Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Donnerstag, 28. Mai 2026
Bei sich
Es hatten nun die Jahre begonnen, in denen man auf sich selbst zurück geworfen war, in denen man entdeckte, dass man alleine war, dass da eine Distanz zu „den anderen“ war. Waren die Jahre davor weitgehend der populistischen Anbiederung gewidmet, so musste man nun zur Kenntnis nehmen, dass sich immer mehr Leute von einem zurück gezogen hatten. Man fragte sich, an was das wohl liegen möge und hatte daneben Nachrichten von plötzlichem und überraschendem Tod zu verarbeiten. Es beschlich einen das Gefühl, dass man den Boden unter sich verloren hatte, dass er einem weg gezogen wurde. Von wem? Man empfand nun eine tiefe Distanz zu „den Andern“ und entdeckte gleichzeitig, dass man in einem hohen Maße sich mit sich selbst beschäftigen konnte. Unter anderem hatte einem das Musikmachen Halt gegeben. Elektronische Apparaturen, man war in der Lage, improvisieren zu können, spontan aus einer Situation heraus etwas schaffen zu können. Ein bisschen Handwerk und Einsicht in harmonische Abläufe war einem geblieben. Mit der Zeit hatte man auch so etwas wie ein Rezept und Routine daraus entwickelt. Man konnte sich darin fallen lassen und gespannt sein, was sich entwickeln würde. Doch irgendwann war die Hardware samt der Software kaputt und auch noch dieser „kreative“ Ausweg versperrt.
Sonntag, 22. August 2021
Der Weisheit entgegen
Was ich erfahren habe, was ich einigermaßen bedacht und wozu mir Notizen gemacht habe: Weisheit als Zustand allumfassender Zufriedenheit, die nicht von den Unwägbarkeiten des Lebens abhängt? Glück mag dabei ein innerer Zustand sein. Anstatt zu versuchen, die Welt nach seinen Wünschen zu verändern, passt der Weise seine Wünsche an die Welt an und bewahrt sich so seine Gelassenheit. Menschen erlangen so etwas mit regelmäßiger Meditationspraxis, - heißt es. Sagen mir „weise“ Leute. Mir war so etwas bisher nicht beschert. Im Gegenteil, ich beobachtete, wie Personen meditierten und kurz danach das Leben lebten, das auch alle anderen hier in dieser Gesellschaft zu praktizieren suchen. Mitgefühl? Konnte ich an ihnen selten oder gar nicht beobachten. Sind diese Leute also auf einem spirituellen Trip, sind sie ernst zu nehmen oder sind sie nur Teil einer sozialen Klasse, die ihre Langeweile damit zu durchstechen vorgibt. Ist das alles sowieso nur eine Haltung, die jederzeit abgelegt werden kann, gilt auf der ganzen Welt sowieso nur das Fressen, saufen und bumsen? Ist alles andere eine (schöne) Illusion? Was bedeutet der Ausschnitt der Welt, dem ich mich gegenüber sah? Inwiefern hat mir meine spezielle Sensibilität genützt, - oder hat sie mir mehr geschadet? Bin ich gerade dadurch zu einem Verlierer geworden? Ist der „Weg nach Innen“ eine Obsession derjenigen, die sich so etwas leisten können, die ökonomisch in einer bestimmten, ziemlich privilegierten Lage sind? In sich gehen als Weg? Introspektion? Dadurch völlige Gegenwart erlangen? Zen scheint mir in diese Richtung zu weisen. Still werden. Mit dem Universum verschmelzen. Sich in die Natur fallen lassen. Näher an den Einklang mit ihr kommen. Eins mit ihr werden. Den Menschen dadurch helfen? Welchen? Ich sehe keine, denen ich auf diese Weise helfen könnte. Wie könnte ich noch einmal komplett meine Umgebung wechseln, in einer Weise, die meinem Weg zur Erkenntnis nützen würde? Ich muss begreifen, dass ich auf der Zielgeraden bin, dass meine Handlungsmöglichkeiten immer weniger werden und dass ich mich unweigerlich einer anderen Dimension nähere.....
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