Reise durch Wirklichkeiten

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Montag, 10. August 2026

Die Tücke des Objekts

Die Tücke des Objekts: Plötzlich quakt etwas aus einem Haufen, in dem sich eigentlich nichts befindet, was mich so anquatschen könnte. Was ist das? Mal nachsehen. Man rutscht aus auf etwas, was man verlegt hat Sowas kann übel enden. Uffabass! Nicht aus Versehen politisch unkorrekt sein! Inkorrekt! Etwas kocht und backt an, wird schwarz, wird unerträgliche Masse. Finde den Fehler!. Schnell, schnell! Man hätte sollen und müssen. Rechtzeitig. Machen und Tun. Man verzieht. Verzeihung. Man wird belächelt. Man muss sich belächeln lassen. Man belächelt sich selbst. Ob man das kann? Im Traum, im Traum. Welcher Traum? Wo ist Wirklichkeit? In der Erfahrung des körperlichen Niedergangs? Im Krankenhaus? Es tut weh, das Hämatom, das sich beim Ausrutschen ergeben hat. Was soll man da drauf tun? Eine Salbe. Eine Paste. Ein Gel? Man soll schwitzen, aber nicht zu viel! Man muss schwitzen. In üblen Strömen. Das Anschaffen von Klimaanlagen wird ausgerufen. Nicht nur für Krankenhäuser und Pflegeheime! Sondern für alle! Ob das einen großen Batzen Energie benötigen würde? Ob dies die Lösung der Probleme sein würde? Prima Klima. Akademikerbashing. Ob man da….? Uffabass! KI übernimmt. Was? Alles! Begeisterte Gesichter der Propagandisten. Ob sie sich selbst glauben? Gut geschminkte Roboter übernehmen. KI übernimmt. Alles gut. Sie machen und tun. Innovation. Immer voran, drauf und dran! Ab in die Hölle! Science fiction: Angriff der Roboter. Wie? Titel aus der Fiktionsmaschiene? Noch immer kein KI? Dafür gehört man geschlagen. Schläger. Schlager. Hören und Sehen. Sich von KI was schreiben lassen. Was der Mehrheit gefällt. Was gefällig ist. Alles geht schnell. Und immer schneller. Man holt auf. Man holt ein? Ob dies Mittelmaß gar so toll ist? Hossa, hossa. Eintauchen. Sich räkeln und baden darin. In Wiederholungen. In Redundanzen. KI übernimmt. KI erledigt das. Schnell und immer schneller.

Dienstag, 5. Dezember 2023

KI

Mir kommt es so vor, als würde in einer Art Fortschrittsgläubigkeit und Wachstumsfixierung die KI in vielen Medien grinsend grell geschminkt gefeiert und als würde dabei lächelnd unter die Decke gezwungen, dass die KI trotz aller angepriesenen Segnungen die Menschheit vernichten könnte. Wir machen diese Technologie jetzt für jeden verfügbar. Was die KI tut, ist unvorhersehbar, ist eine Black Box. Das Gegenargument: Die KI verliere durch Regulierung an Innovationskraft. Ob sich KI selbst reguliert?

Montag, 11. November 2019

Roboter als Sexpartner

Man kann sich Sexualität kaufen, - kein Zweifel. Aber kann man sich auch einen Partner kaufen? Diejenigen, die an der Entwicklung von Sexrobotern arbeiten, behaupten: Ja, das können wir! Die Entwicklung scheint diebezüglich in Japan schon sehr weit gediehen zu sein. Silikonpuppen soll Leben eingehaucht werden, Virtual und Augmented Reality assistieren. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Computerprogramme Emotionen simulieren können. Forscher und Entwickler sind nun auf einer immer differenzierter werdenden Suche, die in die Sexpuppenindustrie Eingang gefunden hat. „Es ist Zeit, unser Leben zu genießen...!“ scheint das unausgesprochene Motto solcher Sexspielzeuge zu sein. Genuss, Gefühle, Hedonismus scheinen in dieser Form mechanisiert (bis jetzt noch verdeckt) geradezu zum Gebot aufgestiegen zu sein. Sexy sein ist dem Verhalten innewohnende Pflicht. Roboter sollen die Gesellschaft geben, die der Einzelne unter den Bedingungen unseres modernen Lebens braucht. Augemnted und Virtual Reality versetzen uns in andere Welten. "Innovation" und technologische Entwicklung, Digitalisierung und Roboterwesen werden wohl vor der Sexualität nicht Halt machen. Oft ist zu erfahren, wie Roboter in der Altenbetreuung offenbar bereits regen Eingang finden, an selbstfahrenden Autos wird geforscht. Doch auch vergleichsweise junge Besitzer von Sexgeräten werden in einem ersten Zug ihnen schnell Namen geben. Roboter werden hübsch gekleidet werden. Man wird mit ihnen in vielerlei Zusammenhängen reden.

Montag, 8. Juli 2019

Innovation und Cyborgs

Folgendes Totschlagargument begegnet mir immer wieder: Immer schon wurde der Fortschritt verteufelt, vom Buchdruck über die Eisenbahn bis zum Telephon und Fernsehen. Schließlich ging es in die Selbstverständlichkeit des „Normalen“ über. Doch die Gegenwart bietet Unübersichtlichkeiten, in die sich nicht mal solche Entwicklungen einpassen: Die Regierung verspricht jetzt zum tausendsten Mal „Innovation“ (durch Digitales). Ein Werbeslogan verspricht „Kraft für Neues“. Keiner weiß, was das konkret bedeuten soll. Und es enthüllt sich alles dann doch immer wieder in seiner verdummenden Hohlheit. Sehr viele Leute stellen sich Abhörgeräte in die Wohnung, denen sie ihre Konsumwünsche offenbaren sollen und das Wetter von morgen besser vorhersagen als die Tante oder der Onkel im Fernsehen. Dass dabei Daten weitergegeben werden, auch die eigenen: So what? „Wir müssen die Zukunft neu erfinden, sonst erfindet sie uns“. Eine Drohung der Gegenwart und der Interessen, die hinter ihr stehen. 
Währenddessen erscheint Silicon Valley schon voll damit beschäftigt, diese neue Realität weit jenseits von selbstfahrenden Autos zu erfinden. Die Verlängerung des Lebens ist uns da schon seit längerem versprochen, überhaupt, Menschen sollen zu „Cyborgs“ werden, Kreuzungen zwischen Mensch und Maschine, die so ziemlich alles besser können. Humanoide Roboter. Rohstoffe? Verbrauch? Wie gewonnen? Erscheint dabei als eine bedenkenbefrachtete Frage im Hintergrund. Krankheiten schon im Voraus eleminiert. Dieses allumfassende Social-Credit-System wie in China muss ja gar nicht sein. Vielleicht geht noch was anderes. Das Individuum stolpert dazwischen herum und weiß nicht mehr, wer oder was es ist. Dafür wissen das „übergeordnete“ Institutionen umso besser. Gesichtserkennung ist dabei schon längst Grundausstattung. Marktwertberechnung. DNAoptimierung. Alternativlosigkeit. Authentizität. Gier. Profit. Versprechungen. Sich weiterentwickeln im Massenkonsum. 

Freitag, 16. November 2018

Künstliche Intelligenz (9)

Um noch einmal daran zu erinnern, wie so etwas wie „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Gang kommen könnte: Es scheint so, als ob erst in großem Stil Daten gesammelt würden, in denen mithilfe menschlicher „Experten“ dann ein Muster erkannt werden solle. Das ergibt dann einen der viel zitierten Algorithmen, mithilfe derer und mit dem Einbau in Prozesse so etwas wie KI funktioniert. Schon heute nutzen Assistentensysteme wie Siri, Alexa oder Cortana solche Algorithmen, in unseren Alltag haben sie sich offenbar auch schon per Amazon und andere Verkaufssysteme, aber auch in Bankensystemen und einzelne Produktionsketten in Fabriken geschlichen. Besonders in Japan scheinen sogenannte Pflegeroboter immer mehr das Mittel der Wahl zu sein. Es erhebt sich alsdann sehr schnell die Frage: wer ist in der Lage, solche Systeme zu nutzen? Es scheint so, dass dies derzeit nur die „Nutzer“ in den entwickelten Industriestaaten sind. Ob die vormals wegen Lohndumping nach Asien ausgelagerten Arbeitsplätze unter solchen Verhältnissen wieder in die Industrieländer zurück kehren könnten? Ob sich KI unter Umständen selbständig macht und dem Menschen in seiner bisher bekannten Form enorme Konkurrenz machen könnte, indem sie nämlich auf gewissen Gebieten sehr viel effizienter als dieser Mensch ist? Ob der „Geist aus der Maschine“, den auch Hollywood in unzähligen Streifen beschworen hat, doch noch Wirklichkeit wird, indem er den Menschen unterwirft?

Mittwoch, 15. August 2018

Der Fortschritt der Arbeit liegt im Digitalen

Erstaunlich, wie die Problematik der Digitalisierung negiert wird! Nun ja, das Weitergehende. Nicht das Einführen von Laptops an den Schulen! Nicht die immer wieder genannte "Breitbandverkabelung". Man dürfte uns doch erklären, was hinter solchen Stichworten noch am Horizont erscheint! Nahezu täglich erzählen uns Industriebosse, Fortschrittsgläubige  und allerlei gescheite Menschen, dass die Roboter und digitale „Einheiten“ uns die Arbeit wegnehmen. Und das in naher Zukunft. Dass sie in allem besser sind als wir. Vor allem produktiver, indem sie nämlich keinen Feierabend und kein Wochenende kennen. „Halb so wild!“, so meinen dann besonders kompetente Zeitgenossen wie aus der Pistole geschossen. Das wird so schnell nicht kommen! Bis jetzt war es immer so, dass Rationalisierungsschritte neue Arbeit hervorgebracht haben. Deshalb ist lebenslanges Lernen ja so wichtig. Es gilt, sich der digitalen Entwicklung anzupassen, die handhabbar zu machen. Die Jobs kommen wie von selbst. Ob wir hier in Europa so etwas wie gesättigte Märkte haben? Woher die Jobs dann wohl kommen. Ob eine solche Entwicklung in einem Akt beispielloser Polarisierung neue „Eliten“ hervorbringt? Funktionseliten, die als Programmierer mit den digitalen Abläufen umgehen können? Ob solche sozialen Folgen, geschweige denn von all den anderen, schon genügend diskutiert werden? Ob sich im Hintergrund eine Klasse von Entscheidern und Bestimmern einrichtet, während sich im Vordergrund die Proleten am Märchen vom immerwährenden Fortschritt besaufen? Ob „Fortschritt“ zwingend zu „Wachstum“ führt?

Samstag, 4. August 2018

Künstliche Intelligenz, oder was ist der Mensch?

Ob Friedrich Nietzsches Konzept vom „Übermenschen“ nun ganz anders Wirklichkeit wird, als zunächst gedacht? Das Konzept einer „Künstlichen Intelligenz“ (KI) und einer „transhumanen Intelligenz“ will gerade dies möglich machen. Dabei gibt es Richtungen, die KI nahezu religiös anbeten. KI gebietet, wir führen aus. Wir, die „alten“ Menschen. Die noch nicht die Segnungen der Computertechnologie nutzen, um unsere Fähigkeiten zu erweitern. Die gerade anfangen, die Methode con Crispr zu nutzen, um uns Gentechnisch neu zu erschaffen, indem wir Krankheiten ausmerzen und Mängel des Menschen beseitigen. Silicon und zu „Transhumanoiden“ zu werden, einer Mischung aus Mensch und Maschine. Silicon Valley scheint zum Synonym des Fortschritts geworden zu sein. Hierzulande war zunächst die Unterhaltungsindustrie Motor dieses technologischen Fortschritts, inzwischen sind längst andere Industriezweige nachgefolgt. Die Digitalisierung der gesamten Welt wird zwar viel diskutiert und besonders die Arbeitgeberverbände nehmen bei der Schilderung ihrer Folgen kein Blatt vor den Mund, doch in der Politik scheint unter „Digitalisierung“ vor allem das Verbuddeln von Glasfaserkabeln verstanden zu werden. Es scheint fast so etwas wie eine Schamgrenze und allgemeine, unter das Niveau des offiziellen politischen Diskurses an dieser Stelle fällt. Ob man sich überlegen sollte, unter welchen Verhältnissen man als Mensch leben will und welche Formen etwa der Empathie zu einem Menschsein gehören könnten? Ob man noch (!) so etwas wie Verfügungsgewalt hat, die angesichts einer „künstlichen Intelligenz“ immer mehr verloren gehen könnte? Die Leistung der Computer verdoppelt sich inzwischen in zwei Jahren, Entwicklungen wachsen nicht mehr linear, sondern exponentiell aus dem Boden. Womöglich geht die technologische Entwicklung einfach zu schnell: Der Mensch, und vor allem: die menschliche Seele, scheint nicht mehr mit zu kommen. Die Technologie scheint bereits jetzt und im Griff zu haben – und nicht umgekehrt.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Soziale Intelligenz und Künstliche Intelligenz

Unser Wirtschaftssystem braucht Wachstum, so die weit verbreitete Meinung. Das führt beispielsweise konkret dazu, dass alles, was an Energieeffinzienz hervorgebracht wird, wieder in Wachstum umgesetzt wird, wobei nicht nach „qualitativem“ („nachhaltiges“ Wachstum, d.h. Vor allem: ökologisch verträglich) Wachstum gefragt wird, sondern meist ein „quantitatives“ Wachstum (beliebiges Wachstum um jeden Preis) gemeint ist. Dass dies auch menschliche Eigenschaften wie Gier und Egoismus fördert (moralisch ausgedrückt, - doch heute würde man auch sagen: im „sozialen“ Sinne), wird billigend in Kauf genommen. Die Abholzung jeglicher Regenwälder, die Zerstörung der Natur und jeder Ressourcen des Menschen wären dem dienlich. Es ist in einer solchen Wachstumsidiologie sozusagen der Preis dafür. Unter anderem.
Dass dies Wachstumsdogma seit mindestens 50 Jahren in Frage steht, wird nicht nur negiert, sondern regelrecht verdrängt. Ökonomen, Volks- und Betriebswirtschaftler scheinen immer wieder Rechtfertigungen dafür zu schaffen, sie scheinen unsere Wirklichkeit zu bestimmen. So muss wohl jede Koalitionsvereinbarung damit beginnen, dass sie mehr Wachstum erzeugen will. Auch in Talkshows, Diskussionen wird dies Dogma von den Ökonomen immer wieder so vorgeführt, als sei es ein Naturgesetz. Es scheint ein unumstößliches Dogma.
Um dies zu erreichen, werden dann Menschen dressiert, trainiert, geschult und durch ein in öffentlichen Diskussionen dauernd gefordertes und bis zum Erbrechen oft gehörtes „lebenslanges Lernen“ so gefügig für die Wirtschaft gemacht, dass das so geförderte und geforderte Individuum möglichst reibungslos in die ihm vorgestanzten Abläufe passt. Ob das alles aber in Stein gemeiselt ist, ob es unter veränderten Bedingungen auch so sein muss? Zweifel mögen erlaubt sein, insbesondere dann, wenn wir nicht nur über eine der wirtschaftlichen Logik folgenden „technologischen Intelligenz“ nachdenken, sondern auch über eine „soziale Intelligenz“. Sie würde es als Chance und Möglichkeit begreifen, dass unter den Bedingungen der zunehmenden Robotisierung und einer weniger werdenden Arbeit sich dem „gemeinen“ Mensch Freiräume erschließen könnnten, die er seiner Selbstverwirklichung zuführen könnte. „Niedere“, bzw. unqualifizierte Arbeiten könnten in einem ersten Schritt zunehmend von Robotern ausgeführt werden. Später, bei einem höheren Entwicklungsstand, könnten dann auch komplexere Arbeiten hinzu kommen. Der Begriff von „Arbeit“ wäre unter solchen Bedingungen völlig neu zu fassen. Finanzspekulanten und Techniker scheinen derzeit noch nahezu absolut über sie zu verfügen, sie scheinen sie zu definieren und vorzugeben. Noch läuft auch das gesamte System der sozialen Absicherung über das Erwerbsarbeitsleben. Arbeit definiert den Menschen, verschafft Anerkennung und Selbstwert. Sie wäre aber besonders in Form der „Lohnarbeit“ in Zukunft längst nicht mehr das Medium der Selbstverwirklichung des Menschen, - wie noch in der Gegenwart. Wir würden versuchen, sie in ein neues Selbstverständnis zu integrieren, sie zu überführen in ein neues Entwicklungsstadium, das von einer Allgemeinheit und deren Interessen bestimmt sein würde.

Freitag, 4. Mai 2018

KI und AI, Digitalisierung

Ob die Künstliche Intelligenz nicht doch ein Eigenleben entfalten und uns eines Tages beherrschen könnte? Uralte Ängste werden wahr. Ja klar, wir sind Bedenkenträger angesichts eines bedingungslosen amerikanischen Optimismus, den wir alte Kulturpessimisten aus Europa normalerweise an Silicon Valley festzumachen geneigt sind. Ob die Künstliche Intelligenz überhaupt schon so intelligent ist oder ob ein paar gewonnene Brettspiele nicht vielmehr für die fleißige Geschicklichkeit von Programmierern zeugen? Zweifel werden laut.... Roboter und Computer übernehmen die Macht.... für und gegen wen? Hm. Mensch oder Maschine? Es ist kein neues Thema. Die Science-Fiction-Literatur und die aus ihr hervor gegangenen Filme haben sich schon lange damit befasst. Eigenständiges Lernen von Computern und Roboter? Sich die Welt selbst erschließen..... Eigenständig? Ob das schon möglich ist? Oder ob uns da Kampfbegriffe übergestülpt werden sollen? Ob wir überrannt werden sollen? Künstliche Intelligenz scheint jedenfalls der Begriff der Stunde. Obwohl ihn niemand versteht. Ob da Vorsicht geboten ist? Es gesellt sich der Begriff „Digitalisierung“, "vernetzte Arbeitswelten" und „Industrie 4.0“ dazu, der Ängste um den Verlust von Arbeitsplätzen entstehen lässt. Computer sollen selbst lernen können. Wer kontrolliert dann wen? Ob aus Helfern Herrscher werden? Ob wir die Kontrolle verlieren? Die Arbeit? Die uns doch so wichtig ist, weil sie offenbar unsere Identität ausmacht? Die Machbarkeit und die Technik scheinen alles möglich zu machen. Naive Rundgänge von Politikern auf einschlägigen Ausstellungen sollen uns das Thema schmackhaft machen. Peinlich genug. Ob das alles etwas mit einfältigem  Fortschrittsglaube zu tun hat? Dass alles immer besser wird, besonders wenn wir auf dem Pfad des ungebremsten Wachstum bleiben?

Donnerstag, 29. März 2018

Leadership in Robotership


Frankreich will im Hinblick auf Künstliche Intelligenz (KI) die globale Führerschaft übernehmen, so war jetzt zu vernehmen. Dies wird weithin noch immer als etwas Positives verstanden, in Richtung eines gesellschaftlichen Fortschritts gerichtet (was auch in den Programmen gewisser politischer Parteien Ausdruck findet...). Wer kritisiert, gehört zu den ewigen Bedenkenträgern, die auch von den Protagonisten der künstlichen Intelligenz verteufelt werden. China geht voran und wir haben Angst, da nicht nachzukommen. Totalitärer Anspruch hin oder her. Das Smartphone kann sprechen und Fragen beantworten, das Heim soll zunehmend intelligent werden und das Auto fährt von selbst. Was soll daran schlecht sein? Algorithmen übernehmen die Macht. Sollen sie doch! Alles wird smart. 
Doch die Sache ist wohl nicht so ganz eindeutig. Die KI scheint auch etliche Nachteile mit sich zu bringen. Wenn das Auto selbst fährt (gewisse Ereignisse der letzten Zeit lassen uns am Fortschritt etwas zweifeln...), dann gerät es auch in gefährliche Lagen. Es könnte entscheiden müssen, ob es eine Person außerhalb der Karosse überfährt oder ob es das im Fahrzeug sitzende Kind der beklemmenden Situation opfert. Natürlich ist das Militär im Hinblick auf KI besonders weit. Es hat Killermaschinen entwickelt, die sich zusammentun, um selbständig ein Ziel zu vernichten. Doch was ist, wenn dieses Ziel nun wir selbst wären? Wenn etwa Killerdrohnen uns massenhaft umbringen würden? Da diese Maschinen relativ selbständig zu sein scheinen, braucht es für diese Vision keine übergroße Phantasie. Elon Mask, der Vorzeigeunternehmer aus den USA (Tesla, SpaceX) hat mehrfach darauf hingewiesen. Der große und neulich verstorbene Physiker Stephen Hawking auch. „In den nächsten hundert Jahren könnten Computer schlauer werden als Menschen“, so warnte der kluge Mann. Was das alles bedeuten könnte, wagt man sich kaum auszumalen und würde die Schreckensszenarien sämtlicher Fantasy-Filme einlösen.

Montag, 5. Februar 2018

Digitales und Arbeit

Wie können sich die Verantwortlichen da so frech in Ämtern und Würden halten? Anstatt auf echte Glasfaseranschlüsse zu setzen und Deutschlands Infrastruktur zukunftsfähig zu machen, versenkt das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur Milliardenbeträge in die kupferbasierte Übergangstechnik Vectoring. Dass man damit einigermaßen hintere Plätze im Ranking der europäischen Länder belegt, ist auch klar. Doch das scheint in Deutschland Infrastrukturpolitik im Bereich „Digitales“ zu bedeuten. Ob so etwas die Politikverdrossenheit fördert? Von „Fach- oder Managementkompetenz“, ohnehin eine fragwürdige Eigenschaft, scheint so etwas jedenfalls nicht zu zeugen. Doch man spielt polittaktische Spiele und kann sich nicht nur halten, sondern baut die Karriere aus. Währenddessen eröffnet sich so ein weiteres Feld, auf dem die Weichen falsch bzw. nicht gestellt sind. Klar ist: Wenn sich Politiker konsequent durch Inkompetenz auszeichnen, aber keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben, dann werden sich Teile der Bevölkerung angewidert abwenden. Dass Digitalisierung auch etwas ganz anderes bedeuten könnte, macht eine andere Fraktion im Bundestag klar. Es geht um die Veränderung der Arbeitswelt. Die Digitalisierung könne die Arbeitswelt positiv verändern, so hieß es von dieser Seite. Beschäftigte könnten dort arbeiten, wo sie wollten und über den Zeitpunkt der Arbeit häufig selbst entscheiden. Nicht mehr Ort und Zeit seien entscheidend, sondern Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Dies schaffe Freiräume für eine humane und ökologische Arbeitswelt. 

Sonntag, 7. Januar 2018

Was wäre Wirklichkeit?

Schon Teenager lassen sich Nase und Lippen richten, üben sich im Tarnen und Täuschen, wollen sich verstellen zu anderen Identitäten. Heraus zu finden, wer man selbst ist und gar auf den warten, der das akzeptiert, könnte zu lästig sein. Man kann ja nachhelfen, es kann schneller und besser gehen. In Richtung auf vorgegebene Ideale. Und man hat mächtige Freunde. Maschinen als „Freunde“. Roboterfreunde. Ob Roboter nicht schon bald schlauer als wir selbst sind? Programmierte Einheiten? Erst mal gilt es, abzudriften in bessere Welten.
Die Virtual Reality-Brillen scheinen ja bis jetzt nicht gerade der große Schlager zu sein. Aber sie holen auf. Sie werden eines Tages mit ihren genussvollen Angeboten voll da sein. Erschwinglich. Für jeden. Brillen für alle, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen wollen und sich lieber in Realitäten herumtreiben, die andere für sie ausgedacht haben. Naja, die Gamingindustrie hat sich dies schon längst zum Vorteil gemacht und nutzt das nach allen Regeln aus. Illusionen zu verkaufen ist ohnehin ein altes Gewerbe. Menschen scheinen ja leicht zu manipulieren sein. Die Art, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Wir unterscheiden und differenzieren das, was uns als wichtig erscheint. Berühmt ist in diesem Zusammenhang das Beispiel mit den Hopi-Indianern, die andere Zeitbegriffe als wir haben und die Zeit auch anders wahrnehmen. Aber auch an anderen „Naturvölkern“ sind solche sprachlichen Mechanismen nachzuweisen. Über die Augen und Sinne empfangen wir immer dieselben Reize. In der anschließenden Verarbeitung könnte allerdings die Sprache und die Art unserer Wahrnehmung der entscheidende Faktor sein. Die Realität könnte im Auge des Betrachters liegen.
Viele Beispiele aus dem Bereich der optischen Täuschungen sind uns diesbezüglich ja bekannt. Unser Gehirn ist programmiert durch immer wiederkehrende Prozesse. Es rechnet sie sich mit der Zeit mehr aus, als dass es sie wahrnimmt. Es hat eine bestimmte Art der Realität „gelernt“ und sie sinnvoll strukturiert. Unser Gehirn versucht, aus allem, was wir sehen, Sinn zu konstruieren. So können die Grenzen zwischen Wirklichkeiten auf einfachste Weise verschwimmen. Das menschliche Gehirn hat ja die besten Voraussetzungen dafür, sich täuschen zu lassen. So kann auch eine Virtual-Reality-Brille die Kontrolle über die Realität übernehmen. Diese Teile ziehen uns in ihre Bilderwelten. Man ist erstaunt, hat Angst, ist erschrocken oder erfreut - man erlebt etwas.

VRBrillen sprechen Sinne an, die älter als unser Großhirn sind. Das heißt, sie gehen am Verstand vorbei. Es gilt, Erfahrungen zu machen, ohne sie wirklich zu machen. Wirklich? Was ist Wirklichkeit? Sie scheint auf solche Weisen beliebig manipulierbar zu sein, schöngefärbt, gebogen, verbogen, in bestimmte Richtungen geführt. Der neueste Trend? Avatare. Also künstliche Doppelgänger, Identitäten, in die wir uns hinein- und hinaus geträumt haben. Irgendwann glauben wir tatsächlich an die Realität, die solche Avatare umgibt, egal, wie das Erlebnis zustande gekommen sein mag. Unser Stellvertreter macht Erfahrungen, mit denen wir uns identifizieren. Die Vermischung von Realität und Vorstellung davon wird perfekt sein. In sozialen Medien könnte das bald gängige Praxis sein: man schickt einen Avatar zu abenteuerlustigsten Verabredungen mit anderen Avataren. Sich in einen solchen Stellvertreter hinein zu versetzen, wird erstaunlich gut funktionieren und uns mit allen Mitteln (vor allem der Werbung mit allen Mitteln....wir kennen das ja) schmackhaft gemacht. Nachdenken oder Grübeln? Wird verschwinden. Wir sind auf dem Weg. Weg aus der analogen Welt. Hinein in eine Schöne Neue Welt.... 

Samstag, 6. Januar 2018

Künstliche Intelligenz (8)

Ich lese, dass der Silicon-Valley-Star Anthony Levandowski eine Kirche zur Anbetung von Künstlicher Intelligenz gegründet hat. Lewandowsy soll entscheidend an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos beteiligt gewesen sein. Aber klar, es geht hier um die Anbetung eines neuen überirdische Wesens, das unsere Möglichkeiten (weit) übersteigen soll. Es geht nicht mehr um das Dienen, um das Ausführen. Es geht um Imitation des menschlichen Geistes, mit all seinen bisher dem physischen Leben vorbehaltenen Resonanz- und Rückkopplungseffekten. Es geht hier um Macht und Unterwerfung. Da der Mann, der sich selbst auch gleich mal als „Dekan“ der neuen Kirche ausruft, im Silicon Valley in den USA wirkt, war der Schritt zum Pseudoreligiösen ja überfällig. In den USA gibt es aus grundsätzlichen Gründen der Verfassung (sie verspricht totale Freiheit!) und der Historie (die einstigen Auswanderer waren oft Flüchtlinge vor europäischer religiöser Engstirnigkeit) viele Sekten. Und es sollen Roboter gebaut worden sein, die in der Lage sein sollen, ohne Einwirkung des Menschen Roboter-Babys zu züchten, die ihren Eltern intellektuell über den Kopf wachsen - und vielleicht bald die Herrschaft über unsere Wirklichkeit übernehmen könnten? Es soll sich, wie ich mir notiert habe, um ein vorläufig in der Objekterkennung eingesetztes Programm namens AutoML handeln, das durch bestärkendes Lernen in der Lage ist, autonome Formen von KI zu erschaffen. Es mischt sich Angst, das Gefühl von Bedrohung und Entmächtigung, das Gefühl eines Ausgeliefertseins.... Das alles scheint sehr dunkel und ganz offensichtlich dazu geeignet zu sein, uns zu überrumpeln, stärker und klüger zu sein, - aus sich selbst heraus. Das strebt über den Punkt hinaus, ab dem die Menschheit in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit gegenüber Algorithmen unwiderruflich ins Hintertreffen gerät. Sie verkauft es als etwas Erstrebens- und Anbetungswürdiges.

Samstag, 2. Dezember 2017

Robotix, dein Freund und Helfer?

Dass diese Wesen, die unter dem Stichwort „Künstliche Intelligenz“ oder „Roboter“ bald die Welt bevölkern sollen, uns schlichtweg umbringen könnten, weil sie auf vielen Feldern „leistungsfähiger“ sind, erscheint erst ganz ganz langsam am Horizont. Sicher, es wurde in Wissenschaftsmagazin oder entsprechenden Formaten für Neugierige vor einer solchen Gefahr gewarnt. Dass dies aber sehr schnell ziemlich virulent werden könnte, hat so recht noch niemand auf dem Schirm, ganz besonders nicht die Vertreter einer Politik, die im Zeichen des Neoliberalismus oder der Marktwirtschaft nahezu alles denen überantworten will, die „leistungsfähiger“, „effizient“ oder „erfolgreicher“ sind. Das dies alles im großen Stil auf Cyborgs und Roboterwesen zutreffen könnte, deren Quellcode selbst ihre Erfinder nicht mehr nachvollziehen können, weil ja genau dies in der Absicht einer „Künstlichen Intelligenz“ liegt, das bleibt aus vordergründigen Motiven verborgen und könnte eine große Gefahr bergen. Genauso, wie der Umstand, dass durch solche Wesen der Arbeitsmarkt und seine Funktionswesen für viele Menschen schon bald sich sehr stark ändern könnte. Das in viele Gehirne gehämmerte Stichwort dazu lautet „Arbeitsmarkt 4.0“ oder sickert unter dem Stichwort „Digitalisierung“ in uns ein. Wenn dann noch Chefs von „Unsozialen Netzwerken“ diejenigen als Spielverderber und Schwarzseher beschimpfen, die es sich erlauben, auf solche Gefahren hinzuweisen, dann wird es wirklich gefährlich, - amerikanisch gefärbter Optimismus hin oder her.

Freitag, 22. September 2017

Pessimismus reloaded

Und da soll man nicht pessimistisch werden? Es breitet sich doch im Alltag immer mehr eine Kultur der Rücksichtslosigkeit aus, die sich theoretisch auch gerne als „marktkonforme“ Demokratie geriert und eine Umverteilung von unten nach oben zu präferieren scheint... Da ist der drohende Zerfall Europas, eines Kontinents, dessen sich die Europäische Union in Brüssel mit ihren wohlfeilen Handelsstrukturen bemächtigt hat. Ob es eine Reaktion darauf ist? Da ist nämlich die Rückkehr des Nationalismus, die neue Salonfähigkeit des Rassismus, des Populismus und des Protektionismus. Da sind die demokratisch gewählten Despoten, die ihre Länder mit Einverständnis ihrer Wähler mit den immergleichen Tricks („XXX“ zuerst!“ XXX ist ein Platzhalter eine jeweilige Nation, hinzu kommt der vom jeweiligen Despoten gehämmerte Glaubenssatz „Ich bin der Einzige und Wahre, ich bin das Volk“, Egoismus und Narzissmus scheint für solche sich als Leader verkaufende Figuren ohnehin eine reiche Quelle ihres Selbstverständnisses) zu Diktaturen transformieren. Doch „postheroische“ Regierungssysteme machen da gerne mit, solange sie wirtschaftlich davon zu profitieren scheinen. Da ist der um sich greifende Anti-Intellektualismus (auch der „Body Kult“ mit seinen Erscheinungsformen), den die Intelektuellen selbst zu verantworten haben mit einhergehender Legitimation der Ignoranz. Dass der Siegeszug einer „political correctness“ mit unsäglichen Denkverboten und Intoleranz zusammen geht, die offen geäußerte Sehnsucht nach dem starken Führer, die grassierende Demagogie, der moralische Bankrott der Wirtschaftseliten („die „Dieselkrise“ samt ihren Begleiterscheinungen ist da ein sehr anschauliches Beispiel dafür), die sich benehmen wie die letzten Gebrauchtwagenhändler (der sogenannte „Dieselgipfel“ war da ein gutes Beispiel). Da werden beispielsweise „Sparpakete“ mit dem Geld derjenigen finanziert, die wenig haben, zugunsten derjenigen, die viel haben, da werden Steuerhinterzieher in tausend „Deals“ und „Scheindeals“ bevorteilt, da wird vorgegeben, „Steueroasen“ auszutrockenen, doch es werden immer mehr dieser „Länder“ bekannt: gerade auch in der EU sind ja wohl die Niederlande, Luxemburg und Irland auch gut dabei!). Da ist die drohende nächste Wirtschaftskrise, der die Zentralbanken nichts mehr entgegen zu setzen haben, weil sie das Geld nicht mehr billiger als jetzt machen können. Da wird es dann bald wieder ein „Bail out“ kommen, weil gewisse Banken als „systemrelevant“ gelten, was automatisch zu heißen scheint, dass der Steuerzahler für ihre Risiken finanziell aufkommt: gegenwärtig scheint Italien mit seinem Bankensystem da ein gutes Beispiel).
Da ist die sogenannte Freihandelspolitik, kombiniert mit einem protektionistischen Subventionssystem, das die Millionen Armen des Südens in den Norden treibt und diejenigen Staaten, die einst als „Dritte Welt“ bezeichnet wurden, krass benachteiligt. Da ist die Stagnation des Wirtschaftswachstums trotz digitaler Revolution („Arbeitswelt 4.0“, der nächste Streich, einerseits unmittelbar bevor stehend, andererseits diskutiert niemand darüber... ), die unüberlegte Gebrauch des Begriffs „Wachstum“ überhaupt, wobei es ja wohl anerkanntermaßen unterschiedliches Wachstum gibt. Da ist die Alternativlosigkeit des Kapitalismus („marktkonforme Demokratie“), obwohl dieser zu einem immer steiler werdenden Gefälle zwischen Arm und Reich führt, welches dem System selbst in naher Zukunft sehr schaden wird. Da sind die vielen Leute ohne jegliche Hoffnung auf eine Zukunft, - ein Problem, das man am elegantesten wohl mit einem großen Angriffskrieg löst... Dieser könnte ja jetzt trotz aller Abschwächungen bevor stehen, wenn sich zwei widerliche Fettwänste gegenüber blutrünstig drohen und ihr jeweiliges Volk samz Ablegern ohne Zögern verrecken lassen, - um ihm genau das als Entschlossenheit und Härte zu verkaufen. Wie peinlich! Die andere Seite einer solchen Haltung ergeht sich in Apeacemet oder Diplomatie und glaubt, durch Geschwätz und Geld (wird auch gerne als „wirtschaftlichen Druck“ bezeichnet) jemanden anderen von irgendetwas abhalten zu können. Ob einen das alles pessimistisch stimmen könnte? Ja klar, solche Erkenntnisse helfen auch niemandem. Doch es hilft, die Realität so zu erkennen, wie sie womöglich ist.

Freitag, 16. Juni 2017

Künstliche Intelligenz (8)

Ob bald der Mensch fest mit einer Digitalen Einheit verdrahtet sein wird? Maschinenmenschen bevölkern ja schon allerlei Kinofilme, es scheint die menschliche Seele zu faszinieren. Silicon Valleys dicke Lippe. Ist der Cyborg im Kommen? Die Vorstellung ist, dass Maschinen den Menschen in allen Bereichen unterstützen sollen. Dadurch soll das Leben dann leichter und besser für alle werden. Der Mensch soll weniger arbeiten müssen. Die Angst ist aber, dass Maschinen den Menschen in allen Bereichen bedrohen. Sie könnten den Menschen sogar überholen, dann versklaven und verknechten. Alles könnte außer Kontrolle geraten. Und die Voraussetzung für das alles wäre: Viele Menschen würden keine Arbeit mehr finden, wären in einem System der Produktivität überflüssig.
Es geht bei der Künstlichen Intelligenz ja um Maschinen, die selbständig denken und entscheiden können, die lernen und ableiten, ohne Vorgaben von den Menschen, ohne moralische oder gersundheitliche Bedenken. Keine Kreativität im eigentlichen Sinne sollen sie besitzen, aber selbständiges Auto fahren, das müsste trotzdem drin sein. Billigere Spezialbrillen für künstliche Realitäten sind schon am Lager, Avatare anstelle uns selbst treffen sich mit „Freunden“, aber in empfohlene Restaurants sollen wir dann schon noch gehen. Wir? Wer ist wir? Ob „Virtual Reality“ den alten Hippietraum des Träumens in der Realität wahr macht? Zu jeder Zeit überall sein. Sich jederzeit in andere Welten hineinversetzen können. Freude und Vergnügen empfinden, jederzeit herbeiführen können. Ob sich dadurch auch das Drogenproblem erübrigt?

Donnerstag, 27. April 2017

Künstliche Intelligenz (7)

Künstliche Intelligenz ist eine, die sich selbst fortwährend selbständig fortschreibt und uns somit aus der Kontrolle geraten kann. Künstliche Intelligenz lernt zu lernen, - und zwar von selbst, aus sich selbst. Künstliche Intelligenz entscheidet selbst, und zwar automatisch. „Deep Learning“ ist dabei einer der Schlüsselbegriffe. Es geht zudem um Kontrolle der Gefahren, die dadurch entstehen. Z.b. das Hacking. Der Mensch, der sich selbst abschafft. Wo bleibt die Ethik dabei? „Big Data“ ist auch so ein Schlüsselwort. Der IBM-Rechner Watson verdaut 200 Millionen Seiten in 3 Sekunden. Er arbeitet inzwischen als Arzt oder als Rechtsanwalt, indem er möglichst alle Daten dieser Welt aufnimmt: „Big Data“. Die NSA & Co. haben es vorgemacht und haben damit in unsere Gegenwart hinein gereicht. An der Börse handeln Computer mit KI in Millisekunden Milliardenvermögen. Mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete Drohnen werden sich in wenigen Jahren vervielfachen. Wann überholt uns Künstliche Intelligenz?
Womöglich hat sie uns schon überholt, Verantwortung ist längst abgegeben. Smarthome ist dabei auch so ein Stichwort: Der Kühlschrank bestellt automatisch das, was fehlt. Die Heizung legt schon vor der Ankunft los, die Jalousien senken sich wie von Geisterhand. Technologie passiert rasend schnell, die Entwicklungen sind am Anfang und werden zügig weitergehen. Der Stecker kann längst nicht mehr gezogen werden, alles ist dezentral delegiert an viele Stellen auf dieser Welt. Erpressung ist damit auch möglich. Alles mögliche über alle Menschen wissen ist das Ziel. Roboter werden uns begleiten auf allen Wegen, bis hin zum letzten Gang: Altersheimroboter sind ja bereits im Einsatz. Viele andere werden folgen. Stephen Hawking hat gewarnt vor dem Verlust von Arbeitsplätzen: 9 von 10 Arbeiter werden überflüssig sein. Maschinen werden vieles besser können. Den Niedriglohnsektor werden weiterhin Maschinen/Roboter übernehmen. Arbeitswelt 4.0 ist dabei das Stichwort. Bei Waffensystemen und selbständigen Drohnen ist Künstliche Intelligenz ohnehin besonders relevant. Doch all das heißt: der einst hoch gehandelte Wert „Bildung“ ist spätestens nach zwei oder drei Jahren überholt, gewisse ethische Maßstäbe gewinnen eine neue Bedeutung,Werte müssen neu definiert werden. Was ist der Mensch? Wo stehen wir dabei?

Mittwoch, 5. April 2017

Künstliche Intelligenz (6)

Jüngst wurde bekannt, dass der US-Milliardär Elon Musk, der als Unternehmer unter anderem mit der Firma Tesla Elektro-Autos baut und mit der Weltraumfirma SpaceX unterwegs ist, sein neuestes Unternehmen „Neurolink“, an der Vernetzung zwischen Mensch und Maschine („Computer“) arbeiten lässt. Zuvor hatte der Tesla-Chef noch gewarnt, dass künstliche Intelligenz die „vermutlich größte Gefahr für unsere Existenz“ sei. Musk sprach damals von einem "direkten Interface zur Hirnrinde". Es handelt sich bei seiner Firma jetzt also um eine direkte Vernetzung von Gehirn und Technologie (Stichwort: „Cyborg“). Dies könne, so Musk, das menschliche Bewusstsein enorm erweitern. Es könnte damit in die Lage versetzt werden, mit der Künstlichen Intelligenz (einigermaßen) mitzuhalten. Der Mann ist ein „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“: So will er demnächst gut betuchte Menschen zum Mars bringen. Zudem arbeitet er neben anderen Projekten offenbar am Transport-System Hyperloop - eine Art riesige magnetbetriebene Rohrpost, die Menschen und Waren mit mehr als 1000 Kilometern pro Stunde befördern soll.
Es scheint so, als gründe die Forschung nach "künstlicher Intelligenz" auf der Annahme, dass das menschliche Hirn eine Art komplizierter Computer sei. Dies stimmt mit gewissen Zügen des amerikanischen Denkens überein, das davon ausgeht, dass die Welt vollkommen deterministisch (festgelegt, nach fixen Regeln wie ein Apparat ablaufend) sei. Doch "Intelligenz" ist im menschlichen Sinne nicht einmal ein klar definiertes Wort. Zudem erhebt sich die Frage, ob etwas "Bewusstloses" als intelligent bezeichnet werden kann. Zum Bewusstsein gehört die einigermaßen komplex zustande gekommen Erkenntnis einer objektiven Welt. Algorithmen hingegen müssen jedes Objekt dieser Welt "lernen", ein Abbild erstellen. Menschen hingegen haben ein Konzept davon und verweisen nur darauf. Das könnten Probleme sein, die schnelle Erfolge auf diesem Gebiet vorerst noch im Wege stehen. 

Mittwoch, 28. September 2016

Künstliche Intelligenz (5)

Ein Zitat des Physikers Stephen Hawking: „Die Computer werden irgendwann in den kommenden hundert Jahren mit ihrer künstlichen Intelligenz den Menschen übertreffen. Das wird das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit werden - und möglicherweise auch das letzte.“ Das sagte Hawking auf einer „Zeitgeist“-Konferenz des Internetkonzerns Google nahe London im Frühjahr vergangenen Jahres.
Doch die Forschung nach "künstlicher Intelligenz" basiert auf der Annahme, dass das menschliche Hirn nichts weiter ist als ein komplizierter Computer. Konsequenter weise glauben diese Wissenschaftler, dass die Welt vollkommen deterministisch, also vorherbestimmt ist.
Der erste Einwand gegen diese Denkweise ist, dass "Intelligenz" nicht einmal ein klar definiertes Wort ist. Die diversen "funktionalen Definition" können kaum als Grundlage einer Forschung dienen, weder als Leitfaden noch als Test. Der zweite Punkt ist, dass ontologisch gesehen die Ideenwelt und die objektive Welt zwei separate Dinge sind. Wir können mit Worten auf die objektive Welt verweisen, doch wir können diese Begriffe auch konzeptualisieren. Drittens kann man etwas "Bewusstloses" nicht als intelligent bezeichnen. Zum Bewusstsein gehört die Erkenntnis einer objektiven Welt. Algorithmen müssen jedes Objekt "lernen", Menschen haben ein Konzept davon und verweisen nur darauf.

Dienstag, 23. August 2016

Künstliche Intelligenz (4)

Künstliche Intelligenz, die per App das Funktionieren des Heims besorgt, die Krankheiten rechtzeitig erkennt, die Arbeiten besorgt, wo „Facharbeiter“ fehlen werden, die Bilder und Gesichter kennen, die viel klügere Entscheidungen treffen, als wir das würden. Ob sie noch viel mehr besser als wir selbst können? Ob sie eines Tages die Weltherrschaft übernehmen werden und ob wir Menschen dann nur noch in Form von Cyborgs auftauchen, als durch allerlei technisch hergestellte Erweiterungs-Gadgets „aufgewertete“ Wesen? Sie werden alles und jeden kennen (Datenbrillen sind da nur ein Übergang...), sie werden unter anderem sprechen können (der Datenaustausch ist auch anders möglich), sie werden Kriege führen und sie werden zielsicher mit der Zukunft umgehen. Sie werden auch beliebig reproduzierbar sein (Klone könnten zur Selbstverständlichkeit werden). Sie werden einfach „erfolgreicher“ sein als die andern, sie werden sie auf viele Arten verdrängen. So jedenfalls geht eine Vision im Silicon Valley, in dem (derzeit noch von Menschen) die Technik der Zukunft erdacht wird. Künstliche Intelligenz soll uns Routine-Aufgaben abnehmen, die uns bisher zu sehr belasten. Es geht um gesteigerte Effizienz. Auch in Bezug auf die Umwelt. Das Ausplündern wird sich als nicht besonders klug erweisen. Öko wird angesagt sein,. Und das Mitgefühl? Compassion? Kunst? Werden das diese Maschinen auch können, wird das von ihnen ausgehen können?