Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Freitag, 3. Juli 2026
Durch Generationen
Durch Generationen hindurch...
Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position, kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Segnungen der KI, den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Ein Abwägen. Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Und. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menschen profitieren könnten.
Mittwoch, 10. Juni 2026
Cut
Ich hatte erlebt, wie ich in meiner Wohnung zusammengebrochen und nur durch einen Zufall ins Krankenhaus gekommen war. Dort, wo man sich völlig verständnislos anhand meines Single-Daseins gezeigt hatte. Man hatte Kinder und Enkel zu haben, das lernte ich hier zum ersten Mal sehr eindringlich. Sie hätten einen versorgen müssen. Man wurde beispielsweise trotz heftigen Einspruchs mehrmals aufgefordert, doch „daheim“ anzurufen und sich benötigte Dinge bringen zu lassen. Man hatte insbesondere die in diesem Augenblick unabdingbar notwendigen Aus- und Nachweise nicht dabei. Selbst das Smartphone fehlte. Die Dokumente, die bezeugen und beglaubigen konnten, dass…. War man überhaupt krankenversichert? Wer war man?, konnte man seinen Namen beweisen? Das Kärtchen von der Versicherung u.a. „Da könnte ja jeder kommen….“. Auch war da meinerseits ein tief sitzendes Misstrauen dem Gesundheitssystem und seinen handelnden Personen gegenüber. Man wusste ja, dass eine Operation am Herzen sich für ein Krankenhaus qua „Fallpauschale“ materiell sehr lohnen würde. Das zu wissen, war man auch Journalist. Prompt war auch meine erste Operation daneben gegangen. Erster Durchgang. Nachuntersuchungen. Bedenkliche Gesichter. Neuer Termin. Wieso ich? Wer bin ich? Wo bin ich?….. fragte man sich. Wieso geht bei mir immer alles schief? Welches Spiel wird da hinter meinem Rücken gespielt?
Donnerstag, 12. März 2026
Mithalten....
Ich blicke in meine Umwelt und schreibe auch das Folgende auf: „Ich beobachte, wie sie alle vor dem Älterwerden fliehen. Betreiben nahezu manisch Sport, sind dauernd am Umziehen vom verschwitzten und also unbrauchbaren Klamotten ins richtige Outfit. Ich beobachte, wie die Gesichter faltiger werden, verletzlicher auch, wie sie sich wehren und auf dieser Strecke immer mehr zum Verlierer werden. Körperliche Gebrechen kommen hinzu, machen sie schwächer, liefern sie denen aus, denen sie nie ausgeliefert sein wollten. Sie dachten stets: „Das sind die, und das sind wir“. Doch jetzt sind sie selbst die Alten, gehören zu denen, ohne dass sie gefragt wurden. Die sind vielleicht auch reich, können sich Hilfe leisten, lassen kommen und geben Anweisungen. Und doch: sie lassen nach.
Die Jungen verschwenden noch keinen Gedanken daran, leben nicht in dieser Welt. Das heißt: sie glauben nicht daran. In Silicon Valley tüfteln auch Firmen an der Idee der Unsterblichkeit, oder doch zumindest an der Lebensverlängerung. 120 Jahre oder auch 500 alt könne man locker werden, so heißt das. Wenn es denn so wäre, so wäre es wieder einmal typisch amerikanisch, dieser Idee mit technologischen Mitteln nachzugehen, so denke ich manchmal. Die sogenannten „Reichen“ könnten es sich leisten, der soziale Trash nicht. Die Idee des allgemeinen Gesundheitssystems ist hierzulande nur noch eine vage Idee, in den USA wird sie mitunter als Mischung aus Faschismus und Kommunismus bekämpft. Sie glauben immer noch an das Glück, das Verdienst der Tüchtigen. „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. American Dream. Auch von daher lassen sich - beileibe nicht erschöpfend! - die Erfolge von jemand wie Donald Trump erklären. Da ist einer, der es weiß, der zu alter Größe zurück will (ob das bereits nicht schon eine Projektion ist?). Einer, der sich aus seinem Wissen zu den Armen hinabbeugen und es ihnen zeigen wird, - so in etwa der naive Glaube an solche Figuren.
Dienstag, 3. März 2026
Weise?
Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt und der Wachstumsrate, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Klar, dass Egoismen auch präsent sind! Da ist nicht „Friede, Freude, Eierkuchen!“. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Schwachpunkt? Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Auch im Angesicht der jetzt dauernd unterstellten Faulheit und mangelnden Leistungsbereitschaft. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menschen profitieren könnten.
Donnerstag, 19. Februar 2026
Im Alter
Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Und. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menschen profitieren könnten.
Montag, 6. Oktober 2025
Demo-Rente
Stichwort: demographischer Wandel. Meiner Meinung nach wird da eine Größe stillschweigend durchgehend angenommen, die so sicher nicht ist. Dass wir nämlich alle immer älter werden. Die Boomer zum Beispiel sind da ein herausragendes Feindbild. Das stimmt, - und doch betrifft es vor allem die wohlhabenderen Kreise dieser Bevölkerung. Denn durch tausend Studien scheint längst bewiesen: Reiche leben länger als Arme. Inwiefern geht so etwas in die Überlegungen ein. Und ist es in Deutschland ehernes Gesetz, dass Beamte das mehrfache an Rente (in ihrem Fall Pension genannt) eines einfachen Arbeiters oder Angestellten bekommen sollen? Dass die Diskussion darüber sofort mit den Worten „Neiddebatte“ etc. belegt wird, spricht Bände. Länger arbeiten, höheres Renteneintrittsalter? Wird hier offen diskutiert? Möglicherweise lohnt auch ein Blick in die Verhältnisse anderer Staaten, in denen das Rentensystem funktioniert. Und: welche Rolle spielen die Verheißungen der KI, die derzeit massiv gestreit werden. Sie könnten auch zu einem Fortschritt der Produktivität führen, deren Höhe in jede Rentenberechnung eingehen muss. Beitragszahler werden immer weniger. Ja klar. Die Produktivität müsste aber auch nach den Vorstellungen oder Vorspiegelungen der KI-Propagandisten im selben Maße steigen.
Donnerstag, 2. Oktober 2025
Nach vorne
Was sind beispielsweise Rentner? Leute, die außerhalb der üblichen Verrichtungsgesellschaft stehen? Sie sind offenbar eine Art Schramme am Selbstverständnis dieser Leistungsgesellschaft. Sie stehen außerhalb von Leistung und Erfolg, eine der Voraussetzung für den „Wohlstand“ und das ständige Wachstum dieser Gesellschaft. Was ist Leistung? Kommunikationsbereitschaft, souveräne Gewandheit, Bereitschaft ins Risiko zu gehen, gepaart mit Opportunismus, der seine Chancen jederzeit zu erkennen imstande ist, Durchsetzungskraft (auch auf Kosten von anderen…), Beherrschung sozialer und egoistischer Techniken, beiläufige Einführung von Bildungskapital, Träger eines wie und wo auch immer erworbenen hohen Maßes anAnerkennung….
Doch so sind da die Leistungsverweigerer, die Abgehängten und Bildungsfernen? Diejenigen, die einer vergangenen Epoche angehören, in der man nicht das Eigentum einer Kapitalzusammenballung war? Diejenigen, die im Bewertungssystem dieser Gesellschaft keine Anerkennung mehr verdienen? Die im Alltagskampf die Zurückgebliebenen sind und im Kampf um Geld und Leistung nichts mehr „verdienen“, die dort nicht mehr aktiv mitwirken, indem sie im Wettkampf der Wachstumsorientierten austeilen und somit als „Führungskraft“ ganz vorne sind, - oder zumindest vor anderen? Geradezu raffiniert scheint mir, wie solche Spielregeln Einzelne dazu ausersehen, dass sie andere beaufsichtigen, ihnen Richtung und Orientierung geben. Kein Zweifel, es ist auf der Seite der Abhängigen ein Bedürfnis dazu da. Sie wollen und brauchen Orientierung. Ob dies aber einer Würde entwachsen ist? Leute, die aus dem Raster dieser Gesellschaft sind, scheinen sich mir oft über diese Aussortierung zu beklagen, sie meckern und empören sich, beschimpfen das System und – wie alles läuft. Doch letztenendes scheint mir das ziellos zu sein und sich in einem Raum abzuspielen, den das System von vornherein als eine Art gelittener Spielplatz und der kontrollierten Wut vorsieht…...
Dienstag, 22. April 2025
Siechen
Ich fange an, Fehler zu machen. Ich stürze nachts, falle auf die Hand und leide unter Blutergüssen, um mich an den folgenden Tagen darüber zu wundern, warum diese Hand so weh tut. Ich muss mir sagen lassen, dass ich so gut wie nichts mehr verdiene. Ich habe Angst vor dem Finanzamt und anderen Behörden. Ob ich mir irgendetwas zuschulden habe kommen lassen, ohne dass ich jetzt davon weiß? Ob ich einen wichtigen Antrag nicht gestellt habe? Nicht fristgerecht? Ich habe mir irgendwann irgendwas in den Fuß getreten, die Sohle tut ab und zu weh. Könnte schlimmer sein. Damit müsse man leben, höre ich. Ich bin schwer gestürzt, die Ärzte haben mich wieder zusammen geflickt und mir einen Herzschrittmacher verpasst. Danke! Ein Jahr später steht das Gesundheitssystem offenbar am Abgrund. Notstand. Intensivbetten. Beatmungsgeräte. Atemmasken. Corona. Wer weiß, wie ich unter solchen Umständen hätte behandelt werden können. Ob es einen Kunstfehler gegeben hat? Jedenfalls musste ich diesen Eingriff wiederholen lassen. Er war nicht gelungen.
Ja, dieses Ich fängt an, sich zu wichtig zu nehmen. Trotz aller Gelassenheit. Zu sehr, das ist mir bewusst. Ich trage das Bild meiner Eltern in mir. Weil es mir wertvoll ist. Weil es sich in mir abgebildet hat. Auf mannigfache Weise. Es ist immer zu wenig, was ich für sie tun konnte. Zu schlecht. Ich wünsche mir oft, ich könnte mehr, wäre realistischer. Es ist immer eine Reparatur, eine defensive Sache. Das Schlimmste verhindern. Muss mich für das alles oft auch beschimpfen lassen. Über allem kommt auch noch der Tod immer näher. Das heißt: ich bin älter geworden, meine Möglichkeiten werden weniger und es wird mir das alles bewusst.
Montag, 21. April 2025
All tage
Ich schreibe mir das hier auf, indem ich mir für kurze Zeit des gewaltigen Stroms an Geschichte bewusst bin, der durch mich hindurch geflossen ist: Wo bin ich? Wo bin ich angekommen? Wer bin ich überhaupt? Was habe ich jemals gefunden? Bin ich alleine? Wer ist jemals bei mir gewesen? Ich wache auf und wundere mich. Ich bin plötzlich ein alter Sack. Und ich muss mir zugestehen: Das habe ich nicht so recht mitgekriegt. Wo sind sie hin, all die Chancen, die ich nie verwirklichen konnte, die ich immer weiter weg vertagt und in den Horizont geschoben habe, wo sie dann langsam entschwunden sind? Ja, es geht wirklich alles so schnell, - und es kommt mir jetzt vor, als ginge es noch schneller. Das Leben. Das, was in einem ist. Was einen ausmacht. Du gehst verwundert durch diese Gesellschaft hindurch, die Jungen gibt es immer, die Alten auch: währenddessen wirst du immer älter und gleitest wie durch einen Tunnel. Du könntest jetzt Vater sein, Großvater schon. Ich, Großvater? Mit Enkeln? Wer wäre ich denn?
Du wolltest zuvor noch Grenzen durchbrechen, die sich dann aber alle verflüchtigt haben, von der Alltagsmühle zermahlen. Wir waren eine Clique, so was ähnliches jedenfalls (man nannte es damals so). Wir taten Dinge, die uns verrückt vorkamen. Sie waren aber vergleichsweise gar nicht so wild. Wir lenkten das Auto eines unserer Eltern von der Rückbank aus. Na und? Ging gut. Wir waren dabei besoffen. Ich hielt es für einen Witz und ein gutes Bonmot, wenn einer von uns immer stöhnte: „Wenn ich an meine Finanzen denk'“. Ich fühlte mich von der Sache her erhaben über so etwas. Das war ein glatter Witz, das war bizarr grotesk. Jeder macht sich auf seine Art lächerlich. Heute denke ich „Wenn ich nur schon damals öfter an meine Finanzen gedacht hätte“. Money makes the world go round. Der Mann mit dem Auto ist, wie ich gehört habe, inzwischen gestorben.
Sonntag, 20. April 2025
Essen
Erinnerungen brechen über mich herein. Ich fresse schlechtes Zeugs, weil ich Hunger habe. Ich sah eine TV-Sendung über Fertiggerichte. Ein vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen bestellter Koch sollte kosten und dann Aussagen dazu machen. In seinen Beurteilungen neigte der Koch meist dazu, die Fertiggerichte zu begrinsen und sie für völlig minderwertig und „nicht zu genießen“ zu beurteilen. Ach! Nur: Nach meinen Erfahrungen ist das genau jene Qualitätsstufe von Essen, mit denen Menschen in Altenheimen zu oft „beglückt“ werden. Darüber also lacht ein etablierter Koch und spricht dem Gebotenen keinerlei Geschmack oder sogar wegen der vielen Zusatzstoffe gesundheitsschädliche Effekte zu. Dies erscheint mir ziemlich verräterisch für das Verhalten dieser Gesellschaft, die nach „den Alten“ die unterernährten Bevölkerungsgruppen dieser Erde mit großer Gleichgültigkeit oder gespielter Betroffenheit kommen lässt, während man selbst exklusive Biokost verzehrt. Es ist eine Pyramide: Die Besserverdienenden und das Volk, das mit Aromastoffen und anderen Chemikalien aufgepoppten Fraß frisst, zu fressen hat.
Dienstag, 1. April 2025
Älter werden
Ich blicke in meine Umwelt und schreibe auch das Folgende auf: „Ich beobachte, wie sie alle vor dem Älterwerden fliehen. Betreiben nahezu manisch Sport, sind dauernd am Umziehen vom verschwitzten und also unbrauchbaren Klamotten ins richtige Outfit. Ich beobachte, wie die Gesichter faltiger werden, verletzlicher auch, wie sie sich wehren und auf dieser Strecke immer mehr zum Verlierer werden. Körperliche Gebrechen kommen hinzu, machen sie schwächer, liefern sie denen aus, denen sie nie ausgeliefert sein wollten. Sie dachten stets: „Das sind die, und das sind wir“. Doch jetzt sind sie selbst die Alten, gehören zu denen, ohne dass sie gefragt wurden. Die sind vielleicht auch reich, können sich Hilfe leisten, lassen kommen und geben Anweisungen. Und doch: sie lassen nach.
Die Jungen verschwenden noch keinen Gedanken daran, leben nicht in dieser Welt. Das heißt: sie glauben nicht daran. In Silicon Valley tüfteln auch Firmen an der Idee der Unsterblichkeit, oder doch zumindest an der Lebensverlängerung. 120 Jahre oder auch 500 alt könne man bald locker werden, so heißt das. Wenn es denn so wäre, so wäre es wieder einmal typisch amerikanisch, dieser Idee mit technologischen Mitteln nachzugehen, so denke ich manchmal. Die sogenannten „Reichen“ könnten es sich leisten, der soziale Trash nicht. Die Idee des allgemeinen Gesundheitssystems ist hierzulande nur noch eine vage Idee, in den USA wird sie mitunter als Mischung aus Faschismus und Kommunismus bekämpft. Sie glauben immer noch an das Glück, das Verdienst der Tüchtigen. „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. American Dream. Einzelne, die „es“ geschafft haben. Das Aufstiegsversprechen. Auch von daher lassen sich - beileibe nicht erschöpfend! - die Erfolge von jemand wie Donald Trump erklären. Da ist einer, der es weiß, der vorgibt, der zu alter Größe zurück will (ob das bereits nicht schon eine Projektion ist?). Einer, der sich aus seinem Wissen zu den Armen hinabbeugen und es ihnen zeigen wird, - so in etwa der naive Glaube an solche Figuren.
Dienstag, 7. Januar 2025
Wohin, ihr Alten?
Es wird über „Die Alten“ geredet. Last but not least wegen der Erhöhung der Steuern im Hinblick darauf. Es kommen dabei dabei auch einige unverblümt sozialdarwinistische Positionen zur Sprache. Mich wundert darüber hinaus, wie etwa manche junge Leute so gar keine Vorstellung „vom Alter“ haben. Als würde es sie nie und nicht betreffen. Sie fühlen sich von Vornhinein im Recht (für alles!), weil sie im ökonomischen Sinne produktiv sind und „die Gesellschaft“ es ihnen suggeriert. Sie würden „Die Alten“ am liebsten radikal wegsperren. Oder sie kontrolliert umbringen. Leider hat eine solche Denkweise schon sehr lange Zeit Auswirkungen auf unsere Politik. Das allgemeine Verhältnis zum Tod, das sich an vielen Dingen und Mechanismen illustrieren ließe, zeigt dies überdeutlich. Auch die Gesundheitspolitik, die teilweise von älteren Männern gemacht wurde, scheint mir dies zu veranschaulichen, trotz aller Pflegeversicherungen und der allzu oft gehörten und total abgegriffenen Floskeln „Wer soll das bezahlen?….wir müssen auch an die….und den…..“ denken. Die Einsparpolitik vergangener Tage scheint mir der Wegsperrpolitik unserer Tage zu entsprechen. Scheinbarer „Effizienz“ scheint mir jegliche Empathie und jegliches Bewusstsein vom Menschsein geopfert zu werden. Der durch verfehlte Gesundheitspolitik bedingte und auch jetzt immer noch herrschende Mangel an Personal und Material macht mich wütend. Ob die jetzige Lohnerhöhungen daran was ändern würden? „In den Ofen stecken“ scheint die Politik zukünftiger Tage im Umgang mit „unproduktiven“ alten Menschen. Radikale Umsetzung des Ökonomischen. Jaja, klar müssen wir an die Wirtschaft denken. Gerade jetzt. Wieder. Der Niedergang hat ja gravierende Auswirkungen: Nur, wer arbeitet, hat eine Daseinsberechtigung, so das unausgesprochene Credo. Wobei der Begriff „Arbeit“ auch neu überdacht werden müsste. Und der Begriff „Wachstum“, von dem jetzt eine ganze Gesellschaft lebt. Ob es zumindest verschiedene Begriffe von „Wachstum“ gibt? Und ob der von der Politik oft gebrauchte Begriff des „nachhaltigen Wachstums“ etwas von einer Beruhigungspille hat?
Donnerstag, 2. Januar 2025
Alle Tage
Man legt Metheny und sich selbst auf, man liest Camus und Zeitung, man versucht, am Tagwerk zu arbeiten (Schreiben, korrigieren, Essen zubereiten, Staub saugen usw.), man versucht, sich zu sammeln, den roten Faden weiterzuspinnen, man stolpert und taumelt durch die Tage und Wochen, man telefoniert und schaut auf verschiedene Weisen nach außen, man kauft ein und hofft nachträglich, grübelt darüber, ob und wie einem das schaden könnte, man freut sich an der Sonne, weiß aber auch, welch verheerende Auswirkungen zu viel Sonne im vergangenen Jahr hatte, man freut sich über die Auszeit, die Teile der Natur jetzt haben, erinnert sich aber auch sehr genau an das Szenario der Klimakatastrophe, an die manche Kreise möglichst schnell wieder anzuschließen versuchen, man denkt daran, wie einem die kleinen Auszeiten des Lachens gut getan haben, es wird einem bewusst, wie alt man (geworden) ist und man wird genau darüber älter, man freut sich über eine bestimmte Phrasierung, eine musikalische Wendung, die das Unendliche zu berühren scheint, die Ahnung beschert und eine Verbindung schafft..., Sie verklingt, schon ist sie weg, man hat Schlimmes erlebt und wird noch viel Schlimmeres erleben, man lebt jetzt in einer Art Zwischenzeit und versucht, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen (wobei man sich mit seinen „Gesprächen“ gleichzeitig selbst sonderbar findet…), im Internet die Nachricht, dass man viele unglaubliche Preise gewonnen hat und dass man sich melden soll, - der Betrug ist allzu offensichtlich.
Freitag, 22. November 2024
Rentenmuse
Ich lese in der Zeitung die Kritik eines geschätzten und als Redakteur fest angestellten Journalisten, der seinen Artikel damit einleitet, dass er davon schreibt, wie frisch gebackene Rentner ihren Rentenbescheid in den Aktenordner stecken, um anschließend „zum Riesenschach in den Stadtgarten“ zu ziehen, „zum Bingo-Nachmittag oder für acht Wochen nach Madeira“. Es scheint mir dies typisch für Journalisten, die nur sich und ihre Verhältnisse im Blickfeld haben. Die, wenn sie es clever angefangen haben, zu den Besserverdienenden gehören oder gehören werden. Die sich für gewisse Zeit auf andere Realitäten einlassen, nur um sie sobald wie möglich und so gründlich wie möglich wieder zu verlassen. Vielleicht zum Bingo in den Abend oder zum Riesenschach in den Stadtgarten, das wäre für viele noch möglich. Aber darüber hinaus? Die Altersarmut beginnt meiner Meinung nach auf breiter Front an der deutschen Gesellschaft heftig zu nagen und viele Rentner können sich die 8 Wochen auf Madeira nicht mehr leisten. Das Abrutschen von einst fest installierten Karrieren ist ja längst Slang und Redewendung unter den Journalisten. Von den „Abgehängten“ und „Verlierern“ ist da ja auch immer wieder zu lesen. Die Realität ändert sich rasant und scheint eine abschüssige Bahn zu sein. Es polarisiert sich alles. Die besser Gestellten und Gutverdiener, denen die Talkrunden oft eine akademische Bildung zuschreiben und ansonsten mit einer „Prominenz“ auf das Publikum kommen. Die 8 Wochen in Madeira können sich diese „besser Gestellten“ sehr wohl leisten. Auch in Zukunft. Mag die Gegenwart und Zukunft noch so krisengeschüttelt sein. Ob aber die anderen immer mehr werden? Diejenigen, die sich so etwas nicht leisten können? Wo soll man sich selbst in diesem Umfeld ansiedeln? Kommt man darin überhaupt vor oder ist man von vornherein einer dieser „Verlierer“ und „Abgehängten“?
Montag, 28. Oktober 2024
Rentenpolitik
Wir werden immer älter? Rentenpolitik? Mal weiter vorne in der Aufmerksamkeit, mal weiter hinten. Jetzt gerade scheint das Thema weniger angesagt. Auch hier soll mit demografischen Daten Politik gemacht werden. Die Sozialausgaben seien angeblich ohnehin zu hoch, heißt es. Zum Beispiel: dass die Gesundheitskosten explodieren, weil wir immer älter werden. Ob das nicht ein bisschen mit dem Trend kollidiert, dass viele Menschen sehr viel gesünder älter geworden sind? Der körperliche Zustand scheint im Alter deutlich besser geworden zu sein. Die amtlichen Experten vom statistischen Bundesamt rechnen sehr weit voraus: bis ins Jahr 2060. Dann sind wir weniger, älter und haben zu wenige Kinder, so die Statistik. Dass sie dabei aber nur gegenwärtige Trends in die Zukunft fortschreibt, die sich vielleicht gar nicht so leicht „verlängern“ lassen, wird von interessierter Seite gerne unterschlagen. Und die Steigerung der Produktivität? Derzeit ist „in der Wirtschaft“ ja Untergangsstimmung angesagt. Dass sich bis zum sehr viel späteren Zeitpunkt im Jahrhundert sehr viel verändert haben könnte, kann die Studie gar nicht berücksichtigen. Eine halbwegs aussagekräftige Prognose ist da schwierig. Trotzdem prasseln von den Medien immer wieder Schlagzeilen wie etwa „Deutschland stirbt aus“ hernieder und die Politik lässt den Quatsch bei einschlägigenTalkrunden immer wieder wiederholen.
Arbeitsnotstand, Ärztemangel, knappe Rente...., so ein Ausschnitt des Horrorszenarios, das aus diesen Daten immer wieder zu geldwerten Ängsten aufgebaut wird und durch ständige Wiederholung plausibler werden soll. Dass die Daten dabei von der Versicherungswirtschaft unter Verwendung von selbst gestalteten Erwartungen und Tafeln vorgebracht werden, wird dabei gerne unterschlagen, erscheint aber mittlerweile trotz fehlender Transparenz weithin akzeptiert. Dabei sind solche „wissenschaftliche“ Festlegungen meist nur solange gültig, bis eine bessere Untersuchung an ihre Stelle tritt. Das heißt, solche „Erkenntnisse“ sind vorläufig (e Annahmen). So geht Wissenschaft. Laut „offizieller“ amtlicher Statistik könnte ein heute geborener Junge etwa 86 Jahre alt werden. In den Sterbetafeln der Versicherungswirtschaft wird er jedoch 100, unter Umständen sogar 110 Jahre alt. Was ist, wenn die „natürliche“ Steigerung der Lebenserwartung so nicht weiter und an seine Stelle sozial sehr fragwürdige Verfahren der technisch-chemischen Steigerung von Lebenserwartung treten. Wieder so ein Faktor, den einfache Fortschreibungen von Verhältnissen nicht mit auf der Rechnung haben.
Samstag, 22. Juni 2024
Rente, Altersarmut und Flucht davor
Die Fußballeuphorie nähert sich ihrem Höhepunkt. Nichts anderes interessiert zählt mehr. Im Hintergrund scheint alles ruhig gestellt. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um in der Politik Bahnbrechendes zu beschließen? Der uralte Trick? Jetzt aber los! Das Pardon ist sicher: Das deutsche Wahlvolk wählt unter Umständen sogar – drastisch ausgedrückt - seine Schlachter (anders als in England oder Frankreich, wo Wut öffentlich zum Ausdruck gebracht wird). Doch es ist dies auch die Folge einer lange anhaltenden Erziehung, die auf Individualisierung und Vereinzelung zielt - und dabei den Neoliberalismus im Sinn hat, dessen Vertreter dazu neigen, alle Macht dem Markt übergeben zu wollen und von ihm das Heil der Welt zu erwarten. Am Markt sollen immer Individuen teilnehmen. Unsinn!, so höre ich schon "Experten" murmeln. Aber das scheint alles vergessen jetzt. Was zählt, ist anderes. Hier in „schland“.
Zum Beispiel der Fachkräftemangel: heute zeigt dessen „Handhabung“ in den Abgrund. Es soll der neokolonialistische Ausweg gewählt werden: Wir „kaufen“ aus dem Ausland Arbeitskräfte. Dort werden sie schon nicht fehlen! „Flankierende Maßnahmen“: Die herrschende Politik versucht, die Armen gegen diejenigen, die noch weniger haben, auszuspielen. Inoffiziell. Die Altersarmut droht aber überall (die Anzeichen sind eindeutig und sind auch eine Folge von gewissen Beschäftigungsverhältnissen!, fragt sich nur, ab welcher statistischen Grenze das als solches wahrgenommen wird), - und alle bleiben ruhig. Denn es soll sich lohnen und es soll Spass machen, hier zu leben und zu arbeiten, wie eine Herrschende vollmundig verkündet. Ist es wirklich so toll, auf etwas wie Altersarmut zuzugehen? Folgendes Zahlenspiel: Ein Standardrentner ist jemand, der 45 Jahre lang ohne Unterbrechung mit dem durchschnittlichen Arbeitseinkommen gearbeitet hat (das liegt z. Zeit bei etwas über 3000 Euro pro Monat/Brutto). Dies würde eine Rente von etwa 1300 Euro brutto mit sich bringen, nach Abzügen netto etwa 1100 Euro). Das zielt in eine fatale Richtung. Womöglich gibt es auch jetzt schon viele Menschen, die mit ihrer Rente darunter liegen. Ob wir dadurch auf eine große Altersarmut zulaufen? Ob das dem sogenannten „Leistungsgedanken“ förderlich ist? Ob die Schere zwischen Arm und Reich (wohlbestallte Renten oder im Falle von Beamten sind das fette Pensionen) immer weiter auseinander geht? Ob die daran abzulesende zunehmende Ungleichheit noch zu leugnen ist?
Sonntag, 3. September 2023
Boomer
Ich stehe an der Seitenauslinie und beobachte von dort aus staunend, wie gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden und wie dies einwandert in viele Medienkanäle. „Crazy“. Da sind beispielsweise die viel gehassten Boomer, in der Einschätzung der „Woken“ alte Männer mit weißen Haaren, also ältere Menschen, von denen es nach Betrachtung durch die Demografie und den durch sie beeinflussten „gesunden Menschenverstand“ offensichtlich viel zu viele gibt (Das versuchte uns auch der Staat mit Hinblick auf scheinbar notwendige Einsparungen im Rentensystem (wie sieht das im Vergleich in Europa aus? Kann man das wirklich nicht miteinander vergleichen? (Man schaue sich nur die Renten und die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse an...) schon lange klar zu machen (Die diesbezüglichen „Entscheider“ haben mit dieser Realität nichts zu tun, denn sie sind durch den Steuerzahler fürstlich abgesichert durch heftige Alterszahlungen, Absicherungen und Pensionen). Die Lebenserwartung steige fortwährend, also sei man gezwungen, dass…..).
Diese Boomer Leute tragen nichts zum „Wohlstand“ bei, sind Abfall und für die Wirtschaft, die ja vom „Wachstum“ und der daraus folgenden „Innovation“ lebt, unproduktiv. Sie sind ein Produkt steigender Geburtenraten im Nachkriegsdeutschland, ein Trend, der sich längst umgekehrt hat.
Diese „Boomer“ sind nicht up to date, die kennen sich nicht aus, denen muss dauernd geholfen werden, so jene medialen Attacken, die sich womöglich bald noch verstärken könnten. Boomer müssen ständig betreut werden, wissen nichts von der modernen Welt, sind digitale Laien (was ist ein „Tracker“?) und können nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Denen soll und muss aber jetzt endlich der Führerschein abgenommen werden! Weg mit denen! Rente mit 70, oder 72 oder 74…..ab auf den Friedhof!
x
I stand on the sidelines and watch in amazement at how social groups are played off against each other and how this is migrating into many media channels. "Crazy". There are, for example, the much-hated boomers, in the Woken's estimation old men with white hair, i.e. older people, of whom there are obviously far too many after considering the demographics and the "common sense" influenced by them (Das tried the state with regard to apparently necessary savings in the pension system (how does that compare in Europe? Can't you really compare them? (just look at the pensions and the number of precarious jobs...) for a long time (The relevant "decision-makers" have nothing to do with this reality, because they are royally protected by the taxpayer through heavy old-age payments, security and pensions. Life expectancy is constantly increasing, so one is forced that...).
These boomer people don't contribute anything to "prosperity", they are waste and unproductive for the economy, which lives from "growth" and the resulting "innovation". They are a product of rising birth rates in post-war Germany, a trend that has long since reversed.
These "boomers" are not up to date, they don't know their way around, they need constant help, according to the media attacks, which could possibly intensify soon. Boomers need constant supervision, are ignorant of the modern world, are digital laypeople (what's a "tracker"?), and can't bike to work. But they should and must finally have their driving licenses taken away! Away with them! Retire at 70, or 72 or 74..... off to the cemetery!
Samstag, 12. August 2023
Später
Manchmal fällt es einem schwer, sich zu verorten, sich zu bestimmen, sich zu suchen und dann zu finden. Aus meinem Buch mit dem Titel „Zuhören“ stammt das Folgende: "Hilfe, Wo bin ich gelandet? Was hat das mit mir zu tun?“ Ich fühle mich manchmal wie ein Schlafwandler, der plötzlich aufwacht. Mein Scheitern, mein Abprallen, der Umstand, dass die scheinbar banalen Dinge mein Leben verändern können, war mir zunächst nicht in den Sinn gekommen. Es wird mir nun klar: Mir werden die wichtigen Dinge immer erst zu spät klar. Ich verlege Sachen und finde sie anschließend nicht mehr. Ich werfe Sachen auf den Boden. Ich stürze. Ich verschreibe mich und weiß anschließend kaum mehr, was ich ursprünglich wohl gemeint hatte. Bis jetzt war es nie zu spät mit dem „Sich-klar-werden“. Immerhin. Es wird aber eines Tages zu spät sein.
Samstag, 1. April 2023
Ein gutes Leben suchen
Man blickt zurück und wird sich bewusst, dass man sich lange Zeit viel zu billig verkauft hat. Teilweise war es einem damals, auf Zeithöhe, bewusst, doch war einem die Sache wichtiger, die man bearbeitet hat. Außerdem musste man durch die Tage kommen, man war auf bestimmte Dinge und ein finanzielles Überleben angewiesen. Das alles ging auf Kosten der Lebensqualität. Man konnte keine nachhaltigen sozialen Kontakte pflegen, indem man nämlich wegen der "spontanen" Einsätze (damals ähnlich der "Leiharbeiter") keinerlei Termine wahrnehmen konnte. Man hatte nie Zeit, denn seine Zeit hatte man ja verkauft, man hielt sich verfügbar. Dadurch war man dauernd in einem Stress, den man niemanden so recht erklären konnte. Es war nämlich ein Stress, der sich aus Bedingungen von Arbeit ergeben kann und für den man in bestimmten Arbeitsbedingungen der Vereinzelung letztlich selbst verantwortlich sein soll. Ob das richtig war?
Genau über solche Dinge scheinen jetzt „junge Leute“ unter dem Stichwort „Quiet quittening“ nachzudenken und eine bessere „Work-Life-Balance“ anzustreben. Jenes Getriebensein, jener Stress und jene Hetze vermeiden, die nur bestimmten Arbeitgebern nutzt, von denen man ausgebeutet wird. Es mag auch um Vermeidung von Ungeduld gehen, darum, nicht dem Diktat der sich fortwährend steigernden Geschwindigkeit zu unterliegen, dem Rhythmus des gesellschaftlichen Getriebes, das einem den Fortgang seines Lebens zu diktieren scheint. Ob man bestimmten Dingen einfach die Zeit lassen muss, die sie braucht? Ja klar, man kann die Zeit stauchen. Aber das passiert nicht umsonst. In Wirklichkeit geht es darum, eine begrenzte Lebenszeit sinnvoll zu verbringen. Ein „gutes Leben“ zu führen, Welt menschlich erfahren. Nicht nur „auf das Alter“ angewiesen zu sein, man sollte das Leben schon für sich davor erlernen. Vielleicht könnten das Erfahrungen in der Natur sein, Erfahrungen mit Menschen, die nicht so zu verschieben sind, ohne dass sie eines Tages nicht mehr möglich sind. Doch solche Zeit und Zeiten sind in unserer Gesellschaft sehr ungleich verteilt. Ob es darum geht, Arbeitszeiten besser zu verteilen, so dass die, die auf bestimmte finanzielle Erträge angewiesen und von ihnen abhängig sind, kürzer arbeiten, während andere, die ihre Selbsterfüllung und Selbstverwirklichung in ihrer Arbeit des „Gestaltens“ finden, mehr arbeiten müssten?
Samstag, 24. September 2022
Wachstum im Alter
Es wird über „Die Alten“ geredet. Werden viel zu viele. Scheis-Boomer! Wollen alle Renten! Bringt uns der Katastrophe näher. Es kommen neuerdings dabei auch einige unverblümt sozialdarwinistische Positionen zur Sprache. Mich wundert darüber hinaus, wie etwa manche junge Leute so gar keine Vorstellung „vom Alter“ haben. Als würde es sie nie und nicht betreffen. Sie fühlen sich von Vornhinein im recht (für alles!), weil sie selbst im ökonomischen Sinne produktiv sind. Sie würden „Die Alten“ am liebsten radikal wegsperren. Oder sie kontrolliert umbringen. Leider hat eine solche Denkweise schon viel zu lange Auswirkungen auf unsere Politik. Das allgemeine Verhältnis zum Tod, das sich an vielen Dingen und Mechanismen illustrieren ließe, zeigt dies überdeutlich. Auch die Gesundheitspolitik, die teilweise von älteren Männern gemacht wurde oder wird, scheint mir dies zu veranschaulichen, trotz aller Pflegeversicherungen und der allzu oft gehörten und total abgegriffenen Floskeln „Wer soll das bezahlen?….wir müssen auch an die….und den…..“ denken oder „Wir machen das“. Ob dadurch die eine gegen die andere Gruppe ausgespielt werden soll? Die Einsparpolitik vergangener Tage scheint mir jedenfalls der Wegsperrpolitik unserer Tage zu entsprechen. Scheinbarer „Effizienz“, dem Merkantilismus (auch nach Merkel) und der Globalisierung scheint mir jegliche Empathie und jegliches Bewusstsein vom Menschsein geopfert worden zu sein. Der durch verfehlte Gesundheitspolitik bedingte und auch jetzt herrschende Mangel an Personal und Material macht mich wütend. „In den Ofen stecken“ scheint da die Politik zukünftiger Tage zu sein. Radikale Umsetzung des Ökonomischen. Jaja, klar müssen wir an die Wirtschaft denken. Es droht ja auch eine Gaskrise. Im derzeitigen System hat die Wirtschaft ja gravierende Auswirkungen: Nur, wer arbeitet, hat eine Daseinsberechtigung. Zumindest inoffiziell. Wobei der Begriff „Arbeit“ auch neu überdacht werden müsste. Und der Begriff „Wachstum“, von dem jetzt eine ganze Gesellschaft lebt und der unseren Planeten zerstört. Ob es zumindest verschiedene Begriffe von „Wachstum“ gibt? Und ob der von der Politik oft gebrauchte Begriff des „nachhaltigen Wachstums“ etwas von einer Beruhigungspille hat? Ob es „qualitativer“ Wachstum gibt?
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