Reise durch Wirklichkeiten

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Dienstag, 4. November 2025

Baumsterben

Da wird ein alter Baum gefällt, direkt vor meinem Fenster. Er tut mir leid. Einfach nur das. Ich weiß auch, dass Vernunftsgründe dafür gesprochen haben mögen. Zu riskant, er könnte umfallen. Er hat die Kanalisation bedrängt und hätte früher oder später doch gefällt werden müssen… Und doch tut er mir leid. Der Mensch will sich schützen vor der Natur. Er will sie beherrschen. Er legt sie um. Einfach, weil er glaubt, ihr überlegen zu sein. Doch es zeichnen sich Bewegungen ab, die der Mensch noch nicht beherrscht. Ob er sich nicht einfach zu früh sicher wähnt? Was ist mit Vulkanen oder Meteoriten- und Asteroideneinschlägen? Wo sind die Insekten geblieben? Ob wir einen natürlichen Zusammenhang, denn wir gerne als „Ökologie“ bezeichnen, verstehen?

Dienstag, 24. Juni 2025

Baum

Da wird ein alter Baum gefällt, direkt vor meinem Fenster. Er tut mir leid. Einfach nur das. Ich weiß auch, dass Vernunftsgründe dafür gesprochen haben mögen. Zu riskant, er könnte umfallen. Er hat die Kanalisation bedrängt und hätte früher oder später doch gefällt werden müssen… Und doch tut er mir leid. Der Mensch will sich schützen vor der Natur. Er will sie beherrschen. Er legt sie um. Einfach, weil er glaubt, ihr überlegen zu sein. Doch es zeichnen sich Bewegungen ab, die der Mensch noch nicht beherrscht. Ob er sich nicht einfach zu früh sicher wähnt? Was ist mit Vulkanen oder Meteoriten- und Asteroideneinschlägen? Wo sind die Insekten geblieben? Ob wir einen natürlichen Zusammenhang, denn wir gerne als „Ökologie“ bezeichnen, verstehen?

Freitag, 25. April 2025

Baumpoesie

Da wird ein alter Baum gefällt, direkt vor meinem Fenster. Er tut mir leid. Einfach nur das. Ich weiß auch, dass Vernunftsgründe dafür gesprochen haben mögen. Zu riskant, er könnte umfallen. Er hat die Kanalisation bedrängt und hätte früher oder später gefällt werden müssen… Und doch tut er mir leid. Der Mensch will sich schützen vor der Natur. Er will sie beherrschen. Er legt sie um. Einfach, weil er glaubt, ihr überlegen zu sein. Doch es zeichnen sich Bewegungen ab, die der Mensch noch nicht beherrscht. Ob er sich nicht einfach zu früh sicher wähnt? Was ist mit Vulkanen oder Meteoriten- und Asteroideneinschlägen? Wo sind die Insekten geblieben? Ob wir einen natürlichen Zusammenhang, den wir gerne als „Ökologie“ bezeichnen, verstehen?

Samstag, 30. November 2024

Nutzen, Baum, Selbst

Ein Baum muss keinen Nutzen oder Daseinszweck haben. Der ist nur nebensächlich. Den schreiben nur wir ihm heute darüber hinaus mit den Mitteln der Forstwirtschaft zu. Da ist die Eibe. In praktisch allen alten Kulturen galt sie als heilig. Dort, wo sie noch heute als heiliger Baum verehrt wird, gelingt es den Menschen oft, mit der Natur zu leben, ohne sie zu zerstören. Als uns das Empfinden für eine solche Bedeutung verloren ging, war das vielleicht der Moment, in dem unsere Zivilisation begann, Bäume nur noch als Ressource zu sehen. Diese Bäume wurden gefällt, um aus ihren Holz Feuer zu machen und es auf vielerlei Arten zu nutzen und zu benutzen. Daraus wuchsen im Laufe der Zeit die heutigen Umweltschäden. Wir haben das Empfinden für das spezielle Sosein der Bäume völlig verloren. So haben manche Bäume etwas Besonderes an sich. Sie sind so alt und majästetisch gewachsen, dass man ihnen unwillkürlich Respekt zollt. Hierzu gehört oft auch die Eibe. Der Mensch schützte sie in früheren Zeiten, weil sie als heilig galt und sie wohl immer noch als sehr geheimnisvoll gelten darf. Sie wird mehrere tausend Jahre alt. In Schottland soll eine immer noch vitale Eibe wachsen, die 5000 Jahre alt ist. Sie bietet sich an, sie zu berühren. Etwas zu berühren heißt, sich von seiner physischen Existenz zu überzeugen. So kann der Wald für uns zu einem Ort der Selbstbesinnung werden. Ein Ort, an dem die Zeit eine andere Dimension hat und der Raum von lebenden Pflanzen eingenommen wird. In den Wald einzutauchen, kann also insofern bedeuten, zu den Quellen des Daseins zurück zu kehren. Der Wald kann dann zu etwas werden, was einer großen grünen Mutter gleicht. Die Gerüche und Geräusche des Waldes bringen in uns etwas zum Schwingen, eine Erfahrung, die der Mensch seit hunderttausenden von Jahren gemacht hat. Wir könnten unter Umständen auch heute versuchen, der Tier oder Pflanzenwelt im Wald wieder näher zu kommen. Bäume könnten immerhin die Möglichkeit bergen zu unseren Wurzeln zurück zu kehren, daraus Energie zu beziehen und uns reicher zu machend die Welt verändern. Ein hoher Anspruch, gewiss. In der spirituellen Verbindung zur Natur wird auch die Dimension des Kosmos ahnbar, ist zu erahnen. Staunen und so etwas wie Ehrfurcht wiederfinden, könnte ein Ziel sein. Wissen und ahnen, wo man herkommt und wo man hingeht. x x x A tree does not have to have a use or purpose. That is only secondary. Today, we are the only ones who ascribe that purpose to it, using the means of forestry. There is the yew tree. In practically all ancient cultures, it was considered sacred. In places where it is still revered as a sacred tree, people often manage to live with nature without destroying it. When we lost the sense of such importance, that was perhaps the moment when our civilization began to see trees only as a resource. These trees were felled to make fire from their wood and to use and exploit it in many different ways. Over time, this led to the environmental damage we see today. We have completely lost the sense of what makes trees special. Some trees have something special about them. They are so old and majestic that we instinctively pay respect to them. The yew tree is often one of these. In earlier times, people protected them because they were considered sacred and they can probably still be considered very mysterious. It can live for several thousand years. In Scotland, a yew tree is said to be 5,000 years old and is still alive. It is worth touching. To touch something means to be convinced of its physical existence. The forest can thus become a place of self-reflection for us. A place where time has a different dimension and space is taken up by living plants. To immerse yourself in the forest can therefore mean returning to the sources of existence. The forest can then become something that resembles a great green mother. The smells and sounds of the forest make something vibrate within us, an experience that people have had for hundreds of thousands of years. We could perhaps try to get closer to the animal and plant world in the forest today. Trees could, after all, hold the possibility of returning to our roots, drawing energy from them and changing the world by making us richer. A high claim, certainly. In the spiritual connection to nature, the dimension of the cosmos can also be sensed, one can guess at. Rediscovering a sense of wonder and a sense of awe could be one goal. Knowing and sensing where you come from and where you are going.

Dienstag, 25. Mai 2021

Bäume umarmen (2)

Einen Baum zu umarmen soll glücklich und gesund machen? Wer einem Menschen begegnet, der einen Baum umarmt, sollte sich nicht bedroht fühlen. Dieser Mensch ist wahrscheinlich kein Verrückter, sondern er betreibt Fitness. Denn Bäume umarmen soll helfen, gesund und glücklich zu werden, so sagt man (Wer ist „man“?)! Dazu sollte man etwas über Ding Shu Gong wissen. Wirklich? Oder ist das viel unmittelbarer? Was ist Ding Shu Gong? Ding Shu Gong ist chinesisch und bedeutet in Etwa „sich an Bäume anlehnen/ mit ihnen in Beziehung treten und deren Fähigkeiten erlernen“. Die Idee dahinter: Man nimmt durch die Umarmung die heilende Energie der Bäume in sich auf und kann so dazu beitragen, gesund und fit zu bleiben. Alles Esoterik-Quatsch und Kitsch? Wissenschaftler fanden Erstaunliches heraus: Wer in der Nähe von Bäumen wohnt, wird weniger krank. Außerdem ist frische Waldluft gesund und revitalisierend. In der buddhistischen Religion gilt der Schatten eines Baumes als bester Ort um zu meditieren. Fest steht also: Bäume beruhigen und geben uns ein gutes Gefühl. Aber warum sie umarmen? Befürworter der Theorie behaupten, dass jeder Baum eine spezielle Wirkung auf den Menschen hat. So regt die Eiche etwa unseren Kreislauf an, die Linde lindert Liebeskummer und die Birke hilft gegen Depressionen. Wenn man diese Bäume berührt oder bestenfalls sogar umarmt, geht diese heilende Wirkung auf die Menschen über. Haha, das erinnert uns dann doch an Astrologie und ihre nebulösen Versprechen. Kann was dran sein. Doch wir haben dies nicht in unseren Horizont übernommen. Stattdessen haben wir weiter gelesen: Der Physiologe Maximilian Moser erklärte der FAZ gegenüber, dass Spaziergänge im Wald den Puls wesentlich mehr senken, als vergleichbare Spaziergänge in der Vorstadt. Das Gleiche gilt für den gesunden Schlaf: Wer in einem Echtholz-Bett schläft, hat einen erholsameren Schlaf. Ob esoterischer Blödsinn oder nicht, in der Natur zu sein kann auf jeden Fall nicht schaden, - zumindest. Vielleicht tut man auf diesem Wege etwas für sich. So manches mag dafür sprechen. Und wer zwei Stunden durch den Wald läuft, wird auf jeden Fall fit - ob er dazwischen Bäume umarmt oder nicht.

Montag, 24. Mai 2021

Bäume umarmen

Was ich unlängst las und mir heraus kopiert habe: Bäume zu umarmen, bisher eher als Marotte von Ökofreaks bekannt und verschrien, kann auch medizinische Effekte haben: Die Rinde der Bäume enthält wohl sogenannte Terpene, die das menschliche Immunsystem stärken und vor Krebs schützen. Wer einen Baum umarmt, atmet diese Terpene ein und nimmt sie über seine Haut auf. Das berichtet der Biologe und Bestseller-Autor Clemens G. Arvay in seinem neuen Buch „Der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald“ mit Bezug auf Forschungsergebnisse der Nippon Medical School in Tokyo. „Terpene erhöhen die Zahl und fördern die Aktivität jener natürlichen Killerzellen im menschlichen Körper, die Viren entfernen und Krebszellen sowie potenzielle Krebszellen bekämpfen“, schreibt Arvay. „Ebenso aktivieren Terpene die drei wichtigsten Anti-Krebs-Proteine, mit denen unser Immunsystem Tumore bekämpft und uns vor Krebs schützt.“ Es gibt sogar ein Chemotherapeutikum, das auf Terpenen basiert. Um die positiven Effekte der Terpene zu nützen, müssen Waldbesucher die Bäume nicht zwangsläufig umarmen. „Forscher fanden heraus, dass schon ein ausgedehnter Waldspaziergang die Anzahl und die Aktivität der natürlichen Killerzellen um bis zu 50 Prozent erhöht“, betont Arvay in seinem Buch. Die Terpene entströmen auch den Baumkronen, den Blättern und Stängeln sowie dem Boden. „Wer einen Baum umarmt, kommt allerdings der reichhaltigsten Quelle von Terpenen besonders nahe. Das haben Menschen, die wir lange als Spinner abgetan haben, wohl intuitiv gespürt.“

Freitag, 21. Mai 2021

Unter Bäumen

Ein Baum muss keinen Nutzen oder Daseinszweck haben. Der ist nur nebensächlich. Den schreiben nur wir ihm heute darüber hinaus mit den Mitteln der Forstwirtschaft zu. Da ist die Eibe. In praktisch allen alten Kulturen galt sie als heilig. Dort, wo sie noch heute als heiliger Baum verehrt wird, gelingt es den Menschen oft, mit der Natur zu leben, ohne sie zu zerstören. Als uns das Empfinden für eine solche Bedeutung verloren ging, war das vielleicht der Moment, in dem unsere Zivilisation begann, Bäume nur noch als Ressource zu sehen. Diese Bäume wurden gefällt, um aus ihren Holz Feuer zu machen und es auf vielerlei Arten zu nutzen oder zu benutzen. Daraus wuchsen im Laufe der Zeit die heutigen Umweltschäden. Wir haben das Empfinden für das spezielle Sosein der Bäume völlig verloren. So haben manche Bäume etwas Besonderes an sich. Sie sind so alt und majästetisch gewachsen, dass man ihnen unwillkürlich Respekt zollt. Hierzu gehört oft auch die Eibe. Der Mensch schützte sie in früheren Zeiten, weil sie als heilig galt und sie wohl immer noch als sehr geheimnisvoll gelten darf. Sie wird mehrere tausend Jahre alt und kann dann noch immer prächtig gedeihen. In Schottland soll eine immer noch vitale Eibe wachsen, die 5000 Jahre alt ist. Sie bietet sich an, sie zu berühren. Etwas zu berühren heißt, sich von seiner physischen Existenz zu überzeugen. So kann der Wald auch hier für uns zu einem Ort der Selbstbesinnung werden. Ein Ort, an dem die Zeit eine andere Dimension hat und der Raum von lebenden Pflanzen eingenommen wird. In den Wald einzutauchen, kann also insofern bedeuten, zu den Quellen des Daseins zurück zu kehren. Der Wald kann dann zu etwas werden, was einer großen grünen Mutter gleicht. Die Gerüche und Geräusche des Waldes bringen in uns etwas zum Schwingen, eine Erfahrung, die der Mensch seit hunderttausenden von Jahren gemacht hat. Wir könnten unter Umständen auch heute versuchen, der Tier oder Pflanzenwelt im Wald wieder näher zu kommen. Bäume könnten immerhin die Möglichkeit bergen zu unseren Wurzeln zurück zu kehren, daraus Energie zu beziehen und uns reicher zu machend die Welt verändern. Ein hoher Anspruch, gewiss. In der spirituellen Verbindung zur Natur wird auch die Dimension des Kosmos ahnbar, ist zu erahnen. Staunen und so etwas wie Ehrfurcht wiederfinden, könnte ein Ziel sein. Die ich Geheimnisse der Zeit ergründen. Wissen und ahnen, wo man herkommt und wo man hingeht.

Freitag, 2. April 2021

Waldgeister

Gerne bin ich im Wald. Es zieht mich immer wieder zu ihm hin. Ich spüre dann etwas, manchmal Beruhigung, manchmal Konzentration, manchmal eine Freundlichkeit,….. Es heißt, „Gutmenschen“ würden gerne die Bäume umarmen...sollen sie doch! So denke ich. Habe zwar noch kaum das Bedürfnis gespürt, aber ich könnte es mir vorstellen...jedenfalls disqualifiziert sich meiner Ansicht nach niemand damit, ...ich spüre oft die Luft, ihre Fülle, ihre Ausgeruhtheit und Gelassenheit, die sie auch bei mir selbst erzeugen kann, ich staune darüber und lasse es dabei bewenden, es braucht keine mystische Überhöhung und keine flotten Formulierungen, ich brauche auch keinen Peter Wohlleben, um das alles zu spüren, es zu genießen, es in mich aufzunehmen - ach könnte ich doch davon mehr! Da ist auch ein Feeling wie eine Ahnung von dem, was etwas Kollektives in mir früher war, eine quasi-religiöse Verbundenheit, die ja nicht sein kann und trotzdem sein darf, ich nehme dort etwas in mich auf, - durch die Luft?, - das mich stärkt und augenblicklich heraus zieht aus den Verstrickungen des Alltags. Muss ich an Klimawandel denken, an Umweltzerstörung und Beton? Ja, könnte ich! Ist aber nicht zwangsläufig. Besser ist es, in dieser herrlichen Luft aus der gängigen Zeit zu entfliehen...in Richtung der Waldfeen, Zwerge und Heiligen, wie das so vielen poetischen Geistern gerade in Deutschland schon gegangen ist.

Dienstag, 13. Juni 2017

Bäume umarmen

Nein, das ist kein Spleen von Esoterikern und Ökofreaks: einen Baum zu umarmen kann medizinisch helfen. Rinde von Bäumen enthält sogenannte Terpene, die das menschliche Immunsystem stärken und vor Krebs schützen können. Wer einen Baum umarmt, atmet diese Terpene ein und nimmt sie über seine Haut auf. Es kann aber auch ein einfacher Waldspaziergang dazu führen, ein nahe Sein, ein Aufnehmen von Energie. Die Nippon Medical School in Tokyo ist dem wissenschaftlich auf der Spur, wenn sie behauptet: „Terpene erhöhen die Zahl und fördern die Aktivität jener natürlichen Killerzellen im menschlichen Körper, die Viren entfernen und Krebszellen sowie potenzielle Krebszellen bekämpfen“. Bäume zu umarmen kann also helfen, gesund und glücklich zu bleiben. Der Trick: Man nimmt durch die Umarmung die heilende Energie der Bäume in sich auf. Mit der Zeit lernt man vielleicht den einen Baum für sich kennen, der einem eine nähere Beziehung möglich macht. Das kann auch freier machen: Vielleicht braucht man sich dann nicht zu schämen oder sich als Spinner vorkommen, wenn man Bäume umarmt.  

Mittwoch, 10. Februar 2016

Baumwelt

Ich gleite entlang an den Bildern, die Peter Wohllebens Buch „Das geheime Leben der Bäume“ in mir hinterlassen hat. Dass Bäume untereinander kommunizieren könnten, dass die Pilzwelt dabei eine wichtige Rolle spielt, dass Bäume sogar Wissenabspeichern können, Gelerntes aufnehmen und sinnvoll darauf reagieren, hatte in mir weitgehende Folgerungen ausgelöst: über den Wald an sich, aber auch über ein magisches Weltbild, das ja einer anonymen Umwelt menschliche Eigenschaften zuschreibt. Vielleicht könnte dies so etwas wie ein Fenster auf eine neu empfundene Einheit mit der Welt, mit der Natur auslösen. Wie in einem Traum gleiten da Bilder aus dem Regenwald am Amazonas an mir vorüber, von grünen Welten, hunderten von Flechten und Pflanzen aller Art, denen ein Baum eine Lebensgrundlage bieten kann. Ich denke an das Geben und Nehmen, das ich aus Wohllebens Buch mal wieder als ein Prinzip der Natur entnommen habe. Ja, auch an das Fressen und Gefressenwerden. Und ich denke an den Menschen und die Rolle, die er darin spielt, die er sich selbst verleiht- Ob wir nicht mit dem Wachstum um jeden Preis aufhören sollten? Nur: wer sollte aufhören? Jemand, der ökodikatorisch einen Befehl dazu gibt? Kann sein, dass das nicht geht. Ich sehe in die Augen eines Faultiers, das mit seiner von der Evolution gegebenen Selbstverständlichkeit in der Krone eines Baumes im Regenwald hängt. Ich nehme wahr, wie alles mit allem hier zusammenhängt und wie das ganz unmittelbar zu erfahren war. Und ich wünsche allen Technokraten einen stunden weisen Aufenhalt in einer solchen Umwelt, abseits aller „Dschungelcamp“-Klischees. Nicht die vermeintlichen Ekligkeiten, Würmer oder abschreckende Übungen sollten dann entscheidend sein, sondern der Augenblick in einer solchen stillen, aus sich selbst kommenden Welt sollten dann wichtig werden, sollten ihre eigene Wirkung entfalten.