Reise durch Wirklichkeiten

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Montag, 14. Oktober 2024

Reichtum

Wir lesen davon, dass Jeff Bezos nach Schätzungen etwa 195 Milliarden Dollar haben soll. Wir leisten uns noch den Luxus, darüber erstaunt zu sein, über diesen unfassbaren Reichtum. Allgemein soll solches unziemlich staunendes Gebaren von anderen und mir "Sozialneid" genannt werden, heißt es. Die Gesellschaft rechtfertigt dies Raffen offenbar aus sich heraus, insbesondere die US-amerikanische. Ob der Versandmann noch etwas davon hat jenseits dessen, dass er seinen Reichtum gelegentlich feist grinsend bei öffentlichen Empfängen vorführt und operational als Versandhändler ausgestiegen ist? Wer ihm wohl diesen Reichtum erarbeitet hat? Der Mann hat sich diesem „Enrichissez-vous“, diesem Gebot der Bereicherung wohl optimal angepasst. Dafür sollte er durchaus etwas verdienen. Aber so viel? Zudem werden einem in den Medien täglich reiche InfluencerInnen vorgeführt, die offenbar alles richtig gemacht haben und nun in Saus und Braus leben. In Dubai. Und in anderen Luxusbleiben. Unter ähnlichen Verhältnissen. Luxus. Sportwagen. Schlitten. Villen. Aber die Masse der Leute scheint deren Person und den damit verbundenen „Produktempfehlungen“ nachzuhängen. Wie geht das? Ob das „Neoliberalismus“ ist? Abhängig von Konsum? Jeder seines Glückes Schmied? Egal wie. Auch wenn das alle Grenzen überschreitet? Wachstum rules? Wir sehen Menschen, die gar nichts haben und wundern uns, sind erstaunt. Wie geht das zu in dieser Welt? Soll das ein Preis für den „Fortschritt“ sein? „Trickle-down“-Theorie? Sie behauptet, wenn`s den Reichen gut gehe, hebe das auch das Niveau der Armen. So viele „Reiche“ berufen sich darauf. Von unten gesehen sind daran Zweifel erlaubt. Eine Differenzierung gerade angesichts gegenwärtiger wirtschaftlicher Entwicklungen in schland erscheint angesagt.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Klassifiziert

Bin ich ein Boomer oder ein junger Heißsporn auf dem Weg zur Karriere? Ein alter, weißhaariger Mann oder ein Upstart im Sozialstaat, der auf Kosten der Anderen gut subventioniert lebt, - auch wenn zb. ich von diesem Staat kaum profitiere und als Vollakademiker (Haha Bildung!!!) als bettelarm gelten darf? Kann man wegen seinem Alter gegen Jüngere oder Ältere ausgespielt werden? Arme gegen noch Ärmere? Beamte leben gut, der Staat verbeamtet schon längst wieder, weil „Fachkräfte fehlen“ (und er diese kommenden Leute dem Nachbarstaat wegfangen will, kann diese Fachkräftephrase nicht mehr hören). Haha. Hätte man auch machen sollen. Man fand eine solche Motivation aber zu spießig für sich. Luxus! Muss man sich leisten können, - so weiß ich heute. X x Am I a boomer or a young hotshot on the way to a career? An old, white-haired man or an upstart in the welfare state who lives well subsidized at the expense of others - even if, for example. I hardly benefit from this state and as a full academic (haha education!!!) I can be considered dirt poor? Can you be pitted against younger or older people because of your age? Poor against even poorer people? Civil servants live well, the state has long since started employing civil servants again because there is a lack of skilled workers (and it wants to capture these coming people from the neighboring state and can no longer hear this skilled phrase). Haha. You should have done it too. But people found such motivation too bourgeois for their own good. Luxury! You have to be able to afford it - that's what I know today.

Freitag, 22. September 2023

Luxusidyll

Ich sehe in einem Magazin aus Papier einen schönen weiten Alpensee. Er fließt in mich hinein. Er verbreitet sich. Im Hintergrund Berge, davor eine Wiesenlandschaft, wie sie sich halt für eine solche Szenerie gehört. Ein Luxuswesen auf einem Steg breitet die Arme aus und kommt bezaubernd lächelnd auf den Betrachter zu. Ach, so in etwa dürfte sich gehobener Lifestyle anfühlen! „Freiheit im Grünen erspüren“ steht da daneben. Was ist das für eine Lebenswelt, die mir da gespielt wird? Eine finanziell gut unterfütterte allemal. Das man in einem solchen Rahmen dem Besitzbürgertum angehört, dürfte kein Thema sein. Denn es ist selbstverständlich, so wie in den meisten Fernsehserien, die ihre Aufgeregtheiten in einem solchen Rahmen spielen lassen. „Gut aufgehoben“ und „glücklich sein“ sind die nächsten Sätze, die mir auffallen, wenn ich weiter blättre. Unten am Editorial grüßt eine gut gelaunte Dame. Über ihr steht „Wir freuen uns, Sie verwöhnen zu dürfen!“ steht dicht neben ihr, während wir im Geiste schon den Bentley um die gut gepflegte Baum-Ecke fahren sehen. Ein Chauffeur hält die Wagentüre auf. Einsteigen in diese Welt, die uns hier schmackhaft gemacht werden soll, trotz aller Konflikte, die darin spielen: üble Immobilienspekulanten und Baulöwen, smarte Korruptionen und süffisant genießerisches Lächeln von einem, dem dies gebührt. Wem fallen da nicht all die zeitgemäß modernisierten Versionen ein, die unsere Medien und unser Bewusstsein durchdringen! Es geht um Lifestyle. Wellness. Genuss.Leider habe ich eben das Klo geputzt, was mich in meiner wunderbar erfrischenden Betrachtung dann doch ein bisschen bremst. Ich lese „Leichtigkeit und Abenteuer“, ein Gefühl, in das sich seltsam undefinierter Gestank und ein dreckiger Belag drängt. Nun ja, ich bin nicht Teil davon, klaro, ich habe mir kein solches Luxus-Erlebnis geschaffen. Gut aufgeputzte Berghütten laden ein, - als nächstes. Ob es da wohl auch ein Klo gibt? Wird wohl regelmäßig vom „Personal“ geputzt und riecht gut. Das ist nicht meine Welt und wird es wohl auch nicht werden. Kulinarik, verbunden mit fetten Rechnungen. Urlaub, Urlaub. x I see a beautiful, wide Alpine lake in a paper magazine. It flows into me. He spreads. Mountains in the background, in front of it a meadow landscape, as it should be for such a scenery. A luxury creature on a jetty spreads its arms and approaches the viewer with an enchanting smile. Oh, that's what an upscale lifestyle should feel like! "Feel freedom in the countryside" is written next to it. What kind of living environment is it that is being played for me? A financially well-supported one. That one belongs to the property-owning bourgeoisie in such a framework should not be an issue. Because it is natural, as in most television series, to let their excitement play out in such a framework. "Well cared for" and "being happy" are the next sentences that strike me as I continue to leaf through. At the bottom of the editorial, a cheerful lady greets you. Above her is written "We look forward to pampering you!" is written close to her, while we already see the Bentley driving around the well-tended tree corner. A chauffeur holds the car door open. Step into this world that is to be made palatable to us here, despite all the conflicts that play out in it: nasty real estate speculators and property developers, smart corruption and a smug, smug smile from someone who deserves it. Who can't think of all the contemporary modernized versions that permeate our media and consciousness! It's about lifestyle. wellness. Pleasure. Unfortunately, I have just cleaned the toilet, which slows me down a bit in my wonderfully refreshing contemplation. I read “Ease and Adventure”, a feeling intruded by a strange undefined stench and a dirty coating. Well, I'm not part of it, sure, I didn't create such a luxury experience for myself. Well decorated mountain huts invite - next. Is there a toilet there? Is probably cleaned regularly by the "staff" and smells good. This is not my world and probably never will be. Culinary delights combined with fat bills. vacation, vacation.

Dienstag, 8. August 2023

Wissenschaft als Religion

Es gebe keine Veränderung des Abstands zwischen Arm und Reich, behaupten interessierte Kreise und führen dazu regelmäßig scheinbar objektiv belastbare Statistiken ins Feld. Ja wie nun? Ob uns da nicht eine Skepsis angesichts dieser Wissenschaftshörigkeit befällt? Ist Wissenschaft etwas beliebiges? Ist sie Interessen ausgesetzt, ja gelegentlich davon sogar beeinflusst? Kann das sein? Darf das sein? Ob gewisse „wissenschaftliche“ Aussagen nicht regelmäßig gekauft sind, ob „die Wissenschaft“ nicht auch korrupte Seiten hat? Theorie und Empirie, ein schwieriges Verhältnis? Ob ein statistischer Durchschnittswert auch gelebt wird? Das primitive und sehr anschauliche Beispiel dazu lautet: jemand hat ein Einkommen von 1000 Euro. Ein anderer hat 1 Euro. Über 5 Jahre hinweg hat die erste Person einen Einkommenszuwachs von 10 Euro, verdient nun also 1010 Euro. Das Einkommen der ersten Person stagniert in diesem Zeitraum und bleibt gleich. Rein statistisch ist es diesen beiden Personen dann besser gegangen, ihr Einkommen hat sich erhöht. Blöd nur, dass dies ausschließlich für eine der beiden Personen zutrifft, für die andere nicht. Ob sich's ähnlich mit der Einkommensverteilung in Europa, insbesondere in Deutschland verhält? Neulich musste eine Tafel ihren Dienst wegen Überlastung einstellen. Im öffentlichen Fernsehen kam ein kurzes Interview dazu, in dem eine verantwortliche Person die Entwicklung zu kennzeichnen versuchte. Man habe, so diese Person, mit ein paar hundert (die genaue Zahl wurde genannt) zu betreuenden Personen begonnen. Mittlerweile sei man bei 18 000 („gefühlt“ aus der Erinnerung genannt) und würde diesen Zuwachs einfach nicht mehr bewältigen. Ob so etwas einen Seitenblick wert ist? Ob dies einen Aussagewert über die reine Stichprobe hinaus hat? Ob es ein Auseinanderdriften bedeutet? Ob wir wirklich eine immer extremer werdende Kluft zwischen Arm und Reich haben? Ob auch dies jenen Populismus produziert, der jetzt parlamentarische Demokratien auf der ganzen Welt bedroht? Wenn sich auf der einen Seite irre Reichtümer häufen und andere von Monat zu Monat, von Woche zu Woche, von Tag zu Tag kämpfen müssen, um mit ihren Einkommen auch nur die wesentlichsten Ausgaben bestreiten zu können. Sparen bei Strom und Ernährung: ob angesichts dessen das Label „Bio“ ein bisschen allzu leicht zu propagieren ist? Tatsache ist, das man sich selbst dieses fragwürdige Logo „Bio“ leisten können muss. Es bedeutet ja meist eine Mehrausgabe, die selbst beim sparsamsten Kurs nicht von den anderen Ausgaben abgezwackt werden kann. Da ist es womöglich leicht, locker vom Verschieben von Prioritäten zu schwadronieren. Urlaub, ein Luxusgut? Für die einen Bestandteil des Alltags, für die anderen unerreichbarer Luxus. Ob das Zeichen sind, Signaturen, oder ob es rein zufällig wahrgenommene Dinge sind, die keineswegs zu verallgemeinern und ins noble Reich der Wissenschaft zu heben sind?

Dienstag, 27. September 2022

Sich verkaufen

Ist alles anders? Das kann doch nicht sein! Ich wundere mich, wer alles an selten dämlichen Ratespielen, Gewinnspielen, Kaufshows, Verlosungen, Zurschaustellungen, name-droppenden Einblendungsorgien und saudoofen Quiz-Veranstaltungen teilnimmt: Leute, von denen man bis dato relativ viel gehalten hatte, zeigen sich einem plötzlich von ihrer vulgären oder peinlichen Seite, weil sie dafür wohl (viel) Geld bekommen. Dass diese Form modern zeitgemäßer Prostitution angesagt ist: okay! Aber dass diese Personen dabei mitmachen, kann einen wie mich manchmal schockieren. Man nahm sie geraume Zeit ernst, d.h. man glaubte, dass diese Leute auch einen kritischen Abstand zu den Verhältnissen hätten. Wenn sie dann auch noch so offensichtlich und offenbar stolz bekennen, dass sie das Gegenteil von dem leben, was sie im Showgeschäft zeigen, kann es einem die Sprache verschlagen. Gegen den Klimawandel engagierte Menschen entpuppen sich dann als üppig ausgestattete Luxuswesen, denen es nichts ausmacht, öfter mal den Flieger zu nehmen, um von A nach B zu kommen: „Weil‘s schneller geht“. „Weil‘s schöner ist“. Leute, die öffentlich für einen gewissen Konsumverzicht standen (was einem immer schon etwas unglaubwürdig vorkam), führen ihre prall geführten Kleiderschränke vor oder prahlen mit dem eben angeschafften Lamborghini. Ein smarter Zynismus scheint bei ihnen so gut wie alles zu überziehen. Eher beiläufig wird dann gegen „Tugendwächter“ gewettert, „Denkverbote“ werden gewittert. „Gesinnungspolizei“ wird als „ugly“ abgemahnt, „Gutmenschen“: das geht gar nicht! - was für Personen sind das? Gleichen sie gewissen Politikern, die ihr Recht anmahnen, als „private“ Person ganz anders zu sein, wie als öffentliche und ganz andere Standpunkte zu vertreten?

Samstag, 23. April 2022

Vom Hochglanz beschienen

Mir ist eines dieser Hochglanzmagazine in die Hände gekommen, die eine Welt des Luxus und des damit verbundenen Luxus der sogenannten „Premium-Produkte“ beschwören sollen. Als erstes fällt mir auf, wie raffiniert hier Bild und Text, Anzeige und Werbung ineinander greifen. Wie insgesamt die Kurzvision eines farbigen Lebens in Schönheit entstehen soll, - was ich gut merke. Herrliche Bilder aus einer herrlichen Wirklichkeit leiten das Ganze ein, begleitet von ganzseitigen Anzeigen mit roten Lippen im Großformat, die laut des spärlichen Untertextes für ein bestimmtes Gefühl stehen sollen. Ein Parfumflacon mit einer ansehlichen Schriftstellerin im Trenchcoat folgen. Ich muss das in mir mit dem Bild von zerfetzten Menschen in zerfetzten Häusern verhandeln, das mich zuletzt beeindruckt hat. Dann ein milchiges Glas, das sich vor ein Hochglanzgesicht schiebt. Wieder ein Flacon mit scheinbar ausdrucksstarkem Model-Gesicht dahinter. Ein paar Worte über Beauty, ein paar über Lifestyle. Danach „Blushes“ in Pink. Was das ist? Keine Ahnung, aber will gut aussehen…... Dann etwas über Künstler. Eine Dame in traumwandlerischem Gewand posiert vor einem seltsamen Gegenstand. Bemalte Möbel. Abgebildete Entspannungsessenz. Himmliches Himmelbett. Eine Dame in Jeans, aus ungewöhnlichem Winkel in ganzer Größe und auf Sand geschüttet aufgenommen…..usw. Ob wir wirklich in verschiedenen Wirklichkeiten leben? Ob es etwas mit Bildung zu tun hat, wie man beeinflussbar ist? Ob einen so etwas schützt vor emotionalen Angriffen? Ob diese Bilder auf unterschiedliche Lebenswelten hinweisen? Bange Fragen…...

Samstag, 29. August 2020

Beerdigungsspekulation

Wir sind nicht unser Körper. Unser Körper ist wie ein Auto, das wir im Verlaufe unseres Lebens zuschanden fahren. Dann steigen wir aus und suchen uns, der Idee der Inkarnation folgend, ein neues Auto. Das sagt der Hinduismus manchmal. Das habe ich jüngst irgendwo gelesen. Wir aber lassen uns in Kapseln zum Mond schießen – und dann weiter zum Mars. Wir hingegen wollen es originell: wir lassen uns einfrieren, zu Diamanten verarbeiten, aus Heißluftballons und Fischkuttern streuen, plastinieren, um wenigstens ein bisschen außergewöhnlicher tot zu sein, als wir lebten. Die meisten aber lassen sich noch immer in preiswerten Gräbern mit Stiefmütterchen beerdigen… pah, wie langweilig! Oder? 
Aber man ist ja dann schon tot und bleibt es vielleicht auch. Die Beerdigung? Unserer Kultur und unserem Weltbild gemäß. Doch gibt es das noch? Ob das auch eine Statussache ist? Wer aufwendig gelebt hat, will vielleicht auch so beerdigt werden: Möglichst Mausoleum (klaro, ist hoch gegriffen!), mit allem Luxus, drum und dran, bombastisch, nicht billig als Massenware. Rechtzeitig reservieren heißt die Devise. Nicht zu spät kommen, sonst bestraft einen XXXX. Natürlich gibt es entsprechende Reservierungen - gegen Kohle. Wenn‘s geht, in der ersten Reihe. Baumbestattung? Gemach! Der letzte Sargnagel muss erst sitzen. Man kann sich auch seinen Fußballverein aussuchen und sich zusammen mit Gleichgesinnten beerdigen lassen. Klassisch. Gleichgerichtet. Unsterbliche Seele, wohin? Sie flattert auf und davon, in den Himmel, in die Hölle….und weiter….

Donnerstag, 2. April 2020

Momentaufnahmen aus einer gewissen Perspektive (2)

B- und C-Promis mokieren sich über Hamsterkäufer, die Kackpapier kaufen. Und all das andere Zeugs….. Einen Satz später gestehen sie, mit wie wenig man doch „im Notfall“ auskommen kann: keine Flüge mit dem Privatjet, keine spritintensiven Yachtfahrten über das Meer, keine neuen Häuser und Fahrzeuge….überhaupt: kaum Käufe vom Swimmingpool aus, - und was der Bespassungen sonst noch so sind….. Außer Supermarktkosten fällt bei ihnen derzeit wohl wenig an, so gestehen sie freimütig grinsend. Traurig, dass solche Leute als schrittmachende Gesichter und dekadente Luxuswesen wohl gebraucht werden, um mit gewissen Parolen das Kontaktverbot besser aushalten zu können. Sie transportieren offenbar die Sicherheit, die Viele jetzt wohl brauchen. Und sei sie noch so brüchig….. Die Welt, wenn wir alles überstanden haben („Wir schaffen das!“), soll danach wieder die alte sein. Bitte! Mit geringen Modifikationen vielleicht. Ein paar Sachen müssen wir anders machen. Die Masse der Menschen soll mit speziellen Apps analysiert werden, zu ihrem und unser allen Nutzen. Ihre Bewegungen zumindest. Ihre Kontakte. Klar, das ist jetzt leicht zu begründen. Die Virologen und Epidemologen wird man da schnell auf seiner Seite haben. Die Ärzte weniger……
Währenddessen werden von abgezockten Regierungsvertretern auf PKs Verantwortlichkeiten zurück gewiesen. Es wird überhaupt abgelehnt......"Das kann ich ihnen jetzt nicht sagen....", "Meines Wissens nach"

Dienstag, 28. März 2017

Spielerfrauen

Wem sind sie nicht schon aufgefallen, die Spielerfrauen, die sich gerne auf der Tribüne und in TV-Tanzshows vorzeigen. Trophäen halt. Vorzugsweise Models oder so aussehende Damen des „Easy Money“ oder „Jet Set“ (was für ein altmodisches Wort!). Es sind oft schön neureiche Damen, die sich Berühmtheiten an den Hals geworfen haben und ihr möglichst den gängigen Idealen entsprechendes Aussehen möglichst meistbietend verkauft haben, genauso, wie das der Beruf als Model mit sich bringt. Eine typische Aussage solcher "schönen" Luxusdamen wäre die, die für sich behauptet, unbedingt die „Komfortzone“ und die üblichen Sicherheiten verlassen zu wollen. Etwas „komplett Neues“ anzufangen und sich selbst neu kennen zu lernen, sei das Reizvolle. Typisch für Damen ihres Schlages. Dann muss meist eine Boutique eröffnet werden. Oder andere Selbstverwirklichungsstrategien sind angesagt. Selbstverständlich auf Kosten des reichen Mackers, der gerade zusammen mit seinem Spielerberater oder -vermittler in Verhandlungen um einen neuen Vertrag steht. Es geht, so die dann übermittelte Kolportage, um mehrere Millionen. Der Spieler stößt dann irgendwann die Dame ab und sucht sich etwas neues, jüngeres. Vielleicht, wenn der Typ clever ist, gibt es auch eine Hochzeit, in deren Vorfeld Gütertrennung (von den entsprechenden Medien belauscht und ausspioniert) vereinbart wurde. Selbstverständlich gibt es auf Instagram oder Facebook Fotos aus allen Perspektiven von den Schönen, die sich dann meist knapp begleitet im Bikini zeigen. „Hach, wie süß sie sind!“ Ein tiefer Blick in die Augen, - während der Fan einen tiefen Blick auf die Titten riskiert. Urlaub ohne Ehefrau? Ob's das heraufziehende Zeichen für eine Krise ist? Und überhaupt Abstinenz vor einem Spiel tut gut, Sex vor dem spielerischen Akt raube doch immerhin die notwendige Aggression und den Kampfgeist. Auch nach dem Spiel herrsche leider zu oft tote Hose. Sex Abstinenz Beruhigung. Competition.Wettbewerb. Und der Blick durchs Schlüsselloch.  

Sonntag, 8. November 2015

Arm und Reich today - Vereinzelung

Jaja, angesichts all der Missstände und der seltsamen Mechanismen dieser Welt die Leute in die Vereinzelung treiben! Es gilt der subjektive Gefühlsausbruch, die emotionale Befindlichkeitsmitteilung, das banalste am Ich. Facebook und Co. sind da nur ein Beleg unter vielen. Viele Medien sind dabei die Schrittmacher, wenn es darum geht, Leuten Sand in die Augen zu streuen. Betäubungsstrategien zu entwerfen. Die Literatur macht da ja auch gerne mit. Persönliche (nichts Kollektives) Spiritualität (Kirchen sind out!) lässt sich dafür gerne missbrauchen. Das Bildungsbürgertum japst mit, so gut es halt geht. Mit der Zeit gehen, digital werden, neoliberal sowieso... dabei sein ist alles. Wer nicht mitmacht, ist isoliert. Wie armselig! Als müsste man das Einzelne nicht mit dem Gesamten in einen sinnvollen Ausgleich bringen! Als sei genau dies nicht eine anspruchsvolle Veranstaltung. Denker sind in Denkfabriken abgestellt, eingefriedet und gut honoriert, Elfenbeintürme wachsen von Konzernen hochgezogen aus der Erde, Universitäten sind eine Veranstaltung des Staates und als solche verpönt. Grundlagenforschung findet nicht mehr statt, es zählt, was Profit bringt. Schule des Turbokapitalismus. Keine Tarife mehr, dafür Start-Ups, in denen sich die Leute selbst ausbeuten, um schließlich überwiegend pleite zu gehen. Keine Gruppen, keine Mengen, keine Massen mehr. Das trüge nur zur Destabilisierung des „Systems“ bei. Keine generellen Regeln mehr, denn dann würden ja die Schwachen (die ja nur eine Chance haben, wenn sie sich vereinen) stärker. Es gelten zunehmend einzelne Abmachungen, Verträge, Agreements, die mit Individuen getroffen werden, um das Ganze zu schwächen. Denn der einzelne Schwache ist chancenlos gegenüber dem Starken. Dieser kann auf diese Weise endlich seine Bedingungen diktieren und verkauft das dann über findige PR-Agenturen so, als sei es zum Wohle der Allgemeinheit. Ob das demokratisch ist? Sozial? Begriffe aus vergangenen Zeiten, klar. Globalisierung nach Art der Besitzenden ist angesagt. Polarisierung auf allen Gebieten. Aufspaltung in einzelne Individuen. Teile und herrsche. 

Dienstag, 10. März 2015

Dichter werden dichter

Die Dichter versichern sich gegenseitig ihrer verlorenen Wichtigkeit, indem sie sich gegenseitig Preise verleihen. Ansonsten spielen sie Murmeln, die auch schon mal schöner waren. Sie siechen, denn sie haben ihre Funktion längst verloren, Buchdruck ist ohnehin veraltet. Gewiss, Reflexionen müssen sich einen Weg ins Bewusstsein bahnen, der manchmal lang, windig und mühevoll ist. Nur, wer will das schon in einer Welt der schnellen Kicks und Kitzel? Zwischen Stop und go, Standup und Comedy. Ausgefranst in den Medien, zerstäubt im Internet….die ruhige Überlegung fällt auf sich selbst zurück. Jetzt treibt das Wachstum die Beschleunigung um jeden Preis und das Echo verhallt im Nichts. Identität, Kultur. Zerrieben und pulverisiert zu Erbhöfen und Besitzständen. Wanken, Umfallen, Stürzen? Alles egal, solange es gemanagt wird. Umsatzrückgänge sind ein vorüber gehendes Wetterleuchten, Bailout rettet die Großen. Der Staat in Gestalt seiner Elite-Kretins schaufelt Milliarden in dieses Grab und schüttet es mit Steuermoneten zu. 
Die Städte sind überwuchert von Bedeutungslosigkeiten. Die Hohlheit füllt uns aus. Sie wird eingefüllt und die meisten merken es  gar nicht. Schnell, schnell, Inhalt egal. Legal, den vorgeschrieben Wegen entlang abgeschöpft. Gemolken. Von Bürokratien, von Sesselfurzern und Aasgeiern in fetten Sechs- und Achtzylinder-Limousinen. Unterwegs im Offroader auf der Autobahn. Hauptsache wir sind sicher! Die anderen werden wir dann im Falle des Falles schon zermalmen! Alle müssen sparen und haben das verinnerlicht. Sämtliche Gürtel enger geschnallt. Verdichtung allenthalben, aber keine Intensität, sondern fortwährende Lüge. Es bröckelt laut weiter.... 

Freitag, 16. Januar 2015

Zweisamkeit im Erfolg

Helene Fischer und Andrea Berg wären im deutschen Sprachraum ein Traumpaar, wenn sie wenigstens bisexuell veranlagt wären. Im neudeutschen Toleranzgeschwafel würde das freundlich goutiert und gleichzeitig mit einem scheinmoralischen Seitenblick quittiert. Als einen kleinen Kick, als eine anregende News würde das die Öffentlichkeit wahrnehmen. Als Merkmal einer anderen und jenseitigen Existenzweise, so wie die Antike die Sphäre "der Götter" verstanden und gedeutet hat. Etwas, zu dem wir uns sehnen, eine Superstarlebensweise mit allen Insignien und Trophäen des modernen Daseins: Geld, Luxus, Autos, Flugzeuge, Lover zur freien Auswahl, eine großzügig ausgelegte Heimstatt und ein smartes Dasein, in dem scheinbar alles gelungen ist. Lockerheit, die eben daraus entsteht. Ein Überblickerwesen, das sich selbst als "Elite" definiert. Wesen aus einer anderen Galaxie, die sich eines Tages nach einer beliebigen Gestaltung ihres Körpers auch eine Verlängerung ihres Lebens werden leisten können. Die Polarisierung und Ökonomisierung aller Lebensbereiche werden es möglich machen, dass dies zunächst nur einer bestimmten Klasse von Menschen möglich sein wird. Der große Rest und Bodensatz derjenigen Gesellschaften, die glauben, sich so etwas leisten zu können, wird diese Daseinsweise anbeten und bewundern. Sie selbst aber werden zerschreddert werden, zu Futtermehl verarbeitet.