Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Samstag, 14. Dezember 2024
Winterfreuden
Jetzt satteln sie wieder die dicken SUVs, um möglichst schnell in die Alpen zu preschen. Wenn bloß diese Staus nicht wären! Diese Straße gehört doch längst mal ausgebaut! Was wir wollen? Mal wieder diese Freiheit auf den Gipfeln genießen! Dieses besondere Gefühl. Cool! Unschlagbar. Manche Seilbahnen funktionieren ja jetzt nach dem „dynamic pricing“-system: Angebot und Nachfrage, Wetter. Wer zu einem bestimmten am meisten zahlt, bekommt das Ticket. Klima, Energie, Nachhaltigkeit? Scheis der Hund drauf! Das gilt nicht für mich. Es gilt der Eigennutz! Kann ich was gegen all die Misstände tun? Ich bin doch nur…... Da brechen zwar öfter immer wieder Abhänge ab. Aber das sollen dann die Politik und die Behörden richten. Man freut sich schon auf „Apres Ski“: Brutale Party? Fressen, saufen, ficken…..Schneemangel? Pisten planieren, Schneekanonen? Beschneiungsanlagen? Was habe ich damit zu schaffen? Wie`s im Sommer hier aussieht, sehe ich ja nicht. Und außerdem schaffen Touristen Arbeitsplätze. Es gibt jetzt Seilbahnkomfort mit Sitzheizung und Wlan.
Montag, 12. Dezember 2022
Skifoan
Der doofe Ambros hat’s ihnen, den Besserverdienenden, vorgeträllert. „Skifoan“ – und jetzt alle, ein Refrain zum Mitgrölen! Jetzt fahren sie wieder alle Skifahren. Womit schon das erste Ärgernis benannt wäre. Der Abgasausstoß, über den man sich dank großer Automobilkonzerne, die ja soooo viel Elektrofahrzeuge (noch) verkaufen, gerne mal Illusionen machte. Aber auch mit den geschönten Elektrowerten (Entsorgung? Soziale Kosten?) wäre alleine schon dieser Aufwand verheerend und würde ganz eindeutig auf Kosten der Umwelt gehen. Schon vor 30 Jahren habe ich mich darüber heftig zerstritten mit jemanden, der sich dem Allgäu verbunden fühlte und glaubte, die wirtschaftliche Prosperität würde damit in den alpenländischen Skiparadiesen einziehen. Es hat sich inzwischen erledigt, die Dinge sind zu offensichtlich. Die Klimakatastrophe ist schon lange am Kommen, ignoriert wurde sie hauptsächlich von denen, die es sich leisten zu können glauben: auf Kosten auch der „Bediensteten“, die ihnen das Essen und zünftige Trinken in den Alphütten servieren. Auf Kosten derer, die von der Touristen so gar nichts haben, weil sie in der Gastronomie mit vielen Über- und nicht bezahlten Stunden zu Hungerlöhnen schuften, die nicht mal zum Leben reichen. Währenddessen ging's bei den begüterten Touristen um einen Apres-Ski mit Saufen, Fressen und Ficken. Um Schneekanonen und platt planierte Pisten, je platter, desto besser. Widerliche Mechanismen. Diese energiefressenden und als doch so umweltfreundlich verkauften Schneekanonen und die großflächige Zerstörung der Alpen zugunsten von Pisten für die reichen Arschlöcher tun ein übriges. Los geht’s mit dem Stau auf der Autobahn in Richtung Berge. Fürs Fortkommen nutzt da auch ein SUV-Citypanzer nichts… Haha. Am Ende der Apres-Ski mit all den widerlichen Mitgröhlschunklern...
Montag, 19. Dezember 2016
Montag, 28. Dezember 2015
Schifoan
Jetzt fahren sie
wieder alle Skifahren. Womit schon das erste Ärgernis benannt wäre.
Der Abgasausstoß, über den man sich dank VW und ähnlicher Konzerne
gerne mal Illusionen machte. Aber auch mit ihren Werten wäre alleine
schon dieser Aufwand verheerend und würde ganz eindeutig auf Kosten
der Umwelt gehen. Schon vor 30 Jahren habe ich mich darüber heftig
zerstritten mit jemanden, der sich dem Allgäu verbunden fühlte und
glaubte, die wirtschaftliche Prosperität würde damit in den
alpenländischen Skiparadiesen einziehen. Es hat sich inzwischen erledigt, die Dinge sind zu offensichtlich. Die Klimakatastrophe ist
schon lange am Kommen, ignoriert wurde sie hauptsächlich von denen,
die es sich leisten zu können glauben: auf Kosten auch der
„Bediensteten“, die ihnen das Essen und zünftige Trinken in den
Alphütten servieren. Auf Kosten derer, die von der Touristen so gar
nichts haben, weil sie in der Gastronomie mit vielen Über- und nicht
bezahlten Stunden zu Hungerlöhnen schuften, die nicht mal zum Leben
reichen. Währenddessen ging's bei den begüterten Touristen um einen
Apres-Ski mit Saufen, Fressen und Ficken. Um Schneekanonen und platt
planierte Pisten, je platter, desto besser. Widerliche Mechanismen.
Diese energiefressenden Schneekanonen und die großflächige
Zerstörung der Alpen zugunsten von Pisten für die reichen
Arschlöcher tun ein übriges. Los geht’s mit dem Stau auf der
Autobahn in Richtung Berge. Fürs Fortkommen nutzt da auch ein
SUV-Citypanzer nichts, allenfalls für ein Gefühl der Überlegenheit
im Stau...Haha. Am Ende der Apres-Ski mit den widerlichen
Mitgröhlschunklern.
Sonntag, 25. Januar 2015
Werbesport
Ich machte gestern das, was ich
schon lange nicht mehr gemacht habe: ich verfolgte eine Folge von
Sportübertragungen im Fernsehen. Dabei drängten sich mir Gedanken
über diese Sportler als Promotoren des Leistungsgedankens auf. Sie sind Leitfiguren in unserer Gesellschaft, die das Ideal der Leistung den Arbeitenden gegenüber propagieren sollen. Es mag unsinnig sein, auf ihre Weise Slalom zu fahren, auf mit heftig spritfressenden Bullys plan
planierten Routen oder mit energiereich per Schneekanone aufbereitetem Kunstschnee auf präparierten Rennpisten in Ziele hinein abzufahren, die ihrerseits für die
jeweiligen Wintersportorte Promotion abgeben sollen und ein Image prägen, eine Marke. Egal. Blödsinn rules. Money is making Money. Leistung. Es gilt nur der Erfolg, der daraus resultiert: Weltmeisterschaft, Europameisterschaft, Weltcup. Erster sein. Bester. Gewinnen. Was aus einer Leistung sonst noch resultieren könnte, interessiert nicht mehr. Gewiss, das „Sich messen“ ist eine
Ureigenschaft des Menschen, sehr wohl. Wer kann höher, schneller,
weiter? Aber dies ins Extreme voranzutreiben, mag das
Kennzeichen des sogenannten Spitzensports sein. Unter anderem ist
dies auch an der Dopingproblematik ersichtlich: Es gilt das Siegen um
jeden Preis - und sich beim Schummeln möglichst nicht erwischen lassen!
Zweck: einen besseren Preis für sich erzielen! Leistung als
Mittel zum Zweck. In einer anderen Wirklichkeit: um einen Preis, um Kohle, um ein Image. Der Zweck heiligt die Mittel.
Konzerne und Marken sollen profitieren: zu Plakatsäulen gewordene Sportler sind sich da offenbar zu keiner Albernheit zu schade. Andernfalls dürften sie ja beim „Großereignis“ nicht starten, weil ja die zahlungskräftigen Sponsoren längst die Herrschaft bei solchen „Events“ übernommen haben.
Jawohl, man könnte ja mal den Blickwinkel wechseln! Nur so zum Spiel. Sich einlassen auf diese Welt. Es wenigstens versuchen. Man könnte sich dann einiger Dinge bewusst werden: Zum Beispiel, dass es auch um die Zerstörung der Alpen geht! Um die Betonierung von Natur. Um ihre Gefügigmachung zugunsten der Interessen derer, die es sich leisten können. Zugunsten einer Ausbreitung der "Fun-Kultur". Freizeitindustrie. Alles macht Spass für denjenigen, der es sich leisten kann. Es? Fun is Fun.
Es geht womöglich um Imagetransfer: Leistungsikonen werden Werbeträger, weil sie in Werbespots und durch Verträge straff verhandelt und rigoros absichert mit einer bestimmten Marke telefonieren oder ein bestimmtes Auto fahren. Die Botschaft für den „Konsumenten“ lautet dann wohl unter anderem: wenn ich dieselbe Marke benutze, werde ich so "erfolgreich" wie diese Person. Wie lächerlich ist das denn?
Ich verfolge die Übertragung und gerate dadurch in eine ganze Welt von Logos und Emblemen, die alle auf die Warenwelt weisen. Egal, welche Einstellung das Fernsehen präsentiert: da ist immer ein Logo, ein Schriftzug, Autos, Biermarken, Skimarken, Reifen, Softdrinks - es ist einfach viel zu viel! Overkill. Ich kann mir kaum noch vorstellen, dass das einzelne Logo noch für sich und auf jemanden wirkt. Diese Welt besteht nur noch aus Marken, zwischen denen irgendwelche „Stars“ als Interviewpartner hervorgrinsen und vor Werbewänden Sprüche dazu klopfen, „wie es denn so war“. Gut sichtbar sollte dabei der Verweis auch auf die Internetadresse sein. Oder die Zipfelmütze mit Firmenlogo. Ob das peinlich ist? Früher, ja früher, als alles besser war, hätte man so etwas als "wandelnde Litfassäulen" bezeichnet und den "sauberen Sport" gefordert. Das ist natürlich längst überholt. Man muss ja "mit der Zeit gehen". "Professionell" sein. Die omnipräsente Anwesenheit der Werbewelt scheint im Sport selbstverständlich geworden zu sein, weil sich alle daran gewöhnt haben. Mittlerweile sind diese menschlichen Leistungsmaschinen, die uns da als „Sportler“ präsentiert werden, längst Werbeträger geworden.... im Zweifel sind da auch Überlegungen zu Menschenrechten und derart "sentimentales Zeugs" völlig egal. Die Kohle heiligt alles, so die Botschaft. Nicht nur Rennfahrer und Fußballspieler machen dort die Kohle, wo man sie hinschickt. Sie sind Söldner ihres Salärs, das ihnen aus Werbeetats dann zukommt, wenn sie „erfolgreich“ sind. Ich begreife ein bisschen besser: Es ist dies eine eigene Sinnwelt mit eigenen Werten und Selbstverständlichkeiten.
Konzerne und Marken sollen profitieren: zu Plakatsäulen gewordene Sportler sind sich da offenbar zu keiner Albernheit zu schade. Andernfalls dürften sie ja beim „Großereignis“ nicht starten, weil ja die zahlungskräftigen Sponsoren längst die Herrschaft bei solchen „Events“ übernommen haben.
Jawohl, man könnte ja mal den Blickwinkel wechseln! Nur so zum Spiel. Sich einlassen auf diese Welt. Es wenigstens versuchen. Man könnte sich dann einiger Dinge bewusst werden: Zum Beispiel, dass es auch um die Zerstörung der Alpen geht! Um die Betonierung von Natur. Um ihre Gefügigmachung zugunsten der Interessen derer, die es sich leisten können. Zugunsten einer Ausbreitung der "Fun-Kultur". Freizeitindustrie. Alles macht Spass für denjenigen, der es sich leisten kann. Es? Fun is Fun.
Es geht womöglich um Imagetransfer: Leistungsikonen werden Werbeträger, weil sie in Werbespots und durch Verträge straff verhandelt und rigoros absichert mit einer bestimmten Marke telefonieren oder ein bestimmtes Auto fahren. Die Botschaft für den „Konsumenten“ lautet dann wohl unter anderem: wenn ich dieselbe Marke benutze, werde ich so "erfolgreich" wie diese Person. Wie lächerlich ist das denn?
Ich verfolge die Übertragung und gerate dadurch in eine ganze Welt von Logos und Emblemen, die alle auf die Warenwelt weisen. Egal, welche Einstellung das Fernsehen präsentiert: da ist immer ein Logo, ein Schriftzug, Autos, Biermarken, Skimarken, Reifen, Softdrinks - es ist einfach viel zu viel! Overkill. Ich kann mir kaum noch vorstellen, dass das einzelne Logo noch für sich und auf jemanden wirkt. Diese Welt besteht nur noch aus Marken, zwischen denen irgendwelche „Stars“ als Interviewpartner hervorgrinsen und vor Werbewänden Sprüche dazu klopfen, „wie es denn so war“. Gut sichtbar sollte dabei der Verweis auch auf die Internetadresse sein. Oder die Zipfelmütze mit Firmenlogo. Ob das peinlich ist? Früher, ja früher, als alles besser war, hätte man so etwas als "wandelnde Litfassäulen" bezeichnet und den "sauberen Sport" gefordert. Das ist natürlich längst überholt. Man muss ja "mit der Zeit gehen". "Professionell" sein. Die omnipräsente Anwesenheit der Werbewelt scheint im Sport selbstverständlich geworden zu sein, weil sich alle daran gewöhnt haben. Mittlerweile sind diese menschlichen Leistungsmaschinen, die uns da als „Sportler“ präsentiert werden, längst Werbeträger geworden.... im Zweifel sind da auch Überlegungen zu Menschenrechten und derart "sentimentales Zeugs" völlig egal. Die Kohle heiligt alles, so die Botschaft. Nicht nur Rennfahrer und Fußballspieler machen dort die Kohle, wo man sie hinschickt. Sie sind Söldner ihres Salärs, das ihnen aus Werbeetats dann zukommt, wenn sie „erfolgreich“ sind. Ich begreife ein bisschen besser: Es ist dies eine eigene Sinnwelt mit eigenen Werten und Selbstverständlichkeiten.
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