Reise durch Wirklichkeiten

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Donnerstag, 21. Mai 2026

Spitzen

Spitzenpolitiker scheinen schon mal ihre Meinung in kürzester Zeit zu ändern, wenn es um ihre Kandidatur für ein wichtiges Amt geht. Allgemein ausgedrückt. „Natürlich“ passiert dies aus reinem Pflichtgefühl…. Dass dies zur Verwirrung und zum Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit beitragen könnte, scheint ihnen nicht so recht in den Sinn zu kommen. Stattdessen könnte einen der Verdacht beschleichen, dass es in Wirklichkeit, wie seit vielen Jahren, um Machtfragen geht. Selbstverständlich wird dann von den PR-Strategen schnell ins Gespräch geworfen, dass sich ja die Zeiten und die Umstände ändern könnten, was auch eine Änderung der Einstellung eines Politikers nach sich ziehen könnte. Danach erhebt sich die Frage: welche Umstände haben sich in welchem Zeitraum geändert? Dient solche Flexibilität der Sache?

Dienstag, 5. Mai 2026

Die Macht und das Geld

Glaube, Liebe, Hoffnung. So predigt es Paulus in der Bibel. Ob da Skepsis angezeigt ist? Denn das Geld ist das womöglich größte unter diesen dreien. Ungenannt. Unwillkürlich. Selbstverständlich. Einer, der uns seine Heilsbotschaften aufdrücken möchte, hat wahnsinnig viel davon und sieht sich selbst deshalb als Elite, als elitär. Mit seiner Kaste zusammen will er der Mühsal und dem Druck der Vielen in unserer Welt in den Weltraum entkommen, eine neue Zivilisation aufbauen. Bloß: Auch im Kreis seiner Spießgesellen gilt: Der Schaum auf der Welle ist nicht die Welle. Und die Welle ist nicht die tiefere Strömung. Zeitgeist ist nicht Geist. Und Geist ist nicht Geld. Aber Geld kann Kapital werden.

Donnerstag, 12. Februar 2026

Verkehrsgebaren

Wir fahren unsere Kiste und werden plötzlich geblitzt! Den gut im Verborgenen platzierten Kasten hatten wir nicht bemerkt. Schitt! Wieder hereingefallen! 3 km/h zu schnell gefahren, knallt einem das amtliche Schreiben alsbald mit einem imaginär erhobenen Zeigefinger samt Verwarnungsgeld entgegen. Kommunen geben sich als Wegelagerer und scheinen dem Bürger so viel Verwarngelder abzupressen wie möglich. Offenbar schon längst für das Stadtsäckel eingeplant sind diese Gelder von den „zuständigen Beamten“. Ob so etwas auch zur Politikverdrossenheit beiträgt? Ob das irgendwie überzeugend wirkt von denen, die Gesetzesvorlagen einbringen und draußen vor der Tür in einen von einem schlecht bezahlten Chauffeur gelenkte Limousine steigen, die selbstverständlich auch der Steuerzahler finanziert hat. Das steht denen zu!, habe ich dazu gehört. Die wissen das! Die können das! Das ist deren Alltag! Die haben keine Zeit! Es hat einmal ein früherer Kanzlerkandidat bemerkt, dass er sich doch nicht auf die harten Bänke eines Golf setzen würde! Da muss ein „richtiges Auto“ her! Nun, das zeigt eine gewisse Distanz zwischen den Mächtigen und denen, die ihnen die Macht verliehen haben.

Mittwoch, 24. September 2025

Neue Aristokraten

Was mir jetzt im Tone eines empörten Protests gegen die hierzulande drohenden Verhältnisse zuging: „Milliardenschulden auf Kosten der Armen u nachfolgenden Generationen,aber die Reichen entlasten!!!“ Darin sind schon jetzt die USA und Deutschland austauschbar. Was kommt da? Die waren doch schon immer Avantgarde: was dort angesagt war, kam spätestens zehn Jahre danach hierher. Also, was dräut? Kapitalismus auf Speed, und sie selbst, die Tech-Milliardäre, an der Spitze. Ihr Einfluss auf die Politik ist seit Donald Trumps zweiter Amtszeit deutlich gewachsen. Welchen ideologischen Vorbildern folgen Tech-Bosse à la Elon Musk, Peter Thiel, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg? Und wie verbreiten sie ihre Überzeugungen? Da ist ihr Glaube an ungebändigte Märkte, eine Technologie-Vergöttlichung und Skepsis bis Ablehnung staatlicher Regulierung. Die haben die Macht, so etwas in die Köpfe rein zu drücken. Vertreten wird ein radikaler Individualismus, in dem das Ich die zentrale wertende Instanz sei. Der Staat erscheine da als „als reine Bedrohung der Selbstentwicklung“.

Samstag, 6. September 2025

Frei unfrei

Es tat weh: Die Anpassungsmechanismen der anderen (immer die anderen!!), das alltägliche Buckeln, bloß keine Empfindlichkeiten zeigen: das sanktionieren die Kollegen sofort mit Liebes- , das heißt letztenendes Geldentzug. Mit Mobbing auch. Mit den kleinen und großen Zeichen. Mit bereit gestellten Fallstricken. Du musst funktionieren. Zum Beispiel darfst du als Selbständiger nicht krank werden. Das kannst du dir nicht leisten, denn es wird dir von keiner Seite etwas bezahlt, es sei denn, du gehst teure Zusatzversicherungen ein. Auch: Sofort rückt jemand anderes an deine Stelle. Von deinen „Kollegen“ dorthin beordert. Du bist austauschbar, auch wenn du dich selbst für einmalig hälst. Malus. Wieso haben die anderen so wenig Abstand zu dem, was sie tun? Wieso können die sich so identifizieren mit ihrem Job, mag er noch so entfremdet sein? Sie haben doch alle studiert, haben sich im Blick geübt, der im Alltäglichen das Unalltägliche aufsucht, der die Distanz zu den Dingen und zu sich selbst sucht. Oder etwa nicht? Waren sie nur ausgebildet worden? Für ein späteres Funktionieren? Haben sie sich die Analysemethoden angeeignet, um zu erkennen, dass in solch ein- und abgeschlossenen Verhältnissen, in solchen betrieblichen Strukturen die Macht wohnt und die Machtausübung anderer implizit eingeschlossen ist? Ob solche Ansichten auf Möglichkeiten etwas zu idealistisch gedacht sind? Sich in den Elfenbeinturm des akademischen Betriebs flüchten? Funktionierte auch schon besser. Wie kann man das so akzeptieren, sich zu eigen machen? Die Rolle, in die man hinein dressiert wurde? Ob das etwas mit unserem Bildungssystem zu tun hat? Schon die dauernd praktizierte Formulierung „Wir“. Wer ist wir? Die Gesellschaft? Der Betrieb? Derjenige, der stark ist? Der sich ein Monopol erobert hat? Ob der Begriff instrumentalisiert wird? Schon oft instrumentalisiert wurde? Wir sind stark. „Wir schaffen das“. Ein beliebter und in bestimmter Autorschaft berühmt gewordener Spruch unter Politikern, an „die Leute“. Wer ist wir? Der, der dich entlässt und dir Lohnzugeständnisse abringt, wenn er es für nötig hält (jawohl, immer noch meist ein „er“ und keine „Sie“). Der dafür das Geschwätz vom „Strukturwandel“ allzeit parat hält, gerade jetzt, im Rahmen einer rigide steigenden Wachstumsorientierung. (Das Getue um die sogenannte „Globalisierung“ ist ja ein bisschen ins negative Gerede gekommen...bzw. Nicht mehr so in Mode? Man spricht jetzt viel über „Lieferketten“)? Dann bist du als Selbständiger plötzlich nicht mehr „der Betrieb“. Bist ein unfähiger Einzelner. „Der Betrieb“ ist der, dessen „Chefs“ riesige Karossen fahren, die sie als Statussymbol direkt vor dem Eingang parken. „Der Betrieb“, dass sind doch die Kaufleute, die Manager, die alles Wichtige diktieren. Die ganze Vertriebsgebiete kaufen und verkaufen. Alles Wichtige hat auf dieser Erde mit Geld zu tun, nicht mit Geist, so scheint es in deren Logik. Sie müssen immer wieder den Stallgeruch pflegen, auf jeder Konferenz. Sie müssen miteinander anstoßen, sich übers Fußballspiel unterhalten, sich Witze erzählen, über die sie dann gemeinsam geradezu zwanghaft lachen sollen. Das auch an jedem Geburtstag, den irgendein „Kollege“ hat. Dann werden kleine Tischen aufgestellt und wird Gemeinsamkeit zelebriert. Auch wenn offiziell ein “Arbeitnehmermarkt“ herrscht. Du selbst wirst dir dann ein Fremder. Verlierst den Kontakt zu dir, während sie ihn zu kultivieren und pointieren scheinen - wofür sie dann Crash-Kurse besuchen. Die Sehnsucht danach, sich irgendwo wiederfinden zu können treibt viele aus dem „Wir“. Du, der du dir selbst einmal so sicher warst, ohne selbstsicher sein zu können. Wo warst du hingekommen? Wurdest locker abgeschoben. Hattest dich längst verloren in der Mechanik. Der Funktionalität. Der Normalität. Und musstest dankbar dafür sein. Die Ermüdung, die Trägheit, deine Feinde. Andere Menschen haben ein anderes Temperament, eine andere Tatkraft. Eine andere Vitalität und ein anderes Vertrauen darin. Sie begegnet dir. Du solltest mehr Empathie aufbringen. Was ist das? Sich in jemanden hinein denken? Notwendig, Zeichen der Kultur. Letztenendes sind wir aber allein. Da besteht eine Spannung.

Mittwoch, 20. August 2025

Verteidigungstüchtig

Dass es Diktatoren auf dieser Welt gab und gibt, welche, denen das einzelne Leben scheisegal ist und die nur in Kategorien des Imperialismus, des Völkischen oder ihres Machtinteresses leben, das ist gerade derzeit gut sichtbar. Hitler, Stalin, Mao waren es damals genauso wie heute Putin, Xi Ping und ein paar kleinere Autokraten wie Kim Yong Un, Orban, Erdogan Le Pen. Dies Böse in ihrer Person hat leider oft mit Gewalt und Tod zu tun. Die Herren dieser Mechanismen entfachen einen Egokult um sich selbst, verlieren den Kontakt zur Wirklichkeit, setzen sich selbst als Alleinentscheider ein, halten sich einen Hofstaat, setzen sich ab, führen Kriege und rechnen damit – wie leicht es ist und war, viele Menschen für ein solches Polit-Charisma zu begeistern. Wir wollen uns hier in Mitteleuropa deutlich davon absetzen, hatten mal etwas anderes vor mit Gewaltenteilung, Rechtsstaat und Partizipation. Ein Neuanfang. Ich finde, es lohnt sich sehr, dies zu verteidigen. Dafür sollten auch gewisse Opfer gebracht werden. Dafür habe ich einst Opfer gebracht.

Donnerstag, 17. Juli 2025

Fallstricke

Die Anpassungsmechanismen der anderen (immer die anderen!!), das alltägliche Buckeln, bloß keine Empfindlichkeiten zeigen: das sanktionieren die Kollegen und die Chefs sofort mit Liebes- , das heißt letztenendes Geldentzug. Mit Mobbing auch. Mit bereit gestellten Fallstricken. Mit Blicken. Mit Verachtung. Du musst funktionieren. Zum Beispiel nicht krank werden. Sofort rückt sonst jemand anderes an deine Stelle. Und zwar dauerhaft. Du bist austauschbar, auch wenn du dich selbst für einmalig hälst. Da ist schleunigst jemand anderes gefunden, der dich vollständig ersetzt. Trotz Arbeitnehmermarkt. Wieso haben die anderen so wenig Abstand zu dem, was sie tun? Wieso können die sich dermaßen identifizieren mit ihrem Job, mag er noch so entfremdet sein? Sie haben doch vielfach sogar studiert, haben sich im Blick geübt, der im Alltäglichen das Unalltägliche aufsucht, der die Distanz zu den Dingen und zu sich selbst sucht, können analysieren und reflektieren. Oder etwa nicht? Waren sie nur ausgebildet worden? Zum Rädchen im Getriebe? Haben sie sich die Analysemethoden angeeignet, um zu erkennen, dass in solch eingeschlossenen Verhältnissen, in solchen betrieblichen Strukturen die Macht wohnt und die Machtausübung anderer implizit eingeschlossen ist? Früh gelernt, sich dieser Macht zu beugen, sich darin einzurichten? Flüchten? Ob solche Ansichten auf Möglichkeiten etwas zu idealistisch gedacht sind? Sich in den Elfenbeinturm des akademischen Betriebs flüchten? Geht das? Bloß keine Zeitverträge! Funktionierte auch schon besser. War auch mal besser. Wie kann man das so akzeptieren, sich zu eigen machen? Die Rolle, in die man hinein dressiert wurde? Ob das etwas mit unserem Bildungssystem zu tun hat? Schon die dauernd praktizierte Formulierung „Wir“. Wer ist wir? Die Gesellschaft? Alle? Der Betrieb? Der stark ist? Besser als andere? Der sich ein Monopol erobert hat?

Sonntag, 22. Juni 2025

Unruhe

Das Maß an Gehetztheit, an Getriebenheit und Stress hat mich dann doch überrascht. Als wollten sie alle irgendetwas vergessen und hätten vergessen, was. Die Leichtigkeit, mit der man sich in inferiore Verhältnisse, Verhältnisse des Untergeordnetseins und der Hierarchie begibt, wie man das nach außen als „professionell“ und „normal“ verkauft, hat mich auch fasziniert. Es scheint alles wohlgeordnet in Herrschaft und Untertan, Version 3.0 von 2025. Es mag früher das alles noch viel durchschlagender und rigider gewesen sein, gewiss. Doch wir leben mit unserem heutigen Bewusstsein, besonders hier in Deutschland glauben sie, die Besten und Tüchtigsten zu sein. Komisch, dass Leute aus anderen Industrieländern, mit denen ich zu tun hatte, genau dasselbe erzählen, während wiederum ganz andere unbedingt nach Europa wollen, weil dort alles so toll und wohl bestellt sei…., so der Glaube. Im Übrigen sehe ich in schland, aber auch in Europa eine riesige Bürokratie am Werke, die sich mit sich selbst beschäftigt oder sinnlose Dinge zur Selbstbeschäftigung und Drangsalierung von Bürgern ersinnt. Verschwörungstheorie? Iwo! Wird hier ein Preis bezahlt, der mit der Fortentwicklung des Menschen zu tun hat? Durchpulst uns eine ständige Unruhe, die zwar schon in vergangenen Zeitaltern ihre Ausprägung und ihren ideologischen Überbau gefunden haben mag, die so, in dieser Verdichtung, aber noch nicht über uns gekommen sein mag? Wer wechselnde Perspektiven aufsucht, wer in andere Lebenswelten schaut, mag düpiert sein.

Dienstag, 13. Mai 2025

Die Mechanismen der Anpassung

Die Anpassungsmechanismen der anderen (immer die anderen!!), das alltägliche Buckeln, bloß keine Empfindlichkeiten zeigen: das sanktionieren die Kollegen und die Chefs sofort mit Liebes- , das heißt letztenendes Geldentzug. Mit Mobbing auch. Mit bereit gestellten Fallstricken. Mit Blicken. Mit Verachtung. Du musst funktionieren. Zum Beispiel nicht krank werden. Sofort rückt sonst jemand anderes an deine Stelle. Und zwar dauerhaft. Du bist austauschbar, auch wenn du dich selbst für einmalig hälst. Da ist schleunigst jemand anderes gefunden, der dich vollständig ersetzt. Trotz Arbeitnehmermarkt. Wieso haben die anderen so wenig Abstand zu dem, was sie tun? Wieso können die sich dermaßen identifizieren mit ihrem Job, mag er noch so entfremdet sein? Sie haben doch vielfach sogar studiert, haben sich im Blick geübt, der im Alltäglichen das Unalltägliche aufsucht, der die Distanz zu den Dingen und zu sich selbst sucht, können analysieren und reflektieren. Oder etwa nicht? Waren sie nur ausgebildet worden? Zum Rädchen im Getriebe? Haben sie sich die Analysemethoden angeeignet, um zu erkennen, dass in solch eingeschlossenen Verhältnissen, in solchen betrieblichen Strukturen die Macht wohnt und die Machtausübung anderer implizit eingeschlossen ist? Früh gelernt, sich dieser Macht zu beugen, sich darin einzurichten? Flüchten? Ob solche Ansichten auf Möglichkeiten etwas zu idealistisch gedacht sind? Sich in den Elfenbeinturm des akademischen Betriebs flüchten? Geht das? Bloß keine Zeitverträge! Funktionierte auch schon besser. War auch mal besser. Wie kann man das so akzeptieren, sich zu eigen machen? Die Rolle, in die man hinein dressiert wurde? Ob das etwas mit unserem Bildungssystem zu tun hat? Schon die dauernd praktizierte Formulierung „Wir“. Wer ist wir? Die Gesellschaft? Alle? Der Betrieb? Der stark ist? Besser als andere? Der sich ein Monopol erobert hat?

Dienstag, 6. Mai 2025

Recht

Rechtliche Gegebenheiten werden offenbar bei politischem Willen schnell geändert, - bis hin zum Grundgesetz. Fehlt hingegen der politische Wille, beruft man sich von Seiten der gewählten Mächtigen gerne auf den Rechtsstaat - oder biegt das Gesetz so, wie es einem gefällt. Aktuelle Beispiele dafür liegen nahe. (Unausgesprochene) Folge: Ihr müsst dann alle Kosten übernehmen, auch für die Zukunft und für die vielgestaltigen Folgen solcher „Aktionen“ ist zudem die Nachwelt verantwortlich, so könnte es heißen. Irgendwie geht das schon. Zudem werden allerlei Argumentationen vorgebracht. …… die finde ich zumindest tricky.....wird von vielen Medien folgendermaßen verkauft: Die rechtlichen Voraussetzungen für die Grundgesetzänderung sind vorhanden, äh geschaffen.....Was mich stört, ist nicht dass überhaupt etwas passiert, sondern wie es passiert. Auf den letzten Drücker. Fast beiläufig.

Montag, 5. Mai 2025

Starkult

Starkult? Geht oft mit Führerkult zusammen. Darin liegt etwas Gefährliches der Popszene. Sie übt Verhaltensmuster ein. In einem Blog schrieb ich über Charisma: „Das Problem ist, dass bestimmte Leute meinen, sie und nur sie seien im Besitz der absoluten Wahrheit. Nach eigener Einschätzung berechtige sie das zu allem. Auch dazu, Leute umzubringen. Schon Lenin hat diese gefährliche Haltung vorgemacht. Ein Schlächter. Stalin hat das dann perfektioniert, indem er Millionen hat über die Klinge springen lassen. Gewisse Intellektuelle haben viele Jahre danach seine gefährlichen und mörderischen Phrasen nachgeplappert. Peinlich. Auch dieser unsägliche und spießbürgerliche Honecker hat sich daran beteiligt. „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf“. Sein Spruch. Und Walter Ulbrichts berühmtes Diktum (kurz bevor er seinen Spießgesellen Erich Honecker die Mauer hat errichten lassen): „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten...“ Nachgeordnete Spießgesellen haben solchen Nonsensbonmots Beifall geklatscht. Und es mit Mord und Totschlag umgesetzt. Es gab allzeit immer zu viele Spießgesellen, Umsetzer. Später sind die Machthaber dann doch aufgehalten worden, hauptsächlich von denen, in deren Interesse sie zu handeln glaubten, - was sie für sich jederzeit klar in Anspruch nahmen. Alte unsägliche Knattle-Opas sind übrig geblieben. Sind geflohen. Konnten unter Tausenden nicht „belangt“ werden. Haben sich geduckt, so, wie sie sich immer geduckt haben, um „anzukommen“. Doch ihr totalitärer Macht- und Kadergedanke, er lebt in den verschiedensten Formen fort. Er scheint für die Durchblicker aller Zeiten allzu anziehend und verlockend, - auch und gerade in den sich selbst so definierenden parlamentarischen Demokratien, die in Wirklichkeit weitgehend von den Wirtschaftsoligarchien und ihren Lobby-Handlangern beherrscht werden. Nur, dass das in heutigen Zeiten zeitgemäße und allzu „moderne“ Formen gefunden hat. „Forschungsinstitute“, Think Tanks und Berater segnen alles ab, führen hin, reden ein und setzen es im Namen ihrer vorgeschobenen öffentlichen Figuren nach allen Regeln ihrer „Kunst“ um. Immer noch besser als das, was ein amerikanischer Präsident jetzt vorführt.

Mittwoch, 9. April 2025

Sex und Politik

Ob es bestimmte Menschen gibt, die sich gerne unterwerfen wollen? Ob das bei ihnen einen sexuellen Beigeschmack hat, der leicht in ihnen die Oberhand gewinnen und dominant werden kann? Die Nazis in Deutschland scheinen einem da ein Beispiel für kollektive Unterwerfung zu sein. Es hat mich lange beschäftigt. Diese Selbstverleugnung, die auch abgepresst war. Ein ganzes Volk scheint sich damals unterworfen zu haben. Tief im Unbewussten eingegraben könnte da auch ein Wunsch schlummern? Dom und Führer, ob es da Parallelen gibt? Ob da auch die geschlechtliche Disposition und die dazu passende Sozialisation eine Rolle spielt? Welche? Die „Metoo“-Bewegung scheint da einiges in Frage gestellt zu haben, „männliche Verhaltensweisen“ scheinen hinterfragt. Ob es aber eine Ebene „darunter“ gibt? Eingegraben im „Unbewussten“? Die nach „Penetration um jeden Preis“ geradezu strebt? Die eine „Karriere“ und ein Vorwärtskommen damit anstrebt? Die sogar stolz darauf sein will, vergewaltigt worden zu sein? Ich erinnere mich an eine einst vertraute Frau, die mir gegenüber behauptete, dass sie sich gerne zum Objekt machen lasse und sich unterwerfen wolle, solange sie selbst diese Rolle selbst ausgewählt habe und sie nach eigenem Willen beenden könne. Insofern stehe sie auf „richtige Männer“. Die wissen was sie wollen, so ergänzte ich im Geiste, und das auch jederzeit einfordernd durchsetzen. Ja, die damit geradezu offene Scheunentore einrennen könnten. Unsere Kultur hat dafür viele Beispiele. Die Werbung und der Hollywood-Film haben das heftig genutzt. Ich fühlte mich da bei einem unterstellten „Emanzipationsbestreben“ entwaffnet. Ich war damals sprachlos. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wer wen dominiert, war in diesem Falle zu einer als Machtspiel ausgeführten sexuellen Praktik geworden. Jemand konnte bei der Unterwerfung Lust empfinden. Mir Ahnungslosem fiel auf, dass gerade diejenigen „feministisch“ bewegten Frauen, denen ich begegnet war, gelegentlich der Idee nachhingen, die Rollen bewusst aushandeln zu wollen und sich in „Rollenspielen“ Befriedigung verschaffen zu wollen, um sich in scheinbar selbst gewählter Unterwerfung geradezu zu suhlen. Frauen wären in diesem Falle die „Subs“, die sich zum Zwecke sexueller Befriedigung unterwerfen. Es gibt es dies auch unter Männern. Ob im selben Maße, weiß ich nicht. Sich als Sexsubjekt durch rationale souveräne Entscheidung zum Sexobjekt machen, so lange, bis dann ein bestimmtes „Sicherheits-Wort“ gesagt oder gebrüllt wird, das leuchtet vielen wohl als weit über „das Übliche“ hinaus gehendes sexuelles Spiel ein und scheint gleichzeitig ein tief liegendes Bedürfnis zu befriedigen (ohne das man es sich eingesteht). Erniedrigung als Lustgewinn. Angst vor der Macht und damit verbundener Kontrollverlust als Mittel zur krassen Hingabe? Das wäre nichts Neues. Abstrakt war einem so etwas geläufig. Nur: ich war dem in diesem Falle begegnet. War in eine Situation gestellt, in der ich mich damit und weiter gehenden Vermutungen auseinander setzen sollte. Wie jetzt in einem derzeit stark promoteten Film.

Freitag, 4. April 2025

"Sagen, was ist"

Ich habe anhand meines 2022 zusammen gestellten Buches „Zuhören“ viel nachgedacht über die Gesellschaft und über Popmusik, habe Passagen daraus aufgenommen, behutsam aktualisiert und plane nun, sie in loser Folge hier einzubringen. Heute herrscht dieses „Wenn ihnen dieses gefällt, dann müsste ihnen auch jenes gefallen“…... Eine Beliebigkeit des Austauschbaren, des jeweils überall und jederzeit Verfügbaren. Ob da inzwischen auch menschliche Beziehungen hinzu gehören? Die Hinweise sind nicht gerade rar. Ja klar, der Algorithmus herrscht. Er hat sich eingeschlichen in die Gehirne und besetzt sie jetzt. Und zwar nach und nach, ganz langsam, so, dass es kaum ein Individuum merkt. Er schleicht sich ein und wird schließlich für etwas „Normales“ gehalten. Hinzu kommt die jüngst so intensiv propagierte KI, deren Segnungen uns erst noch bewusst werden sollen. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die menschlichen Gehirne sich selbst auch nach technischen Rezepten verändern werden (oder verändert werden), - und zwar orientiert an kommerziellen, herrschaftstechnischen und machtpolitischen Gesichtspunkten. Sie werden besser verwaltbar sein, ansprechbar, Reize werden gezielter und individueller verabreicht werden. Sie werden sich selbst immer mehr überführen in einen Zustand des digitalen Gespeichertseins, in die Verfasstheit einer generellen Machbarkeit. Die Pointe dabei: Kaum jemand wird das merken, denn es wird durch tausend Mechanismen nach und nach eingeführt in diese Wirklichkeit, es wird als „angenehm“ propagiert und es wird sehr schnell zur Selbstverständlichkeit, zum „Normalen“.

Mittwoch, 19. März 2025

Seitenblick

Die Lüge breitet sich aus Eindruck schinden um jeden Preis Macht macht korrupt Gemeinplätze kennt jeder, sucht sie aber nicht auf Der Baum der Erkenntnis geht zugrunde, eine aufgehübschte Realität umgibt uns, Influencer machen sich das zunutze „Over-newsed“ und „under-informed“ Erregungshäppchen erzeugen WutausbruchZynismus regiert und bläst uns ins Ohr, alles sei so schön wie nirgends Gefühle auslösen Niemand ist an nichts schuld oder hat Verantwortung es wird alles auf „das System“ geschoben „wenn ich nichts mache, macht es ein anderer...“

Dienstag, 11. März 2025

Seitenblick

Es ziehen Düsenjets am Horizont wir schauen in die Trägheit und wissen nur: es wird zu spät sein. Es herrscht, es dirigiert die Macht, der Markt der alles vernichtet zugunsten von ein paar Figuren zu denen sich immer noch so viele zählen wollen Wir stolpern durch ein Tor und können nicht mehr zurück man starrt hinaus und man starrt hinein es beschleicht einen die Furcht vor dem, was kommt Die Angst regiert, die Blindheit, die Ausgewogenheit das, bei dem alle mitmachen Wohliger Komfort umspielt schlechtes Gewissen um einen herum gehen Personen und Dinge unter Menschen sprechen sich frei, sind sich nichts bewusst sprechen Wert zu und vernichten „Alles, bloß nicht ich…!“

Samstag, 8. März 2025

Randy

Randy Newman singt auf seinem 2017 erschienenen Album "Dark Matter" seinen Song "Putin". Es geht so los: "Putin puttin' his pants on, one leg a time, You mean just like a regular fellow. huh?, he ain't nothing like a regular fellow....." am Ende dieses Songs heißt es "I don't know, Lenin couldn't do it, I don't know Stalin couldn't do it, they couldn't do it, why do you think I can? You're gonna lead our people to the promised land. you're right, Goddamn. I'm the Putin man...." Dazwischen treten die "Putin Girls" auf. Sie trällern "Putin if you put it when you, put it where you put it....etc."

Mittwoch, 5. März 2025

Reise im Bewusstsein

Mit dem Stichwort „Reise“ (nicht nur in „Reise durch Wirklichkeiten“) meine ich eine gewisse Beweglichkeit, eine Neugier auch auf andere Horizonte, ein Heraustreten aus der eigenen Wahrnehmungswelt, andere Ansichten zur Welt, andere Einordnungen, das spielerische Einnehmen von Positionen, die Einsicht in eine relative Gültigkeit bringen, die anderes, das Andere, ja auch das Fremde grundsätzlich zulässt, ja, die sogar neugierig darauf ist. Dass Ansichten der Welt aus kulturellen und sozialen Gegebenheiten heraus nahezu programmiert sind, habe ich in der Soziologie gelernt. Dass damit oft Machtfragen zusammen hängen, brachte mir die Politikwissenschaft bei. Was mich da immer erstaunt hat: Das Maß an Berechenbarkeit ist schockierend angesichts dessen, dass immer wieder „der freie Wille“ postuliert wird. Vor allem die „Marktforschung“ macht sich diese Programmiertheit zunutze bei ihren Prognosen. Im Idealfall freilich stellt sie Studien und Thesen aus unbeteiligter Perspektive auf, lässt sich nicht infizieren von Gegebenheiten, will nachvollziehbare Erkenntnisse. Auch dies will ich ein bisschen durchbrechen mit meinem Blog, will das Beteiligtsein durchaus zulassen und keinen Anspruch auf objektive Gültigkeit oder jene Nachvollziehbarkeit erheben, die allzu oft und offensichtlich erkauft scheint von mächtigen wirtschaftlichen Interessen.

Samstag, 22. Februar 2025

Machtpolitik

Ich hatte schon bei der Schaffung meiner Musik ein ganz negatives Menschenbild. Deswegen tauchten bei mir auch die vielen elementaren Laute (Turnen, Körper, Fressen, Saufen, Kopulieren usw) statt des gewöhnlich eingesetzten „Leadgesangs“ auf. Dieses Denken und Empfinden haben in mir unlängst Figuren wie Putin oder Trump verstärkt. Böse Menschen. Nach meinem Dafürhalten. Mörder an der Macht. Sie können sich demokratisch legitimiert fühlen, denn sie wurden ja gewählt. Und hierzulande knicken nach hiesigen Maßstäben demokratisch legitimierte Politiker reihenweise ein, beten die Macht an. Wollen das als Diplomatie“ ausgeben, als das von ihnen vertretene Interesse, Interessenpolitik, Pragmatismus. Es gilt das Recht des Stärkeren und nicht die Stärke des Rechts, um einen oft gehörten Satz zu gebrauchen. Diese europäische Politiker sind hohl, ohne Überzeugungen, ebenfalls Figuren der abgehobenen Macht, die ständig ihre Rituale des Laberns und Konferierens verrichten. Die ganzen „faschistoiden“ Figuren reagieren nur auf Geld und Macht. Es werden jetzt Hitler-Grüße gezeigt und mit Motorsägen gefuchtelt. Die Macht regiert und wurde sogar gewählt. Von ungebildetem Pöbel. Vox populi. Die europäischen Staatenlenker unterwerfen sich und kuschen. Sie nennen das Interessenpolitik und Pragmatismus. Diplomatie.

Samstag, 11. Mai 2024

Todesparade

Als grausigen Horror empfinde ich Militärparaden mit ihrer Gleichgerichtetheit und nach außen gerichteter Unterwürfigkeit gegenüber den Mächtigen, für die man sich auf billigste Weise abschlachten lassen würde. Diese Dressur für den Marsch in den Tod!!! Wie mich das anekelt! Gespielter und eingebimster Optimismus. Welches menschenverachtende Weltbild da wohl dahinter stehen mag! Kollektive Hingabe an das „Vaterland“ und dann Aufgabe des Lebens! Grausame Hinrichtungen! Erschießungen. Für grinsende Machthaber. Darüber am Himmel Farben ausstoßende Flugzeuge. Machtspiele. Stolze Präsentation von Waffen. Vernichtungswaffen. Glauben Menschen, dass das eine Art Videospiel sein könnte? Der Tod ist kein Videospiel. Man sieht in den Medien geschlachtete Körper. Flugzeugbomber. Einer steht hierarchisch oben und gibt Befehle. Alle machen und tun, ohne Rücksicht auf sich selbst. Gehen auf in einer hörigen Masse! Ordnen sich ein. Geben sich Vorgaben hin. X x I find military parades with their uniformity and outward subservience to the powerful, for whom one would be slaughtered in the cheapest possible way, to be a horrifying horror. This dressage for the march to death!!! How that disgusts me! Feigned and ingrained optimism. What inhumane worldview might lie behind it! Collective devotion to the “Fatherland” and then surrender! Cruel executions! Shootings. For grinning rulers. Above, planes emitting colors in the sky. Power games. Proud display of weapons. weapons of destruction. Do people think this could be some kind of video game? Death is not a video game. You see slaughtered bodies in the media. Airplane bomber. One person is at the top of the hierarchy and gives orders. Everyone does and does without regard for themselves. Join a submissive crowd! Get in line. Give yourself guidelines.

Sonntag, 10. März 2024

Marktplatz-Macht-Move

Abseits aller Katastrophen: Ich finde es komisch, sehr spooky, dass sich viele Journalisten in Deutschland jetzt dauernd direkt und indirekt über eine mögliche Regierungsneubildung in Berlin unterhalten und im Fernsehen (sofern sie nicht in „Urlaubspause“ (Skifoan“) sind!) tausend Interviews dazu führen. Das gibt doch allen scheinwichtigen Köpfen Gelegenheit, sich als wichtig darzustellen. Nach vorne preschen. Gesicht zeigen. Ihre Eitelkeiten und Machtgier auszuleben..... da ist doch Vieles Popanz und Inszenierung. Einem Grundgedanken von Demokratie nicht würdig! Deutschland will doch überall weit vorne sein („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, eine Partei), jetzt 2023/24 immer noch, nach jedem Scheitern, jetzt, die alles brökelt, da überall die demokratischen Wälle zu brechen scheinen und Kriege die Welt erschüttern. Aus den Reihen der Zivilgesellschaft, aus den nicht von Regierungen bestimmten Interessen müssten da mehr Impulse kommen. Doch das gegenwärtige Interesse macht sich am Persönlichen fest! Beruht zu oft auf Lüge. Auf was denn sonst?, sagen Journalisten, die das alte Spiel dauernd weiter betreiben wollen und in Wirklichkeit auch ein wenig das Spiel der Autokraten zu betreiben scheinen. Die alten Medien, wie etwa „das Fernsehen“ unterstützen dabei mit neckischen Ratespielen. Im Absolutismus und im ersten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts, so scheint es mir, waren Köpfe wichtig. Jetzt. Im Zeitalter omnipräsenter Transparenz und des Internet, sollte sich die Demokratie weiter entwickelt haben, auch wenn derzeit ein paar besonders lächerliche Autokraten das Gegenteil davon versuchen, einen bestimmenden Kulturstil zur allgemeinen Befolgung vorzeigen und das "Volk" ihnen dabei brav zu folgen scheint. Es sollte ein Impuls in diese Richtung gegeben werden. Stattdessen gibt es von den Beherrschten Formulierungen wie „Das Zeug dazu haben, ein Machtwort sprechen“ usw. Macht ist nichts Schlechtes. Das haben wir gelernt von den Politikbescheidwissern. Mir scheint es eher ein Problem, dass Macht zu oft missbraucht wird und darüber hinaus den Charakter verdirbt. Es scheint jetzt eine Phase zu herrschen, die womöglich in die falsche Richtung führt.....