Reise durch Wirklichkeiten

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Samstag, 27. Juni 2026

Schreiben

Aus einem Brief, längst abgeschickt in früheren Zeiten: Übrigens: Ich bin ganz klar der Meinung, dass man sich kein anderes „Flussbett“ suchen braucht. Um Gottes Willen? Ein solches Spekulieren, ein solches „abgehobenes“ Philosophieren ist leider typisch für mich: Ich selbst bin wahrscheinlich am wenigsten fähig, es zu realisieren. Womöglich gibt es tatsächlich nur ein Flussbett. Ich würde nur gerne auf irgendeine Art mehr darüber wissen. Es ist irgendetwas, was mich irgendwohin treibt. Man sollte über seine eigene Motive möglichst einigermaßen Bescheid wissen. Mich treiben leider etliche Motive, für die ich wohl nie eine Chance der Realisierung haben werde. Realisten würden zu Recht sagen, diese Überlegungen, dieser Traum vom Selbst und vom Sein, sei abgehoben. Ich wollte nur versuchen, etwas zu erklären, etwas von mir, wie es so schön heißt, zu „kommunizieren“. Mein Gott ich bin bald 70! Ich sollte die Realisierung wenigstens versuchen, ehe es zu spät ist! Aber es hat sich die Tür, die Möglichkeit, nicht aufgetan für mich. Als ich die Möglichkeit sah, nach dem Ende des Studiums, und ich ernsthaft Versuche machte, bin ich kläglich gescheitert. Den Mut hatte ich damals, weiß nicht, ob ich ihn noch heute hätte. Aber: Es braucht eine praktische Fähigkeit, solche Träume umzusetzen. Ich könnte mich unablässig beschimpfen dafür. Mit meiner Kusine, ein liebes, unbedarftes Mädel damals, hatte ich mich über solche Dinge unterhalten. Sie ist daraufhin nach Südamerika gefahren, ganz alleine als Frau, war eine Zeit lang in Mexiko verschollen, ist wohl weiter übers Land und dann in Peru angekommen, wo sie eine Zeit lang gelebt und ihren späteren Ehemann kennen gelernt hat. Nice, nice, very nice…...

Montag, 23. März 2026

Sinnsuche

Natürlich suchen wir alle nach dem Sinn in unserem Leben. Ein sinnloses Leben ist ein schwer zu ertragendes, wenn überhaupt zu ertragendes Leben. Also schafft sich jeder seine eigene Wirklichkeit, die in mancher Hinsicht eine familiäre, gesellschaftliche und idiologische Wirklichkeit. Jeder hat die Ansicht, dass seine eigene Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit sei. Jeder, der sie anders sieht, ist „verrückt“. In diesem Zusammenhang mag sich auch ein Blick in den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse lohnen, in dem es genau um dieses „Verrückt sein“ geht. Jedenfalls ist es so, dass das, was für den einen Unsinn ist, für den andern Sinn bedeuten. Was für den andern Sinn hat, ist für den ersten unter Umständen Unsinn. Ein Hinweis darauf ist, dass in verschiedenen Kulturen ein und dieselbe nonverbale Kommunikation eine ganz andere Bedeutung haben mag. Z.b. wird in Griechenland mit Kopfnicken ein „Nein“ angezeigt. Es gibt viele weitere Beispiele dieser Art. Ein mittlerweile viel beobachtetes Phänomen in unserer Gesellschaft kann es sein, dass die persönliche Wirklichkeitskonstruktion zusammen gebrochen ist (meist durch gravierende Ereignisse…). Durch Einführung einer anderen, neuen Wirklichkeitskonstruktion kann hier geholfen werden.

Dienstag, 21. Oktober 2025

Paradox

Der Mathematiker Kurt Gödel (1906-1978), dessen Werk automatisch in meine Weltsicht mit eingeflossen ist (Lektüre u.a.: „Gödel, Escher, Bach“) formulierte 1931 sein berühmtes „Unvollstädigkeitstheorem“ als ein Paradoxon: Es besagt, dass geschlossene logische Systeme immer auch Aussagen enthalten, die innerhalb des Systems nicht bewiesen werden können. Er entwickelte zur Veranschaulichung folgende Konstellation mit: Da ist eine Maschine, die von sich behauptet, allwissend zu sein. Die Frage ist nun, wie man eine solche Maschine widerlegen könnte. Stellen wir uns vor, in der Zukunft gäbe es eine solche „Wahrheitsmaschine“. Sie wiederholt eine Aussage nur dann, wenn sie wahr ist. Ist sie falsch, bleibt sie stumm. Mehr Regeln braucht diese Maschine nicht. Ist ein Satz wahr, wiederholt sie ihn. „Zwei plus zwei ist Vier“: sie wiederholt. Einen falschen Satz übergeht sie einfach. „Zwei plus zwei ist fünf“: sie bleibt stumm. „Ich kann nicht sagen, dass zwei plus zwei fünf ist“: Es stimmt, es ist wahr: sie kann es nicht sagen, weil zwei plus zwei nicht fünf ist. Jetzt aber die Pointe: „Ich kann nicht zweimal sagen: zwei plus zwei ist fünf“: Sie sagt: „Ich kann nicht zwei mal sagen, dass zwei plus zwei fünf ist“. Man sagt: „Ich kann nicht sagen, dass zwei plus zwei fünf ist?“. Nun tritt das Paradox ein. Sagt sie zweimal „Ich kann nicht zweimal sagen, dass zwei plus zwei fünf ist“, ist die Aussage falsch und sie hätte schweigen müssen. Schweigt sie hingegen, wird die Aussage richtig und sie müsste sie wiederholen. Die Maschine widerspricht sich also selbst. Das beweist, dass sie nicht immer wissen kann, was die Wahrheit ist. Gödel hätte vielleicht gesagt: „Ich kenne Sätze, die die universelle Wahrheitsmaschine nicht sagen kann“. Das beendet den Traum von der absoluten Erkenntnis. Ob Mathematik, Kosmologie oder Teilchenphysik: Jedes Wissenssystem bleibt immer logisch unvollständig. Man könnte sagen: Das Reich der Erkenntnis ist in verschiedene Ebenen gegliedert. Es gibt eine Menge Schnipsel, von denen jede wahre Aussagen beinhalten. Aber einige von ihnen sind nicht beweisbar. Und so ist man gezwungen, auf eine höhere Ebene zu gehen. Dort freilich trifft man auch auf solche unbeweisbaren Aussagen. Und so weiter..... bis man auf der Ebene des Universums ist.

Mittwoch, 17. September 2025

Herausforderungen

Wir sind Menschen, die Fehler machen, die begrenzte Wesen sind, die endliche Wesen sind, die nicht alles im Griff haben und manchmal nur probieren, solange, bis etwas klappt. Try and error. Der größte Fehler ist, zu glauben, man habe alles im Griff. Genau das scheint aber das Prinzip zu sein, nach dem die Gesellschaft lebt. Es scheint geradezu verboten zu sein, auf negative Entwicklungen, auf Fehlentwicklungen, auf Probleme und Missfunktionen aufmerksam zu machen. Wer will schon Spassbremse sein? Spielverderber? Es scheint ja für viele Menschen keine Probleme mehr zu geben, sondern nur noch Herausforderungen (die man lösen/erfüllen kann). Deshalb scheint dies Wort längst auch eine Art Modewort geworden zu sein, dessen sich der Zeitgeist bei nahezu jeder Talkshow bedient. Es triumphiert die Einstellung, dass alles irgendwie zu schaffen sei. Auch die diesem Geist entsprechende Ratgeberliteratur, die rät, negative Gedanken einfach abzuschütteln oder erst gar nicht zu denken, entspricht dieser Einstellung. Es scheint das verlogenste der verlogenen Lächeln über allem zu liegen. Ob die Wirklichkeit so ist, ob diese Aufforderung nicht einfach darauf abzielt, die hässliche Wirklichkeit mit allen unschönen Aspekten einfach zum Vorteil des Selbst zu verleugnen? Nicht an sich heran lassen? Ist die Welt wirklich so schön, für alle? Ob wir wissen sollten, was uns umgibt, wo wir leben? Es werden ganze Agenturen damit befasst, einen Drang zur Verschönerung, zur Behübschung der Wirklichkeit zu erzeugen. Die politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Einstellungen sind ganz besonders virulent. Ein prominenter Präsident pusht jetzt sogar nicht nur die Behübschung der Realität, sondern ihre vollkommene Leugnung, ihre Versenkung in dem, was wir nicht wollen. Blöd nur, dass sie von dorther immer wieder auftaucht und dass solche „Probleme“ so nicht zu lösen sind, auch wenn wir sie zuvor zu „Herausforderungen“ degeneriert haben.

Freitag, 22. November 2024

Rentenmuse

Ich lese in der Zeitung die Kritik eines geschätzten und als Redakteur fest angestellten Journalisten, der seinen Artikel damit einleitet, dass er davon schreibt, wie frisch gebackene Rentner ihren Rentenbescheid in den Aktenordner stecken, um anschließend „zum Riesenschach in den Stadtgarten“ zu ziehen, „zum Bingo-Nachmittag oder für acht Wochen nach Madeira“. Es scheint mir dies typisch für Journalisten, die nur sich und ihre Verhältnisse im Blickfeld haben. Die, wenn sie es clever angefangen haben, zu den Besserverdienenden gehören oder gehören werden. Die sich für gewisse Zeit auf andere Realitäten einlassen, nur um sie sobald wie möglich und so gründlich wie möglich wieder zu verlassen. Vielleicht zum Bingo in den Abend oder zum Riesenschach in den Stadtgarten, das wäre für viele noch möglich. Aber darüber hinaus? Die Altersarmut beginnt meiner Meinung nach auf breiter Front an der deutschen Gesellschaft heftig zu nagen und viele Rentner können sich die 8 Wochen auf Madeira nicht mehr leisten. Das Abrutschen von einst fest installierten Karrieren ist ja längst Slang und Redewendung unter den Journalisten. Von den „Abgehängten“ und „Verlierern“ ist da ja auch immer wieder zu lesen. Die Realität ändert sich rasant und scheint eine abschüssige Bahn zu sein. Es polarisiert sich alles. Die besser Gestellten und Gutverdiener, denen die Talkrunden oft eine akademische Bildung zuschreiben und ansonsten mit einer „Prominenz“ auf das Publikum kommen. Die 8 Wochen in Madeira können sich diese „besser Gestellten“ sehr wohl leisten. Auch in Zukunft. Mag die Gegenwart und Zukunft noch so krisengeschüttelt sein. Ob aber die anderen immer mehr werden? Diejenigen, die sich so etwas nicht leisten können? Wo soll man sich selbst in diesem Umfeld ansiedeln? Kommt man darin überhaupt vor oder ist man von vornherein einer dieser „Verlierer“ und „Abgehängten“?

Dienstag, 22. Oktober 2024

Gewiss Wissen?

Was wir wissen? Viel oder wenig? Ob wir darüber für immer im Ungewissen bleiben werden, wie Max Planck einst fand? „Die Wissenschaft kann die letzten Rätsel der Natur nicht lösen. Und das ist so, weil wir letztlich ein Teil des Rätsels sind“, sagte dieser Großphysiker. Möglicherweise werden wir dieses Rätsel, das wir uns selbst sind, auxh mit KI nie lösen können. Ob wir's akzeptieren können? Und überhaupt: Ob es mehr Dimensionen als die uns bekannten Raum und Zeit gibt? Mit einiger Wahrscheinlichkeit. Schon die Hippies schwadronierten etwas von der Fünften Dimension. Ob aus dieser Wirklichkeit heraus die Welt eine völlig andere wäre? Und wir unvollkommene Wesen bekämen nur einen vielfach geprägten Ausschnitt der anderen Welt mit? Auch Platon spekulierte in seinem Höhlengleichnis dazu, das wir stets einen durch unsere Möglichkeiten herausgestanzten Ausschnitt einer Wirklichkeit erkennen können. Ob die Möglichkeiten unseres Hirns unser Bild von der Welt prägen? Ob es da noch andere Apparate gibt? Ob wir diese Möglichkeiten digital erweitern können, indem wir uns zu so etwas wie Cyborgs machen? Hm, ob das dann aber doch nur eine weitere Möglichkeit wäre, dem Ziel etwas näher zu kommen und keineswegs das Erreichen des Ziels bedeuten würde? Eine Art Offenbarung könnte es aber schon sein. Eine Offenbarung? Ob das etwas Religiöses hat? Das Bewusstsein davon, das unser Wissen trotz aller Gesetzmäßigkeiten etwas Relatives hat? Es wird wohl darum gehen, über diese Gesetzmäßigkeiten etwas zu wissen, so denken wir uns.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Einflüsse

Das „Außer-sich-sein“, dieses „Neben-sich-stehen“, das ich erfahren konnte, scheint mich verändert zu haben. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen, das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und implizite Perspektiven. Habe abgewogen.Vergleichend betrachtet. Mich nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen, eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das nicht zu. Sie verlangt diese Festlegung. Ich habe hingegen habe wechselnde Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere. Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in belanglose Beliebigkeiten abzugleiten.

Samstag, 28. September 2024

Wirklichkeitsflucht

Ja klar, kenne ich auch Leute, die einem laut raten, nicht mehr diese verheerenden Nachrichten die ganze Zeit zu verfolgen. Das mache einen kaputt, ziehe einen runter. „Doomscrolling“ sei angesagt. Mit „Verdrängen“ habe das nichts zu tun. Mein Problem dabei ist, dass ich wissen will, was auf der Welt los ist, egal wie negativ das ist. Immer noch. Dabei ziehe ich verschiedene Medien zu Rate und befürchte, dass „Erkennen vermeiden“ nicht viel hilft. Klar beeinflusst einen alleine schon die Auswahl der News, die einen ankicken sollen, die etwas vermelden wollen, das den Anzeigenabverkauf ankurbeln soll. Die Medien verfahren da nach einem jahrzehntelang eingeübten Muster. Erlaubt ist, was Profit bringt. Was sollen sie machen? Nur noch Schönwettermeldungen? Oder Fußball- Showbusiness-Nachrichten aus einem anderen und als besser vorgestellten Land? Gute-Laune-News? Spass um jeden Preis? Die objektive Lage würde einen gleich wieder umhauen, wenn man Ahnungen ausgesetzt und nur „langweilig“ neugierig sein würde. Man ist den Zeitläuften ausgeliefert, egal was sie bringen. Es sei denn, man ist finanziell gut gepuffert und kann alleine schon deshalb eine Weile lang der Unbill auf teuren Wegen ausweichen. Oder man sitzt einer uralten amerikanischen „Be positive“- Strategie auf, die bei uns neuerdings gerne als „Manifestation“ daher kommt, und uns rät, die Dinge positiv zu sehen und uns erstrebenswerte Zustände vorzustellen. Die dann auch eintreten würden. Selbstverständlich werden dazu Prominente als begeisterte Beglaubiger vorgeführt.

Montag, 9. September 2024

Meine Blicke

Ich bediene mich auf meiner FBSeite so mancher Verweise, Chiffren, die aber kaum als solche verstanden werden. Es gibt Seitenblicke, Überblicke, Eintauchen in andere Realitäten direkt neben uns oder ferne in meinen Fotos. Meine Perspektiven. Augenblicke. Diese Fotos dokumentieren oft den Blick auf die Seite, dem bloß mediengestylten Schönen abgewandt, ein Blick, der meiner Meinung nach ansonsten zu oft vernachlässigt wird, zb Wald und See, - Realitäten. Ich mache einigermaßen rätselhafte Bemerkungen auf meiner FB-Seite, gebrauche kurze Denksätze, die im Raum stehen bleiben. Offen, Surreal, kryptisch, die Wirklichkeit bezeichnend, verfremdet, subversiv unterlaufend, verdeutlichend, bizarr, einer Verklärung abhold. Bezeichnendes/Signaturen für die Kommunikationssituation….

Donnerstag, 29. August 2024

Dunkelheit

Was wissen wir? Was Materie oder dunkle Energie überhaupt ist? Sie hält doch unsere Galaxien zusammen, - oder etwa nicht? Werden uns von Physikern da moderne Märchen erzählt? Die Menschen und ihre Physiker verstehen's immer noch nicht so recht, das alles. Auf jeden Fall könnte der Weltraum Anschauungsmaterial dafür bieten. „Ich möchte wissen, was da draußen ist“ soll Stephen Hawking gesagt haben, der Mann, der noch immer das Physik-Genie an sich darstellt. Wie das Universum entstanden sein könnte? Mit dem Urknall sagen etliche Astrophysiker. Aber was war davor und wie kam es zum Urknall? Gab es davor etwas anderes, das sich eventuell zu einem Punkt zusammenzog, um im Urknall zu explodieren? Oder kommt der Urknall aus dem Nichts? Einem energiegeladenen Vakuum? Neueste Forschungen zeigen wohl, dass selbst im Vakuum etwas ist. Bloß was? Und hat nicht die Quantenmechanik längst bewiesen, dass ein Teil an zwei Orten gleichzeitig sein kann? Widerspricht den physikalischen Gesetzen? Nun ja, da würde selbst ein mittelmäßiger Physiker widersprechen. „Die Quantenmechanik ist sehr achtungsgebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, dass das noch nicht der wahre Jakob ist. Gott würfelt nicht!“ sagte vor etwa 100 Jahren Albert Einstein dazu. Ja, was nun? Und überhaupt: Gott? War der Urknall nur ein einzelnes Ereignis bei der Entstehung einer wahnsinnig großen Vielfalt von Universen? Gibt es insofern Parallelwelten? Die oft beschrieenen und verfilmten? Matrix? Ob an dieser Stelle etwas wie Gott ins Spiel kommt? Etwas Größeres als das, was wir kapieren können? „Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ein Ozean“ sagte einst der Großphysiker Isaac Newton. Daran mag sich nichts geändert haben.

Dienstag, 30. Juli 2024

Drei Klafter tief (Songtext)

Drei Klafter tief Raus aus dem Eis raus auf die Straße Geister haben uns begrüßt sie schlagen eine lange Nase das ist Routine das ist der blaue Panzer Sag alles ab die Nacht schluckt dich auf denke schräg, schließ die Augen die Zeit ist ein kleiner Fluchtpunkt trau'rige Linien im Sand ein blaues Vergessen Refr. wir haben geatmet wir waren präsent waren bei uns selbst für Momente fang' endlich an, fang' die Tangente die sich selbst in der Unendlichkeit trifft Der Zeiger drückt die Uhr tickt lauter hab meine Person verzettelt hab etwas verloren in der Enge Acht Meilen hoch und drei Klafter tief...

Freitag, 26. Juli 2024

Wo sind wir? - Conscience (Songtext)

CONSCIENCE Wir blicken von der Seitenauslinie hinein ins Geschehen, und wissen: wir waren nie wirklich dabei beim Handeln, beim Machen und Tun, beim Agieren beim Aufsteigen und Absteigen Rise and Fall Die Geschichten gehen links und rechts an uns vorbei Man fällt um, wundert sich und staunt darüber Wer wo seine Zahnbürste vergessen hat Wer und wen was treibt Man liegt falsch, daneben und man täuscht sich, Sie täuschen sich alle gegenseitig, spielen sich und den anderen etwas vor Es ist alles ein Schein Der nicht immer nur schön ist um sich endlich unabdingbar unschlagbar zu machen, digital Die Realität ist für manche zwischen zwei Schenkeln verschwunden Unsichtbar gemacht, gestaltet, gestylt, geformt und deformiert Liebe und Triebe kopulieren In Design und Form gebracht Da sind welche die’s nicht nötig haben Und welche dies extrem brauchen Ein Superstar, das wollen sie alle sein Herausragend in die Medien hineinragend Dem Kopf die Gedanken einfüllen, in einen anderen eindringen Sich aufdrängen und dauernd penetrieren Alles in gut genießbaren Häppchen aufbereitet Gängig gemacht und nett aufbereitet Aus der Kälte heraus und hinein danach streben sie, das wollen sie alle

Donnerstag, 25. Juli 2024

Wahrnehmung

Ich erlaube mir eine andere Art der Wahrnehmung, eine andere Wahrnehmung der Wirklichkeit. Dabei gehe ich nicht unbedingt davon aus, was Alltagspolitik, „offizielle“, vom Establishment fabrizierte oder in den Universitäten diskutierte Politik ist, obwohl einen das direkt und indirekt beeinflusst. Ich sehe für mich aber keinen Zwang, mich dazu zu äußern. Dass irgendjemand irgendwas meint, war immer schon so und bedeutet nichts. Was ist daran „problematisch“? „Problematisch“ ist ein problematischer Begriff, der von bestimmter Seite dauernd vorgebracht wird, aber allgemein kaum hinterfragt und eher als modischer Ausdruck vorgebracht wird. Gegenwärtig. Ich will für mich den Mut haben, Dinge auszublenden und mich auf das mir Wesentliche zu konzentrieren. Ich nehme auch den Zwang wahr, Dinge möglichst allgemein zu formulieren, um nicht sofort rechtlich angegangen und attackiert zu werden. Wir leben ja in einem „Rechtsstaat“, oder? Elitäre Figuren geben spitzmündisch ihren Senf (ihre „Meinung“) zum elitären Universitätsdiskurs. Bilden sich etwas auf ihren „Geschmack“ ein. Ich bin oft irritiert und will mich auf keine vorgegebene Seite schlagen, will die Dinge aus verschiedenen Perspektiven deuten. Ich spüre Ambivalenz und Widersprüchlichkeit, als Aufforderung, um mit dem Denken wendig zu bleiben. x x I allow myself a different way of perceiving, a different perception of reality. I don't necessarily assume what is everyday politics, "official politics", manufactured by the establishment or discussed in universities, although this influences you directly and indirectly. But I don't see any obligation to comment on this. The fact that someone means something has always been that way and means nothing. What is “problematic” about that? “Problematic” is a problematic term that is constantly raised by certain quarters, but is generally hardly questioned and is presented more as a fashionable expression. Currently. I want to have the courage to ignore things and concentrate on what is important to me. I also feel compelled to formulate things as generally as possible in order to avoid being immediately legally challenged and attacked. We live in a “rule of law,” right? Elitist figures mischievously give their two cents (their “opinion”) on the elite university discourse. Are conceited about their “taste”. I'm often irritated and don't want to take a given side, I want to interpret things from different perspectives. I sense ambivalence and contradiction as a challenge to remain agile in my thinking.

Donnerstag, 1. Februar 2024

Fake-Reality

Was mir in der aktuellen Diskussion immer noch eine zu geringe Rolle zu spielen scheint: Das „öffentliche Bewusstsein“ erscheint mir durch immer währende Bearbeitung durch Instanzen wie der Werbung und der PR zunehmend unterspült. Es herrscht das Gefühl, man wolle uns Dinge klarmachen, die so nicht existieren. Als habe es Dinge gegeben, die nie so stattgefunden haben. Es gilt ein Schönreden in vielen Bereichen. Es herrscht eine Unsicherheit gegenüber einer Fake-Realität, die bei einem gewissen cleveren Einsatz sehr viele Menschen offenbar überwältigen kann. Vertrauen ist abhanden gekommen. PolitikerInnen engagieren für viel (Steuer-)Geld Friseure, Friseusen und StylistInnen, die helfen sollen, die Dinge und sich selbst besser zu „verkaufen“. Auch hier Scheinrealität. Verkaufe statt Überzeugung. Der schöne Schein rückt anstelle der Realität für die, die etwas, zum Beispiel ihre Politik, verkaufen wollen. Ob so etwas typisch für Promotion und Werbung ist?

Sonntag, 14. Januar 2024

Alte Helden

Alte Helden: Manche Bilder von ihm haben sich mir eingebrannt.Ich habe später versucht, sie in der Realität aufzusuchen und bin dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Sie sind mir tatsächlich begegnet! Auch hat sich mir seine Achtsamkeit dem Sound und der Musik gegenüber eingeprägt. „Paris/Texas“: Ry Cooder? Nun ja, das hatte schon früh gepasst. Aber genau die monumentalen Bilder (der Weite, bei ihm) waren ja bei der Presse immer verpönt. Klar. Zu pathetisch. Zu monumental. Zudem wurde Wim Wenders ein übersteigertes Künstler-Ego nachgesagt. Eine Zeit lang mag das meine Begeisterung für den Mann abgebremst haben. Doch mit der Zeit entdeckte ich in mir dann doch die Übereinstimmungen mit manchen Bildern seiner Filme, was sich mir schon früh so erschlossen hatte. „Im Laufe der Zeit“: Lang ist’s her. Von den USA nach Europa. Genau meine Linie! Aber das ist ja ohnehin „Im Laufe der Zeit“! Der Film. Ins Chaos platzen, in das Wasser fahren. Lakonisch direkt. Ja klar, den darf man auch nicht erwähnen: „Buena Vista Social Club“: Die untergegangene Musik der zerknitterten alten Säcke und der rüstigen Oma, das Deuten auf das Großartige, der romantische Verweis auf Kuba. Das Fließende. Aus dem Außergewöhnlichen heraus in andere Welten. Die Autos und die sonstige Ausstattung. In sich farbig. Ein skurril-realer Traum. Und dann ein paar Helden per Film verehrt. Nun ja, so schlimm ist das ja nicht! Wenders schuf ja so viele Filme, dass man kaum damit nachkam. Anselm Kiefer, diese verlogene Figur des Großkünstlers, war ihm auch eine Vorlage. Kiefer war ja immer zweideutig. Man konnte seine Sachen so oder anders sehen. Ich habe ja auch mal zwei (!) Ausstellungen von ihm besucht. Gibt es eine Sphäre der Kunst, die darüber (über allem) steht und alles besser weiß? Diese maßlos riesigen Artefakte haben mich auch beeindruckt. Wie kriegte man so etwas hin? Im Ton der Unterwürfigkeit geschriebene Reportagen von seinen riesigen Ateliers in Frankreich habe ich gelesen, auch sein Interview mit der Axel-Springer-Größe Mathias Döpfner. Danach habe ich ein bisschen abgeschaltet.

Sonntag, 29. Oktober 2023

Einblicke in Realitäten

Mich stören diese Werbeeinblendungen im TV, selbst bei und nach den ernstesten furchtbaren Kriegsthemen. Kommt mir irgendwie unangemessen vor und spricht eindeutig für eine besser definierte öffentlich-rechtliche Verfasstheit im TV(ohne Werbung). Da ist es noch das Mindeste für mich, solche immer wieder eingeschossene Heile Welt-Konsum-Clips als schockierend zu empfinden, als seltsamer Kontrast zwischen unserer Wohlfühlwelt und einer harten „roughen“ Realität, in der es um Basislebensmittel und das Überleben geht. X x These advertisements on TV bother me, even during and after the most serious, terrible war topics. Seems somehow inappropriate to me and clearly speaks for a better defined public service on TV (without advertising). It's the least I can do to find such clips of perfect world consumption as shocking, as a strange contrast between our feel-good world and a harsh, "rough" reality that focuses on basic food and survival.

Freitag, 15. September 2023

Werbung als Motor der Wirtschaft

Schon seltsam, dass das alles so akzeptiert wird: Die Steigerung des Umsatzes scheint auch in diesen inflationsgeschädigten Zeiten das Wichtigste in der Wirtschaft. Glaubenssatz: Unternehmen sollen ihre Gewinne und Verbraucher ihren Nutzen maximieren. Zins und Zinseszins sind nicht nur richtig, sondern sogar zwingend notwendig, damit der Markt funktioniert. Worauf das hinaus läuft: egoistisches Verhalten, ja Gier, sind im Wirtschaftsleben absolut notwendig, ja sogar richtig, damit alles brummt. Gewinn- und Profitmaximierung ist angesagt. Unter anderem mag es dagegen moralische Einwände geben. Aber Moral wird in dieser wirtschaftlich bestimmten Gesellschaft sofort mies gemacht und auf Wolkenkuckucksheim reduziert. Dabei könnte Moral auch eine Richtschnur dafür liefern, wie wir zusammenleben wollen. Habsucht, Geiz, Profitgier und Wucher: soll das von vornherein nicht nur akzeptiert, sondern als notwendig angesehen werden? Der Abgasskandal ist zwar schon eine Weile vorbei. Ob aber gerade wer uns einiges vor Augen geführt hat? Ist Verbraucherbetrug und Täuschung notwendiger Bestandteil dieser Wirtschaftsordnung? Wenn es wahr ist, dass Werbung lügt: wieso lassen wir uns dauernd anlügen? So etwas vergiftet ein gesellschaftliches Klima. Die Realitäten verschwimmen, gewinnen etwas von Beliebigkeit, dienen Interessen und nicht der Wahrheit, sie können zu „Fake News“ erklärt werden, niemand glaubt niemanden. Ziel: Konzernnutzen geht vor Kundennutzen. Für das „Führunspersonal“, also meist die Manager, wird das meist finanziell wirkmächtig durch „Boni“ und eine Vermeidungsstrategie gegenüber der Steuer (also den Belangen der Allgemeinheit) x It's strange that all of this is accepted in this way: increasing sales seems to be the most important thing in the economy, even in these inflation-damaged times. Belief: Businesses should maximize their profits and consumers should maximize their utility. Interest and compound interest are not only correct, they are even absolutely necessary for the market to function. What this boils down to: selfish behavior, even greed, are absolutely necessary in economic life, even right, so that everything is buzzing. Profit and profit maximization is the order of the day. Among other things, there may be moral objections to this. But in this economically determined society, morality is immediately smeared and reduced to cloud cuckoo land. Morality could also provide a guideline for how we want to live together. Greed, avarice, greed for profit and usury: should this not only be accepted from the outset, but should it be seen as necessary? The emissions scandal may have been over for a while. But whether just who has shown us something? Is consumer fraud and deception a necessary part of this economic order? If it's true that advertising lies, why do we keep being lied to? Something like that poisons a social climate. The realities blur, gain something from arbitrariness, serve interests and not the truth, they can be declared "fake news", nobody believes anyone. Objective: Group benefits come before customer benefits. For the "leaders", i.e. mostly the managers, this is usually financially effective through "bonuses" and a strategy to avoid taxes (i.e. the interests of the general public)

Montag, 21. August 2023

Staatlicher Wille zur Macht

Ich erlebe die Form des staatlichen Umgangs mit mir als äußerst rücksichtslos und keiner Differenzierung fähig. Es werden standardisierte Antworten gegeben, standardisierte Verfahren werden angestrengt, es werden befehlsartige Anweisungen gegeben, denen mit ihrem unmissverständlichen Machtgehabe „Folge zu leisten“ ist. Anonyme Stimmen ersticken einen mit maschinengetriebenen Reflexen. Formulare werden ausgegeben und müssen „fristgerecht“ ausgefüllt zurück gesendet werden. Bürokratie rules auf allen Gebieten. Der Staat hat immer recht, auch in einem Rechtsstaat… Er beansprucht für sich das Machtmonopol, weil er ja der Ausdruck des Willens von allen ist, - im Idealfall. Ein mal in 4 Jahren wird dafür ein Kreuzchen auf einem Wahlformular gemacht. Doch angesichts dieser Realität erhebt sich in uns Protest: So haben wir uns das einst nicht vorgestellt! Wir strebten dem Ziel eines anderen Umgangs miteinander entgegen. Stattdessen suhlt sich eine abgehobene Machtelite in ihrem moralisch legitimierten Besserwissen! Verbote scheinen das Mittel ihrer Wahl, gesetzliche Vorgaben ihre Methode, eine Raumschiffmentalität ihr reichlich nachgiebiger Berührungspunkt mit der Realität. I experience the way the state treats me as extremely inconsiderate and incapable of differentiation. Standardized answers are given, standardized procedures are attempted, command-like instructions are given that are "to be obeyed" with their unmistakable pomp. Anonymous voices choke you with machine-driven reflexes. Forms are issued and must be filled out and returned “on time”. Bureaucracy rules in all areas. The state is always right, even in a constitutional state... It claims the power monopoly for itself, because it is the expression of everyone's will - ideally. Once in 4 years a cross is made for this on an election form. But in the face of this reality, we protest: This is not how we once imagined it! We strived towards the goal of treating one another differently. Instead, a detached power elite wallows in their morally legitimate know-it-all! Prohibitions seem to be the means of their choice, legal regulations their method, a spaceship mentality their rather flexible point of contact with reality.

Donnerstag, 1. Juni 2023

Wir?

Diese Gesellschaft fällt immer mehr auseinander. Milieus differenzieren sich aus, Wahrnehmungsblasen bilden sich und fließen ein in Lebenswelten, die Gegensätze zwischen „Arm“ und „Reich“ werden krasser, die Realitäten fallen auseinander. Es wird dagegen in manchen Medien gerne ein „Wir“ beschworen. Ich halte das für geradezu gefährlich, solange nicht die Milieus, Submilieus und Wahrnehmungsblasen, die ökonomisch definierten Bevölkerungsschichten, das auf „Wettbewerb“ gebaute Trennende und teilweise Diskriminierende besser erkannt und identifiziert ist. Andererseits: wann und wo anfangen, wo aufhören? Es scheint mir auch wichtig, dem nachzugehen, wie sich Einsamkeit und Armut herstellt und strukturell (!) immer neu reproduziert, ohne dass dies dem individuellen Versagen zugeschrieben wird. Doch das können oder dürfen (?) öffentlich-rechtliche Medien, weil sie eben jenen Kräften ausgeliefert sind, die so etwas weitgehend verursachen. Auch die Politik gibt sich Mühe, versagt darin aber zu oft, ordnet an, schaut unverbindlich herein, lügt sich selbst an, indem sie Empathie für sich reklamiert und eine unreflektierte „Solidaridät“ bespricht. Gerade jetzt gibt es wieder Beispiele dafür. Die Behauptung, man wisse wohl und „kenne seine Pappenheimer“, man geht vom Üblen und Wüsten im Menschen aus, das man an anderer Stelle fordert und fördert.