Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Donnerstag, 23. März 2023
SUV (2)
Wie geht’s im Parkhaus zu? Da steht ein SUV neben dem andern, teilweise sogar auf 2 Parkplätzen, was die Platzknappheit krass dokumentiert. Ob das jetzt immer so weiter geht? Ob fette SUVs als besonders umweltschonend gelten, obwohl sie mit riesigem Platzbedarf und einer ebenso großen Batterie ausgestattet sind? Stoßen kein CO2 aus. Auch in der Herstellung? Aber auch „ganz normale“ Autos scheinen immer größer und ausladender geworden zu sein. Man schaue sich die neueste Generation nur daraufhin an! Ob die Konzerne am Ende auch damit verdienen, dass die ganze Flotte erneuert, bzw. auf Elektromobilität umgestellt wird. Was wohl danach kommt? Wenn dieser Effekt verpufft ist? Dann werden halt die E-Kisten alle exportiert, so die gängige Meinung. Am besten, auch in afrikanische Wüsten. Ob da die nötige Infrastruktur geschaffen sein wird? SUVs und Geländewagen. Was wohl da der Unterschied ist? Für „kleine Leute“ ohnehin unerreichbar. Und für die Leute in der „Dritten Welt“? Lastwagen? Manche der neuen E-Mobile sind annähernd so schwer wie LKWs und sind mit ihren riesigen Antriebsaggregaten wahre PS-Giganten. War man allzu idealistisch, als man einmal in tiefer Vergangenheit dachte, es müsse einen Trend zum „Downsizing“ (also zum bescheideneren Auto) geben?
Samstag, 31. Oktober 2020
Geldtransfers
Unsere Städte veröden
sichtlich. Doch wer sind die Akteure? Manche kaufen Restaurants,
Hotels, Häuser. Eine Gesellschaft im Ausland haben sie zuvor längst
gegründet, in einem Steuerparadies. Sie kaufen eine Immobilie und
zahlen mit „sauberem“ Geld. Solche Immobilien verkaufen sie dann
der ausländischen Gesellschaft, - also ihnen selbst. Indem diese
Gesellschaft dies dann wieder auf dem „Markt“ verkauft,
transferiert sie das Geld wieder zurück an den Ursprungsort. So wird
auf der ganzen Welt Geld gewaschen und verteilt. Wenn du schmutziges
Geld aus dem Ausland wieder ins Land zurück bringen willst, musst du
lediglich das verkaufen, was du dir dann selbst für das Doppelte
zurück verkaufst.
Die
Steuerparadiese sind Orte, an denen sich legaler und illegaler
Kapitalismus treffen.
Vermögende
jeglicher Art haben einen Teil oder ihr ganzes Vermögen in
Steuerparadiese geschafft. Banken haben ihnen dabei geholfen. So
vermischt sich alles. Was wird aus diesem Geld? Es wird in
Unternehmen, Hotels, Kunst, Fußballmannschaften oder Geschäfte
investiert. Sein Ursprung lässt sich nicht mehr zurück verfolgen.
Die großen amerikanischen Finanz- und Tech-Konzerne suchen vor allem
Orte, an denen sie wenig Steuern zahlen müssen. So zahlt mancher
Arbeitnehmer 60 % Steuern, während solche Konzerne mit einstelligen
Steuerzahlungen davon kommen.
Sonntag, 1. September 2019
Segnungen der Digitalisierung
Es langweilt einen geradezu.
Immer und immer wieder ist von der Digitalisierung die Rede. Welche
Segnungen sie über uns bringt. In der Medizin können Krankheiten
und pathologische Abweichungen im Voraus erkannt und korrigiert
werden. Jaja. Schon jetzt führen Übersetzerprogramme zu einer großen
Verständigung zwischen den Sprachen. Haha. Autos haben mit ihrer Betrugssoftware schon mal den Anfang gemacht. (Ja muss denn eigentlich immerzu von Autos die Rede sein? Geht es nicht vielmehr um Mobilität…? um
Energiebilanzen, denen auch die hochangepriesenen Elektroautos nicht
immer zu entsprechen scheinen, wie ist überhaupt die Datenlage, der
eine behauptet dieses, der andere jenes… und alles bleibt „auf
dem Markt“) Jaja, digitale Überwachung aus der Ferne. Nachdem die Misere durch Optimierungssysteme auch in uns selbst herbei geführt wurde. Überwachung vom Arzt?
Oder vom Staat? Schnell reagieren und Leben retten? Bezahlsysteme?
Gesellschaftliche Teilhabe? Man soll halt alles positiv sehen.
Alleine schon, dass so viele Personen davon ausgehen, dass „das
kommt“ , finde ich fragwürdig. Es scheint in diesem Verständnis
so, als würden solche Entwicklungen gottgegeben vom Himmel
fallen….. ob nicht eine Zeit begonnen hat, in der wir selbst
entscheiden sollten, was wir wollen und was nicht? Europäische
Datenschutzbestimmung oder außereuropäischer Zugriff als
Selbstverständlichkeit. Datenkonzerne und Staatsagenturen.
Innereuropäische Versicherungsbestrebungen als Sicherung der
Leistungen gegenüber dem Klienten? Wir sollen Daten rausgeben, das
ist klar. Ob sie eines Tages gegen uns verwandt werden? Wer
garantiert uns, dass sie nicht in falsche Hände geraten? Dass sie
hinter unserem Rücken gesammelt und dann mit Algorithmen in einem bestimmten Interesse strukturiert werden? Die Fragen liegen offen auf dem Tisch….und
langweilen uns langsam. Was kommt?
Donnerstag, 7. März 2019
Strategien der Globalisierung
Es kommt mir so vor, als sei
es Strategie von Konzernen: 1.) Konkurrenz ausschalten durch
Aufkaufen und Fusionen (keineswegs, wie früher, durch
Mafiamethoden….). 2.) Macht ausüben, indem man im neu entstandenen
Gebilde klar bestimmt, Synergieeffekte" hebt und mit dem Wert „Arbeit“ nach Belieben
hantiert 3.) An Preisschraube drehen. Es kommt mir so vor, als würde
man den gesamten Prozess „Globalisierung“ nennen. Hierzulande
wird stets betont, dass darin auch Chancen liegen würden. Doch für
eine bestimmte Bevölkerungsgruppe scheinen diese „Chancen“
unerreichbar, sie scheinen einer anderen Welt anzugehören, in der es
einem bestimmten Teil der Bevölkerung „gut“ und „immer besser“
geht. Es wird dann gerne auf die Arbeitslosenquote verwiesen, die
freilich nicht die Anzahl der prekären Jobs beeinhaltet.
„Sozialversicherungspflichtig“, so wird gerne betont. Doch gerade
darin scheint es mir riesige und immer größer werdende Unterschiede
zu geben, die diese Gesellschaft prägen. Dass darin ein Protest
entsteht, gefällt mir an den sogenannten „Gelbwesten“ in
Frankreich. Sich von einigen Gewinnern nicht mehr sagen zu lassen,
dass man alles falsch gemacht habe und dass man es sich selbst
zuzuschreiben habe, dass man ins Prekäre abgerutscht sei. Dass sich
die 25 bis 30 unteren Prozent der Gesellschaft nicht mehr gegenseitig
ausspielen lassen wollen, Kohlekumpel gegen Umweltschützer zum
Beispiel, oder auf dem „Land“ Lebende gegen Stadtbevölkerung. Dass man sich auch nicht von „Bewegungen“ gegenseitig ausspielen
lassen will, die erst mal in Wahlen die etablierten Parteien ablösen,
später in der überall statt findenden Einflussnahme. Dass viele
Menschen trotz Job nicht mehr davon leben können. Dass dauernd Jobs
verloren gehen und sich das mit den „Erfolgsmeldungen“ der
Arbeitsagenturen mischt. Ob diese „Erfolgsmeldungen“ gefärbt
sind? Ob sie nach bestimmten Kriterien hervor gehen? Ja klar geht es
uns in Mitteleuropa glänzend im Vergleich zu…..es kommt halt immer
auf das Niveau an, von dem alles ausgeht. Klar geht es jemand in
Deutschland besser als z.b. im Jemen oder in Somalia. Ob man das so
direkt miteinander vergleichen kann?
Mittwoch, 14. November 2018
Reflektionen über Wachstum
Ich war die vergangene
Zeit viel auf Autobahnen und im Verkehr allgemein unterwegs. Es gab
den Sonderbericht des Weltklimarats, es gab Gerüchte um die
Einführung einer CO2-Steuer. Ich war jeden Tag unterwegs, blickte in
diese oder jene Realität: Folgen waren nirgendwo sichtbar. Alles
ging einfach so weiter. SUVs drückten und drängten, soffen Diesel
und überholten. Ich geriet in viele „rote Wellen“, was bedeutet,
dass ich gezwungen war, an nahezu jeder Ampel anzuhalten und auf ein
Signal zu achten, was mich sodann konsequent versuchte, mich in eine
Abzockfalle zu locken. Das alte Spiel. Der Staat präsentiert sich
seinen Bürgern als der schlimmste aller Konzerne, weil er glaubt,
auf vielen Bereichen ein Monopol anzustreben zu sollen. Dies solle
ihm erlauben, ökologische Anliegen durchzusetzen, so die offizielle
Begründung. Wenn diese Anliegen bloß vernünftig wären!
Beispielsweise eine CO2-Steuer würde im existierenden
Wirtschaftssystem wieder mal nur die Armen treffen, weil sich reiche
Mitbürger solche Steuern locker aus der Portokasse leisten würden,
arme Bürger aber nicht. Wir müssten irgendwann anfangen, über
unser Wirtschaftssystem neu nachzudenken. Solche Umverteilungen sind
keineswegs gottgegeben, auch wenn das immer so dargestellt wird. Das
Wachstum als der heilige Gral der Wirtschaftslehre hat ausgedient,
der Profit als Treiber allen Fortschritts hat versagt. Wir steuern
auf den Abgrund zu, den freilich niemand so recht wahrhaben will.
Technologie verspricht immer noch Lösungen, die alle zu spät kommen
werden, um unseren Planeten zu retten. Das sehen viele Leute am
Horizont und nehmen es gerne als Ausrede, nichts ändern zu wollen.
Sonntag, 17. September 2017
Mensch und Tier (3)
60 % der Böden werden für
die „Erzeugung“ von Tierfutter benutzt. So sagen zumindest
gewisse Untersuchungen. Den Hunger in der Welt bekämpfen und auch in
Zukunft für ausreichend Nahrung sorgen, sagen die großen
Nahrungsmittel- und Düngemittelkonzerne.. Dass sie dabei zu
allerhand Tricks greifen und unter dem Mäntelchen der Freien
Marktwirtschaft profitable Monokulturen in sich entwickelnde
Volkswirtschaften hochziehen wollen, das sagen sie nicht. Die Politik
sagt nicht, dass genau das als neue Entwicklungspolitik verkauft
werden soll, weil ja die alte, staatliche, so gar nichts Positives
bewirkt habe. Dass auf diesen 60 % der Böden auch Getreide für
Menschen statt kurzfristig profitablen und genmanipulierten Mais für
die Massentierhaltung angebaut werden könnte, - oder gar Gemüse, -
das sagt die Politik nicht. Massentierhaltung (oder die sogenannte
und selbstbenannte „Intensivtierhaltung“) der Teile der Politik
im Interesse einer so verstandenen „freien Mrktwirtschaft“ so
nachhängen, muss im Interesse unserer Mitgeschöpfe abgeschafft
werden. Nun ja, so hängt alles mit allem zusammen. Das Tierwohl? Wer
mit Tieren umgehe, habe ihren Bedürfnissen Rechnung zu tragen, und,
so weit es der Verwendungszweck zulasse, für ihr Wohlergehen zu
sorgen. Niemand darf ohne einen vernünftigen Grund einem Tier
Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen, es in Angst versetzen oder
in anderer Weise sein Würde missachten“. So sagen die meisten
europäischen Tierschutzgesetze und ergehen sich dabei in wunderliche
altmoralisch dehnbare Formulierungen. Dass einen dabei auch nur in
oberflächlichster Erkenntnis gewisser tierhalterischer Verhältnisse
ein leichtes Grinsen überkommt, wird meiner Ansicht nach zu leicht
akzeptiert. Wer ist angesichts dessen der Fürsprecher von Tieren,
welche Lobby haben sie bei der Politik, wer könnte so etwas
einklagen?
Donnerstag, 31. August 2017
Wirtschaft und Politik
„Man muss eine Rampensau sein“ rät Altkanzler
Schröder seinem SPD-Nachfolger Schulz für den Wahlkampf. Dazu
hampelt er in möglichst volkstümlich-populistischen Posen umher,
wie wir sie von Trump kennen. Ob das heißt, dass man bereit sein
solle, dem Wahlvolk ein X für ein U vorzumachen? Ob er seinem Schulz
damit einen Bärendienst erwiesen hat? Schröder himself will jetzt offenbar dem Verwaltungsrat der russischen Olfirma Rozneft gegen gutes Honorar vorstehen. So etwas
hat Tradition in der SPD: Clement (RWE), sowie der bisher letzte
Kanzlerkandidat, Peer Steinbrück (ING-Berater) scheinen in dieser
Richtung schon mal „voRWEg“ gegangen zu sein. Dabei hat sich doch
in letzter Zeit klar erwiesen, was eine allzu große Nähe zwischen
Wirtschaft und Politik ergibt. Der Dieselskandal und all die
Begleitskandale mögen da Beleg genug sein. Beispiele aus der
Automobilindustrie? Eckart von Klaeden (CDU) war Staatsminister im
Kanzleramt und ging 2013 als als Cheflobbyist zu Daimler, Thomas Steg
war Vize-Regierungssprecher und im Jahr 2009 Wahlkampfberater der
SPD, ehe er 2012 als Cheflobbyist zu Volkswagen wechselte, Martin
Jäger von der CDU war 2004 bis 2005 Referatsleiter im Kanzleramt und
2005 bis 2008 Sprecher des Auswärtigen Amtes, ehe er zu Daimler
wechselte, um dort den Cheflobbyisten von 2008 bis 2013 zu geben.
Seit 2016 ist er nun Staatssekretär im Innenministerium
Baden-Württemberg. Wem das wohl genützt hat? Den Konzernen? Ob sie
dadurch bei der Elektrifizierung des Autos vorangekommen sind?
Freitag, 30. September 2016
Mittwoch, 14. September 2016
"Schmieren und kassieren"
„Erst schmieren, dann kassieren“: dieser griffige
und heute morgen im TV gehörte Satz hallt mir noch in den Ohren. Es
ist sicher ein großer Beitrag zur Diskussion der allgemeinen
Grundwerte, der Leitkultur, des christlich-abendländischen
Wertekanons und ähnlicher zu gegebener Zeit angezettelter Debatten.
Beckenbauer soll angeblich erst die notwendigen Stimmen der oft
korrupten FIFA-Herren gekauft haben. Danach schwang er sich wohl
publikumswirksam auf sein Ehrenamt zur Organisation des
„Sommermärchens“. Jetzt kommt offenbar heraus, dass es sich
wohl doch nicht so ganz um ein lupenreines Ehrenamt gehandelt haben soll. Ein
paar Millionen Honorar sollen angeblich doch geflossen sein. Erst
vor der Öffentlichkeit und dann vor dem Finanzamt sollen sie verheimlicht
worden sein, so heute morgen die Medien. Unglaublich, wenn das
wahr wäre, würde sich die „Lichtgestalt“ aufs Wirksamste selbst
demontiert haben. Nach und nach. Denn wer nähme mittlerweile noch an, dass dies das
Letzte ist, was herauskommt? Salamitaktik ist ein offenbar allzu
ausgiebig praktiziertes Rezept in der PR-Branche. Es nutzt sich
allmählich ab.....Wo leben eigentlich diese Leute? Kriegen sie nie
genug, selbst wenn sie schon viel haben? Dazu passt, dass der Deal
zwischen Bayer und Monsanto angeblich bald perfekt sein soll.
Angeblich. Nachdem Bayer seine Offerte noch einmal erhöht haben
soll.
Dass die Firma Monsanto einen moralisch recht zweifelhaften Ruf hat, dass sie in viele Dinge verwickelt sein soll, die die „Deutschen“ nicht gerne hören oder lesen, macht der übernehmenden Firma offenbar nicht viel aus. Irgendwelche PR-Fritzen sollen das zurecht biegen. Mal sehen, ob das mit dem Glyphosat noch so schlimm ist, wenn eine Schar im gewünschten Sinne „beeinflusster“ Wissenschaftler eine Unbedenklichkeit attestiert, muss man noch sehen. Die Deutschen mindestens werden die dazu notwendige Gelassenheit aufbringen. Die anderen wohl weniger. Dass aber ausgerechnet eine deutsche Firma (CHemievergangenheit...) weltweit nun wohl unter anderem eine Pflanzenschutzmittel ausbringt, dass krebserregend sein soll, ist auch egal. Hauptsache der globale Profit stimmt. Wohlstand, Sachzwänge bla bla...... nicht nur die Leute, die die Drecksarbeit machen, werden trotzdem entlassen werden. Digital 4.0 steht ja vor der Türe. Wer hier buchstäblich über Leichen geht, ist ja wohl klar und leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zur Wertediskussion, an der man Vieles so beispielhaft vorgeführt bekommt. Der Abgasskandal und vieles andere, was man in der unmittelbaren Vergangenheit zur Kenntnis nehmen musste, passt da ausgezeichnet dazu. Oh weh, welche Werte diese Diskussion wohl meint? Wer hat hier welche Werte? Nach dem Brexit und vor den noch anstehenden Wahlen in Frankreich hätte ganz Europa wohl nur die Chance einer gewissen Besinnung auf eine solche Basis. Doch was geschieht im wirtschaftlich stärksten Land der EU? Hm, Eindämmung, Diplomatie, Schönreden....., in welcher Wirklichkeit leben solche Leute? Und wie gehen sie mit ihren Mitmenschen um, die gleichwohl artig dabei mitmachen, weil sie alle Ausreden dieser Welt haben.....? Hoffentlich ist das alles nur ein böser Traum.
Dass die Firma Monsanto einen moralisch recht zweifelhaften Ruf hat, dass sie in viele Dinge verwickelt sein soll, die die „Deutschen“ nicht gerne hören oder lesen, macht der übernehmenden Firma offenbar nicht viel aus. Irgendwelche PR-Fritzen sollen das zurecht biegen. Mal sehen, ob das mit dem Glyphosat noch so schlimm ist, wenn eine Schar im gewünschten Sinne „beeinflusster“ Wissenschaftler eine Unbedenklichkeit attestiert, muss man noch sehen. Die Deutschen mindestens werden die dazu notwendige Gelassenheit aufbringen. Die anderen wohl weniger. Dass aber ausgerechnet eine deutsche Firma (CHemievergangenheit...) weltweit nun wohl unter anderem eine Pflanzenschutzmittel ausbringt, dass krebserregend sein soll, ist auch egal. Hauptsache der globale Profit stimmt. Wohlstand, Sachzwänge bla bla...... nicht nur die Leute, die die Drecksarbeit machen, werden trotzdem entlassen werden. Digital 4.0 steht ja vor der Türe. Wer hier buchstäblich über Leichen geht, ist ja wohl klar und leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zur Wertediskussion, an der man Vieles so beispielhaft vorgeführt bekommt. Der Abgasskandal und vieles andere, was man in der unmittelbaren Vergangenheit zur Kenntnis nehmen musste, passt da ausgezeichnet dazu. Oh weh, welche Werte diese Diskussion wohl meint? Wer hat hier welche Werte? Nach dem Brexit und vor den noch anstehenden Wahlen in Frankreich hätte ganz Europa wohl nur die Chance einer gewissen Besinnung auf eine solche Basis. Doch was geschieht im wirtschaftlich stärksten Land der EU? Hm, Eindämmung, Diplomatie, Schönreden....., in welcher Wirklichkeit leben solche Leute? Und wie gehen sie mit ihren Mitmenschen um, die gleichwohl artig dabei mitmachen, weil sie alle Ausreden dieser Welt haben.....? Hoffentlich ist das alles nur ein böser Traum.
Sonntag, 19. Juni 2016
Brexit ahead
Es droht der Brexit, der Autritt Großbritanniens aus
der EU. Die Meinungserhebungen haben sich längst verschoben, es scheint alles auf den Austritt zuzutreiben. Bald stimmen
sie darüber ab, - in einem Referendum. Wobei wir schon beim Thema
wären: Die Mitbestimmungsmöglichkeiten in der EU. Für den
„normalen“ Wahlbürger scheinen sie nämlich trotz pompös
inszenierter EU-Wahlen gleich Null zu sein. In irgendwelchen
Hinterzimmern werden zwischen Vertretern von Großkonzernen und
Vertretern der EU meist irgendwelche Lösungen ausgekungelt, die für
die meisten Bürger nicht nachvollziehbar sind, die sie gleichwohl sehr konkret betreffen.
Wobei wir schon beim zweiten Thema wären: der unglaublichen Arroganz der EU-Administration, die es offenbar nicht einmal nötig hat, ihre einsamen und völlig untransparenten Entscheidungen Bürgern zu erklären. Die Verhandlungen um TTIP sind in jeder Hinsicht ein Paradebeispiel dafür. Die EU will Freihandelszonen auf Kosten ärmerer Länder errichten, wobei sie als "Partner" und Kumpane die USA und deren Großkonzerne stets an ihrer Seite wissen. Alles geheim natürlich. Mit ihren billigen Importen haben sie schon wesentliche Teile der afrikanischen Landwirtschaft zerstört, wobei die großkotzigen EU-Kommissare gerne von „gleicher Augenhöhe“ sprechen oder sich im Falle des Verbraucherschutzes auf ihren "Pressekonferenzen" gleich jeder Antwort entziehen. Das ist hochbezahlte Arroganz, die nicht zum Internetzeitalter passt. Von Transparenz scheinen diese Gremien und ihre Vertreter ja ohnehin nie etwas gehört zu haben. Von nichts eine Ahnung, aber per billigem Kompromiss zu ihrem hochbezahlten Posten gekommen. Lobbyisten der Großkonzerne schreiben den trägen EU-Abgeordneten in ihren Ausschüssen (eine "Anwesenheitspflicht" war angesichts des fortwährenden Fehlens einzelner Mitglieder einmal vor etlicher Zeit ein Thema...) die Gesetze, weil diese alleine schon von nichts etwas verstehen und sich gerne einmal oder zweimal eines "guten Rates" versichern.
Demokratie braucht halbwegs überschaubare Räume. Wenn der Raum aber zu groß wird, geht das auf Kosten der Mitbestimmung, die ja eine vornehme Aufgabe von Parteien wäre. Aber richtige Parteien gibt es im EU-Parlament ja sowieso nicht, sondern nur anonyme Parteienverbindungen. Immerhin hat die EU einmal den Friedensnobelpreis bekommen (für was eigentlich? wer da wohl dahinter steckte?). Demokratie zu globalisieren, sie hinaus zu tragen in die Welt, das könnte eine globale Antwort sein. Sie in größere Einheiten zu überführen. Doch innerhalb der EU scheinen die einzelnen Nationalstaaten in einem erbitterten Wettbewerb um die günstigsten Steuersätze zu stecken. Luxleaks hat ja klar offenbart, dass dabei der jetzige Kommisionspräsident Juncker eine – freundlich ausgedrückt – ungünstige Rolle spielte und dem System des sich genseitig Unterbietens als luxemburgischer Regierungschef Vorschub leistete. Ausgerechnet dieser Juncker soll jetzt einer Harmonisierung der europäischen Steuersysteme auf die Sprünge helfen. Die "Panama Papers" haben zusätzliche Einblicke in das Gebaren der Mächtigen und Besitzenden gewährt. Dass die Vertreter Luxemburgs bei hiesigen Talkshows auch noch dauernd die vorbildlichen Europäer spielen, steigert den Lug und Betrug ins Unerträgliche. Dass die Briten angesichts dessen über einen Austritt aus einer solchen Union nachdenken, erscheint nachvollziehbar. Nur, dass sie ohne Finanzsystem und diese manchmal unsinnigen EU-„Harmonisierungen“ den Weg zurück in die Vergangenheit suchen, den es nicht gibt, das erscheint schon weniger nachvollziehbar. Dass sie glauben, alleine besser zurecht zu kommen, kommt einem sehr strange vor. Sorgen doch dieselben Abgeordneten, die solches besonders agressiv vertreten, gerne mal für ihr eigenes materielles Fortkommen. Die selbsterklärte Elite bleibt gleich und rekrutiert sich auch nach einem Austritt wohl aus den verlogensten und überkommensten Strukturen. Umso dingender wäre es, sich klar zu machen, dass wir Europa nicht diesen EU-Bürokraten überlassen sollten, dass wir es zusammenhalten sollten. Ich liebe Großbritannien, das natürlich in jeder Hinsicht zu Europa gehört.
Wobei wir schon beim zweiten Thema wären: der unglaublichen Arroganz der EU-Administration, die es offenbar nicht einmal nötig hat, ihre einsamen und völlig untransparenten Entscheidungen Bürgern zu erklären. Die Verhandlungen um TTIP sind in jeder Hinsicht ein Paradebeispiel dafür. Die EU will Freihandelszonen auf Kosten ärmerer Länder errichten, wobei sie als "Partner" und Kumpane die USA und deren Großkonzerne stets an ihrer Seite wissen. Alles geheim natürlich. Mit ihren billigen Importen haben sie schon wesentliche Teile der afrikanischen Landwirtschaft zerstört, wobei die großkotzigen EU-Kommissare gerne von „gleicher Augenhöhe“ sprechen oder sich im Falle des Verbraucherschutzes auf ihren "Pressekonferenzen" gleich jeder Antwort entziehen. Das ist hochbezahlte Arroganz, die nicht zum Internetzeitalter passt. Von Transparenz scheinen diese Gremien und ihre Vertreter ja ohnehin nie etwas gehört zu haben. Von nichts eine Ahnung, aber per billigem Kompromiss zu ihrem hochbezahlten Posten gekommen. Lobbyisten der Großkonzerne schreiben den trägen EU-Abgeordneten in ihren Ausschüssen (eine "Anwesenheitspflicht" war angesichts des fortwährenden Fehlens einzelner Mitglieder einmal vor etlicher Zeit ein Thema...) die Gesetze, weil diese alleine schon von nichts etwas verstehen und sich gerne einmal oder zweimal eines "guten Rates" versichern.
Demokratie braucht halbwegs überschaubare Räume. Wenn der Raum aber zu groß wird, geht das auf Kosten der Mitbestimmung, die ja eine vornehme Aufgabe von Parteien wäre. Aber richtige Parteien gibt es im EU-Parlament ja sowieso nicht, sondern nur anonyme Parteienverbindungen. Immerhin hat die EU einmal den Friedensnobelpreis bekommen (für was eigentlich? wer da wohl dahinter steckte?). Demokratie zu globalisieren, sie hinaus zu tragen in die Welt, das könnte eine globale Antwort sein. Sie in größere Einheiten zu überführen. Doch innerhalb der EU scheinen die einzelnen Nationalstaaten in einem erbitterten Wettbewerb um die günstigsten Steuersätze zu stecken. Luxleaks hat ja klar offenbart, dass dabei der jetzige Kommisionspräsident Juncker eine – freundlich ausgedrückt – ungünstige Rolle spielte und dem System des sich genseitig Unterbietens als luxemburgischer Regierungschef Vorschub leistete. Ausgerechnet dieser Juncker soll jetzt einer Harmonisierung der europäischen Steuersysteme auf die Sprünge helfen. Die "Panama Papers" haben zusätzliche Einblicke in das Gebaren der Mächtigen und Besitzenden gewährt. Dass die Vertreter Luxemburgs bei hiesigen Talkshows auch noch dauernd die vorbildlichen Europäer spielen, steigert den Lug und Betrug ins Unerträgliche. Dass die Briten angesichts dessen über einen Austritt aus einer solchen Union nachdenken, erscheint nachvollziehbar. Nur, dass sie ohne Finanzsystem und diese manchmal unsinnigen EU-„Harmonisierungen“ den Weg zurück in die Vergangenheit suchen, den es nicht gibt, das erscheint schon weniger nachvollziehbar. Dass sie glauben, alleine besser zurecht zu kommen, kommt einem sehr strange vor. Sorgen doch dieselben Abgeordneten, die solches besonders agressiv vertreten, gerne mal für ihr eigenes materielles Fortkommen. Die selbsterklärte Elite bleibt gleich und rekrutiert sich auch nach einem Austritt wohl aus den verlogensten und überkommensten Strukturen. Umso dingender wäre es, sich klar zu machen, dass wir Europa nicht diesen EU-Bürokraten überlassen sollten, dass wir es zusammenhalten sollten. Ich liebe Großbritannien, das natürlich in jeder Hinsicht zu Europa gehört.
Dienstag, 10. Mai 2016
Chaos und ökonomische Ordnung
Der Mensch lebt auch (!!!) aus dem Chaos, aus dem
Ungeordneten heraus. Das Nichtwissen, das Staunen, könnte ein
Bestandteil seiner Existenz sein. Vielleicht sogar ein wesentlicher.
Das ist unter Umständen weit entfernt von der Industrie 4.0, die uns
jetzt angekündigt ist und die die Wirtschaft total umkrempeln will,
indem sie Arbeitsplätze abschafft und die Produktivität massiv
erhöht. Die Wirtschaft umkrempeln! Mit dem Menschen ist das
einstweilen noch etwas schwieriger. Da ist das Problem der Akzeptanz.
Aber da sind ja jetzt schon die Armbänder, die ein Feedback geben
und einem beibringen, was es bedeutet, sich gesund zu bewegen im
Alltag und seine Gewohnheiten dadurch zu optimieren. Alles ist ja nur
ein technologisches Problem. Und die Menschen machen ja jetzt schon
vieles freiwillig: Sie messen über Armbanduhren, die sie dann gerne
„Wearables“ nennen, ihren Puls und ihren Kalorienverbrauch. Ob
das nur ganz bestimmte Leute sind? Wohin die Daten gehen? Und was passiert, wenn jemand,
eine Institution oder ein Unternehmen, Zwang dahinter setzt und
gestützt durch seine red- und schreibseligen PR-Arbeiter ein
unbedingtes Muss einfordert? Wenn es erst um geldwerte Vorteile und
dann um die Nachteile dessen geht, der nicht mitmacht?
Dienstag, 22. März 2016
Abziehbilder
Putzig, wie jetzt ein sogenanntes „Enfant Terrible“ der
Fußballbundesliga das andere in Schutz nimmt! Aus der Rolle gefallen
und dabei besonders in zeitlicher Hinsicht nicht richtig dosiert. Auf dem Rücksitz
eines Taxis 75 000 Euro aus Versehen liegen gelassen. Einer
Journalistin das Handy abgenommen und alle unliebsamen Fotos darauf
gelöscht. In scheinbar lockeren Posen sich videografieren lassen.
Hm, solche Leute haben ihren Narzissmus auf die Spitze getrieben und
verkaufen das als besonderes Beharrungsvermögen und Charakterstärke.
Gerne ist auch von „Privatsphäre“ und „Mut zum Fehler machen“
die Rede.
Dass sie aus der Rolle gefallen sind, lenkt doch nur ein Licht darauf, wie dekadent diese ganze Branche inzwischen ist. Wer die Inszenierung nicht durchhält und sie nicht kapiert, wird suspendiert. Es geht offenbar um die "Vorbildfunktion". Stimmt. So geht’s ja offenbar auch bei den Topmanagern der Industrieunternehmen zu, wie gestern wieder bei der ARD im TV zu verfolgen war. Da gibt es hochbezahlten Druck für eine Funktion, die sich lächelnd und arrogant auf die Seite der Besserwisser, Durchpeitscher und knallharten Bestimmer schlagen muss. Klar, wird ja auch erwartet! Wer hier aus der Rolle fällt, passt nicht in das Gesamtgefüge, das Macht, Können und gnadenlose, dem Profit untergeordnete Menschenführung suggerieren soll. Die Fußballer geben doch nur das grobe und sehr pointierte Abziehbild davon.
Dass sie aus der Rolle gefallen sind, lenkt doch nur ein Licht darauf, wie dekadent diese ganze Branche inzwischen ist. Wer die Inszenierung nicht durchhält und sie nicht kapiert, wird suspendiert. Es geht offenbar um die "Vorbildfunktion". Stimmt. So geht’s ja offenbar auch bei den Topmanagern der Industrieunternehmen zu, wie gestern wieder bei der ARD im TV zu verfolgen war. Da gibt es hochbezahlten Druck für eine Funktion, die sich lächelnd und arrogant auf die Seite der Besserwisser, Durchpeitscher und knallharten Bestimmer schlagen muss. Klar, wird ja auch erwartet! Wer hier aus der Rolle fällt, passt nicht in das Gesamtgefüge, das Macht, Können und gnadenlose, dem Profit untergeordnete Menschenführung suggerieren soll. Die Fußballer geben doch nur das grobe und sehr pointierte Abziehbild davon.
Freitag, 26. Februar 2016
Unkrautvernichtungsmittel (2)
Das nach dem Reinheitsgebot gebraute deutsche Bier
soll Glyphosat beinhalten? Gleich etliche Biermarken? Krebserregend soll es dadurch zumindest
indirekt sein? Das schlagen die Schlagzeilen in uns hinein. Ein einschlägiges Institut soll dies ermittelt haben. Ja ist
denn Glyphosat nicht schon seit längerer Zeit umstritten? Als
Unkrautvernichtungsmittel, das den armen gebeutelten Bauern zunächst
einmal sehr viel nützt, indem es alles vernichtet, was der Ernte
schädlich werden könnte. Indem es dann aber nicht einfach
verschwindet, sondern langsam in den Boden und dann ins Grundwasser
einsickert, wo es bewirken könnte, dass alles und jedes damit
kontaminiert sein könnte? Aber das ist ja genauso wie bei der Luft,
die Dieselmotoren gewisser Konzerne verpesten, alles Gemeingut. Daran
kann sich jeder bedienen, das gehört niemanden, sondern nur allen.
Davon gibt es unendlich viel. Überall. Massenhaft. Und was allen
gehört, kann nichts wert sein, - so die gängige
Wirtschaftsidiologie. Dass hier nicht schon längst ein Umdenken
eingesetzt hat, oder wenigstens nur sachte begonnen hat, ist ein
Skandal. Schon seit Jahren ist bekannt, dass Glyphosat zumindest
fragwürdige Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte. Natürlich
haben seinen Einsatz zuständige Behörden abgesegnet und
einschlägige Institute bezweifelt. Genauso lief es womöglich beim
Diesel-Abgasskandal. Jeder schien Bescheid gewusst zu haben. Ob da
ein System dahinter steckt? Ob da ein grundsätzlicher Fehler der
Anschauung dahinter steckt? Natürlich alles halb so schlimm, wir
setzen einfach die Grenzwerte herauf, so werden jetzt offizielle
Stellen wieder verbreiten. Beruhigung ist oberste Pflicht. Für
dieses Ziel wird alles in Kauf genommen. Und das Gesicht verlieren
sollte möglichst auch niemand. Was dies betrifft, hat es zumindest
mit den Möglichkeiten dazu zu tun. Dies wiederum hat mit Macht zu
tun. Ob vielleicht ein gewisses wirtschaftliches Interesse dahinter
steht? Eine Rolle spielt. Ob dieses wenigstens geäußert und benannt
werden sollte? Ob der Erhalt eines wie auch immer gearteten und wem
auch immer nützenden „Wohlstands“ einen Verzicht auf Gesundheit
rechtfertigt? All diese Überlegungen müssten eigentlich offener und
transparenter geäußert und diskutiert werden. Womöglich wären
Wohlstandsbürger mit einem solchen Tauschgeschäft sogar
einverstanden, nach dem Motto: was letztenendes Arbeitsplätze
sichert, sichert auch den „Wohlstand“. Doch ob ein Täuschen und
Schönreden der richtige Weg ist? In welchen naheliegenden Interessen dies freilich liegt, müsste dann wohl auch gefragt werden.
Unkrautvernichtung: wem nützt sie? Und wie? Welche Mechanismen
kommen hier zum Tragen? Wer greift dafür auf was zu? Welche Mittel
werden dafür eingesetzt? Immerhin gehen jetzt einmal diese
Schlagzeilen vom geliebten Bier durch die deutsche Medienlandschaft.
Dienstag, 16. Februar 2016
Vergiftet im Abgas
Jahrelang war doch immer wieder in allen Medien
berichtet worden, dass die Vorstandsvorsitzenden von DAX-Unternehmen
so viel verdienen würden, weil sie so viel Verantwortung tragen
würden. Und jetzt? Trägt niemand die Verantwortung, nachdem ein
fetter Abgasskandal enthüllt worden ist. Ein paar sollen .....vielleicht... Nix genaues weiß man nicht. Im Gegenteil,
der Vorstandsvorsitzende wird vorzeitig mit einer fetten Pension in
den Ruhestand verabschiedet. Ob er etwas gewusst hat oder nicht,
scheint jetzt wieder Gegenstand der Medienspekulation zu sein. In den
USA geht so etwas in die Strafe ein, die einem Unternehmen verpasst
wird. In Deutschland ist es etwas, über das halt spekuliert wird.
Im Gegenteil, der eiligst bestellte Nachfolger faselt etwas davon,
dass alles nur eine technische Panne gewesen sei. Um es einmal
deutlich zu formulieren: Es
sind durch Manipulationen falsch erscheinende Abgaswerte zu Lasten der Allgemeinheit durch die
Institutionen gebracht worden, was die entsprechenden Folgen
gezeitigt hat. Die Luft ist hochgradig verpestet worden,
kaum dass diese Abgasschleudern außerhalb ihrer Labor-Testsituation
auf der Straße unter realistischen Verhältnissen unterwegs waren! Dass wir alle durch die
Verschmutzung unserer Lunge für dieses bezahlen, dürfte allerspätestens
dann hinreichend klar geworden sein, als es in Stuttgart den ersten
Feinstaubalarm gab. Dass diesen als allererste manche Politiker der
Stadt missachtet und sich damit auch noch gebrüstet haben, zeugt von
der grotesken Fehleinschätzung des Sachverhalts, was freilich in der
Autostadt Stuttgart nicht verwundern kann. In den USA scheinen die Konsequenzen ganz andere zu sein. In den vielgeschmähten USA!
Montag, 23. November 2015
Herausforderung der Globalisierung
Auch ein Autoskandal
dieser Tage zeigt wieder: Leute, die mit soliden zweistelligen
Millionensummen und fetten Abfindungen in Rente geschickt werden,
weil sie die Allgemeinheit schlichtweg betrogen haben, sind wegen
ihres erfolgsgetragenen und machtbewussten Verantwortungssinns
jahrelang gehätschelt worden. Wer verantwortet dies? Letztlich
niemand, so stellt sich heraus, sondern das System der Regeln, nach
denen alles abzulaufen scheint. Wahnwitziger Reichtum versus
galoppierender Armut. Die Armen hoffen, reich zu werden, was jede noch
so große Ungleichheit und Ungerechtigkeit am Leben erhält. Denn alles würde ja keinen
Sinn machen, wenn es nicht diese Unterschiede gäbe. Der
Leistungsgedanke thront noch immer über allem. Dabei gehört auch ein Wille zur
Rücksichtslosigkeit, ein Wille zu dieser Art des Erfolgs, sich an der Leistung anderer zu
bereichern, andere als „Alphatier“ zu beherrschen und ihnen das
Ganze als „Menschenführung“ zu verkaufen. Denn in Wirklichkeit,
so die gelegentlich offen dargelegte Idiologie, suche die Mehrheit
der Menschen genau dies: Führung und Unterwerfung. Versklavung und Wohlfahrt auf
Kosten der Habenichtse in unterentwickelten Ländern ist unter dem
Zeichen der Globalisierung daraus geworden. Im Schönsprech der
Entscheider sind „Herausforderungen“ daraus geworden: Die
Besitzenden und Tonangeber der Zentren samt ihren Handlangern in den
Peripherien sind legitimiert, alles an sich zu raffen, auch mit
merkwürdigen Freihandelsabkommen, in denen sie sich gegenseitige
Vorteile zuzuschustern versuchen, auf Kosten derer, die ohnehin
nichts haben und ihnen die Rohstoffe für ihre Raubzüge zu liefern
gezwungen sind.
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