Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 21. Juli 2026

Einsamkeit?

Du entdeckst und es wird dir zunehmend bewusst, dass du alleine bist. Hattest du in der Vergangenheit stets Leute um dich herum, die du als viel zu viele empfandest, so gibt es diejenigen jetzt gar nicht mehr. Man hat sich abgesetzt vom Mainstream, ohne dass man das so richtig merkte. Es gab eine Entwicklung um dich herum, deren Eigenheit du mal wieder nicht so recht mitbekamst. Immer wieder hört man von Menschen, die verreckten und die erst bemerkt wurden, als es anfing, unangenehm zu riechen. Nachbarn? Hier unsichtbar. Aber sie würden antworten, dass man mich in letzter Zeit kaum mehr gesehen habe. Man wisse kaum, wer was mache und warum. Tatsache scheint zu sein, dass für die meisten Menschen Freunde allgegenwärtig sind und Ablenkungen zuhauf verfügbar sind. Wer eigentlich darf da bei sich selbst sein? Klar, so etwas kann auch lobesam sein. Doch die Zeiten, als der Schriftsteller Gottfried Benn „Wer allein ist, ist auch im Geheimnis..“ behaupten durfte, sind wohl im Zeichen einer allgemeinen Vergesellschaftung vorbei. Single sein. Sich selbst genügen, das freilich schließt einen von der großen Vernetzung aus. Eremitage. Mönchtum. Vor einiger Zeit war es sehr angesagt, in Klöstern zu verweilen, die Stille dort neu kennen zu lernen, die Stille auszuhalten. „Auszeit auf Zeit“ war meist sehr teuer und beinhaltete oft auch noch andere Wellness-Wohltaten im Zeichen religiöser Erbauung. Doch was ist die Realität? Einsame und alleinstehende Menschen gelten als Sonderlinge. Reinschauen bei Edward Hopper: Menschen ohne soziale Bindungen sitzen dort alleine an der Bar, leicht bekleidete Damen machen geschlechtlichen Betrieb, bieten Attraktionen der glitzernden Oberfläche. Man sinkt ab in Wein und Zerstreuung, in Schein und Schalk.

Montag, 20. Juli 2026

Green Washing

Da ist dicker, durchsichtiger Kunststoff, früher sagte man „Plastik“ dazu. Ich habe mich mal wieder an der massiven Verpackung eines Elektroartikels verletzt. Blutet. Es scheint so zu sein, dass noch immer eine massive Verschwendung von Umweltressourcen damit betrieben wird. Im Jahr 2026? Die Sachen sind so stabil verpackt, dass ich zu ihrer Offenlegung Messer und Schere brauche, um schließlich doch noch mit einer blutenden Wunde abzuschneiden. Bin ich zu blöde? Muss das sein? Könnte man da nicht wenigstens ansatzweise etwas mehr Vernunft walten lassen und zumindest umweltverträgliche Materialien verwenden? (steht das irgendwo im Kleingedruckten? Ist da Green Washing?) Es erscheint mir derzeit ohnehin so, dass verschiedene Leute aus der Schicht der Herrschenden vieles behaupten, was in der Realität nicht oder kaum stattfindet. Es erscheint mir, gelinde gesprochen, die Rückkoppelung des Informationsstromes nicht immer gegeben zu sein. Man wäre inzwischen vielleicht so weit, dass aufwendige Verpackungen mit nicht recyclingfähigem Kunststoffmaterial nicht sein müssten. Trotzdem werden solche Dinge unablässig und „alternativlos“ verkauft. Ob das die Konjunktur stützen soll? Das Wachstum? Den Konsum?

Samstag, 18. Juli 2026

Geld, Job, Gewinn

Mir scheint es, als wolle so mancher Minister sich vor allem durch PR-Tricks hervortun. Da werden Taschenspielereien vorgeführt, da werden mit Geld aus dem Ausland die passenden Mitarbeiter herbei geholt (in diesem Ausland dürfen sie dann schon fehlen… . „Uns“ steht das zu ….. Ob das etwas Neokolonialistisches an sich hat?….Das mit der „Win-win-Situation stimmt also alleine schon deshalb nicht so ganz). Im nun zum zweiten Mal herauf dräuenden „Herbst der Reformen“ scheint alles erlaubt. Ein „Sondervermögen“ oder zwei viele sind eingerichtet. Es soll mehr gearbeitet werden, Unbedingt! Das Geld, der Zuschuss, der Anteil soll erhöht werden, kommt aber nie dort an, wo es ankommen sollte. An was das liegt? Unübersichtliche und versteckte Klauseln sind ja beliebt in Wirtschafts- und Staatskreisen. Warum sich nicht etwas „vom Markt“ abschauen? Hauptsache, einen Auftritt gehabt!, denkt sich der Minister. Sich gesonnt in der öffentlichen Aufmerksamkeit, am Image gearbeitet…. „Ach, der Markt wird es schon richten….!“, so wird schon mal neoliberal hinaus gepustet. Der „Markt“ richtet offenbar alles zum Vorteil derer, die einen Vorteil daraus ziehen wollen. Ob es öffentliche Daseinsvorsorge gibt? Das alles sei beabsichtigt, so lautet ein Kommentar. Der Staat könne halt nicht alles besser. Vollkaskomentalität adieu! Interviews werden abseits der öffentlichkeitswirksamen Strecken kaum gegeben. Ob das alles zu durchsichtig ist? Offenbar nicht. Die Medien berichten währenddessen vor allem über „Promis“…….es geht um Singles, die sich neu paaren……, dazwischen geht es in Gewinnspiele, in denen tausende von Euros zu gewinnen sind….Jackpot… es geht um Augenaufschläge…um falsches Lächeln...und um Image….

Freitag, 17. Juli 2026

Töne und Alarm

Pieptöne überall! Da piept‘s doch! Man ist aufgeschreckt. Man rennt. Man stolpert. Es blippt jetzt mit anderem Sound. Ist`s die Haustür‘? Nein, man war aber schon hinaus gestürzt gestolpert und gefallen. Man muss sie nur deuten können, diese Töne. Kann ich aber nicht. „Nachricht eingetroffen… blipp! Ach! Was für Nöte sind denn das? Nicht mehr auf der Höhe der Zeit? Man fragt sich Fragen, auch der seltsamen Art. Bloß, weil man alt ist. Wow. Das müsste eigentlich automatisch gehen. Bin ich falsch programmiert? Bei diesen Digitaltönen dabei sein, Digital Native? Müsste man das? Dressiert sein? Es sollen jetzt Klimaanlagen her. Im großen Stil. Die „Amis“ würden es uns vormachen. So eine klugscheißerische Dame im TV. Ob aber die „Amis“ die richtigen Vorbilder sind? Ob sie etwas, nur etwas (!), mit Ökologie am (Cowboy-)Hut haben? Sollen wir langsam uns der Trump-Welt annähern? Unwillkürlich? Ja klar, Trump-Bashing kann jeder! Wer sich unterscheiden kann, bewundert so einen. Oder sollen – wie sozial! - Krankenhäuser und Pflegeheime jetzt erstmal in den Genuss dessen kommen? „Leben statt leiden“? Das Schlagwort schlägt. Man müsste sachte abwägen, aber doch nicht so agitieren. Wer in die USA blickt, sieht, dass da nicht nur Krankenhäuser und Pflegeheime Klimaanlagen haben. Tatsache ist wohl, dass Klimaanlagen im großen Stil viel Energie verbrauchen. Man müsste sowas ausgewählt gegenrechnen können. Den Nutzen gegen den Schaden. Aber so? Einfach pauschal Klimaanlagen fordern? Und die (vorhersehbare) Meinung der Grünen grinsend ignorieren…. Es piept schon wieder. Jemand hat etwas entgegnet, einen Kommentar zu etwas abgegeben. Ich muss das ein. Ich muss wach sein. Ich muss pfiffig sein. Kreativ. Überraschend. Muss vielleicht Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Muss man das?

Donnerstag, 16. Juli 2026

Frage

Frage Einstmals, in grauer Vorzeit, gefragt: Wer hat meinen Schlüssel gesehen? er ist offenbar unrasiert und hat einen Bart Ich wende das Blatt und lese verkehrt nimm's nicht persönlich, sieh's positiv!

Mittwoch, 15. Juli 2026

Darbietungen

Seltsame Experten werden mitten in ihren Darbietungen unterbrochen, es wird für Parteistatementpropaganda und für den nächsten Werbeblock freigeschlagen. Auch daran sieht man, wie wenig solche „Experten“ der Dauer-Nachrichtenshow des verlegereigenen „Privatrundfunks“ mit ihrem oft enervierden Geschwätz offenbar wert sind. Ob uns das alles als Politik verkauft werden soll oder ob es das abgehobene Spiel derjenigen ist, die das Spiel der Demokratie für uns zelebrieren? Es werden meist Platitüden aufgeführt, um Reflexe abzurufen. Posing (Darstellung des kundigen „Durchblickers“) sowie ein moralischer Augenaufschlag gehört auch zu dieser Polit-Inszenierung. Die Sinnfrage wird selten gestellt. Cleveres Runtermachen des Kollegen von der falschen Partei, das Geschwätz von den Bäumen im ignorierten Wald („Einflüsterer“in Gestalt von Pressereferenten gibt es enmasse) sind obligatorisch, das harsche Spiel mit dem Image, die ungenierte Simulation des Körperauftritts, das gekonnte Kreisen des wacker daherredenden Für-alle-Kopfes bei der Pressekonferenz (Rethorik-Kurs 1) – ach wie langweilig und peinlich ist denn sowas!

Dienstag, 14. Juli 2026

Kommunikation und Politik

Mir scheint es, als wolle so mancher Minister sich vor allem durch PR-Tricks hervortun. Da werden Taschenspielereien vorgeführt, da werden mit Geld aus dem Ausland die passenden Mitarbeiter herbei geholt (in diesem Ausland dürfen sie dann schon fehlen… . „Uns“ steht das zu …..Ob das etwas Neokolonialistisches an sich hat?….Das mit der „Win-win-Situation stimmt also alleine schon deshalb nicht so ganz). Im nun zum zweiten Mal herauf dräuenden „Herbst der Reformen“ scheint alles erlaubt. Ein „Sondervermögen“ oder zwei viele sind eingerichtet. Es soll mehr gearbeitet werden, Unbedingt! Das Geld, der Zuschuss, der Anteil soll erhöht werden, kommt aber nie dort an, wo es ankommen sollte. An was das liegt? Unübersichtliche und versteckte Klauseln sind ja beliebt in Wirtschafts- und Staatskreisen. Warum sich nicht etwas „vom Markt“ abschauen? Hauptsache, einen Auftritt gehabt!, denkt sich der Minister. Sich gesonnt in der öffentlichen Aufmerksamkeit, am Image gearbeitet…. „Ach, der Markt wird es schon richten….!“, so wird schon mal neoliberal hinaus gepustet. Der „Markt“ richtet offenbar alles zum Vorteil derer, die einen Vorteil daraus ziehen wollen. Ob es öffentliche Daseinsvorsorge gibt? Das alles sei beabsichtigt, so lautet ein Kommentar. Der Staat könne halt nicht alles besser. Vollkaskomentalität adieu! Interviews werden abseits der öffentlichkeitswirksamen Strecken kaum gegeben. Ob das alles zu durchsichtig ist? Offenbar nicht. Die Medien berichten währenddessen vor allem über „Promis“…….es geht um Singles, die sich neu paaren……, dazwischen geht es in Gewinnspiele, in denen tausende von Euros zu gewinnen sind….Jackpot… es geht um Augenaufschläge…um falsches Lächeln...und um Image….

Montag, 13. Juli 2026

Ego sum (ublyrik)

Ego sum (Text) Das Ego, ist das einzige, was du wirklich hast auf dieser Welt deshalb scheint es dir das Wichtigste aber du stehst in einem Zusammenhang der dir Leben erlaubt du lebst mit anderen auf dieser Welt die Vielen? sie schauen in Bauchnabel, haben keine Ahnung, nach was sie suchen vergöttern das Ego, genau so, wie die Mächtigen das gerne hätten immer glücklich und sonnig sein egal, ob sie um dich herum verrecken die anderen sind nur Mittel zum Zweck – Warenwelt Mittel zur Bedürfnisbefriedigung und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt subtil und ganz offen stehlen Gedankensplitter, die herumliegen: die Hölle, das sind immer die anderen sich eins fühlen mit allem, Empathie das wäre etwas anderes als Raffgier große Autos und große Häuser den Streitwagen, wer hat den schnelleren, besseren? Wer hat mehr unter der Haube? Competition, Wettbewerb und Krieg mit anderen Mitteln – muss das sein? Wichtigtuer, verliebt nur in ihr Selbst pflegen hingebungsvoll ihre Selbstsuche und scheren sich dabei einen Dreck um die andern die andern haben's ihnen gesagt sie sollen sich nicht bloß nicht kümmern und immer treu bei sich selbst bleiben die Zwiebel immer weiter schälen immer weiter......aber da kommt kein richtiger Kern

Krankenhaus

„Es ist doch eine vollkommen unsymmetrische Kommunikationssituation im Krankenhaus: Der sogenannte Patient ist unter Umständen ganz plötzlich aus allen Selbstverständlichkeiten und seiner alltäglichen Normalität heraus gerissen. Die Schwestern und Pfleger hingegen erleben das jeden Tag, für sie ist der Patient einer unter vielen, er symbolisiert den Alltag. Sozusagen eine Durchlaufposition. Sein Gesicht wechselt zwar, aber er scheint doch immer der gleiche zu sein. Vom Patienten aus gesehen ist alles hingegen einmalig. Auch die Gesichter seiner Pfleger sind das. Er ist vielleicht in eine absolute Ausweglosigkeit gestoßen, in eine Einmaligkeit, die sogar, wenn's schlecht läuft, in den Tod führen kann, die gröbste Einmaligkeit, die einem passieren kann.... Schwestern und Pfleger treten ihm gegenüber aber als Vertreter der „Normalität“, des „Lebens draußen“ auf. Sie sind jenseits der Mauer, die sich plötzlich zwischen einem selbst und „den anderen“ (den scheinbar „Gesunden“) auftut. Und tatsächlich, sie, die Pfleger und Schwestern schalten nach Dienstschluss sehr schnell ab und sind wieder ganz draußen aus dieser abgeschlossenen Welt des Krankenhauses, in dem ganz andere Bezüglichkeiten und auch Abhängigkeiten gelten. Jawohl, der Patient ist in vielem auch abhängig von seinen Schwestern und Pflegern. Er ist ihnen ausgeliefert. Es entsteht dadurch eine Vertrautheit, die aber keine ist, sobald eine andere Situation eintritt. Ein seltsames Gefühl.“

Sonntag, 12. Juli 2026

Der Ort lebt fort

Der Ort lebt fort Du denkst, du bist in dir hälst dich an anderen fest doch alles scheint nur Schein und kann schnell zu Ende sein alle suchen das Licht und finden es doch nur zum Schein Wir sind alle in einem Fluss im Übergang zu etwas Kleine Teile, die nur für sich selbst wichtig sind Wer sind wir? Teil eines Ganzen, - vielleicht mit Ausnahmen, der Ort lebt fort, der Strom will nie versiegen und ist doch nicht ….tief

Samstag, 11. Juli 2026

Band

Die Geschichte meiner Musik: Wie war das mit den Bands? Was trieb uns um? Im Kreis? Man zerstritt sich manchmal ewig und stundenlang über den rechten Weg und die Richtung, die man einschlagen wolle. Alle Arrangements sollten und mussten dauernd neu gemacht werden. Alle Egoismen dieser Welt kamen zum Einsatz, selbstredend, man fühlte sich ja als Künstler, dem das selbstverständlich gestattet war. Solistische Fähigkeiten und individuelle Stärken galt es, ins „Ganze“ einzufügen, Nachgiebigkeit, Flexibilität und Kompromissbereitschaft war da nicht angesagt. Bevor man irgendeinen Kompromiss einging, musste man eine Pfeife rauchen, ein „Kawumm“. Aber schon bei der nächsten Probe war der erreichte Kompromiss nicht mehr tragfähig. So trottelte man sich durch die Zeit und erreichte nicht viel Definitives.

Freitag, 10. Juli 2026

Ahnen

Die Verehrung der Ahnen: Ahnenkult. Das Gefühl des Verwurzeltseins. Ist uns völlig abhanden gekommen. Es gilt nur noch, was produziert, was ökonomisch macht und tut. Tote Vorfahren wurden einst mit Ritualen verehrt. Die Ahnenverehrung ist ein religiöser oder weltanschaulicher Glaube, bei dem verstorbene Vorfahren verehrt werden. Anhänger gehen davon aus, dass die Seelen der Verstorbenen weiterbestehen, Einfluss auf das Leben der Nachkommen nehmen und als Mittler zwischen den Menschen und höheren Mächten dienen. Damit die wandernde Seele überhaupt eine Chance hat, ihr Ziel zu erreichen, muss ein Begräbnisritual gemäß den überlieferten Regeln abgehalten werden. Das kann und konnte recht aufwendig sein: Für einen sozial hochgestellten Menschen dauerte so eine Feier schon mal eine Woche oder länger, wobei die besten 1000 Freunde und Verwandte eingeladen, untergebracht und bewirtet werden wollten. Zu der Gelegenheit werden Dutzende von Schweinen und um die zehn Büffel als Opfer und Mahl geschlachtet.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Werbefinanziert

Werbung ohne Ende. Wenn ich in den Nachrichtenkanal rein schaue, ist das offenbar der Preis dafür. Dauernd. Immer wieder. Ob man sich daran gewöhnt? Widerwille regt sich immer noch in mir. Ich will einen Podcast aufrufen. Wieder Werbung! Sogar Podcasts? Spot, klick. Den Ablauf kennt man schon: „Noch zehn Sekunden….noch zwei Sekunden….“. Man gehört zu denen, die davon überrascht sind, zumal sie der dahinter stehenden und namensgebenden Person offenbar zu viel Gutes zutrauen. Doch das alles scheint inzwischen professionalisiert. Auch noch jedes Interesse personalisiert mitnehmen. Das schult den Umgang miteinander. „Gleich geht`s weiter“. Ach so. Die Leiste oben. Die Leiste unten: bloß nicht anklicken! „Mehr erfahren“. In welche Falle geht man jetzt? Aufpassen! Pressekonferenzen, die ja vom Honorar her umsonst sind, werden rüde unterbrochen, um Werbespots zu senden.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Worte

WORTE Alle Worte sind Geräusch gewesen und sind wieder dazu geworden Missbrauch und Verlogenheit, im weißen Rauschen untergegangen dessen, was jeder sagt, jeder hat eine Meinung Worte sind missbraucht und zu Werbung geworden für Produkte und eitle Egos Wetten auf Macht und kitschiges Glück Wichtig wollen sie einen einbringen arrangiert, manipuliert, geschönt auf Wirkung bedacht, etwas einbringen du kannst stammeln, stottern, lallen Phrasen sind geprägt, an denen das gemessen wird Der Zeitgeist streicht jetzt streichelnd über den Screen auf dem die Icons und Klicks leuchten wohl das Richtige und nicht das Falsche, das Falsche im falschen Leben mir ist schon schlecht vor lauter Wiederholungen ich will den Tag und die Sonne genießen weggehen und träumend mich verdrücken ans Meer und in kalte Berge immer weiter tanzen hinaus sie tanzen um das goldne Kalb selbstverständlich Fan ihrer selbst das Gefühl, wenn der nasse Lappen auf das Gesicht, auf die Haut kommt die können sich nicht mehr riechen wieso machen so viele Menschen so seltsame Sachen? Um sich selbst zu spülen, sich selbst zu verwirklichen? Das ist die neue, heilig anstrengende Pflicht

Dienstag, 7. Juli 2026

Mensch Person Identität

Der Aufbruch zum Kern einer Persönlichkeit. Wie viel Energie braucht das? Wie viel Aufmerksamkeit und Empathie? Wie viel Verständnis, das man sich zeitraubend erschließen sollte? Haben oder können wir das leisten? Diese Toleranz? Sollen wir anspruchsvoll sein? Dürfen wir das? Geht das über zeitliche Phasen hinaus? Wollen wir vermeintliche Avantgarde sein, die etwas besser kann als andere? Gibt es förderliche Automatismen oder Routinen? Ist das wirklich des Teufels? Wer sagt denn da, es solle alles "spannend" sein? Ach! Mein Bedürfnis befriedigen, weil es so vielgestaltig ist. Kann ich das auch im Anderen finden? In einem einzigen Andern? Ob mir das zu viel (auch Oberflächlichkeit) abverlangt, über einen einzigen Menschen hinaus? Entspannung durch Verteilung von psychischer Energie, so die Behauptung. Sind das alles Strategien, um ungebremsten Sex anzustreben? Ob das, aufs Ganze gesehen, die Erlösung bringt? Gibt es eine späte Solidarität, die nicht von der sexuellen Aktivität (so wichtig sie auch sein mag) abhängt? Wir beobachten.

Montag, 6. Juli 2026

Entscheider und Demokratie

Es wird beraten, formuliert, erörtert und verhandelt, ehe „verabschiedet“ wird. Beschlüsse sollen Chancen eröffnen, Perspektiven aufzeigen, zügige Abwicklung nach sorgfältiger Prüfung herbei führen, einen Zugang eröffnen und den natürlich finanzieren, gutes Zusammenleben ermöglichen, Schutz und Sicherheit verschaffen, sie sollen Prinzipien folgen, Teilhabe soll sich ergeben, es werden Signale gegeben und vieles mehr.... Gut so!, so denke ich über die Entscheidungsfindungsprozesse in einer modernen Demokratie. Problem ist nur: diese ganze Vorgehensweise ist oft nicht sehr transparent, in hinteren Besprechungs- oder Tagungszimmern werden da Entschlüsse gefasst, die wir nicht nachvollziehen können und die oft genug das Ergebnis eines Gebens und Nehmens (eines Schacherns) sind, die in keinerlei Verbindung mit den inhaltlichen Problemen stehen. So geht das Handwerk der Politik, habe ich oft dazu gehört. Es ist ein komplizierter Prozess, der darauf gründet, dass wir die Berechtigung dazu eine Wahlperiode lang delegiert haben. Das sollen Andere für uns machen!, so die gängige Auffassung dahinter. Am besten „Experten“. Dass wir da aber besser nicht so genau hinschauen sollen, dass wir diese Prozesse den „Profis“ und ihrer latent absolutistischen Hinterzimmerdiplomatie überlassen sollen, gehört auch zu diesem Aushandlungsprozess, der oft genug ziemlich eigennützige und wenig sachorientierte Motive offenbart.

Sonntag, 5. Juli 2026

Beeinflussen

Es ergab sich, oder auch nicht..... Die leibhaftige Einlösung von Versprechen der Rockmusik, die über uns hinaus weißen, die uns das Andere nicht nur zeigten...? Die Hetzjagd in Richtung auf das Glück? Ging zu bald unter in einem neoliberalen Wahn der rücksichtslosen Selbstverwirklichung, die nicht nach den Kosten für Andere fragt. Darin wurden sich plötzlich viel zu viele Individuen gleich, da wurden sie zur Masse Mensch, mit der die Konzerne heutzutage ihre Profitinteressen ausleben und die Werbung, Promotion, PR die Wege dazu ebnet. Das Glück als käufliche Masse überwältigte auch die Rockmusik und machte sie als Pop zu einer unterhaltsamen Knetmasse, die in eine beliebige Form gebracht werden kann.“ Liebe war ja auch einmal etwas, was Gandhi gepredigt hatte. So hieß es. Sie ist und war ein hohes Gut. Nur: was war damit konkret gemeint?

Samstag, 4. Juli 2026

Man?

Man? Man schluckt in sich zurück Versucht auszuhalten, wie die Zeit vergeht Man will sich festhalten und findet nirgendwo Halt Man setzt seine Energie ein und spürt, dass das verpufft und nichts nützt nicht ankommt, irgendwie in Zärtlichkeit gelöst, vorbei zielt Man steht neben sich und beobachtet, versucht zu erkennen Treiben und Umgang, um einen herum, in Veränderung man hatte zu lange den absurden Ehrgeiz, zu wissen, zu erkennen und es entglitt einem zu vieles man vergeht und erfährt Neues, beides versucht, sich auseinander zu setzen was sich jetzt als Content verstehen will erfährt Begrenzungen, tastet in Dunkelheit und genießt in zu kurzen Momenten man gleitet in einen möglichen Rausch macht in Selbsterfahrung, führt das Suchen vor Wird skeptisch, wittert Fake und Täuschung hört Bescheidwisser, stille Genießer, im Hintergrund Diese Täuschungen über das Leben, diese Spiele mit dem Horizont langweilen und - machen einen zuweilen fassungslos und zeigen, dass alles oft anders ist, als es scheint, mehr denn je Da ist das hemmungslose Streben nach etwas Unbekanntem das um dich ist und dich mit einem Gebaren einhüllt Es gilt jetzt das Geschäft, erbarmungslos hart alle verkaufen sich, so gut es geht Der Wandel in den Handel wird für normal erklärt von wem?

Freitag, 3. Juli 2026

Durch Generationen

Durch Generationen hindurch... Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position, kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Segnungen der KI, den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Ein Abwägen. Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Und. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menschen profitieren könnten.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Leben im Kosmos

Ich begreife, dass ich in diesem Universum lebe – dies aber nicht besonders bewusst: alleine schon die Größen- und Zeitverhältnisse sind gewaltig, unvorstellbar. Vor 13,7 Milliarden Jahren soll der Urknall stattgefunden haben, aus dem Nichts. All das überfordert unsere Vorstellungskraft bei weitem. Das alles geht über unser Bewusstsein hinaus, reißt Räume auf, die unwirklich erscheinen, aber blanke Wirklichkeit sind. Die uns einhüllen in diese Wolke, die uns bedeuten soll, dass sie wichtig sei. Dabei ist sie wohl im Weltmaßstab völlig nebensächlich, spielt keine Rolle. Es tun sich andere Wirklichkeiten auf, andere Bezüglichkeiten.… wie könnte ich alleine schon angesichts dessen glauben, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei und seine Erkenntniskraft das Maß aller Dinge? Das ist wohl krasse Überschätzung aus einem beschränkten Gesichtskreis heraus. Wir hätten nichts anderes, als die wissenschaftliche Erkenntnis, höre ich einige Agnostiker greinen. Nun gut, aber vielleicht müssen wir einsehen, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es darüber hinaus viel gibt, - nicht nur die bei wissenschaftsgläubigen Geistern so unbeliebte Gottesvorstellung. Lächerlichkeiten auf zwei Beinen sind wir, auch wenn wir uns demnächst wieder ins All zum Mars aufmachen. Da draußen gibt es noch so viel mehr, Milliarden von Sternen und Planeten und Asteroiden und Weltraumschrott. Und wer sagt denn, dass Raum und Zeit die einzigen Dimensionen sind? Womöglich gibt es auch in dieser Hinsicht deutlich mehr. Nicht nur der Film „Matrix“, vielleicht auch die „String Theory“ mag da einige populäre und mehrfach fortgesetzte Hinweise gegeben haben.... Bescheidenheit und Demut erscheint jedenfalls angezeigt......Und Interesse für das, was in uns durch verschiedene Techniken der Überlieferung aufgehoben ist....Ahnungen, Visionen, Bilder, Auslegbares...

Mittwoch, 1. Juli 2026

Flucht und Chemie

Vorsicht! Dies ist kein Loblied des Eskapismus! Hier ein weiterer Ausschnitt aus meiner Arbeit (ca. 1984) „Der Typ des Außenseiters im Frühwerk Hermann Hesses“, der durchaus auch vom Zeitgeist geprägt gewesen sein mag, aber auch heute noch zu denken geben mag: „Nicht selten wird versucht, Melancholie, Depressionen mit Alkohol zu betäuben. Auch hier führt eine gerade Linie von Hermann Lauscher zu Harry Haller, bei dem schließlich auch noch andere Drogen ins Spiel kommen. Auch dies Phänomen ist unter die Versuche einzuordnen, sich Fluchtwege zu schaffen. Hesse selbst meint in „kurzgefasster Lebenslauf“ dazu: „Häufig suchte ich meine Freude, meinen Traum, mein Vergessen in einer Flasche Wein, und sehr oft hat sie mir geholfen, sie sei dafür gepriesen. Seinen Hang zum Trinken belegen auch deutlich die Verse der Gedichtsammlung „Krisis“, der lyrischen Vorform des „Steppenwolf“. Das Trinken seiner literarischen Figuren erscheint als Reflex dieser Einstellung.“