Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Freitag, 28. November 2025
Abbilder
Blick zur Seite. Blick ins Unbekannte. Fremd. Geradezu militärisch straff sind sie organisiert, denen wir in TV-Features zuschauen, über die wir uns informieren. Sie lassen sich einreden, sie seien bedroht und müssten deshalb zu Waffen greifen. Sich einsetzen für das Richtige. Rechtzeitig angreifen, bevor es zu spät ist. Sie gehen auf im militärischen Körper, im Ganzen, sie sind gleichgerichtet, reihen sich ein, funktionieren jederzeit. Wer nicht funktioniert, wird beseitigt. Befehl. Gehorsam. Hierarchie. Oben. Unten. Kein Nachdenken. Bereit zur Brutalität. Den Feind vernichten. Tarnen und täuschen. Aufgehen in der Masse. Schießen und erschießen, uniform gleich. Menschen entmenschlichen. Kameradschaft im Bösen. Listig. Rechtzeitig, timing ist alles. Einer gibt den Befehl, die Losung. Alle brüllen ihre Zustimmung, ihr Einverständnis, ihre absolute Identifikation. Wollen stürmen. Vorne dran sein. Total. Sie beten die Macht an. Deren Inszenierung. Ihre Gesten. Ihre Symbole. Ob wir uns angesichts dessen fremd fühlen?
Donnerstag, 27. November 2025
Moderne Sinnsuche
Gott, Liebe, Suche, Erlösung. Schlüsselworte eines sozialen Mechanismus, der als „spirituelle Suche“ die Nachfolge der organisierten Religionsausübung angetreten zu haben scheint. Die Tradition scheint uns anderes zu überliefern: Papst, Inquisition, Hexen etc.. Aber ab wann geht es um eine selbstbestimmte Suche, um den individuellen Weg und jene Erlösung im Selbst, die nie zu Ende ist und eine beständige Suche voraus setzt? Kurz: die Emanzipation des Geistes und Verhaltens? Kirchenstrukturen der kanalisierten spirituellen Suche zu erkennen und damit umgehen zu können, scheint wohl eine meiner Lebenslinien zu sein, die mich ins Hier und Jetzt geführt haben. Ich versuche, Verhaltensmuster zu erkennen. Dazu gehört, dass oft ein Mensch die Regeln und die Weisheit verkündet, der alle folgen sollen. In der Politik führt das über die Autokratie in den Faschismus. Jetzt werden im Geschäft der Spiritualitäti oft Köder der Mitmenschlichkeit und der Empathie ausgelegt, die selbstverständlich honoriert und teuer bezahlt werden sollen. Das bisher Unerkannte im einzelnen Menschen zu heben, mag da als Ziel ausgegeben sein. Auch ganz allgemein dem Licht entgegen zu gehen, davon geht die geheimnisvolle Kunde. Es wird auch gerne mal von der „Wertschätzung des Individuums“ geschwafelt, es werden teure Seminare und Veranstaltungen angeboten, bei denen sich ein “Meister“ oder „Wissender“ als Seelenführer inszeniert. Im Übrigen überlässt dieser Führer vieles dem Gruppendruck: Wer sich nicht dem Regelwerk gemäß verhält, wird sanktioniert oder vor der Gruppe bloßgestellt (siehe auch politische Mechanismen). Es geht offensichtlich explizit oder auch latent um Macht und Machtausübung, um Gruppenzwang und in Aussicht gestellte Erlösung. Auch scheint eine gewisse sexuelle Enthemmung und Einübung einer Promiskuität vieler solcher Selbsterfahrungssitzungen zu sein. Sich auszuziehen und dann ungehemmten sexuellen Kontakt in einer „In-Group“ zu suchen, scheint mir da unabdingbar und ein Muster zu sein, das sich oft durch die „moderne“ Sinnsuche zieht. An seine Grenzen zu gehen, auch darum geht es oft als Hauptzweck. Man solle sich selbst in seinen Bedürfnissen erkennen, sehen und finden, so heißt es. Auch werden dann gerne Drogen und mystische Rituale zu diesem Zwecke eingesetzt. Es gilt bei allem, eine In-Group der Wissenden, der Erfüllung und Erlösung Suchenden und eine Outgroup der Ahnungslosen, der tumben und ahnungslosen Masse distinktiv zu erzeugen, sie zu erkennen, - natürlich gegen reichlich Kohle.
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