Reise durch Wirklichkeiten

Mittwoch, 31. Januar 2018

Wem die Glocke läutet (Foto)

Glocken

Dienstag, 30. Januar 2018

Erstaunen

Jetzt bin ich baff, entgeistert, schockiert: wie geht denn das? Man glaubt zu träumen, einen ziemlich schlechten Traum: Es ist alles bizarr, niemand weiß von etwas, jeder distanziert sich, empört und alteriert sich. Es werden Erklärungen abgegeben und Assistentinnen blättern in Unterlagen. Doch nichts passiert. Nichts. Alles verlogene Reaktionen. Im Hintergrund wird dafür gesorgt, dass Verschwörungstheorien florieren. Träger von seltsamen Versuchen haben sich inzwischen aufgelöst, haben aber trotzdem durchgeführt (und das erst vor kurzem!), Affen wurden "verbraucht", Sponsoren sind betroffen, die Wissenschaft steckt im Dilemma mit von wissenschaftlich aussehenden Damen getätigten Aussagen wie "ohne solche Versuche wird es wohl nicht gehen". Was kostet die Forschung, wer bezahlt?, Experten schauen verständig, es drohen Fahrverbote, Regierungen setzen sich darüber hinweg, missachten rechtliche Vorgaben, sie lassen hängen, machen nichts, verzögern, reden schön, Fragen müssen geklärt werden, es wird verwiesen, in Ausschüsse, ins Ungewisse. Die geschäftsführende Ministerin muss zum Rapport. Aus dem Kreis der Spezialdemokraten werden Karrieren gegen alle Widerstände und Umfrageergebnisse weiter verfolgt, wie oft schon gehabt. Niemand empört sich wirklich. Innovation, auch und gerade vermeintliche - um jeden Preis. 
Ob das alles so toll ist? Ob wir in einem so tollen Land leben? In dem wir "gut und gerne leben"? In dem es allmählich keine Insekten mehr gibt. In dem Hummeln keine Chance mehr haben. Es könnte vielleicht einiges besser sein, darauf wenigstens müsste man sich einigen können. Verbessern. Sehr sichtbar verkörpern einige politische Akteure Selbstsicherheit, wollen keinen Deut nachgeben, gegenüber niemandem, lehnen Kompromisse ab. Ob das demokratisch ist? Währenddessen verrecken Leute, damit es den hier Herrschenden und Beherrschten noch besser geht. Mir fehlen die Worte. 

Montag, 29. Januar 2018

Für Georg Trakl (Lyrik)

FÜR GEORG TRAKL


Wie können wir verstehen,
was du uns zurückließest?
Von einem Größeren singend
Ein Ahnen bleibt uns
vor einem Rätsel, das du auf uns gebracht
Du gingst für uns
voraus
bis über den Abgrund hinaus
und fandest noch Worte
verlassen
lässt du uns
dem Untergang,
für den die Bilder
gefangen
vor Feuerschlünden

fallen



(in den frühen Achtzigern geschrieben)

Sonntag, 28. Januar 2018

Experten

Mir geht das wieder durch den Kopf, was ich in den vergangenen Monaten oft gedacht habe: da hantieren ehemalige „Stars“ und Superstars“ jetzt vor Kameras in Sportdauerdendungen als sogenannte Experten und machen dabei nicht immer eine glückliche Figur. Meist sollen sie Insiderzeugs zum Besten geben und Einschätzungen... reden aber oft totalen Bullshit. Außerdem sind sie oft aufgedunsen und fett, so gar nicht, wie sie ihre Anhänger in Erinnerung haben. Dazu kommt, dass sie ohne Training sowieso etwas zu fett grinsen, dass das Fehlen der entsprechenden Kleidung sie in unsere alltägliche Nähe rückt, sie vom glamourbehafteten Sockel herunter holt und sie zu einem „normalen“ Menschen ohne Nimbus aus Fleisch und Blut macht.
 Ihr Vorteil: Sie konnten alle etwas Engumgrenztes, eine Spezialität, eine Marotte, ein Ehrgeizziel, ziemlich gut. Sie waren so etwas wie eine Leitfigur für die Leistungsgesellschaft. Sie machten ihr Ding immer wieder und versuchten per Training, sich bestimmte „erfolgreiche“ Verhaltens- und Reaktionsmuster samt der damit zusammen hängenden Abläufe einzutrichtern. Dabei half ihnen oft ein ganzer Stab von Leuten, die der jeweils fördernden Nation (welcher Widerspruch im Zeitalter Europas!) verpflichtet waren. Bei Erfolg wurden dann auch meist Flaggen gehisst und Nationalhymnen gesungen, da wurde Chauvinismus eingeübt. Der Vorteil dieser einstmaligen Helden ist es, dass sie oft „was daraus gemacht“ haben, dass sie jemanden besonders Reiches geheiratet haben oder Vermarktungsagenturen gegründet haben, denen sie dann ihr Gesicht als Logo leihen. Es gelingt ihnen dann meist, in einer solchen „Experten“-Rolle bei den Fernsehprogrammen unterzukommen und gutes Geld dafür zu kassieren. Ob ihr geradezu mechanisches Dauerlächeln dabei förderlich ist und superprofessionell wirkt, mag dahingestellt bleiben. 

Samstag, 27. Januar 2018

Cogito, ergo sum

Unser Blick wurde auf den am Kirchenhimmel kämpfenden Satan gelenkt. Darunter die Figur des Cupido, was übersetzt die Begierde heißt, wie wir einst in der Schule gelernt hatten. „Geburt, Fortpflanzung, Tod“, der einfache Dreiklang des Lebens, - draußen, in der Welt vor dem Kloster. Eine Formel, in der die Evolution vonstatten geht. Ohne Moral. Unschuldig. Natürlich. Ob wir als Menschen uns wirklich davon distanzieren konnten? Im Christentum bedeutete dieses kreatürliche Leben die Erbsünde, jawohl. Die Tiefenpsychologie hatte uns zeitweilig gelehrt, dass der Prozess der Menschwerdung eine Bewegung des Sich-Bewusstwerdens aus dem Unbewussten, aus dieser natürlichen Unschuld heraus, auch ein Übernehmen von Verantwortung ist. Die ganze Bibel konnte so verstanden werden. Die ganze Menschheitsgeschichte. Ich bin schuld, ich weiß, was ich tue: „Cogito, ergo sum“, raunte leise die aufklärerische Philosophie im Hintergrund der Geschichte. 
(aus dem in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschriebenem Entwurf eines Romans) 

Freitag, 26. Januar 2018

Im Klo

Im Klo
In der Nebenkabine drückt und furzt es sehr verbissen, bis etwas auf Wasser klopft, hektisch Reinigung, Papier  dann berieben, das Geräusch tut weh, raues Papier klingt roh, man mag sich's nicht vorstellen und tut es doch unwillkürlich....

Geruch und Geräusch vermischen sich auf alltägliche ordinäre Weise, im Geiste kotzt man kurz ab, dann drückt ein Furz, eiserne Disziplin ist angesagt, wer könnte das sein? Wurde man selbst beobachtet, wie man in der Kabine verschwand? Wer so furzt und leicht gebremst stöhnt, der hört sich nicht gut an, das erschüttert und weckt unser Mitgefühl. Ob wir dem Kollegen Trost zuzusprechen versuchen? Es muss ein Kollege sein, das steht schon mal fest, die Bewegungen könnten typisch sein, haben wir ihn reingehen sehen, er war nicht da, als wir uns aufmachten, man macht sich Sorgen, Verdauung kann vieles zeigen, womöglich nicht genügend Abstand zu seiner Existenz, die sich in diesen hektisch herausgedrückten Winden offenbart, Leittiere furzen nicht so gedrückt, das klänge offensiver, selbstbewusster, das klingt nach Ärger hinunter gedrückt, mühsam weggedrückt. 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Vulkane

Der Vulkan Mayon auf den Philippinen rumort weiter. Ob er bald ausbricht? Wichtiges über Vulkane in Kürze: Vulkane und das, was von ihnen bleibt, bestehen hauptsächlich aus Basalt. Siliciumdioxid in der Lava verdickt sie. Vulkane fördern in jeder Hinsicht die Entstehung von Leben. Es sind zwei Prozent Kohlenstoffdioxid darin und ein Prozent Schwefelwasserstoff. Alles andere kommt in Spuren vor. Aber viele der darin vorkommenden Gase sind auch in kleinen Dosierungen für Menschen sehr giftig. Da reicht schon wenig.... Größtenteils besteht das austretende Gas jedoch aus Wasserdampf. Wichtig dabei ist!: Vulkane zerstören nicht nur, sondern sie produzieren alle wichtigen Bausteine des Lebens. So sind die frühe Erdatmosphäre und die Ozeane durch Vulkanismus entstanden.
Vulkane haben einst Wasser und Gas in den urzeitlichen Himmel gepumpt. Da die tektonischen Platten der Erde große Mengen von Wasser und Gas wieder ins Erdinnere zurück schafften, entstand eine Atmosphäre, deren Beschaffenheit für die Entstehung von Leben ideal war. So schaffen die Vulkane die Grundbausteine des Lebens. Alles Leben braucht Wärme, Wasser und energiereiche Nährstoffe. Auf der Erde sorgen dafür Vulkane. Wir leben in einer etwa 20 Grad warmen sauerstoffreichen Umgebung und halten alles, was davon abweicht, für extrem. Doch das ist nur so etwas wie Gewohnheit: Wir haben uns nur im Laufe der Jahrmillionen halt an unsere Umwelt angepasst. Schwefel dient bestimmten Bakterien als Nährstoff. Sie sind der Anfang des Lebens. Das gesamte Leben könnte so einem Vulkan entsprungen sein.
Typisch für vulkanische Aktivität sind Geysire. Anstatt Lava zu spucken, wie bei den normalen Vulkanen, entweicht bei Geysiren Grundwasser. Es wird tief unter der Erde durch eine Magmakammer zum Sieden gebracht. Wenn das Wasser heiß genug ist, kann es nicht mehr unter der Erde bleiben. Es strebt dann mit seiner ganzen Energie und sehr heiß zur Oberfläche, wie bei anderen Vulkanen. Kurz vor der Eruption bildet sich eine Wasserblase mit einer glasigen Kuppel.

Vulkane haben eine gewaltige Zerstörungskraft, schaffen aber auch die Voraussetzungen für Leben. Sie sind beides: Lebensspender und - Vernichter. Schlechte Perspektiven: In einer Milliarde Jahre könnte die Plattentektonik auf der Erde zum Stillstand kommen. Das wäre eine Katastrophe für alles Leben auf unserem Planeten. Plattentektonik und Vulkanismus sorgen für die richtige Atmosphäre. Sollte dies erstarren, würde die Erdatmosphäre von den Sonnenwinden mitgerissen und verschwinden. Die andere Möglichkeit: der Vulkanismus geht weiter und die Atmosphäre würde fortbestehen, freilich würde sie immer dichter und heißer. Höhere Lebensformen wie etwa der Mensch sie darstellt, würden unter solchen Bedingungen aussterben. Mikroben nicht. Hm. Das alles passiert aber erst in einer Milliarde Jahre.

Dienstag, 23. Januar 2018

Der letzte Fado (Text)

DER LETZTE FADO
Der letzte Fado schwimmt in Bier
der Wind treibt ein leise verottetes Flugblatt den Strand entlang
ein Hund bellt von Erlösung, Kinder rufen
die Wasser steigen, was soll's?
Die letzte Party hallt in virtuellem Kater/Keller
kurzfristig im Trendchannel bleiben
lieber nicht zu viel riskieren
Du bist ein Produkt
mit einer glanzlosen Verpackung
Du bist ein Produkt
Dich hat mal jemand gemacht
du machst etwas aus dir
Du hast dich gemacht
so wie du bist
eine Botoxspritze

achtlos in den Müll geworfen 

Sonntag, 21. Januar 2018

Shakti und Shiva

Der Vulkan Mayon auf den Philipinen brodelt. Ein Ausbruch könnte bevorstehen. Wann, das weiß man noch nicht. Was bedeutet das? Spätestens damals auf Hawaii bekam ich eine Ahnung von dieser Urgewalt. Wir gerieten in eine Prozession, die die Erdgöttin Pele feierte. Einserseits war uns das alles fremd, andererseits war's ja so konkret, wie etwas nur konkret sein kann. Es fauchte und rauchte im Schlund, in den die Leute Dinge hinunter warfen. Heute ist diese Erinnerung in jeder Hinsicht wertvoll für mich geworden. Es ist auch ein Sinnbild für die Schöpfung und Zerstörung, die hier naturhaft zusammenfällt. Vulkane haben womöglich den Menschen nach der Eiszeit ermöglicht. Vulkanerde ist die fruchtbarste überhaupt. Shakti und Shiva, Yin und Yang, - auch die Religionen haben einiges dazu beigetragen, die grundsätzliche Zwiespätigkeit dieses Phänomens besser zu verstehen. Jaja, wer im unmittelbaren Umfeld eines Vulkans lebt, wird wohl kaum solche grundsätzlichen Betrachtungen lieben. Aber gewisse „Naturvölker“ im pazifischen Feuerring begegnen dem Phänomen durchaus auf dieser Ebene, fühlen sich ein in eine Existenz mit dem Vulkan als Lebensspender und Vernichter. Wir hier neigen dazu, die Wissenschaft dagegen ins Felde zu führen. Bloß keine Unsicherheit! Vielleicht sind wir heute noch nicht an dem Punkt, der dies als tragfähig erscheinen ließe. Denn solche Gewalten sind nicht zu kontrollieren, sind viel zu groß und grundsätzlich dafür. Vielleicht wird man in Zukunft einen Ausbruch genauer vorhersagen können, was zeitnähere Evakuierungen nach sich ziehen könnte. Doch einstweilen müssen wir noch verharren und hoffen. Wir? Ja, wir! Denn wenn in Mitteleuropa der Vesuv ausbricht oder in den USA der Yellowstone, könnte die Lage für die gesamte Menschheit schwierig werden.

Samstag, 20. Januar 2018

Fritz und Johnny

Friedrich Schiller ist nur 46 Jahre alt geworden. 1759 in Marbach a. Neckar geboren, 1805 in Weimar gestorben. Schiller hat Jura studiert, war in der Militärschule, hat dann als Arzt gewirkt, er hat eine unbezahlte Professur für Philosophie in Jena gehabt, darüber hinaus hat er viel geschrieben. Sowohl Goethe als auch Schiller waren viel krank. Seit den späten 80er Jahren scheint Schiller nie mehr richtig gesund geworden zu sein. Er scheint so etwas wie Tuberkolose gehabt zu haben. Ein ganzer Lungenflügel ist irgendwann gar nicht mehr aktiv gewesen. Insofern hat er sich viel abgerungen. Ab 1794 waren Goethe und Schiller im engeren Sinne befreundet, also gerade mal 11 Jahre, in denen sie der deutschen Klassik ihre Form gegeben haben (unter anderem in ihrem Briefwechsel).
Schiller ging von Folgendem aus: Es gibt zwei Grundkräfte im Menschen: 1. der Verstand, die Vernunft. 2. der Stofftrieb, die Natur. Wir wollen alles so angenehm wie möglich, wir wollen fressen, saufen, ficken. Damit kommen wir aber nicht weit, so Schiller. Wir sind gezwungen, uns mit dem Zwang zur Moral auseinander zu setzen. Dieser nötigt uns geradezu dazu, obwohl wir die Freiheit haben, etwas ganz anderes zu tun. Er setzt den Spieltrieb dagegen, der uns zum Menschen werden lässt. Der Mensch muss spielen, dann wird er zum Menschen (ob er heutzutage wohl auf die „Gamescom“ gegangen wäre?). Es gilt, die Ganzheit des Menschen wieder her zu stellen. Der alte Schiller hat die Philosophie nicht um der Philosophie willen betrieben, einen anderen Verdienst als den ideellen (er hat dadurch tatsächlich nichts verdient!!!) hatte er nicht, sondern er war als Künstler auf die Philosophie angewiesen. Er wollte nämlich wissen: wieso empfinde ich überhaupt etwas als schön? Wie schaffe ich Schönes? Da gibt es einiges in der Natur, aber das ist determiniert, festgelegt durch die Naturgesetze. Was ist es, was der Mensch noch „veredelnd“ dazu bringen kann (das „Anmutige“)? Was sind die Maßstäbe, nach denen etwas schön ist?

Freitag, 19. Januar 2018

Auf der Jagd nach dem Selbst

Es scheint das Zeitalter der Selfies, der ständigen Selbstbeobachtung und das relativ verkrampfte Festhalten eines Moments, das für eine besonders designte Seite in sozialen Medien festgehalten werden soll. Es ist das Zeitalter der eigenen Body-Optimierung, des Styling eines selbstverliebten Bewusstseins und des Egotrips. Man will sich als etwas Einzigartiges, etwas ganz Besonderes fühlen und das auch inszenieren. Jedenfalls ist das das Bild, dem wir jeden Tag begegnen. Ob das der einstig propagierten „Selbstverwirklichung“ nahe ist? Ob da Crash-Kurse und Managerkonditionierung heranführen können? Um somit erfolgreicher zu werden? In dem „...er“ scheint mir das Problem zu liegen. Selbstverwirklichung selbst scheint mir als eine Art Steigerungstechnik in einem bestimmten Interesse eingesetzt zu werden. Menschen wollen auf diese Weise erfolgreicher, schneller, fitter, innovativer, kreativer und gesünder werden. Es soll eine Technik (!) in einer Wachstumslogik sein.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Kampf um Anzeige

Ein neues Fieberthermometer, das ist genau, was ich brauche. Sofort gekauft. Immer wenn das „konventionelle“ nicht zur Hand ist, ich es nicht finde und deshalb mal wieder ein ganz neues kaufen muss, denke ich, dass ich unbedingt eins brauche. Also jetzt eins, das speichern kann, an der Stirn und im Ohr spielend leicht abliest. Ablesen soll. Denn erst mal bin ich resigniert an der Aufgabe, das Ding überhaupt aufzupacken. Ich hatte es in das Medikamentenschränkle versenkt, mit der Vorstellung, es dann aufzupacken, wenn ich es brauche. Nun ja, Garantie- oder Rückgabeanspprüche könnten dann längst passé sein: Stimmt. Aber ich will das in Kauf nehmen, das Teil wird schon funktionieren. Aber irgendwann packt es mich doch: ich sollte das Ding vielleicht studieren und es mir zugänglich machen, so lange ich klar bei Geiste bin. Im Fieberwahn werde ich es kaum zusammenbringen. Also mache ich mich dran: erst mal das dicke fette Plastik, das aufzuknacken gar nicht so leicht ist. Schon bei anderen Gelegenheiten musste ich die Erfahrung machen, das das in einem Blutbad enden kann, weil dies Plastik nämlich so massiv ist, dass man es mit normalen Scheren kaum auf bekommt. Gerade solche Hersteller für medizinisches Equipment machen solche Fehler! Es müsste sich eigentlich bis zu denen herumgesprochen haben, dass wir solches Plastik nicht wollen, dass es die Weltmeere versaut und uns dauernd zum Gang zur Mülltonne treibt. Aber nein, wir ärgern uns, haben das Ding aber schon gekauft. Beim Schneiden aber bloß nichts beschädigen! Da ist ein „Manual“, also ein Bedienhandbuch, dessen Lektüre ich besonders hasse und als bloßen Zeitverlust betrachte. Bevor ich mit irgendetwas loslege, also erst das Manual studieren! Tausend allgemeine Vorbemerkungen, die alle ziemlich wichtig sein mögen und den Hersteller gegen tausend rechtliche Gefahren schützen sollen, ärgern mich schon wieder. Ich will kurz und knapp wissen, wie das Ding funktioniert, fühle mich aber hin gehalten in diesem Bestreben. Nun versuche ich, intuitiv das Ding in Gang zu bringen. Klappt nicht. Wird wirres Zeug angezeigt. Also genau nach Bedienungsanleitung. Ich verzweifle, kriege es auf diese Weise auch nicht hin, rufe Youtube auf und will es mir per Video erklären lassen. „Stellen Sie die Uhrzeit wie in der Bedienungsan,leitung beschrieben ein“ heißt es hier. Verdammt! Hilfe, ich scheitere bereits an diesem Schritt. Das Gerät empfiehlt sich auf der Packung mit einer besonders gut verständlichen Bedienungsanleitung...nur bei mir klappt es nicht. Was bleibt, ist Zynismus und Kampf. Ich mache wohl eine Stunde lang herum, zweifle an mir selbst und will mich nicht durch einen Anruf bei der Hotline als Oberdepp offenbaren. Also gebe ich partout nicht auf, versuche alles, immer weiter und habe das Ding schließlich eingestellt, dass es etwas misst. Ob das allerdings das ist, was ich messen will, weiß ich nicht genau. Ich rede es mir ein, gebe auf und lege das Ding beiseite.....ich habe genug davon. Was nun? Das alte suchen? Klare Richtwerte? Nein, ich will nichts mehr davon wissen.....

Mittwoch, 17. Januar 2018

Duft als Werbestrategie

Ob Menschen nur mit der Nase riechen? Rezeptoren gibt es auch an Hoden, - Wow! - Spermien können riechen. Eizellen gehen Geruchsstoffen nach. Inzwischen hat sich ja durchaus die Erkenntnis verbreitet, dass tief verborgene Erinnerungen und Gefühle am mentalen Zentrum vorbei direkt ins Unbewusste gehen. Im limbischen System entstehen auf diese Weise Gefühle wie beispielsweise Erinnerungen, d.h. sie dringen in uns. Aber nur ein geringer Teil davon schafft es ins Bewusstsein. Diese Mechanismen will sich natürlich auch die Werbung zunutze machen. So schaffen Gerüche bestimmte Kaufbereitschaften. Oder allgemeiner: Bestimmte Geruchsstoffe können eine ganz bestimmte Wirkung haben. Dabei können etwa Pheromone eine sehr anziehende Wirkung haben. Pheromone sind Botenstoffe, die nicht nur Menschen aussenden, wenn sie Zuneigung verspüren. Dadurch wiederum soll sich die Empathie und Großzügigkeit erhöhen. Dadurch ergeben sich viele Anwendungen, die in der Geschäftswelt Sinn machen. Viele Branchen versuchen sich dies zunutze zu machen und machen dies zum Bestandteil globaler Vermarktungsstrategien. Dort wo sich Konsumenten konzentrieren, wird mit Düften experimentiert. Viele Unternehmen wollen etwas ansprechen und für sich nutzen, was tief im Menschen steckt. „Positiv beeinflussen“ könnte die Devise dabei lauten, es gilt, das Empfinden für ein bestimmtes Preis/Leistungsverhältnis auf diesem Wege zu verbessern, Krisensituationen lockerer zu bewältigen. Es geht darum, dass sich Menschen in bestimmten Unternehmen wohl fühlen sollen, was die Sympathiewerte erhöht. Dass diese Unternehmen meist große Unternehmen sind, mag nicht sehr überraschen.  

Sonntag, 14. Januar 2018

Auf der richtigen Seite sein

Da läuft ein Nachwuchspolititiker der CDU herum und dröhnt überall, wie toll doch Deutschland sei, - und überhaupt: Die Kritiker sollten das nicht immer schlecht reden. Der Polit-Emporkömmling hat es gut, der ist durch eine Parteikarriere abgesichert und in hohe Staatsämter gelangt: Pensionen in nicht unbeträchtlicher Höhe sind da zu erwarten. Zahlungen, Status usw. Ob er die Realität außerhalb (manipulierter) Zahlen etwas kennt? (Na klar, so wird er antworten. In seiner Bürgersprechstunde glaubt er sie dauernd kennenzulernen...). 
Praktiziert wird hierzulande Steuervermeidung in ganz großen Stil, an der (wie zuletzt die „Paradise Papers“ belegten), oft genug auch seine Kaste beteiligt ist. Das Rentensystem ist im europäischen Vergleich unterirdisch, es droht massive Altersarmut. Das Gesundheitssystem beklagt massive Probleme im Bereich der Pfleger. Bessergestellten scheint es da, ganz im Sinne einer neoliberalen Logik, besser zu gehen: kein Wunder, sie haben ja auch eine wirksame Lobbyvertretung. Die soziale Spreizung, ohnehin weit fortgeschritten in diesem Land, verschärft sich immer weiter. Der ländliche Raum verkommt massiv, weil eine „lebendige Urbanisierung“ betrieben wird, in der die weniger Betuchten keine Chance haben. Der soziale Wohnungsbau hinkt weit hinter dem Bedarf zurück (er wurde ja auch über Jahre hinweg vernachlässigt...), - was nicht zuletzt denjenigen Recht zu geben scheint, die sich nicht unbedingt im Zitat „Wir schaffen das“ aufgehoben fühlten (wer ist eigentlich "Wir"?) und ahnten, dass eine gewisse Bevölkerungsschicht die Folgen der ungezügelten Menschlichkeit im Opportunimus zu tragen haben würde. Die Infrastruktur in diesem Land zerbröckelt. Dass Brücken und Straßen saniert werden müssten, scheint sich inzwischen herum gesprochen zu haben. Ein Konzept für die Digitalisierung der Arbeitswelt, das über die Bereitstellung von Laptops in Schulen und eine bessere Breitbandverkabelung hinaus geht, wird schmerzlich vermisst. Auch hier könnten sich im hoch gelobten Land noch massive Probleme auftun. Ja klar, es geht auch schlechter: Wir leben zumindest nicht im Krieg. Korruption scheint eingedämmt. Hungern muss - nach "offiziellen" Aussagen - niemand. Ob das alles ein Grund zur Selbstzufriedenheit ist?    

Dienstag, 9. Januar 2018

Zweifel (Lyrik)

ZWEIFEL


EINMALIG bin ICH auf dieser Welt, gewiss
dasselbe denkt im Moment ein ANDERER
einer, der morgens den Kaffee genießt,
der immer irgendeine Melodie im Kopf hat
der sich manchmal fragt, warum er ist (isst?),
der hin und wieder versucht, den Verstand zu gebrauchen
und gleichzeitig nicht zu missbrauchen,
der Pete Townsend mag und Marylin Monroe, und.......
der faul ist und auch schon mal die Welt retten wollte....


ZWEIFEL?


Du hast dich zuviel schon vergeudet
und fragst dich: hab' ich nur schlecht geträumt?
Wachst manchmal auf, nur um dich gleich wieder umzudrehen,
gibst dich manchmal hart
aber es gelingt dir, nicht, zu überzeugen


ZWEIFEL?




Ein Kuss, Gewehre, Hast und Motoren
falsche Rosen, Pillen gegen hohlköpfige Lügen
eine Suche dazwischen
Hass und Friedhofsruhe
Lächeln für einen Moment
nach uns



ZWEIFEL?

Sonntag, 7. Januar 2018

Was wäre Wirklichkeit?

Schon Teenager lassen sich Nase und Lippen richten, üben sich im Tarnen und Täuschen, wollen sich verstellen zu anderen Identitäten. Heraus zu finden, wer man selbst ist und gar auf den warten, der das akzeptiert, könnte zu lästig sein. Man kann ja nachhelfen, es kann schneller und besser gehen. In Richtung auf vorgegebene Ideale. Und man hat mächtige Freunde. Maschinen als „Freunde“. Roboterfreunde. Ob Roboter nicht schon bald schlauer als wir selbst sind? Programmierte Einheiten? Erst mal gilt es, abzudriften in bessere Welten.
Die Virtual Reality-Brillen scheinen ja bis jetzt nicht gerade der große Schlager zu sein. Aber sie holen auf. Sie werden eines Tages mit ihren genussvollen Angeboten voll da sein. Erschwinglich. Für jeden. Brillen für alle, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen wollen und sich lieber in Realitäten herumtreiben, die andere für sie ausgedacht haben. Naja, die Gamingindustrie hat sich dies schon längst zum Vorteil gemacht und nutzt das nach allen Regeln aus. Illusionen zu verkaufen ist ohnehin ein altes Gewerbe. Menschen scheinen ja leicht zu manipulieren sein. Die Art, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Wir unterscheiden und differenzieren das, was uns als wichtig erscheint. Berühmt ist in diesem Zusammenhang das Beispiel mit den Hopi-Indianern, die andere Zeitbegriffe als wir haben und die Zeit auch anders wahrnehmen. Aber auch an anderen „Naturvölkern“ sind solche sprachlichen Mechanismen nachzuweisen. Über die Augen und Sinne empfangen wir immer dieselben Reize. In der anschließenden Verarbeitung könnte allerdings die Sprache und die Art unserer Wahrnehmung der entscheidende Faktor sein. Die Realität könnte im Auge des Betrachters liegen.
Viele Beispiele aus dem Bereich der optischen Täuschungen sind uns diesbezüglich ja bekannt. Unser Gehirn ist programmiert durch immer wiederkehrende Prozesse. Es rechnet sie sich mit der Zeit mehr aus, als dass es sie wahrnimmt. Es hat eine bestimmte Art der Realität „gelernt“ und sie sinnvoll strukturiert. Unser Gehirn versucht, aus allem, was wir sehen, Sinn zu konstruieren. So können die Grenzen zwischen Wirklichkeiten auf einfachste Weise verschwimmen. Das menschliche Gehirn hat ja die besten Voraussetzungen dafür, sich täuschen zu lassen. So kann auch eine Virtual-Reality-Brille die Kontrolle über die Realität übernehmen. Diese Teile ziehen uns in ihre Bilderwelten. Man ist erstaunt, hat Angst, ist erschrocken oder erfreut - man erlebt etwas.

VRBrillen sprechen Sinne an, die älter als unser Großhirn sind. Das heißt, sie gehen am Verstand vorbei. Es gilt, Erfahrungen zu machen, ohne sie wirklich zu machen. Wirklich? Was ist Wirklichkeit? Sie scheint auf solche Weisen beliebig manipulierbar zu sein, schöngefärbt, gebogen, verbogen, in bestimmte Richtungen geführt. Der neueste Trend? Avatare. Also künstliche Doppelgänger, Identitäten, in die wir uns hinein- und hinaus geträumt haben. Irgendwann glauben wir tatsächlich an die Realität, die solche Avatare umgibt, egal, wie das Erlebnis zustande gekommen sein mag. Unser Stellvertreter macht Erfahrungen, mit denen wir uns identifizieren. Die Vermischung von Realität und Vorstellung davon wird perfekt sein. In sozialen Medien könnte das bald gängige Praxis sein: man schickt einen Avatar zu abenteuerlustigsten Verabredungen mit anderen Avataren. Sich in einen solchen Stellvertreter hinein zu versetzen, wird erstaunlich gut funktionieren und uns mit allen Mitteln (vor allem der Werbung mit allen Mitteln....wir kennen das ja) schmackhaft gemacht. Nachdenken oder Grübeln? Wird verschwinden. Wir sind auf dem Weg. Weg aus der analogen Welt. Hinein in eine Schöne Neue Welt.... 

Samstag, 6. Januar 2018

Künstliche Intelligenz (8)

Ich lese, dass der Silicon-Valley-Star Anthony Levandowski eine Kirche zur Anbetung von Künstlicher Intelligenz gegründet hat. Lewandowsy soll entscheidend an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos beteiligt gewesen sein. Aber klar, es geht hier um die Anbetung eines neuen überirdische Wesens, das unsere Möglichkeiten (weit) übersteigen soll. Es geht nicht mehr um das Dienen, um das Ausführen. Es geht um Imitation des menschlichen Geistes, mit all seinen bisher dem physischen Leben vorbehaltenen Resonanz- und Rückkopplungseffekten. Es geht hier um Macht und Unterwerfung. Da der Mann, der sich selbst auch gleich mal als „Dekan“ der neuen Kirche ausruft, im Silicon Valley in den USA wirkt, war der Schritt zum Pseudoreligiösen ja überfällig. In den USA gibt es aus grundsätzlichen Gründen der Verfassung (sie verspricht totale Freiheit!) und der Historie (die einstigen Auswanderer waren oft Flüchtlinge vor europäischer religiöser Engstirnigkeit) viele Sekten. Und es sollen Roboter gebaut worden sein, die in der Lage sein sollen, ohne Einwirkung des Menschen Roboter-Babys zu züchten, die ihren Eltern intellektuell über den Kopf wachsen - und vielleicht bald die Herrschaft über unsere Wirklichkeit übernehmen könnten? Es soll sich, wie ich mir notiert habe, um ein vorläufig in der Objekterkennung eingesetztes Programm namens AutoML handeln, das durch bestärkendes Lernen in der Lage ist, autonome Formen von KI zu erschaffen. Es mischt sich Angst, das Gefühl von Bedrohung und Entmächtigung, das Gefühl eines Ausgeliefertseins.... Das alles scheint sehr dunkel und ganz offensichtlich dazu geeignet zu sein, uns zu überrumpeln, stärker und klüger zu sein, - aus sich selbst heraus. Das strebt über den Punkt hinaus, ab dem die Menschheit in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit gegenüber Algorithmen unwiderruflich ins Hintertreffen gerät. Sie verkauft es als etwas Erstrebens- und Anbetungswürdiges.

Freitag, 5. Januar 2018

Vorsätze

Die guten Vorsätze zu Neujahr werden doch nicht heute schon überflüssig geworden sein? Nichtdoch! Stress vermeiden, besserer Umgang mit den Ressourcen, mit der Umwelt, mehr Zeit für sich selbst, mehr Zeit für Familie und Freunde, weniger fressen, mehr Bio, mehr Bewegung und Sport, sich mehr um andere Menschen kümmern....? Ach ja, dann aber mal ran! Oder jetzt schon erlahmt? Müde geworden?
Oder bringt es auch Genuss und Spass, das Richtige zu tun? Ob es mehr gilt, den eigenen Weg zu finden? Den Mittelweg zwischen den Extremen? Das Maß? Muss dazu Verzicht geleistet werden?  Es kommt wohl darauf an, von welchem Niveau aus und mit welcher Einstellung. Dürfen wir uns unsere Fehler eingestehen? Ist alles nur eine Sache des Willens? „Nur“? Oder der „Haltung“? Ist das alles politisch überhaupt umsetzbar und zu verallgemeinern, oder gilt nur das, was jeder in seiner kleinen Umwelt kann? Ob man mit seiner Einstellung unbedingt andere Leute missionieren sollte, oder man ihnen damit mehr auf die Nerven geht? Fragen über Fragen, die wir uns zuerst zu beantworten versuchen sollten, ehe wir Vorsätze fassen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Werbung für die Demokratie

Komm lass uns voran gehen und Werbung für die Demokratie machen! Nicht, indem wir den Lobbyisten und Interessenverbänden Einfluss gewähren, nicht, indem wir den Banken freien Lauf lassen und nicht, indem wir dauernd Bürgerrechte einschränken im offiziellen Interesse der Terrorismusbekämpfung. Lass uns stolz sein und solche Aktionen nicht nötig haben! Wir entscheiden! Lass uns die Demokratie weiterentwickeln und sie in mehr und Bereiche hinein tragen! Transparenz wäre wichtig, wissen, wer was in welchem Interesse entscheidet. Jämmerlich, diese Autokraten überall, die ihr Volk überrennen und es maltraitieren, die sich dafür anbeten lassen und dem Führerkult huldigen, indem sie ihre persönlichen Eitelkeiten und ihre Gier nach Geld befriedigen! Was für elende Wichte! Die Freiheit des Einzelnen wäre von uns dagegensetzen, die Freiheit, sich selbst zu bestimmen und zu verwirklichen, auch gegen den Staat und seine Bürokratie! Das Böse im Menschen erkennen, aber versuchen, damit umzugehen...., das könnten wir auf diese Art relativ easy. In dem Wissen, dass es ein Rechtssystem gibt, dem wir alle gleichermaßen ausgesetzt sind und das versucht, alle gleich zu behandeln. Das im Zweifelsfalle auch durchgesetzt wird. Um das Ungenügen wissen, von uns, von den anderen, vom Staate. Kompromisse eingehen, als Methode, mit anderen und anderen Meinungen umzugehen. Wir brauchen keine künstlichen Identitäten, haben an uns selbst schon genug zu tun! 

Dienstag, 2. Januar 2018

Flöte (Ludwig Tieck, Lyrik)

Flöte

Unser Geist ist himmelblau,
Führt dich in die blaue Ferne,
Zarte Klänge locken dich
Im Gemisch von andern Tönen.
Lieblich sprechen wir hinein,
Wenn die andern munter singen;
Deuten blaue Berge, Wolken,
Lieben Himmel sänftlich an,
Wie der letzte leise Grund

Hinter grünen frischen Bäumen.

Ludwig Tieck

Montag, 1. Januar 2018

Küken schreddern

Männliche Küken legen keine Eier. Pech gehabt! Müssen geschreddert werden. Laut hiesiger Jurisprudenz verstößt das Töten von 45 Millionen männlichen Küken nicht gegen den Tierschutz, weil die Aufzucht dieser Küken einen unverhältnismäßig großen Aufwand bedeuten würde und nicht rentabel sei. Die männlichen Küken sind sowieso auch noch teurer in der Aufzucht, weil sie mehr fressen. Ausgewachsene Hähne der Legehennenrassen seien nur Produkte für eine kleine Absatznische. Die Tötung der Küken seien also Teil der Verfahren zur Versorgung der Bevölkerung mit Eiern und Fleisch. Und das möglichst billig und in Massen. Ob das ethische Aspekte hat? Ob uns das ankotzen würde, wenn wir an der Fleischtheke stehen? Allein schon der Gedanke an Schlachthöfe und Massentierställe.....Igitt! Ob wir uns alle daran gewöhnt haben, wenn Skandale aus der Massentierhaltung bekannt geworden sind? Wenn das alles in einer massenhaften Abschlachtung geendet hat? Wenn der „Normalzustand“ zu einer Qual für die Tiere würde?