Reise durch Wirklichkeiten

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Mittwoch, 5. August 2026

Demokratie, Markt und Mitbestimmung

Ob mich immer noch der Spruch eines Politikers verfolgt, man solle doch das Denken und Handeln über eine Klimastrategie gefälligst „den Profis“ überlassen? Ob mich das schlagartig zu einem neuen Nachdenken über die Möglichkeiten der Demokratie gebracht hat? Ob ich dadurch Parallelen und Entwicklungen klarer gesehen habe und ob mir gewisse Parallelen zu den einstigen Äußerungen der „offiziellen“ deutschen Politik bezüglich einer„Alternativlosigkeit“ und den Möglichkeiten einer „marktkonformen Demokratie“ noch stärker aufgefallen sind? Ob da eine selbsterklärte „Elite“ sich eines bestimmten Diskussionsraumes bemächtigen will, ob sie die darin liegenden Möglichkeiten nach ihrem eigenen Gutdünken einschränken und definieren will und ob sie alle Macht „den Profis“, den Experten und professionellen Machtverwaltern überantworten will? Ob das demokratisch ist oder ob darin eine gewisse Arroganz der Mächtigen liegt? Ob der öffentlich diskutierte Raum der Alternativen zugunsten eines von „Profis“ und scheinbaren „Experten“ eingeschränkten Raumes eingeschränkt und zur Alternativlosigkeit erklärt werden werden soll? Ob der Markt die alles entscheidende Größe und das Souverän ist, - nicht etwa das „Volk“? Ob auf dem Markt gewisse politische (Nicht-)Handlungen besser „verkauft“ und nicht etwa erklärt werden müssen? Eine konsequente neoliberale Haltung könnte dahinter stehen. Und ob das globale Aufkommen eines Populismus mit der derart dem „Volk“ zugeschriebenen Unmündigkeit zu tun hat? Mächtige, die so etwas behaupten, glauben doch auch an die Dummheit des Volkes, das den Entscheidungen der „Eliten“ nicht mehr folgen kann oder gar zu bequem, unbeweglich, faul und unfähig dazu ist…

Freitag, 17. Juli 2026

Töne und Alarm

Pieptöne überall! Da piept‘s doch! Man ist aufgeschreckt. Man rennt. Man stolpert. Es blippt jetzt mit anderem Sound. Ist`s die Haustür‘? Nein, man war aber schon hinaus gestürzt gestolpert und gefallen. Man muss sie nur deuten können, diese Töne. Kann ich aber nicht. „Nachricht eingetroffen… blipp! Ach! Was für Nöte sind denn das? Nicht mehr auf der Höhe der Zeit? Man fragt sich Fragen, auch der seltsamen Art. Bloß, weil man alt ist. Wow. Das müsste eigentlich automatisch gehen. Bin ich falsch programmiert? Bei diesen Digitaltönen dabei sein, Digital Native? Müsste man das? Dressiert sein? Es sollen jetzt Klimaanlagen her. Im großen Stil. Die „Amis“ würden es uns vormachen. So eine klugscheißerische Dame im TV. Ob aber die „Amis“ die richtigen Vorbilder sind? Ob sie etwas, nur etwas (!), mit Ökologie am (Cowboy-)Hut haben? Sollen wir langsam uns der Trump-Welt annähern? Unwillkürlich? Ja klar, Trump-Bashing kann jeder! Wer sich unterscheiden kann, bewundert so einen. Oder sollen – wie sozial! - Krankenhäuser und Pflegeheime jetzt erstmal in den Genuss dessen kommen? „Leben statt leiden“? Das Schlagwort schlägt. Man müsste sachte abwägen, aber doch nicht so agitieren. Wer in die USA blickt, sieht, dass da nicht nur Krankenhäuser und Pflegeheime Klimaanlagen haben. Tatsache ist wohl, dass Klimaanlagen im großen Stil viel Energie verbrauchen. Man müsste sowas ausgewählt gegenrechnen können. Den Nutzen gegen den Schaden. Aber so? Einfach pauschal Klimaanlagen fordern? Und die (vorhersehbare) Meinung der Grünen grinsend ignorieren…. Es piept schon wieder. Jemand hat etwas entgegnet, einen Kommentar zu etwas abgegeben. Ich muss das ein. Ich muss wach sein. Ich muss pfiffig sein. Kreativ. Überraschend. Muss vielleicht Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Muss man das?

Montag, 11. Mai 2026

Veränderung

Ein würdevolles Leben führen. Als Ziel. Für alle. Jetzt und in Zukunft. Als eine Art riskanter Sprung in die Zukunft. Eingeführt in eine Normalität, in eine Selbstverständlichkeit, die alle Menschen umgeben soll. Alle. Technologische Möglichkeiten dazu könnten bereits vorhanden sein. Bleibt nur noch die soziale Polarisierung: den einen Menschen soll es möglich sein, den andern nicht. Oder? Wir sind da hinein geworfen. Müssen uns damit auseinander setzen. Wir aber haben unter Umständen damit zu tun, von einem Tag in den nächsten zu kommen. Müssen Demütigungen und Diskriminierungen trotzen, so gut es geht. Müssen Pech verkraften. Wie konnte das möglich sein, dass noch vor kurzer Zeit Frauen nicht wählen durften?, so fragt man sich schon heute. Man kann es sich nicht mehr vorstellen. Die Entwicklung scheint in kürzester Zeit fortgeschritten. So könnte es auch mit einer Energiewende sein. Es könnten sich zunächst diejenigen zusammenfinden, die die Vision haben und dafür etwas verändern wollen. Es scheint zunächst, als passiere nichts. Doch dann wird ein Problem gesehen. Es wandert das Angestrebte, das Ziel, unaufhaltsam in die Normalität ein. Bedenken und Argumente dagegen sind natürlich präsent. Aber es steht im gesellschaftlichen Raum die moralische Aufforderung: eigentlich müsste man, sollte man...., aber... Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze etc. ... Es bilden sich zudem Gruppen, die alles verdrängen wollen, die Probleme leugnen und damit zunächst viel Zulauf finden. Doch dann vollzieht sich der Sprung. Eine Umorientierung setzt sich fest. Wahrscheinlichkeiten bröckeln. Etwas wird da sein. Ein Thema wird immer wichtiger. Gewisse Menschen werden das ziehen. Rückblickend wird es kaum zu begreifen sein, dass man nicht schon viel eher in die richtige Richtung abgebogen war. „Normal“ ist etwas anderes geworden.

Sonntag, 19. April 2026

Aufgeregt

Gestern kam ein hochaufgeregter älterer Herr auf mein Auto zu und drohte mir, - er schwang seinen Gehstock, - als ich den Motor im Leerlauf (!) laufen ließ, um ein Telefonat zu tätigen, das länger dauerte als ich zunächst annahm. Er gestikulierte wohl „Ausmachen…..!“ (Ich konnte das nur erraten). Ob's um das CO2 ging? Um was eigentlich...? Er wirkte dabei sehr aufgebracht. Ich fuhr schließlich ab. Für einen Moment hatte sich mir aber etwas wie „Stimmung“ offenbart: Es herrscht offenbar Gleichgültigkeit und gleichzeitig Nervosität, während sich „die Unteren“ gegenseitig ausnehmen, bedrohen und beschimpfen. Das mittelalte Führungspersonal grinst dazu und sorgt etwas mangelhaft für Verwahrung. Sie halten die Vorläufigkeit konsequent für die Endgültigkeit. Sie steigen konsequent in ihre dickschiffigen SUVs, lassen an und fahren ab.....

Donnerstag, 9. April 2026

Es soll und muss und kann

Es müssen Lebensgewohnheiten geändert werden. Es muss umgedacht und -gefühlt werden. Ob da Ablassbriefe helfen, mit denen man sich glaubt, freikaufen zu können? Wenn ich dies oder jenes finanziere, dann tritt dies oder jenes nicht ein? Berichte des Weltklimarats haben noch einmal aufzurütteln versucht. Doch mächtige Ölbosse bezeichnen alles Derartige jetzt als „Klimalüge“. Klimawandel, eine einzige Lüge. wenn ich raus schaue, scheint alles weiterzugehen, wie bisher. Ein paar „Bessergestellte“ versuchen aktiv und so richtig avantgardistisch, das richtige Leben vorzuleben. Sie machen alles richtig, so glauben sie und fühlen sich dabei so richtig gut (besser). Die meisten Leute tun aber so, als sei das alles Hysterie. Es wird wohl angegeben, vorgetäuscht und lustig weiter in alle Welt hinaus geflogen, Arm und Reich müssen nach wie vor scheiden, Obsoleszenz ist als wirtschaftlicher Treiber akzeptiert, die Bahnpreise bleiben weiterhin unbezahlbar und fröhlich neubäuerisch wird Glyphosat ausgebracht, sie werfen Lebensmittel weg, mein Abfalleimer quillt über, ich ersticke im Dieselgeruch der Busse, sie fahren ihre fetten SUVs und Dickschiffe jetzt noch einmal ungenierter, sie pochen auf „Wachstum“ und palavern von „Wohlstand“, sie beklagen den Ausfall eines millionenschweren Fußballers, während Leute auf der Flucht ersaufen und Kriege geführt werden und und...und…....

Samstag, 21. Februar 2026

Politmobilität

Es kommt einem so vor, als würden „Verantwortungsträger“ und Entscheider in dieser deutschen Gesellschaft das Problem „Klimawandel“ nicht mehr ganz ernst nehmen. Jedenfalls scheinen das Problem viele von ihnen nicht auf sich selbst und ihren Bereich zu beziehen, was sich auch daran zeigt, dass sich laut einer Meldung sämtliche Spitzenpolitiker in Riesenkarossen durch die Landschaft fahren lassen. Es fiel mir selbst schon früher auf, aber ich hoffte, dass hier besondere Maßnahmen eingeführt worden seien dergestalt, das stillschweigend nur gewisse, auf den neuesten technischen Stand gebrachte Karossen gebraucht würden. Pustekuchen. Wieder einmal muss man sich getäuscht sehen. Der Politikverdrossenheit und dem allgemeinen Misstrauen Politikern gegenüber ist sowas womöglich extrem förderlich. Das Misstrauen wächst, ohne dass dies große Schlagzeilen erzeugen würde. Dass sich jetzt wohl eine „prominente“ Person im Zug durch deutsche Landen dabei ablichten lässt, wie sie neben Koffern am Boden kauert, mag zwar eine realistische Perspektive für jedermann abgeben. Dass sie offenbar aber eine Teilstrecke im 1. Klasse-Abteil saß und sich mit allerlei Annehmlichkeiten verwöhnen und umsorgen ließ, bleibt fotomäßig offensichtlich unbeachtet. Offenbar ist diese Person inzwischen von zahlreichen PR-Agenten umgeben, die ihr nicht immer die richtigen Ratschläge geben. Jedenfalls mag auch so etwas ein gewisses Misstrauen in allgemein kolportierte Images erwecken. Dass bei solchen zweifelhaften Aktionen die Umwelt weit über Gebühr belastet wird, scheint den Entscheidungsträgern egal. Klimawandel hin oder her. Hauptsache Geld und Wachstum.

Montag, 16. Februar 2026

Wachstum

Ich habe auf einem Zettel folgende Notiz gefunden, die möglicherweise in diesem Blog schon erschienen ist. Nicht nur in diesem Blog! Ich habe sie aber aus aktueller Sicht versucht, zu bearbeiten. Was dabei heraus gekommen ist, ist hier zu lesen: Die Lotterie des Lebens bedeutet: wir leben hier noch in einer Gesellschaft der bürgerlichen Grundrechte, in der zwar dem Wirtschaftswachstum vieles geopfert wird, aber im Scheine einer großen sozialen Ungleichheit noch nicht die Bürgerrechte, den Rechtsstaat, die Demokratie. Gleichwohl ist – nicht zuletzt durch manche Provokation! - um diese Werte ein heftiger Kampf entbrannt. Wie gut diese Werte mit dem Wert Wachstum zu vereinbaren sind, mag erst mal dahingestellt bleiben. Auch seltsam toughe und durchoptimierte Ministergesichter spiegeln diese Spannung in Deutschland wieder. In anderen Staaten (besonders denjenigen mit gewissen autoritären Zügen, die mit „bürgerlichen Grundwerten offenbar nicht allzu viel anfangen können...) scheint dagegen das Wachstum über alles zu gehen, sogar über das menschliche Leben. Führer schwingen sich auf, erobern oder behaupten die Spitze, bis auch sie unter Umständen sogar niedergemetzelt werden. Das Leben in seiner vitalistischen Funktion erlebt auch heute noch fröhliche und dekadente Urständ': Fressen, Saufen, Ficken. Oder wie T.S. Elliott es ausdrückte: „Birth, Death, Copulation, that's all....“. Fortschritt könnte bedeuten, einen kleinen zivilisatorischen Schritt darüber hinaus zu wagen, - weil wir Menschen sind. Vielleicht. Dass dieser Gedanke weltweit auf dem eindeutigen Rückzug erscheint, gehört zur großen Tragik des menschlichen Geschlechts, genau so, wie die selbstverursachte Klimakatastrophe, die damit verbundene Umweltzerstörung und das Artensterben. Der Mensch will sich wohl als „Alleinherrscher“ die Erde untertan machen. Dabei könnte alleine schon der Ausbruch eines Supervulkans seine Existenz in kurzer Zeit vernichten. Von Bedrohungen aus dem Weltraum wie etwa niederstürzenden Meteoriten oder Asteroiden ganz zu schweigen. Woher nimmt der Mensch seine Arroganz, seinesgleichen gegenüber, aber auch der Erde und ihren Geschöpfen gegenüber? Es ist leicht, solche Überlegungen als „moralisch“ oder ideologisch abzuqualifizieren, sie als untauglichen Versuch darzustellen, über das unvermeidlich Faktische kritisch (also nicht per KI!) nachzudenken. Dabei wäre dies scheinbar „unvermeidliche“ keineswegs so. Es sind dies Denk- und Verhaltensformen, die sich schwache Menschen zu eigen gemacht haben, die glauben, vom gegenwärtigen Zustand profitieren zu können.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Reich-Arm-Mensch

Diese Ungleichheit geht nicht mehr. Irgendwo ist die Grenze, so möchte man meinen. Auf der einen Seite die ärmere Hälfte der Menschheit. Auf der anderen Seite stehen etwa 50 000 reiche Menschen, wie etwa die wohlbekannten Elon Musk, Jeff Bezos und ähnliche Figuren. Diese Gruppe verfügt über etwa dreimal soviel Vermögen wie die andere Hälfte der Menschheit. Glasklare Zahlen. Ob das alles an ihrer „Leistung“ in dieser sich selbst so bezeichnenden Leistungsgesellschaft liegt? Diese Auseinanderentwicklung und Ungleichheit scheint derzeit noch weiter zu wachsen. Komische Figuren meist rechter Gesinnung wie etwa Donald Trump verteidigen dies bis dazu, dass sie solche Ungleichheit als eine Art Menschenrecht im Kapitalismus verteidigen. Meist knüpft sich darn die Leugnung des menschengemachten Klimawandels. Und: Der ärmeren Hälfte der Menschheit fehlt es oft genug an Essen oder an Bildung. Sie hat auch kein Geld dafür, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Dafür verbrauchen die Reichen deutlich mehr an Energie, was für Klimaschaden verantwortlich ist, der vor allem die ärmere Hälfte der Erdbevölkerung trifft. Die ärmeren Menschen, die am wenigsten Schäden verursachen, sind also am stärksten von Klimawandel betroffen. Wir müssen uns hier in Europa die Freiheit nehmen, solche Dinge wenigstens zu erkennen, ohne gleich dem woken „Kommunismus“ zugerechnet zu werden.

Donnerstag, 9. Januar 2025

Prima Klima

Jetzt machen sie wieder Pläne für den Urlaub. „Jetzt buchen! Später wird`s teurer“ predigen die Medien. Jetzt was? Also: Flugreise, Bahn sackt dagegen ab, Urlaubsstress. Kreuzfahrt, Pauschalreise, Privatflieger. Wellness-Erholung, Seele baumeln lassen, - Luxusreise? Mietwagen, Urlaub, Strand…. Klima? „Jetzt nicht“. „Zu spät“, „Wir mit unserem kleinen Anteil werden das Weltklima nicht retten“ Und überhaupt: „Wachstum“? Ist jetzt nötig. Alles für die Industrie. Eine Woche Kreuzfahrt stößt 1000 kg aus, so war zu lesen. Selbst das Elektroauto soll dabei noch gut dabei sein: 2290 kg. Durchschnittlicher Ausstoß pro Jahr. Guter Wille? Wo? Freifahrtschein? ÖPNV? Deutschlandticket. Bringt es etwas, wenn ich mich einschränke? Fleisch? Herje, dazu könnte man viel sagen. Biofrüchte. Wer fragt denn, woher sie kommen und mit welchem (Wasser-) aufwand sie „produziert worden sind? Für diejenigen, die es sich leisten könnten? Muss ich jetzt Vegetarier oder Veganer werden? Aber nur noch erlesenes Bio-Fleisch zu futtern, wäre doch ein Kompromiss, oder?

Samstag, 14. Dezember 2024

Winterfreuden

Jetzt satteln sie wieder die dicken SUVs, um möglichst schnell in die Alpen zu preschen. Wenn bloß diese Staus nicht wären! Diese Straße gehört doch längst mal ausgebaut! Was wir wollen? Mal wieder diese Freiheit auf den Gipfeln genießen! Dieses besondere Gefühl. Cool! Unschlagbar. Manche Seilbahnen funktionieren ja jetzt nach dem „dynamic pricing“-system: Angebot und Nachfrage, Wetter. Wer zu einem bestimmten am meisten zahlt, bekommt das Ticket. Klima, Energie, Nachhaltigkeit? Scheis der Hund drauf! Das gilt nicht für mich. Es gilt der Eigennutz! Kann ich was gegen all die Misstände tun? Ich bin doch nur…... Da brechen zwar öfter immer wieder Abhänge ab. Aber das sollen dann die Politik und die Behörden richten. Man freut sich schon auf „Apres Ski“: Brutale Party? Fressen, saufen, ficken…..Schneemangel? Pisten planieren, Schneekanonen? Beschneiungsanlagen? Was habe ich damit zu schaffen? Wie`s im Sommer hier aussieht, sehe ich ja nicht. Und außerdem schaffen Touristen Arbeitsplätze. Es gibt jetzt Seilbahnkomfort mit Sitzheizung und Wlan.

Freitag, 13. September 2024

Fliegen üben

Wir wundern uns, wie selbstverständlich Medienschaffende im TV erzählen, dass sie unbedingt den nächsten Flieger kriegen müssten. Ich hatte es schon in einem der vergangenen Blogs erwähnt, aber ist die „Flugscham“ völlig verschwunden? Ist es wieder normal, sich in den Flieger (besonders in die Privatflieger!) zu setzen und der Umwelt auf diese Art zu schaden? Es mag ja unumgängliche Termine geben, aber sind diese im vollen Bewusstsein der eigenen eingebildeten Wichtigkeit gesprochenen Absichten unumgänglich? Auch ist noch die Saison der Skifahrer, die sich hier in die teuer ausgestatteten Auto-Kisten setzen, um mit der ganzen Familie an zerstörten Bergpanoramen vorbei auf der Autobahn fest zu stecken, anschließend immer wieder warten, auf das Bezahlen und Befördertwerden in überfüllten Liften. Skikanonen. Auf den Apres-Ski warten. „Schifoan“? Ob das eine Idee des vergangenen Jahrhunderts ist? Noch zeitgemäß angesichts all dessen, was man inzwischen einigermaßen sicher weiß? Was zieht einen zu einem solch seltsamen Vergnügen? Per SUV? Statusbewusstsein? „Naturvergnügen“? Ein teuer bezahltes Gefühl der „Freiheit“? „Freiheit“ auf Kosten von was? „Drüberstehen“? Über was? Ein Glücksversprechen? Zur Freizeitgestaltung? Ein teuer bezahltes Wohlstandsversprechen? X x We are amazed at how naturally media professionals say on TV that they absolutely have to get the next plane. I mentioned it in a previous blog, but has “flight shame” completely disappeared? Is it normal again to get on a plane (especially a private plane!) and harm the environment in this way? There may be unavoidable appointments, but are these intentions, spoken with full awareness of one's own imagined importance, unavoidable? It is also still the season for skiers who get into the expensively equipped car boxes here to get stuck on the motorway with the whole family past destroyed mountain panoramas, then wait again and again to pay and be transported in overcrowded lifts. Ski guns. Waiting for apres ski. “Schifoan”? Is this an idea from the last century? Still relevant given everything we now know with some degree of certainty? What draws one to such strange pleasure? By SUV? Status consciousness? “Nature pleasure”? A dearly paid feeling of “freedom”? “Freedom” at the expense of what? "To stay above"? About what? A promise of happiness? For leisure activities? A costly promise of prosperity?

Montag, 9. Oktober 2023

Wer ist schlauer als "wir"?

Die Symptome eines Zusammenbruchs gab es schon lange. Hemmungslos befriedigten gewisse Leute ihre Profitgier, was ja in der Freien Marktwirtschaft geradezu angesagt und gefordert ist. Ob es dabei auch Langzeitfolgen zu gewärtigen gibt, scheint zunächst dem Funktionieren eines Systems geschuldet und in der Anonymität zu verschwinden. Kalte teilnahmslose Gesichter überall, wenn man durch die Straßen geht. Jeder Mensch ist des Menschen Feind, so hat es einst einst einer gesagt, der sich als Philosoph feiern ließ. Wie wahr das alles wurde! Wie es sich eingegraben hat in Seelen, wie es verinnerlicht wurde! Doch die „Normalität“ brökelt immer weiter: schon werden Sicherheitsdienste engagiert, werden Mauern errichtet und Gewehre geladen. Amokläufe scheinen in Mode zu sein. Terrorismus ist etwas in den Hintergrund gerückt. Wir werden in fremde KI-Welten gezogen, die die Trennung zwischen analoger und digitaler Welt verschwimmen lassen (...was zuvor durch Videospiele etc. längst eingeübt war. Fake News. Alternative Fakten. Die KI könnte uns überflüssig machen, weil sie schlauer ist als wir. Doch Fortschrittstechnokraten betreiben KI weiter. Immer weiter bis zum Untergang. Wer schlau ist, der zielt „Volle Kraft voraus!“ auf die Klimakrise, verstärkt sie in Wirklichkeit, übt keinerlei Rücksicht, zerstört sich und andere womöglich schleichend, trotz Privatjet und dem allem…. Alles wird anonym. Die Erbengeneration in Schland erbt und weiß nicht, wohin mit der Kohle. Die Welt, wie wir sie kannten, gerät aus den Fugen. x The symptoms of a breakdown have been around for a long time. Certain people unrestrainedly satisfied their greed for profit, which is all the rage and demanded in the free market economy. Whether there are also long-term consequences seems to be due to the functioning of a system and to disappear in anonymity. Cold listless faces everywhere when you walk through the streets. Every human being is the enemy of the human being, as someone once said who celebrated himself as a philosopher. How true it all became! How it was engraved in souls, how it was internalized! But "normality" continues to crumble: security services are already being hired, walls are being erected and guns are being loaded. Killing sprees seem to be in fashion. Terrorism has taken a back seat. We are drawn into alien AI worlds that blur the separation between the analogue and digital worlds (...which had long been practiced through video games etc. Fake news Alternative facts AI could make us superfluous because it is smarter than we do. But progress technocrats continue to operate AI. On and on to the point of collapse. Those who are clever aim "Full steam ahead!" at the climate crisis, in reality amplify it, show no consideration, possibly destroy themselves and others insidiously, despite the private jet and All this... Everything becomes anonymous. The heir generation in Schland inherits and does not know what to do with the money. The world as we know it is falling apart.

Donnerstag, 3. August 2023

Reisen erweitert den Horizont?

Es ist wohl so eine Sache mit dem Reisen. Gewisse „Experten“ wollen uns einreden, dass das neue Reisen das „Bleiben“ sei. Alles recht und gut, ich soll/muss auch hier bleiben. Okay, aber ich habe diverse Reisen hinter mir, habe mich bemüht um meine Reiseziele, habe mich teils jahrelang informiert, habe vor- und nachbereitet sowie mich intensiv befasst. Was ist mit solchen Leuten? Sollen die auch nicht mehr reisen, sollen die sich möglichst gar nicht mehr vom Fleck bewegen, um CO2 einzusparen? Könnte es auch sein, dass Reisen ein bisschen den Horizont erweitern kann, dass man sich mehr als Weltbürger empfindet und eine gewisse Enge hinter sich lassen kann? Dass man auch über die Natur und ihre Geschöpfe sehr viel mehr direkt erfahren kann? Dass man Respekt gegenüber dem Andern empfindet? Jaja, der meist gepflegte Urlaub geht solchen Interessen nicht nach. Was aber ist mit der Minderheit, die solch geschilderte Reisen unternehmen und dadurch ihren Horizont erweitern will? Soll die sich der „political correctness“ ergeben und sich im Übrigen auf Fernsehberichte stützen?

Samstag, 22. Juli 2023

Vielflieger

Ich lese die „Bekenntnisse“ eines Vielfliegers. Es heißt da u.a.: „Solange die Chinesen und Inder rausblasen, was sie wollen, macht es keinen Unterschied, zu fliegen oder nicht….Den Impact im internationalen Vergleich, den machen nicht wir in Deutschland. Der CO2-Verbrauch pro Person liegt im Schnitt bei 10,8 Tonnen pro Person. In China bei 8,0. In Indien bei 1,9.“ „Noch“ sagt der wichtige Mann (!). Leider hat er damit recht, mag der glatzköpfige Loriot-Bundeskanzer auf tausend Pks noch tausendmal die Worte wiederholen, die sein Wirtschaftsminister und die von ihm vertretene Partei geprägt hat. Dieses „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ hat mir auch nie geschmeckt und mit der Vorbildfunktion des viertgrößten Industriestaates ist es nach tausend gebrochenen und teilweise gesetzlich fixierten Vorsätzen sowieso nicht weit her. Ja ja, der Krieg ist die große Ausrede. So was hängt uns zum Hals raus. Man kann bei uns problemlos von Frankfurt nach München fliegen, was Viele offenbar auch machen. Ja, wenn das so ist, so sage ich mir, was bedeutet das dann, wenn ein Einzelner auf einen Flug verzichtet? Da wird von den Wichtigs unterwegs munter geduscht und Champagner gesoffen, da werden Zubringer-Limousinen benutzt und die Luxus-Lounge mit all ihren Status-Vorteilen abgesessen. Was soll das dann, wenn ich mich möglichst wassersparend durch den Tag zu bewegen versuche? Flugmeilen werden gesammelt und es wird sich weiterhin in der eigenen Wichtigkeit gesonnt, - alles auf Kosten jener Umwelt, die uns eigentlich alle gemeinsam gehört.

Dienstag, 18. Juli 2023

Mechanik der Öffentlichkeit

Es sind wohl von renommierten „Experten“ vorgebrachte Zweifel aufgetaucht, wie sehr denn der Klimawandel menschengemacht sei. Habe darauf die Reaktion einer maßgeblichen Politikerin einer bestimmten „grünen“ Partei verfolgt, die sich damit nicht auseinandersetzen wollte, mit dem Argument, diese Sache sei ja schon lange „abgehakt“. Nun ja, mag ja sein (ob Wissenschaft so funktioniert?). Aber die Weigerung, sich mit bestimmten Positionen (mögen sie noch so abseitig sein) auseinander zu setzen, wirft kein gutes Licht auf eine bestimmte politische Richtung, die kein Problem damit hatte, in diesem Land die letzten Kernkraftwerke abzuschalten (erhebliche Mengen an CO2 würden durch diesen „Pakt mit dem Teufel“ gespart werden) und die dadurch nicht nur einen zusätzlichen zeitlichen Druck erzeugt hat, sondern auch neue Kohlekraftwerke mit dem entsprechenden CO2-Ausstoß als Ersatz installieren muss). Dass die Bedingungen einer Klimaneutralität auf diesem Wege jemals erreicht werden, mag bezweifelt werden, zumal der Kanzler mit seinem vollmundigen Versprechen zu diesem Zeitpunkt in den kommenden 40er Jahren) längst aus dem Amt sein wird. 15 Mio E-Autos sollen zudem unter die Leute gebracht werden, tönt die Bundesregierung und streicht gleichzeitig Teile der staatlichen Förderung. Das Gebäudeheizungsgesetz scheint darüber hinaus eine Unsäglichkeit, die von der Bevölkerung nicht akzeptiert wird. Zudem werden uns von dieser Regierung Wolkenkuckucksheime vorgegaukelt, deren Umsetzung in der Realität in viel weiterer Ferne zu liegen scheint, als uns da vorgemacht wird. Windräder? 5 pro Tag? Ach! Strom? Wieso wird der Strom nicht billiger? Auch für Privathaushalte! Das würde doch den Ausbau alternativer Klimaerzeugung stark befördern? Ob das nicht zu ändern wäre? Es hieß doch einmal, „die Sonne schickt uns keine Rechnung“. Nun ja, gegenwärtig darf man den Eindruck haben, dass das Gegenteil richtig sei. Wer dagegen protestiert, dem werden anfangs gewisse Mittel zugestanden. Was Gesetz sei und was nicht, das bestimmt gefälligst diese Regierung. Und demnach sind bestimmte Dinge wohl nicht mehr erlaubt.

Sonntag, 16. Juli 2023

Dienstwagen

Dass nach einer Untersuchung Politiker riesige Dienstwagen von ihrem Personal fahren lassen, Dienstwagen, die alle Richtwerte bei weitem sprengen, hat mich nicht sehr überrascht und weist auch in seiner verräterischen Gesinnung darauf hin, dass eine bestimmte Protestpartei immer größere Erfolge erzielt. Die Leute sind halt diese Heuchelei satt, die ehrgeizige Klimaziele ausloben lässt und sich selbst dann in extrem umweltschädlichen Karren durch die Landschaft fahren lässt. Dass dabei auch eine Umweltschutzpartei beteiligt ist, scheint mir ihrem politischen Verhalten der vergangenen Monate zu entsprechen: Wasser predigen, Wein trinken. Ja klar, reihen sich meine Worte in eine allgemeine Politikverdrossenheit ein. Sie sind damit jedoch nicht zu entkräften. Geradezu mit zynischer Heiterkeit erfüllt es mich, dass nach dieser Untersuchung offenbar ein Verkehrsminister zu den dunkelsten Figuren zählt, weil sein Gefährt die Richtlinien mit am deutlichsten reißt. Zu dem kommt, dass die Wagen vieler Politiker wohl Plug-in-Hybride sind. 113 von 157 Politikern auf Bundes- und Landesebene sollen auf solche Fahrzeuge zu setzen, die sowohl elektrisch als auch mit einem Verbrennermotor gefahren werden können. "Diese sehen auf dem Papier gut aus, sind tatsächlich aber wahre Klimakiller", sagt ein Experte und umschreibt Tatbestände, die inzwischen nahezu jeder kennt. Wie abgehoben diese Politiker sind, zeigt sich auch darin, dass solche Dienstfahrzeuge offenbar für ganz „normal“ gehalten werden und kaum noch einer Erwähnung wert sind. Nun ja, der Steuerzahler bezahlt das ja. Auch eine gewisse Heuchelei.

Donnerstag, 13. Juli 2023

Up, up and away

Der Flugbetrieb sei gestört, so erfahre ich jetzt auf allen Kanälen. Es gibt aufgeregte Interviews mit „normalen“ Bürgern, die in Urlaub fliegen wollten...und nun…. Ich wundere mich und frage mich, wo denn die vielgepriesene Flugscham geblieben ist. Habe ich geträumt, war das nur eine typische Zeitweiligkeit, eine grün eingefärbte Kampagne gegen negative Kräfte, die uns alles vermiesen wollen? Liegt es daran, dass sich gewisse Umweltaktivisten dadurch hervor tun, dass sie Vielflieger sind, dass sie munter durch die Welt fliegen, von einer nutzlosen Konferenz zur nächsten. Oder haben die vielen Privatjets Schule gemacht, die in erhöhter Frequenz und Häufigkeit durch Deutschland und Europa fliegen, um ihre „wichtigen“ Personen von A nach B zu bringen, - weil ja auch mit der Bahn alles viel zu unzuverlässig ist. Gibt es gewisse Politiker, die sich gerne eines Privatjets bedienen und so ihrer „Vorbildfunktion“ als Wachstumsmotoren gegen alle Widerstände nachkommen? Oder betrachtet man die Klimakrise aus irgendeinem Grund für beendet? Wie eine von Werbeagenturen schlau herbei geführte Kampagne mit großer Dringlichkeit (da alles dringlich ist, geht sowas sowieso unter…) Wurden allgemein zu viele Sympathien verscherzt, durch unfähige Funktionsträger und idiologisch eingeengte „Aktionen“? Wir wissen es nicht.

Montag, 3. Juli 2023

Obsoleszent?

Ich wundere mich und es geht mir die ganze Zeit im Kopf herum, dass jetzt so eben mal 10 Milliarden Euro an die Firma Intel gegeben werden und das Ganze dann „Industriepolitik“ genannt wird. So langsam verschwindet das wieder im Rückspiegel der Medien, doch ich frage mich, welche Rückschlüsse so etwas wohl hinterlässt. Der Wirtschafts- und Klimaminister soll gesagt haben, nachdem zunächst „nur“ 7 Milliarden Euro Subventionen vorgesehen waren: „An drei Milliarden soll es nicht scheitern“. So kann meiner Meinung nach nur der satte Mittelstand und jene Abgeordneten argumentieren, denen hinten und vorne die Kohle reingeschoben wird. 3 Milliarden, was ist das schon! Lindner dieser manchmal sehr fixierte „Freie Marktwirtschaftler“ scheint daran auch nichts Hörbares auszusetzen zu haben, obwohl die Summe ganz schön reinhaut in sein Kontor, bzw. Haushalt. Der BDI scheint auch Beifall zu klatschen. Ob das alles etwas mit dem Erstarken einer gewissen rechtsextremen Partei zu tun hat, die sich auch als Partei der Unzufriedenen gebärdet. Ob uns da gerade das vergangene Wochenende zu denken geben müsste? Protestpartei, was soll das in Deutschland sein? Die CDU? Oh je! Die Grünen? Nun ja. Wagenknecht-Partei? Schon eher. Bleibt nur die Partei am rechten Rand, die auf die Arroganz und Unfähigkeit gewisser Leute in der Regierung zu reagieren scheint. Zurück zu den 10 Milliarden, die eben mal so raus getan werden. Im ZDF hat ein „Experte“ dieses Unternehmen als „Verliererfirma“ tituliert. Sie soll uns also helfen, wenn nach Corona und beim Ukrainekrieg wieder mal „Lieferengpässe“ drücken und keine Autos wegen Chipmangels produziert werden können? Ob diese Firma genau die benötigten Chips produzieren wird? Zweifel erscheinen nach gewissen Informationen erlaubt. Sind wir (wer ist das?) dann weniger erpressbar? Geht es darum, den „Wohlstand“ (Wohlstand für wen?) zu fördern? Soll die Klimawende beschleunigt werden (Würde gut in ein idiologisches Konzept passen)?

Montag, 5. Juni 2023

Katastrophen

Schon wieder sowas! Jetzt warnt alle Welt vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz (KI/AI)! Allen voran der Führer jener Firma, die Chatgbt hervor gebracht hat! Dabei ist doch die Klimakatastrophe unsere größte Sorge! Oder etwa nicht? Nun ja, einzelne Gruppierungen scheinen sich angesichts eines breiten und selbstzufriedenen Establishments in Panik zu flüchten und wollen das Räderwerk der Gesellschaft durch gezielte Aktionen stören. Ob das etwas bringt? Selbstermächtigung? So etwas kennt man von Sekten. Man selbst ist im Besitz der einzig gültigen Wahrheit, alle anderen sind willfährige Idioten. Die demokratische Gesellschaft wehrt sich, indem sie solche Gruppierungen ins kriminelle Abseits zu stellen versucht. Es gibt demgegenüber aber auch den selbstgefälligen Untergangsglauben, in dem manche Menschen sogar Sicherheit finden. Besonders die Privilegierten sind auf dieser Seite zu finden. „Normale Leute“ haben gar nicht die Zeit, tiefer darüber nachzudenken. Sie sind eingebunden ins Räderwerk der scheinbar unabänderlichen Abläufe, jenes Räderwerk, das den „Wohlstand“ sichert. Damit sichern sie bewusst oder unbewusst allzu oft den Profit derjenigen, die von diesem Wirtschaftsmodell profitieren.

Samstag, 15. April 2023

Privat? Privatjets?

Was macht das mit uns in Schland, wenn wir erfahren, dass eine selbsternannte superreiche Geldelite bei zahlreichen Flügen mit dem Privatjet die Energie für sich wohl im großen Stil vergeudet? Und dabei wohl weitgehend unbehelligt vom Staat ist, der von seinen Bürgern an anderer Stelle wohl einiges (oder auch...ziemlich viel) verlangt? Ob solche Fakten im breiten Ausmaß die Motivation erhöhen, sich ökologisch korrekt zu verhalten? Ob es nicht im Gegenteil dazu geeignet ist, die Politikverdrossenheit zu erhöhen? Nicht umsonst gelten private Jets als besonders umweltschädlich. Die Fakten: Durchschnittlich alle neun Minuten hob in Deutschland 2022 ein Privatjet ab, insgesamt waren es 58.424 Flüge, nahezu doppelt so viele wie im Jahr zuvor – ein nationaler Negativrekord. Zwischen Düsseldorf und Essen pendelt eine S-Bahn, die A52 bietet eine direkte Autoverbindung der beiden Ruhrpott-Metropolen. Dennoch flogen Privatjets die rund 30 Kilometer lange Strecke im vergangenen Jahr mehr als ein Dutzend Mal und brachten dabei 53 Kilogramm CO2 pro Kilometer auf die Waage. Insgesamt brachten die Elite-Reisenden hierzulande es so zuletzt auf rund 209.000 Tonnen CO2. Geht man von der Klimabelastung aus, die die Luftverkehrsbranche selbst einräumt, entspricht das fast zehn Prozent der Gesamtemissionen des Sektors. Und das, obwohl Privatjet-Passagiere nur einen winzigen Anteil aller Fluggäste ausmachen. Wieso eigentlich scheint die Regierung solche Fakten zu ignorieren? Ob sie sich selbst wohl der Klasse dieser energievergeudenden Oberwichtigs zuzählt? Immerhin wurde vor einiger Zeit das mir relativ groß erscheinende und damals nicht funktionstüchtige Regierungsflugzeug vorgeführt. Ein Kennzeichen dieser vermögenden Flieger scheint ja im Bewusstsein der eigenen Wichtigkeit solche Flüge in großer Selbstverständlichkeit für sich in Anspruch zu nehmen. Z.b. schreibt t-online: Trotz ihrer vergleichsweise hohen Wirkung auf die Erderhitzung gilt für Privatjets: Die Politik drückt beide Augen zu – in der Klimapolitik spielen sie quasi keine Rolle. Die kleinen Flieger in Privatbesitz genießen großzügige Ausnahmen: Vom Emissionshandel der EU, dem sogenannten EU-ETS, sind sie ebenso ausgenommen wie vorerst auch von der Steuer auf Flugbenzin, die von der EU vorgesehen ist. Stattdessen zielt die Kerosinsteuer vor allem auf Passagiermaschinen ab, die innereuropäische Linienverbindungen bedienen.