Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Mittwoch, 15. April 2026
Umgang sprachlich
Mittwoch, 17. September 2025
Herausforderungen
Montag, 25. November 2024
Technokratensprech
Sonntag, 27. Oktober 2024
Kurz und schnurz
Samstag, 19. Oktober 2024
Meine Sprache
Montag, 20. Mai 2024
Im Prozess
Mittwoch, 29. November 2023
Sprachgebrauch
Freitag, 7. Juli 2023
Populistisch faschistischer Furor
Mittwoch, 5. Juli 2023
Gruß an Thomas Bernhard
Sonntag, 23. April 2023
Zielgerichtete Sprache
Donnerstag, 12. Januar 2023
Gruß an Thomas Bernhard
Samstag, 7. Januar 2023
Herausforderungen
Donnerstag, 6. Oktober 2022
Bildungshierarchen
Mittwoch, 17. November 2021
Narrativ
Immer häufiger reden Personen des öffentlichen Lebens von „der Erzählung“ oder „dem Narrativ“ das jetzt endlich in „den Diskurs“ eingeführt werden solle. Modeworte. Mir scheint, dass dies ein Bedürfnis nach einem größeren Zusammenhang signalisiert, nach dem, was Firmen und Unternehmen gerne als ihre „Philosophie“ bezeichnen und was auf eine Art von degenerierter Stufe von einigen meist unverbindlichen Grundüberzeugungen hindeutet. Es besteht offenbar ein Bedarf an Eingebettetsein in allgemeine Regeln, die im öffentlichen Leben anscheinend allzu sehr in den Hintergrund geraten sind. Dass jetzt freilich im Ringen um solche „Narrative“ lächerliche Patzer passieren, dass das Wort an tausend Stellen benutzt wird, passt zu dem Bild, das uns auf einen vernachlässigten Umgang mit solchen Begriffen deutet. Es herrschte wohl allzu sehr der Alltagspragmatismus, der sich von Lösung zu Lösung, von Tag zu Tag wurstelt, ohne ein Ziel erkennen zu lassen. Allerlei künstliche Konstruktionen, die sich meist an einer Rhetorik der Kurse und Workshops orientieren, sollen hier wohl Abhilfe schaffen.
Dienstag, 5. Oktober 2021
Zeichen
Ich mag Worte und Wortfetzen, Formatierungen, die Einstellungen, Lebens- und Sinnwelten offenlegen und auch verfremdet sein können (z.b. Amtssprache, Fußballersprache, Leistungssport, Akademiker, Bildungssprache usw.). Ich interessiere mich für kurze Einlassungen, Phrasen und Wortklischees, die typisch sind, die etwas charakterisieren, die wie Chiffren wirken, für eine Richtung, für einen Zusammenhang. Da sind auch Spezialsprachen, Kürzel und Gefühlsausbrüche, die bezeichnend sind. Ich sehe genauer hin und versuche, einen Sinn zu erschließen, die Formierungen und Deformierungen zu erkennen, denen wir alle ausgesetzt sind und die wir nahezu unbewusst in den Bereich der Sprache übernommen haben. Dies mag oft grotesk und absurd wirken, ist aber nicht immer lustig.