Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Dienstag, 16. September 2025
Bubble Trouble
Freitag, 5. September 2025
Vorwärts
Donnerstag, 4. November 2021
Reise durch gesellschaftliche Wirklichkeiten
Diese Gesellschaft löst sich auch hierzulande durch arbeitsteilige Prozesse und Globalisierungsbestrebungen „in der Wirtschaft“ immer mehr auf: in Untergesellschaften, in Wahrnehmungsblasen und Lebenswelten, die nichts voneinander wissen und zwischen denen Gleichgültigkeit herrscht (was nicht gerade einem wie auch immer begründeten „Zusammenhalt“ förderlich ist. Sie wird bis hinein in kleinste Interaktionen dadurch bestimmt. Jeder hat seine Funktion in der Lieferkette und wird streng nach dem Preis bemessen. Zum Beispiel „Soziales“: Der Staat soll machen und tun, dafür zahlen wir hierzulande schließlich Steuern (die immanente Drohung der „Steueroptimierung“ ist da gleich mitgedacht…). Persönliches Engagement geht trotz der aus Pandemiezeiten so vielbeschworenen „Solidarität“ verloren gegangen zu sein. Sozialstaat bedeutet, das man ein Recht auf etwas hat und nicht auf Almosen angewiesen ist. Da ist zum Beispiel die US-amerikanische Gesellschaft eine andere: es gibt wenig soziale Bemühungen, jeder ist seines Glückes Schmied. Für Almosen sind die „Charities“ zuständig, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Good Will-Bemühungen, die auch hierzulande durch den Rückzug des Staates aus seinen Aufgaben immer mehr einreißen, so, wie übrigens alles, was aus den USA kommt, bis hin zu den vielen SUVs kopiert wird. Dass die Einnahmen aus Charity-Veranstaltungen nach Gutdünken der Initiatoren und reichen Spender ausgegeben werden sollen, ist hier immer auch mitgedacht. Alles andere wird von einem Teil der US-Bevölkerung als „Sozialismus“ abgetan. Der Staat oder gar der „Sozialstaat“ ist streng verpönt.
Mittwoch, 9. März 2016
Prominenz und Solidarität
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Paritätische Wohlfahrt
Das Bundessozialministerium widersprach jüngst der Darstellung des Verbands und betonte die Rechtmäßigkeit der Berechnungsgrundlage, die sogar vom Verfassungsgericht überprüft worden war. Seit der Neuberechnung 2011 werden die Regelsätze unter Berücksichtigung von Inflation und Nettolohnentwicklung jedes Jahr angepasst. Schneider forderte Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) auf, diese Praxis aus der Zeit der Vorgängerregierung zu korrigieren. "Es ist schon mehr als enttäuschend, dass auch Frau Nahles diese Tricksereien übernimmt, gehörte sie doch vor ihrer Berufung zur Arbeitsministerin zu den Hauptkritikerinnen der Methoden ihrer Vorgängerin", kritisierte Schneider. Das von Nahles geführte Sozialministerium verwies auf Anfrage auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom vergangenen Jahr: Darin hätten die Karlsruher Richter das Berechnungsmodell bestätigt und dem Gesetzgeber ausdrücklich einen "Entscheidungsspielraum" bei der Einschätzung des notwendigen Bedarfs zuerkannt, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Die Vorgaben des Gerichts würden auch bei den künftigen Bedarfsermittlungen berücksichtigt. Das Bundesverfassungsgericht hatte im September 2014 die Berechnungsgrundlagen für die Regelsätze als "derzeit noch" verfassungsgemäß eingestuft. Das Gericht hatte den Gesetzgeber aber auch aufgefordert, einzelne Leistungen auch schon vor der anstehenden Neuermittlung des Regelsatzes anzupassen.
Donnerstag, 6. August 2015
Arm und Reich today (3)
Freitag, 31. Juli 2015
Arm und Reich today (2)
Bei den Rettungsaktion ist das Vermögen, was gerettet worden ist, war im Wesentlichen das Geld eines sehr kleinen Teils der Bevölkerung. Bezahlt hat das aber die gesamte Bevölkerung. Was Arbeitslosigkeit angeht, scheint es einen Rückgang gegeben zu haben. Freilich nicht dadurch, dass möglichst viele jetzt vollwertige Arbeitsplätze haben (das Arbeitsvolumen ist immer noch niedriger als in den „Neunzigern“). Es gibt einfach mehr Jobs (freilich verschiedenster Art). Hinzu gekommen sind meist prekäre Jobs, wie etwa befristete Verträge, Teilzeitjobs, Minijobs, usw., was sich in den „Realeinkommen“ ausdrückt) Bei den Realeinkommen hat es jahrelang (seit Ende neunziger) bestenfalls einen Gleichstand gegeben. Dies hat damit zu tun, dass diejenigen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gekommen sind, nunmehr Jobs haben, die deutlich schlechter bezahlt sind, als früher.
Dienstag, 28. Juli 2015
Arm und Reich today (1)
Bloß wem? Effektiv? Ist das vielleicht inzwischen stark polarisiert? Profitieren etwa die Besitzenden überproportional, während es mit den Armen immer weiter und noch schneller abwärts geht? Abseits von idiologischen Ausrichtungen sollte man darüber mehr diskutieren ("Ist und Soll-Zustand" vergleichen, - freilich ohne permanente Unterstellungen). Tatsache ist wohl, dass das sogenannte „Wachstum“, das diese Wirtschaftsform permanent als Erfolgsmeldung vorantreibt, wohl so gar nicht unumstritten ist. Am Ende könnte diese Art des "Wachstums" (das kein nachhaltiges ist) zum totalen Kollaps der Erde führen.
Spätestens dann würde es wohl für alle, die es sich dann leisten können, zupass sein, auf einen anderen Planeten zu verschwinden. Erste Anzeichen einer solchen Strategie sind ja längst in Gange.“Absurd“, so höre ich die Wirtschaftsherolde dazu skandieren. Tatsache scheint auch zu sein, dass es inzwischen (als Folge der Neoliberalisierung) deutlich mehr Arbeitsplätze auf Niedriglohn-Niveau gibt. Der sogenannte „prekäre Bereich“ dieses Arbeitsmarktes scheint sogar deutlich im Vordergrund dieses "Aufschwungs" zu stehen. Eine Aufstockung vom Amt (Agenturen und wie immer sich solche Einrichtungen nennen...), dürfte in diesem Zusammenhang bedeuten, dass die vom Staat repräsentierte Allgemeinheit solche Kosten übernimmt, die private Profiteure ihr (auf vollkommen legalem Wege!) hinterlassen haben. Im Vordergrund stehen Arbeitsplätze, egal von welcher Qualität. Dies gilt nicht nur für Deutschland, aber in ganz besonderem Maße für hier, wo gerne Vollbeschäftigung und allgemeine Zufriedenheit ausgerufen wird.
Dienstag, 14. April 2015
Hannover 4.0
Ein paar Sachen fallen mir dazu schon ein, auch wenn ich kein ausgewiesener Ökonom bin, die mir ganz überwiegend ohnehin alles durch ihre idiologische Brille zu sehen scheinen. Freier Markt und sowas alles als Weltanschauung. Ob uns das in die Zukunft führt? Und in welche? Ich versuche nur Eins und Eins zusammen zu zählen und lasse mich gerne korrigieren. Auch von denen, die es wirklich besser zu wissen glauben und dafür allerlei Titel, Preise und akademische Lehrbefähigungen mit sich tragen. Die Experten und Wichtigs. Automatisierung, das bedeutet doch: Willfährige Industrieroboter, die nicht streiken oder sonstwie renitent tun, sondern allenfalls mal ein Funktionsleck haben können, tun währenddessen alle dreckige Arbeit automatisch. Durchgehend: samstags und sonntags ohne Zuschläge. Der bisherige Arbeiter wird nur noch ein Teil des Überwachungspersonals. Schnell mal angelernt, auswechselbar, erpressbar. Ob auf diese Weise ein neues Proletariat der wegrationalisierten und -automatisierten Arbeitskraft entsteht? Automatisierung bedeutet, das die Masse an verfügbarer Arbeit nochmal geringer wird. Der Kuchen, den es aufzuteilen gilt, wird kleiner. Das kann so geschehen, dass immer mehr Arbeiter wegrationalisiert werden und der Unternehmer den Gewinn für sich behält. Oder es wird umgelegt auf die Wochenarbeitszeit, die auf diese Weise (bei vollem Lohnausgleich) kleiner werden muss. Statt 40 wären das beispielsweise 35 Stunden. Es gab vor etlichen Jahren diese Diskussion. Doch sie wurde auch hierzulande zugunsten einer wieder zu erlangenden „Wettbewerbsfähigkeit“ auf Eis gelegt. Als diese (auf Kosten der Lohnstückkosten) wieder erlangt war, war man in der Lage, sämtliche „Mitbewerber“ zu erpressen, indem man sie einfach unterbot, weil man billiger herstellte und, - wie man glaubte, - ohnehin cleverer war. Dies gilt ganz besonders für Europa. Frankreich stinkt inzwischen total ab, Italien auch, während Spanien trotz ein paar wirtschaftlichen Anfangserfolgen eine astronomisch hohe Arbeitslosenrate hat. Kollateralschäden, nichts weiter. Großbritannien reüssiert währenddessen mit neuem Manchesterkapitalismus, der auf der so korrupten wie kranken Macht der Banken beruht.
Aber Deutschland ist ja ohnehin Weltmeister. Global nahm man in Deutschland gerne die Rolle ein, die einst die USA inne hatten. Alle anderen nicht nur durch gnadenlose Effektivität (Automatisierungen spielen hier ihre Rolle) zu übertrumpfen, sondern auch durch Lohnstückkosten zu unterbieten. Auf diese Weise wurde man Exportweltmeister. Stolz führt jetzt die Industrie vor, wie die (deutschen) Autos selbst fahren können und wie herrlich die Industrieroboter funktionieren, indem sie sich bei Berührung mit dem Menschen selbst abschalten. Indien ist dieses Jahr das Gastland: dort bildet sich eine neue gesellschaftliche Mittelklasse, die dadurch entsteht, dass viele Millionen Menschen hungern oder gleich auf Indiens Straßen verrecken. Ob dies ein Modell ist, dem wir Vorschub geleistet haben?