Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Posts mit dem Label Innovation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Innovation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 9. Februar 2025
Innovation
Ach, wie öde fand ich diesen Anspruch im Zusammenhang mit Pop- und Rockmusik!? „Innovativ“ solle es bitteschön sein. Nichts mehr und nichts weniger. Ich selbst habe das Wort im Zusammenhang mit dieser Musik selten, wenn nicht sogar gar nicht benutzt. Ich dachte immer, dass „Innovativ“ auch eine Frage des Blickwinkels und des Standpunkts sei. Auf der Seite des Zuhörers eine Frage des „Sich-Einlassens“. Auf der Seite des Musikers die Bereitschaft, mit dem Unerwarteten, mit dem Überraschenden umzugehen. „Innovativ“ im eigentlichen Sinne, also möglichst unumstritten, waren in meinen Augen Figuren wie Jimi Hendrix und Jaco Pastorius, - vielleicht noch zwei oder drei andere. Da war John McLaughlin. Oder Santana. Oder Jeff Beck. Waren die nicht „innovativ“? Oder hängt dieses „Innovativ“ auch mit der Fähigkeit zusammen, eine eigene musikalische Welt, eigene Ausdrucksformen und Möglichkeiten zu schaffen. Einen eigenen Anspruch zu erschaffen? Eine eigene tönende Welt? War etwa oder ist Eric Clapton „innovativ“ oder hat er, wie manche Oberschlauen behaupten, nur auf dem Erbe der großen Bluesmusiker aufgebaut, hat er "geklaut" und dann daraus versucht, etwas Eigenes Unaufgeregtes zu schaffen? Wer sich in Claptons Musik jemals hat fallen lassen, wird diese Frage leicht beantworten können. Wie leicht ist es eigentlich, ständige Wiederholung und mangelnde Möglichkeiten zu unterstellen? Hat und hatte Clapton keine eigenen Möglichkeiten? Der längst verstorbene Peter Green mit seinen den Wolken entlang gleitenden traumwandlerischen Gitarrenlicks? Waren wir nicht dankbar und brachte uns das nicht etwas, dass er es versucht hat? Dass er geflogen ist.... wie ein Albatros? Alles geklaut? Völlig un-innovativ? Wer dann später die Lieblingsmusik jener "innovativen" Kritiker hört, mag so manches mal krass erstaunt sein: Ob es das ist, was "innovativ" sei? Das hier! Unzählige andere Musiker und Beispiele ließen sich nennen. Viele haben das Rad nicht neu erfunden und waren mit den von ihnen an sich selbst entwickelten Möglichkeiten trotzdem „innovativ“, weil sie sich dessen, was sie vorgefunden haben, anverwandelt hatten. Will man überhaupt immer „innovative“ Musik hören? Soll jemand ständig erfinderisch sein? Muss man, um so etwas aufzunehmen, nicht auch in Stimmung dafür sein? Offen. Ist nicht etwa auch eine Leistung, jemanden in einer solchen Stimmung ansprechen zu können, ihn einzuhüllen in die eigene Vision von Sound?
Sonntag, 15. Dezember 2024
Innovation und all das
Ach, wie öde fand ich diesen Anspruch im Zusammenhang mit Pop- und Rockmusik!? „Innovativ“ solle es bitteschön sein. Nichts mehr und nichts weniger. Ich selbst habe das Wort im Zusammenhang mit dieser Musik selten, wenn nicht sogar gar nicht benutzt. Ich dachte immer, dass „Innovativ“ auch eine Frage des Blickwinkels und des Standpunkts sei. Auf der Seite des Zuhörers eine Frage des „Sich-Einlassens“. Auf der Seite des Musikers die Bereitschaft, mit dem Unerwarteten, mit dem Überraschenden umzugehen.„Innovativ“ im eigentlichen Sinne, also möglichst unumstritten, waren in meinen Augen Figuren wie Jimi Hendrix und Jaco Pastorius, - vielleicht noch zwei oder drei andere. Da war John McLaughlin. Oder Santana. Oder Jeff Beck. Waren die nicht „innovativ“? Oder hängt dieses „Innovativ“ auch mit der Fähigkeit zusammen, eine eigene musikalische Welt, eigene Ausdrucksformen und Möglichkeiten zu schaffen. Einen eigenen Anspruch zu erschaffen? Eine eigene tönende Welt? War etwa oder ist Eric Clapton „innovativ“ oder hat er, wie manche Oberschlauen behaupten, nur auf dem Erbe der großen Bluesmusiker aufgebaut, hat er "geklaut" und dann daraus versucht, etwas Eigenes Unaufgeregtes zu schaffen? Wer sich in Claptons Musik jemals hat fallen lassen, wird diese Frage leicht beantworten können. Wie leicht ist es eigentlich, ständige Wiederholung und mangelnde Möglichkeiten zu unterstellen? Hat und hatte Clapton keine eigenen Möglichkeiten? Der längst verstorbene Peter Green mit seinen den Wolken entlang gleitenden traumwandlerischen Gitarrenlicks? Waren wir nicht dankbar und brachte uns das nicht etwas, dass er es versucht hat? Dass er geflogen ist.... wie ein Albatros? Alles geklaut? Völlig un-innovativ? Wer dann später die Lieblingsmusik jener "innovativen" Kritiker hört, mag so manches mal krass erstaunt sein: Ob es das ist, was "innovativ" sei? Das hier! Unzählige andere Musiker und Beispiele ließen sich nennen. Viele haben das Rad nicht neu erfunden und waren mit den von ihnen an sich selbst entwickelten Möglichkeiten trotzdem „innovativ“, weil sie sich dessen, was sie vorgefunden haben, anverwandelt hatten. Will man überhaupt immer „innovative“ Musik hören? Soll jemand ständig erfinderisch sein? Muss man, um so etwas aufzunehmen, nicht auch in Stimmung dafür sein? Offen. Ist nicht etwa auch eine Leistung, jemanden in einer solchen Stimmung ansprechen zu können, ihn einzuhüllen in die eigene Vision von Sound?
Samstag, 6. Juli 2024
Geldanlage
Ich schlage so einen Begleitflyer auf, so eine undefinierbare Begleitveröffentlichung. Da haben sich lauter freundlich grinsende Manager in ihren dunkelblauen Anzügen unter dem Motto „Katalysator der Innovation“ aufgestellt. Damen verzieren das Ganze, indem sie ordentlich frisiert aus ihren Kostümen blicken. Ich empfinde so etwas als Verarschung in einem Land, das im Ranking seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeiten immer weiter abrutscht. Bahnfahren, über Brücken, im Auto über kaputte Straßen, in was?, Energiebesorger ohne Leitungen, blockierte Netzuser etc. ...es wird einem angesichts von „Herausforderungen“ angst und bange. Ach ja, KI, der neueste Hype. Da soll schland mit vorne sein, - ob`s stimmt? Hinzu tritt ein Akademiker mit Geistesmähne und Gestus, der Tipps für den Aktienmarkt geben will. Labert herum ums Wachstum, Investition, am besten in den Fond, den er berät. Wahrscheinlichkeiten für Anleger, Zinsen fallend oder gleichbleibend, Assets und Marktkapitalisierungen…. Ach ja, Strategie her!, am besten die richtige, lukrativ, attraktiv, Kapitalmärkte…..
x
x
I open one of these flyers, one of these indefinable accompanying publications. There are lots of friendly, grinning managers in their dark blue suits, under the motto "catalyst of innovation". Women decorate the whole thing by peeking out from their suits with neat hair. I find this kind of thing a joke in a country that is slipping further and further down the rankings of its economic performance. Travelling by train, over bridges, in the car over broken roads, in what?, energy suppliers without cables, blocked network users, etc. ... the "challenges" make you scared and anxious. Oh yes, AI, the latest hype. Germany is supposed to be at the forefront - is that true? Then there is an academic with a mane of spirit and gestures who wants to give tips for the stock market. He babbles about growth, investment, preferably in the fund he advises, probabilities for investors, falling or constant interest rates, assets and market capitalizations.... Oh yes, strategy!, preferably the right one, lucrative, attractive, capital markets…..
Dienstag, 5. Dezember 2023
KI
Mir kommt es so vor, als würde in einer Art Fortschrittsgläubigkeit
und Wachstumsfixierung die KI in vielen Medien grinsend grell geschminkt gefeiert
und als würde dabei lächelnd unter die Decke gezwungen, dass die KI trotz aller angepriesenen Segnungen die Menschheit vernichten könnte.
Wir machen diese Technologie jetzt für jeden verfügbar.
Was die KI tut, ist unvorhersehbar, ist eine Black Box.
Das Gegenargument: Die KI verliere durch Regulierung an Innovationskraft.
Ob sich KI selbst reguliert?
Freitag, 28. April 2023
Innovationen
Es wird uns der Begriff „Innovation“ als etwas Unabänderliches verkauft, das im Zeichen des technischen Fortschritts unweigerlich über uns kommen wird. So etwas macht mich misstrauisch. Es scheint nur noch darauf anzukommen, bei der „Innovation“ irgendwie mitmachen zu können, die Mittel dazu zu haben. Klar, die Wirtschaft braucht es. Cleverer als andere sein, heißt da wohl die Devise. Im „Wettbewerb“ besser sein. Diejenigen Länder, in denen ich bisher war, haben das übrigens alle von sich selbst behauptet: dass sie besser seien, „innovativer“, als alle anderen. Aber was ist „innovativ“? Inwiefern steuern wir da mit? Ist unsere Urteilskraft noch gefragt? Was würden die Vertreter einer Aufklärung dazu sagen? Vom Individuum scheint jegliche Verantwortung durch die „digitale Revolution“ auf die Algorhytmen abgewälzt. Die technische Zauberformel wird da noch gesucht, - aber im übrigen: Es wird alles gut! Die Technik wird’s richten. Ursache und Wirkung? Anstelle dessen kann eine Wahrscheinlichkeitsbeziehung treten: Wenn bestimmte Phänomene auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass andere Phänomene auftreten. Haha. Die Zahl der auftretenden Geburten scheint gemeinsam mit der Zahl der auftretenden Störche hochzugehen. Was wohl das eine mit dem anderen zu tun hat?
Sonntag, 19. September 2021
Transformationen
Ich zitiere ein paar der Sprüche, die in letzter Zeit über mich gekommen sind und aus denen ich entnehmen kann, dass die Wirtschaft (insbesondere die Finanzwirtschaft!!!) ein hohes Interesse an der Digitalisierung hat, das freilich im Bereich des Staats keinen Widerhall findet. Ja klar, der Staat ist keine Organisationseinheit, die auf Effektivität basiert! (Effektivtät würde im Bereich der Wirtschaft in „Profit“ umgesetzt) . „Die Cloud ist der stärkste Treiber der digitalen Transformation“. Eine Vielzahl von Usern könne so auf eine hohe Zahl an Daten zugreifen….okay, aber was ist, wenn diese hohe Zahl gehackt wird, wenn es möglich wird, auf einen einzigen Streich hin 100 Millionen Userdaten zu klauen? Ob das ein Vorteil ist. Klar erkennbar ist, dass Firmen und, ja, auch Großfirmen!, diesbezüglich an der Sicherheit zu sparen scheinen. Wie anders wäre es möglich, dass immer wieder solche gigantischen Zahlen des Datenklaus bekannt werden? Es würden „Geschäftsprozesse vereint“ und zusammen geführt, so heißt es weiter. Das mag ja so sein, - aber tun die Firmen genug, um ihre Mitarbeiter dafür zu qualifizieren? Man benötige dafür lediglich einen Browser und eine Internetverbindung. Ach! Und was ist, wenn die Internetverbindung gestört ist? Wenn sie gar nicht stattfindet und Konzerne dafür ihre unterbezahlten Call-Center-Mitarbeiter vorschieben, die fadenscheinige und wohl von höherer Ebene empfohlenen Ausreden dafür parat haben, einen ansonsten aber hängen lassen (wie mir eben wieder passiert?). Gilt dann das „lediglich“ auch noch? Werden hier neue Abhängigkeiten deutlich, die der „Innovation“ nicht gerade förderlich sind? Entsteht nicht der Eindruck, dass beschönigte Formulierungen gewisse Unfähigkeiten und gerade beim staatlichen Handeln wieder offen zutage getretenes Langsam sein (bei deutschen “privaten“ Firmen kann das noch viel schlimmer sein…!) verdeckt werden sollen? „Kraft zum Umsetzen disruptiver Strategien“, „faire, transparente und flexible Kundenbeziehungen“, „Internet-der-Dinge-Anwendungen“ bringen Geräte ins Netz „in Kombination mit digitalen Vertriebswegen entstehen völlig neue Angebote“. Wie klingt das, schon vom Wortgebrauch her? Wem das wohl nützen soll? Ob hier ein paar Dinge falsch angefasst werden? Ob hier nichtssagende Phrasen in Managerlebenswelten ausgetauscht werden?
Samstag, 25. Januar 2020
Der Schein, der nicht weit trägt
Diese Heuchelei geht mir
tierisch auf den Sack: Jede und jeder fühlt die Verantwortung für
das Klima, gibt schlaue Erklärungen dazu ab (bis hinauf zur höchsten
Staatsspitze...)…. tut aber nichts. Jedenfalls nicht
Grundsätzliches, Radikales, das helfen könnte. Auf Klimakonferenzen, zu denen die Beteiligten fliegen, wird viel gelabert, aber nichts Verbindliches beschlossen. Es scheint eine Art Pragmatismus zu herrschen, der sich grundsätzlich entschuldigt fühlt. Ein paar Versprengte scheinen diese
Gesellschaftsordnung mit ihrem Gebaren gegen alle Widerstände
verteidigen zu wollen, was richtig konservativ und vielleicht sogar restaurativ dort ist, wo dringend
und schnelle Veränderung nötig wäre. Die alten Profitklassen, die
also von der gegenwärtigen Systemaufstellung profitieren, erfinden
dauernd neue Argumente dafür oder dagegen und sorgen mit den inzwischen
kennen gelernten „Fake News“-Art für Verwirrung. Keiner weiß, was eigentlich
wirklich ist. Das "niedere" Volk ersticken sie in "Gute-Laune"-Pillen, die auch die Showleute in alltäglichem Frondienst verabreichen. Beliebt ist es,
irgendetwas von technischer „Innovation“ zu faseln: das Schicksal
der Menschheit solch ungewissen Spekulationen überlassen zu wollen,
finde ich abenteuerlich. Auf etwas, was es noch gar nicht gibt….
nun ja, wenn wir alle Zeit hätten… haben wir aber nicht. Wut
angesichts von Ungerechtigkeiten und Misstständen scheinen diese
„verantwortlichen“ Leute aus der „Elite“ nicht zu kennen,
Empathie und Mitgefühl ein Fremdwort für diese Bagage. Bürokratie
eine Ausrede.
Sonntag, 11. August 2019
Nachdenken über Wachstum (2)
Kein Tag vergeht, ohne
dass uns direkt oder indirekt eingeredet wird, dass ohne Wachstum der
Weg zum Glück versperrt sei, dass Gerechtigkeit unmöglich sei und
überhaupt – ökonomische Stabilität unmöglich sei. Ob da nicht
schon längst etwas schiefgelaufen ist? Ob eine solche Idiologie noch
taugt? In Deutschland weist wohl nicht zuletzt der Niedergang der
„Volksparteien“ darauf hin, dass diese Zeit und deren Idiologie
sich ihrem Ende nähert. Das fängt bei der mittlerweile
vielzitierten CO2-Belastung an: Europäer sorgen im Durchschnitt für
eine Belastung der Atmosphäre von weitaus mehr als 10 Tonnen pro
Kopf. Nötig wären aber 2,7 Tonnen.
Spricht für sich.
Unausgesprochen herrschte lange die Vorstellung, als könne durch
technischen Fortschritt (deshalb auch das dauernde Geschwätz der
Politiker von „Innovation“) ein neues und „grünes“ Wachstum
erzeugt werden, das es möglich mache, dass alles so bequem weiter
gehen könne, wie bisher. Der „technische Fortschritt“ könne es
auf diesem Wege möglich machen, dass die Atmosphäre entlastet wird
(2,7 Tonnen CO2!!!!!). Reduktion sei also auf diesem Wege möglich,
so das Credo. So die Idiologie. Ihr zweiter Teil müsste wohl so
gehen: Wir sollten uns vorbereiten darauf, dass unsere Wirtschaft
(und damit der einher gehende „Wohlstand“!) nicht mehr so
unkontrolliert wächst, wie bisher. Wir sollten über ein
Nullwachstum zumindest nachdenken, weil so etwas ökologisch geboten
sein könnte.
Montag, 8. Juli 2019
Innovation und Cyborgs
Folgendes Totschlagargument
begegnet mir immer wieder: Immer schon wurde der Fortschritt
verteufelt, vom Buchdruck über die Eisenbahn bis zum Telephon und
Fernsehen. Schließlich ging es in die Selbstverständlichkeit des
„Normalen“ über. Doch die Gegenwart bietet
Unübersichtlichkeiten, in die sich nicht mal solche Entwicklungen
einpassen: Die Regierung verspricht jetzt zum tausendsten Mal
„Innovation“ (durch Digitales). Ein Werbeslogan verspricht „Kraft
für Neues“. Keiner weiß, was das konkret bedeuten soll. Und es
enthüllt sich alles dann doch immer wieder in seiner verdummenden
Hohlheit. Sehr viele Leute stellen sich Abhörgeräte in die Wohnung,
denen sie ihre Konsumwünsche offenbaren sollen und das Wetter von
morgen besser vorhersagen als die Tante oder der Onkel im Fernsehen.
Dass dabei Daten weitergegeben werden, auch die eigenen: So what?
„Wir müssen die Zukunft neu erfinden, sonst erfindet sie uns“. Eine Drohung der Gegenwart und der Interessen, die hinter ihr stehen.
Währenddessen erscheint Silicon Valley schon voll damit beschäftigt, diese neue Realität weit jenseits von selbstfahrenden Autos zu erfinden. Die Verlängerung des Lebens ist uns da schon seit längerem versprochen, überhaupt, Menschen sollen zu „Cyborgs“ werden, Kreuzungen zwischen Mensch und Maschine, die so ziemlich alles besser können. Humanoide Roboter. Rohstoffe? Verbrauch? Wie gewonnen? Erscheint dabei als eine bedenkenbefrachtete Frage im Hintergrund. Krankheiten schon im Voraus eleminiert. Dieses allumfassende Social-Credit-System wie in China muss ja gar nicht sein. Vielleicht geht noch was anderes. Das Individuum stolpert dazwischen herum und weiß nicht mehr, wer oder was es ist. Dafür wissen das „übergeordnete“ Institutionen umso besser. Gesichtserkennung ist dabei schon längst Grundausstattung. Marktwertberechnung. DNAoptimierung. Alternativlosigkeit. Authentizität. Gier. Profit. Versprechungen. Sich weiterentwickeln im Massenkonsum.
Währenddessen erscheint Silicon Valley schon voll damit beschäftigt, diese neue Realität weit jenseits von selbstfahrenden Autos zu erfinden. Die Verlängerung des Lebens ist uns da schon seit längerem versprochen, überhaupt, Menschen sollen zu „Cyborgs“ werden, Kreuzungen zwischen Mensch und Maschine, die so ziemlich alles besser können. Humanoide Roboter. Rohstoffe? Verbrauch? Wie gewonnen? Erscheint dabei als eine bedenkenbefrachtete Frage im Hintergrund. Krankheiten schon im Voraus eleminiert. Dieses allumfassende Social-Credit-System wie in China muss ja gar nicht sein. Vielleicht geht noch was anderes. Das Individuum stolpert dazwischen herum und weiß nicht mehr, wer oder was es ist. Dafür wissen das „übergeordnete“ Institutionen umso besser. Gesichtserkennung ist dabei schon längst Grundausstattung. Marktwertberechnung. DNAoptimierung. Alternativlosigkeit. Authentizität. Gier. Profit. Versprechungen. Sich weiterentwickeln im Massenkonsum.
Freitag, 5. Juli 2019
Innovation (1)
Es wird uns der Begriff
„Innovation“ als etwas Unabänderliches verkauft, das im Zeichen
des technischen Fortschritts unweigerlich über uns kommen wird, wie ein blitz, wie ein Göttliches. So
etwas macht mich misstrauisch. Es scheint nur noch darauf anzukommen,
bei der „Innovation“ irgendwie mitmachen zu können, die Mittel
dazu zu haben. Klar, die Wirtschaft braucht es offenbar. Cleverer als andere
sein, heißt da wohl die Devise. Im „Wettbewerb“ besser sein.
Diejenigen Länder, in denen ich bisher war, haben das übrigens alle
von sich behauptet: Dass sie besser seien, „innovativer“, als
alle anderen Aber was ist „innovativ“? Inwiefern steuern wir da
mit? Ist unsere Urteilskraft noch gefragt? Was würden die Vertreter
einer Aufklärung dazu sagen? Vom Individuum scheint jegliche
Verantwortung durch die „digitale Revolution“ auf die
Algorithmen abgewälzt. Die technische Zauberformel wird da noch
gesucht, - aber im übrigen: Es wird alles gut! Die Technik wird’s
richten. Ursache und Wirkung? Anstelle dessen kann eine
Wahrscheinlichkeitsbeziehung treten: Wenn bestimmte Phänomene
auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass andere Phänomene
auftreten. Haha. Die Zahl der auftretenden Geburten scheint gemeinsam
mit der Zahl der auftretenden Störche hoch zu gehen. Was wohl das eine
mit dem anderen zu tun hat?
Abonnieren
Posts (Atom)