Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Mittwoch, 26. April 2023
Neugier auf das Andere
Dass Empathie ein äußerst wichtiger Wert für die Weltgesellschaft werden könnte, scheint mir viel zu wenig gesehen zu werden. Dies mag auch im spielerischen Wechsel und Tausch der kulturellen Vorprägungen eine große Rolle spielen. Wir sollten neugierig sein und uns auf „das Andere“ einlassen können - und uns trotzdem der Gefahr bewusst zu sein, die darin liegt, dass andere Überzeugungen oft zu Gewalttätigkeiten führen. Eine solche Gewalt mag auch durch soziale Ausgrenzung bedingt sein. Oder dass Selbstgewissheiten und Identitäten oft daran gehängt werden, wie wehrhaft und angriffslustig man sich gibt. Hier gilt es, unseren „freundlichen“ Standpunkt klar zu machen. Wer an grundsätzlichem Austausch interessiert ist, sollte an dieser Stelle wohl möglichst informiert vorgehen. Auf einer anderen Ebene könnte mit Empathie auch so etwas wie nebeneinander her existierende Paralellgesellschaften verhindert werden. Eine gelungene Durchmischung kultureller Elemente wäre hier vielleicht dagegen zu setzen. Man könnte sowas ja mal ernsthaft versuchen und nicht nur darüber reden. Das mag in unseren Breiten durchaus schon in der Schule beginnen und betrifft alle beteiligten Seiten. Personen könnten dadurch ein Gefühl dafür bekommen, dass es andere soziale Welten mit ihren eigenen Gültigkeiten gibt, als die, aus der man kommt. Und dass so etwas keinesfalls mit einer Abwertung des Anderen zu tun haben muss, ja, dass es bereichernd sein kann. Andere „soziale Welten“? Das ist das, was ich in diesem Blog zu umkreisen versuche. Die „Reise durch andere Welten“ könnte durchaus bereichernd ausfallen und muss garantiert nicht in Gewalt münden.
Dienstag, 17. Januar 2023
Schöne Neue Welt
Schöngesichter und Showerprobre Harlekine: Mir fällt immer wieder auf, dass immer mehr etablierte „Celebrities“, Weltstars und gestandene Hollywoodgrößen Uhren, Kaffeemaschinen, Parfums und andere Konsumgüter in seriös daher kommenden Clips in farbig grinsenden medialen Kampagnen mit großflächigen Anzeigen empfehlen. Es weiß ja jeder, dass dies mit den persönlich gepflegten Gewohnheiten der jeweiligen „Stars“ gar nichts zu tun hat, dass es eine reine Sache des Vertrags und des gewerbsmäßig übertragenen Images ist. Der Trick geht so: wer dies benutzt, kann sich wie der XYStar fühlen. Ist fast schon so wie das angebetete Standbild der Prominenz. Und…. es klappt auch noch! Shoppen wird auf diese Weise mindestens dreimal so schön! Ach! Übrigens: Comedians, die sich gerne als unabhängig und kritisch inszenieren, - und Fußballspieler sind in solchen Spielchen besonders gut. Und wenn ungehörige Paparazzi über das Privatleben dieser Celebreties berichten oder belichten, ist das denunziatorisch, feige und miserabel. Es interessiert aber die auf den Geschmack gebrachte „gemeine“ Öffentlichkeit. TV-Exklusivinterviews, Homestorys, Klatsch, Plauder- und Liebesgeschichten sind so lange gut, wie sie den „Promis“ nützen. Haben sie aber ein ganz bestimmtes Interesse erweckt, sollen sie tabu sein. Und über allem ein universelles positives Lächeln! Um Parallelen zu entdecken, mag sich unter anderem ein Blick in Aldous Huxleys in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschriebenes Buch „Schöne Neue Welt“ lohnen.
Samstag, 11. November 2017
Borneo ist überall
Es scheint ja inzwischen zu etwas wie einem
ökologischen Gemeinplatz geworden zu sein, zu behaupten, dass alles
mit allem zusammen hänge. Doch wie sieht die Tatsächlichkeit aus?
Wenn wir aus dem Auto steigen und feststellen, dass etwa selbst nach
längeren Fahrten keineswegs alles verklebt ist mit Insekten? Im
Gegenteil, dass sie relativ rar sind? Wenn wir beiläufig erfahren,
dass bis zu 58 000 Arten pro Jahr aussterben? Damit wollen wir dann
nichts zu tun haben. Aber aus übergeordneter Warte heraus könnte
man fragen: was für seltsame Lebewesen sind diese Menschen? Rotten
alles andere außer sich selbst aus, möglicherweise um eines
wirtschaftlichen Vorteils willen? Denn im Supermarkt, da wollen wir
schon günstig einkaufen, da darf's und soll's nicht etwas mehr
kosten als das, was halt so der Marktpreis ist: für Gemüse und
Obst, das in Monokulturen angebaut wird und für das etliches Gift
versprüht wird. Hm, was sind eigentlich Arten? Selbst über diese
Frage gibt es in den Wissenschaften unterschiedliche Ansichten, was
ja durchaus normal ist. Wie werden diese Arten beeinflusst, durch die
Umwelt, durch das Wetter, in welchem Wechselspiel stehen sie damit?
Was haben wir mit Borneo zu tun, außer den Palmölplantagen, für die inzwischen mehr als die halbe Insel gerodet wurde und die mit ihrem Öl unseren E10 Treibstoff zum Ökotreibstoff machen sollen? Hm, die EU ist da ganz vorne dran. Die Orang Utans, deren Lebensgrundlagen damit „beseitigt“ werden, sind hinten dran. Diese wunderbaren Wesen, diese Waldmenschen, mit denen dann auch noch illegal gehandelt wird. Der Lambir-Hills-Nationalpark im Westen der Insel Borneo. Dieser war einst einer der vielfältigsten Wälder der Welt gewesen. In den vergangenen drei Jahrzehnten aber verschwanden dort aber etliche größere Tiere wie Flughund, Malaienbär, Gibbon und Rhinozeroshornvogel aus dem Park. Übrig bleiben kleinere Tier, die für Jäger kaum interessant sind. Das ist auch Borneo. Ob dies mit uns zusammenhängt?
Was haben wir mit Borneo zu tun, außer den Palmölplantagen, für die inzwischen mehr als die halbe Insel gerodet wurde und die mit ihrem Öl unseren E10 Treibstoff zum Ökotreibstoff machen sollen? Hm, die EU ist da ganz vorne dran. Die Orang Utans, deren Lebensgrundlagen damit „beseitigt“ werden, sind hinten dran. Diese wunderbaren Wesen, diese Waldmenschen, mit denen dann auch noch illegal gehandelt wird. Der Lambir-Hills-Nationalpark im Westen der Insel Borneo. Dieser war einst einer der vielfältigsten Wälder der Welt gewesen. In den vergangenen drei Jahrzehnten aber verschwanden dort aber etliche größere Tiere wie Flughund, Malaienbär, Gibbon und Rhinozeroshornvogel aus dem Park. Übrig bleiben kleinere Tier, die für Jäger kaum interessant sind. Das ist auch Borneo. Ob dies mit uns zusammenhängt?
Dienstag, 15. November 2016
Obsoleszenz (3)
Obsoleszenz hat auf sehr direkte Weise mit dem
Bestreben nach Profit zu tun, dem Hauptanliegen von Managern eines
Produktes. Wenn ich die Qualität dieses Produkts langsam sinken
lasse, wenn ich z.b. Kunststoff statt Metall verarbeiten lassen, was
tendenziell billiger ist und auf diese Weise die Kosten senkt, so
spare ich ein und senke die Qualität des Produkts, ohne dass es der
Konsument merken kann. Der Wettbewerber macht natürlich genau
dasselbe. Der Konsument müsste, um die Qualität eines Produkts
halbwegs glaubhaft abschätzen zu können, Parameter wie
„Betriebszeit bis zum möglichen Defekt“ kennen. Da er dies aber
nicht tut, ist er den Mechanismen des gewollten Verfalls schutzlos
ausgeliefert. Was ist ökonomische Logik dabei? Beispielsweise: ein
gesättigter Markt. Wie kann ich den Profit anheben? Durch die
schlechtere Verarbeitung von Produkten, durch die Einsparung bei den
verarbeiteten Teilen, was eine unmerkliche Abwärtsspirale in Gang
setzt, die zur Folge hat, dass Produkte immer schneller defekt sind
und ersetzt werden müssen. Einzige Bedingung: der Kunde darf es
nicht merken. Denn ansonsten würde er zur Konkurrenz wechseln, die
dasselbe Spiel jedoch schon längst auch praktiziert. So können die
nach außen (im „Markt“) sichtbaren Kosten gehalten werden und
der Gewinn kann trotzdem gesteigert werden.
Donnerstag, 10. November 2016
Obsoleszenz (2)
Was Obsoleszenz ist?
Drucker gehen blitzschnell kaputt und sind nicht zu reparieren. Die
Tonerkartuschen darin melden, sie seien leer. Lässt man das Gerät
aufschrauben, so kann sich herausstellen, dass sie gar nicht leer
sind und bei entsprechender Manipulation und Neueinstellung des dazu
gehörigen Chips noch lange Dienst tun können. Zwei Drittel aller
Flachbildschirme fallen irgendwann aus, weil Elcos kaputt gehen.
Diese Teile sind sehr billig, aber in den Geräten oft auffällig
falsch verbaut oder falsch dimensioniert, so dass sie in absehbarer
Zeit kaputt gehen müssen....., - müssen? Ein Schelm, wer sich Böses
dabei denkt. Beispiel Waschmaschinen: früher hat man sehr viel mit
Stahl und Eisen hergestellt. Heute ist das oft aus Kunststoff, was
die Haltedauer deutlich absenken kann. Ersatzteile sind meist sehr
teuer oder von vornherein nicht zu beschaffen. Sie sind billiger
klar, halten aber auch nicht lange. Spezialisten rechnen aus, was
dies der Firma am Gewinn bringt. Handys? Smartphones? Akkus sind oft
fest verklebt, so dass gar keine Alternative zum Neukauf bleibt. Auch
werden gerne bizarre Schräubchen und Gewinde eingesetzt, die jede
Reparatur von vornherein unterbindet. Erstaunlich auch Glühbirnen.
Vom Bauprinzip her könnten sie ewig halten. Doch 1926 trafen sich
die Vertreter der Herstellerfirmen und verabredeten, dass eine
Glühbirne nicht mehr als 1000 Stunden halten solle, - was bis heute
gilt, selbst unter den Bedingungen, die nach der EU-weiten
Abschaffung der Glühbirne zugunsten einer meist Quecksilberhaltigen
und deshalb schwierig zu entsorgenden „Energiesparlampe“ gelten.
Wie man wohl so etwas nennt? Ob der Begriff „Kartell“ angemessen
ist? Ob durch solche Verabredungen und Beeinflussungen von
Haltbarkeit der Umsatz der Firmen angekurbelt werden soll? Insbesondere der Gewinn? Wem das wohl nützt? Wer sind „die
Konzerne“? Sind das Kapitalzusammenballungen, Organisationen, die
sich zum Ziel gesetzt haben, möglichst viel Gewinn zum Nutzen ihrer
Aktionäre zu machen? Ob Obsoleszenz öffentlich diskutiert wird? Welche Rolle dabei die EU spielt? Nichts Genaues weiß man dort nicht. Es gibt Grenzfälle.
Abwiegelungen. Da sind Mutmaßungen, Indizienbeweise und Ähnliches.
Die Entscheider mauern gewaltig. Es wird nichts zugegeben und alles
bestritten, was Obsoleszenz angeht.
Dienstag, 25. Oktober 2016
"Hallo Du!"
„Hallo Du!“. Wer heute auf Partnersuche ist,
sucht im Internet. Mit der richtigen App findet man jede Menge
Kandidaten. „Hi Süße!“. Fesselspiele am Wochenende,
Swinger-Vergnügen zwischendrin, Speed-Dating mit Zungenspielen:
alles ist möglich. Schnell muss es gehen. So geht Flirten heute. Flirten ist wie
Geschäfte machen. Gibst du mir, so gebe ich dir. Ein Austausch. Ein
Preisabgleich. Digital. Automatisiert. Anonymisiert. Und wie sieht's
im „Geschäftsleben“ aus, im Berufsleben? Jedermann nennt
jedermann „Du“. Das kommt aus dem Englischen und ist global.
Verpönt ist diese typisch deutsche Distanzierung, die da noch
differenzieren will und keine falsche Erwartungen aufkommen lassen
will. Aber genau das ist es, was Unternehmensführung will, wenn sie
das „Du“ einführt: mit Erwartungen spielen. Chefs zwingen ihre
Untergebenen, sie zu duzen. Das schafft scheinbares Vertrauen,
scheinbare Nähe. Ob damit Hierarchien abgebaut werden oder ob sie
flacher gehalten werden, wie das Ideal verspricht? Skepsis erscheint
angezeigt. Ob wir nicht doch etwas differenzieren sollten, ob alles
auf einem Austausch auf gleicher Augenhöhe beruht? Wer eine
Gehaltserhöhung will, dürfte es mit seinem „Du“ nicht
unbedingt einfacher haben. Es setzt voraus, dass beide Beteiligten zwischen der
persönlichen und der Sachebene unterscheiden können. Und das ist
nicht immer gegeben. Wie sieht es da beim „Dating“ aus? Da
scheint das meist auch nicht gegeben. Alle Beziehung scheint auch da
eine Frage des ökonomistischen Ausgleichs.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Arschbombe und Stürmerfoul
Notizen zu Songtext:
Arschbombe und Stürmerfoul
Enhancement und Sauerkraut
geh geh – das tut weh
Dienstwagen und Sterbeurkunde
Vanillesauce mit Himbeereis
Vanillepudding mit Himbeeren
Du bist doch da, wo du gehst
Ringelpiez und Zero Clown
Austauschspieler
Es gibt immer einen anderen
Der ist nicht unverschämt, sondern einfach noch besser.
Der zieht voll durch
Der macht’s für Geld
Der geht mit’m Preis nicht runter
Der ist ein harter Hund
Fallout in Übersee
Salto fatale salto rückwärts vorwärts
Deutschland bewegt sich
Wir kommen immer an
Egal wo und wie verspätet
Wir sind mittendrin
Ich gratuliere zum Versagen
Zum Versprecher
Es war so wundervoll
Der
Wir sind so arbeitslos und arbeitssuchend
Wollen das Rädchen im Getriebe geben
Lichthupe und 6Zylinder
Leichtfertig vergebene Elfmeterchancen
Verstolpert versiebt vergeben vorbei
Arschbombe und Stürmerfoul
Enhancement und Sauerkraut
geh geh – das tut weh
Dienstwagen und Sterbeurkunde
Vanillesauce mit Himbeereis
Vanillepudding mit Himbeeren
Du bist doch da, wo du gehst
Ringelpiez und Zero Clown
Austauschspieler
Es gibt immer einen anderen
Der ist nicht unverschämt, sondern einfach noch besser.
Der zieht voll durch
Der macht’s für Geld
Der geht mit’m Preis nicht runter
Der ist ein harter Hund
Fallout in Übersee
Salto fatale salto rückwärts vorwärts
Deutschland bewegt sich
Wir kommen immer an
Egal wo und wie verspätet
Wir sind mittendrin
Ich gratuliere zum Versagen
Zum Versprecher
Es war so wundervoll
Der
Wir sind so arbeitslos und arbeitssuchend
Wollen das Rädchen im Getriebe geben
Lichthupe und 6Zylinder
Leichtfertig vergebene Elfmeterchancen
Verstolpert versiebt vergeben vorbei
Du
klingst wie, bist wie,
fühlst
dich austauschbar
bist
ein eitles Teil dieser Welt
eingebildet
sein gelingt nicht
ausgebildet
ist schon etwas schwierig
und
so schmierig
bist
ein Nichts
weniger
noch
spürst
das nicht
weil
Du immer in Dir bist
nichts
von außen sehen kannst
in
Dir bist Du eine Königin
außer
Dir bist Du nichts
ein
Stück Scheise
eingetütet
und als Eiskugel geformt
der
Star unter Mistkäfern
cool
bis an die Krause
und
immer für einen Spass bereit
die
Schenkel macht hoch, macht weit und breit
es
kommt der Herr der Herrlichkeit
(der
Beharrlichkeit)
Sonntag, 29. Mai 2016
Kommunikation und Zeitgeist
Es gilt die Ökonomisierung aller Lebensbereiche bei
den Partnerbörsen und dem „Onlinedating“ mit der ständig damit
einhergehenden Vermutung: man könnte ja noch was besseres finden, da
ist menschliche Beziehung als Konsum mal hier und dort, da ein
Austausch von Gütern, was hast du mir zu bieten? Angebot und
Nachfrage gelten durchweg, wer etwas will, ist im Nachteil. Damen
geben sich erst hochmütig und werden dann selbst zu Sklaven, die
sich schlagen lassen und Schlimmeres. Menschen verdinglichen sich,
machen sich selbst zu Wegwerfartikel, es heißt, man sei „chronisch
untervögelt“ und brauche deshalb dringend einen Artikel..... man
selbst ist dann der Artikel, den man meistbietend anbietet auf einem
Markt der Möglichkeiten, von denen Provisionen abgezogen werden. Da
ist meist ein Bildchen als Aushängeschild, ein Vergleich von Preis
und Angebot, eine kurze Beschreibung und Typisierung, dann der
Kontakt und der Austausch von Körperflüssigkeiten, es ist ein Geben
und Nehmen, wobei der Partner egal ist, er ist der Lieferant seiner
Gegebenheiten, Hauptsache der Preis stimmt, es ist ein knallhartes
Austauschverhältnis. Subjekt wird zu Objekt, es werden Waren gemacht, die sich selbst dazu machen. Und der Mensch? Er hat keine Zeit, ist zu alt
oder zu jung, - Gleiche suchen Gleiche und machen sich gerne zum
Wegwerfartikel, finden nichts dabei, da ist „Verdinglichung“
anhand eines Bildchens, da ist ein sozialer Rahmen, den bestimmte
Portale durch Eingrenzung von vornherein zu unterlaufen
versuchen...ein Code des sachlichen Austauschs, dabei würde unter
Menschen der Code etwas Komplexes sein, das berichtet von anderen
Sphären, anderen Person, anderen Möglichkeiten und Horizonten.
Dafür haben wir keine Zeit, Energie und Bereitschaft. Es herrscht
die Verdichtung, hin auf etwas Dingliches, auf eine Funktion.
Sonntag, 15. Mai 2016
Nachdenken über Annäherung
Intellektuelle aus dem akademischen Elfenbeinturm
machen sich gerne in ihrer nun auch nicht mehr im vollen ökonomischen
Sinne geschützten Zone (Im Wettbewerb um vom Staat geschützte und
ökonomisch bedachte „Stellen“ machen sie sich gerne mit einer
Flut von Veröffentlichungen und Arschkriechereien ihren akademischen
Betreuern gegenüber gegenseitig übereinander her.... der Wettbewerb
heißt wie überall: wer ist die/der Beste? (in Wirklichkeit: wer kann sich am besten anpassen?)) lustig über die Nichtdenker, über
diejenigen, die denjenigen blind anhängen, die ihnen die Richtung zu
weisen scheinen. Sie nennen dieses Phänomen gerne Populismus.
Erklärungsmuster: Sich negativ abgrenzen gegenüber allem, was
Populisten als fremd und unpassend empfinden, schafft Popularität. Es läuft auf das Gegenteil von
Empathie hinaus. Am meisten verhasst ist ihnen in diesem Zusammenhang der
Begriff der „Leitkultur“, der doch gewisse Werte aufstellt, die
ins Raster dieser Diskussionsintellektuellen nicht so recht zu passen
scheinen. Gewisse Eigenheiten sollen sich bei (ihrer) genaueren
Betrachtung auflösen in ein unreflektiertes Geschwafel, der alles
gleich und für gleich erklärt. Menschen halt. Globale Menschen. Schön könnten aber gerade die
Unterschiede sein, über die wir ins Gespräch kommen könnten, die
uns gegenseitig bereichern könnten, die uns neue Sichten auf die
Welt ermöglichen könnten. Es könnte sein, dass nicht die
Gleichmacherei uns ein Stück weiter auf dem Weg einer
wohlverstandenen Globalisierung bringen könnte. Es könnte sein,
dass das Staunen über andere Möglichkeiten des Erlebens und
Begreifens uns gegenseitig bereichern könnte. „Das Fremde“
besser kennen zu lernen, könnte geradezu das Ziel für uns sein. Es
anderen Menschen (auch der intoleranten halsabschneiderischen Art) zu
vermitteln, könnte ein Ziel sein. Den Dialog erlernen. Das
Diskutieren darüber. Das „Sich-Zurücklehnen“ und dann die
Gemeinsamkeit finden, - nicht im Sinne eines faulen Kompromisses,
sondern im Sinne eines „Gegenseitig-auf-sich-Zugehens“. Dass dies auch über fragile Übergangszustände passieren könnte, müsste natürlich Konsens sein.
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Donnerstag, 10. März 2016
Erlebte Utopie
Wie das war? Wir kramten heute zusammen in den
Hinterstuben unseres Bewusstseins. Wir gingen zusammen eine Stunde
lang in ein Museum, eine Galerie. Flashlight. Kunst. Wir waren
beeindruckt und wir tauschten uns anschließend darüber aus. Welche
Ebene hat das Bild von Picasso in dir angesprochen? Findest du
nicht, dass es etwas Mönchisches hat? Etwas in sich selbst
Versunkenes? Woher kommt es, dass dies diesen Eindruck so gut
zusammenfasst? Dass es ihn ganz persönlich für mich zu fokussieren
scheint?
Wir gestanden uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Auch das eine Frage von Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente, die Gestimmtheiten, das Tempo und unsere Oberflächen sind zu unterschiedlich. Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir - so schien es......einst.....
Wir gestanden uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Auch das eine Frage von Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente, die Gestimmtheiten, das Tempo und unsere Oberflächen sind zu unterschiedlich. Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir - so schien es......einst.....
Freitag, 20. November 2015
Empfehlungen der Celebrities und anderer Promis
Mir fällt auf, dass immer mehr „Celebrities“ und
gestandene Hollywoodgrößen Uhren, Kaffeemaschinen, Parfums und andere
Konsumgüter in farbig grinsenden medialen Kampagnen mit
großflächigen Anzeigen empfehlen. Es weiß ja jeder, dass dies mit
den persönlich gepflegten Gewohnheiten der jeweiligen „Stars“
nichts zu tun hat, dass es eine reine Sache des Vertrags und des
gewerbsmäßig übertragenen Images ist. Der Trick geht so: wer dies
benutzt, kann sich wie der XYStar fühlen. Ist fast schon so wie das
angebetete Standbild der Prominenz. Und es klappt auch noch! Shoppen wird auf diese
Weise mindestens dreimal so schön! Übrigens: Comedians, die sich gerne als unabhängig und kritisch inszenieren, sind darin besonders gut. Und wenn ungehörige Paparazzi
über das Privatleben dieser Celebreties berichten oder belichten, ist
das denunziatorisch, feige und miserabel. Interessiert aber die auf
den Geschmack gebrachte Öffentlichkeit. Homestorys, Klatsch,
Plauder- und Liebesgeschichten sind so lange gut, wie sie den
„Promis“ nützen. Haben sie aber ein ganz bestimmtes Interesse
erweckt, sollen sie tabu sein. Und über allem ein universelles
positives Lächeln! Um Parallelen zu entdecken, mag sich ein Blick in
Aldous Huxleys in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
geschriebenes Buch „Schöne Neue Welt“ lohnen.
Donnerstag, 16. Juli 2015
Bionic Days
Ein weißer Hai scheint gestern vor Florida bei der Jagd nach Möwen gestrandet zu sein. Sowas ist natürlich von den Medien vielbeachtet. Der Mythos ist halt groß und erzeugt jenes Kribbeln, das Medien gerne verkaufen.Doch dazu zwei Beispiele aus der Bionik: Haie
brauchen zu ihrer Fortbewegung offenbar sehr wenig Energie. Ihre Haut
besteht aus winzigen Schuppen mit einem Grad in der Mitte. Zwischen
den Graten bildet sich eine dünne Wasserschicht, die beim Schwimmen
den Reibungswiderstand verringert. Schwimmbegleitung aus solchen
Fasern gibt es mittlerweile mit genau diesen Eigenschaften. Eine
solche Haihaut eingebaut an wichtigen Stellen kann starke Vorteile
verschaffen, eine Erkenntnis, die zuerst Sportler mit ihren
Schwimmanzügen für sich ausgenutzt haben, indem sie so ihren
Wasserwiderstand verringert haben. Diese Vorgänge sind etwa 10 Jahre
her. Mittlerweile sind solche Erkenntnisse auch in die Herstellung
von Massenware eingewandert.
Es zeigt sich, dass die Evolution im
Laufe von Milliarden von Jahren Möglichkeiten gefunden hat, die wir
uns viel mehr zunutze machen könnten. Dabei ist es möglicherweise
nicht sehr förderlich, sich technologisch der Natur überlegen zu
fühlen. Immerhin sind die „Try and Error“-Phasen, also die
Testerprobung mit der der Natur nicht zu vergleichen. Energie und
Mobilitätsprobleme lassen sich vielleicht im Einklang viel besser
bewältigen, indem Möglichkeiten genutzt werden, wie sie die Natur
in sehr langen Testreihen, also der Evolution hervor gebracht hat.
Schaben können an Wänden
hochklettern. Wie das? Winzige Widerhaken an ihren Beinen finden an
der kleinsten Unebenheit Halt. Die Technik, mit der die Schaben ihre
Widerhaken einsetzen, ist dabei entscheidend und Wissenschaftler
haben genau diese Technik mit Robotern umgesetzt. Fliegen klettern
mühelos vertikale Glasflächen hinauf, obwohl es keine Unebenheiten
gibt, wo sie sich festklammern könnten. Das Klettern gewährleisten
winzige Häarchen an den Fliegenbeinen. Am Ende jedes Haares befindet
sich eine Art Verbreiterung. Mithilfe einer öligen Flüssigkeit, die
die Fliege ausscheidet, haften diese Verbreiterungen an glatten
Oberflächen. Aber es geht auch noch einfacher, ohne diese klebrige
Flüssigkeit: zum Beispiel bei Laubfröschen. Auch bei ihnen sind die
Beine mit einer klebrigen Substanz überzogen. Aber der Mechanismus
ist ein anderer: das Sekret der Frösche ist kaum dickflüssiger als
Wasser. Also ist es nie klebrig genug, um den Frosch auf der glatten
Fläche zu halten. Trotzdem gelingt ihnen ihr Vorhaben. Ihre
Fußsohlen weisen ein Muster ein Muster aus achteckigen Plättchen
auf, die beweglich sind um sich dem Untergrund anzupassen. Winzige
Beulen auf der Oberfläche der Plättchen bieten ausreichend
Reibungsfläche, um den Frosch auf der Glasplatte zu halten. Ob so
etwas in die Reifentechnologie eingehen könnte?
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