Reise durch Wirklichkeiten

Sonntag, 31. März 2024

Auf dem Weg ins Nichts (Lyrik ub)

Auf dem Weg ins Nichts Du tippst das Nichts an gehst mit ihm um fühlst dich ihm fern und nah Du erschrickst und weißt nicht weißt, dass Du nichts weißt und bist darüber nicht erfreut es greift dich herb an und du kommst ihm näher im Vergehen liegt die Welt Du kennst all diese Sprüche Vermutungen, Meinungen Weißes Rauschen allüberall Du schreibst Worte die es nicht umfassen Du gebierst Bilder die es nicht treffen Du findest Vergleiche die nicht stimmen Ich stecke den Finger ins Dasein und es riecht nach Nichts Nichts ist mehr sicher, kein Gesang, kein gar nichts, es ist alles nur noch - „Rauschen”.

Samstag, 30. März 2024

Musik machen Konzept

Als Ideal angestrebt, aber nie erreicht: Ich wollte ein anderes Spielfeld eröffnen, hatte das Imponiergehabe und das Virtuosentum all der Musiker, deren Konzerte ich besucht hatte, gründlich satt. Ich wollte Entschleunigung statt Beschleunigung. Wollte Hartes und Weiches, Improvisiertes und Komponiertes, Langsames und Schnelles, Punk und Klassik, Schroffes und Zartes zusammen bringen. Ich wollte neue Räume eröffnen, neue Ereignisse schaffen. Ich wollte studiotechnische Tricks einsetzen, Sampletechniken, Digital Delays etc., kurz: Ich wollte etwas anderes. Komposition, in der Zufall und Kalkül zusammenfließen. Ich wollte eine Zusammenstellung von selten gehörten Geräuschen und akustischen Dingen statt Gesang. Mögliche Inhalte sollten sich anders erschließen. Freilich wollte ich auch meine Vergangenheit der Pop- und Rockmusik überall einfließen lassen und tat mir dabei keinen Zwang an. Ich setzte Flöte und Sax als Leadinstrumente ein, was bis heute in der electro-Musik ungewöhnlich ist. Ich wollte mich mit meiner Musik von diesen üblichen, unreflektierten und selbstverständlichen Wahrnehmungsschablonen etwas distanzieren, einen Schritt zurücktreten, mich und meiner selbst ihrer bewusst werden, mich ihrer vielleicht sogar entledigen, mich entgrenzen, verlieren im Flow der Dinge, mich mitreißen lassen, sie aber auch überführen in einen Stoff, den ich bewusst gestalten kann. Sprache soll für mich eine Art Steinbruch sein, aus dem ich bei Bedarf auch „konventionelle“ Songlyrik breche, um sie einzubauen in ein anderes Kontinuum, das mir entsprechen sollte und gleichzeitig die Welt spiegeln soll/wollte. Die Welt, und nicht nur die innere Realität. Die Welt ist manchmal absichtslos und chaotisch, funktioniert oft nach Gesetzen, die wir nicht verstehen. Wir verfügen über Wahrnehmungsfilter, die gewisse Dinge, ganze Komplexe des Unverstandenen ausblenden. Damit machen wir die Realität für uns umgänglich, wir reduzieren sie auf das, was wir glauben zu erkennen, zu kennen und was in unser Weltbild passt. Doch die Welt, die Realität ist mehr. Wir sind ja nur ein Teil von ihr.... x x Aspired to as an ideal but never achieved it: I wanted to open up a different playing field and was thoroughly fed up with the showmanship and virtuosity of all the musicians whose concerts I had attended. I wanted deceleration instead of acceleration. Wanted to bring together hard and soft, improvised and composed, slow and fast, punk and classical, harsh and delicate. I wanted to open new spaces, create new events. I wanted to use studio technical tricks, sampling techniques, digital delays etc. In short: I wanted something different. Composition in which chance and calculation flow together. I wanted a compilation of rarely heard sounds and acoustic things instead of singing. Possible content should be revealed differently. Of course, I also wanted to incorporate my past of pop and rock music everywhere and didn't force myself to do so. I used flute and sax as lead instruments, which is still unusual in electronic music today. With my music I wanted to distance myself from these usual, unreflective and self-evident perception templates, to take a step back, to become aware of them and myself, perhaps even to get rid of them, to remove my boundaries, to lose myself in the flow of things, to let myself be carried away by them also transferred into a material that I can consciously design. For me, language should be a kind of quarry from which I break out “conventional” song lyrics when necessary in order to incorporate them into another continuum that should correspond to me and at the same time should/want to reflect the world. The world, and not just the inner reality. The world is sometimes aimless and chaotic, often operating according to laws that we do not understand. We have perceptual filters that block out certain things, entire complexes of what we don't understand. In doing so, we make reality manageable for us, we reduce it to what we believe we recognize, what we know and what fits into our worldview. But the world, the reality is more. We are just a part of it...

Freitag, 29. März 2024

Suche nach Sinn

Für mich ist es relativ anmaßend, wenn sich der Mensch absolut setzt und behauptet, dass Gott nicht existiere (auch wenn das heutzutage Mode zu sein scheint). Wie weit wohl sein Erkenntnisvermögen reicht? Bis an die Grenze der Unendlichkeit? Gibt es Begriffe, die darüber hinaus gehen, in den Bereich der Ahnung, des Glaubens oder den der spirituellen Erfahrung? Möglicherweise gibt es ja etwas, was über dieses menschliche Erkenntnisvermögen hinausreicht? Gott? Ob man da solche im Mittelalter geprägte Bilder in sich hat wie der alte Mann mit dem Bart? Andere Dimensionen, andere Welten. Sogar populäre Medien wie der Fim („Matrix“) haben sich damit auseinandergesetzt. Und was wohl der demnächst gefeierte Philosoph Immanuel Kant vor 300 Jahren dazu gesagt hat?: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Denken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“. Ehrfurcht? Kein besonders modischer Begriff. Kant ging dem nicht mit den Mitteln der „Theoretischen Vernunft“ nach, sondern ordnete es unter „praktischer Vernunft“ ein. Wer seine Existenz als sinnvoll begreifen will, kommt um solche spirituellen Spekulation nicht herum. Sinnlose Existenz, ob das eine Alternative ist, die spätestens der Existenzialismus bereit gestellt hat? Irgendetwas in uns bohrt immer weiter und will sich seinen Horizont in Richtung auf „Sinn“ erweitern. X x For me, it is relatively presumptuous for people to make absolute statements and claim that God does not exist (even though that seems to be fashionable these days). How far does his cognitive ability extend? To the limit of infinity? Are there concepts that go beyond this, into the area of hunch, belief or spiritual experience? Maybe there is something that goes beyond this human cognitive ability? God? Do you have such medieval images in your mind like the old man with the beard? Other dimensions, other worlds. Even popular media like the film (“Matrix”) have dealt with it. And what the soon-to-be-celebrated philosopher Immanuel Kant said about this 300 years ago?: “Two things fill the mind with ever new and increasing admiration and awe, the more often and more persistently one's thinking deals with them: the starry sky above me and the moral one Law in me”. Awe? Not a particularly fashionable term. Kant did not pursue this with the means of “theoretical reason,” but classified it under “practical reason.” Anyone who wants to understand their existence as meaningful cannot avoid such spiritual speculation. Meaningless existence, is that an alternative that existentialism has provided at the latest? Something in us keeps digging and wants to expand its horizons towards “meaning”.

Mittwoch, 27. März 2024

Demokratisch in den Abgrund

Ob das eine der Schwächen der Demokratie ist, von der man aber nicht sprechen soll/darf: Sie stimmen ab, die schlagen sich mehrheitlich auf die Seite eines Blödmanns, der die niedersten Instinkte seiner Wähler zu mobilisieren weiß und eben diese Demokratie zerstören will? Der Hampelmann gibt sich unerträglich aufdringlich, übergriffig, selbstverliebt listig und brutal: gerade das ist es, was dem Wahlvolk besonders gut gefällt.

Dienstag, 26. März 2024

Vom Analogen ins Digitale

Was für eine Euphorie war damals herüber geschwappt? Freie Kommunikation, jeder mit jedem, über Grenzen hinweg, das anarchische Medium per se, die große Befreiung….. und wo sind wir inzwischen angekommen? Es scheint so, als hätten s9ich bgroße Konzerne des Internet in Form der Social Media bemächtigt. Ich las neulich, diese drei Konzerne hätten etwa 80% bis 90% der Werbeeinnahmen für sich selbst zur Gewinnsteigerung abgesaugt. Dabei haben Regulierungen staatlicherseits in der Vergangenheit offenbar durchaus gegriffen, wenn auch im Sinne der drei großen Medienkonzerne, die ihr Lobbyisten ausgeschickt haben, um die staatlichen Entscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Jetzt sind Werbeflächen zugekleistert mit Bannern, die dauernd ihre Inhalte wechseln, es flickert und flackert zielgerichtet und nicht zielgerichtet wild um einen herum, wie auf den Bildern, die wir uns von Travalgar Square gemacht haben. So etwas war damals das Außergewöhnliche, heute ist es Social Media-Alltag. Woher haben diese Agenten alle unsere Adressen, unsere Wohnorte, unsere IP-Adressen? Man kann sich unter anderem eingekreist fühlen, unter Druck gesetzt. Kommerzielle Interessen haben sich jeglicher Kommunikation bewältig und die hoch gelobte EU steht an der Seitenauslinie und tut offenbar nichts, weil ihre eigenen Agenten, Handelnden von Lobbyisten beeinflusst sind. Wohin das wohl alles noch führen mag? Sehen so die digitalen Offenbarungen aus? x x What kind of euphoria swept over us back then? Free communication, everyone with everyone, across borders, the anarchic medium per se, the great liberation... and where have we arrived now? It seems as if large corporations have taken over the Internet in the form of social media. I recently read that these three companies had siphoned off around 80% to 90% of the advertising revenue for themselves to increase profits. In the past, government regulations have apparently been effective, albeit in the interests of the three large media companies, which have sent out lobbyists to influence government decisions in their favor. Now advertising spaces are covered with banners that constantly change their content, it flickers and flickers purposefully and not purposefully wildly around you, like in the pictures we took of Travalgar Square. Something like this was extraordinary back then, but today it is everyday life on social media. Where did these agents get all our addresses, our locations, our IP addresses? Among other things, you can feel surrounded and pressured. Commercial interests have overtaken all communication and the vaunted EU stands on the sidelines and apparently does nothing because its own agents are influenced by lobbyists. Where does this all lead? Is this what the digital revelations look like?

Montag, 25. März 2024

Marktgesundheit

Die mir verschriebenen Medikamente habe ich nicht bekommen, was mich nachsinnieren und an ein von mir aufgeschriebenes Zitat denken lässt: Das Gesundheitssystem leidet heftig an der Marktidiologie. Auch die Medikamentenversorgung hat jetzt mit den Nebenwirkungen dieser alles durchseuchenden Marktideologie zu kämpfen. So wie seit langem schon die Wohnraumversorgung in Großstädten. Oder wie seit Jahrzehnten die Umwelt. Alle leiden an akutem Versagen der „Marktmechanismen“. Das ist ein Problem. Vor allem, weil die Neoliberalen, die in ihrer ideologischen Verblendung an die Vollkommenheit des Marktes glauben, mit missionarischem Eifer den Markt und seine Mechanismen als allein selig machenden Weg zum Glück in der ganzen Welt verbreiten.

Sonntag, 24. März 2024

Between Reality and Nothing (Text)

She's got Body and Beauty Heart and High Heels beautiful Belly and long leg feet and eyes she's proud and she's got power she's a real woman and we're making the world go round we use our magic open up the window to our times and ourselves

Samstag, 23. März 2024

Was passiert?

Es beschleicht hier in schland einen das Gefühl, als würde die Schlinge um den Hals langsam zugezogen. Figuren, die ihre Person zu Markte tragen und „etwas werden wollen“, labern als Talking Heads etwas aus dem Fernsehgerät heraus. Energie- und Klimawende. Ja klar. Ob man aber diesen Leuten vertrauen kann. Die Deutschen machen sich wohl ernsthafte Sorgen um ihren „Wohlstand“. Manche Regierungschefs scheinen auszuticken und veröffentlichen Fotos, strotzend vor toxischer Männlichkeit, inspiriert von einem, der dies Bild einer Stärke in wechselnden Posen zur Schau trägt und damit seine Leute hinter sich zu versammeln scheint, was schon das erste Problem markiert: Seltsam, dass diese alten Trick immer noch so funktionieren! Ob etwa die Masse der Leute Stärke und die Gewalt anbetet, die vom Charisma besoffen glaubt, sich alles verschaffen zu dürfen (wie etwa Hitler, Stalin und andere Polit-Schurken). Oder gibt es auf der anderen Seite irgendwelche Zögerer und Zauderer, die das ihren Leuten als „Besonnenheit“ verkaufen? (Die scheinen das auch noch selbst zu glauben). Das Gesundbeten von Situationen nach dem Muster „Es wird schon alles gut“ scheint bei den Anführern in Mode. Klimawende? Strom wird massenhaft erzeugt, ohne dass man eine geeignete Ableitung dafür hätte. Der Strompreis ist enorm hoch, weil ja, wie lange verkündet wurde, die Sonne keine Rechnung schickt. Natürlich wird auch der eigene Clan der Ja-Sager und Claqueure (wozu gelegentlich auch die Journalisten gehören) unter Adressen von „Verbänden“ mit gut honorierten Posten versorgt. Dazu werden genehmen Privatfirmen großzügige Zuschüsse verschafft. Denunziation (welch übles Wort! Technokraten haben dafür schon eine eigene Terminologie entworfen) soll in Mode kommen, wer nicht den rechten Weg einschlägt, wird wohl fertiggemacht. Alle sollen auf die Bahn umsteigen, weil die ja ach so umweltfreundlich sei (und was ist mit den Diesel-Lokomotiven?). Doch die Bahn ist marode. Pünktlichkeit? Geschenkt! Fahrgastfreundlichkeit? Ach herje! Es herrscht in einem Staat wie diesem offenbar das Bedürfnis nach Mobilität. Ein paar Leute versuchen dem zu entkommen, indem sie das Flugzeug buchen. Ein paar andere trauen ihrer Partei zu, zu wissen, wie alles geht und wie man noch schnell die Welt rettet (peinlich, dass andere Regionen, wie etwa California, in diesem Thema sehr viel weiter sind). Keine Sorge, mit dem Klimawandel kann ja alles begründet werden. Auch totalitäres Verhalten, dass darin mündet, dass man andere Meinung nicht mehr zulässt, sondern mit der Macht der Vielen niederbrüllt.

Freitag, 22. März 2024

Krass der Spass (MP3)

Mittwoch, 20. März 2024

Computerleben

Von den Medien wird unablässig getrommelt, dass heute kalerndarischer Frühlingsanfang ist und die Sonne unter diesen Zeichen aufgeht. Man hier ist ja schon so froh, wenn der Browser morgens aufgeht und nicht eine Störung das Computer-Vergnügen beeinträchtig (wie man es ja schon oft erleben musste). Was mir klar geworden ist: es gibt unendlich viele Möglichkeiten dazu, auch Möglichkeiten, an die man nie gedacht hat. Man erlebt sich als Abhängigen, der sofort in große Aufregung kommt, man erlebt einen Kontrollverlust, der einen sämtliche Tages- und Wochenplanungen umwerfen lässt. Auch istr der Finanzaufwand völlig unkalkulierbar. Für eine gewisse Zeitspanne ist man bereit, sämtliches Geld der Welt dafür auszugeben, dass das Ding wieder tut (man braucht es ja….!).

Dienstag, 19. März 2024

Wandel Anpassung

Ich lese mal wieder einen Artikel, in dem wieder zum tausendsten Mal das hohe Lied des Wandels gesungen wird. Ständige Veränderung sei vonnöten, um im technologischen Wandel „wettbewerbsfähiger“ zu werden, um in der „globalen Wirtschaft“ bestehen zu können. Dies möge sich schnell und immer schneller abspielen. Wandel und Beschleunigung als alltäglich akzeptiertes Element im „Digitalzeitalter“. Nun mag das ja eine Ansicht sein, die nicht ganz daneben liegt. Aber meiner Meinung nach unterschätzt dies das Bedürfnis einer Gesellschaft oder eines Individuums nach Stabilität. Auch scheint sich das menschliche Individuum nicht in beliebiger Weise anpassen zu können. Es scheint mir dies sogar eine der bestimmenden Kräfte einer Gesellschaft und eines Menschen zu sein. Gerade nicht die dauernde Neuorientierung, sondern das Leben in Strukturen scheint mir da das Entscheidende, wonach eine Gesellschaft strebt! Diese ganzen rückwärtsgewandten Kräfte in Europa, die ja derzeit immer stärker werden und teilweise auch Regierungsverantwortung tragen, scheinen mir da ein Beleg zu sein. Sie versprechen die Rückkehr zu festen Strukturen, die Halt in unsicheren Zeiten und – besonders! -gegenüber Fremden und Andersdenkenden vermitteln sollen. Verunsicherung hatten wir genug, so der Befund auf dieser politischen Seite. Es möge bitteschön rückwärtsgewandte Stabilität einkehren! x x I'm reading another article in which the song of change is sung for the thousandth time. Constant change is necessary in order to become more “competitive” in technological change in order to be able to survive in the “global economy”. Let this happen quickly and ever faster. Change and acceleration as an everyday accepted element in the “digital age”. Now that may be a view that is not entirely wrong. But in my opinion this underestimates a society or an individual's need for stability. The human individual also does not seem to be able to adapt in any way. It seems to me that this is one of the determining forces of a society and a person. It seems to me that what a society strives for is not constant reorientation, but rather living within structures! All of these backward-looking forces in Europe, which are currently becoming stronger and sometimes also have government responsibility, seem to me to be evidence of this. They promise a return to solid structures that provide support in uncertain times and - especially! -to communicate with strangers and people who think differently. We had enough uncertainty, according to the political side. Please allow backwards-looking stability to return!

Montag, 18. März 2024

Echo

Ich muss mich offenbar damit abfinden, dass meine Beiträge (Posts) hier kein über einen gewissen Kreis hinaus gehendes größeres Echo finden

Sonntag, 17. März 2024

Soziale Verwerfungen

Derzeit in Berlin: Bürgergeld, Sozialausgaben, unbedingt kürzen, alles erledigt? Verliererthema? Falsch drauf? Parlament diskutiert mit gelangweilten Mienen. Es gehe allen viel zu gut, so wird gerne behauptet. Deutschland ist nicht nur im gewaltigen Abschwung, sondern am Absaufen (so wird behauptet). Die Wachstumsraten sind verheerend niedrig, die Arbeitslosenzahlen steigen wieder. Die Stimmung in den Unternehmen ist am Nullpunkt, die Exportwirtschaft geht unter, die Konsumausgaben gehen zurück. Wenn bloß das nicht wäre (das jetzt auch noch!!!!): in Deutschland sind wohl an die 16 Millionen Menschen (Schätzung) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das bedeutet: jeder Fünfte in Deutschland könnte von Armut bedroht sein. Wow! Die durchschnittliche wirtschaftliche Lage sagt womöglich nicht viel darüber aus, wie es einzelnen Menschen geht. Wenn einer 100 verdient und der andere 1, wäre das Mittel 50. Ob das etwas aussagt? Avarage? Über die Situation der Alleinerziehenden, der Kinder? Ob es etwas über die Wohnsituation in den Städten und dem Land aussagt? Steuern und Abgaben sollen mal wieder entlastet werden, (am besten so, dass es den Armen nutzt), die Wirtschaftslobbyisten keifen und fordern. Sie können von dem Erwirtschafteten nur schwer leben. Viele Arbeitnehmer gehen in Deutschland offenbar noch einem Mini-Job nach. Das bedeutet, dass mehr staatlich abgeprüfte Armut nicht zwingend weniger Armut bedeutet.

Samstag, 16. März 2024

Egoshooter (MP3)

[bandcamp width=350 height=442 track=3245987175 size=large bgcol=ffffff linkcol=0687f5 tracklist=false] https://buranmann.bandcamp.com/track/egoshooter

Freitag, 15. März 2024

Machen und Tun

Ich bin handwerklich leider völlig unbegabt. Diesbezügliche Bemühungen enden stets in einem Debakel. Man müsste doch, könnte doch, sollte, müsste…...ja, man könnte viel sparen, aber ich raffe es nicht. Wenn ich es mal versuche, fehlt ziemlich sicher am Ende eine wichtige Schraube. Alles wackelt. Fernseher? Internet? Legendär meine Bemühungen um ein Billy-Regal. Es fiel am Ende um und zerlegte sich, zersplitterte. Ja, bin ich denn ein solcher Trottel? Kürzlich Bürostuhl bestellt. Nicht mal das Aufbauen gelang. Einzelteile wie im Plan zusammensetzen. Das muss doch zu machen sein! Nach ein paar Tagen brach eine Lehne ab. Irgendwie falsch angeschraubt. Womöglich. Seitdem sitze ich auf der linken Seite im Freien. Ob ich da unfähig war? Heute morgen las ich von einem kompletten Carport, den man zerlegt kaufen könne. Hinweg mit diesen manipulativen Geistern! Natürlich könnte man viel sparen, wenn man es könnte! Aber man scheitert. Wasserhahn? Iwo. Schrauben, machen und tun? Nix da. Heimwerkerblick (das muss hierhin und das muss dorthin, ach, das ist so gemeint….. Schleifer, Säge, Schrauber, Kleber?) Geht nicht. Habe ich nicht.

Donnerstag, 14. März 2024

Soziale Kommunikation

Es scheint mir oft um Haltung und emotionales Engagement zu gehen...dies drängt sich mir dann auf, wenn mal wieder „das Gespräch“ oder „der Diskurs“ beschworen wird. Das könnte ein Eingehen auf andere Perspektiven sein. Stattdessen unterhalten sich meist Funktionsträger und „wichtige“ Ausführende, pflegen den Umgang miteinander und nennen es gerne „Diskurs“. Es geht auch um Identifikation mit der Demokratie und einer relativ freien Lebensform, die nicht nur auf der ökonomischen Ausbeutung und Verachtung von Mitmenschen beruht. Wir werden von 1000 Podcasts belabert, in denen sich Personen in der Sonne ihrer Wichtigkeit sonnen. Es wird dabei gerne so etwas wie eine soziale Fallhöhe geschildert und gelegentlich scheint auch zu hören zu sein, dass man dankbar sein müsse, dass überhaupt jemand diesen „beschissenen Job“ mache. Nun ja, finanziell und besonders im Hinblick auf Macht scheinen diese „Jobs“ ja gar nicht so übel ausgestattet zu sein. Mächtige unterhalten sich auch gerne darüber, dass ihr Gebaren (besonders das „politische“) besser erklärt werden müsse, dass die Leute „abgeholt“ werden müssten und ähnliche Phrasen, die einmal von PR-Agenturen gekommen sind und seitdem das gesellschaftliche Klima vergiften. Ob es gerade um „die unteren Schichten“ geht, wenn von oben erklärt wird, dass es „nicht einfach werden würde“? Ob generell das Bewusstsein für „untere Schichten“ und deren Lebensweisen unter den Entscheidern nicht allzu ausgeprägt ist? Kleine Einlassung: wieso gibt es eigentlich keine Kleinwagen mehr zu kaufen? Ob das Autofahren auf diese Weise zu einer elitären Veranstaltung wird, bei gleichzeitigem Generalversagen dessen, was mal ÖPNV genannt wurde? Weiter. Ob es inzwischen zu einem gesellschaftlichen Ritual geworden ist, dass vor allem horizontal, also unter der eigenen homogenen gesellschaftlichen Schicht kommuniziert wird. Wo ist eigentlich der „vertikale Diskurs“, das Kommunizieren unterschiedlicher gesellschaftlicher Lebenswelten, das so etwas wie „sozialen Zusammenhalt“ befördern könnte? Beliebt in der dieser Gesellschaft ist auch die Haltung des ökonomisch heftig gesattelten Patriarchen, der sich individuell ausdrückt und seinen Mitmenschen Empfehlungen gibt, wie sie denn leben sollten angesichts Klimakrise etc. Er tut das meist vor dem Hintergrund dessen, dass er seine Nachfahren erstklassig abgeschirmt zu kundigen Technokraten ausbilden ließ, die jetzt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten dergestalt umsetzen, dass sie die allgemeine Konsumschlacht effektivst befeuern und ihre Mitmenschen möglichst gewinnbringend auszunutzen imstande sind. X x It often seems to me to be about attitude and emotional commitment...this comes to mind when “the conversation” or “the discourse” is invoked again. This could be an approach to other perspectives. Instead, functionaries and “important” executors usually talk, interact with each other and like to call it “discourse”. It is also about identifying with democracy and a relatively free way of life that is not only based on economic exploitation and contempt for fellow human beings. We are bombarded by a thousand podcasts in which people bask in the sun of their importance. Something like a social fall height is often described and occasionally it seems to be heard that one should be grateful that someone is doing this “shitty job”. Well, financially and especially in terms of power, these “jobs” don’t seem to be that bad. People in power also like to talk about how their behavior (especially “political”) needs to be better explained, that people need to be “picked up” and similar phrases that once came from PR agencies and have been poisoning the social climate ever since. Is it precisely about “the lower classes” when it is declared from above that “it wouldn’t be easy”? Is there generally an awareness of the “lower classes” and their way of life among decision-makers? Small observation: why are there no longer any small cars to buy? Will driving become an elitist event in this way, while at the same time a general failure of what was once called public transport? Further. Whether it has now become a social ritual that is primarily communicated horizontally, i.e. among one's own homogeneous social class. Where is the “vertical discourse”, the communication between different social environments, that could promote something like “social cohesion”? Also popular in this society is the attitude of the economically saddled patriarch, who expresses himself individually and gives his fellow human beings recommendations on how they should live in the face of the climate crisis, etc. He usually does this against the background of providing his descendants with excellent protection knowledgeable technocrats who can now implement their knowledge and skills in such a way that they can fuel the general consumer battle most effectively and be able to exploit their fellow human beings as profitably as possible.

Mittwoch, 13. März 2024

Der Medien-Schein

Das eingefroren entfremdet deformierte Lächeln der Medienmenschen, die z.b. im TV stets gezwungen sind, selbst die trockensten Zusammenhänge mit einem aufgeregten Lächeln und verbindlich heftigem Grimassieren zu präsentieren (die Show soll ja „rüberkommen“). Das künstlich unnatürlich Aufgesetzte dominiert alle Lebensbereiche und breitet sich immer weiter aus. Emotionale Ausbrüche wie etwa ein explosives Lachen soll da Dynamik zwischen schaffen, Bindung zum „Konsumenten“. Das nennen sie dann „professionell“. Das ganze Leben ist eine Show, solche Glaubenssätze gehören zum „american way of life“, dem diese Mechanismen auch abgeschaut sind. Es dominiert überall das Gemachte, das Manipulierte, das Unechte und aus Routinen heraus und inzwischen durch KI beschleunigte „Erfundene“, weshalb das Streben nach dem „Ehrlichen“ und Authentischen in diesen Gesellschaften stark ausgeprägt ist und in Zukunft noch mehr sein wird. Die Suche gilt dem Unmittelbaren, dem „nicht-Bearbeiteten“ und Beeinflussten, weil das inzwischen stark zurück gegangen ist.

Montag, 11. März 2024

Bockschuss (MP3)

Sonntag, 10. März 2024

Marktplatz-Macht-Move

Abseits aller Katastrophen: Ich finde es komisch, sehr spooky, dass sich viele Journalisten in Deutschland jetzt dauernd direkt und indirekt über eine mögliche Regierungsneubildung in Berlin unterhalten und im Fernsehen (sofern sie nicht in „Urlaubspause“ (Skifoan“) sind!) tausend Interviews dazu führen. Das gibt doch allen scheinwichtigen Köpfen Gelegenheit, sich als wichtig darzustellen. Nach vorne preschen. Gesicht zeigen. Ihre Eitelkeiten und Machtgier auszuleben..... da ist doch Vieles Popanz und Inszenierung. Einem Grundgedanken von Demokratie nicht würdig! Deutschland will doch überall weit vorne sein („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, eine Partei), jetzt 2023/24 immer noch, nach jedem Scheitern, jetzt, die alles brökelt, da überall die demokratischen Wälle zu brechen scheinen und Kriege die Welt erschüttern. Aus den Reihen der Zivilgesellschaft, aus den nicht von Regierungen bestimmten Interessen müssten da mehr Impulse kommen. Doch das gegenwärtige Interesse macht sich am Persönlichen fest! Beruht zu oft auf Lüge. Auf was denn sonst?, sagen Journalisten, die das alte Spiel dauernd weiter betreiben wollen und in Wirklichkeit auch ein wenig das Spiel der Autokraten zu betreiben scheinen. Die alten Medien, wie etwa „das Fernsehen“ unterstützen dabei mit neckischen Ratespielen. Im Absolutismus und im ersten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts, so scheint es mir, waren Köpfe wichtig. Jetzt. Im Zeitalter omnipräsenter Transparenz und des Internet, sollte sich die Demokratie weiter entwickelt haben, auch wenn derzeit ein paar besonders lächerliche Autokraten das Gegenteil davon versuchen, einen bestimmenden Kulturstil zur allgemeinen Befolgung vorzeigen und das "Volk" ihnen dabei brav zu folgen scheint. Es sollte ein Impuls in diese Richtung gegeben werden. Stattdessen gibt es von den Beherrschten Formulierungen wie „Das Zeug dazu haben, ein Machtwort sprechen“ usw. Macht ist nichts Schlechtes. Das haben wir gelernt von den Politikbescheidwissern. Mir scheint es eher ein Problem, dass Macht zu oft missbraucht wird und darüber hinaus den Charakter verdirbt. Es scheint jetzt eine Phase zu herrschen, die womöglich in die falsche Richtung führt.....

Samstag, 9. März 2024

Wie es hier zugeht

Ob dies ganze, von mir in vielen Einlassungen skizzierte Szenario etwas mit dem Zulauf zu „Protestparteien“ zu tun hat? Was soll man wählen, wenn man nicht einverstanden ist mit dem Filz der Parteien, die alles zu kontrollieren scheinen, was mit der Öffentlichkeit in dieser parlamentarischen Demokratie zu tun hat? Mit der Trägheit von Regierungen, die sich alle vier Jahre durch ein Kreuzchen an der richtigen Stelle in ihrem Demokratieverständnis bestätigt sehen? Muss deshalb eine Sympathie für irgendwelche Dumpfbacken vorhanden sein, die sich als eine Art Schwamm dieses Protests gerieren und sein Potential in sich aufsaugen? Die mit rein emotionalen Gegebenheiten agieren? Also keineswegs „Body and Mind“? (was man wohl jetzt "postfaktisch" nennt!) Die die Wirklichkeit nach ihrem Belieben deuten und sich so an den überall grassierenden Postfaktizismus anhängen? Diese Frage stellt sich leider global. Was wohl die Gründe dafür sind? Ob sich allmählich eine verkrustete und sehr auf Machterhalt bedachte gesellschaftliche und sich ständig aus sich selbst reproduzierende Klasse in dieser Gesellschaft als „Elite“ aufspielt und dafür die formalen Voraussetzungen unter anderem (!)per Bürokratie geschaffen hat? Die soziologisch so bezeichnete „vertikale Durchlässigkeit“ der Gesellschaft hat vielen Untersuchungen gemäß und auch vom Gefühl her gerade in Deutschland stark nachgelassen. Es ist gerade nicht (!!) so, dass es jeder schaffen kann, wenn er nur will. Ob es eine Herrschaft der Unfähigen und Abzocker gibt? Wie wohl das globale Großkapital mit solchen Gegebenheiten umgeht? Ob hier Lebenswelten entstehen, die sich auf nichts anderes als auf Beziehungen, Abhängigkeiten, Macht und Geld gründen? Mit eigenen Bezüglichkeiten, mit Werthaltungen, mit einem speziell gezüchtetem Bewusstsein und einem Selbstverständnis, das von denen, die oft und bestenfalls zu puren Serviceleistern herabgewürdigt werden, viel zu oft mitgetragen wird. Ob dabei der alte amerikanische Traum eine Rolle spielt, man könne alles schaffen, wenn man es nur wolle? Wie wohl der oft missbrauchte Begriff „Leistung“ seine Rolle spielt? Ob auch dies eine gewisse Form und Phase des Neoliberalismus charakterisiert? Wer wohl etwas davon hat? Ja klar ist das in anderen Nationen noch viel viel schlimmer! Aber wollten wir ohnehin nicht etwas weiter sein? Etwas besser. Vorbild für die ganze Welt, mindestens. Fühlen wir uns nicht geradezu als Hort eines demokratischen Versprechens? In einer (noch) wohlbestallten Gesellschaft, die sich dauernd einredet, im "globalen Wettbewerb" besser oder kreativer als andere zu sein?

Freitag, 8. März 2024

Verschiedenheiten

Das Bewusstsein, dass es dicke und dünne Menschen gibt, solche und solche Verschiedenheiten, scheint nicht mehr weit verbreitet. Ich stoße auf den besonders bei Jugendlichen ausgeprägten Willen, einem bestimmten, meist medial vermittelten Schönheitsideal zu entsprechen. „Körperscham“ etc. ähnliche Mechanismen scheinen mir da ein Instrument der sozialen Kontrolle zu sein. Untersuchungen bezüglich Karriere- oder Verdienstchancen, scheinen mir solche Analyse zu bestätigen, wobei mir der informelle Bereich viel wichtiger zu sein scheint, als der „offizielle“, durch Daten erfassbare Bereich. Dies scheint mir alles in allem dem Streben zu entsprechen, alle Menschen mögen gleich smart (nach dem Vorbild) aussehen. In totalitären Staaten scheint das auch eine Art Ideal zu sein, vor allem im geistigen Bereich. Menschen werden schon früh, wenn sie noch formbar sind, gleich geschaltet, in Uniformen gesteckt etc. Sie sollen einen bestimmten Willen umsetzen, verkörpern, möglichst ohne nachzudenken. Wer in einem totalitären System nachdenkt, hat gleich verloren. Wer Dinge gar in Frage stellt, ist in akuter Gefahr. In diese Richtung scheinen sich gänzlich unbemerkt die Dinge auch hier zu entwickeln. „Totalitär“ könnte heißen: Der ganze Mensch, auch in seiner Privatheit. Digitale Überwachung reiht sich hier nützlich ein, wie unter anderem auch bestimmte Staaten mit ihrem digital betriebenen Überwachungs- und Belohnungssystem beweisen. x x The awareness that there are fat and thin people, such and such differences, no longer seems widespread. I come across a particularly strong desire among young people to conform to a certain ideal of beauty, usually conveyed through the media. “Body shame” etc. similar mechanisms seem to me to be an instrument of social control. Research into career or earning opportunities seems to me to confirm such an analysis, although the informal area seems to me to be much more important than the “official” area that can be recorded through data. All in all, this seems to me to correspond to the aspiration that all people should look equally smart. In totalitarian states this also seems to be a kind of ideal, especially in the intellectual area. People are put into uniforms, put into uniforms, etc. early on, when they are still malleable. They are supposed to implement and embody a certain will, if possible without thinking. Anyone who thinks in a totalitarian system has immediately lost. Anyone who even questions things is in acute danger. Things seem to be developing in this direction here too, completely unnoticed. “Totalitarian” could mean: the whole person, even in his private life. Digital surveillance is useful here, as certain states demonstrate with their digitally operated monitoring and reward systems.

Donnerstag, 7. März 2024

Leben am Fluss

Das Leben hat an und für sich nur Nachteile“ soll der Schriftsteller Thomas Bernhard gesagt haben. Klar, der Mann war unverbesserlicher Pessimist. So etwas ist ja heutzutage nahezu verboten, obwohl die Zweifel überall sägen. Jemand stirbt, das Leben aber geht ungerührt weiter, so als sei nichts gewesen. Menschen scheiden aus, gehen ab, die einen gehen, andere kommen, es ist ein Fluss, - den man zumindest erkennen und anschließend wahrhaben sollte. Wohin gehen wir, woher sind wir gekommen? Da ist ein Fluss, der uns scheinbar von solchen Fragen wegreißt. Ablenkungen, Betäubungen, das „wahre Leben“, die Aktivität an sich..... usw. Die Begründungen stehen alle billig bereit. Wir fallen, wir werden weniger, wir.... wen juckt's? Das allgemein gültige Bild der Wirklichkeit suggeriert uns, als habe all das keine Gültigkeit, als gelte nur das unmittelbar geführte Leben..... Die Parolen wurden schon früh ausgegeben: „Sei du selbst, alle anderen sind schon besetzt“, soll Oscar Wilde gesagt haben. Es ist der Satz der Selbstverwirklichung und der Selbstoptimierung, den so viele Menschen derzeit anbeten. Ob wir Angst haben vor der Zukunft? „Die ungeheuerliche Kränkung, die das Leben ist“ hat die Schriffstellerin Ingeborg Bachmann einst fabuliert. Auch sie, der wertvolle und oft zitierte Mensch, musste irgendwann sterben, - wenn auch unter spektakulären Verhältnissen. Lauter Wichtigs........

Dienstag, 5. März 2024

Wieder wie zuvor

Es wird in Deutschland bejubelt, dass das Fliegen wieder angesagt sei (trotz Streiks aller Art!) obwohl die Preise deutlich gestiegen seien. Urlaub wird jetzt per Flieger gemacht. Alles andere auch. Dies ist wohl auch den schlechten Nachrichten von den volkswirtschaftlichen Kennzahlen geschuldet. Wachstumsquote und all das. Ob der CO2-Ausstoß da plötzlich keine Rolle mehr spielt und dem wirtschaftlichen Wachstum geopfert werden soll? Entsprechende Äußerungen des im Kabinett Zuständigen scheinen diesen Verdacht zu bestätigen. Diese Politiker scheinen ja mit allen Konsequenzen (auch in ökologischer Hinsicht) auf viel zu groß dimensionierte LNG-Landestellen zu setzen und auch darüber hinaus allerlei zerstörerische Maßnahmen (Kohleabbau, weil Kernkraftwerke abgeschaltet) zu bevorzugen.

Sonntag, 3. März 2024

Modul one at the Factory (MP3)

Samstag, 2. März 2024

Auf dem Weg ins Nichts (Lyrik)

Du tippst das Nichts an gehst mit ihm um fühlst dich ihm fern und nah Du erschrickst und weißt nicht weißt, dass Du nichts weißt und bist darüber nicht erfreut es greift dich herb an und du kommst ihm näher im Vergehen liegt die Welt Du kennst all diese Sprüche Vermutungen, Meinungen Weißes Rauschen allüberall Du schreibst Worte die es nicht umfassen Du gebierst Bilder die es nicht treffen Du findest Vergleiche die nicht stimmen Ich stecke den Finger ins Dasein und es riecht nach Nichts Nichts ist mehr sicher, kein Gesang, kein gar nichts, es ist alles nur noch - „Rauschen”. (Buranmann)

Freitag, 1. März 2024

Freunde?

Ich werde immer mehr gewahr, dass ich inzwischen in einem anderen Leben lebe: meinem zweiten? Meinem dritten? Wenige, sehr wenige Freunde sind mit mir diesen Weg über diese Linie gegangen, ich mag sie wie zuvor. Nachhaltig. Anhaltend. Über Jahre, Jahrzehnte hinweg. Es ist eine Entwicklung des Gemeinsamen. Teilweise sind sie mir aus früheren Lebensumständen geblieben, teilweise sind sie mir aus dem Instinkt erwachsen. Damals. Ein paar von ihnen haben mich schändlich stehen lassen, - oder habe ich sie stehen lassen? Leute, die man an seiner Seite vermutete, waren plötzlich weg. Ob ich wunderlich, sonderbar geworden bin? Narzisstisch? Egoistisch? Man hilft mir aus meiner Umwelt kaum dabei, so etwas zu erkennen. Man straft vielmehr mit Missachtung. Gleichgültigkeit. Fest steht, dass man viel zu viel Lebenszeit in seinen „Beruf“ investiert hat, dass man viel zu sehr für ihn und weniger für soziale Kontakte gelebt hat, dass man in einen einzigen Job alles investiert hat, - mit dem Erfolg, dass ich eines Tages den Arschtritt und Hinauswurf meines wichtigsten Arbeitgebers hinnehmen musste, dem ich nahezu alles geopfert hatte. Man war weniger als „Frei gesetzt“. Man war ja „frei“ und selbständig geblieben. So ging das locker und easy mit mir. Rechtliche Absicherung gab es für einen „Selbständigen“ und „Freien“ natürlich nicht. Für das Selbstwertgefühl war das alles nicht gerade günstig. Ich versuchte damals, mit meinen bescheiden Mitteln meine Eltern zu unterstützen und war froh, dem Mobbing entronnen zu sein. Die Liebe zur Rockmusik und das Wissen darum waren einem zum Verhängnis geworden. Jaja, die Zeiten waren damals noch andere: Hire and fire war angesagt, als Arbeitnehmer war man Verfügungsmasse. Zum Zwecke der Profitmaximierung. Die Unternehmen hatten`s im Überfluss und feuerten einen nach Belieben. Mit einem Lebensjahr Ende 50 hatte ich auf dem „Arbeitsmarkt“ sowieso keine Chance mehr. Irgendwann wurde einem auch noch bewusst, dass man vom „alten Leben“ her mit radikaler sozialer Missachtung bestraft wurde. Wieso, warum? Keine Ahnung. Man grub sich immer mehr in das eigene Musikmachen ein, das man auf elektronischem Wege wieder angefangen hatte und das viel mit Isolation zu tun hatte. Aber auch das brachte nichts, wurde mit radikaler Missachtung abgestraft. Ob man etwas falsch gemacht hat? Man hatte jedenfalls nichts mehr zu verkaufen außer sich selbst. Aber man war ja wie Luft. Es gab auch privat keinen Austausch mehr. Man war vernichtet.