Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Donnerstag, 18. September 2025
Maßvoll
Vielleicht kommt es auf das richtige Maß an, auf den ehrlich gesuchten Ausgleich (was nicht immer Kompromiss heißen muss). Man hat oder probiert auf der Suche nach Sinn verschiedene Ansätze aus (es geht möglicherweise gar nicht darum, sich mit seinem kleinen Ego mit etwas zu identifizieren, oder recht zu haben). Vielleicht gilt es um ein unspektakulär behutsames Abwägen, um ein Herausdestillieren von Möglichkeiten (mit dem man auch spielt). Wie bei Vielem im Leben: es geht um die Dosis. Wenn ich jetzt die Entwicklungen hierzulande sehe, scheint es mir vor allem um das Herausschälen eines Egos zu gehen, um einen Führungsanspruch, um das Verschwinden in „Schützengränben“ der Meinung. Um das Hinterlassen von „Spuren“, eines Stallgeruchs, der om politischen Raum gerne auch mal von Parteien verwaltet wird. Ob sie je wieder die Mitte des Volkes repräsentieren werden? Was ist die Mitte? Wer will denn heute ein solches Sinnbild des Mittelmaßes sein? Großartige Soziologen haben längst bewiesen, dass es in der heutigen Gesellschaft um das Herstellen von „Einzigartigkeit“ geht. So manchem mögen bei der Behauptung einer mittigen Wählbarkeit Zweifel kommen, auch angesichts der aktuellen Auftritte der „Köpfe“ solcher Parteien. Gelassener mag einem da zumute sein, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass es nach den Erkenntnissen der Quantenphysik darauf ankommt, ob man und von wo aus man eine Sache beobachtet. Je nachdem kann das Ergebnis variieren. Mithilfe der „kognitiven Dissonanz“ kann man sich „Realität“ sogar gefügig machen, indem man das Unangenehme oder scheinbar Unpassende ausblendet. Der Mensch fühlt sich halt unwohl, wenn er auf Informationen trifft, die seinen Überzeugungen zuwider laufen. Dciese Informationen werden gerne mal wegrationalisiert, ausgeblendet.
Donnerstag, 11. September 2025
Meinungen
Vielleicht kommt es auf das richtige Maß an, auf den ehrlich gesuchten Ausgleich (was nicht immer Kompromiss heißen muss). Man hat oder probiert auf der Suche nach Sinn verschiedene Ansätze aus (es geht möglicherweise gar nicht darum, sich mit seinem kleinen Ego mit etwas zu identifizieren, oder recht zu haben). Vielleicht gilt es um ein unspektakulär behutsames Abwägen, um ein Herausdestillieren von Möglichkeiten (mit dem man auch spielt). Wie bei Vielem im Leben: es geht um die Dosis. Wenn ich jetzt die Entwicklungen hierzulande sehe, scheint es mir vor allem um das Herausschälen eines Egos zu gehen, um einen Führungsanspruch, um das Verschwinden in „Schützengränben“ der Meinung. Um das Hinterlassen von „Spuren“, eines Stallgeruchs, der im politischen Raum gerne auch mal von Parteien verwaltet wird. Ob sie je wieder die Mitte des Volkes repräsentieren werden? Was ist die Mitte? Wer will denn heute ein solches Sinnbild des Mittelmaßes sein? Großartige Soziologen haben längst bewiesen, dass es in der heutigen Gesellschaft um das Herstellen von „Einzigartigkeit“ geht. So manchem mögen bei der Behauptung einer mittigen Wählbarkeit Zweifel kommen, auch angesichts der aktuellen Auftritte der „Köpfe“ solcher Parteien. Gelassener mag einem da zumute sein, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass es nach den Erkenntnissen der Quantenphysik darauf ankommt, ob man und von wo aus man eine Sache beobachtet. Je nachdem kann das Ergebnis variieren. Mithilfe der „kognitiven Dissonanz“ kann man sich „Realität“ sogar gefügig machen, indem man das Unangenehme oder scheinbar Unpassende ausblendet. Der Mensch fühlt sich halt unwohl, wenn er auf Informationen trifft, die seinen Überzeugungen zuwider laufen. Diese Informationen werden gerne mal wegrationalisiert, ausgeblendet.
Dienstag, 10. August 2021
Aus anderen Zeiten - Notiz
„Ich war und bin zu anspruchsvoll mit den Personen, die mich umgeben und die ich zögere, Freunde zu nennen. Ich erwarte (offenbar) immer zu viel, ich habe immer noch die Vision aus meiner Kindheit, jemanden zu finden, mit dem ich mich voll und befriedigend austauschen könnte, ohne Argwohn, ohne diese permanenten Verletzungen, die heute Alltag sind. Im Fließen sein, im Fließen der gegenseitig zugeworfenen Erkenntnis und Unkenntnis. Ich will dort sein, wo man bereit ist, wie selbstverständlich sich Zeit zu schenken. Wo man sich Intensität und Energie gibt. Es war kürzlich kurz da, dieses Gefühl, im einem Gespräch. Aber es gilt dabei auch, gegenseitige Fixierungen aufzugeben, dem Anderen Spielraum zu geben, überhaupt: dem anderen und sich selbst Spielraum geben. Alles Mögliche auszuprobieren. Einen Schutzraum gemeinsam erschließen. Wirkliche Kommunikation versuchen. Maßlos sein, ohne sich entschuldigen zu müssen....
Donnerstag, 5. August 2021
Was hier, in diesem Blog, eine Rolle spielt - reloaded
Wir sind durch soziale Realitäten bestimmt, durch Werthaltungen, durch Idiologien..... So auch hier: Es geht bei vielen Postings in diesem Blog womöglich um Perspektiven auf die Wirklichkeit, denen jeder unterliegen kann. Die ihm "zufliegen", ohne das er das explizit so will oder dass er das Mitgeteilte überprüfen könnte. Durch Sozialisation, durch Gewöhnung, durch „gesunden Menschenverstand". Dabei spielt in diesem Falle meine Person keine oder eine sehr geringe Rolle. Ich sehe mich selbst da nur als eine Art "Medium", dass stellvertretend für die Masse der Vielen steht. Ich nehme auf und gebe in diesem Blog wieder.
Dies hier ist aber auch kein intimes Tagebuch! Eher das Gegenteil! Das Subjektive mag an vielen Stellen in Richtung des Objektiven gehen, - und umgekehrt! Das Private im Öffentlichen, - und umgekehrt! Das zu beachten ist bei der Lektüre sehr wichtig! Ich fühle mich in der Rolle des Schreiberlings eher als Beobachter, als Aufnahmeschirm und stelle ja von der Seitenauslinie auch viele Fragen, auf die ich selbst keine Antwort weiß. Auch sie könnten sich jedem stellen. Es hat mit meiner Person nichts zu tun, ohne dass ich die bequeme Position jener Politiker einnehme, die erklären, dass die Entscheidung zwischen richtig und falsch nicht von ihrer Person abhänge. 1.) Werde ich nicht von der öffentlichen Hand bezahlt 2.) Habe ich keine „wichtigen“ Entscheidungen zu treffen. Nein, ich fühle mich als Teil von etwas Anderem, - was auch mit meinem Studium der Soziologie zu tun haben könnte.
Ich zeichne ein Bild, das - und das ist die Pointe! - nicht zutreffend sein muss! Ich nehme einfach nur Informationen, Anstöße, Fragmente rund um mich herum auf und gebe sie wieder. Nein, da ist kein journalistisches Überprüfen, verbunden mit der Verantwortung vor der Veröffentlichung! Viele der "Konsumenten" eines solchen Journalismus haben schlicht nicht die Zeit dafür. Der alltägliche Journalismus geht auch kaum so vor.... Es geht hier vielmehr um ein Stochern im Nebel anhand gewisser Fakten, - so, wie es vielen anderen Personen geht. Übrigens: Interviews werden sowieso nicht gewährt.
Es erhebt die Information in meinen Posts keinen Anspruch auf absolute Gültigkeit. Sie ist vielmehr die Wahrnehmung einer Möglichkeit, einer Perspektive und Ansicht auf eine Gegebenheit, der wir ausgesetzt sind. Ich versuche aufzunehmen, dass es nicht mehr so einfach ist, zu entscheiden, was richtig und falsch sei. Einst und in der Aufklärung, - bis jetzt!, nahm diese Rolle die Wissenschaft wahr. Doch sie scheint inzwischen von vielen Seiten her korrumpierbar und interessengeleitet. Grund zur naiven Wissenschaftsgläubigkeit bietet sie in letzter Zeit jedenfalls relativ wenig. Politische Entscheidungsträger sollten sich auf die Wissenschaft stützen, heißt es oft. Doch unter diesen Bedingungen könnte dies ein schwieriger Job sein, zumal auch die Politik selbst (z.b. EU) Einflussnahmen unter bestimmten Interessen ausgesetzt ist. Dass sich diese als wissenschaftlich kaschiert haben, ist inzwischen bekannt. Untersuchungen werden nahezu beliebig gekauft, wissenschaftliche Titel haben (nur) ihren Preis. Der Publikationszwang unter Wissenschaftlern und die Praxis wissenschaftlicher Fake-Verlage andererseits, scheinen hier zudem ungünstige Einflüsse auszuüben oder versuchen offenbar mit einigem Erfolg, sich dies eitle und leider oft auch verlangte Bestreben zunutze zu machen.
Andere meiner Postings in diesem Blog sind hingegen sehr subjektiv, zeichnen ein Bild aus meinen Augen, sind von mir, meinen Erfahrungen und Person gefärbt und getränkt. Sie kommen aus dem Subjektiven, könnten genau darin jedoch etwas Allgemeingültiges haben, etwas, was sich verlängern ließe ins Gesellschaftliche. Privates könnte etwas mit Öffentlichem zu tun haben (s.o.) - und umgekehrt. Ich wechsle also die Perspektiven, fühle mich tatsächlich auf einer „Reise durch die Wirklichkeit“, die gewisse Politiker zuletzt unbedingt regulieren wollten.....
Montag, 21. August 2017
Was wir wissen (3)
Inzwischen gibt es
Wissenschaftler, die glauben (!), dass es mehr als drei Dimensionen
gibt. Der Raum könnte ja noch weitere Dimensionen haben. Ob wir
ihnen dann näher kommen können, oder ob – wie es scheinbar
brennend interessiert – schon die „Bewohner“ einer solch
multidimensionalen Welt auf uns zukommen werden? Als Aliens? Wir
sollten das erst mal verschieben und uns klar werden, dass wir in
unseren Erkenntnismöglichkeiten beschränkt sind, trotz des ach so
wissenschaftlichen Weltbildes, dem in unseren Zeiten nahezu absolute
Gültigkeit bescheinigt wird. Platon zufolge ist die Welt, so wie wir
sie wahrnehmen, so wie die Wand in einer Höhle, auf der
zweidimensionale Schatten tanzen. Erzeugt werden sie aber von
dreidimensionalen Figuren draußen vor der Höhle, die wir leider nie
zu Gesicht bekommen. Nun ja, schon die alten Griechen hatten da wohl
eine Ahnung, - Platon hatte wohl mehr als das.... Ob man aus
zweidimensionalen Schattenbilder einen dreidimensionalen Raum
rekonstruieeren kann? Es braucht zumindest ein gewisses Maß an
Offenheit dafür. Weil wir die Extradimensionen nicht kennen, wird
das für uns ein Spekulationsspiel, das wahrscheinlich Ahnungen
gleich kommt, Visionen. Ob das, was in der vierten Dimension
existiert, eine Chance hat, zu uns durchzukommen? Gibt es wenigstens
einen theoretischen Zugang? Wie könnte für uns beschränkte Wesen
eine Reise in die vierte Dimension aussehen? Es würde auf jeden Fall
eine verunsichernde Verzerrung unserer bisherigen Lebenswelt
entstehen, so viel ist sicher. Und wir lächerliche Lebewesen würden
etwas über unsere Beschränkungen erfahren. Wir würden uns
vielleicht auch einer Sichtweise annähern, die etwas vollkommener
ist, als die, die wir haben.
Samstag, 19. August 2017
Was wir wissen (2)
Was wir wissen? Viel oder
wenig? Ob wir darüber für immer im Ungewissen bleiben werden, wie
Max Planck einst fand? „Die Wissenschaft kann die letzten Rätsel
der Natur nicht lösen. Und das ist so, weil wir letztlich ein Teil
des Rätsels sind“, sagte dieser Großphysiker. Möglicherweise
werden wir dieses Rätsel, das wir uns selbst sind, nie lösen
können. Ob wir's akzeptieren können? Und überhaupt: Ob es mehr
Dimensionen als die uns bekannten Raum und Zeit gibt? Mit einiger
Wahrscheinlichkeit. Schon die Hippies schwadronierten etwas von der
Fünften Dimension. Ob aus dieser Wirklichkeit heraus die Welt eine
völlig andere wäre? Und wir unvollkommene Wesen bekämen nur einen
vielfach geprägten Ausschnitt der anderen Welt mit? Auch Platon spekulierte in seinem Höhelgleichnis dazu, das wir stets einen durch unsere Möglichkeiten herausgestanzten Ausschnitt einer Wirklichkeit erkennen können. Ob die
Möglichkeiten unseres Hirns unser Bild von der Welt prägen? Ob es
da noch andere Apparate gibt? Ob wir diese Möglichkeiten digital
erweitern können, indem wir uns zu so etwas wie Cyborgs machen? Hm,
ob das dann aber doch nur eine weitere Möglichkeit wäre, dem Ziel
etwas näher zu kommen und keineswegs das Erreichen des Ziels
bedeuten würde? Eine Art Offenbarung könnte es aber schon sein.
Eine Offenbarung? Ob das etwas Religiöses hat? Das Bewusstsein
davon, das unser Wissen trotz aller Gesetzmäßigkeiten etwas
Relatives hat? Es wird wohl darum gehen, über diese
Gesetzmäßigkeiten etwas zu wissen, so denken wir uns.
Donnerstag, 17. August 2017
Was wir wissen
Was wissen wir? Was
Materie oder dunkle Energie überhaupt ist? Sie hält doch unsere
Galaxien zusammen, - oder etwa nicht? Werden uns von Physikern
moderne Märchen erzählt? Die Menschen und ihre Physiker verstehen's
noch nicht so recht, das alles. Auf jeden Fall könnte der Weltraum
Anschauungsmaterial dafür bieten. „Ich möchte wissen, was da
draußen ist“ soll Stephen Hawking gesagt haben, der Mann, der noch
immer das Physik-Genie an sich darstellt. Wie das Universum
entstanden sein könnte? Mit dem Urknall sagen etliche Astrophysiker.
Aber was war davor und wie kam es zum Urknall? Gab es davor etwas
anderes, das sich eventuell zu einem Punkt zusammenzog, um im Urknall
zu explodieren? Oder kommt der Urknall aus dem Nichts? Einem
energiegeladenen Vakuum? Neueste Forschungen zeigen wohl, dass selbst
im Vakuum etwas ist. Bloß was? Und hat nicht die Quantenmechanik
längst bewiesen, dass ein Teil an zwei Orten gleichzeitig sein kann?
Widerspricht den physikalischen Gesetzen? Nun ja, da würde selbst
ein mittelmäßiger Physiker widersprechen. „Die Quantenmechanik
ist sehr achtungsgebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, dass
das noch nicht der wahre Jakob ist. Gott würfelt nicht!“ sagte vor
etwa 100 Jahren Albert Einstein dazu. Ja, was nun? Und überhaupt:
Gott? War der Urknall nur ein einzelnes Ereignis bei der Entstehung
einer wahnsinnig großen Vielfalt von Universen? Gibt es insofern
Parallelwelten? Die oft beschrieenen und verfilmten? Ob an dieser
Stelle etwas wie Gott ins Spiel kommt? Etwas Größeres als das, was
wir kapieren können? „Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir
nicht wissen, ein Ozean“ sagte einst der Großphysiker Isaac
Newton. Daran mag sich nichts geändert haben.
Montag, 13. Februar 2017
Hier sein
Ich habe mich schon als Kind immer empört, dass
gewisse Menschen nichts haben und andere alles. Die einen souverän
im Trockenen, - ganz aus sich selbst und durch ihre Rücksichtslosigkeit - die anderen im gefährlichen
Nichts. Heute weiß ich, dass erben reich machen soll. Das ist so geregelt. Heute nennt
man eine solche Weltsicht wie die hier geäußerte gerne mal etwas abfällig „moralisch“. Für mich war und ist es eher basis-menschlich. Etwas Grundsätzliches, etwas, was die Art
betrifft, wie ich morgens die Augen aufmache, um in die Welt zu blicken. Wie
ich mit anderen Menschen umgehe, wie ich in Bezug dazu mein Ego sehe.
Natürlich wurde es in mich hinein gelegt, anderen Menschen zu helfen
versuchen, mit ihnen zu teilen. Es wurden verschiedene Dinge in mich
hinein gelegt, klaro. Ein Humus dessen wurde gelegt, was in mir
selbstverständlich erscheint. Was ich als „normal“ definieren
sollte. Mit der Zeit hat es sich mit dem vermischt, was mich und mein
Ego ausmachte. Aber dieses Grundgefühl war immer da, dass ich darüber
staunte, wie viele Menschen ihre „Normalität“ akzeptierten, ohne
dass sie darüber nachdachten. Sie ließen ihren „Möglichkeitssinn“
verdorren. Sie machten ihn davon abhängig, wie es ihnen selbst ging.
Sie wähnten sich auf der Seite der „Tüchtigen“.
Da ich im Schwäbischen aufgewachsen bin, nahm ich stark wahr, dass es dort sehr gerne gesehen und akzeptiert ist, wenn jemand etwas „schafft“, wenn es jemand zu etwas bringt, wenn jemand etwas „aus sich macht“. Möglichst auch finanziell. Mir selbst kam es so vor, als würde ich auf einer anderen Spielfläche spielen. Nicht dabei, weit draußen – und doch einbezogen. In Pflichten. Verpflichtungen. Und dazu dieses Gefühl, diese dauernd in mir gärende Vermutung, dass meine Frage unbeantwortet blieb: wieso geht es manchen Menschen so gut und anderen nicht? Wir sind verschieden. Die Welt ist nicht gerecht. Das habe ich dann oft gehört und auf verschiedene Weise inhaliert. Alphatiere, Natur, sich durchsetzen, großartig sein und all der Quatsch..... Ist gefressen. Einer frisst den anderen. Der Mensch des Menschen Wolf... Aber kann man seine andere Seite, die andere Perspektive so vergessen? Einfach im Mainstream derer mitschwimmen, die das (anscheinend zum allgemeinen Nutzen und Frommen) vergessen haben? „Reise durch Wirklichkeiten“ heißt mein Blog: das ist auch lebensaltermäßig gemeint.
Da ich im Schwäbischen aufgewachsen bin, nahm ich stark wahr, dass es dort sehr gerne gesehen und akzeptiert ist, wenn jemand etwas „schafft“, wenn es jemand zu etwas bringt, wenn jemand etwas „aus sich macht“. Möglichst auch finanziell. Mir selbst kam es so vor, als würde ich auf einer anderen Spielfläche spielen. Nicht dabei, weit draußen – und doch einbezogen. In Pflichten. Verpflichtungen. Und dazu dieses Gefühl, diese dauernd in mir gärende Vermutung, dass meine Frage unbeantwortet blieb: wieso geht es manchen Menschen so gut und anderen nicht? Wir sind verschieden. Die Welt ist nicht gerecht. Das habe ich dann oft gehört und auf verschiedene Weise inhaliert. Alphatiere, Natur, sich durchsetzen, großartig sein und all der Quatsch..... Ist gefressen. Einer frisst den anderen. Der Mensch des Menschen Wolf... Aber kann man seine andere Seite, die andere Perspektive so vergessen? Einfach im Mainstream derer mitschwimmen, die das (anscheinend zum allgemeinen Nutzen und Frommen) vergessen haben? „Reise durch Wirklichkeiten“ heißt mein Blog: das ist auch lebensaltermäßig gemeint.
Dienstag, 17. Januar 2017
Das Machbare, das Mögliche und die Politik
Am Wochenende habe ich
Gedanken aufgenommen, habe sie in mir bewegt und habe mich mit ihnen
bewegt: Es gibt vielleicht so etwas wie die Politik der
Enttäuschung. Das ist eine Politik, die den Leuten sagt, dass sie
das realisieren wolle, was möglich sei. Es geht aber vielleicht
nicht nur darum, das zu tun, was als möglich erscheint, sondern auch
das scheinbar Unmögliche zu wagen. Die herrschende Politik will uns etwas
weismachen: das Bestehende ist zwar nicht ideal, aber es ist nicht zu
ändern. Wo stehen da solche geistigen Rammböcke und Positionen wie
etwa die Macht des Faktischen oder die Behauptung einer
„Alternativlosigkeit“. In einer Demokratie gibt es immer
Alternativen, es gibt zudem den Versuch, sich eine Alternative zu
erarbeiten, sie anzustreben. Die Alternative ist vielleicht ein Motor
aller Entwicklung. Sie bedeutet: es geht vielleicht auch anders. Es
lohnt sich, darüber nachzudenken, ob nicht eine gleichere
Gesellschaft möglich wäre als jene gegenwärtig extrem ungleiche
Version, die von einer extrem kleinen Schicht von Kapitalbesitzern
beherrscht wird (8 Personen besitzen offenbar so viel wie die Hälfte der
gesamten Weltbevölkerung!). Es könnte möglich sein, die menschliche
Arbeit nicht strikt aufzuspalten in Leitung und Ausführung. Wie sich das auswirken würde? Was wohl
ein Weg dazu sein könnte? Lass uns darüber nachdenken! Ob Hierarchie immer der Ausdruck davon ist, etwas gut oder besser zu können? Lass uns einen Blick auf die Realität werfen! Man könnte
vielleicht auch aufhören, sich zu bekriegen, aufgrund von Nationalität,
Rasse oder Religion. Man kann sich dagegen vielleicht im Sinne der
ganzen Menschheit verhalten und mit ihr fühlen.Vielleicht ist auch die
Existenz einer autoritären Staatsmacht keine endgültige Sache. Es
könnte sich lohnen, darüber nachzudenken, ob welchem Zeitpunkt eine
Abschaffung oder zumindest Verminderung eines solchen Staatswesens
wünschbar wäre. Wow, wäre so etwas Anarchie? Das böse Wort? Nun
ja, es müssten gewisse Voraussetzungen und Randbedingungen dafür
geschaffen werden, um so etwas zu versuchen. Wie man's dann nennt, wäre einigermaßen egal.
Ich bin dabei, dies alles an den
gegenwärtigen Bedingungen zu spiegeln, in denen der Populismus zusammen mit dem ihm verbundenen Narzissmus Urständ feiert, der Neoliberalismus samt seiner
Begleiterscheinungen sowieso zu lange das Feld beherrscht hat, die Figur des „Führers“ plötzlich wieder
aus dem Schlamm kriecht, um sich mit den Bedürfnissen der Vielen
nach Orientierung und Vorgabe neu zu sortieren und zu kombinieren. Die Religion
scheint ihm dabei in jeder Hinsicht beizustehen. Ob auch die
Ideologie bald ihre Renaissance erlebt? Gewisse fundamental ausgerichtete Religionsrichtungen scheinen schon dabei zu sein. Ob etwa ein
grassierender Neoliberalismus, der alles Gemeinschaftliche zu einer
Sache des Einzelnen machen will, nicht ohnehin schon eine Ideologie
dargestellt hat? Nicht nur im deutschen Gesundheitswesen und im
Bildungswesen scheint er gravierende Spuren hinterlassen zu haben, die allgemein
als problematisch empfunden werden. Trotzdem schafft gesellschaftliche Verdrängung und Abspaltung hier noch ein fröhliches Klima. Ein globales Gesundheitswesen hat dieser profitgläubige Neoliberalismus ohnehin nicht geschaffen. Ob gewisse Entwicklungen zu schnell
voran geschritten sind und den Menschen überfordert haben? Ob so
etwas Offensichtliches eine Kategorie ist, in der Manager von
Großkonzernen manchmal denken?
Donnerstag, 15. September 2016
Dichter unseres Lebens
Ob es am Ende nicht eine grobe Fehleinschätzung und
eine Art Sünde ist, eine „Alternativlosigkeit“ zu behaupten? Ob
sich im Gegenteil dazu der Mensch nicht geradezu dadurch definiert,
dass er Alternativen hat, dass er sich zwischen Möglichkeiten
entscheiden kann, dass er sich und andere nach etwas wie dem rechten
Weg fragen kann? Dass das für einen altmodischen und zu oft
missbrauchten Begriff wie „Freiheit“ sehr wichtig ist? Ob es
nicht zum Mensch sein gehört, dass man gerade in der Diskussion zu
Antworten kommen kann, - für sich und andere? Im sachten Abwägen
von Alternativen?
Alternativen? Zu was? Es ist ja nicht so, dass wir dem Leben Bedeutung geben dürften, sondern es ist das, was wir tun, wir machen es einfach, es geschieht. Wir geben dem, was wir vorfinden, einen Sinn. Es ist alles im Werden und unabgeschlossen. Es gibt deshalb keine absolute Wahrheit. Was ist der Wert der Natur? Wie gehen wir mit den Tieren um? Worin liegt die Würde des Menschen und wie können wir sie schützen? Wir brauchen neue Verknüpfungen darüber, was es heißt, unter solchen Verhältnissen Mensch zu sein. Es muss Platz sein für einen neuen Umgang mit der Sprache, der wieder Platz lässt für Zweideutigkeit und Poesie, der die Dinge und Menschen zum Leben erweckt, anstatt sie nur zu beziffern oder konsumierbar zu machen. Doch können wir wirklich etwas ändern? Was ist das? „Die da oben, die da unten“, „der kleine Mensch, das große System“? Alles wird immer teurer, effektiver, leistungsstärker, schlimmer... . Es funktioniert alles ökonomistisch, von seiner Verwertbarkeit geprägt. Wir müssen begreifen: …..wir selbst sind das System, wir sind die Gesellschaft. Und wir haben die Wahl zwischen Alternativen. Der Mensch ist das Tier, das die Wahl hat. Dass diese Wahl so vielen Menschen auf der Erde immer noch genommen wird, ändert nichts daran, dass es am Verhalten jedes einzelnen Menschen liegt, wie die Welt ist. Leben heißt wach zu sein, anwesend, mitfühlend, sich zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden. Wir sind die Welt und die Welt hat den Wert, den wir ihr geben. Wir sollten das Leben feiern, anstatt es immer mehr zu verwerten. Wir sollten der Dichter unseres Lebens sein, sagt Friedrich Nietzsche.
Alternativen? Zu was? Es ist ja nicht so, dass wir dem Leben Bedeutung geben dürften, sondern es ist das, was wir tun, wir machen es einfach, es geschieht. Wir geben dem, was wir vorfinden, einen Sinn. Es ist alles im Werden und unabgeschlossen. Es gibt deshalb keine absolute Wahrheit. Was ist der Wert der Natur? Wie gehen wir mit den Tieren um? Worin liegt die Würde des Menschen und wie können wir sie schützen? Wir brauchen neue Verknüpfungen darüber, was es heißt, unter solchen Verhältnissen Mensch zu sein. Es muss Platz sein für einen neuen Umgang mit der Sprache, der wieder Platz lässt für Zweideutigkeit und Poesie, der die Dinge und Menschen zum Leben erweckt, anstatt sie nur zu beziffern oder konsumierbar zu machen. Doch können wir wirklich etwas ändern? Was ist das? „Die da oben, die da unten“, „der kleine Mensch, das große System“? Alles wird immer teurer, effektiver, leistungsstärker, schlimmer... . Es funktioniert alles ökonomistisch, von seiner Verwertbarkeit geprägt. Wir müssen begreifen: …..wir selbst sind das System, wir sind die Gesellschaft. Und wir haben die Wahl zwischen Alternativen. Der Mensch ist das Tier, das die Wahl hat. Dass diese Wahl so vielen Menschen auf der Erde immer noch genommen wird, ändert nichts daran, dass es am Verhalten jedes einzelnen Menschen liegt, wie die Welt ist. Leben heißt wach zu sein, anwesend, mitfühlend, sich zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden. Wir sind die Welt und die Welt hat den Wert, den wir ihr geben. Wir sollten das Leben feiern, anstatt es immer mehr zu verwerten. Wir sollten der Dichter unseres Lebens sein, sagt Friedrich Nietzsche.
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