Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Sonntag, 12. Oktober 2025
In Reih und Glied
Was sind das für Menschen, diese Politiker, die andere Menschen massenhaft in den Tod schicken und eine weltpolitische Strategie darauf aufbauen? Man hörte einst „Masters of War“, dessen Interpret inzwischen auch jenen Pfad des resignativen Pragmatismus eingeschlagen hat, der zur Hinnahme all dieser Umstände und einem „Realismus“ geführt hat, dessen sich heute viele der einstigen „Idealisten“ befleißigen. Generäle, Befehlshaber, Kommandierende, Uniform- und Schildmützenträger, aber auch größenwahnsinnige Karrieristen, Zuträger und Speichellecker… Es ist oft auch gealtertes Militärpersonal, das in den Sendungen der Nachrichtenkanäle als „Experten“ auftritt und dabei oft „Chancen“ beurteilt. Chancen dafür und kluge Erwägungen dazu, wie viele Tote es wohl kostet, dieses oder jenes Ziel zu erreichen. Es graust einem bei solchen Überlegungen. Es ist ein unschuldiges, einfaches und ungeschütztes Gefühl, das einen da überkommt. Auch wenn Politiker möglichst pathetisch die uniformierten und in Reih und Glied angetretenen Militärs abschreiten: Was für ein Handwerk hier wohl zelebriert wird? Welche Rolle Symbole wie Fahnen oder Hymen dabei spielen? Jahrhunderte lang hat dies interessehalber herbei geführte Getue wohl in Kriege geführt, bei denen es unter anderem um Mord und Totschlag, um Rache, Eroberung und Stolz ging. Wer heute noch einen Krieg beginnt, wer als Oberbefehlshaber andere zum Massenmord bringt und sich als Spezialist darin beweist, Andere zum Miesesten, was Menschen drauf haben, anzustiften, wer also dieses Böse auch mittel finanzieller Anreize aus Menschen heraus kitzelt, ist Boss einer Verbrecherbande, der Andere abknallen lässt, um den eigenen Stellenwert meist über Mechanismen des Personenkults zu erhöhen. Ja klar, kann einen das zum Pazifismus führen! Problem dabei ist dann, wenn einen eine ganze Armee überfällt und ein Apell an das Gute im Menschen in Gestalt eines guten Zuredens oder der vielbeschworenen „Diplomatie“ nicht mehr möglich ist? Man wird dann wohl gezwungen, sich mit dem Bösen, Miesen und Schlechten auseinander zu setzen. Die Umstände zwingen einen dazu. Wie kann man sich dann möglichst effektiv wehren? Diese Frage hat sich auch einmal mir gestellt und ich habe sie für mich beantwortet.
Samstag, 22. Juli 2023
Vielflieger
Ich lese die „Bekenntnisse“ eines Vielfliegers. Es heißt da u.a.: „Solange die Chinesen und Inder rausblasen, was sie wollen, macht es keinen Unterschied, zu fliegen oder nicht….Den Impact im internationalen Vergleich, den machen nicht wir in Deutschland. Der CO2-Verbrauch pro Person liegt im Schnitt bei 10,8 Tonnen pro Person. In China bei 8,0. In Indien bei 1,9.“ „Noch“ sagt der wichtige Mann (!). Leider hat er damit recht, mag der glatzköpfige Loriot-Bundeskanzer auf tausend Pks noch tausendmal die Worte wiederholen, die sein Wirtschaftsminister und die von ihm vertretene Partei geprägt hat. Dieses „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ hat mir auch nie geschmeckt und mit der Vorbildfunktion des viertgrößten Industriestaates ist es nach tausend gebrochenen und teilweise gesetzlich fixierten Vorsätzen sowieso nicht weit her. Ja ja, der Krieg ist die große Ausrede. So was hängt uns zum Hals raus. Man kann bei uns problemlos von Frankfurt nach München fliegen, was Viele offenbar auch machen. Ja, wenn das so ist, so sage ich mir, was bedeutet das dann, wenn ein Einzelner auf einen Flug verzichtet? Da wird von den Wichtigs unterwegs munter geduscht und Champagner gesoffen, da werden Zubringer-Limousinen benutzt und die Luxus-Lounge mit all ihren Status-Vorteilen abgesessen. Was soll das dann, wenn ich mich möglichst wassersparend durch den Tag zu bewegen versuche? Flugmeilen werden gesammelt und es wird sich weiterhin in der eigenen Wichtigkeit gesonnt, - alles auf Kosten jener Umwelt, die uns eigentlich alle gemeinsam gehört.
Mittwoch, 4. Mai 2022
Pharma-Tricks
Ich stelle mir vor: Ich wäre im Krieg und blicke auf "Friedenszeiten". Leider bin ich von einigen
Medikamenten abhängig. Ich brauche sie täglich, so wird gesagt. Wie
das? Mein Arzt ist der Ansicht, dass ich das Medikament regelmäßig
nehmen sollte, ich sei chronisch krank. Was aber sind seine Interessen dahinter? Nimmt er an
solchen als „Fortbildungsmaßnahmen“ camouflierten
Werbeveranstaltungen teil, die ihm gegen gutes Honorar bestimmte
Dinge nahe legen und sich dabei um gekonnte oder weniger gekonnte
wissenschaftliche Verbrämung bemühen? Weiß ich das? Nein. Ich kann
nur schlimme Dinge vermuten und mich anmachen lassen, wenn sie nicht
stimmen. Ich muss mich anmachen lassen, denn ich bin ja abhängig.
Und was ist mit den täglich von mir benötigten Medikamenten?
Bestimmte Medikamente kriege ich gar nicht mehr. Oder nur nach
einigen Tagen. Sie scheinen über Umwege so gerade noch aufzutreiben
zu sein. Ob dahinter steckt, dass die Pharma-Konzerne ihre
Medikamente dorthin verkaufen, wo sie am meisten daran verdienen?
Wie steht es mit der Entwicklung von Antibiotika? Mit resistenten Keimen? Wenn
mein Medikament wenig lieferbar ist, wenn etwa Engpässe entstanden sind,
ist diese Strategie der Verknappung bzw. Nichtentwicklung sogar umso lukrativer.
Ich kann damit vielleicht sogar erreichen, dass ich der einzige Anbieter bin
und somit ein Monopol beanspruchen kann. Ob das
ausgerechnet bei uns, im „besten Gesundheitssystem der Welt“ etwa
nicht der Fall ist? Zugunsten des Wohls von Patienten?
Oder wie kommt das alles? Produktionsstätten in
Asien fallen aus, Produktionsstätten, die völlig unsozial und
ökoschweinisch produzieren? Lieferkettenexzesse.
Ob nicht doch das eine oder andere Produktionspotential nach Europa
zurück verlagert werden sollte und noch ein paar Antibiotika entwickelt werden?
Samstag, 5. März 2022
Das Böse?
Krieg? Spezialoperation? Mir scheint, das Böse ist im Menschen verankert. Es ist möglicherweise sogar das, was ihn frei macht. Während das Tier nämlich einem von der Natur festgelegten Programm folgt, kann sich der Mensch „frei“ für oder gegen etwas entscheiden, ist Herr der moralischen Folgen, die sein Verhalten zeitigt. Dass er sie dabei manchmal nicht so recht überblickt, ist wohl auch eine Folge dessen, dass er seine Welt für die einzig gültige hält und sie auch als solche seinen Mitmenschen nahe zu bringen versucht. Gelingt dies nicht, wird auch mal Gewalt angewandt, denn der Zweck, - so manche Idiologie! - heiligt ja die Mittel. Mit dieser Begründung konnten gewisse Herrscher in der Menschheitsgeschichte 10, 20 oder gar Millionen Menschen umbringen (lassen) und sich in der Sonne ihrer Allgewalt erwärmen. Ja nach Perspektive scheinen dabei jegliche Maßstäbe verloren gegangen. Doch mit der gezielten Beeinflussung einer Gefolgschaft, mit all den Tricks der Manipulation scheint da im Zeitalter nuklearer Kriegsführung alles bis hin zur völligen Selbstvernichtung möglich zu werden.
Mittwoch, 2. März 2022
Demokratie und Krieg
Ist doch klar: Ich kann mich irren. Ich äußere oftmals nur meine Meinung, ein Vorgang, der noch zugelassen sein könnte. Aber gerade angesichts dieses unseligen Kriegs scheint es mir wichtig zu sein, zu betonen, wie hierarchisch doch unsere westlich industrielle Gesellschaft organisiert ist und was das damit zu tun hat, wie Armeen funktionieren. In der Wirtschaft herrscht streng das Prinzip der Dikatorschaft, der Hierarchie, des Bestimmens und selbstverständlichen Gehorchens. Eine(r) bestimmt, alle andern gehorchen und setzen um. Stalinismus light. Da mögen sich milde bemäntelnde Einrichtungen wie Betriebsrat etc. noch so anstrengen: Letztenendes gibt der Vertreter der Kapitalseite den Ton an, basta! Politik: Wir leben in einer Repräsentativen Demokratie. Das heißt: der Bürger wählt Repräsentanten für vier Jahre. In diesen vier Jahren können diese Repräsentanten aber machen, was sie wollen und seien es absolutistische Verhaltensweisen oder Korruption. Das einzige, was dabei bremst, sind Meinungsumfragen. Wie Politiker aber darauf reagieren, zeigt sich fast täglich. Die diesbezüglichen Phrasen stehen doch alle bereit: „Wissen Sie, da könnten wir jeden Tag unsere Meinung ändern….etc“. Die einzelne Person ist also gerade nicht ständig zur Selbstbestimmung aufgerufen, sondern sie ist es gewohnt und sozialisiert, zu gehorchen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch Armeen. Meiner Einschätzung nach…..
Freitag, 30. August 2019
Globalisierung
Könnte es sein, dass die
Entscheidungsträger dieser Gesellschaft sehr an die Globalisierung
glauben? Zu sehr? Könnte es sein, dass in ihren Augen Handel nicht nur
Wandel, sondern auch Frieden bringt? Ob dem aber gegenüber steht,
dass hinter dem Handel in der heutigen Form gewisse Interessen
stehen, die so gar nichts mit Frieden zu tun haben? Die den Frieden
nur solange anstreben, wie er ihnen nützt? Je größer der Umfang
des Handels zu gewissen Bedingungen ist, desto größer könnte auch der
Widerstand dagegen werden. Was ist die Form dieses Widerstands?
Terror. Die Globalisierung produziert auf diese Weise wohl ihre
eigenen Gegner, was im Horizont der Globalisierungsbefürworter gar
nicht vorkommt. Die Eigenschaften zum Handeln und Tauschen sollen ein
Teil des Menschen sein, so das Weltbild der Globalisierer. Dieser
Handel soll einen zivilisierenden Einfluss auf die Welt haben,
glauben die Globalisierer. Dauerhaften Frieden bringe nur der Handel
und der „Wohlstand“.
Doch sie vergessen, dass
die Geschichte der Globalisierung selbst eng mit der Geschichte von
vernichtenden Kriegen verbunden ist. Anfang des 20. Jahrhunderts
erreichen Globalisierung und Handel einen ersten Höhepunkt. Wenig
Zeit danach gerät die USA in eine schwere Wirtschaftskrise. Folge:
Die USA suchen ihr Heil in Protektionismus (so ungefähr das, was
heute Trump macht), d.h. Sie erhöhen die Einfuhrzölle, um dadurch
Arbeitsplätze zu schützen. Auch die anderen Nationen machen
daraufhin die Grenzen dicht. Protektionismus und Nationalismus
vermischen sich, es setzt sich ein Mechanismus in Gang. Dies führt
schließlich zum riesigen und umfassenden 2. Weltkrieg. Danach tun
sich die Industrienationen in verschiedenen Abkommen wieder zu
Handelsgemeinschaften zusammen. Es vermischten sich dabei humanitäre
Gründe mit denen der Interessenwahrung und der Zementierung von
Machtstrukturen. Es wird auf „freien Handel“ gesetzt, was auch
Deutschland zum „Wirtschaftswunder“ inspiriert und den Kampf
zwischen zwei Idiologien entscheidet. Nach der Theorie der
Globalisierer könnten nun Kriege und Gewalt endgültig beendet
werden. Institutionen wie die EU scheinen auch in diese Richtung zu
zeigen. Doch mittlerweile scheint ein neues Zeitalter des Terrors
angebrochen zu sein. Selten gab es in der Geschichte der Menschheit
so viele Konflikte wie heute. Der weltweite Kampf um Rohstoffe tobt.
Hinter gewissen „Freiheitsbewegungen“ stehen meist Interessen.
Beispiel: Demokratische Republik Kongo. Hier wird unter
abschreckenden und menschenverachtenden Bedingungen Koltan
(Smartphones!) und Kobalt abgebaut, das zur Herstellung von
Elektrobatterien (E-Mobilität!) verwendet wird. Wenn es um den
Zugang zu billigen Rohstoffen geht, dann wirkt sich der globale
Handel oft nicht sehr friedensstiftend aus. Durch militärisches
Eingreifen könnten nämlich Vorteile winken. Örtliche Ableger der
globalen Interessen kämpfen dann in der Form von Warlords oft um
diese Interessen, als Stellvertreter und Lobbyisten des „big
money“. Sie stürzen die örtliche Bevölkerung in Flucht und
Armut. Auch der Wettlauf um Ernährung verschärft dieses Problem. In
Afrika hungern viele Millionen von Menschen, obwohl das Land in
dieser Hinsicht viel produziert, es dann aber sofort wieder
exportiert. Fruchtbares Land wird dazu an große ausländische
„Investoren“ verhökert. Eine riesige multinationale
Lebensmittelindustrie soll auf diese Weise entstehen. Handel hat sich
in seinen ursprünglich beabsichtigten Zielen umgekehrt. In welchem
Interesse das so geschehen soll, erscheint mir klar.
Dienstag, 15. Januar 2019
Krieg und Drogen
Ob wir uns vorstellen
können, dass es nahezu keine Kriege der Neuzeit gab, in denen nicht
Drogen eine große Rolle spielten? Von den Mayas und ihren
Opferritualen ist das ja bekannt. Präzise Kalender, Schriftzeichen,
Kulte, Astronomie usw. ...aber auch Drogen. Und all die anderen? Ob
es einem Menschen leichter fällt, einen anderen blutig umzubringen,
wenn er Drogen und Aufputschmittel genommen hat? Aus was wohl der
Zaubertrank von Asterix und Obelix genau bestanden hat? Ob die
psychischen Belastungen nach blutigen Auseinandersetzungen mit
Beruhigungsmitteln nicht leichter zu weg zu stecken sind? Nun ja,
schon Alexander der Große soll seine Mannen mit Opium bei Laune
gehalten haben. Auch bei den alten Römern war das Konsumieren von
Drogen womöglich beliebt. Und die Völker des Altertums? Die konnten
mit den Wirkungen der Drogen offenbar so umgehen, dass sie sie
gezeilt für ihre Zwecke einsetzten.
Es scheint so, dass
beispielsweise die Phönizier sich als frühe Dealer gerierten, indem
sie für den Nachschub an Drogen sorgten und sich dafür von jenen
honorieren ließen, die entsprechend zahlen konnten. Die geborenen
Händler, englisch „Dealer“. Auch deuten gewisse Ausgrabungen bei
den alten Ägyptern auf den Einsatz von Drogen hin. Der Schlafmohn
als Produzent des Ausgangsstoffes von Opium und später Heroin
scheinen etwas „under the table“ geradezu vergöttert worden zu
sein. „Trank des Vergessens“ gegen alle Unbill des Krieges:
Opium, in Wein aufgelöst. Beinhartes Zeug. Euphorie. Angsthemmer.
Die Germanen tranken nur Bier, allerdings meist versetzt mit
psychoaktiven Essenzen. Im zweiten Weltkrieg kamen wohl Kokain, Speed
und Pervitin zum Einsatz, wobei das Pervitin unter anderem das
Durchhaltevermögen stark forciert und deshalb wohl in ganz großen
Stil zum Einsatz kam. Drogen machten halt gefügig und zu jeder
Schandtat bereit. Sogar Crystal Meth war offenbar schon unterwegs.
Extrembelastungen aushalten. Dinge tun, die man bei klarem Verstand
nie tun würde. Drogen scheinen den Menschen über sich hinaus zu
führen. Das kann, die Suchtgefahren einmal ausgeklammert, in
Richtung von etwas Positivem oder etwas Negativem sein. Die alten
Hippies waren verrückt nach etwas, was man „Bewusstseinserweiterung“
nannte. Die sehr agressiven Gefahren wurden da gerne mal ein bisschen
ausgeklammert oder romantisiert. Jedenfalls scheint der Mensch auch
auf diesem Wege aus sich selbst heraus kommen zu wollen, um sich zu
entgrenzen, sein Bewusstsein zu erweitern und jene „übernatürliche“
Lust zu empfinden, die alles andere überlagern kann. Wie das wohl heute aussieht? Ob es Doping in verschiedenen Formen gibt?
Mittwoch, 28. Februar 2018
Interessen und Schönsprech
Das war ja mal wieder ein Lehrstück! Gestern Gerichtsurteil, danach bis jetzt ein einziges Stimmengewirr, abgesondert von Köpfen, die sich jeweils als superkompetent aufspielten! Da wurde verlangt, gefordert, erklärt, interpretiert, behauptet, gemeint...... am Ende war man ganz verwirrt, was denn nun gelten solle. Klar, es handelt sich hier um etwas extrem Wichtiges. Die Medien haben richtig gehandelt. Doch es scheint des Guten zuviel. Den „Konsumenten“ überschütten mit gelenkten Informationen, das kann vielleicht nicht förderlich sein. Dabei könnte so manches durchaus nachvollziehbar sein, - wenn nicht diese Vernebelungsstratgien in irgendeinem Interesse wären. Es entsteht auf diese Weise ein Gemisch, in dem so mancher zu einfachen Ansichten und Lösungen neigt, weil offenbar niemand die Wirklichkeit richtig einschätzen kann. Fake News, sie gedeihen in diesem Klima blndend! Folge: Jeder behauptet irgendetwas, da mache ich mir meinen eigenen Reim. Auch wenn der abweicht von anderen, die sich als „offiziell“ und „wissenschaftlich“ gerieren! Währenddessen verrecken unzählige Menschen in einem völlig unübersichtlich gewordenen Krieg, in dem diplomatische Rücksichtnahmen und strategische Vorteile genauso wie scheinbar grundsätzliche Einstellungen eine große Rolle zu spielen scheinen. Es raucht an allen Fronten, die Lage scheint dramatisch zu sein.
Freitag, 22. September 2017
Pessimismus reloaded
Und da soll man nicht pessimistisch werden? Es
breitet sich doch im Alltag immer mehr eine Kultur der
Rücksichtslosigkeit aus, die sich theoretisch auch gerne als
„marktkonforme“ Demokratie geriert und eine Umverteilung von
unten nach oben zu präferieren scheint... Da ist der drohende
Zerfall Europas, eines Kontinents, dessen sich die Europäische Union
in Brüssel mit ihren wohlfeilen Handelsstrukturen bemächtigt hat.
Ob es eine Reaktion darauf ist? Da ist nämlich die Rückkehr des
Nationalismus, die neue Salonfähigkeit des Rassismus, des Populismus
und des Protektionismus. Da sind die demokratisch gewählten
Despoten, die ihre Länder mit Einverständnis ihrer Wähler mit den
immergleichen Tricks („XXX“ zuerst!“ XXX ist ein Platzhalter
eine jeweilige Nation, hinzu kommt der vom jeweiligen Despoten
gehämmerte Glaubenssatz „Ich bin der Einzige und Wahre, ich bin
das Volk“, Egoismus und Narzissmus scheint für solche sich als
Leader verkaufende Figuren ohnehin eine reiche Quelle ihres
Selbstverständnisses) zu Diktaturen transformieren. Doch
„postheroische“ Regierungssysteme machen da gerne mit, solange
sie wirtschaftlich davon zu profitieren scheinen. Da ist der um sich
greifende Anti-Intellektualismus (auch der „Body Kult“ mit seinen
Erscheinungsformen), den die Intelektuellen selbst zu verantworten
haben mit einhergehender Legitimation der Ignoranz. Dass der
Siegeszug einer „political correctness“ mit unsäglichen
Denkverboten und Intoleranz zusammen geht, die offen geäußerte
Sehnsucht nach dem starken Führer, die grassierende Demagogie, der
moralische Bankrott der Wirtschaftseliten („die „Dieselkrise“
samt ihren Begleiterscheinungen ist da ein sehr anschauliches
Beispiel dafür), die sich benehmen wie die letzten
Gebrauchtwagenhändler (der sogenannte „Dieselgipfel“ war da ein
gutes Beispiel). Da werden beispielsweise „Sparpakete“ mit dem
Geld derjenigen finanziert, die wenig haben, zugunsten derjenigen,
die viel haben, da werden Steuerhinterzieher in tausend „Deals“
und „Scheindeals“ bevorteilt, da wird vorgegeben, „Steueroasen“
auszutrockenen, doch es werden immer mehr dieser „Länder“
bekannt: gerade auch in der EU sind ja wohl die Niederlande,
Luxemburg und Irland auch gut dabei!). Da ist die drohende nächste
Wirtschaftskrise, der die Zentralbanken nichts mehr entgegen zu
setzen haben, weil sie das Geld nicht mehr billiger als jetzt machen
können. Da wird es dann bald wieder ein „Bail out“ kommen, weil
gewisse Banken als „systemrelevant“ gelten, was automatisch zu
heißen scheint, dass der Steuerzahler für ihre Risiken finanziell
aufkommt: gegenwärtig scheint Italien mit seinem Bankensystem da ein
gutes Beispiel).
Da ist die sogenannte Freihandelspolitik, kombiniert mit einem protektionistischen Subventionssystem, das die Millionen Armen des Südens in den Norden treibt und diejenigen Staaten, die einst als „Dritte Welt“ bezeichnet wurden, krass benachteiligt. Da ist die Stagnation des Wirtschaftswachstums trotz digitaler Revolution („Arbeitswelt 4.0“, der nächste Streich, einerseits unmittelbar bevor stehend, andererseits diskutiert niemand darüber... ), die unüberlegte Gebrauch des Begriffs „Wachstum“ überhaupt, wobei es ja wohl anerkanntermaßen unterschiedliches Wachstum gibt. Da ist die Alternativlosigkeit des Kapitalismus („marktkonforme Demokratie“), obwohl dieser zu einem immer steiler werdenden Gefälle zwischen Arm und Reich führt, welches dem System selbst in naher Zukunft sehr schaden wird. Da sind die vielen Leute ohne jegliche Hoffnung auf eine Zukunft, - ein Problem, das man am elegantesten wohl mit einem großen Angriffskrieg löst... Dieser könnte ja jetzt trotz aller Abschwächungen bevor stehen, wenn sich zwei widerliche Fettwänste gegenüber blutrünstig drohen und ihr jeweiliges Volk samz Ablegern ohne Zögern verrecken lassen, - um ihm genau das als Entschlossenheit und Härte zu verkaufen. Wie peinlich! Die andere Seite einer solchen Haltung ergeht sich in Apeacemet oder Diplomatie und glaubt, durch Geschwätz und Geld (wird auch gerne als „wirtschaftlichen Druck“ bezeichnet) jemanden anderen von irgendetwas abhalten zu können. Ob einen das alles pessimistisch stimmen könnte? Ja klar, solche Erkenntnisse helfen auch niemandem. Doch es hilft, die Realität so zu erkennen, wie sie womöglich ist.
Da ist die sogenannte Freihandelspolitik, kombiniert mit einem protektionistischen Subventionssystem, das die Millionen Armen des Südens in den Norden treibt und diejenigen Staaten, die einst als „Dritte Welt“ bezeichnet wurden, krass benachteiligt. Da ist die Stagnation des Wirtschaftswachstums trotz digitaler Revolution („Arbeitswelt 4.0“, der nächste Streich, einerseits unmittelbar bevor stehend, andererseits diskutiert niemand darüber... ), die unüberlegte Gebrauch des Begriffs „Wachstum“ überhaupt, wobei es ja wohl anerkanntermaßen unterschiedliches Wachstum gibt. Da ist die Alternativlosigkeit des Kapitalismus („marktkonforme Demokratie“), obwohl dieser zu einem immer steiler werdenden Gefälle zwischen Arm und Reich führt, welches dem System selbst in naher Zukunft sehr schaden wird. Da sind die vielen Leute ohne jegliche Hoffnung auf eine Zukunft, - ein Problem, das man am elegantesten wohl mit einem großen Angriffskrieg löst... Dieser könnte ja jetzt trotz aller Abschwächungen bevor stehen, wenn sich zwei widerliche Fettwänste gegenüber blutrünstig drohen und ihr jeweiliges Volk samz Ablegern ohne Zögern verrecken lassen, - um ihm genau das als Entschlossenheit und Härte zu verkaufen. Wie peinlich! Die andere Seite einer solchen Haltung ergeht sich in Apeacemet oder Diplomatie und glaubt, durch Geschwätz und Geld (wird auch gerne als „wirtschaftlichen Druck“ bezeichnet) jemanden anderen von irgendetwas abhalten zu können. Ob einen das alles pessimistisch stimmen könnte? Ja klar, solche Erkenntnisse helfen auch niemandem. Doch es hilft, die Realität so zu erkennen, wie sie womöglich ist.
Montag, 15. Februar 2016
Talkrunden mit selbsterklärten "Eliten"
Erstaunlich, dass immer wieder dieselben Personen in
den Talkrunden sitzen und ihre immergleichen, ermüdenden Statements
von sich geben. Meist sind es gut situierte, wohl ausgestattete oder
alimentierte Personen, die aus ihrer Sicht der Überschau „von
oben“ scheinbar oberkluge Beurteilungen zur Lage ablassen. Klar - existenzielle Konkurrenz um Wohnraum oder Arbeitsplatz haben sie
nicht zu fürchten, wenn sie sich beispielsweise nur lange genug in den
öffentlich-rechtlichen (und von den Parteien bestimmten)
Institutionen hervor getan haben. Ihre Arroganz ist beispielslos,
denn die harten Folgen ihrer hochnäßigen Einschätzungen haben bis hin
zum Tod ausschließlich andere zu tragen. Sie selbst sitzen in ihrer
Festung Europa ja im Trockenen und geben sich als coole Einschätzer journalistischer Praktiken.
Als Role Model und Beispiel mögen da aber auch die Wirtschaftsberater, "Prozessoptimierer" und Rationalisierer gelten, die ja keine Legimiation nötig haben, weil die Wirtschaft rein hierarchisch, also nach dem Prinzip der Diktatur funktioniert und sich nur gelegentlich durch speziell geschulte Verlautbarungen und allerlei Kommunikationsstrategien rhetorisch wohlgeschult erklärt. Pro Forma existiert in Deutschland eine betriebliche Mitbestimmung, die freilich durch die korruptive Neigungen so mancher Arbeitnehmerfunktionäre wirksam ausgehebelt zu sein scheint. Es färbt auch das Geschäft der Politik ab, die mit ähnlichen Mechanismen operiert und sich in den westlichen Demokratien fortwährend damit heraus redet, dass sie demokratisch legitimiert, also gewählt sei. Dabei sind die demokratischen Entscheidungsprozesse längst von den Parteien und deren eigenen Interessen blockiert und für sich in Anspruch genommen. „Die Parteien wirken mit an der Willensbildung des Volkes", hat das Grundgesetz einmal versprochen. Es hat nicht vorgesehen, dass alle politischen Entscheidungsprozesse und alles Steuerunterstützungsgeld über die Parteien läuft, dass alle Pfründe längst verteilt sind, bevor sich irgendjemand zur politischen Partizipation entschließt. An dieser Stelle wird sich halt nicht so gerne auf das Grundgesetz berufen, das andererseits doch in letzter Zeit unaufhörlich als eine Art Anker der deutschen Werte herhalten muss.
Als Role Model und Beispiel mögen da aber auch die Wirtschaftsberater, "Prozessoptimierer" und Rationalisierer gelten, die ja keine Legimiation nötig haben, weil die Wirtschaft rein hierarchisch, also nach dem Prinzip der Diktatur funktioniert und sich nur gelegentlich durch speziell geschulte Verlautbarungen und allerlei Kommunikationsstrategien rhetorisch wohlgeschult erklärt. Pro Forma existiert in Deutschland eine betriebliche Mitbestimmung, die freilich durch die korruptive Neigungen so mancher Arbeitnehmerfunktionäre wirksam ausgehebelt zu sein scheint. Es färbt auch das Geschäft der Politik ab, die mit ähnlichen Mechanismen operiert und sich in den westlichen Demokratien fortwährend damit heraus redet, dass sie demokratisch legitimiert, also gewählt sei. Dabei sind die demokratischen Entscheidungsprozesse längst von den Parteien und deren eigenen Interessen blockiert und für sich in Anspruch genommen. „Die Parteien wirken mit an der Willensbildung des Volkes", hat das Grundgesetz einmal versprochen. Es hat nicht vorgesehen, dass alle politischen Entscheidungsprozesse und alles Steuerunterstützungsgeld über die Parteien läuft, dass alle Pfründe längst verteilt sind, bevor sich irgendjemand zur politischen Partizipation entschließt. An dieser Stelle wird sich halt nicht so gerne auf das Grundgesetz berufen, das andererseits doch in letzter Zeit unaufhörlich als eine Art Anker der deutschen Werte herhalten muss.
Samstag, 21. November 2015
Entscheider
"Ich
arbeite dafür (...), dass wir diese Außengrenzen wieder in den
Griff bekommen, weil sie uns die Freiheit im Inneren der Europäischen
Union erhalten", sagt Angela Merkel in ihrer Rede zur
Flüchtlingsfrage anlässlich 25 Jahre CDU-Landtagsfraktion in
Schwerin.
Das ist das Stichwort. „Wir schaffen das!“. Ach? Die deutsche
Politik hat im europäischen Rahmen kläglich versagt. Nichts ist
geschafft! Absolut nichts. Nicht mal das! 130 Flüchtlinge sind
inzwischen auf die einzelnen Staaten verteilt, viele Wochen nach den einschlägigen
Beschlüssen, die 160 000 vorsahen. Wieso erpressen diese Leute nicht
diese unwilligen Staaten mit EU-Beiträgen, wenn genau diese
„Staaten“ den Rest Europas so rücksichtslos erpressen?
EU-Egoismus. Wie wenn hier kein Land des Egoismus sei! Hier in
Deutschland ist er sogar gesellschaftlich verordnet, trotz und gegen
alle wohlmeinenden Freiwilligen, die der Stolz dieses Landes sind und
zu denen solche „Entscheider“ der Politklasse nicht gehören. Was
ist eigentlich mit den Menschenfreunden aus Frankreich? Es sind hier
wie dort nur wenige Politiker und Bestimmer, die sich selbst
persönlich an Hilfe beteiligen. Es entspricht halt nicht ihrer
Idiologie. Und sie sind zu bequem dazu. Zu wohlsituiert. Die liefern lieber Waffen in den Nahen Osten, weil ihrer Klasse das Geld bringt. Und? Kulturmenschen sind ohnehin nicht sichtbar. Wieso eigentlich nehmen
die wichtigsten „Verbündeten“ in Europa so gut wie niemand auf?
Angst vor Le Pen? Rechtspopulisten? Bitte keine solche politischen
Tabuzonen! Das passt nicht zu Europa, - zur EU wahrscheinlich schon.
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