Reise durch Wirklichkeiten

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Donnerstag, 17. April 2025

Digital world

Es sprechen offenbar viele Leute alltäglich mit Siri oder Alexa, den digitalen Sprachassistenten. Sie brüllen und nölen, sie näseln und faseln, sie kreischen und heischen….. Mit wem reden wir da? Mit einer Instanz, mit keiner Person, mit einer Stimme? McKillroy is watching you. Volkszählung. China. Kontrolle von oben. Mich müsste der Donnerblitz treffen, wenn ich mir eine solche Überwachungsanlage freiwillig ins Zimmer stellen sollte, um mich abhören zu lassen. Wohin die Daten gehen, die da abgesaugt werden? Ob die Auskünfte dazu vertrauenserweckend sind? Ob solche Datensätze gar im Darknet gehandelt werden? Ob nicht irgendwelche Geheimdienste, aber auch gewisse Firmen, ein heftiges Interesse daran haben? Ob solche „Datensätze“ per Software „ausgewertet“ werden können? Es gibt Anzeichen, dass man da ausgeliefert ist. Dass man nicht ganze Stäbe von Spezialisten zur Verfügung hat. Dass man auf Vermutungen angewiesen ist. Dass man es hier alles laufen lässt unter dem Mäntelchen des Neoliberalismus: alles, was „der Wirtschaft“ nützt, ist gut. Ob „die Politik“ da etwas tun will?

Freitag, 23. August 2019

Gut beraten?

Schlanke 180 Mio Euro und mehr soll die deutsche Regierung im Jahr 2019 bereits bis jetzt für Berater ausgegeben haben. Bei der bisher letzten "offiziellen" Angabe war dabei noch nicht einmal das Verteidigungsministerium und das Kanzleramt einberechnet. Das (wen wundert‘s?) Innenministerium und das Verkehrsministerium sollen sich bei ihrer eigenen Beratungsfähigkeit von außen (!)  besonders hervor getan haben. Dabei hatten die betroffenen Ministerien des Kabinetts insgesamt 20 000 Mitarbeiter, die den Ministern zuarbeiten sollen und augenscheinlich nicht gut genug für eine Expertise sind. Dem Laien ist das nicht gerade auf den ersten Blick verständlich. 
Und jetzt wurden auch die Zahlen fürs Verteidigungsministerium nachgereicht: Im ersten Halbjahr 2019 wurden demnach deutlich mehr als 150 Millionen für "externe Berater" ausgegeben. Die Bundesregierung insgesamt hat nach eigenen Angaben seit 2006 wohl mindestens 1,2 Milliarden Euro für externe Berater ausgegeben. Aha. Rechtfertigungszwang scheint da überhaupt nicht zu bestehen, parlamentarische Kontrolle kaum. 
Offenbar, und nicht zuletzt das Verteidigungsministerium scheint dies bis jetzt deutlich gezeigt zu haben (auch das Verkehrsministerium scheint sich zuletzt da besonders hervor getan zu haben…..), kommt es auf ein paar hundert Millionen hin oder her wohl nicht an. Kommt ja alles vom Steuerzahler! Und dann die Fragen, die sich daran knüpfen! Ob diese "externen Berater" immer im öffentlichen Interesse beraten haben? Ob es da auch den einen oder anderen Konflikt gab, oder ob solche Konflikte gleich gar nicht aufgetreten sind und eine konkrete Einflussnahme das Ziel war? Ob die Grenzen zwischen Lobbyisten und "externen Beratern" nicht ein bisschen verschwimmen könnten? Ob beim Beratungsprozess Ergebnisse heraus kommen, wie etwa die aus dem Verteidigungsministerium? So ging zuletzt die Meldung, dass der Kampfhubschrauber "Tiger" auf absehbare Zeit am Boden bleiben müsse, weil an den ausgelieferten Exemplaren erhebliche Mängel festgestellt worden seien.... Jetzt endlich scheint das Problem beseitigt zu sein.... Nachdem gewisse Zahlen jetzt doch noch öffentlich geworden sind und Fragwürdigkeiten erkannt wurden, werden und wurden Ausschüsse einberufen, die Sachverhalte wurden über lange Zeiträume geprüft, - und am Ende hat sich niemand etwas zuschulden kommen lassen. Wie immer. Alles scheint im Sande zu verlaufen. Irgendwie aus dem Blickfeld verloren. Ob sich die Parlamentarische Demokratie in einem Augenblick wie jetzt in einem solchen Zustand präsentieren sollte? Ob die Mechanismen der Überprüfung neu bedacht werden sollten? Ob hier die Verantwortlichkeiten neu geordnet werden sollten? Von wem? Von den Parlamentariern?

Donnerstag, 2. Mai 2019

Digitalisierung und Fortschritt


Ob wir dabei sind, alles zu vermasseln? Insbesondere die Zukunft? Ob wir so ziemlich alle Züge verpassen und uns das als „professionelle“ Politik vorspielen lassen? Wenn von der „Digitalisierung“ die Rede ist, dann ist meist das Verlegen von Glasfaserkabeln u.ä. gemeint. Von „den Parteien“. Technologische Aspekte, bei denen Deutschland auch nicht gerade glänzt. Dabei könnte es, wie einige Wissenschaftler glauben, sehr viel tiefer mit dieser „Digitalisierung“ gehen. So weit, dass es unsere gesamt Existenz berühren wird. Ob wir angesichts des Potenzials dieser Digitalisierung neu über den Begriff der Arbeit und überhaupt, über die Gesellschaft nachdenken sollten? Weil diese „Digitalisierung“ alles verändern könnte....? Erste Ausläufer sind ja wohl schon in China zu besichtigen. Ob eine solche Digitalisierung auch die Gefahr in sich birgt, dass der Mensch von „höheren Instanzen“ überwacht wird (jawohl, dass die Gefahr der Kriminellen dadurch gemindert wirde, sei zugestanden). Ob darin aber eine Gefahr liegt, rund um die Uhr überwacht werden zu können. Natürlich werden die Entscheidungsprozesse dadurch kürzer und im Kommandoton lässt sich nahezu alles gesellschaftlich zügig durchdrücken. Aber wollen wir eine solche Gesellschaft und sind wir, sofern wir darüber nachdenken wollen, bereits die gerne verteufelten „Bedenkenträger“, die dem Fortschritt und „der Innovation“ entgegen stehen? Wir nehmen das Smartphone im Durchschnitt etwa 200 mal pro Tag zur Hand, wir akzeptieren Burn out und Schlafstörungen....usw. Zum Wohle von „Big Data“? Ob das Fortschritt bedeutet?

Dienstag, 10. April 2018

Selftracking

Selbstüberwachung durch Tracker. Alles bearbeiten. Mathematische Formeln können uns berechnen. Unser Verhalten. Beinahe alles, was wir tun, wird erfasst und abgespeichert. Algoritmen errechnen Wahrscheinlichkeiten für unser Tun und legen dar, dass wir so etwas Besonderes nicht sind, für das wir uns so gerne halten. Gewohnheiten treiben uns. Festgelegte Strukturen. Drängen in etwas hinein, was wir sind und wie wir uns verhalten werden. Schon der uralte Film „Minority Report“ mit Tom Cruise zeigte uns das. Verhalten wird vorhersagbar sein. In diesem Fall geht es um abweichendes Verhalten, um Mord und Totschlag. Jetzt: Über unser Smartphone erzeugen wir dauernd Daten über uns und unsere Umwelt. Computer, Sensoren und Kameras halten fest, machen auswertbar, vorhersagbar. Die Datenmenge explodiert. Und unser ganzes Leben wird berechenbar. „Predictive Analytics“. Vorausschauende Analyse. Auch die Polizei macht sich dies zunutze. Anhand eines Algoritmischen Programms versucht sie Verbrechen zu verhindern, die noch gar nicht begangen worden sind. Verhalten vorher sagen (und danach Handeln: Ungesetzliches verhindern oder Konsum stimulieren, etwa im Falle einer ganz bestimmten Kaufentscheidung...). Regelmäßige Muster entdecken, per Computer. Auch Gesundheitspolitik ist damit möglich. Erkrankungen und Epedemien voraussagen. Früherkennung von Krankheiten. Verhaltens- und Aktivitätsmuster dafür analysieren. Verhinderbare Krankheiten verhindern. Mit Selftracking die Gesundheitsvorsorge verbessern. Sich selbst überwachen – und zwar so, dass man nicht mehr zum Arzt muss. Daten generieren, die bloß nicht in die falschen Hände geraten sollten. Bestimmte Krankenkassen hierzulande leisten noch Schwüre darauf. Noch. Das alles könnte ein gesellschaftliches Klima erzeugen, in dem man sich verdächtig macht, wenn man sich nicht genügend überwacht. Erste Tendenzen dazu machen wir gerne in China aus, - aber sie sind wohl auch hier im Anmarsch. 

Dienstag, 28. November 2017

Microchip und Überwachung

Es wird doch überall dieser Chip propagiert, der direkt in den Körper (unter die Haut) eingesetzt werden soll. Die Leute, die dies tun, verkaufen sich als „ganz vorne“ in der Entwicklung. Die Öffentlich-Rechtlichen scheinen hierbei ganz krass zu sein in der Propagierung. Dabei sollte einem eines ganz klar sein: wem ein solcher Chip eingesetzt wird, der ist „höheren Instanzen“ wie zum Beispiel dem Staat total ausgeliefert. Per Chip kann nämlich ein komplettes Bewegungsprofil und noch viel mehr erstellt werden (per Identifizierung durch elektromagnetische Wellen), der kleinteiligen Überwachung scheinen keine Grenzen gesetzt. In Schweden sei bereits ein solches Pilotprojekt im Einsatz, so wurde in den Öffentlich-Rechtlichen geschwärmt.... (nun ja, Schweden.....“starker“ Staat, offenbar starker Antisemitismus etc. ….ob die überall Avantgarde sind?,... es darf gezweifelt werden)
Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, ob dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt möglich ist oder nicht. Lächerlich. Wenn es irgendwann (vielleicht bald?) möglich ist, wird das möglich gemacht. (Technisch gesehen ist das die kleinste Übung). Und zwar auch der Werbung, großen Firmen und ähnlichen Mächten, denen der „Bürger“ schon jetzt in ungünstiger Weise ausgeliefert ist. Dass sich Moderatoren von Nachrichtensendungen bei transatlantischen Organisationen (oft ein Wort für „einseitig amerikanisch beeinflusst“) ganz und als Mitglied von mächtigen Verbindungen besonders dabei hervortun und unter anderem Werbesendungen für Silicon Valley produzieren, die in herkömmlichen und öffentlich finanzierten Fernsehprogrammen gesendet und mehrmals wiederholt werden, macht die Sache noch offenkundiger. Das Bezahlen per in den Körper implementiertem Chip ist offensichtlich das Ziel der Finanzindustrie („die Zukunft des Zahlungsverkehrs“) und offenkundig auch des datengierigen Staates, der mit dem dauernd vorgebrachten Terrorismus-Verdacht seine Bürger immer perfekter überwachen will. Noch wird das unter „Verschwörungstheorie“ total abgetan. Doch vielleicht droht möglicherweise schon bald eine solche Totalüberwachung.  

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Überwachung

Es ist doch immer dasselbe: Terrorismus als Vorwand für den Überwachungsstaat! Es ist das durchgehende Muster. Wieso wollen gewisse Politiker das mit allen Mitteln? Aktionismus? Beschwichtigung? Affirmation? Streben nach dem allgewaltigen Staat? Eine gewisse totalitäre Tendenz? Wenn's drauf ankommt, klappt leider viel zu wenig, Pannen treten gleich massenhaft auf! Auf eilig einberufenen "Pressekonferenzen" wird nach gehabtem Muster alles in einen einzigen Faktennebel zerquatscht. Und die bestallten Medien machen alle mit. All diese Sprach- und Gesichtserkennungssoftware, die offenbar viel zu schweren Bleiwesten, die viel zu wenig vorhandene Kommunikation mit den Betroffenen und unter Behörden, die ja sowieso an den jeweiligen Landesgrenzen endet (hey, was machen eigentlich die EU-Schnarcher?), ein Geldfluss, der nicht auf Kosten der Allgemeinheit kontrolliert werden sollte (hey, setzt mal eure „Spezialisten“ in Gang!), die „Vorratsdatenspeicherung“, „Ermittler“, die Bescheid wissen und nicht handeln und vieles mehr......, es gilt trotz der in allen Medien beklagten Dauerereichbarkeit per Smartphone viel zu oft ein „Niemand ereichbar“, - es scheint all dies nichts zu nützen, auch wenn viele „Anschläge“ offenbar vereitelt werden konnten (was ja stets auf Jahre hinaus als Erfolg abgefeiert wird..., ohne genaue Fakten zu nennen, - ja klar, „Geheimhaltung“ unter den Unfähigen...). Ob das alles dem Vertrauen in „die Staatsgewalt“ förderlich ist? 

Dienstag, 10. Mai 2016

Chaos und ökonomische Ordnung

Der Mensch lebt auch (!!!) aus dem Chaos, aus dem Ungeordneten heraus. Das Nichtwissen, das Staunen, könnte ein Bestandteil seiner Existenz sein. Vielleicht sogar ein wesentlicher. Das ist unter Umständen weit entfernt von der Industrie 4.0, die uns jetzt angekündigt ist und die die Wirtschaft total umkrempeln will, indem sie Arbeitsplätze abschafft und die Produktivität massiv erhöht. Die Wirtschaft umkrempeln! Mit dem Menschen ist das einstweilen noch etwas schwieriger. Da ist das Problem der Akzeptanz. Aber da sind ja jetzt schon die Armbänder, die ein Feedback geben und einem beibringen, was es bedeutet, sich gesund zu bewegen im Alltag und seine Gewohnheiten dadurch zu optimieren. Alles ist ja nur ein technologisches Problem. Und die Menschen machen ja jetzt schon vieles freiwillig: Sie messen über Armbanduhren, die sie dann gerne „Wearables“ nennen, ihren Puls und ihren Kalorienverbrauch. Ob das nur ganz bestimmte Leute sind? Wohin die Daten gehen? Und was passiert, wenn jemand, eine Institution oder ein Unternehmen, Zwang dahinter setzt und gestützt durch seine red- und schreibseligen PR-Arbeiter ein unbedingtes Muss einfordert? Wenn es erst um geldwerte Vorteile und dann um die Nachteile dessen geht, der nicht mitmacht? 

Montag, 6. Juli 2015

Panoramafreiheit

Die EU-Parlamentarier stimmen doch tatsächlich am 9. Juli über die „Panoramafreiheit“ ab: Alles, was uns sichtbar umgibt, soll von Urheberrechten so geschützt werden, dass jeweils eine Erlaubnis des Machers eingeholt werden muss. Alles in unserem Blickfeld wird privatisiert! Als ich zum ersten mal davon hörte, dachte ich an einen Witz. Doch es war keiner! Nicht die sogenannten Künstler und Macher, sondern die Abmahnanwälte würden dadurch im höchsten Maße profitieren! Das Bundeskanzleramt? Geht als Foto gar nicht! Bloß nicht in Facebook stellen! Der Eiffelturm ist in Frankreich, wo die Panoramafreiheit ohnehin nicht gilt, am Abend bei Beleuchtung geschützt. Jeder müsste erst eine Erlaubnis einholen, bevor er dies ablichtet und anschließend auf Instagram stellt. Ein Architekt muss mindetens seit 70 Jahren gestorben sein, bevor jemand seine Bauwerke als Foto irgendwo einstellen darf. Peinlich, eine solche Regelung! Doch das stört die Maßgeblichen nicht. Höchste Verwirrung ist vorprogrammiert, zugunsten von Wenigen (zu denen Künstler nicht gehören). 

Freitag, 5. Juni 2015

Mutti & Zwerge (2)

Mutti als eine der sieben Zwerge hinter den sieben Bergen in Bayern. Sollen sie doch ihr doofes Spiel spielen in ihrer Inszenierung!! – wenn nur das viele Geld nicht wäre! Im öffentlichen Raum wird von mehr als 300 Millionen geredet (es können auch ein paar Millionen mehr sein!). „So viel kostet heutzutage halt die Sicherheit. Das Wichtige ist aber, dass man überhaupt miteinander redet..., sonst hätte es ja die Ostpolitik Brandts nie gegeben“, lassen blassierte Alt-Granden der Parteien im Fernsehen verlauten (was ich für eine grenzenlose Arroganz dieser sogenannten „Realpolitiker“ halte...) und zitieren dazu gerne einen ununterbrochen rauchenden Polit-Methusalem. Gipfelfeeling. Häuptlinge unter sich. Die Protestler draußen vor dem Tore spielen dabei auch ihre Protest-Rolle, scheinen nicht einverstanden mit allem (wir sind ja auch nicht mit allem einverstanden, - aber friedlich muss es bleiben, das schon!), das Fernsehen überträgt das Nicht-Spektakel den ganzen Tag. Elmau kann schön sein. Könnte. Ist jetzt eine Polizeifestung. Hubschrauber, Kontrollen, Hundertschaften, das ganze Programm. Die Sicherheit muss gewährleistet sein.
Was könnte man mit 300 Millionen alles machen!? Aber die Deutschen in all ihrer Einheit spielen das Spiel halt mit, glauben an Mutti, der in Wirklichkeit langsam die Realität zwischen den Fingern zerrinnt. Kriege und Konflikte allüberall. Wasser. Klima. Ethnien. Gier und Begehrlichkeiten. Gesundheit. Chemie- und Biowaffen. TTIP. Exporte. „Gute“ Beziehungen und ein bisschen Gutmenschentum (wenn's gerade passt!). Aber wir müssen froh sein, dass wir da unsere Demokratie haben, - gewiss. Putin ist aus dieser Wirklichkeit rausgegangen, diktiert jetzt die Realitäten per Gewalt. Darf dafür aber nicht dabei sein beim Gipfel (der US-Amerikaner aber sehr wohl, - wie das wohl unlängst im Irak war....? Völkerrecht? Hm.....Franzosen, Italiener, Engländer, Kanadier... niemand hat da Dreck am Stecken!). Aber müssen wir uns deshalb die Realität von den G7-Kaspern vorspielen lassen? Diese Komiker inszenieren sich uns. Das brauchen alle. So funktioniert halt die Welt, - sagen Realpolitiker. Ist das der Preis?

Samstag, 28. März 2015

Big Brother is watching you

Ich bin mit dem Auto an einer Überwachungskamera vorbeigefahren, da ging es mir unwillkürlich durch den Kopf: Habe ich die richtigen Klamotten an? Falle ich auf?.... Ich bin dann geistig einen Schritt zurückgetreten und habe mir gesagt "Es beginnt schon.... Du hast dich zu viel damit beschäftigt. Jetzt ist es sogar vorzeitig in dich eingesickert": Jede Abweichung von der Norm wird in Zukunft als Verdachtsfall gewertet, die internalisierte soziale Kontrolle wird die äußere flankierend ergänzen. Daten werden aggregiert, kumuliert, abgeglichen - Journalisten werden wie selbstverständlich zur Legitimation dieses Gesamtablaufs, also des Systems, in den Medien beitragen. Profivermittler. 

Das Gesamte wird uns leicht im Ungewissen darüber lassen, was „erlaubt ist“. So bleibt eine fortwährende Ungewissheit, die zur dauernden Verunsicherung und einer sozialen Kontrolle  beiträgt.  „Big Data“ schleicht heran: Vergünstigungen der Versicherungen werden diejenigen bezahlen müssen, die dem vorgegebenen Ziel nicht entsprechen.  „Ego – Spiel des Lebens“ hieß und heißt die Veröffentlichung des Journalisten Frank  Schirrmacher zu „Big Data“. Der Mann saß damals in vielen Talkshows herum. Wer hat schon gedacht, dass er bald sterben würde? Den hat das Thema sehr gekümmert und bekümmert… ein Vorherseher und moderner Prophet ohne Weihen. Jede Abweichung wird einen Konformitätsdruck erzeugen, jedes Anderssein wird verdächtig sein und eines Tages bestraft werden, - es wird mit Sanktionen belegt, die auch finanzieller Natur sein können. Da jeglicher Geldverdienst außerhalb selbstdefinierter „Eliten“ knapp sein wird und das ganze möglichst rational rationell funktionieren wird, mag dies ein mächtiges Instrument sein. Noch mächtiger als heute.

So ging’s mir durch den Kopf und ich hätte darüber beinahe die Ampel verpasst.