
Konzern „rauszuhauen“ und sämtliche Vorwürfe im Sande verlaufen
zu lassen. Spätestens jetzt wäre, so meine bescheidene
Einschätzung, doch eine gegebene Möglichkeit, die Ziele der
Entscheidungsträger und der für sie agierenden Politiker zu
hinterfragen. Mäßigung scheint jedenfalls kein Wort zu sein, das im
Sprachschatz dieser Leute vorkommt. Sich selbst auf Kosten der
Allgemeinheit zu bereichern, scheint unter diesen
„Entscheidungsträgern“ geradezu ein Kennzeichen der „Freien
Marktwirtschaft" zu sein.
Hinzu
kommt, dass sich offenbar auch auf internationalem Parkett Automobilmanager
nicht mit Ruhm bekleckert haben. Ein geradezu faustisch Mephistohaft
dreinblickender Vertreter der „Entscheider“ auf
diesem Gebiet scheint
jetzt im asiatischen Raum, wo er eine große Fusion angestrebt hat,
in große Bedrängnis gekommen zu sein. Persönliche
Bereicherung und andere rechtliche Vorwürfe scheinen ihm vorgeworfen
zu werden, wobei er sich unter Mithilfe seiner Anwälte mit allen
rechtlichen Tricks aus der Affäre zu ziehen versucht (was natürlich total erlaubt und "legal" ist...).
Doch es scheint wohl
immer neue Vorwürfe zu geben. Der Vorwurf der Untreue scheint dabei
in mannigfacher
Variation im Raum zu stehen. „Versteckte Praktiken“ aller Art
scheinen ihm in
diesem Zusammenhang zudem vorgeworfen zu werden. Die brutale Gier scheint solche Leute aus der Managerklasse total zu beherrschen.
Das Muster ist immer gleich: große Fusionen, Rationalisierung,
Gesetz der Globalisierung, Wettbewerb und Marktwirtschaft. Kleine
Angestellte zahlen dann die Zeche für die "Bemühungen" dieser Leute. Denn „Einsparungen“ (die auch
zur Finanzierung von fürstlichen Renten solcher Leute heran gezogen
werden) bedeuten in diesem Zusammenhang meist „Personalabbau“.
Naja, klingt alles schon ziemlich abgegriffen und müde. Man
könnte sich ja auch einmal etwas Neues überlegen... Doch,
keine Angst, Anwälte werden wohl aktiv werden und alle Vorwürfe
„managen“…...
Samstag, 29. Dezember 2018
Rechtsstaat
Rechtliche Gegebenheiten
werden offenbar bei politischem Willen schnell geändert, - bis hin
zum Grundgesetz. Fehlt hingegen der politische Wille, beruft man sich
von Seiten der gewählten Mächtigen gerne auf den Rechtsstaat - oder biegt das
Gesetz so, wie es einem gefällt. Ein Beispiel dafür scheinen mir
die Schlagzeilen zu sein, die jetzt offenbar vom
Bundesverkehrsministerium verbreitet werden und wohl über die Nachrichtenticker gehen: Wenn ihr die Nachrüstung
bei Diesel unbedingt wollt, könnt ihr das haben, so sinngemäß die
Aussage. Freilich müsste ihr dann alle Kosten übernehmen und für
die vielgestaltigen Folgen ist zudem der Nachrüster verantwortlich.
Eine Automobilmarke warnt schon: durch Umrüstung könnte der
Kraftstoffverbrauch hochgehen und die Leistung nachlassen…… finde
ich zumindest tricky.....wird von vielen Medien folgendermaßen verkauft: Die rechtlichen Voraussetzungen für die Umrüstung seien jetzt geschaffen.....
Montag, 13. November 2017
Steuerparadiese, Wutbürger
Ein beliebtes Spiel der
Rechtfertigung von gewissen Steuermissständen ist es, das Gebaren
von Reichen und Armen gegenseitig aufzurechnen. Es gäbe ja so viele
Arme, die den Staat auch gerne mal betrügen würden, etwa bei der
Anmeldung von Reinigungskräften, die als Geschäftsessen deklarierte
Geburtstagsparty oder falsche Angaben bei der Pendlerpauschale. Das
soll also genauso oder sogar (wegen der Gesamtsumme) noch
verwerflicher sein, als das Gebaren von Steuersündern, die
Steuervermeidungsstrategien mittels geschickter Anwälte und findiger
Steuerberater durch die Flucht in „Steueroasen“ auszunutzen
versuchen. Dahinter steht wohl auch die neoliberale Ansicht, dass in
einem Staat alles erlaubt sei, was nicht ausdrücklich verboten sei.
Gerne wird sich in diesem Zusammenhang auf den Rechtsstaat berufen,
der in diesem Zusammenhang und „im Namen des Volkes“ ohnehin
gerne herbei zitiert wird. Alles legal. Leute, dass die Politik diese
Gesetze gemacht hat und all dies erlaubt, gehört zum Skandal! Das
Argument, dass gewisse Dinge auch „legitim“ sein können, wird
mit dem Hinweis auf die in den achtziger Jahren so beliebten
„Sachbeschädigungen“ abgeschmettert. Es wird vor einer
„abschüssigen“ bahn gewarnt, wenn das „Legitime“ eine
größere Rolle spielen sollte. Auch soll die sogenannte
„Hausbesetzerszene“, die unter anderem bei dem G 20-Gipfel in
Hamburg so unangenehm sichtbar wurde, dadurch nicht nachträglich
gerechtfertigt werden, dass die Legitimität ihrer Aktionen behauptet
werde, so das hinterhergeschobene Argument. Dass ganze Staaten von
ihren geringen Steuersätzen leben, dass es geradezu ihr
Geschäftsmodell innerhalb der EU ist, wird in diesem Zusammenhang
als Ärgerlichkeit wahrgeommen. Letztlich soll es aber an der EU und
dem dahinter stehenden politischen Willen liegen, dass solcher
Steuerwettbewerb nicht unterbunden wird. Dass Deutschland dabei
offenbar großartige Erklärungen gegen Steuersünder abgibt, in
Brüssel aber alle gesetztlichen Vorschriften blockiert, macht die
Sachlage auch nicht besser. Moral nutze da weniger, es müssten
Vorschriften oder Gesetze her. Dass Minister dagegen sofort
protestieren und dabei ins Felde führen, dass sich die EU bei einer
entsprechenden Gesetzgebung ja selbst anklagen würde, macht die
Sache nicht (Ob das einschlägige Lobbyisten und Kumpels zu vermeiden
wissen?) übersichtlicher. Jedenfalls scheinen solche Verhältnisse
in der EU möglich zu sein. „Black List“? Ja. Aber nicht mit
Ländern aus der EU. Und überhaupt, gegen moralisierende
Argumentationen verwahrt man sich sowieso. Moral? Igitt! Dass Reiche
von vornherein ganz andere Möglichkeiten der Steuervermeidung haben
als der sogenannte Kleine Mann und dadurch eine sozusagen
programmierte Ungerechtigkeit entsteht, bleibt da ganz außen vor.
Dass derjenigen Gemeinschaft, in der Gewinne erzielt werden, ein
gewisses Recht auf Steuereinnahmen zusteht, - nun ja, wer wollte das
bestreiten? Wer das Recht hat, diesem Gemeinwesen die ihm zustehende
Steuer (Streitpunkt, wieviel....aber nicht, dass....) einzutreiben?
Hm, zumindest einschlägige Anwälte und ihre Kumpels in der Politik.
Wo da der Wutbürger bleibt? Von ihm war nichts zu hören. 1000
Milliarden pro Jahr werden einstweilen vermisst.
Samstag, 22. Juli 2017
Machtinszenierung
Abgeordnete, die sich selbst Diäten erhöhen, in
Landtagen, im Bundestag, auch schon mal mit fragwürdigen
Begründungen. Abgeordnete, die fette Feste mit Vertretern der
Industrie feiern, von denen sie gerne mal die eine oder andere
Zahlung annehmen....verdeckt natürlich, - wer wird denn da völlig
fälschlicherweise an Korruption denken? Es herrscht die "Gewissensfreiheit" und "wir sind in einer repräsentativen Demokratie". Behörden wie Finanzverwaltungen lassen sich ihre Bleibe (wie jetzt bekannt wurde) schon mal mit "Kunst am Bau" (die niemand versteht, weil sie auch nicht erklärt wird...) ausstatten, die mit rund 100 000 Euro zu Buche schlägt. Da spricht ein Kandidat aus
Würselen von der “Arroganz der Macht“. Ob er nicht auch dazu
gehört zu einer Machtinszenierung? Und ob das ganze Theater nicht zu
einer gewaltigen Politik- und Politikerverdrossenheit führt, die
sich irgendwann einmal Bahn bricht? Gerade im ach so erfolgreichen
Deutschland? Natürlich wird das Ganze so lange stabil bleiben, wie
der „wirtschaftliche Erfolg“ da ist (den anderen geht es ja viel dreckiger). Was aber, wenn jener einmal
nicht da sein würde? Wie steht es überhaupt um innere Begründungen dieses Systems,
um bewusstseins- und wertemäßige Verankerungen? Ob die Kohle wirklich alles ist, um das es sich hier dreht? Mir scheint, dass sich auf
internationalem Niveau (also auch und gerade in anderen Ländern!)
die Regierenden nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind, als ob die internetbedingte Transparenz sie überholt hätte und auf diese Weise
etwas bloßgestellt hätte. Natürlich wird sich unentwegt hinter
formalrechtlichen Begründungen verschanzt und dabei noch einmal
kräftig auf den Rechtsstaat gepocht. Der Rechtsstaat, ja, der Rechtsstaat! Eine äußerst wichtige Errungenschaft. Ob so etwas aber seiner
ständigen Erneuerung und Anpassung an die Entwicklungen der Zeit
ausgesetzt ist? Ob das Internet neben der viel beschworenen
Gefährdung der inneren Sicherheit und den neuerdings gesetzlich bekämpften
„Hasskommentaren“ nicht auch die Möglichkeit einer
gesellschaftlichen Transparenz birgt? Ob der Wegfall von
Kontrollinstanzen der öffentlichen Meinung nicht auch eine Chance
der direkteren Meinungsäußerung mit sich führt, die den
Herrschenden/Mächtigen/“Eliten“ auf allen Gebieten mehr
abverlangt als in der Vergangenheit? Ob das „Durchregieren“ wie
zu Zeiten Kohls oder Schröders nicht doch ein bisschen schwieriger
geworden ist? Eine bestimmte, staatstragende Partei hat schon mal kund getan, dass sie Volksabstimmungen ablehnt. Es ist Wahlkampf, das Volk hat die Wahl. Das reicht.
Sonntag, 25. Juni 2017
Alltags-Kommunikationen
Ich war gestern wieder einmal mit dem Auto beim Discounter
und es glich geradezu einem Horrortrip. Ich hatte schon beobachtet,
wie zwei Autos aufeinander gefahren waren und hatte mich aus der
Ferne gewundert. Doch mittlerweile wundere ich mich gar nicht mehr.
Da werden Autotüren geöffnet, da wird gedankenlos an Autos vorbei
gegangen, da wird in Parklücken hinein- und herausgefahren: ohne
jeden Blick für den anderen, der ja auch nur einkaufen will.
Rücksicht, Abstimmung mit dem anderen scheint völlig abwegig in
dieser Gemengelage. Man selbst ist im Recht, - und das immer. Ich
komme aus dem Verkaufsraum und darf eine Schramme an meinem Auto
besichtigen. Wer das wohl war? Niemand? Hm, sieht nicht so aus. Man
ist vorsichtig, vielleicht schon übervorsichtig und macht gerade
dadurch einen Fehler. Denn man fährt ganz ganz langsam aus der Lücke
und wird gerade dadurch für diejenigen unsichtbar, die mit so viel
Rücksicht gar nicht rechnen. Da wird geradeaus gefahren, weil man ja
im Recht ist, - oder wenigstens das von sich glaubt. Ob von der Seite
jemand mit höchster Vorsicht aus seiner Lücke heraus fahren will,
ist da unerheblich. Man will in eine Lücke fahren und genau in
diesem Moment geht eine Türe auf und versperrt natürlich alles. All
das, was einem vielleicht als Raum fürs Parken hätte dienen sollen.
Man ist gezwungen, rückwärts heraus zu fahren und schaut natürlich
sehr aufmerksam nach rechts und links. Doch das Unheil nähert sich
von hinten. Zack, Schepper! Ausstiege, wütendes
Faustgeballe......Man will zurückstoßen, doch genau in diesem
Moment geht jemand dazwischen, schaut nicht rechts, schaut nicht
links, ist nur im Recht. Ob ihm das etwas nützte, wenn er angefahren
würde? Ok, das Smartphone mit seinen äußerst wichtigen
Nachrichten ist klar wichtiger....im Zweifel tut's der starre Blick
aufs Kommunikationsgerät.....
Freitag, 27. Januar 2017
Berichterstatter
Ja ja, wir sollen Ross und Reiter nennen. Wir sollen alles so „wasserdicht“ machen, dass sich niemand angegriffen fühlt. Meinung, Kommentar und Berichterstattung sollen wir auch nicht vermischen. Wir sollen uns ja gegenüber den mächtigen Rechtsabteilungen der Großkonzerne absichern. Bloß, wer kann das? Die professionellen Nachsteller könnten dafür mit denen, die sie zu untersuchen und recherchieren vorgeben, zu sehr unter einer Decke stecken. Könnten! Wissen wir es? Parolen sind da völlig ungeeignet. Aber es ist ein schönes Feld für jemand, der wissenschaftlich die Struktur von „Eliten“ untersucht. Er wird wohl (wenn alles gut geht....) einen Forschungsauftrag dafür an Land ziehen können und damit eine Weile ruhig gestellt sein. Das Dazwischengequatsche aus den altklugen Elfenbeintürmen ist sowieso nicht besonders populär. Also wird sie/er nicht weiter stören mit etwas abgehoben wirkenden „Erkenntnissen“... Überlegungen dahinter, Taktik, Strategie, Manöver mit der öffentlichen Meinung - das zu schreiben wäre auch interessant. Nur, man soll das nicht, weil es nicht zu beweisen, zu belegen ist. Es zischt aber rechts und links am Bewusstsein der Leute vorbei und meist mitten hinein. Wer soll was glauben? Aus welchem Interesse? Wir können hier in diesem Blog auch nur von dem etwas einigermaßen wiedergeben, dem der halbwegs Interessierte in dieser Öffentlichkeit ausgesetzt ist. Und das bedeutet keineswegs Sympathien gegenüber Rechtspopulisten, Neuen Konservativen (Das Oben und Unten ist von Gott, dem Schicksal oder „harter Arbeit“ gegeben...“), rechtsradikalen Parteien oder Trampisten.
Donnerstag, 19. Januar 2017
Vom Mahlen gewisser Mühlen
Genau das ist es, was den Leuten stinkt und gegen das
sie sich wehren wollen (indem sie auch doofe „Protestparteien“
wählen...): Dass VW-Winterkorn jetzt vor einem Ausschuss steht und
natürlich nichts Substantielles sagt. Dass ihm dabei ein
hochbezahlter Anwalt zur Seite steht, der über Winterkorns
Portokasse vom Steuerzahler bezahlt wird (das Land Niedersachsen
sitzt im Aufsichtsrat jener Firma VW, die unter anderem fette Renten an W bezahlt, - der Betriebsrat macht da auch gerne
mit....). Dass das Thema des Weihnachtsmarktattentäters nun schon
seit 4 Wochen zwischen verschiedenen staatlichen Institutionen hin-
und hergeschoben wird und nichts Substantielles dabei herauskommt,
sondern alle nur darauf beharren, dass Fehler gemacht worden sind.
Einzelne Presseorgane zählen immerhin auf, wie viele staatliche
Institutionen beteiligt waren an den Fehlern und dem Nichtzustandekommen von geeigneten Maßnahmen.... Wer was
wie? Das würde man dann doch gerne erfahren, erfährt es aber nicht.
Das tut dem „Rechtsstaat“ nicht gut. Immerhin, ein
Bundestagsausschuss wurde erwogen: Es ist der sicherste Weg, um auf
Zeit zu spielen und ein unliebsames Thema zu versenken. Es braucht
alleine schon lange Zeit, damit sich ein solcher Ausschuss
„konstituieren“ würde. Danach werden unzählige Sitzungen
anberaumt, bei denen nichts herauskommt. In einem Wahljahr? Die
Parteisoldaten sortieren sich hinter herrschenden Meinungen und
bekannten Pokergesichtern. Versuche, Wählerstimmen abzugreifen.
Nicht wir, - die anderen! Was gewisse Rechtsdeppen zur gleichen Zeit
ablassen, ist natürlich völlig unsäglich und bestens dazu
geeignet, vom eigenen Versagen abzulenken. (Das alles hier Aufgeführte ist natürlich vorläufig und steht unter sämtlichen Vorbehalten, die Anwälte in einem Rechtsstaat gegen einen ablassen können, Ich distanziere mich selbstverständlich prophylaktisch und nachträglich von allem hier Behaupteten und Nichtbehauptetem)
Freitag, 9. Dezember 2016
Momentaufnahme
Ich fahre ganz langsam auf einen zebragestreiften
Fußgängerüberweg zu und sehe einen sehr jungen Mann in sein
Smartphone stierend auf dem Fußgängerweg neben mir hergehen.
Misstrauisch werdend verlangsame ich meine Fahrt noch mehr und bin
dann total baff: Der junge Mann stapft ohne jeden Blick nach links,
rechts oder nach vorne über den Zebrastreifen, direkt vor mir! Mir
wäre so etwas zu gefährlich, denke ich mir, aber er vertraut wohl
voll und ganz auf die Verkehrsregeln und darauf, dass ein Verstoß
dagegen wohl hart geahndet würde. Wie er selbst dann wohl abschneiden würde? Gegen wen geahndet? Natürlich
gegen den Autofahrer, denn der ist ja immer an allem schuld und
sowieso rücksichtslos. Rücksicht wäre denn auch ein passendes
Stichwort. Wo spielt hier Rücksicht eine Rolle? Ist das ein Wert,
der in einer Gesellschaft der durchsetzungsorientierten Egoisten
überhaupt noch diskutiert wird, der eine Rolle spielt? In Zukunft
noch? Interaktion, Austausch, Verständnis, Abstimmung untereinander?
Ich bin baff ob des starren Gesichts. Ich würde nicht dermaßen
anderen vertrauen. Mich interessiert immer und unter mailen
Umständen, wo ich bin und mit wem ich zu tun habe, was dieses
Individuum wohl tun wird. Zu meinem oder zu seinem Schaden? Oder
einfach so......?
Mittwoch, 13. April 2016
Integrationsleistung
Es ist eine Art Test auf die Integrationsbereitschaft
der jungen Türken dem Grundgesetz gegenüber: ich sah zufällig im
TV, wie eine Reihe von ihnen (natürlich wie immer: willkürlich vom
Sender ausgewählt) interviewt wurden. Was sie wohl von Erdogan
halten und wie sie sein Verhalten einschätzen, so die Frage. Alle fanden es
ganz okay, dass er dagegen auf seine Art vorgehe. Den zu beleidigen sei, so tönt es mir noch in den Ohren, als ob man die ganze Türkei beleidige. Also Vorgehen. Rechtlich. Mit allem Drum und Dran. Die Lächerlichkeit
der Situation schien gar nicht in ihrem Gesichtskreis aufzutauchen.
Alles könne man tun, aber nicht jemand persönlich beleidigen, ihn
unter der Gürtellinie verletzen usw. Wer so etwas nebenher im
Fernsehen sieht, mag entsetzt und verletzt sein. So gut haben diese
Personen das Grundgesetz in vielen vielen Jahren in sich aufgenommen
und verarbeitet! Oh weh! Ich kenne das „Gedicht“ des ach so
öffentlichkeitsumtriebigen und PR-tüchtigen Böhmermann nicht, aber selbstverständlich darf hier alles in Deutschland über einen ausländischen Staatschef
gesagt werden. Muss ich ja nicht gut finden. Genau darum geht’s ja! Es geht um das Recht. Und das hiesige treten solche Figuren
wie Erdogan samt ihren Advokaten mit Füßen, auch wenn sie einen alten Paragraphen
herauskramen, der „Majestätsbeleidigung" unter Strafe stellt! Fehler der Regierenden, dass sie in all den Jahren das nicht ausgemerzt haben! Diese
Figuren wie Erdogan selbst beanspruchen ihre Ansicht davon mit Hilfe von windigen
Anwälten, - anderen und ausländischen Menschen aber verweigern sie
es, strengen Klagen an usw. Meinungs- oder Pressefreiheit scheint ihnen etwas ihrer Willkür Ausgesetztes. Man fragt sich: Was soll das?
Mittwoch, 6. April 2016
Ob nicht...? Fragen zur Rechtsprechung.....
Dass die Gerichte nicht (mehr) im Sinne der
Bevölkerung entscheiden, dürfte nicht erst seit gestern ein
Gegenstand genauerer Betrachtung sein. Ob sich da ein relativ
selbständiger Stand herausgebildet hat, der sich auf „Volkes
Stimme“ beruft, dabei aber um sich selbst in seinem
Paralleluniversum kreist? Der sich in Sophistereien und
Verfahrensfragen ergeht, während „draußen“ die Welt sehr viel
grundsätzlicher brennt? Sicher, der Rechtsstaat ist eine
wichtige Errungenschaft der Aufklärung. Ob sich aber die
Bevölkerungsklasse der Gesetzesausleger dermaßen schamlos, verdeckt oder offen gierig
und von allen akademischen Weihen geweiht daran schadlos halten muss?
Bedeutet dies Rechtsstaat? Ob die Justiz nicht in der Hauptsache im
Sinne der ohnehin Mächtigen, der "Arbeitsplatzbeschaffer" und Geldsäcke entscheidet, ob die
Parlamente nicht für genau diese Klientel ihre Gesetze maßgeschneidert haben,
indem sie nämlich schon im Entstehungsprozess durch ihre mächtigen
Lobby-Verbände mehr als Einfluss genommen hat? Ob diese Lobbyisten
nicht selten sogar die wörtliche Vorlage für solche „Gesetze“
geliefert haben? Ob es nicht genau dafür in der so vertretenen Bevölkerung ein feines Empfinden gibt? Ob nicht die Vielzahl der
Gesetze den entgegengesetzten Effekt dessen, was beabsichtigt sei,
hat? Ob nämlich dadurch nicht die Differenzierung des Rechtswesens
sondern die Beförderung der totalen Unübersichtlichkeit und darüber
hinaus ganz eindeutig der Arbeitsbeschaffung auf Auslegung der
einschlägigen „Gesetze“ spezialisierter Kreise befördert wird?
Ob das alles etwas mit der sogenannten Politikverdrossenheit zu tun
hat? Ob die jüngst gestiegenen und von den Altparteien heftigst
bejubelten Wahlbeteiligungszahlen in Ländern etwas mit der Suche
nach Protest und einer Protestpartei zu tun haben? Ob der Abschied
von der „sozialen Marktwirtschaft“ so etwas nicht noch befördert?
Fragen über Fragen.
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