Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Posts mit dem Label Werbung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Werbung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 15. Juli 2026
Darbietungen
Seltsame Experten werden mitten in ihren Darbietungen unterbrochen, es wird für Parteistatementpropaganda und für den nächsten Werbeblock freigeschlagen. Auch daran sieht man, wie wenig solche „Experten“ der Dauer-Nachrichtenshow des verlegereigenen „Privatrundfunks“ mit ihrem oft enervierden Geschwätz offenbar wert sind. Ob uns das alles als Politik verkauft werden soll oder ob es das abgehobene Spiel derjenigen ist, die das Spiel der Demokratie für uns zelebrieren? Es werden meist Platitüden aufgeführt, um Reflexe abzurufen. Posing (Darstellung des kundigen „Durchblickers“) sowie ein moralischer Augenaufschlag gehört auch zu dieser Polit-Inszenierung. Die Sinnfrage wird selten gestellt. Cleveres Runtermachen des Kollegen von der falschen Partei, das Geschwätz von den Bäumen im ignorierten Wald („Einflüsterer“in Gestalt von Pressereferenten gibt es enmasse) sind obligatorisch, das harsche Spiel mit dem Image, die ungenierte Simulation des Körperauftritts, das gekonnte Kreisen des wacker daherredenden Für-alle-Kopfes bei der Pressekonferenz (Rethorik-Kurs 1) – ach wie langweilig und peinlich ist denn sowas!
Donnerstag, 9. Juli 2026
Werbefinanziert
Werbung ohne Ende. Wenn ich in den Nachrichtenkanal rein schaue, ist das offenbar der Preis dafür. Dauernd. Immer wieder. Ob man sich daran gewöhnt? Widerwille regt sich immer noch in mir. Ich will einen Podcast aufrufen. Wieder Werbung! Sogar Podcasts? Spot, klick. Den Ablauf kennt man schon: „Noch zehn Sekunden….noch zwei Sekunden….“. Man gehört zu denen, die davon überrascht sind,
zumal sie der dahinter stehenden und namensgebenden Person offenbar zu viel Gutes zutrauen. Doch das alles scheint inzwischen professionalisiert. Auch noch jedes Interesse personalisiert mitnehmen. Das schult den Umgang miteinander. „Gleich geht`s weiter“. Ach so. Die Leiste oben. Die Leiste unten: bloß nicht anklicken! „Mehr erfahren“. In welche Falle geht man jetzt? Aufpassen! Pressekonferenzen, die ja vom Honorar her umsonst sind, werden rüde unterbrochen, um Werbespots zu senden.
Sonntag, 5. Juli 2026
Beeinflussen
Es ergab sich, oder auch nicht..... Die leibhaftige Einlösung von Versprechen der Rockmusik, die über uns hinaus weißen, die uns das Andere nicht nur zeigten...? Die Hetzjagd in Richtung auf das Glück? Ging zu bald unter in einem neoliberalen Wahn der rücksichtslosen Selbstverwirklichung, die nicht nach den Kosten für Andere fragt. Darin wurden sich plötzlich viel zu viele Individuen gleich, da wurden sie zur Masse Mensch, mit der die Konzerne heutzutage ihre Profitinteressen ausleben und die Werbung, Promotion, PR die Wege dazu ebnet. Das Glück als käufliche Masse überwältigte auch die Rockmusik und machte sie als Pop zu einer unterhaltsamen Knetmasse, die in eine beliebige Form gebracht werden kann.“ Liebe war ja auch einmal etwas, was Gandhi gepredigt hatte. So hieß es. Sie ist und war ein hohes Gut. Nur: was war damit konkret gemeint?
Mittwoch, 29. April 2026
Werben fürs Gemeinsame
Die Art und Weise, wie sich manche „Prominente“ in den Dienst der Werbung stellen, befremdet mich heftig. Da werden mit wichtiger Miene Empfehlungen abgegeben, es scheint eine Art der Prostitution zugunsten eines „Image-Transfers“ eingeführt zu sein. Dazu scheinen besonders B- und C-Prominente gerne bereit zu sein und ihre Macken gewinnbringend zu verhökern. Aber auch A-Prominente scheinen dem, sofern das Honorar stimmt, durchaus gewogen zu sein. Mir kommt das widerwärtig vor. Niederträchtig. Korrupt, egal ob dies „wäre ja blöd, wenn ich das nicht mitnehmen würde“ ausgegeben ist. Ja ja, bloß nicht moralisch sein! Aber dies reiht sich meiner Meinung nach ohne Probleme in einen Neoliberalismus der Rücksichtslosigkeit und des technokratisch legitimierten Betrugs ein. Devise: Alles mitnehmen, egal, woher es kommt!
Montag, 3. November 2025
Wirklichkeitsempfinden
„Fake News“? „Populismus“? „Täuschung“ und „Wahrheit“? Welche Rolle wohl die überall präsente Werbung spielt? In Gestalt der PR? Es gilt für die PR, jene Bilder und Effekte einsetzen, die sich dem Rationalen entziehen und ausschließlich die Emotionen ansprechen. Schon die Propaganda hatte sich das zu Diensten gemacht. Sie strebte den Schutz vor Umsturz, Leute mussten für den Krieg gewonnen werden, für den Konsum eines klar definierten Artikels. Mit der Zeit trat die Public Relations anstelle der Propaganda. Es war ein reiner Akt des Schönsprechs, die Inhalte waren weitgehnd synonym. Propaganda war das Werkzeug zur Steuerung der Massen gewesen. PR steuert nun den Geist der Massen. Das Verrückte: Selbst wenn man seine Tricks offenlegt, kommt kein Aufschrei der Massen.
Es galt in der folgenden Phase nun, sich zu Lasten der Gesellschaft persönlich zu bereichern. Die Leute dazu bringen, sich für eine Politik einzusetzen, die sogar den eigenen Interessen zuwiderläuft. Der Bürger wird nun zum Verbraucher. Wünsche stehen hinter dem wirtschaftlichen Kreislauf und treiben ihn an. Der PR gilt es nun, den Wettbewerb auszuschalten. Dabei ist es ein alter Trick, Wissenschaft und kommerzielle Ziele auszutauschen. Dem Rat einer vertrauenswürdigen Person in Gestalt eines Wissenschaftlers zu folgen, ist ein Grundelement jeder PR. Dabei kommt auch die Psychoanalyse, ja die gesamte allgemeine Psychologie, kommt zum Einsatz. Ein Grundsatz der Psychologie: Menschen denken, sie würden eigenständig handeln. In Wirklichkeit umgehen sie das Denken möglichst. Zum Beispiel den von Freud so bezeichneten „Penisneid“ zu nutzen und zu Bildern zu machen, ihn in Symbolen umsetzen. Dadurch auch Frauen zu Konsumenten machen.
Montag, 13. Oktober 2025
Propawerb
Ob die Werbung etwas mit Propaganda zu tun hat? Halt nicht für ein Regime, sondern für ein Produkt? Ob das alles, was diese Leute da abliefern, Fake ist? Ein paar Leute profitieren von der Beeinflussbarkeit der Konsumenten, die anderen hecheln den absurdesten Versprechungen hinterher. „Body Positivity“ ist vorbei, jetzt sind wieder dünne Models angesagt. So machen es die USA vor. So macht es Europa nach. Social Media ist Schrittmacher, regt die Konsumenten an. Foto und Video sind die Bewusstseinsmaschinerie dieser Welt. Die KI-Tricks werden ein Übriges für die Täuschung und Scheinwelten tun. Das wird jeden Tag ins Netz geladen, zur farbigen Belustigung als Belogenheit dieser Welt. Jeden Tag versuchen kleine Mädels dem von den sozialen Medien ausgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen. Natürlich nehmen sie dafür auch teure Schönheitsoperationen in Anspruch. Ob sie damit auf dem Weg zur Wahrhaftigkeit sind? Wollen wir das überhaupt, oder wollen wir die Lüge? Das Eingepolstersein, das Abgefedert sein…. wer will schon immer diese üble Realität? Krieg überall? Verführerische Flucht ist angesagt. Plumpe Verdrängung. Manipulation.
Donnerstag, 24. Juli 2025
Kreuz und quer
Ein abgehalfterter Popstar mit zerdätschter Mine macht in TV-Spots recht offensiv und penetrant Werbung für Kreuzfahrten. Ausgerechnet für Kreuzfahrten, so denken wir. Erst im Drogensumpf und im Ruhm des Ruhmes untergegangen. Dann mühsam gepäppelt. Abgesommen. Jetzt aber: „Relax! Showtime! Zeit zum Genießen“. Uns fallen Posen ein. Auftritte. Verbindliches Grinsen. Als Straßenhund gecastet. Der Mann galt mal als etwas Großes. Als Talent. Jetzt offenbar in einer Hollywood-Villa vergraben. Grinst unverschämt offen in die Kamera. Was ist denn das für einer? Welche Werte uns dieser Mensch wohl verkörpernd nahebringen soll? Ist das KI? Oder „nur“ gestellt? Gut gekauft? Es gibt halt Menschen, die tun für Geld alles. Sie grinsen uns als Gewinner entgegen. Fußball? Showgeschäft? Influencertum. Öffentliche Sprecher und Vorzeige-Figuren des Journalismus, des Zeitgeists? Dies „Gewinnen“ führen uns die Medien täglich vor. Das sollen wir lernen. Jetzt aber los! In die Hände gespuckt! Endlich darf man mehr arbeiten! Das macht Spass! Ein abgehalfterter Popstar mit zerdätschter Mine macht in TV-Spots recht offensiv und penetrant Werbung für Kreuzfahrten. Ausgerechnet für Kreuzfahrten, so denken wir. Erst im Drogensumpf und im Ruhm des Ruhmes untergegangen. Dann mühsam gepäppelt. Abgesommen. Jetzt aber: „Relax! Showtime! Zeit zum Genießen“. Uns fallen Posen ein. Auftritte. Verbindliches Grinsen. Als Straßenhund gecastet. Der Mann galt mal als etwas Großes. Als Talent. Jetzt offenbar in einer Hollywood-Villa vergraben. Grinst unverschämt offen in die Kamera. Was ist denn das für einer? Welche Werte uns dieser Mensch wohl verkörpernd nahebringen soll? Ist das KI? Oder „nur“ gestellt? Gut gekauft? Es gibt halt Menschen, die tun für Geld alles. Sie grinsen uns als Gewinner entgegen. Fußball? Showgeschäft? Influencertum. Öffentliche Sprecher und Vorzeige-Figuren des Journalismus, des Zeitgeists? Dies „Gewinnen“ führen uns die Medien täglich vor. Das sollen wir lernen. Jetzt aber los! In die Hände gespuckt! Endlich darf man mehr arbeiten! Das macht Spass!
Donnerstag, 22. Mai 2025
Star Gottesdienst
Das habe ich mal vor langer Zeit geschrieben. Schon damals schrieb ich: Lange ist es her. Nach dem Besuch eines Konzerts eines „Superstars“, geschrieben, aber nicht veröffentlicht, aus meiner für mich typischen Beobachter-Perspektive heraus: Es ist ein einziger Gottesdienst, in dem seine großspurige Überheblichkeit und zynische Arroganz gefeiert wird. Seine Verächtlichmachung und sein Spott über all die, die schwach sind und nicht so reich wie er. Sie feiern ihn dafür. Er vermischt das damit, dass er spielerisch aufblitzen lässt, wie sehr er gleichzeitig einer von ihnen ist - der alte Pop-Trick. Er, so verbreitet er mit Gesten und Worten, breit grinsend, hat sich aus dem Sumpf heraus gearbeitet. Wieso nicht du? Die Medien berichten untertänigst darüber. Die Band spielt zwar fantastisch dazu, ist aber kaum einer Erwähnung wert, ihre Mitglieder sind austauschbar. Werbung blitzt auf, Werbung ist plötzlich überall. Nun ja, das machen zb. prominente Sportler auch so. Sie alle versuchen, „Prominenz“ in Geld zu verwandeln. Es ist dies hier eine Anbetungsorgie, in Geld gegossene Verehrung, auf peinliche Weise abgehoben von den Realitäten dieser Welt, denen man auch durch das Massenerlebnis ja gerade mit einem solchen charismatischen Wichser (Frauen scheinen an dieser Stelle noch weniger gefragt) entkommen will. Oder? Charisma? Wird hier ein bestimmtes faschistoides Verhaltensmuster eingeübt (z.b. eine Gleichgerichtetheit des „Gefühls“) oder - macht das nur „harmlosen“ Spass? Als „Freizeitaktivität“? Als Unterhaltung? Wird hier Charisma zum Zwecke der Verkaufe ausgenutzt? Ist das dort auf der Bühne eine Figur, die zum Konsum animieren soll? Marke, Markenaustausch. Wer ihn hört, findet auch die Marke toll. Entsteht dadurch eine Distanz zu den „Fans“? Oder sind diese inzwischen auf exakt solche Trips in einer durchkommerzialisierten Welt voller Werbeclips getrimmt?
Dienstag, 20. Mai 2025
Sport und Spoensoren
Es wird wohl immer krasser, das aber schleichend, so dass niemand etwas davon zu merken scheint und alles für „normal“ hält: Sportler sind inzwischen Werbeflächen und drängen sich einem mit ihren „Botschaften“ bei jeder Sportübertragung auf. Der Trick ist, das Sportler auf Sponsorengelder wie diese offenbar angewiesen sind, dass sie auf subtile Weise gezwungen sind, sich so zu verhalten und sich als "Werbeträger" zu "verkaufen". („Marktwirtschaft, klar!“) Dass auch ihre jeweiligen Verbände davon weitgehend abhängig sind. Der Trick ist auch, dass diese Sportler seit früher Kindheit auf Werbe-Clips geprägt sind, und dazu neigen, deren Botschaften zu glauben. Der Trick ist auch, dass alles, was Werbung betrifft, im öffentlichen Bewusstsein in den Bereich des „Normalen“ übergegangen ist und als solches akzeptiert wird. Doch was macht diese Werbeindustrie anderes, als „Fake News“ und die Wonnen einer längst vergangen farbigen Wachstumsgesellschaft zu verbreiten? Müssen wir vielleicht noch einmal neu darüber nachdenken, was wir wirklich brauchen aus dieser Konsumindustrie und was nicht? Gilt es gerade, diesen Werbebotschaften, die sich doch aus tausend Gründen längst ad absurdum geführt haben, zu misstrauen? Der Trick ist auch, dass diese Art der Werbung immer noch zu funktionieren scheint, dass sie gewisse Produkte in unserem Bewusstsein zu verankern scheint, dass diese „Produkte“ längst zu Statussymbolen geworden sind, mithilfe deren man sich von anderen absetzt und Identität gewinnt.
Sonntag, 13. April 2025
Pop-Know how vermarktet
Die Popmusik soll einen bestimmten festgelegten Aufbau haben, zu dem es natürlich auch die passenden Seminare der Kundigen und „Spezialisten“ gibt. Hooks müssen drin sein, selbstverständlich.Einprägsames. Besondere Sounds, Momente. Etwas, was die Masse mitreißt und sie einfängt. Heraus aus ihrem Alltag. Hinein ins Besondere. PR und Pressearbeit dazu will auch gelernt sein, der passende Unterricht steht schon (gegen Moneten!) bei den einschlägigen Bescheidwissern und Umsetzern bereit. Es wurden zum Teil eigene Kurse, Workshops, Akademien und Organisationen extra dafür ins Leben gerufen. Startup. Versuch. Firma. Millionen. Es sollte alles irgendwie „professioneller“ werden. Eine Zeit lang.
Die Verherrlichungs- und Projektionsriten sind natürlich Werbung. Indem sie aber geklont werden, werden sie auch zunehmend wertloser und lächerlicher. Sie drehen hohl, sie drehen sich um sich selbst oder das angestrebte Geld. Auf dem Markt der Aufmerksamkeit sind sie nun kein knappes Gut mehr, für das ein Preis erpresst werden könnte. Aus dem „Markt“ gepresst. Und genau dies ist im Kapitalismus des Wichtigste: Profit aus dem Markt pressen. Was gratis ist, kann nichts wert sein! Aber Popmusik kehrt vielleicht zu ihren Wurzeln zurück, - vielleicht.
Mittwoch, 26. März 2025
Sportwerbe
Dass jetzt gnadenlos über sehr lange Zeitstrecken Sportarten wie americal football (NFL), Basketball (NBL) oder US-Eishockey (NHL) im privaten Fernsehen promoted werden, ergibt in mir keinen Sinn. Ob da viel Geld im Spiel ist? Oder ob da einfach das in Deutschland so beliebte zeitverzögerte Kopieren amerikanischer Gegebenheiten die entscheidende Rolle spielt? Ob da etwas „in den Markt gedrückt werden“ soll? Vom SUV bis zum verlogenen american cheese-Lächeln scheint ja nahezu alles kopiert werden zu müssen, was aus den USA kommt (hoffentlich nicht auch noch eine Figur wie Trump). Ich (und womöglich nicht nur ich) finde dies im Falle TV etwas penetrant. Der Werbeeffekt wird meiner Meinung nach zu stark und anhaltend gesucht, er geht mir auf die Nerven.
Dienstag, 25. März 2025
Alpenglühn
Diese (Winter)sporthelden, deren Rennen die TV-Sender dauernd übertragen, machen womöglich Werbung für nicht nur für bestimmte Marken, sondern auch für die „Wintersportgebiete“ samt den sich an sie knüpfenden Zirkus, - und damit für die Zerstörung der Alpen. Zudem scheint dabei auch noch eine Art Chauvinismus eingeübt zu werden. Mir fällt die Formulierung „die Deutschen“ auf, die „Gas geben“ sollen. Ob nicht allein schon diese Wortwendung etwas aussagt, was passe´ sein müsste? „Nie wieder“? „Klimaschutz“? Besonders scheinen sich dabei die Ski-Helden und deren „Reporter“-Bewunderer hervor zu tun. All diese Sportfritzen machen zudem Werbung für das Leistungsprinzip. Es gilt das „Höher schneller weiter“, das zumindest jetzt, im Druck der Verhältnisse, von der Masse der Menschen etwas reflektiert sein müsste. „Wir müssen mehr arbeiten“ wiederholt ein Kanzlerkandidat dauernd. Wen er wohl damit meint? Wir besichtigen Menschen im Tunnel, in einer Wahrnehmungsblase, deren Gesetze sie all den Anderen vorspielen. Bewunderung soll über sie herein brechen, weil sie in einem winzigen Bereich sich als „die Besten“ herausstellen sollen.
Montag, 24. März 2025
Fußballwerb
Das Fußballspiel hallt noch nach in mir. Doch schon kommt es auf einen zu: „Prominente“ Gesichter empfehlen mir dies und jenes, Schlachtrufe der blödesten Art hallen durch unsere Hallen… Zu vermuten ist, dass dies wirkt. Dass dies Umsätze herbei führt. Dass dies ankurbelt. Wachstum schafft. Dass die Menschen darauf reagieren, indem sie kaufen. Die Verbindungen können der absurdesten Art sein: Hauptsache, ein „Prominenter“! Der Erfolg solcher Aktionen wird überprüft, es findet Erfolgskontrolle statt. Alles scheint zu funktionieren. Etwas wird bekannt oder bekannter gemacht dadurch, dass ein „Prominenter“ voraus geht und etwas von seinem Schein dem Produkt überträgt. Dass dieser „Prominente“ sich so etwas gut bezahlen lässt: selbstredend. Mir dagegen geht es so: einmal werden mir gewisse Gesichter unglaubwürdig, indem diese sich offenbar für alles hergeben und gleichzeitig Gutmensch-Sprüche in anderen Formaten klopfen können. Andererseits zweifle ich auch oft an den Reaktionen des Publikums, dieser Leute draußen, die offenbar mit einem Kaufimpuls auf solche Strategien antworten.
Montag, 10. März 2025
Promiwerbung
„Prominente“ Gesichter empfehlen mir dies und jenes, Schlachtrufe der blödesten Art hallen durch unsere Hallen… Zu vermuten ist, dass dies wirkt. Dass dies Umsätze herbei führt. Dass dies ankurbelt. Wachstum schafft. Dass die Menschen darauf reagieren, indem sie kaufen. Die Verbindungen können der absurdesten Art sein: Hauptsache, ein „Prominenter“! Der Erfolg solcher Aktionen wird überprüft, es findet Erfolgskontrolle statt. Alles scheint zu funktionieren. Etwas wird bekannt oder bekannter gemacht dadurch, dass ein „Prominenter“ voraus geht und etwas von seinem Schein dem Produkt überträgt. Dass dieser „Prominente“ sich so etwas gut bezahlen lässt: selbstredend. Mir dagegen geht es so: einmal werden mir gewisse Gesichter unglaubwürdig, indem diese sich offenbar für alles hergeben und gleichzeitig Gutmensch-Sprüche in anderen Formaten klopfen können. Andererseits zweifle ich auch oft an den Reaktionen des Publikums, dieser Leute draußen, die offenbar mit einem Kaufimpuls auf solche Strategien antworten.
Freitag, 28. Februar 2025
Kurbelschwurbelbewusstsein
Ich merke, bewusst und unbewusst, wie mich die von vielen TV-Sendern eingestreuten Werbespots stören. Gewiss, sie sind/scheinen jetzt wichtig im Sinne der Ankurbelung der Wirtschaft! Doch scheinen sie mir überwiegend und in vieler Hinsicht aus einer alten Welt zu stammen, die es wohl so nach Corona und bei Krieg nicht ohne weiteres weiter gehen wird, so, als sei gerade mal eben ein Gewitter vorbei gezogen. Die Schamlosigkeit dieser Spots stört mich, ihre Gier, das Mieseste im Menschen anzusprechen und heraus zu kitzeln, ihre Grellheiten, die ungebrochene Verherrlichung des Konsums, - all dies wirkt geradezu surreal auf mich. Ob sich andere Bedürfnisse gebildet haben? Ob Entschleunigung ein Stichwort ist, das auf die meisten Bürger in einer unerwarteten Weise gekommen ist? Nachdenken, nicht als Bremse….. Ob sich die Wertehaltung dahinter etwas verschoben hat zugunsten dessen, was man als „wirklich wichtig“ in diesem Leben erkannt hat? Ob der neu installierte mächtige Kaufmanns-Narziss einen Einfluss darauf hat? Ob die Wichtigkeit sozialer Kontakte jetzt einen anderen Rang einnimmt als zuvor? Ob das Konkurrenzdenken mit samt seinen Folgen ein wenig eingedämmt ist? „Aufeinander aufpassen“, könnte das auf einen neuen Wert zeigen?
Dienstag, 25. Februar 2025
Spott an!
Ich merke, bewusst und unbewusst, wie mich die von vielen TV-Sendern eingestreuten Werbespots stören. Gewiss, sie sind jetzt wichtig im Sinne der Ankurbelung der Wirtschaft! Doch scheinen sie mir überwiegend und in vieler Hinsicht aus einer alten Welt zu stammen, die wohl so nach Corona nicht ohne weiteres weiter gehen wird, so, als sei gerade mal eben ein Gewitter vorbei gezogen. Die Schamlosigkeit dieser Spots stört mich, ihre Gier, das Mieseste im Menschen anzusprechen, ihre Grellheiten, die ungebrochene Ve rherrlichung des Konsums, - all dies wirkt geradezu surreal auf mich. Ob sich mit der Zeit andere Bedürfnisse gebildet haben? Ob Entschleunigung ein Stichwort ist, das auf die meisten Bürger in einer unerwarteten Weise gekommen ist? Ob sich die Wertehaltung dahinter etwas verschoben hat zugunsten dessen, was man als „wirklich wichtig“ in diesem Leben erkannt hat? Ob die Wichtigkeit sozialer Kontakte jetzt einen anderen Rang einnimmt als zuvor? Ob das Konkurrenzdenken mit samt seinen Folgen ein wenig eingedämmt ist? „Aufeinander aufpassen“, könnte das auf einen neuen Wert zeigen?
Mittwoch, 13. November 2024
3SAT
Ich muss zugeben: 3 SAT, das offenbar „eingespart“ werden soll, ist für mich wie ein Lebensmittel. Ich erfahre durch 3SAT etwas über meine unmittelbaren Nachbarn wie Schweiz und Österreich, deren Kulturszene durch Deutschland jenseits von 3SAT weitgehend ignoriert wird. Ich kann hier, auf 3SAT, Kultur auf einem einigermaßen verträglichen Niveau erleben (wo gibt es das sonst?). Ich soll nicht überrumpelt werden, sondern es eröffnen sich mir Möglichkeiten. Ja, ich gehöre innerhalb der Bevölkerung einer Bildungsklasse an. Aber habe ich deswegen kein Recht auf Fernsehen, auf Neugier für „das Andere“ jenseits der großen billigen Shows in den Ersten Programmen? Auf Sendungen ohne fortwährende , mich massiv störende Werbeeinblendungen? Noch habe ich mich daran nicht gewöhnt, bin noch nicht abgestumpft. Diesen vermaledeiten „Produktempfehlungen“ gegenüber, die unser Bewusstsein durchlöchern sollen, wozu wir durch ein austauschbares Moderatorenpersonal per „Bleiben Sie dran!“ jeweils im ungünstigsten Moment auf lächerliche Weise aufgefordert werden sollen. Es verdirbt mir alles, dies Gefühl habe ich. Es vernichtet jegliche Distanz zur Konsumwelt. Dies ist bei §SAT nicht der Fall, was ich als wohltuend empfinde.
Mittwoch, 9. Oktober 2024
Werbung by Promi
Schon wieder empfiehlt mir ein „Prominenter“ etwas, was ich unbedingt haben muss. Per Spot. Viele Menschen scheinen ja das ständige Umschwirrtsein mit Werbung so verinnerlicht zu haben, dass sie das als „normal“ empfinden. Ich soll mich mit diesem Prominenten identifizieren, mich mit ihm (! In diesem Fall ein „Er“) virtuell irgendwie gemein machen, etwas von seinem Glanz auf mich lenken, indem ich das von ihm empfohlene Produkt kaufe. Er tut kumpelig und gibt sich möglichst nahbar. Haha. Offenbar auch ein Mensch (der nur Geld verdienen will…). Wie schräg ist das denn? Aber oha, der „Verkaufserfolg“ solcher Werbeaktionen wird gemessen und bezeugt, dass viele „Konsumenten“ solchen „Empfehlungen“ folgen. Was das wohl bedeutet?
Sonntag, 8. September 2024
Empfehlungen
Schon wieder empfiehlt mir ein „Prominenter“ etwas, was ich unbedingt haben muss. Per Spot. Viele Menschen scheinen ja das ständige Umschwirrtsein mit Werbung so verinnerlicht zu haben, dass sie das als „normal“ empfinden. Ich soll mich mit diesem Prominenten identifizieren, mich mit ihm (! In diesem Fall ein „Er“) virtuell irgendwie gemein machen, etwas von seinem Glanz auf mich lenken, indem ich das von ihm empfohlene Produkt kaufe. Er tut kumpelig und gibt sich möglichst nahbar. Haha. Offenbar auch ein Mensch (der nur Geld verdienen will…). Wie schräg ist das denn? Aber oha, der „Verkaufserfolg“ solcher Werbeaktionen wird gemessen und bezeugt, dass viele „Konsumenten“ solchen „Empfehlungen“ folgen. Was das wohl bedeutet?
Mittwoch, 4. September 2024
Reisen
Reisen? Ein Statussymbol. Früher sagte man „In der Welt herum gekommen“. Heutzutage ist es wohl so eine Sache mit dem „Reisen“. Die Zeiten von Mark Twain scheinen zugunsten eines Massentourismus vorüber. Und dann gibt es ja auch noch Trost: Gewisse „Experten“ wollen uns nämlich einreden, dass das neue Reisen das „Bleiben“ sei. Alles recht und gut, ich soll/muss auch hier bleiben. Bin also „voll“ dabei. Gleichzeitig scheint alle Scham verflogen (!), Fliegen muss wohl sein, besonders zur Urlaubszeit. Nachhaltigkeit und Umwelt hin oder her. Außerdem ist es eine gute Tat: Das Wachstum in Deutschland und in der Welt muss unbedingt angekurbelt werden. Wir müssen wachsen. Immer weiter. Mag der Planet auch dabei kaputt gehen. Weiter. Immer weiter. Okay, ich habe diverse Reisen hinter mir, habe mich bemüht um meine Reiseziele, habe ambitioniert fotografiert, habe mich teils jahrelang informiert, habe vor- und nachbereitet sowie mich intensiv befasst.
Was ist mit solchen Leuten wie mit mir?, so frage ich mich. Sollen diese Leute auch nicht mehr reisen, sollen die sich möglichst gar nicht mehr vom Fleck bewegen, um CO2 einzusparen? Könnte es auch sein, dass Reisen ein bisschen den Horizont erweitern kann, dass man sich mehr als Weltbürger empfindet und im besten Fall eine gewisse Enge hinter sich lassen kann? Ist das der Rest einer werblichen Reiseidiologie oder ist da auch heute noch was dran? Dass man auch über die Natur und ihre Geschöpfe sehr viel mehr direkt und aus erster Hand erfahren kann? Dass man Respekt gegenüber dem Andern empfindet? Ob es dies „Andere“ in der Globalisierung noch gibt? Dass man Lebensfreude neu entdeckt? Jaja, der meist gepflegte Urlaub geht solchen Interessen nicht nach. Er wünscht sich nach dem opulenten Essen in einem „guten“ Hotel ein ereignisloses Sonnenbad an irgendeinem Strand. „Die Seele baumeln lassen“. So nennt man das oft. Was aber ist mit der Minderheit, die so geschilderte Reisen nicht unternehmen und auf diese Weise ihren Horizont erweitern will? Soll diese sich der „political correctness“ ergeben und sich im Übrigen auf mediale Erkundungen wie etwa Fernsehberichte stützen? Wodurch kann sie Erfahrungen sammeln?
Abonnieren
Posts (Atom)