Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Freitag, 14. August 2026
Meine Blogs
Sonderbare Blogs? Vermischung von Erscheinungsformen als Untauglichkeit? In Wirklichkeit strebe und strebte ich jahrelang nicht nur durch meine Blogs die Integration von Text, Musik und Foto an, als eine Form von Ganzheitlichkeit, etwas, was mir immer schon vorschwebte. Ich entdecke immer wieder Gemeinsamkeiten dieser meiner Medien: etwa die Aufmerksamkeit für das Ungewöhnliche und das Unalltägliche, Das Schöne im Hässlichen etc., etwas, was ich abseits aller gesellschaftlicher Vorstellungen einzubauen versuche in meine Umsetzungen. Wieso schreibe ich „gesellschaftlich“? Weil ich diese Komponente stark empfinde, weil sie mir spätestens auch seit meinem Soziologie-Studium geläufig ist (obwohl sie mir von meinem Wesen her eher fremd ist), weil ich mich auch jetzt noch vieles auf Sozialisation und Ökonomie zurückzuführen traue und auch dadurch die fundamentale Veränderbarkeit menschlicher Dinge behaupte. Die Veränderbarkeit von Sicht- und Hörweisen hat mich oft getrieben, etwas, von dem ich weg von der Richtung allgemeiner Resignation zu kommen versuchte. Ich will nicht spinnert, esoterisch oder Avantgarde sein, den Ehrgeiz und die Energie habe ich nicht mehr. Der souveräne Überblicker? Pah! Eigentlich will ich nur die Summe meiner Perspektiven zusammenführen, aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, will an den Rändern meiner Betrachtungsweisen das Populäre mit dem Elitären verbinden, das Komplexe mit dem Einfachen, das Dunkle mit dem Hellen, das Vordergründige mit dem Hintergründigen, will einfach den Zusammenfall von Gegensätzen anstreben, was anscheinend für die meisten Menschen nicht unbedingt nachvollziehbar scheint. Nur? Ob das „verkopft“ ist?
Der Zuspruch der mir bei diesem Unterfangen entgegen kam, hielt sich durchaus in engen Grenzen, was sich von mir nicht gerade mühelos in Motivation umsetzen ließ. Auch schien (für mich überraschend) kein Bedürfnis zum Dialog da zu sein, nirgendwo, auch etwas, was mich immer getrieben hatte: der aufmerksame Dialog, der bereit ist, auf andere Sichtweisen einzugehen und ein Stück weit mit ihnen zu gehen, um zu sehen, wohin das führen möge, ohne Ambitionen, ohne Imponiergehabe und falsches Beharrungsvermögen. Auf diese Weise sah ich mir nur undefinierte „Freundschaftsanfragen“ gegenüber. Dabei sehe ich mich im Allgemeinen immer mehr dem Bedürfnis nach so schnellen eindeutigen wie einfachen Fragen und Antworten gegenüber, die eine weiter gehende Kommunikation oft unmöglich zu machen scheinen und schnell abgleiten in Zuweisungen und Verurteilungen. Ob die Welt vielleicht nicht gar so eindeutig beschaffen ist, ob sie nicht allzu oft ein Abwägen und Ringen um Einstellungen nötig macht? Ob „Fakten“, die man sich wohl erst erschließen muss, dabei nicht eine Art von Startrampe, eine Basis für Folgendes sein können? Nicht verstehen? Macht nichts.
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