Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Montag, 9. März 2026
Verrückte Fahrt
Mittwoch, 11. Juni 2025
Jugendkult
Sonntag, 26. November 2023
Katalysator
Donnerstag, 1. Dezember 2022
Blasengewaber
Sonntag, 21. November 2021
Alter
Plötzlich ist man alt. Scheise, man ist da hinein geworfen worden. Man fühlt sich (natürlich, - wie alle!) jünger. Das kann doch nicht wahr sein! Aber nun ist man in einem Rennen: das unternehmen, was man noch kann, finanziell und körperlich! Ob „das Alter“ öffentlich geächtet ist, nachlässig behandelt, oder verachtet? Das mag sich dramatisch anhören, aber ich erinnere mich, dass ich in als jüngerer Mensch das Alter immer „den Andern“ zugeschrieben habe. Die Kraft und die zielbewusste Hoffnung wurde der Jugend zugeordnet, das Abschlaffen und das Warten auf die nächste Rentenerhöhung, der Verfall in Richtung auf Krankheiten und die damit immer mehr einher gehende Fremdbestimmung schien da auch ein Kennzeichen des Alters. Hinzu kam und kommt der auf tausend Arten praktizierte Jugendwahn dieser Gesellschaft, die sich sowieso von vornherein ein bestimmtes Bild vom Alter macht und das dann als Rechtfertigung gebraucht, um grundlegende Dinge des Lebens zu verdrängen. Was „dem Alter“ bleibt, wäre in diesem Zusammenhang höchstens eine Art „Weisheit“, also die Fähigkeit, ruhiger und abgeklärter zu sein (Vorsicht Klischee!). Dass solche „Fähigkeiten“ auch mit der finanziellen und ökonomischen Ausstattung des Alters zusammen hängen mögen, sollte hier nicht unerwähnt bleiben, wie überhaupt die ökonomische Verfasstheit eine große Rolle im Verhältnis zu alten Menschen spielt. Wer mehr Geld zur Verfügung hat und sorgenfrei lebt, hat (wie Zahlen aus Erhebungen zeigen) eine höhere Lebenserwartung.
Dienstag, 24. September 2019
Beben
Sonntag, 14. Juli 2019
Erinnerungen? - sind in einem.....
Sonntag, 30. Juni 2019
Influencer, Blogs, Social Media
Montag, 7. Januar 2019
Arbeitsmarkt und Alter
Freitag, 9. März 2018
Impressionistischer Dualismus
„Weißt du noch?“
„Damals, als wir zusammen auf der Wiese saßen und über unseren impressionistischen Dualismus spekulierten...?“.
(Aus den Ergänzungen zu dem in den achtziger Jahren geschriebenen Entwurf eines Romans)
Samstag, 2. September 2017
Alter und Jugend (3)
Partykultur? Ist alles eine Wohlfühloase oder geht es in anderen Gegenden dieser Erde ganz anders zu? Welche Beziehung haben wir dazu? Sind uns diese Menschen fern oder bringt es das Zeitalter der Globalisierung mit sich, das sich alle näher kommen? Ist das Cool oder Uncool? (Ich muss grinsen...) Wie steht es mit immerwährendem Spass? Manchmal drängt sich der Eindruck auf, manche Menschen würden dies suchen. Auf Kosten anderer? Ist das Bewusstsein davon lustfeindlich und verkopft? Ob es da Gemeinsamkeiten des Alters gibt, was ja auch Gemeinsamkeiten der Sozialisation heißt? Was man als „normal“ oder „selbstverständlich“ empfindet, ist ja auch durch Bezugspersonen vermittelt. Gilt es in der Jugend nicht, sich davon abzukapseln, sich loszumachen, dagegen zu protestieren und dadurch eine eigene Identität, eine eigene Weltsicht zu gewinnen....?
Mittwoch, 16. August 2017
Alt und Jung (2)
Allerlei Verkleidungen sind angesagt, was zählt, ist die Flucht aus dem eigenen Ego, das an anderer Stelle mit extremen Aktionen wieder krampfhaft gesucht wird. Industrieversprechen werden zu schnell übernommen, Werbung wird zu ernst genommen, große Linien oder gar Utopien oder Visionen (was ist denn das?) werden ohnehin nicht gepflegt. Man kann in jungen Jahren nicht erkennen, dass der Mensch durch Stadien geht, dass sein Körper verfällt und gleichzeitig sein Kapital ist, mit dem man nicht so beliebig experimentieren könnte, dass dies keine Rückwirkungen auf einen selbst haben würde, - auch wenn von anderer Stelle Erfahrung von Dingen oder einem selbst (Selbsterfahrung) angesagt wird. Die von jungen Menschen so viel gehassten Gewohnheiten und Rituale können auch etwas Positives haben. Sie schützen vor Energieverlusten, schaffen Sicherheit. Der Horizont in dieser Welt steht leider nicht jedem offen, es gelten Rahmenbedingungen und individuelle Voraussetzungen, soziale Dispositionen und andere Begrenzungen. Wir sind auf dem Teil der Welt geboren, der eindeutig bevorzugt ist. Was ist mit den anderen?
Montag, 14. August 2017
Alt und Jung (1)
Montag, 10. Juli 2017
Hermanns Jugend
Wie ein geheimnisvolles Reich kam ihm die Bibliothek des Großvaters Hermann Gundert vor, in der es nach Pfeifenrauch und alten Büchern roch. Als Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber von Missionsliteratur leitete Gundert den Calwer Verlagsverein. Er war einer der Pioniere der evangelischen Mission in Indien gewesen, ein schwäbischer Theologe, der auch ein bedeutender Indologe und Sprachgelehrter war. Er konnte seine Predigten in so manchem indischen Dialekt abhalten und übertrug indische Versepen ins Deutsche. Seine Wertschätzung anderer Kulturen faszinierte den jungen Enkel Hermann Hesse. „in anderen Schränken des Großvaters stand und lag noch viel anderes Wesen und Geräte. Ketten aus Holzperlen wie Rosenkränze, Palmblätterne Rollen, mit eingeritzter alter indischer Schrift beschrieben. Kleine Götterbilder, aus Holz,aus Glas, aus Quarz aus Ton, messingne Ceylonbecher und Schalen. Und alles kam aus Indien und Ceylon, aus Siam und aus Birma. ...Er war auch ein Magier ein Weiser und Wissender- Er konnte Pali und Sanskrit schreiben und sprechen. Er konnte unter anderem bengalische, indostanische und sineglesische Lieder singen. Er kannte die Gebetsübungen der Mohammedaner und der Buddhisten, obwohl er Christ war und an den dreieinigen Gott glaubte. Niemand wusste so wie er bescheid darum, dass unsere Stadt und unser Land nur ein sehr kleiner Teil der Erde war.