Reise durch Wirklichkeiten

Freitag, 21. August 2026

Where to go to.....?

Ich frage mich derzeit ernsthaft, was ich eigentlich 25 Jahre lang gemacht habe. Fest steht, dass ich unter anderem die Situation, in der ich war, als „normal“ für mich definiert habe. Grundlegende Änderungen verschob ich auf später. Diese ganzen Randbedingungen, in die ich gestellt war, sie waren mir nicht egal, aber ich sah ein, dass ich unter den gegebenen Verhältnissen nach meinem Erkenntnisstand nichts ändern konnte. Ich fühlte mich weniger als Journalist (obwohl ich auch ca. ½ Jahr in der Lokalredaktion gearbeitet hatte), denn als Musikkritiker. Dafür setzte ich meine gesamte Kraft ein, das verschaffte mir so etwas wie Sinn. Ich versuchte, mich aus allen für mich zugänglichen Kanälen zu informieren und von dort aus zu einem halbwegs ausgeglichenen Urteil zu kommen, das ich schreiberisch aber so verpacken musste, dass es mit Gewinn gelesen werden konnte. Ich ließ also oft so etwas wie Ironie und Humor (was nicht gut ankam!) einfließen, warf Fragen auf, ich versuchte, die Dinge von verschiedenen Seiten her zu betrachten, bezog Gesichtspunkte des Marketing und Perspektiven der Psychologie in das mit ein, was ich zu betrachten hatte. Ich profitierte in diesen Betrachtungen auch auf vielerlei Art davon, was ich im Studienfach Soziologie (und ein klein wenig auch von der Politikwissenschaft) gelernt hatte. Sicher, es war für mich die ganze Zeit über ein Horror, zu den abhängig Beschäftigen gehören zu müssen, so etwas wie einen „Chef“ über mir zu haben. Dies entspricht nicht meinen Anlagen. Dies widerstrebt mir. Dies taucht in meinem eigenen Kosmos nicht auf. Ich hatte stets versucht, das Allgemeine in mein Schreiben einfließen zu lassen, es mit dem Persönlichen zu konfrontieren und auf diese Weise einer alten Idee nachzukommen, die die „68er“ (ein dummer Mythos) immer propagiert hatten: Das Persönliche ist politisch und das Politische ist persönlich. Zum Persönlichen gehörte auf manche Art auch das, was ich aktiv musikalisch versuchte. Bilanz ziehend muss ich sagen, dass ich somit neue alte Perspektiven zurück gewann, dass mir der Blick der Medien auf Schaffensprozesse oft genug als suspekt vorkam. Man konnte dann oft von einer gewissen Selbstdistanz lesen dergestalt, dass ja Popmusik in Wirklichkeit etwas Primitives sei, das nahezu jedermann in kurzer Zeit erlernen könne und das nur in die Atmosphäre des Zeitgeists passen müsse, damit der „Künstler“ reich und berühmt werde. Zusammen fassend kann ich sagen: das entspricht nicht meiner Erfahrung! Dennoch: es hat sich ein Nebel der Verlogenheiten über alles und jedes gelegt. Der Mensch freilich wird in eine bestimmte Richtung dressiert, er wird trainiert, sozialisiert und konditioniert, so dass er selbst groteskeste Verhältnisse als „normal“ empfinden kann. Ich erfahre dann, dass meine Kritik oft als Spassbremse empfunden wird. Und um Spass geht es ja in unserer Gesellschaft. Alles positiv auf- und annehmen, mögen die Politiker noch so die Verdrießlichkeiten und Distanziertheiten der Deutschen als rückschrittlich und fortschrittsfeindlich brandmarken. Ob es mir in meinem ehemaligen Beruf auch so gegangen ist? Sicher, ich hatte gegen Ende meiner Laufbahn manchen Shitstorm und viele Empörtheiten aller Art zu überstehen. Es war offenbar oft angekommen, dass ich es ernst meinte. Aber ich empfand mich unter dem Schutz einer starken Marke stehend, die zwar immer mehr nachlassend, aber immerhin unter anderem auch noch vom Bedürfnis nach „Geist“ und distanzierter journalistischer Betrachtung gespeist war. Jaja, trotz allem! Man ermöglichte mir, in großer Auflage an die Leute, an die Masse, an „Pop“ zu kommen! Ich war gezwungen, mich populär auszudrücken! Ich, der ich immer daran vorbei geredet hatte! Ich, der ich mit der breiten Masse als Ego so wenig zu schaffen hatte! Ich musste schnell auf den Punkt kommen und mich spritzig ausdrücken! Mich auf Personen und Institutionen zu verlassen, hoffe ich, inzwischen völlig verlernt zu haben (wenn jemals ein Glaube daran vorhanden war…). Dies hat in meinem Falle nichts mit einer Fürsprache für neoliberale Tendenzen in der Gesellschaft zu tun! Im Gegenteil! Schon bei meinem Studium der Politikwissenschaft hatte ich ein Referat gegen die damals so populäre Privatisierung aller Lebensbereiche gehalten! Es war in meiner Person verankert. Ich hatte auch immer wieder unerkannt das „Bad in der Menge“ gesucht, wollte wissen, was diese Leute umtreibt, wollte ihre Affekte teilen (oder zumindest besser verstehen), hatte Jahrmärkte besucht und war schließlich - so etwas wie „Popkritiker“ - geworden, also jemand, der sich mit den Bedürfnissen einer breiten Masse auseinander setzen muss. Mit der Entsolidarisierung und Vereinzelung in dieser Gesellschaft wollte ich nicht so recht etwas zu tun haben. Doch ich musste zur Kenntnis nehmen, wie mich solche Tendenzen einkreisten, wie sehr ich dem in Vielem nicht entsprach oder sogar widersprach.

Donnerstag, 20. August 2026

Ins Bewusstsein hinein

Um sich zu blicken und das reflektierend festzuhalten versuchen, was einen da angeht, das mag wohl auch ein Inhalt des Journalismus sowie der Literatur gewesen sein. Restelemente davon finden sich auch in meiner Blogschreibe auf Facebook oder hier. Es ist manchmal der klägliche Versuch, eine grundsätzliche Weltsicht weiter zu führen. Klar, das interessiert niemand! Jeder interessiert sich nur für sich. Ich ja auf meine Weise auch! Paradoxa muss man bei solcher Betrachtung aushalten! So ist das in unserer gegenwärtigen Existenz, die wohl aus einer Art Neoliberalismus kommt, wo jeder seines Glückes Schmid sein soll. Manifestation ist angesagt. Nur fest genug daran glauben, dann tritt das Gewünschte auch ein (meist Reichtum). Es gibt wohl eine Menge Spezialisten, die auf klar vorgezeichneten Gebiet brillant sind, aber schon leicht daneben keine Ahnung mehr davon haben, inwieweit sie Rädchen in einem Räderwerk sind, und welchen Gesetzen sie dabei unterworfen sind. Schon gar nicht geht sie „Das Ganze“ etwas an. Ihre Reflektion scheint gelegentlich nicht allzu weit zu reichen. Zu Fragen sowieso nicht. Da herrscht das überall gegenwärtige Lächeln. Die gefällige Gleichgültigkeit. Es kommt mir so vor, als sei es so. Vielleicht ist es auch ganz anders.

Montag, 17. August 2026

Caramel

Zeitweise

Man müsse unbedingt ganz im Moment, im Hier und Jetzt leben, so höre ich immer wieder. Komischerweise verspüre ich in mir ein anderes Bedürfnis, was dieser fast zur Binse gewordenen Erkenntnis zuwider läuft. Und ich habe in jüngster Zeit etliche wissenschaftliche Aussagen dazu gehört. Zeit als Phänomen beschäftigt mich ja ohnehin. Ich weiß nicht, ob ich diese wissenschaftliche Sicht ganz korrekt wiedergeben kann. Doch sie entspricht dem, was ich bisher schon empfunden oder geahnt habe. Sie verstärkt meine Skepsis gegenüber dieser Gegenwartsorientiertheit, die einem immer angetragen wird. Diese Theorien überraschten mich mit einer Alltagszugewandtheit: Unser Gehirn bringt die Zeit fast nach Belieben zum Laufen und Stehen, - was man sich leicht im Selbstversuch vor Augen führen kann: z.b. wenn man bei einer Uhr mit Sekundenzeiger auf das Zifferblatt schaut, scheint dieser Zeiger im ersten Moment immer zu stehen. Das Gehirn baut auch Zeitsprünge ein: sehen Sie in den Spiegel und fixieren Sie erst das eine und dann das andere Auge. Sie werden nie eine Augenbewegung wahrnehmen. Das Gehirn trickst einen also aus und macht sich die zeitlichen Abläufe passend. Das tut es, um uns zu helfen, damit wir uns die wirklich wichtigen Bilder besser einprägen können. Für unsere Orientierung im Leben also, fürs Planen, Denken, Reden oder Handeln ist diese Vorstellung von Zeit sehr wichtig. Und doch kann uns jeder Physiker vorführen, dass diese Vorstellung, die nahezu alle Kulturen teilen, falsch ist: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – laut Physik alles Quatsch. Einstein hat in seinen Relativitätstheorien versucht, das wahre Bild der Zeit zu zeichnen. Er sieht sie als eine von vier Dimensionen. (3X Raum, 1XZeit) Insofern müssen wir uns von der Idee der Gegenwart lösen. Denn wenn der Raum nicht das eine universelle Hier kennt, warum sollte es dann das eine universelle Jetzt geben? Es gibt so viele verschiedene Orte gleichzeitig. Auch wenn wir sie nicht sehen.Ähnlich ist das mit der Zeit. Man kann sich die Zeit als zusätzliche Raumdimension vorstellen. Alle Momente, wie wir erleben, stehen nebeneinander. Unter Physikern heißt diese Vorstellung von der vollständig gegebenen Raumzeit „Block-Universum“. Alle Ereignisse, vom Beginn des Urknalls bis zur Endzeit, alles ist da. Wir aber erleben dieses Universum nicht als Ganzes, sondern scheibchenweise. Vergangenheit, Zukunft: alles da. Scheinbar. Jeder erlebt seine Einteilung: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ganz individuell geformt und passend gemacht! Z.b. unser Nachbarstern Alpha Centauri: wenn wir sein Bild empfinden können, ist es in diesem Moment bereits vier Jahre alt. Könnten wir auf Alpha Centauri sein, wären alle Ansichten der Erde auch schon 4 Jahre alt. Einstein sagt: Es gibt nicht die eine Aufteilung des Raum-Zeit-Blocks. Jeder formt seine Sicht der Gegenwart. Nur wegen der Geschwindigkeit des Lichts und der relativ kurzen Distanzen auf unserem Planeten entsteht die Illusion einer einzigen globalen Gegenwart. Unser Geist ist erpicht auf die eine, fortschreitende Zeit, obwohl die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren gleichzeitig ? Nun, es scheint dies unserem Gehirn entgegen zu kommen. Es hängt die einzelnen „Ausschnitte“ von Zeit wie in einem Film aneinander, wodurch die persönliche Raumzeit entsteht. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existieren aber gleichzeitig. Unser Gehirn hängt die verschiedenen Momente der Vergangenheiten über die Gegenwart zusammen und formt dadurch unsere Identität, der durch die Raumzeit führt. Alltag: Erinnerungen an die Zukunft gibt es bei uns nicht, nur ans Babystadium, an die Kindheit. Ein Gefühl einer Lebensreise entsteht in unserem Ich. In Wahrheit bewegt sich aber gar nichts. Zeit lässt sich also nicht aufhalten und wir erleben dabei immer nur einen Bruchteil: Die Gegenwart. Den Moment in ihr sollten wir festhalten, predigten Viele, - auch ich. Wenn aber alle Zeit bereits existiert, könnten wir dann nicht unsere Perspektive ändern und vielleicht sogar in unsere Zukunft blicken? Ich breche hier ab und gestehe, dass mir immer nur Ahnungen, Andeutungen und bildhafte Zeichen möglich waren. Aber ich ahnte etwas von der Zeit, sofern mir so etwas wie ein Auslöser, ein Stimulus und eine Anregung dazu geboten wurde.

Sonntag, 16. August 2026

Parks

Wir sind damals per Mietwagen durch den Westen der USA gefahren, haben dessen wunderschöne Seiten bewundert: Die Nationalparks. Yosemite. Wow! Joshua NP. Krass. Sequoia NP toll! Canyonlands…..etc. Wir haben sie praktisch alle besucht und haben uns davon bestricken lassen. Dazwischen Death Valley NP. Vancouver. Snake River. Vom Colorado kommend wahnsinnig viel Glück gehabt. Zum Grand Canyon gefahren und sofort ein Quartier bekommen, als sei das das Normalste der Welt. Einfach eingecheckt, ohne Voranmeldung. Diese Wildniss in Arizona hatte mich stark angezogen. Wollte auswandern. Dieser Pragmatismus bei den Zimmern, die man mietete. „True is, what works“. Klasse. Olympic NP. Mount Rainier NP. Mit dem Auto auf 4000 meter hoch gefahren. Später noch Richtung Osten, Niagara Falls natürlich. Berge. Horizonte, die einen stark zogen. Namenloses. Wildes. Montana. Wyoming. Yellowstone. Büffel. Mount Rushmore. Haha.

Samstag, 15. August 2026

Entgrenzen

Ob es so war, dass man neugierig war, dass man Grenzen, Horizonte überschreiten wollte, - auch mittels der Musik? Dass das drin war in der Rockmusik, dass genau das einen immer wieder anzog und sogar eine Art Freiheitsversprechen abgab? Dass sogar der Blues als scheinbar eng begrenztes Zeichensystem einem Aufgaben stellen konnte und einen hinein zwang in einen fremden Kontext. Man wollte das besser verstehen und arbeitete sich also ein, fühlte sich, versuchte, dem Wesen des Blues näher zu kommen, ohne sich damit identifizieren zu müssen. Es wurde eine Art Politik daraus, eine Art Herangehensweise, ein Umgangston, eine Weltsicht (so was ist unter Umständen weit entfernt davon, was viele heute als „Identitätspolitik“ bezeichnen). Heute ist es schwer, das alles als Pose zu begreifen, als Haltung, aus der man sich solange davon stehlen kann, wie man selbst davon profitiert (so der derzeit herrschende Zeitgeist). Ich habe oft auch als Kritiker versucht, gewisse Kreationen aus dieser Sicht, aus der Sicht eines kreativen „Mutes zum Eigenen“ zu beurteilen. Es ist mir nicht immer gelungen, zumal noch andere Faktoren in meine Beurteilungen herein spielten. Aber es war ein wesentlicher Gesichtspunkt. Aber wie war das beispielsweise bei Steely Dan? Sie schienen mir trotz aller Professionalität einen eigen, hart geschliffenen Weg zu verfolgen, sie schienen mir Vieles auf einen Nenner zu bringen und in einer Haltung distanzierter Coolness zusammen zu fassen. Es schien ein Weg zu sein, eine Möglichkeit, eine Richtungsanzeige auf eine Art Metaebene. Dabei ließen sie vor allem Einflüsse aus dem Jazz herein, nahmen von allem das Beste und fügten es demütig neu zusammen, versuchten, Paradoxa auszuhalten (Walter auch mit Drogen, was wohl einigermaßen schief ging) und eine Haltung zu demonstrieren.

Freitag, 14. August 2026

Meine Blogs

Sonderbare Blogs? Vermischung von Erscheinungsformen als Untauglichkeit? In Wirklichkeit strebe und strebte ich jahrelang nicht nur durch meine Blogs die Integration von Text, Musik und Foto an, als eine Form von Ganzheitlichkeit, etwas, was mir immer schon vorschwebte. Ich entdecke immer wieder Gemeinsamkeiten dieser meiner Medien: etwa die Aufmerksamkeit für das Ungewöhnliche und das Unalltägliche, Das Schöne im Hässlichen etc., etwas, was ich abseits aller gesellschaftlicher Vorstellungen einzubauen versuche in meine Umsetzungen. Wieso schreibe ich „gesellschaftlich“? Weil ich diese Komponente stark empfinde, weil sie mir spätestens auch seit meinem Soziologie-Studium geläufig ist (obwohl sie mir von meinem Wesen her eher fremd ist), weil ich mich auch jetzt noch vieles auf Sozialisation und Ökonomie zurückzuführen traue und auch dadurch die fundamentale Veränderbarkeit menschlicher Dinge behaupte. Die Veränderbarkeit von Sicht- und Hörweisen hat mich oft getrieben, etwas, von dem ich weg von der Richtung allgemeiner Resignation zu kommen versuchte. Ich will nicht spinnert, esoterisch oder Avantgarde sein, den Ehrgeiz und die Energie habe ich nicht mehr. Der souveräne Überblicker? Pah! Eigentlich will ich nur die Summe meiner Perspektiven zusammenführen, aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, will an den Rändern meiner Betrachtungsweisen das Populäre mit dem Elitären verbinden, das Komplexe mit dem Einfachen, das Dunkle mit dem Hellen, das Vordergründige mit dem Hintergründigen, will einfach den Zusammenfall von Gegensätzen anstreben, was anscheinend für die meisten Menschen nicht unbedingt nachvollziehbar scheint. Nur? Ob das „verkopft“ ist? Der Zuspruch der mir bei diesem Unterfangen entgegen kam, hielt sich durchaus in engen Grenzen, was sich von mir nicht gerade mühelos in Motivation umsetzen ließ. Auch schien (für mich überraschend) kein Bedürfnis zum Dialog da zu sein, nirgendwo, auch etwas, was mich immer getrieben hatte: der aufmerksame Dialog, der bereit ist, auf andere Sichtweisen einzugehen und ein Stück weit mit ihnen zu gehen, um zu sehen, wohin das führen möge, ohne Ambitionen, ohne Imponiergehabe und falsches Beharrungsvermögen. Auf diese Weise sah ich mir nur undefinierte „Freundschaftsanfragen“ gegenüber. Dabei sehe ich mich im Allgemeinen immer mehr dem Bedürfnis nach so schnellen eindeutigen wie einfachen Fragen und Antworten gegenüber, die eine weiter gehende Kommunikation oft unmöglich zu machen scheinen und schnell abgleiten in Zuweisungen und Verurteilungen. Ob die Welt vielleicht nicht gar so eindeutig beschaffen ist, ob sie nicht allzu oft ein Abwägen und Ringen um Einstellungen nötig macht? Ob „Fakten“, die man sich wohl erst erschließen muss, dabei nicht eine Art von Startrampe, eine Basis für Folgendes sein können? Nicht verstehen? Macht nichts.

Donnerstag, 13. August 2026

Bloggy

Meine Blogs wollen der Schirm, der Screen und, der Radar der Information sein, die uns zunehmend in verschiedenen Formen umschwirrt und sich uns über verschiedene „Kanäle“ aufdrängt. Dieser multimediale Schirm funktioniert wie mein Gehirn: Überprüfung und journalistische Verifizierung ist dabei allzu oft nicht möglich. Außerdem versuche ich, bestimmte Themen zu vermeiden: einfach, weil ich mich in ihnen unsicher fühle. Zudem vermeide ich möglichst Namen und Logos, weil ich die juristische Folgen solcher „Frechheiten“ in diesem „Rechtsstaat“ fürchte. In allem sind wir ausgeliefert, sind auf das Gebotene angewiesen, suchen uns heraus, wählen etwas, deuten es nach unseren Möglichkeiten. Wie etwas wirklich ist?: Wer weiß? Es kommt oft auf die Perspektive an. Ich versuche nach Möglichkeit zu vermeiden: das Einzelne, Konkrete, weil so etwas sofortige rechtliche Schritte gegen mich nach sich ziehen würde. Eine Art legaler Bedrohung. Weil mir dies oft auch unwichtig und als unnötige Aufwertung des Aktuellen und Einzelnen auf Kosten des Allgemeinen erscheint. Meine Gedanken, meine Gefühle, meine (subjektiven) Erfahrungen und Erlebnisse sind dabei unbedingte Ausgangsposition, - meistens nicht an dem Zeitgeist oder dem Aktuellen orientiert, - die ich in eine möglichst kompakte Form ohne Wahrheitsanspruch bringen will. Der genuine Journalismus praktiziert etwas anderes, das sich deutlich davon unterscheidet, was ich hier vorführen will. x My blogs want to be the umbrella, the screen and the radar of the information that is increasingly buzzing around us in various forms and is being forced upon us. This umbrella works like my brain: checking and journalistic verification is all too often not possible. Also, I try to avoid certain topics: simply because I feel insecure about them. I also avoid names as much as possible because I fear the legal consequences. We are at the mercy of everything, relying on what is offered, looking out, choosing something, interpreting it according to our possibilities. How something really is?: Who knows? It depends on the perspective. I try to avoid as far as possible: the individual, concrete, because something like that would result in immediate legal action against me. Because this often seems unimportant to me and an unnecessary upgrading of the current at the expense of the general. My thoughts, my feelings, my (subjective) experiences are an absolute starting point - usually not oriented to the zeitgeist or the current situation - which I want to bring into a form that is as compact as possible without claiming to be true. Genuine journalism practices something different, which is quite different from what I want to present here.

Mittwoch, 12. August 2026

Links-Rechts

Lange dachte ich auch, die politische Einordnung in Links und Rechts sei passée. Heute denke ich oft, dass das alles politisches Kalkül war, dass es darum ging, die Massen ruhig zu stellen. Die langsame Umwidmung des Wortes „Reform“ scheint wohl unter vielem anderem ein matter (weil einer unter vielen) Beleg dafür zu sein. Auch dass die veröffentlichte Meinung bei dem allem willig mitmachte, scheint mir einem politischen Kalkül zu folgen. Tatsache ist, dass wenn die Öffentlichkeit nicht die Möglichkeit hat, sich möglichst unverzerrt und unter möglichst wenigen Einschränkungen zu informieren, dass dann Demokratie und „der mündige Bürger“ nicht möglich sind. Die Formung und Bearbeitung der öffentlichen Meinung (PR) aber ist zu einem eigenen und raffiniert agierenden Wirtschaftszweig geworden. Die Definition dessen, was zulässig und „zu gestalten“ ist, beschäftigt einen ganzen Industriezweig. Ob die Wirtschaft mit all ihren scheinbaren Gesetzmäßigkeiten und diktatorischen Abläufen (hier wird alles streng hierarchisch und deshalb auch zügig gehandhabt!!) demokratisch organisiert ist? Nun ja, es muss vielleicht angesichts der aktuellen Lage eine Art Rückbesinnung einsetzen. Lange genug scheint das Wort Gerhard Schröders Gültigkeit beansprucht zu haben, nachdem es kein Links und Rechts mehr gäbe, sondern nur noch richtige Politik. Unter den Bedingungen einer Gesellschaft, die sich entsprechend weiter entwickelt hat, wäre so etwas vielleicht möglich. Unter gegenwärtigen Bedingungen einer neoliberalen Globalisierung und galoppierenden Präkarisierung kommt es mir undenkbar vor. Was überhaupt könnte links und rechts sein? Links könnte bedeuten, für einen sozialen Wandel in Richtung auf mehr Gleichheit (politisch, wirtschaftlich, sozial) einzutreten. Rechts stünde das Gegenteil davon. Schon die Aufklärung verstand darunter: rechts steht derjenige, der die Zentren der Macht (verkörpert durch z.b. „Eliten“) und die Strukturen (Konzerne), auf denen diese Macht basiert, zu stabilisieren und zu erhalten versucht. Links ist, wer sich für die Gleichwertigkeit aller Menschen einsetzt und für eine demokratische Beschränkung von Macht. Es geht um die prinzipielle Gleichwertigkeit von Menschen. (damit auch um die Ablehnung von Nationalismus und Rassismus). Gerade die staatliche Macht sollte sich gegenüber der Öffentlichkeit rechtfertigen können. Jeder Bürger sollte einen angemessenen Anteil an den Entscheidungen haben, die ihn und das gesellschaftliche Leben betreffen. Das könnte gerade für „die Wirtschaft“ gelten“.

Dienstag, 11. August 2026

Im Meer verdursten

IM MEER VERDURSTEN wo ist das Glück? wo ist das Glück? wo ist das Glück?.... wo ist das Glück? wo ist das Glück? wo ist das Glück?.... (Jaja, Jaja, Jaja, nei, nei, nei, nei....) Im Meer verdursten überall Wasser soviel Wasser oh so großer Durst nix andres als trinken nicht denken, nicht denken nur trinken trinken soviel Wasser gelöst in Salz sterben und es einfach trinken dann sterben, weg sein nein nein nein leben, weiter leben Regentropfen wo bleibt ihr Regenguss hoffe so sehr wo ist das Glück ob Salz oder Regen ob Tod oder Leben wo ist das Glück? wo ist das Glück? (rep.)

Montag, 10. August 2026

Die Tücke des Objekts

Die Tücke des Objekts: Plötzlich quakt etwas aus einem Haufen, in dem sich eigentlich nichts befindet, was mich so anquatschen könnte. Was ist das? Mal nachsehen. Man rutscht aus auf etwas, was man verlegt hat Sowas kann übel enden. Uffabass! Nicht aus Versehen politisch unkorrekt sein! Inkorrekt! Etwas kocht und backt an, wird schwarz, wird unerträgliche Masse. Finde den Fehler!. Schnell, schnell! Man hätte sollen und müssen. Rechtzeitig. Machen und Tun. Man verzieht. Verzeihung. Man wird belächelt. Man muss sich belächeln lassen. Man belächelt sich selbst. Ob man das kann? Im Traum, im Traum. Welcher Traum? Wo ist Wirklichkeit? In der Erfahrung des körperlichen Niedergangs? Im Krankenhaus? Es tut weh, das Hämatom, das sich beim Ausrutschen ergeben hat. Was soll man da drauf tun? Eine Salbe. Eine Paste. Ein Gel? Man soll schwitzen, aber nicht zu viel! Man muss schwitzen. In üblen Strömen. Das Anschaffen von Klimaanlagen wird ausgerufen. Nicht nur für Krankenhäuser und Pflegeheime! Sondern für alle! Ob das einen großen Batzen Energie benötigen würde? Ob dies die Lösung der Probleme sein würde? Prima Klima. Akademikerbashing. Ob man da….? Uffabass! KI übernimmt. Was? Alles! Begeisterte Gesichter der Propagandisten. Ob sie sich selbst glauben? Gut geschminkte Roboter übernehmen. KI übernimmt. Alles gut. Sie machen und tun. Innovation. Immer voran, drauf und dran! Ab in die Hölle! Science fiction: Angriff der Roboter. Wie? Titel aus der Fiktionsmaschiene? Noch immer kein KI? Dafür gehört man geschlagen. Schläger. Schlager. Hören und Sehen. Sich von KI was schreiben lassen. Was der Mehrheit gefällt. Was gefällig ist. Alles geht schnell. Und immer schneller. Man holt auf. Man holt ein? Ob dies Mittelmaß gar so toll ist? Hossa, hossa. Eintauchen. Sich räkeln und baden darin. In Wiederholungen. In Redundanzen. KI übernimmt. KI erledigt das. Schnell und immer schneller.

Freitag, 7. August 2026

Macher, Vorankommer, Karrieristen

Es gibt Leute, die setzen sich durch. Im Leben allgemein. Die machen Karriere. Auch auf geschlechtlicher Ebene. Die entfachen in anderen ein Feuer, das sie für sich zu nutzen wissen. Die nehmen mit, was für sie mitzunehmen ist. Die rechnen und kalkulieren mit sowas wie Dankbarkeit: wie du mir, so ich dir. Ein Händlein wäscht das andere. Die kommen voran. Man hat allenfalls die Seitenansicht. Beobachtet. Registriert. Kombiniert. Zieht seine Schlüsse daraus. Man ist nicht Agent. Actor, der auf dieser Bühne mitspielt. Analysiert viel zu viel herum, anstatt zu machen und zu tun. Es ist ein Fehler, nicht zu merken, wenn diese Leute zum Überholen ansetzen. Da sind die Verlockungen, die sie aussetzen. Scheinbar. Man strebt danach, wie nach der Karotte, die einem vorgehalten wird (das Bild!). Man begibt sich hinein in gestellte Aufgaben. Die Abkürzungen zu nehmen, ist einem zu unsicher. Es könnten Mahnungen, Verweise, Verwarnungen und Aufforderungen auf einen zu kommen. Benachteiligungen aller Art. Es gibt ein Rechtssystem, das sich besonders auf solche Verwaltungsakte kapriziert. Unerbittlich. Natürlich herrscht Personalmangel. Wo nicht? Also ist das auch im Rechtssystem die permanente Ausrede. Die Wirklichkeit soll einem weis gemacht werden: Es gibt zu wenig JustizlerInnen. Tritt man einen Schritt zurück, so muss man feststellen, dass diese Leute viele Deals mit den Mächtigen eingehen. Vergleiche. Dass dies etwas Korruptes hat…... Des Apparates. Ob der und diese Leute so sicher im Sattel sitzen? Die pensionsgestützten Beamten im Justizsystem? Die jetzt mit „Sicherheiten“ prahlen können, die sie in Wirklichkeit dem von ihnen vertretenen „Volk“ zu verdanken haben? „Im Namen des Volkes….“

Donnerstag, 6. August 2026

Urlaub für alle

Sommerpause. 8 Wochen. Bei den Parlamentariern. Keine Sitzungen. Eine Wahrnehmung der Hitzewelle ist bei ihnen nicht festzustellen. Wer auch? Wie auch? Sind ja fast alle in Ferien! Abgemeldet für schlanke 2 Monate. Dieser Zug der Mächtigen in Berlin, aber auch in Brüssel, scheint mir durchzugehen durch alles: Wachstum steht über allem. Dann kommt lange nichts. Bemühungen um das Klima schon gar nicht. Blöd nur, dass die schlandregierung auf diesem Feld „Wachstum“ auch nicht so recht etwas zusammengebracht hat. Wie es scheint: Man badet in Agonie. Hitze, ob das etwas mit Klima zu tun hat? Es werden auf diesem Gebiet die Bemühungen zurück gefahren, so scheint es. Hat man die Tragweite dieser Entwicklungen überhaupt erkannt? Oder suhlt man sich in den gängigen Ausreden?: wir sind ja nur 2% und so weiter. Wir machen da gar nichts! Hitze mit 4000 oder 5000 Toten? Iwo, Hitze hat es immer schon gegeben. Ob etwa der Gesundheitsministerin die Überlegung etwas bringen würde, in Pflegeheimen und Krankenhäuser Klimaanlagen einbauen zu lassen? Woher bloß dieser Eindruck herkommt, dass diese Leute mit der Hitzewelle nicht viel zu tun haben? Dafür aus dem Urlaub zurück kommen? Ob ein kurzer Blick nach Frankreich da etwas bringen würde? Wie machen es die? Ob vielleicht auch hier ein Stück Klimaanpassung nötig wäre, also ein Umbau unserer Welt zu einer, in der wir besser klarkommen mit extremem Wetter. Aber diese Gleichgültigkeit, dieses Ignorieren des klimatechnischen Problems, diese Sommer-Version des „business as usual“ und so tun, als sei alles in Ordnung so, als sei Demokratie und die eigene Machtverwaltung darin in einer staatstragenden Partei selbstverständlich, das bringt mich auf die Palme. Das empört mich.

Mittwoch, 5. August 2026

Demokratie, Markt und Mitbestimmung

Ob mich immer noch der Spruch eines Politikers verfolgt, man solle doch das Denken und Handeln über eine Klimastrategie gefälligst „den Profis“ überlassen? Ob mich das schlagartig zu einem neuen Nachdenken über die Möglichkeiten der Demokratie gebracht hat? Ob ich dadurch Parallelen und Entwicklungen klarer gesehen habe und ob mir gewisse Parallelen zu den einstigen Äußerungen der „offiziellen“ deutschen Politik bezüglich einer„Alternativlosigkeit“ und den Möglichkeiten einer „marktkonformen Demokratie“ noch stärker aufgefallen sind? Ob da eine selbsterklärte „Elite“ sich eines bestimmten Diskussionsraumes bemächtigen will, ob sie die darin liegenden Möglichkeiten nach ihrem eigenen Gutdünken einschränken und definieren will und ob sie alle Macht „den Profis“, den Experten und professionellen Machtverwaltern überantworten will? Ob das demokratisch ist oder ob darin eine gewisse Arroganz der Mächtigen liegt? Ob der öffentlich diskutierte Raum der Alternativen zugunsten eines von „Profis“ und scheinbaren „Experten“ eingeschränkten Raumes eingeschränkt und zur Alternativlosigkeit erklärt werden werden soll? Ob der Markt die alles entscheidende Größe und das Souverän ist, - nicht etwa das „Volk“? Ob auf dem Markt gewisse politische (Nicht-)Handlungen besser „verkauft“ und nicht etwa erklärt werden müssen? Eine konsequente neoliberale Haltung könnte dahinter stehen. Und ob das globale Aufkommen eines Populismus mit der derart dem „Volk“ zugeschriebenen Unmündigkeit zu tun hat? Mächtige, die so etwas behaupten, glauben doch auch an die Dummheit des Volkes, das den Entscheidungen der „Eliten“ nicht mehr folgen kann oder gar zu bequem, unbeweglich, faul und unfähig dazu ist…

Dienstag, 4. August 2026

Unbestimmtes Gefühl

Man wird Miesmacher und Nörgler mit meiner Einstellung, ich weiß das wohl….. Man soll ausblenden, verdrängen und sich dabei großartig fühlen. Mit allem, was irgendwie digital und nach KI klingt. Tatsache ist, dass nicht nur in Deutschland die digitalen Versprechungen ihre Tücken haben. Fakt ist, dass die soziale Polarisierung in Arm und Reich immer weiter zuzunehmen scheint und der Niedriglohnsektor hierzulande weitaus größer ist, als in anderen vergleichbaren Industriestaaten. Fakt ist, dass die Segnungen der Globalisierung bestimmten Leuten genutzt hat, anderen gar nicht, im Gegenteil, dass dadurch ein weltweiter Wettbewerb ausgebrochen ist, was bei den Löhnen zu einer Spirale abwärts in den Industrieländern führt, was mit aller Unerbittlichkeit wohl auch den derzeitigen ökonomischen Gegebenheiten entspricht, was aber ein grundsätzliches Umdenken erfordern würde..., eines, in dem wir Teil einer Weltgemeinschaft sind und somit mit bestimmten Mitgliedern nicht mehr so umgehen können, wie wir das bisher tun und getan haben… auch nicht unter Wahrung unseres bisherigen "Wohlstands". Die Nachteile haben vor allem die unteren Schichten und die Armen dieser Welt zu erleiden, während die oberen Schichten von solchen Entwicklungen zu profitieren scheinen. Es scheint sich etwas zusammen zu brauen, von dem wir trotz der apokalyptischen Klimaveränderungen (offenbar wird das angesichts der unmittelbar vergangenen Hitzewellen) nicht wissen, was es ist. Man merkt nur: es wird Vieles (wenn nicht gar alles) schlechter, es geht abwärts. Sparen ist angesagt. Reformen bedeuten Einschnitte. Es ist kein Geld für nichts da, obwohl gigantische hohe Schulden aufgenommen wurden (haha, der Finanzminister könnte sich über solche Hinweise freuen, hätte er doch Zugriff auf die Schulden...). Es gibt zwar die tollsten Güter, nur: man kann sie sich nicht leisten. Der Staat scheint dabei kräftig mitzumachen und ist nicht verlegen, neue Einnahmen und Steuern ökologisch und gesundheitstechnisch zu bemänteln (Zuckersteuer, Tabaksteuer etc.). Währenddessen labern Politiker und andere Medienmenschen nach der Sommerpause in den Talk-Shows ihre Sprechblasen und führen beredt ihre Eitelkeiten vor.

Montag, 3. August 2026

US-Reise

Wir sind damals per Mietwagen durch den Westen der USA gefahren, haben dessen wunderschöne Seiten bewundert: Die Nationalparks. Yosemite. Wow! Joshua NP. Krass. Sequoia NP toll! Canyonlands, Big Bend…..etc. Wir haben sie praktisch alle besucht und haben uns davon bestricken lassen. Dazwischen Death Valley NP. Vancouver. Snake River. Vom Colorado kommend wahnsinnig viel Glück gehabt. Zum Grand Canyon gefahren und sofort ein Quartier bekommen, als sei das das Normalste der Welt. Einfach eingecheckt, ohne Voranmeldung. Diese Wildniss in Arizona hatte mich stark angezogen. Wollte auswandern. Dieser Pragmatismus bei den Zimmern, die man mietete. „True is, what works“. Klasse. Olympic NP. Mount Rainier NP. Mit dem Auto auf 4000 meter hoch gefahren. Später noch Richtung Osten, Niagara Falls natürlich. Berge. Horizonte, die einen stark zogen. Namenloses. Wildes. Montana. Wyoming. Yellowstone. Büffel. Mount Rushmore. Haha.

Sonntag, 2. August 2026

Überschau

Wir trülen und spülen. Wir hoffen auf den Effekt. Wir verbrauchen und sind genug. Beengt. Bedrängt. Wir werden bestraft. Schlaflos müde. Rüde abgeschrubbt. Wissen, nicht mal, wieso. Erinnerungen kommen über uns. Es war mal besser, - vermeintlich. Auch anders. Wir dampfen und krampfen. Das Abklingbecker wartet. Es wird eng darin. Ungünstig mampfen. Nicht so dick aussehen wie man ist. Wie man frisst, so bettet man sich. Übel sich selbst belügen. Hemmungslos egoistisch sein. Wo und wann kommt die blaue Pille? „Es wird empfohlen…..“. Geradeaus fahren, - ob das noch möglich ist? Festgenommen. Verhaftet. Eingekerkert. In Ketten gelegt. Ins Gefängnis geworfen. Von Technokraten. Die etwas vertreten.

Samstag, 1. August 2026

Auf der Suche nach Identität

Man müsste wie die Figuren bei Max Frisch von vorne anfangen können. Gar nicht mal aus Unzufriedenheit, sondern nur um ein Leben noch einmal neu zu leben. Aus anderer Perspektive. Für einen Relativisten wie mich ist das sogar vollkommen logisch. Dieser Gedanke hat mich unter anderem an den Pionieren fasziniert, die im 19. Jahrhundert in die USA aufgebrochen sind. Neue Horizonte. Sich selbst neu erfinden. Sich quasi umdrehen, derselbe bleiben und doch alles anders sehen. Ich habe und hatte zu wenig Urvertrauen dazu.