Als Notiz gefunden:
Aus Zufall hinein getappt, sagen „die Stars“ über
sich selbst und ihre Existenz. Geben sich ungläubig. Du sitzt
genauso ungläubig dabei. Wie ging das? Karma? Andere sinnieren auch
darüber nach. Du hattest lange Zeit, die „großen“ Geister zu
lesen. Sie schrieben und schreiben, du schreibst so etwas wie
Journalismus, - und kriegst doch nichts zustande. Hast nie etwas
zustande gebracht. Andere klingeln mit Worten. Entwerten fortwährend die Sprache, ohne dass sie es merken. Du findest es
widerwärtig. Faselst in dich hinein aus dir heraus. Unbemerkt. Was
weißt du über Musik? Über Kunst? Dass man um ein Urteil kämpfen muss, dass so
viele Faktoren eine Rolle spielen für den Ausdruck. Es gibt den gelungenen und weniger gelungenen Ausdruck. Es hat dich von
Anfang an interessiert, das zu unterscheiden. Schon als du 15 warst, bist du da dabei gewesen. Gestalten
haben dich umschwirrt. Warst jung, hast die Welt vor dir gehabt.
Hast
die Illustrierte mit Sophia Loren wie eine Reliquie vor dir
hergetragen. Wenn ich erwachsen sein werde, so hast du dir gesagt,
dann will ich auch dazu gehören zu diesem Spiel. Dann wird sie (oder
so eine...) mir gehören. Dann werde ich dieses herrliche Weib
irgendwie in mich verschlingen.... ich wurde nass, ich wurde
begierig, ich wurde spitz..., - und jetzt? Bin ich müde geworden.
Habe mir nie vorgestellt, einmal müde werden zu können. Ich würde
die Welt erobern, sie würde mir gehören, quasi naturgemäß, das war damals klar. Weil
ich es bin. Der alte Kinderglauben. Ich wusste nichts über die
Machtverhältnisse dieser Welt und wem dadurch die schönen Frauen
gehören, überhaupt alles Schöne. Du
würdest gerne einmal die Zeit anhalten, festhalten. In dich hinein
holen. Deine Kindheit und Jugend in dich herein holen. Eine ganze
Persönlichkeit werden. Eine komplettere. Durch dich selbst.
Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Mittwoch, 11. Juli 2018
Mittwoch, 8. Juni 2016
Dienstag, 21. April 2015
Into the great wide Open
Oft treffen mich Erinnerungen, wie sehr ich das mochte, in den USA in den offenen
Horizont hinein zu fahren, den meine Partnerin gleichwohl etwas
vorstrukturiert hatte und über den sie genau Bescheid wusste, was
wohin welche Möglichkeiten eröffnet, wie das Klima ist und sein
könnte, welche Gefahren, welche Chancen und Aussichten herrschten, welche
Unterkunftsmöglichkeiten (wir waren im PKW unterwegs und dadurch
viel mobiler, beweglicher)....... toll war, dass man mit dem Auto
überall hin kam. So etwas ist für Touristen optimal, zumal für
Kurzzeittouristen, wie wir alle welche sind. Ich suchte die
Inspiration und fand sie. Der große Horizont, die großartige Fülle der offenen
und erschlossenen Möglichkeiten, das ist absolut umwerfend und wohl
einmalig auf der ganzen Welt. Die verschiedenen Kultur- und Klimastufen, die
Möglichkeit, jederzeit mit den unterschiedlichsten Menschen in
Kontakt zu treten, sich aber auch zurückziehen zu können, die
Gefahren auch, die von ihnen (wir waren wenig in den großen Städten
unterwegs, aber im Westen sollte man sich z.b. in der Nähe von
Indianerreservaten angepasst verhalten) ausgehen können, sie einigermaßen richtig und
realistisch einschätzen zu können.
Die Natur (inklusive Schlangen oder Bären) als Erfahrungsraum, die Naturphilosophie und ihre überwältigende Vorlage, auf höchste Höhen hinauffahren (Rocky Mountain NP) zu können, die Härte der Landschaft (Death Valley) in sich aufnehmen zu können, individuell mit dem Auto in alle Richtungen unterwegs sein dürfen, dabei eine gewisse Unverbindlichkeit zuzulassen, und das Gefühl zu haben, willkommen zu sein, ja, - das sind die USA. Das Gefühl: Immer weiter, durch nahezu unwirkliche Gegenden, magische Landschaften, vorbei an fortwährenden Natursensationen, - eine nach der anderen und in sich verzahnt, - die sich bis hin zu dem Ehrfurcht gebietenden Grand Canyon steigern können, mit Cops als Freunden (ja, so haben wir das erfahren! Es war so!!), die für Sicherheit sorgen in einem Land, wo auch heute noch hinter jeder Straßenecke jemand lauern kann, der es nicht gut mit dir meint. Diese Cops, die auch gerne mal erzählen, dass sie Verwandte in Heidelberg haben, oder dort stationiert waren.
Ich mochte auch diese Unterkünfte sehr, die ganz auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet waren, die auf europäische „Schönheit“ und all das „Styling“ verzichteten und uns jeweils einen guten Start in den Tag ermöglichten, weil sie der sie umgebenden Gegend (z.b. Joshua Tree National Park) angepasst waren. Wie weit war dieses Amerika entfernt, das sie hier in Europa zu kennen glauben! Man fühlte sich wirklich ungebunden, konnte machen, was man wollte und dieses Gefühl in sich einströmen lassen. Sich dieser Memorials und Gedenkmöglichkeiten, dieser eingestreuten Möglichkeiten zum Reflektieren, dieser improvisierten Museen usw. gewahr zu werden, die das Bewusstsein der frühen amerikanischen Siedler dokumentierten, ihren Willen zum Neuanfang im Unbekannten (wie sehr bewunderte ich das!). Die Wüstenstädtlein und Pistolenhelden in Arizona, aber auch das alberne Nachstellen dieser Western-Duell-Konstellationen, die unsäglichen Indianermorde, die ungezügelte Jagd auf Büffel, die Gier, die Verlogenheit, die von Hollywood und dieser Traumfabrik ausging, der „Pursuit of Happiness“, der damals noch intakt war und den eigenen Tod einschließen konnte, all das Extreme, das wir hier in Europa nicht mal punktuell kennen: es führte mich heran an ein besseres Verständnis, das mir den hier oft anzutreffenden simplen Antiamerikanismus ganz und gar verbat und mich zum Feind eines solchen Antiamerikanismus machte.
Ich lernte diesen wunderbar naiven Volonteersgeist der Amerikaner lieben. Freiwillig lassen die sich schon mal in eine völlig entlegende Gegend versetzen, wo sie wichtige meteorologische Arbeit leisten. Wir waren lange in gebirgigem Terrain gefahren und trafen am Ende eines gebirgigen Weges auf eine solche ganz und gar freundliche Figur, mit der wir uns lange unterhielten. Oft denke ich auch an die Helden, die einst an der Normandie landeten und zusammen mit den Alliierten den Faschismus vertrieben. Die sich für uns und ihre Idee einer Freiheit aufopferten. Ich bewarb mich in der Folge viele Jahre lang um die Green Card, die ich freilich nie erreichte. Aber es ist und war ein Traumziel. Ein Traum mit klaren Konturen.
Die Natur (inklusive Schlangen oder Bären) als Erfahrungsraum, die Naturphilosophie und ihre überwältigende Vorlage, auf höchste Höhen hinauffahren (Rocky Mountain NP) zu können, die Härte der Landschaft (Death Valley) in sich aufnehmen zu können, individuell mit dem Auto in alle Richtungen unterwegs sein dürfen, dabei eine gewisse Unverbindlichkeit zuzulassen, und das Gefühl zu haben, willkommen zu sein, ja, - das sind die USA. Das Gefühl: Immer weiter, durch nahezu unwirkliche Gegenden, magische Landschaften, vorbei an fortwährenden Natursensationen, - eine nach der anderen und in sich verzahnt, - die sich bis hin zu dem Ehrfurcht gebietenden Grand Canyon steigern können, mit Cops als Freunden (ja, so haben wir das erfahren! Es war so!!), die für Sicherheit sorgen in einem Land, wo auch heute noch hinter jeder Straßenecke jemand lauern kann, der es nicht gut mit dir meint. Diese Cops, die auch gerne mal erzählen, dass sie Verwandte in Heidelberg haben, oder dort stationiert waren.
Ich mochte auch diese Unterkünfte sehr, die ganz auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet waren, die auf europäische „Schönheit“ und all das „Styling“ verzichteten und uns jeweils einen guten Start in den Tag ermöglichten, weil sie der sie umgebenden Gegend (z.b. Joshua Tree National Park) angepasst waren. Wie weit war dieses Amerika entfernt, das sie hier in Europa zu kennen glauben! Man fühlte sich wirklich ungebunden, konnte machen, was man wollte und dieses Gefühl in sich einströmen lassen. Sich dieser Memorials und Gedenkmöglichkeiten, dieser eingestreuten Möglichkeiten zum Reflektieren, dieser improvisierten Museen usw. gewahr zu werden, die das Bewusstsein der frühen amerikanischen Siedler dokumentierten, ihren Willen zum Neuanfang im Unbekannten (wie sehr bewunderte ich das!). Die Wüstenstädtlein und Pistolenhelden in Arizona, aber auch das alberne Nachstellen dieser Western-Duell-Konstellationen, die unsäglichen Indianermorde, die ungezügelte Jagd auf Büffel, die Gier, die Verlogenheit, die von Hollywood und dieser Traumfabrik ausging, der „Pursuit of Happiness“, der damals noch intakt war und den eigenen Tod einschließen konnte, all das Extreme, das wir hier in Europa nicht mal punktuell kennen: es führte mich heran an ein besseres Verständnis, das mir den hier oft anzutreffenden simplen Antiamerikanismus ganz und gar verbat und mich zum Feind eines solchen Antiamerikanismus machte.
Ich lernte diesen wunderbar naiven Volonteersgeist der Amerikaner lieben. Freiwillig lassen die sich schon mal in eine völlig entlegende Gegend versetzen, wo sie wichtige meteorologische Arbeit leisten. Wir waren lange in gebirgigem Terrain gefahren und trafen am Ende eines gebirgigen Weges auf eine solche ganz und gar freundliche Figur, mit der wir uns lange unterhielten. Oft denke ich auch an die Helden, die einst an der Normandie landeten und zusammen mit den Alliierten den Faschismus vertrieben. Die sich für uns und ihre Idee einer Freiheit aufopferten. Ich bewarb mich in der Folge viele Jahre lang um die Green Card, die ich freilich nie erreichte. Aber es ist und war ein Traumziel. Ein Traum mit klaren Konturen.
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