Reise durch Wirklichkeiten

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Samstag, 1. August 2026

Auf der Suche nach Identität

Man müsste wie die Figuren bei Max Frisch von vorne anfangen können. Gar nicht mal aus Unzufriedenheit, sondern nur um ein Leben noch einmal neu zu leben. Aus anderer Perspektive. Für einen Relativisten wie mich ist das sogar vollkommen logisch. Dieser Gedanke hat mich unter anderem an den Pionieren fasziniert, die im 19. Jahrhundert in die USA aufgebrochen sind. Neue Horizonte. Sich selbst neu erfinden. Sich quasi umdrehen, derselbe bleiben und doch alles anders sehen. Ich habe und hatte zu wenig Urvertrauen dazu.

Montag, 15. September 2025

Imaginary Western

Wie war das damals in den US? Ich hatte unter anderem großen Respekt vor den Siedlern (Stichwort: Lewis Clarke Treck), immer dem Horizont entgegen, wir hatten einen Volunteer kennen gelernt, der sein Rentnerleben ganz einsam der Landschaftsüberwachung (Wetter, Waldbrände etc.) in Idaho widmete. Ganz allmählich glaubten wir, den Puritanismus aus unserer Warte heraus neu verstanden zu haben. Ich wollte damals sogar nach Arizona auswandern…. Doch ich habe mir überlegt: Schlangen, Alligatoren damals in Florida…. etc. Nicht mein Ding. Angst. Dagegen standen meine Neugier, auch auf andere Lebenszusammenhänge, das Abenteuerliche, „freie“? Die internationalen Beziehungen haben sich seitdem grundsätzlich geändert, ich muss mir überlegen, ob mich mein Interesse an den USA noch trägt, -während es hier schon erste Boykottaufrufe gegenüber amerikanischen Waren gibt. Amis sind auch – was mich ein bisschen stört - total spezialisiert: man sieht die Welt aus einem Volks- und betriebswirtschaftlichen Loch heraus, man will Geschäfte machen, Geld verdienen, um jeden Preis Profite machen. Ich bin durchaus der Meinung, dass die Macht der Systemgünstlinge wie Digitaloligarchen und Banker (Geldhändler) beschnitten werden sollte.