Reise durch Wirklichkeiten

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Donnerstag, 5. März 2026

Betrachtung

Ich will auch meine Aufmerksamkeit für die scheinbar hässlichen und nebensächlichen Dinge des Alltags, für das Persönliche, das ins Öffentliche strebt und symptomatisch ist, für das Kleine, das im Großen verborgen ist, für die unmittelbare Umgebung, die doch den meisten Leuten so fern ist....... ich will verschiedene und andere Perspektiven! Das scheinbar Gegensätzliche auflösen in meinem

Samstag, 13. Dezember 2025

Musikerneugier

Die Neugier von Musikern scheint eng begrenzt zu sein. Ich erinnere mich, wie ich glaubte, bei bestimmten Konzerten bestimmter KünstlerInnen bestimmte Leute treffen zu können, die sich das Eintrittsgeld hätten leisten können. Nix war`s! Die scheinen alle auf sich selbst, auf den eigenen Nabel, konzentriert gewesen zu sein, brauchten keine Anregungen. Wussten offensichtlich alles sehr genau. Blöd nur, dass sie es ohne solche Anregungen von außen auch nicht schafften, ihr eng umgrenztes Ego auszudrücken, oder sich mit allen Ups und Downs auszuformulieren. Mich selbst trieb die Neugier weit hinaus ins Unbekannte, so lange, bis es nach meinem Rauswurf zu teuer für mich wurde. Eigene Musik war für mich auch ein Spiel mit Möglichkeiten, das uns immer wieder neue Horizonte erschloss. Emotional und intellektuell. Wieso nicht für die Leute, die sich genau damit tatkräftig befassten? Es ist uns ein Rätsel geblieben, genauso wie meine Expertise kaum eingeholt wurde, was erstaunlich ist angesichts von jemandem, der sich von einer anderen Seite als der akademisch technischen Seite her sehr ernsthaft mit einem Phänomen befasste. Mein anderer Standpunkt war für sie offenbar nicht gefragt. Man wusste ja selbst alles besser. Verblüffend, das alles. Aber eine Erfahrung.

Samstag, 15. November 2025

Bloggi

Die verschiedenen Beiträge dieses Blogs sind nur Versuche, die Wirklichkeit zu deuten, etwas mehr zu verstehen, ihr eine Perspektive abzuringen, sich vorsichtig hinein zu tasten, in ein Spiegelkabinett, dessen Deutung durch tausend Faktoren wie etwa Digitalmonopole einigermaßen vorherbestimmt sein kann. Wir bauen Sichtweisen auf und ab, wir nehmen spielerisch Haltungen ein, wir reflektieren unsere unmittelbare und unsere mittelbare Umgebung, wir spekulieren darüber, wir versuchen mit unseren Mitteln zu verstehen. Wir drehen uns und nehmen einen anderen Standpunkt ein, spielerisch, eingedenk der Relationen, die sich jeweils davon ableiten. Wir lassen uns dafür beschimpfen von den eindeutig orientierten Tatmenschen, denen jedes Erwägen fremd ist, die nur tun und machen (nach welchen Maßstäben, wohin treibt es sie...? genau an dieser Stelle will dieses Blog einige Tipps geben...). Wir fragen nach deren Maßstäben, wir versuchen, uns hineinzuversetzen, wir wollen uns in Empathie üben.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Foto Krypto

Man empfiehlt mir, mein Konzept der Fotografie ein bisschen näher zu erläutern, um es allgemeinverständlicher zu machen. Also füge ich ein paar Sachen an, die ich bisher für allzu offensichtlich hielt: Ich zelebriere in meinen Fotos das scheinbar Unheimliche, das Irritierende, das, was uns unzensiert begegnet, das, was sich als ein Anderes zu enthüllen scheint, das plötzlich aufgeht als ein Tor in etwas Anderes. Ich suche andere Perspektiven auf das scheinbar Vertraute. Aber auch das scheinbar Alltägliche, Normale ist dabei präsent und kurz davor, seine „Geheimnisse“ auszubreiten.

Dienstag, 9. September 2025

Angekratzt

Wie wäre es, einmal das weniger Attraktive zu zeigen? Einen kleinen Kratzer im Trend zur Oberflächlichkeit zu hinterlassen? Einen anderen Blick auf unsere unmittelbare Umwelt zu werfen? Dabei auch das Subjektive und vermeintlich Niedere, das Hässliche, das Zerstörte, Zersetzte, das Verfallene Dekadente...aber auch das Hässliche mit einzubeziehen? Es ist zweifellos ein Teil unserer Umgebung, - nur, wir versuchen, es auszublenden. Bestimmte Perspektiven auf unsere Umwelt werden uns abtrainiert, andere trainieren wir uns selbst ab. Die Welt ist nicht so einheitlich „schön“, wie das diese in einem ganz bestimmten Sinne retouchierten Fotolein aus der Hochglanzwelt suggerieren wollen. Diese Welt hat auch Zwischentöne, hat auch Bereiche, denen wir so unmittelbar gar nicht beikommen und sie hat Sinnbilder, Symbole, Artefakte der Zerstörung, die wir ihr als das mit allen Mitteln angestrebte Wachstum angedeihen lassen. Dabei wächst auch die Masse der Menschen, die diese Erde verkraften muss, immer mehr, was manche sogar als die Wurzel allen Übels analysieren. „Ach was!“, so weist man das einstweilen deutlich von sich. Die Frage „Wo bleibt denn da das Menschenbild?“ hat da einen deutlich die unter Privilegierten gepflegte political correctness einfordernden Ton. Wie lange noch?

Mittwoch, 5. März 2025

Reise im Bewusstsein

Mit dem Stichwort „Reise“ (nicht nur in „Reise durch Wirklichkeiten“) meine ich eine gewisse Beweglichkeit, eine Neugier auch auf andere Horizonte, ein Heraustreten aus der eigenen Wahrnehmungswelt, andere Ansichten zur Welt, andere Einordnungen, das spielerische Einnehmen von Positionen, die Einsicht in eine relative Gültigkeit bringen, die anderes, das Andere, ja auch das Fremde grundsätzlich zulässt, ja, die sogar neugierig darauf ist. Dass Ansichten der Welt aus kulturellen und sozialen Gegebenheiten heraus nahezu programmiert sind, habe ich in der Soziologie gelernt. Dass damit oft Machtfragen zusammen hängen, brachte mir die Politikwissenschaft bei. Was mich da immer erstaunt hat: Das Maß an Berechenbarkeit ist schockierend angesichts dessen, dass immer wieder „der freie Wille“ postuliert wird. Vor allem die „Marktforschung“ macht sich diese Programmiertheit zunutze bei ihren Prognosen. Im Idealfall freilich stellt sie Studien und Thesen aus unbeteiligter Perspektive auf, lässt sich nicht infizieren von Gegebenheiten, will nachvollziehbare Erkenntnisse. Auch dies will ich ein bisschen durchbrechen mit meinem Blog, will das Beteiligtsein durchaus zulassen und keinen Anspruch auf objektive Gültigkeit oder jene Nachvollziehbarkeit erheben, die allzu oft und offensichtlich erkauft scheint von mächtigen wirtschaftlichen Interessen.

Montag, 3. März 2025

Erkenntnis entgegen begegnen

Über sich selbst hinaus kommen? Etwas schauen, was nicht trivial ist? Meine Perspektive? Womöglich gibt es ja verschiedene Methoden, seinen Horizont zu erweitern: Das „Außer-sich-sein“, das Leute auf „Trip“ erfahren. Hier scheint die Schnittstelle im „Neben-sich-stehen“ zu liegen, was ich an anderer Stelle auch schon mal erlebte und was mich verändert zu haben scheint. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock richtiggehend ergriffen und tief berührt. Als Teil der Natur schloss dies die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Für Entwicklungen in der Natur. Deren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde mir wichtiger, nahm mich als ganze Person in Anspruch. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik (mal dies, mal jenes, immer auf der Suche nach meiner Synthese) gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“, ihre Redundanz längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen, das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und implizite Perspektiven. Habe abgewogen, vergleichend betrachtet. Mich nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen, eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das für mich nicht zu. Sie (und viele Menschen!) verlangt diese Festlegung, ich weiß. Ich selbst habe hingegen habe wechselnde Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere. Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in belanglose Beliebigkeiten abzugleitenÜber sich selbst hinaus kommen? Etwas schauen, was nicht trivial ist? Meine Perspektive? Womöglich gibt es ja verschiedene Methoden, seinen Horizont zu erweitern: Das „Außer-sich-sein“, das Leute auf „Trip“ erfahren. Hier scheint die Schnittstelle im „Neben-sich-stehen“ zu liegen, was ich an anderer Stelle auch schon mal erlebte und was mich verändert zu haben scheint. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock richtiggehend ergriffen und tief berührt. Als Teil der Natur schloss dies die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Für Entwicklungen in der Natur. Deren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde mir wichtiger, nahm mich als ganze Person in Anspruch. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik (mal dies, mal jenes, immer auf der Suche nach meiner Synthese) gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“, ihre Redundanz längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen, das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und implizite Perspektiven. Habe abgewogen, vergleichend betrachtet. Mich nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen, eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das für mich nicht zu. Sie (und viele Menschen!) verlangt diese Festlegung, ich weiß. Ich selbst habe hingegen habe wechselnde Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere. Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in belanglose Beliebigkeiten abzugleitenÜber sich selbst hinaus kommen? Etwas schauen, was nicht trivial ist? Meine Perspektive? Womöglich gibt es ja verschiedene Methoden, seinen Horizont zu erweitern: Das „Außer-sich-sein“, das Leute auf „Trip“ erfahren. Hier scheint die Schnittstelle im „Neben-sich-stehen“ zu liegen, was ich an anderer Stelle auch schon mal erlebte und was mich verändert zu haben scheint. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock richtiggehend ergriffen und tief berührt. Als Teil der Natur schloss dies die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Für Entwicklungen in der Natur. Deren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde mir wichtiger, nahm mich als ganze Person in Anspruch. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik (mal dies, mal jenes, immer auf der Suche nach meiner Synthese) gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“, ihre Redundanz längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen, das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und implizite Perspektiven. Habe abgewogen, vergleichend betrachtet. Mich nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen, eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das für mich nicht zu. Sie (und viele Menschen!) verlangt diese Festlegung, ich weiß. Ich selbst habe hingegen habe wechselnde Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere. Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in belanglose Beliebigkeiten abzugleiten

Sonntag, 2. März 2025

Begegnung

Wir spielten Spiele, warfen uns Bälle zu. Bälle aus vielen Lebensbereichen, die freilich meist von dieser wunderbaren Atmosphäre getragen waren. Ob und wie man die Bälle auffing, war auch ein Spiel. Diese Art der Wirklichkeit und des Verstehens beherrschte uns. Wir spekulierten, entwarfen Szenen, Modelle, übten uns in Unsinn – alles war möglich. Selbst Wunder waren erlaubt. Die verschiedenen Bereiche drangen gegenseitig in sich ein: Romantiker würden so etwas „Poesie“ nennen. Vergangenheit und Gegenwart berührten sich und berühren sich jetzt. Eine der Hauptsachen: Es ging uns unglaublich gut dabei. Aber man hatte wenig Geld. Das war jene Wirklichkeit, die einen in verschiedenen Formen noch ereilen sollte. Wir waren ja jung. Etwas sollte ja noch kommen. Etwas. Wir nahmen es leicht. Die Welt war offen. Man studierte Sachen. Versuchte, zu erkennen. Erst jetzt, nach vielen Jahren, scheint sich diese Welt geschlossen zu haben. Man lernte über die Trägheit der Leute, über die Abwehr von Veränderung, über „Kontinuitätsbedürfnisse“, - dass alles möglichst so weiter gehe, wie es ist. Wir lernten von der Schwäche, von der Eigennützigkeit und dem Egoismus, der Raffgier und manch anderes. Aber wenigstens mich konnte so was nicht umstimmen. Auch die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit nicht, als sich eine gewisse Sorte von Männern (!!!) als Herrscher der Welt ausriefen. Unter anderem liegt ihren Einstellungen dieses „nur die Besten kommen durch“ und „es kann nur einen Sieger geben“ zugrunde, das mich lebenslang zu wenig gekümmert hat. Ich war selten unter den Besten. Weil das ja die Bedingungen der real existierenden Wirklichkeit waren, die für uns nur eine Spielart, eine Möglichkeit unter vielen waren. Diese Leute, die uns jetzt zu bestimmen versuchen, waren ja nur diejenigen, die sich am besten angepasst hatten an die herrschenden Bedingungen. Man hätte das damals mit einem Lachen abgewehrt und seine Gültigkeit angezweifelt. Aber hierzulande scheint diese Spielart der Wirklichkeit immer noch stärker zu werden.

Montag, 27. Januar 2025

Zwischenwelten

Dave ist weg. Von der Durchlässigkeit der Wirklichkeit hatte er es öfter. Davon, dass es verschiedene Ebenen gibt. Dass Traum und Vorstellung, Sichtbares und Unsichtbares, Zufälle und Einfälle, die Wirklichkeit und das Nichts, das Kalkulierte Rationale und das aus dem Augenblick heraus improvisierte Irrationale eine große Rolle spielen. Verschiedene Welten halt. Perspektiven. Sogar eine Annäherung an die Quantentheorie hat es bei ihm gegeben: Etwas kann bei ihm an zwei Orten gleichzeitig sein, eine scheinbar unwirkliche und surreale Vorstellung, die er sich formte. Die meisten Leute kennen ihn als Filmregisseur. Doch er war auch Fotograf, Musiker, Bildhauer, Maler und so manches andere. Ich ziehe die CD „Crazy Clown time“ heraus. Gleich zum ersten Titel schreibt er „The Horror and Sadness of losing someone to other dimensions“. Ich verschwand damals in diesen spooky Sounds. Es verband einen viel mit ihm, auch wenn man manch andere seiner Eigenheiten ablehnte. Ich freilich erinnere mich, wie ich „Mullholland Drive“ in mich aufnahm. „Blue Velvet“: ein Spiel mit dem Merkwürdigen, Irritierenden. Rätsel, denen ich mich erst in der Zeit danach ein bisschen annäherte. Die langsam Bedeutung gewannen. Deren Mystik sich mir besser erschloss.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Einflüsse

Das „Außer-sich-sein“, dieses „Neben-sich-stehen“, das ich erfahren konnte, scheint mich verändert zu haben. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen, das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und implizite Perspektiven. Habe abgewogen.Vergleichend betrachtet. Mich nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen, eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das nicht zu. Sie verlangt diese Festlegung. Ich habe hingegen habe wechselnde Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere. Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in belanglose Beliebigkeiten abzugleiten.

Donnerstag, 16. Mai 2024

Time after time

Dass Zeit ein höchst wertvolles Gut sei, mag sich herumgesprochen haben. Diese Erkenntnis legt sich auch angesichts der permanenten Beschleunigung, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit nahe. Alles wird immer mehr verdichtet und unserer Verfügung als Mensch entzogen. Dass es dabei in erster Linie um Zeit und Aufmerksamkeit geht, wird immer klarer. Zeit ist Lebenszeit. Dass diese unwiederbringlich ist, wird dem Menschen erst im fortgeschrittenen Alter so richtig klar. Oder bei oder nach einer lebensbedrohlichen Krankheit? Dies zieht oft eine Veränderung des Blicks oder – insgesamt - der Perspektive auf die Zeit nach sich. Es gilt, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sie neben den alltäglichen Bemühungen auch mal im Müßiggang, im schönen Nichtstun, zu verbringen. Manch einer behauptet, dies sei sogar die Voraussetzung für Kreativität überhaupt. Mal auf andere Gedanken kommen, in sich gären, Kraft aus sich schöpfen, Kraft zum Tun und sich Entäußern, nach außen bringen. Zeit nicht nur „nutzen“ für fragwürdige Zwecke, sondern sie in sich wirken lassen. Es gilt, „Prioritäten“ zu setzen, Reihenfolgen festzulegen. Sich „Zeit nehmen“ für etwas, das könnte es bedeuten. Für sich selbst etwa. Zeit hat keinen unmittelbaren ökonomischen Wert, auch wenn wir uns oft gezwungen sehen, unsere Zeit zu verkaufen, um zu überleben.

Dienstag, 2. Januar 2024

Hässlich

Ich versuche auch die alltäglichen Aspekte und allerlei Hässlichkeiten in meine Bilder (meiner Welt) mit einbeziehen. Weiterhin den genauen Blick in andere (Micro-)Welten, die uns nah (aber ausgeblendet) sind. Ich versuche, ihnen Aspekte abzugewinnen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass diese Welten oft nah und fern zugleich sind. Wir sehen das, was wir wollen, also gerade das, was nicht „hässlich“ ist, weil wir auf diese Weise das Hässlich Abstoßende vermeiden wollen). Es geht auch darum, in die Realität zu sehen, sie etwas besser zu erkennen, womöglich neue Ansichten darüber zu gewinnen, was denn hässlich überhaupt sei. Ein kleiner Blick in das, was „Kunst genannt wird, scheint uns zu bestätigen: Das Hässliche ist neben dem Schönen ganz selbstverständlich eine eigene ästhetische Kategorie geworden. Für mich bedeutet das Hässliche oft genug eine Abkehr von jenem Gefälligen, das die Werbeindustrie und die mit ihr verbandelten Agenten für ihre Zwecke zu missbrauchen versuchen.

Freitag, 22. Dezember 2023

Machen und Tun in Normalität

Ja klar ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Er nimmt sich Vorsätze vor, aber ganz sicher und bestimmt will er tun oder nicht tun ...und handelt dann wieder ganz anders...aus Gewohnheiten heraus. Aber vielleicht können wir uns einen Moment heraus reißen aus gewohnten Betrachtungsweisen, Perspektiven, können wahrnehmen, dass es ein Glück ist, die Verhältnisse um einen herum einigermaßen wach wahrzunehmen. Frei von größeren akuten Schmerzen sein, das deutet auf ein gewisses Maß an Gesundheit hin. Auch das erscheint einem über einen gewissen Zeitraum selbstverständlich, - solange man nichts anderes wahrgenommen hat, mit nichts anderem konfrontiert war, damit leben musste. Wer aber jemals Schmerzen hatte, sich einem Verdacht auf eine gravierende Krankheit ausgesetzt sah und dadurch sich separiert sah, von der „Normalität“ und den mit ihr verbundenen Selbstverständlichkeiten, müsste solche Perspektiven schätzen. Wer das an engen Angehörigen und Freunden miterlebt, mitgemacht hat, wird Dankbarkeit empfinden, egal, welches Zipperlein und welcher Schuh einen aktuell drückt. Die Wahrnehmung ist es, die Ablenkung durch Gegebenheiten, die die meisten an Neuem hindert. Unser Glück mit anderen teilen, sein Echo in sich selbst zu empfinden, mag die Wirkung verstärken. Daraus Kraft zu beziehen, auch gegenüber Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, dazu sollten wir uns durchringen, sofern das noch geht.....

Sonntag, 19. November 2023

Empfinden des Seins

Das „Außer-sich-sein“, dieses „Neben-sich-stehen“, das ich auch mal erfahren durfte, scheint mich verändert zu haben. Genauso und durchaus noch offensichtlicher ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht.

Dienstag, 13. Juni 2023

Kaleidoskop

Ob die Vielen das Spiel mit den Inszenierungen noch durchschauen? Politiker bringen gestanzte Anliegen vor, stehen scheinbar für etwas ganz Bestimmtes (mit dem sie auf anderer Ebene nichts zu tun haben!), was durchaus auch mal von der gröberen und durchschlagsfähigen Sorte sein darf. Beispiele gibt es viele. Jetzt gibt es auch Entlassungen und Neubesetzungen nach allerlei politischen Kriterien. Kolumnisten und ständig wiederkehrende Imageträger machen wichtige Gesichter und Meinungen, sind aktuell oder ätzend albern und beschäftigen ganze Stäbe von Zuträgern. Prominente aller Art empfehlen sich auf ihren „offiziellen Homepages“ und lassen dort die Inhalte von Imagebroschüren einbringen. Geschickt lancieren sie Enthüllungsgeschichten, Autobiografien und neueste Berichte über ihr scheinbares „Privatleben“ in den Medien, erzeugen Interesse, das dann oft genug auf eigene Produktlinien gelenkt wird. Es gilt, ein Stück Privatheit zu ergattern, wenn schon nicht das eigene, dann das von „Promis“. Denen näher sein. Noch besser: ein Blick durchs Schlüsselloch eines Arschlochs, das möglichst prominent ist und in möglichst effektiver Selbstverherrlichung mit auf Shopping-Tour geht. Online-Tagebücher und Podcasts der medial inszenierten Belanglosigkeiten sind auch beliebt. Peinlich, das. Albern. Doof. Zumindest für den, der es einmal durchschaut hat und zumindest auf diese Weise nicht mehr so leicht zum Konsum rumzukriegen ist.

Donnerstag, 23. Februar 2023

Identität

Man müsste wie die Figuren bei Max Frisch von vorne anfangen können. Seine Identität wechseln können. Gar nicht mal aus Unzufriedenheit, sondern nur um ein Leben noch einmal neu zu leben. Aus anderer Perspektive. Für jemanden wie mich ist das sogar vollkommen logisch. Dieser Gedanke hat mich unter anderem an den Pionieren fasziniert, die im 19. Jahrhundert in die USA aufgebrochen sind. Neue Horizonte. Sich selbst neu erfinden. Sich quasi umdrehen, derselbe bleiben und doch alles anders sehen. Ich selbst habe zu wenig Urvertrauen dazu. Man sehnt sich nach einer anderen Auszeit. Das unter anderem war es, was ich bei meinen Kirchenbesuchen empfunden habe. Das ist eine Sphäre, ein Ort, der mitten im Geschehen steht und doch außerhalb. Ein Ort, der Zeitlosigkeit verspricht, und doch ein Zeugnis der Zeitläufte, der Historie, ist. Ein Raum, eine künstlerisch gestaltete Höhle, ein Ort der Besinnung, des Suchens und vielleicht ein Ort des Findens. Des Innehaltens. Des Aussteigens aus dem Rat Race. Stein statt Beton. Die Kühle in der Hitze. In einem gestalteten Raum, absichtslos in sich ruhend, und doch mit vielen inneren Absichten, in architektonischen Zwangsläufigkeiten und religiösen Sinngebungen erbaut. Überhaupt, - der Sinn. Vielleicht sind (Kloster)kirchen ein Ort des Sinns. Per se. Auch ohne die christliche Lehre mitzudenken. Mich wundert, dass ich das so über die Empfindung, über das reine Spüren erfahren konnte, - früher war ich da eher ein Kopfmensch. Es erschließt sich mir jetzt, Jahre später, ein anderer Zugang zu dieser Sphäre.

Montag, 13. Februar 2023

Empathisches Verstehen

Je nachdem, wie man’s ansieht: Wir sollten anfangen, den ernsten Gehalt dieser Binse zu verstehen. Hier, auf dieser Ebene, versuche ich das schon lange. Auch die verschiedenen Beiträge dieses Blogs sind nur Versuche, die Wirklichkeit zu deuten, etwas mehr zu verstehen, ihr eine Perspektive abzuringen, sich vorsichtig hinein zu tasten, in ein Spiegelkabinett, dessen Deutung durch tausend Faktoren einigermaßen vorherbestimmt sein kann. Wir bauen Sichtweisen auf und ab, wir nehmen spielerisch Haltungen ein, wir reflektieren unsere unmittelbare und unsere mittelbare Umgebung, wir spekulieren darüber, wir versuchen mit unseren Mitteln zu verstehen. Wir drehen uns und nehmen einen anderen Standpunkt ein, spielerisch, eingedenk der Relationen, die sich jeweils davon ableiten. Wir lassen uns dafür beschimpfen von den eindeutig orientierten Tatmenschen, denen jedes Erwägen fremd ist, die nur tun und machen (nach welchen Maßstäben, wohin treibt es sie...? genau an dieser Stelle will dieses Blog einige Tipps geben...). Wir fragen nach deren Maßstäben, wir versuchen, uns hineinzuversetzen, wir wollen uns in Empathie üben.

Sonntag, 8. Januar 2023

Sichtweisen

Auch die verschiedenen Beiträge dieses Blogs sind nur Versuche, die Wirklichkeit zu deuten, ihr eine Perspektive abzuringen, sich vorsichtig hinein zu tasten, in ein Spiegelkabinett, dessen Deutung durch tausend Faktoren einigermaßen vorherbestimmt sein kann. Wir bauen Sichtweisen auf und ab, wir nehmen spielerisch Haltungen ein, wir reflektieren unsere unmittelbare und unsere mittelbare Umgebung, wir spekulieren darüber, wir versuchen mit unseren Mitteln besser zu verstehen. Wir drehen uns und nehmen einen anderen Standpunkt ein, spielerisch, eingedenk der Relationen, die sich jeweils davon ableiten. Wir lassen uns dafür beschimpfen von den eindeutig orientierten Tatmenschen, denen jedes Erwägen fremd ist, die nur tun und machen (nach welchen Maßstäben, wohin treibt es sie...? genau an dieser Stelle will dieses Blog einige Tipps geben...). Wir fragen nach deren Maßstäben, wir versuchen, uns hineinzuversetzen, wir wollen uns in Empathie üben.

Dienstag, 3. Januar 2023

Dieses Blog, was ist das?

Unsere Wahrnehmung ist second hand? Was nehmen wir ernst und was nicht? Welche Rolle die Medien dabei spielen? Im Mix aus kurzen Texten, MP3s und Fotos geht es dem bisher ausschließlich von mir geschriebenen Blog darum, einen vor allem aus Medien gewonnenen Spiegel des Tages- und Zeitgeschehens sowie der persönlichen Gedanken- und Erlebniswelt des Autors zu produzieren, es geht ihm um den Wechsel von Sichtweisen, die gesellschaftlich geprägt sind, auch darum, Alltagserfahrungen zu spiegeln, aktuelle Vorgänge der Gesellschaft und Politik aus der Perspektive verschiedener sozialen Welten wahrzunehmen. Journalistisch würde das heißen: Jeder behauptete Fakt muss nachgeprüft werden. Da das aber in der Realität niemanden möglich und vergönnt ist, verzichte ich ausdrücklich auf eine solche Vorgehensweise. Es ist hier vielmehr ein Nachdenken über Zukunft und das gegenwärtige Sein, über Möglichkeiten hier, über den Kosmos, über vieles, was mich gestreift hat mittels Medien (also vermittelt...), es sind kurze Reflektionen von Herrschaftsverhältnissen, Gedanken über Tod und andere Gegebenheiten, etwas, das mich berührt und in mich eingedrungen ist, in der Empathie aufgehoben, in Religion und Spiritualität, Lyrik, eigenen MP3s und Fotos, ergänzt durch Songtexte verschiedenen Alters, Existenzspuren, Selbstvergewisserungen, Stammtischgequatsche, durch Tierisches, allerlei Zeugnissen meines Gangs durch die Wirklichkeit, subjektiv gefiltert, - ohne Anspruch auf Objektivität. Im Mittelpunkt: Das Normale, das Leben, die Deprivierung, Angst, Zeit, Liebe, Zitate, Geld verdienen zum leben, alles in Kürze und in möglichster Konzentration, Lektürefrüchte, im Bestreben, mich möglichst verständlich auszudrücken – und: ich versuche vorläufig immer noch, einen täglichen Rhythmus einzuhalten, einen multimedialen Blog zu betreiben.

Montag, 2. Januar 2023

Polyperspektivität

Was mir wichtig ist: Diversität. Polyperspektivität. Was das sein soll? Eigentlich trivial: dass man ein und dasselbe Ding aus verschiedenen Perspektiven sehen und richtig beurteilen kann. Diversität kann sich durch unterschiedliche Blickwinkel, durch diverse Lebenswelten, durch verschiedene Themen und Arten der Betrachtung oder Auseinandersetzung herstellen. Je tiefer und ausführlicher man sich auf etwas einlässt, desto eher ist manchmal ein Urteil auf solidem Grund gebaut. Jemand hat sich „Mühe gegeben“. Manchmal aber auch nicht. Auf jeden Fall gilt eine Aufmerksamkeit anderen Standpunkten gegenüber. Empathie als Fähigkeit, sich in jemand anderes oder etwas anderes hinein zu versetzen. Im Extremfall kann man ein und dasselbe Ding aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und kommt anschließemd zu verschiedenen, aber sich ergänzenden Erkenntnissen. Das mag auch etwas mit Dialektik und diesem These-Antithese-Synthese-Ding zu tun haben, mit der „Unio mystica“ der Romantik auch, mit einer Prise Hegel und Marx, selsbt mit Humor und Ironie. Fernöstliches Gedanken- und Gefühlsgut, so, wie es einem CG Jung vor 100 Jahren erschlossen hat, operiert mit diesem Schwarz-Weiß, Yin und Yang, Hell und Dunkel,Groß und Klein, das zu seiner Vereinigung drängt. Der platonische Kugelmensch ist dafür ein gewisses vorläufiges Ideal. Aber man ist in jedem Falle um eine gewisse, nicht rechthaberische Haltung bemüht, die etwas relativ beiläufig lässig aufscheinen lässt, ohne sich darin zu verkämpfen oder sich zu verfangen. Der Leser und Partner ist ein Gegenüber, mit dem zusammen man sich etwas erschließen will im Bewusstsein gewisser Grenzen. Das setzt aber voraus, dass man sich auf sein Gegenüber, im Extremfall sogar auf eine krasse Unterschiedlichkeit einlässt, die sich um eine Erkenntnis Mühe gibt, jedenfalls von anfänglicher Oberflächlichkeit absieht.