Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Posts mit dem Label Ferien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ferien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 6. August 2026
Urlaub für alle
Sommerpause. 8 Wochen. Bei den Parlamentariern. Keine Sitzungen. Eine Wahrnehmung der Hitzewelle ist bei ihnen nicht festzustellen. Wer auch? Wie auch? Sind ja fast alle in Ferien! Abgemeldet für schlanke 2 Monate. Dieser Zug der Mächtigen in Berlin, aber auch in Brüssel, scheint mir durchzugehen durch alles: Wachstum steht über allem. Dann kommt lange nichts. Bemühungen um das Klima schon gar nicht. Blöd nur, dass die schlandregierung auf diesem Feld „Wachstum“ auch nicht so recht etwas zusammengebracht hat. Wie es scheint: Man badet in Agonie. Hitze, ob das etwas mit Klima zu tun hat? Es werden auf diesem Gebiet die Bemühungen zurück gefahren, so scheint es. Hat man die Tragweite dieser Entwicklungen überhaupt erkannt? Oder suhlt man sich in den gängigen Ausreden?: wir sind ja nur 2% und so weiter. Wir machen da gar nichts! Hitze mit 4000 oder 5000 Toten? Iwo, Hitze hat es immer schon gegeben. Ob etwa der Gesundheitsministerin die Überlegung etwas bringen würde, in Pflegeheimen und Krankenhäuser Klimaanlagen einbauen zu lassen? Woher bloß dieser Eindruck herkommt, dass diese Leute mit der Hitzewelle nicht viel zu tun haben? Dafür aus dem Urlaub zurück kommen? Ob ein kurzer Blick nach Frankreich da etwas bringen würde? Wie machen es die? Ob vielleicht auch hier ein Stück Klimaanpassung nötig wäre, also ein Umbau unserer Welt zu einer, in der wir besser klarkommen mit extremem Wetter. Aber diese Gleichgültigkeit, dieses Ignorieren des klimatechnischen Problems, diese Sommer-Version des „business as usual“ und so tun, als sei alles in Ordnung so, als sei Demokratie und die eigene Machtverwaltung darin in einer staatstragenden Partei selbstverständlich, das bringt mich auf die Palme. Das empört mich.
Freitag, 28. Juli 2023
Endlich Urlaub
Wie locker das alles ist! Jetzt alle zusteigen, einsteigen, umsteigen…. Gegenüber steht der riesige Van bereit zur Abfahrt, die Kinder müssen nur noch zusteigen. Weiter vorne parkiert ein Wohnmobil, offensichtlich fertig zur Abfahrt. Noch weiter vorne wartet ein Wohnwagen, aufmunitioniert zur großen Urlaubsschlacht. Man geht in Ferien, in Urlaub, auch wenn man damit spät dran ist: die ersten Bundesländer beenden die lange Sommerpause schon wieder. Automobilfabriken sind teilweise davon abgekommen, den Sommer generell zur Ferienzeit zu erklären und verzichten auf "Betriebsferien", wenn sie nicht ohnehin dicke Verluste zu beklagen haben, wegen der oft beschworenen verpassten Elektromotorik herrscht ja ohnehin Unsicherheit auf diesem Gebiet.
Die vielen, die aus finanziellen Gründen nicht verreisen können, bleiben unsichtbar. Sie haben sich beispielsweise in Mini-Jobs, in Praktika oder schlecht bezahlten Servicejobs verdingt. Das, obwohl wir ja in einem Arbeitnehmerarbeitsmarkt leben. Oder nicht? Die vielen Online-bestellte Pakete müssen aber trotzdem ausgefahren werden. Verschiedene Dinge der öffentlichen Sicht auf einen sollten sauber aussehen. Die Pflanzen sollten gegossen werden. Und überhaupt: was passiert mit dem Hund?
Es gilt ja das von höchster Stelle das Credo, dass es „uns“ so gut wie noch nie gehe (Wer „Uns“ ist?) dass wir alle Zeichen der Zeit erkannt haben und dass wunderbare Zeiten wie damals beim Wirtschaftswunder bevor stünden. Ach! Was sollen da die wenigen Armen, die Berber und „Landstreicher“?.… die sollen sich verpissen! Als Beleg für ein „Problem“ werden dann Statistiken hervorgekramt, deren manipulierte Zweifelhaftigkeit und niederschmetternde Folgenlosigkeit sich doch langsam herumgesprochen haben dürfte. Der Rest der Leute täuscht etwas vor und tut jetzt so als ob: als sei man weg. Sommerpause. Urlaub. Nicht da. Seit langen Jahren ist das schon so. Die Straßen sind erfreulich befahrbar, in den Geschäften sind die Stau-Schlangen deutlich geringer (ein Effekt, dem die Discounter dadurch entgegen steuern, dass sie die Kassen schlechter mit „Personal“ belegen: Personaleinsparung. In diesen Zeiten? Nennen wir es doch lieber „Fachkräftemangel“. Die Kundenschlangen sind trotz Inflation also mindestens gleich lang wie zuvor und überhaupt.... Das ist halt ihre Art der Einsparung). Die Schlangen bilden sich bald aber als Stau auf den Autobahnen, was jedes Jahr auch dasselbe ist. Aber die Klimaanlage brummt unverdrossen, die Smartphones sind gezückt, die Games ziehen sie von den Rücksitzen her in sich hinein. Die Stimmung ist gut. Das Ziel ist ein Ressort, in dem es möglichst wie in Deutschland zu essen geben soll. Wiener Schnitzel. Ach geh mir weg, mit dem veganen Scheis!... Wer es nicht leisten kann, hat halt Durchfall oder keinen Platz am Pool.
Sonntag, 23. Juli 2023
Uhr-laub?
Warum bleiben wir nicht zuhause? Warum fahren wir - und mit uns Milliarden von Menschen - in fremde Länder, wo wir außer dem Motiv „Ferien machen“ genaugenommen nichts verloren haben? Ungeklärt sind daneben und auch nach Corona und während des Kriegs viele andere Probleme des Fremdenverkehrs: wie wirkt sich das auf die Reisegebiete aus? Wie gestaltet sich das Verhältnis von Besuchern und Einheimischen? Wie ist die Umweltbilanz des Tourismus? Bringt er wirtschaftlichen Aufschwung oder neue Formen des Kolonialismus? Was ist von den „künstlichen Ferienwelten“ zu halten, die sich immer mehr zu den meistbesuchten Reisezielen der Welt entwickeln? Was eigentlich treibt uns in die Ferne? Gibt es dabei eine Nähe zu Fest, Ritual und Spiel? Denn die Bewegung, die Reisen grundlegend charakterisiert, ist universell verbreitet und in allen Kulturen nachweisbar: Der Impuls, die Ordnungsstruktur des Alltags zu verlassen und in andere Wirklichkeiten einzutreten. Das Reisen stellt insofern eines der wirksamsten Mittel dar, der eingespielten sozialen Ordnung vorübergehend zu entkommen - nicht in blinder Flucht, sondern als produktive, menschliche Leistung, die neue Erfahrungen, Einblicke und Horizonte ermöglicht – oder das faule Abliegen an irgendeinem Strand in irgendeinem Land. Mal nix tun! Was nicht gerade selbstoptimal ist……...
Freitag, 2. September 2022
Sommerpause
Sommerpause. Darf’s etwas mehr sein? Ich wundere mich, wie bestimmte, na, fast alle regelmäßigen Sendungen im öffentlich-rechtlichen TV Sommerpause machen. Meist gleich 5 oder 6 Wochen oder 12 Wochen. Gerade in der Zeit, in der gewisse Leute eine gewisse komödiantische Art der Ansprache bräuchten, machen diese Fernsehgesichter Pause. Und dass nix los sei im Sommerloch, ist ja ganz offensichtlich eine Ausrede: die vergangen Wochen mögen da als Gegenbeispiel genug taugen. Am Ende war es eher zu viel. Vor uns liegen zudem die Fußball-Weltmeisterschaften, um die herum sicher auch einiges los sein wird. Aber die großflächige „Sommerpause“ wird eingehalten, egal, was da komme. Vom Fernsehen werden dann gerne alte Sendungen wiederholt. Filme, Features. Diese sollen die Löcher stopfen. Alle sind ja weg, liegen am Strand u.ä. Ob sich die Freizeitgewohnheiten nicht doch ein bisschen geändert haben? Ob man darauf reagieren könnte? Ob alle Bürger und Gebührenzahler Schulkinder oder Betriebsferien haben? Ob man das zu berücksichtigen überhaupt nötig hat? Oder ob man ohnehin auch in der sendungsfreien Zeit gut weiter- und durchbezahlt wird?
Montag, 4. Juni 2018
Sommerpause
Wir
sind, gelinde formuliert, etwas erstaunt, dass in gewissen Fernsehprogrammen jetzt oft schon die Rede von
„Beginn der "Sommerpause“ die Rede ist. Jetzt schon? Rein gefühlt (und nicht gewusst), wird diese "Sommerpause“ dann wieder mindestens
bis Anfang September (meistens sogar länger) dauern. Ob das nicht
doch etwas zu großzügig ist im Vergleich zu der „normalen“
Bevölkerung, die jetzt noch etliche Wochen vor sich hat, ehe sie
anfangen kann, nach und nach an ihre „Sommerpause“ zu denken? Ob
diese auch noch großsprecherisch kund getane und oft hochbezahlte
Arbeitsverweigerung etwas mit dem staatlich gepushten Gebührensystem
zu tun hat? Es scheint an dieser Stelle jedenfalls genügend Geld
vorhanden zu sein, um einen riesigen Apparat mal eben so über ein
Vierteljahr Untätigkeit „durchfüttern“ zu können, während in
etlichen Bundesländern zu Beginn der Schulsommerferien traditionell Lehrer entlassen werden...., was
von den Vorzeigefiguren dieser Fernseh-Systeme
erfindungsreich gegeiselt wird. Ob es da vielleicht eine Mitte gäbe,
nach der die einen nicht unbedingt entlassen werden müssten und die
anderen auch mit verminderten „Bezügen“ in ihrer ausgedehnten
„Sommerpause“ weiter existieren könnten? „Geht nicht“ aus
diesen und jenen Gründen, werden die einschlägigen Verwaltungs- und
Finanzspezialisten einwenden. Ob es bei genügend Willen und nach
entsprechend veränderten Vorgaben dann aber nicht doch Wege gäbe,
um es genau so zu handhaben?
Dienstag, 21. Juli 2015
Ferienkultur Kulturferien
Bis zum Beginn der Schulsommerferien
müssen je nach Bundesland in gedrängter Zeit alle Veranstaltungen
stattfinden, damit uns anschließend das sogenannte „Sommerloch“
leer und hohl entgegengähnen kann. Und alle Veranstalter machen da
in seltener Übereinstimmung mit: Die Musik, das Theater, die Kunst
und das Wort, die bilden. Der Kuchen der an Veranstaltungen
Interessierten ist zwar nicht urplötzlich größer geworden, aber
jeder will sich jetzt noch schnell das größte Stück davon
abschneiden. Alle Veranstaltungen zur selben Zeit. Das kann natürlich
nicht gut gehen. Alljährlich ist's Ritual. Muss das so krass sein?
Zielen alle Veranstaltungen ausschließlich auf die Eltern von
schulpflichtigen Kindern oder auf die Angehörigen von Betrieben, die
einheitlich zu ihren Ferien angetreten sind? Auf die
Besserverdienenden, die sich einen um den Sommermalus verteuerten
Vier-Wochen-Urlaub leisten wollen? Ob sich die Lebensgewohnheiten
nicht doch längst verschoben haben und ob eine ganze Branche, die
sich sich ja doch ansonsten so kompromisslos marktgängig nach
Angebot und Nachfrage richtet, zur Ignoranz aller sommerlichen
Bedürfnisse entschlossen hat? Es ist jedes Jahr dasselbe. Es gibt "Sommerprogramme". Ansonsten herrscht weit gehend
tote Hose. Jaja, die Angehörigen von Veranstaltungsagenturen, von
Theatern und überhaupt alle Kulturschaffenden haben auch ihr Recht
auf Urlaub und vier Wochen Hitzefrei und irgendwann muss ja....
außerdem wollen die Leute in dieser Zeit partout nicht in
geschlossene Räume, weil es da ja noch heißer
ist......blablabla.....Aber muss das alles so krass ausfallen? Muss
die kulturelle Sommerstrafe für alle Daheimgebliebenen in
meditativer Ödniss absolviert sein?
Abonnieren
Posts (Atom)