Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Freitag, 22. Juli 2016
Sommerpause
Ich wundere mich, wie bestimmte, na, fast alle
regelmäßigen Sendungen im öffentlich-rechtlichen TV, Sommerpause
machen. Meist gleich 5 oder 6 Wochen. Gerade in der Zeit, in der
gewisse Leute diese gewisse Art der Ansprache bräuchten, machen
diese Fernsehgesichter Pause. Und dass nix los sei im Sommerloch, ist
ja ganz offensichtlich eine Ausrede: die vergangen Wochen mögen da
als Gegenbeispiel genug taugen. Am Ende war es eher zu viel. Vor uns
liegen zudem die Olympischen Spiele, um die herum sicher auch einiges
los sein wird. Aber die großflächige „Sommerpause“ wird
eingehalten, egal, was da komme. Vom Fernsehen werden dann gerne alte
Sendungen wiederholt. Diese sollen die Löcher stopfen. Alle sind ja
weg, liegen am Strand u.ä. Ob sich die Freizeitgewohnheiten nicht doch ein
bisschen geändert haben? Ob man darauf reagieren könnte? Ob alle Schulkinder haben? Ob man das zu berücksichtigen überhaupt nötig hat? Oder ob man ohnehin auch in der sendungsfreien Zeit gut
weiter- und durchbezahlt wird?
Sonntag, 4. Oktober 2015
Herbstlied (Tieck)
Herbstlied
Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, wunderbaren Ton:
Ade, ich fliege nun davon,
Weit! Weit! Reis' ich noch heut!
Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, wunderbaren Ton:
Ade, ich fliege nun davon,
Weit! Weit! Reis' ich noch heut!
Ich
horchte auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sank die Brust,
Herz! Herz! Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sank die Brust,
Herz! Herz! Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?
Doch
als ich die Blätter fallen sah,
Da dacht ich: Ach, der Herbst ist da!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
Weit! weit! Rasch mit der Zeit!
Da dacht ich: Ach, der Herbst ist da!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
Weit! weit! Rasch mit der Zeit!
Doch
rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht hinter drauf das Vögelein,
Es sah mit tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
Nein! Nein. Ist und bleibt Frühlingsschein!
Dicht hinter drauf das Vögelein,
Es sah mit tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
Nein! Nein. Ist und bleibt Frühlingsschein!
Von
Ludwig Tieck, 1773 bis1853
(Singvögel haben's wohl heutzutage schwerer)
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