Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Dienstag, 29. Dezember 2015
Europa on my Mind
Wieso bloß wählen die
Polen solche nationalistischen Deppen an ihre Staatsspitze? Die sind
doch weit hinten dran, genauso wie die anderen doofen Nazis in
Europa! Das kann doch nicht die Lösung sein, dass jeder Staat im
Sinne des neunzehnten Jahrhunderts selbst und in eigenem Namen
agiert! Hallo! Wir sind längst eine einzige Welt! Da gilt es,
Interesse für die anderen zu entwickeln und nicht, sich
abzuschotten! (klar, es geht auch ums Geld, um was denn sonst?) In diese Richtung führt ganz eindeutig der Weg! Sonst wird Europa in
diesem wirtschaftlichen Wettrennen am Ende sein! Außerdem gehören
wir zusammen! Nur das! Wer einmal außerhalb Europas war, weiß, was
ich meine. Aber viele dieser engstirnigen Deppen waren noch nicht
einmal draußen! Natürlich ist Europa nicht so wei gekomment, - und schon gar
nicht die EU, dieser armselige Verein. Aber nur in Richtung eines
gemeinsamen Vorankommens kann es gehen, unabhängig von Merkels und
anderen seltsamen Wichtigs. Ich war in Budapest und ich liebe es! Ich
war in Paris und ich liebe es! Ich war in Rom und ich liebe es! Das
gehört alles zusammen. Es ist ein großes Glück, über scheinbare
Grenzen fahren zu können und davon nichts zu merken!Es ist ein großes Glück, endlich ein Gespür dafür zu haben, dass wir etwas wichtiges gemeinsam haben.....
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Mittwoch, 28. Januar 2015
Europa und EU
Ich wollte durch meine
Städtereisen ein bisschen ein Gefühl für Europa bekommen: Berlin,
London, Paris, Budapest, Barcelona, Lissabon, usw. Es gelang nach meinem Geschmack auch ziemlich gut. Sehr förderlich ist es da, sich möglichst wenig um die sogenannte Logistik kümmern zu müssen (Welches Flugzeug oder welche Bahn hat wo Verspätung? Wo ist die Anfahrtsstelle zum Hotel, wohin mit dem Gepäck? wo bezahle ich... usw). Gerade im
außereuropäischen Ausland hatte ich mich zuvor stark als Europäer
empfunden und wollte diesem Gefühl auch eine sinnliche Basis geben.
Ich wollte große Städte besuchen, eingedenk dessen, dass sich drum
herum in der oft diskriminierten „Provinz“ durchaus ein anderes
Leben vollzieht. Ich wollte die Kultur des jeweiligen Landes besser
kennen lernen, oberflächlich, - zugegebenermaßen. Ich wollte näher
ran kommen an das, was Europa bedeuten könnte.
Was waren wir enttäuscht nach der letzten Europa-Wahl!: das Amt des Kommissionspräsidenten wurde auf möglichst undurchsichtige Weise ausgedealt zwischen den Linken und den Rechten. Die politischen Tonangeber der jeweiligen Staaten machten dabei auch noch irgendwie mit. Mit Jean-Claude Juncker machten sie dann ausgerechnet den zu ihrem Vorsitzenden, der als Ministerpräsident in Luxemburg alles dafür getan hatte, damit Großkonzerne vorbei an allen nationalen Steuergesetzgebungen möglichst viel Steuern sparen konnten. Grotesk. Luxemburg als die beste Steueroase in ganz Europa! Zudem machte er reihenweise wohl diejenigen zu EU-Kommissaren, die anerkanntermaßen am wenigsten geeignet dafür waren, weil sie mutmaßlich Europa umgangen und ausgetrickst hatten. Er bestellte aus seltsamen Proporzüberlegungen oder anderen machtpolitischen Erwägungen heraus nach allgemeiner Meinung eine Reihe völlig ungeeigneter Kommissarinnen und Kommissare. Ob so etwas zur Motivation für Brüssel und die EU beiträgt?
Hierzulande wurden solche Vorgänge öffentlich flankiert von Pressevertretern, die schon aus Routine und langjähriger Gewohnheit dem Brüsseler Wasserkopf das Wort redeten und ihre Funktion massiv missbrauchten, indem sie allzu offensichtliche und einseitige Agitation für diese marode EU betrieben. Diese EU wurde als "alternativlos" beschrieben (um ein nicht nur in der Politik beliebtes Wort zu bemühen, das unter anderem auch auf die eigene Denkfaulheit weist...). Es wurde auf diese Weise alles dafür getan, um den Eindruck zu erwecken, dass in Brüssel eine riesige und sehr undemokratische Superbürokratie sitzt, die unter dem Einfluss von Lobbyisten aller Art sogar Geheimverhandlungen mit den USA über unsere Konsum- und Alltagswelt in Europa führt. Geheim? Geheim vor uns, die die möglicherweise unter dem Einfluss von Wirtschaftslobbyisten beschlossenen Regeln betreffen sollen? Ob sich da die EU ein bisschen selbst ad absurdum führt? Ob sie jegliches Gefühl für Europa abwürgt?
Was waren wir enttäuscht nach der letzten Europa-Wahl!: das Amt des Kommissionspräsidenten wurde auf möglichst undurchsichtige Weise ausgedealt zwischen den Linken und den Rechten. Die politischen Tonangeber der jeweiligen Staaten machten dabei auch noch irgendwie mit. Mit Jean-Claude Juncker machten sie dann ausgerechnet den zu ihrem Vorsitzenden, der als Ministerpräsident in Luxemburg alles dafür getan hatte, damit Großkonzerne vorbei an allen nationalen Steuergesetzgebungen möglichst viel Steuern sparen konnten. Grotesk. Luxemburg als die beste Steueroase in ganz Europa! Zudem machte er reihenweise wohl diejenigen zu EU-Kommissaren, die anerkanntermaßen am wenigsten geeignet dafür waren, weil sie mutmaßlich Europa umgangen und ausgetrickst hatten. Er bestellte aus seltsamen Proporzüberlegungen oder anderen machtpolitischen Erwägungen heraus nach allgemeiner Meinung eine Reihe völlig ungeeigneter Kommissarinnen und Kommissare. Ob so etwas zur Motivation für Brüssel und die EU beiträgt?
Hierzulande wurden solche Vorgänge öffentlich flankiert von Pressevertretern, die schon aus Routine und langjähriger Gewohnheit dem Brüsseler Wasserkopf das Wort redeten und ihre Funktion massiv missbrauchten, indem sie allzu offensichtliche und einseitige Agitation für diese marode EU betrieben. Diese EU wurde als "alternativlos" beschrieben (um ein nicht nur in der Politik beliebtes Wort zu bemühen, das unter anderem auch auf die eigene Denkfaulheit weist...). Es wurde auf diese Weise alles dafür getan, um den Eindruck zu erwecken, dass in Brüssel eine riesige und sehr undemokratische Superbürokratie sitzt, die unter dem Einfluss von Lobbyisten aller Art sogar Geheimverhandlungen mit den USA über unsere Konsum- und Alltagswelt in Europa führt. Geheim? Geheim vor uns, die die möglicherweise unter dem Einfluss von Wirtschaftslobbyisten beschlossenen Regeln betreffen sollen? Ob sich da die EU ein bisschen selbst ad absurdum führt? Ob sie jegliches Gefühl für Europa abwürgt?
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