Reise durch Wirklichkeiten

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Samstag, 2. Mai 2026

Guten Morgen

Ich wache auf, lasse mich in das Frühstücksfernsehen gleiten (Nachrichten!) und soll Neues erfahren. Über den Sumpf der Wirtschaft, , der sich in die Parteienlandschaft hinein ausgebreitet hat, und der so manche ihm anbefohlene Person inmitten von Sprechblasen gut leben lässt. Der Verdacht: dies alles wendet sich gegen eine bestimmte Partei, ist aber stellvertretend für die ganze Landschaft der politischen Verantwortungsträger. Da wird offenbar begünstigt, gemauschelt und werden Vorteile „mitgenommen“, was ich schon seit längerem beobachte. Die künstliche Aufregung darin, die Inszenierung, die (jetzt) herrscht, dürfte sich durchaus auch einmal gegen die eigene Partei richten. Der unbestätigte Verdacht herrscht, dass hier ein Stück dessen sichtbar wird, was nicht nur in Deutschland Praxis zu sein scheint: Die schamlose Begünstigung gewisser Personen, denen qua „Amt“ zumeist materielle Vorteile verschafft werden. Es herrscht jetzt der Zwang zu wirtschaftlichem Handeln und ökonomischer Betrachtung, weil schland in allen Bereichen abrutscht, weil Monat für Monat Insolvenzen passieren, hinter denen oft persönliche Tragödien stecken. Das sei der Preis unseres Systems, einer „freien“ Marktwirtschaft, so heißt es allenthalben von den satt gefressenen Eliten, die ihre eingebildete Weisheit auch schon mal der eigenen Angehörigkeit zum „gehobenen Mittelstand“ zuschreiben.

Dienstag, 3. März 2026

Weise?

Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt und der Wachstumsrate, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Klar, dass Egoismen auch präsent sind! Da ist nicht „Friede, Freude, Eierkuchen!“. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Schwachpunkt? Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Auch im Angesicht der jetzt dauernd unterstellten Faulheit und mangelnden Leistungsbereitschaft. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menschen profitieren könnten.

Dienstag, 7. Januar 2025

Wohin, ihr Alten?

Es wird über „Die Alten“ geredet. Last but not least wegen der Erhöhung der Steuern im Hinblick darauf. Es kommen dabei dabei auch einige unverblümt sozialdarwinistische Positionen zur Sprache. Mich wundert darüber hinaus, wie etwa manche junge Leute so gar keine Vorstellung „vom Alter“ haben. Als würde es sie nie und nicht betreffen. Sie fühlen sich von Vornhinein im Recht (für alles!), weil sie im ökonomischen Sinne produktiv sind und „die Gesellschaft“ es ihnen suggeriert. Sie würden „Die Alten“ am liebsten radikal wegsperren. Oder sie kontrolliert umbringen. Leider hat eine solche Denkweise schon sehr lange Zeit Auswirkungen auf unsere Politik. Das allgemeine Verhältnis zum Tod, das sich an vielen Dingen und Mechanismen illustrieren ließe, zeigt dies überdeutlich. Auch die Gesundheitspolitik, die teilweise von älteren Männern gemacht wurde, scheint mir dies zu veranschaulichen, trotz aller Pflegeversicherungen und der allzu oft gehörten und total abgegriffenen Floskeln „Wer soll das bezahlen?….wir müssen auch an die….und den…..“ denken. Die Einsparpolitik vergangener Tage scheint mir der Wegsperrpolitik unserer Tage zu entsprechen. Scheinbarer „Effizienz“ scheint mir jegliche Empathie und jegliches Bewusstsein vom Menschsein geopfert zu werden. Der durch verfehlte Gesundheitspolitik bedingte und auch jetzt immer noch herrschende Mangel an Personal und Material macht mich wütend. Ob die jetzige Lohnerhöhungen daran was ändern würden? „In den Ofen stecken“ scheint die Politik zukünftiger Tage im Umgang mit „unproduktiven“ alten Menschen. Radikale Umsetzung des Ökonomischen. Jaja, klar müssen wir an die Wirtschaft denken. Gerade jetzt. Wieder. Der Niedergang hat ja gravierende Auswirkungen: Nur, wer arbeitet, hat eine Daseinsberechtigung, so das unausgesprochene Credo. Wobei der Begriff „Arbeit“ auch neu überdacht werden müsste. Und der Begriff „Wachstum“, von dem jetzt eine ganze Gesellschaft lebt. Ob es zumindest verschiedene Begriffe von „Wachstum“ gibt? Und ob der von der Politik oft gebrauchte Begriff des „nachhaltigen Wachstums“ etwas von einer Beruhigungspille hat?

Sonntag, 8. Dezember 2024

Lebenskunst

Noble Damen und Herren treten auf, die alles zu wissen vorgeben. Sie geben kluge Ratschläge, wie man besser durchs Leben komme. Strategie. Druck abbauen. Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. Sie haben bei jedem Satz diesen Ton, der mich unglaublich stört „Na“ (, dieses sich vergewissernde und belehrende „no“, mal lauter, mal leiser). Sie geben vor, alles von oben herab zu regeln. Sie wissen Bescheid. Im Alltag nehmen sie wahrscheinlich riesige Honorare von den Besitzenden, beklagen aber wortreich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Ja ja, die ökonomische Basis! Sie gehören zu einem Überbau, der in Wirklichkeit mit anderen Lebensverhältnissen nichts zu tun hat und nur seinesgleichen „therapiert“. Mit wissendem Gesicht. Haben ein Buch geschrieben (unter Bildungsbürgern der Ausweis von „Fähigkeit“). Ob sie das jetzt promoten oder ob sie dem geneigten Zuhörer von ihren steilen Thesen berichten wollen? Lese-Tourneen. Der „Zielgruppe“ vorstellen? „Verkaufen“?Die Sphären und Absichten gehen ineinander über, was einen Teil eines Problems ausmachen könnte.

Mittwoch, 1. Mai 2024

Integration

Dass verschiedene, meist ökonomisch (also durch Geld, Karrierestreben, Ehrgeiz) oder ethno-kulturell (andere Kulturkreise!) bestimmte Wirklichkeiten sehr verschiedene Lebenswelten schaffen können, war mir schon sehr früh bewusst (ua. durch den Beruf meines Vaters). Jemand, der zb. Grundsicherung empfangen muss, ist anderen Abhängigkeiten und lebensbestimmenden Faktoren ausgesetzt, wie jemand, der über viel Geld verfügt und seine Wirklichkeit mehr oder weniger frei gestalten kann. Dass es für eine Gesellschaft oder einen Staat sehr heilsam und förderlich sei, einen Austausch zwischen verschiedenen Lebenswelten zu organisieren, war mir auch sehr früh bewusst. Früher fing das schon damit an, dass Schule so etwas leistete, - was aber inzwischen völlig verfallen erscheint. Jeder schickt seine Sprößlinge auf die seiner Haltung und Einschätzung entsprechende Schulen, was die gesellschaftliche Trennung natürlich noch weiter befördert. Ich für meine Person wollte immer möglichst viel von so etwas wie der Ganzheit des Lebens erfahren, wozu auch die Wirklichkeit der „Anderen“ oder „Nicht-Erfolgreichen“ gehört. Gerade hier, in dieser Sphäre spielen sich im Vergleich zu den „etablierten Kreisen“ deutlich rohere und gewalttätigere Prozesse ab. Der „Wettbewerb“ wird hier gelegentlich sogar direkt gewalttätig ausgetragen. Unter anderem wirkt sich so etwas bei der Gesundheit aus, was sogar statistisch untermauert ist: ökonomisch schlechter gestellte Menschen sterben deutlich früher als reiche Menschen. Auch das Reisen scheint aus ökonomisch bestimmten Gründen (wer kann sich das leisten?) nicht gar so verbreitet, wie bei reichen Menschen, was natürlich Folgen für einen geistigen Horizont hat. Stattdessen herrscht Gleichgültigkeit, gnadenloser „Wettbewerb“ und Mitleidlosigkeit. X x I was aware very early on that different realities, usually determined economically (i.e. through money, career aspirations, ambition) or ethno-culturally (other cultures!), can create very different living environments (including through my father's job). Someone who, for example A person who has to receive basic security is exposed to other dependencies and life-determining factors, like someone who has a lot of money and can shape their reality more or less freely. I was also aware very early on that it was very healing and beneficial for a society or a state to organize an exchange between different living environments. It used to start with schools doing something like this - but this now seems to have completely fallen into disrepair. Everyone sends their offspring to schools that correspond to their attitude and assessment, which of course further promotes social separation. Personally, I always wanted to experience as much as possible about something like the wholeness of life, which also includes the reality of the “others” or “unsuccessful”. It is precisely here, in this sphere, that much more raw and violent processes take place compared to the “established circles”. The “competition” here is sometimes even directly violent. Among other things, this has an impact on health, which is even supported by statistics: people who are economically worse off die significantly earlier than rich people. For economic reasons (who can afford that?), traveling doesn't seem to be as common as it is among rich people, which of course has consequences for one's intellectual horizons. Instead, there is indifference, merciless “competition” and lack of compassion.

Dienstag, 20. Dezember 2022

Realitäten

Hilfe, wo bin ich? Ich wache auf in eine Realität, die offenbar dauernd nach irgendwelchen sehr künstlich produzierten „News“ von Promis giert. Wer welchen Furz gelassen hat etc. Wer sind diese „Promis“? Meist stecken irgendwelche InfluencerInnen darunter, die ich früher nie ernst genommen hätte. Leute, die sich dafür hergeben, mit relativ raffinierten Mitteln für Konsumartikel, ja sogar für den Konsum an und für sich zu werben. Die sich in den Dienst des Verkaufs stellen. Diese oft mehrfach operiert und gespritzten Leute werden dann auch noch vergöttert. Es werden seltsame „News“ und Stories über sie verbreitet. Nein, „Promis“ sind keine Wissenschaftler, die sich um den Fortschritt der Menschheit hätten verdient machen können. Die etwas Einzigartiges gefunden oder erfunden hätten. Und da sind dann auch noch die neuen „Eliten“, etwa die Fußballer samt ihrer vielköpfigen Entourage, die abseitig viel Geld verdienen und als solche in all ihrer abgehobenen Traumhaftigkeit dem Volk als neue Götter vorgeführt werden. Ein Teil von ihnen führte gerade wieder seine marketingbestimmte haltungslose Haltung vor, die sich in ihrer peinlichen Unmündigkeit sogar ohne Probleme eine kleine Armbinde absprechen ließ. Die Haltung hinter all den Marketingsprüchen war schwer auszumachen. Zivilcourage sieht womöglich anders aus. Anschließend hieß es aus dem Kreis dieser kickenden Agenten, man solle jetzt endlich aus der Politik zurück in den Bereich des (reinen) Sports zurück kehren. Ob dieser Sport immer schon immer derart unpolitisch war? Im Grunde beantwortet sich die Frage selbst. Es werden Pressekonferenzen veranstaltet, dem System optimal angepasste Geschäftsführer geschasst und verantwortungstragende Gesichter getadelt, es werden Ausschüsse berufen und neue Funktionsträger erwogen: Aktivismus allenthalben, dem Volk soll vorgemacht werden, jetzt aber geschehe etwas. Nur: Dies Volk macht in seiner Gänze nicht mehr so mit wie einst. Selbst ihm fällt eine Überkommerzialisierung auf, die für eine zunehmende Entfremdung zwischen Sportlern und „Fans“ sorgt. Mir scheint, es werden Attitüden vorgeführt, es werden Spiele mitgespielt, in denen es auch um Menschenleben gegangen ist. Alles egal, so die „würdigen“ Funktionsträger: solange eine Rolex am Handgelenk baumelt. Ein bisschen scheint mir die „offizielle“ Politik ebenfalls in diese Richtung abgebogen zu sein. Nichts geht, aber alles wird (noch) mit Geld geregelt, hingebogen, manipuliert und zeitig gewendet. Aber das ist eine andere Geschichte…..

Samstag, 9. April 2022

Zwischen Menschen

 Ich staune mal wieder: Es gibt wohl viele Leute, die auf einem Film oberflächlicher Freundschaftsbeziehungen dahin schlittern und sich darin bescheiden, die diese Situation „normal“ finden, auch weil sie nichts anderes kennen. Solche Beziehungen zwischen Menschen sind oft beruflichen Gegebenheiten oder persönlichen Lagen/Situationen/Interessen geschuldet. Manchmal ergeben sich auch schlicht Gelegenheiten, Beziehungen zu Personen zu knüpfen, die sich dann als nicht unbedingt haltbar erweisen. Über längere Zeit halten wohl vor allem diejenigen Beziehungen etwas aus, die einer tiefen Sympathie und einem breiten Verständnis geschuldet sind. Heute werden Beziehungen geknüpft, um über eine gewisse Zeit hinweg (kann sehr sehr kurz sein!!!) verschiedenartige Bedürfnisse zu befriedigen. Die also vom Nutzen bestimmt sind. Ausgenommen und von vornherein heilig gesprochen ist dabei nur noch die Ehen, die freilich immer brüchiger werden (Statistiken und Alltagserfahrungen können das belegen...). Darüber hinaus ist „Networking“ beliebt, also das Schließen von Verbindungen verschiedener Menschen, die sich gegenseitig von ihrer gegenseitigen Bekanntschaft einen späteren Profit versprechen, die es als günstig für sich beurteilen, zu dem einen oder anderen Menschen „nähere“ Verbindungen zu unterhalten. Unlautere Elemente quetschen sich hierbei dazwischen, um den jeweils anderen regelrecht auszunehmen, ihn offen auszunutzen, ihm etwas einfach abzunehmen, ihn zu betrügen (?), Geschäfte mit ihm zu machen oder mit ihm zum eigenen Nutzen und Frommen "umzugehen"! Zu diesem Zweck werden oft gewisse Beziehungen geknüpft, die in diesem Falle wohl rein zweckorientiert sind und dem gemeinsamen Interesse förderlich sind. Ein bestimmendes Motiv scheint schlicht auch die Neugier zu sein, die sich oft Ziele sucht, die sie nach ihrer vermeintlichen Stillung aber bald dann verlässt.


Montag, 21. September 2020

Reise durch Wirklichkeiten (2)

Es geht um verschiedene Perspektiven. Sozialisation und Programmierungs- bzw. Abrichtungsmethoden prägen die Werte- und Verhaltensmaßstäbe sowie die Verstehensmöglichkeiten von Menschen und erlauben ihnen verschiedene Einblicke in das, was als „Leben“ bezeichnet wird. Jeder ist also durch seine soziale  oder sonstwie bestimmte Umwelt geprägt. Wir alle leben in verschiedenen Lebenswelten, und zwar global. Das heißt, dass das, was in China als „normal“ gilt, hierzulande noch längst nicht „normal“ sein muss. Es fällt dort ein Sack Reis um, - was ganz erheblich mit dem Hier und Jetzt zu tun haben könnte. Hier ist die Anbetung des Geldes und die dominante Stellung der Ökonomie als alles beherrschendes Lebensprinzip verbunden, doch scheint es mir relativ klar, dass die Globalisierung sich ausbreiten soll und will. Die regionalen Unterschiede der Lebensperspektiven und Identitäten soll in der Globalisierung zugunsten der Ausbreitung eines einzig gültigen Prinzips überwunden werden. 
Gleichzeitig kristallisieren sich innerhalb globalisierter Gesellschaften immer mehr spezialisierte und fraktionierte Daseinsweisen heraus. Es gibt dadurch keinerlei gesellschaftliche Klammer mehr, keinen verbindlichen Glauben, keine Maßstäbe, außer dem ökonomischen Erfolg, der sich in Geld ausdrückt. Dies schafft zunehmend auch unterschiedliche Lebenswelten, die sich untereinander nicht mehr verstehen, die nichts Gemeinsames mehr eint - außer dem Geld. In diese verschiedenen Lebenswelten also will ich verstehend eindringen, will sich dadurch ergebende Möglichkeiten aufzeigen, will Fragen aufwerfen - weniger die dazu passenden Lösungen. Ich will, solange das noch möglich ist, verschiedene Lebensperspektiven, verschiedene Antworten auf verschiedene Fragen aufwerfen, anreißen, sie streifen, will zum produktiven Nachdenken anregen, das versucht, verschiedene Perspektiven zu integrieren.

Sonntag, 23. August 2020

Heraklit bites.....

„Alles fließt!“: Solche Sprüche, wie etwa der von Heraklit (520-460 v. Chr.) imponierten mir immer. Auch glaubte ich gerne, dass die Welt aus Gegensätzen bestehe, die ununterbrochen auseinander hervor und ineinander übergehen. Ich glaubte, dass jegliche menschliche Erkenntnis eine Frage der Perspektive sei. Yin und Yang, Kalt und Warm, Männlich und weiblich, Tod und Leben. Alles ist unsicher, ist der Versuch, sich zu orientieren. In völliger Unsicherheit. Ist Tasten, schwanken, Taumeln in Dunkelheit. Dem steht der allgemein ausgegebene Kontrollwahn gegenüber, der sich gerne auch als "wissenschaftlich begründet" geben will. Später lernte ich auch akademisch, dass solche Perspektiven sehr stark durch soziale und geografische Verhältnisse vermittelt sein können. „Lebenswelten“ sagen manche Leute dazu.
Allein, es hat nichts genutzt. Es hat mich abgelenkt und mich von einer dumpfen Mehrheit der Leute isoliert. Es machte mich in einer Weise alleine und einsam, die nicht gesund ist, die man erst aushalten muss. Besseres Verständnis? Weisheit? „Göttlicher Funke“, wie das von Hermann Hesse herüber schallte? Mag sein, - nur, dies hilft dir in dieser Gesellschaft nicht weiter. Da ist alles (!) zeitweiliger Trip, Selbstoptimierung und Kosten/Nutzen-Abwägung. Diese Gesellschaft ist längst auf eine sehr materialistische Linie eingebogen und stellt das gerne als „alternativlos“ dar. Was meine große Täuschung war? Dass Kulturleute, Dichter, Denker usw. da heraus gehoben seien. Diese Leute sind meist Teil eines akademischen Betriebs, in dem das Konkurrenzdenken und "der Wettbewerb"  besonders ausgeprägt sind. Oder sie sind Teil eines Kulturbetriebs, in dem der Erfolg von Publikationen und öffentlichen Verlautbarungen ihre "Wichtigkeit" und ihr "Expertentum" zu signalisieren scheint.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Was jetzt ist


Ach, wie schnell doch die Zeit vergeht! Eben war noch von neuer Achtsamkeit, von Entschleunigung und Besinnung die Rede, auch die Natur sollte davon profitieren. Ein Blick nach außen zeigte keine Flugzeuge mehr am Horizont, die verschiedensten Vögel sollen auch etwas von der neuen Ruhe haben. Alles schon durch? Jetzt eben soll alles möglichst schnell in die „Normalität“ übergeführt werden. Besucher in den Alten- und Pflegeheimen kommen zuletzt. Riesige Konjunkturprogramme sind jedenfalls mit Wumms auf dem Weg in Deutschland, alle mögliche Dinge sind wieder zugelassen, wegen des großartig bewährten Föderalismus blickt man es noch nicht so richtig, um was es da die eigene Person betreffend geht. Amthor, Lobbyismus im Parlament und „Black life matters“ bzw. Rassismus kam noch inzwischen dazwischen... Wie steht es eigentlich um die Maskenpflicht? Auf jeden Fall sind die Werte jetzt gut und der R-Faktor kippt auch immer mehr Richtung Null. Einen Impfstoff gibt es zwar noch nicht, die amerikanische Regierung scheint sich aber schon möglichst viele (nahezu alle) Dosen des Medikaments Remdesivir gesichert zu haben. „America first“! Nun ja, bei den Infektionszahlen sind sie ja schon mal Spitze! Brasilien und Russland scheinen da dicht auf der Spur zu sein!

Sonntag, 31. Mai 2020

Wer Recht hat......


Verwaltung, gerade jetzt wichtig, da man sich nur ans Allerwichtigste hält. Normalerweise ist das mit endlosen Anträgen verbunden, mit Nachweisen, Genehmigungen usw. ….Papierkram halt. Wenn sie jedoch, wie jetzt, an ihre Grenzen kommt, wird ihre wahre Bedeutung klarer. Jetzt gerade im Gesundheitssystem, über das man vieles behaupten könnte. Infektionsschutzmasken, Sicherheitskleidung.....ausverkauft, nicht da. Das Gesundheitsamt soll den Mangel verwalten. Und das jetzt! Überfordert? Das Tagesgeschäft einigermaßen bewältigen. Was das heißt, zeigen ewig lange Genehmigungsfristen. Nachdenken darüber, wie's weitergehen soll? Ist in einem streng ökonomisierten Weltbild zu vernachlässigen. „Schlanker Staat“ und „freier Markt“ sind immer noch angesagt. Ein Umdenken fängt etwa 2008/2009 mit der Finanzkrise ein. Öffentliche Daseinsvorsorge und „Gemeinwohl“ scheinen danach wieder Worte zu werden, die öfters gebraucht werden. Die Crux? Seitdem wurden zwar wieder Stellen geschaffen, - aber es bewirbt sich niemand. Die „freie Wirtschaft“ zahlt mehr. Stellen sind frei. Experten und Spezialisten. Die Technokraten, die sowieso nur aufs Geldverdienen programmiert scheinen. Neulich wurde entdeckt, dass gerade mal 50 000 Lehrer fehlen. Mehr als 50 000 Pflegestellen, über kurz oder lang. Dazu 2000 Richter und Staatsanwälte. Unendlich viele bei der Polizei. Geldwäsche. Cum-Ex-Geschäfte. Schwere Vergehen und Verbrechen bleiben aus Personalmangel liegen. Ob das das Vertrauen in unser Rechtssystem gestärkt hat? Jaja, jetzt während und nach der Corona-Krise ist alles anders. Mal sehen.

Freitag, 1. Mai 2020

Alter


Es wird jetzt viel über „Die Alten“ geredet. Es kommen neuerdings dabei auch einige unverblümt sozialdarwinistische Positionen zur Sprache. Mich wundert darüber hinaus, wie etwa manche junge Leute so gar keine Vorstellung „vom Alter“ haben. Als würde es sie nie und nicht betreffen. Sie fühlen sich von Vornhinein im recht (für alles!), weil sie im ökonomischen Sinne produktiv sind. Sie würden „Die Alten“ am liebsten radikal wegsperren. Oder sie kontrolliert umbringen. Leider hat eine solche Denkweise schon viel zu lange Auswirkungen auf unsere Politik. Das allgemeine Verhältnis zum Tod, das sich an vielen Dingen und Mechanismen illustrieren ließe, zeigt dies überdeutlich. Auch die Gesundheitspolitik, die teilweise von älteren Männern gemacht wurde, scheint mir dies zu veranschaulichen, trotz aller Pflegeversicherungen und der allzu oft gehörten und total abgegriffenen Floskeln „Wer soll das bezahlen?….wir müssen auch an die….und den…..“ denken. Ob dadurch die eine gegen die andere Gruppe ausgespielt werden soll? Die Einsparpolitik vergangener Tage scheint mir jedenfalls der Wegsperrpolitik unserer Tage zu entsprechen. Scheinbarer „Effizienz“ scheint mir jegliche Empathie und jegliches Bewusstsein vom Menschsein geopfert zu werden. Der durch verfehlte Gesundheitspolitik bedingte und auch jetzt herrschende Mangel an Personal und Material macht mich wütend. „In den Ofen stecken“ scheint die Politik zukünftiger Tage. Radikale Umsetzung des Ökonomischen. Jaja, klar müssen wir an die Wirtschaft denken. Im derzeitigen System hat sie ja gravierende Auswirkungen: Nur, wer arbeitet, hat eine Daseinsberechtigung. Zumindest offiziell. Wobei der Begriff „Arbeit“ auch neu überdacht werden müsste. Und der Begriff „Wachstum“, von dem jetzt eine ganze Gesellschaft lebt. Ob es zumindest verschiedene Begriffe von „Wachstum“ gibt? Und ob der von der Politik oft gebrauchte Begriff des „nachhaltigen Wachstums“ etwas von einer Beruhigungspille hat?

Montag, 13. April 2020

Natur und Mensch

Morgens, wenn ich aufwache, höre ich nicht mehr den Gesang der Vögel. Es herrscht eine alles beherrschende Stille. Und das, obwohl die Entfernung von hier zum Wald nicht allzu groß erscheint. Meinen Vater, mit dem ich mich am Telefon darüber unterhalte, scheint es sehr geprägt zu haben, dass er bei einer Wanderung mit jemand zu tun hatte, demgegenüber er den Verlust von Vogelarten beklagte. Alles, was er daraufhin hörte, war: „Das macht doch nichts aus! Dann gibt es halt einen Vogel weniger...“ Die kurzfristige Nutzung erscheint hier als bestimmendes Element. Was sich kurzfristig dem nicht unterordnet, wird ausgeschieden aus der Erkenntnis und „genutzt“ (womit allzu oft die vollkommene Vernichtung einher geht). Stichwort: Artensterben. Utilitarismus.
Das Bewusstsein, dass alles mit allem zusammen hänge, dass in einem solchen System auch ein Vogel dazu beiträgt, dass auch ökonomische Leistungen von Gesellschaften ohne Vögel möglicherweise nicht möglich seien, scheint einem solchen Bewusstsein noch immer, auch in der größten Krise, fremd zu sein. Dagegen gibt man als Mensch gerne vor, den Lauf der Natur souverän zu überblicken (woher stammt die Information eigentlich? Naturbeherrschung war im 19. Jahrhundert ein Dogma, - aber heute?), Aussagen dazu zu machen und sie dem ökonomischen Wohlbefinden, - in unser Gesellschaft gerne „Wohlstand“ genannt, - unterzuordnen. Es könnte sein, dass dadurch unser Zeitalter als „Antropozän“ gekennzeichnet sein könnte, d.h. als Zeitalter des Menschen, der sich alles, auch die Natur der Erde, glaubt, rücksichtslos durchsetzen zu dürfen. In Zeiten der Globalisierung kommt noch das Moment des Geld verdienens hinzu, wozu sich der Mensch mit seinen institutionellen Möglichkeiten auch der verschiedenen Institutionen (z.b. die EU) bedient. Es wird etwas legalisiert, was man unter anderer Sicht auch als „schwerer Raub“ bezeichnen könnte, was aber durch ein Rechtssystem abgesichert erscheint, das solche Praktiken für „normal“ und „legal“ erklärt.

Sonntag, 29. März 2020

Empfindungen


Es enthüllen sich Lebensmodelle, verknüpft mit Personen. Der eine lebt von seiner Herzallerliebsten, der andere macht für Geld alles und findet das auch für andere Leute selbstverständlich. Es scheint die breit angesagte Umgangsform. Gerade Entwicklungsländer müssen das an einem ganz anderen Ende spüren. Jaja, Moralin! Auf diese und jene Art wird die Kohle von allen angebetet. Sie scheint alles zu strukturieren. Manche machen es künstlerisch und kassieren für Stümpereien Millionen, weil keiner mehr weiß, was für wen was wert sein könnte. Außerdem gilt es, „Beziehungen“ zu haben, sie rechtzeitig zu knüpfen. Networking betreiben. Auswertbar muss alles sein, effizient, der Aufwand muss sich im Verhältnis zum Ergebnis rechnen. Es müsste sich alles rechnen. Haha, ein Kommentar zum Tage müsste länger sein. Output rules. Qualität egal. Es gibt einen Haufen Spezialisten, die einen guten Job machen, vom Ganzen und vom Sinn des Ganzen aber keine Ahnung haben. Ich muss lachen darüber, dass man mich als Miesepeter und Spassbremse versteht. Leute können mit sich nichts anfangen, schlagen ihre Mitmenschen, werden agressiv. Sie müssen und sollen beschäftigt werden, egal mit was….

Dienstag, 11. Februar 2020

Reize


Damen (jawohl, die Männer legen auf diesem Feld erst langsam nach…) räkeln sich reizvoll (un-) bekleidet auf dem Nichts und legen ihr gewinnendstes Lächeln mit dem rotesten Lippenrot auf….. scheinbar ein Mensch gewordenes Versprechen, sie scheinen „Komm her...“ zu locken und sich dann doch im letzten Moment in Papier aufzulösen….und zuvor noch schnell etwas „verkaufen“…. Es ist ein Reiz, den man (zumindest derzeit) noch insgesamt gut „verkaufen“ kann, in Zeiten der Virtual Reality und des schnellen Sex könnte sich das ändern….. Egal, das Emotionale verliert.. es kann auf diesem Parkett keine Rolle mehr spielen, es ist kein schneller Reiz, kein Kick….

Freitag, 29. November 2019

Zwischenmenschliches

Ich staune mal wieder: Es gibt wohl viele Leute, die auf einem Film oberflächlicher Freundschaftsbeziehungen dahin schlittern und sich darin bescheiden, die diese Situation „normal“ finden, auch weil sie nichts anderes kennen. Solche Beziehungen zwischen Menschen sind oft beruflichen Gegebenheiten oder persönlichen Lagen/Situationen geschuldet. Manchmal ergeben sich auch schlicht Gelegenheiten, Beziehungen zu Personen zu knüpfen, die sich dann als nicht unbedingt haltbar erweisen. Über längere Zeit halten wohl vor allem diejenigen Beziehungen etwas aus, die einer tiefen Sympathie und einem breiten Verständnis geschuldet sind. Heute werden Beziehungen geknüpft, um über eine gewisse Zeit hinweg (kann sehr sehr kurz sein!!!) verschiedenartige Bedürfnisse zu befriedigen. Die also vom Nutzen bestimmt sind. Ausgenommen und von vornherein heilig gesprochen ist dabei nur noch die Ehen, die freilich immer brüchiger werden (Statistiken und Alltagserfahrungen können das belegen...). Darüber hinaus ist „Networking“ beliebt, also das Schließen von Verbindungen verschiedener Menschen, die sich gegenseitig davon einen späteren Profit versprechen, die es als günstig für sich beurteilen, zu dem einen oder anderen Menschen „nähere“ Verbindungen zu unterhalten. Unlautere Elemente quetschen sich hierbei dazwischen, um den jeweils anderen regelrecht auszunehmen, ihn offen auszunutzen, ihm etwas einfach abzunehmen. Zuvor werden oft Beziehungen geknüpft, die in diesem Falle wohl rein zweckorientiert sind und dem gemeinsamen Interesse förderlich sind. Ein bestimmendes Motiv scheint schlicht auch die Neugier zu sein, die sich oft Ziele sucht, die sie nach ihrer vermeintlichen Stillung aber bald dann verlässt.

Montag, 28. Oktober 2019

Wachstum ahoi!


Ja fällt denn das gar niemandem mehr auf? Klimakrise oder-wandel, Rezessionsängste und Digitalisierung hin oder her? Jetzt wird wieder dass wirtschaftliche Wachstum beschworen, das uns aus der Patsche helfen solle. So funktioniert das alles, wird überall suggeriert. Wir sollen verbrauchen und konsumieren, denn das sei der Motor der Wirtschaft, so soll uns eingeredet werden. Wir sollen möglichst viel konsumieren, weil das angeblich die „Binnennachfrage“ steigere. Gleichzeitig sollen wir uns in Bescheidenheit üben, unsere Bedürfnisse neu definieren und uns in die Ökologie dieses Planeten einzufügen versuchen. Apelle mit frommem Augenaufschlag. Das Gegebene akzeptieren. Ob sich da aber nicht gewisse Widersprüche auftun, die uns etwas über die herrschende Wachstumsidiologie sagen könnte? Dass man sparsam sein müsse, wenn (wie hierzulande) „die schwarze Null“ zum Fetisch erhoben wird, das leuchtet ein. Die Folgen fallen uns in diesem ach so entwickelten Staatsgebilde alltäglih auf und werden uns als Gemeinwohl der zukünftigen Generationen eingehämmert. Sparzwang ist ja sowieso angesagt und gerne „Austeritätspolitik“ genannt. In der EU ist das zuletzt im Hinblick auf Griechenland klar geworden, aber auch der Rest der Welt scheint diesem Glauben anzuhängen. Jedenfalls die jeweils herrschende Machtelite. Gleichzeitig scheint es doch viel mehr Geld zu geben, als es die leeren öffentlichen Kassen belegen. Die reichsten Familien der Weltbevölkerung, die sich ca. 50 % des Gesamtvermögens der Weltbevölkerung unter den Nagel gerissen haben, mögen sich da eins grinsen. Sparen und sich eine neue Bedürfnisstruktur zurechtlegen, heißt die Devise derzeit. Gleichzeitig droht die Rezession und die Binnennachfrage muss konsumierend unbedingt belebt und gesteigert werden. Wachstum um jeden Preis. Damit Arbeitsplätze schaffen. Dabei könnte sich herumgesprochen haben, dass die Ressourcen, - zumindest die Rohstoffe! - auf dieser Erde nicht unendlich sind, dass sie bereits dem Wachstumswahn auf breiter Front zum Opfer gefallen sind.

Freitag, 18. Oktober 2019

Durch Generationen hindurch...

Weil sie im ökonomischen Sinne nicht mehr mitstricken am Bruttosozialprodukt, weil sie in einer Gesellschaft der vermeintlich Starken zu den eher Schwachen gehören, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt. Dabei könnten sie phantastische Lehrer sein, - bei einer durchaus aufgeklärten Distanz zur eigenen Position kombiniert mit einem gesunden Skeptizismus. Ja, auch das hat man im Alter gelernt: Die eigene Position ist nicht immer die einzig richtige. Und so gibt es viele Erkenntnisse, die im Alter gewachsen sein könnten und in einer Kombination aus Erfahrung mit Wissen weitergegeben werden könnten. Viele Bauchlandungen der verschiedensten Art könnten auf diese Weise verhindert werden. Jaja, die Anpassungsfähigkeit den Neuen Medien und überhaupt dem Neuen gegenüber! Vielleicht könnte hier aber auch eine gewisse Distanz helfen! Nicht das blinde Nachrennen gewissen Entwicklungen gegenüber wäre gefragt, sondern ein abwartendes, langsames und eher kritische Fragen stellendes Nachfolgen. Und. Das bewährte Wissen in Kombination mit dem Neuen kann zu Ergebnissen führen! Erlebte Geschichten wollen in ihrer Bedeutung für den aktuellen Tag erkannt und gedeutet werden! Gelassenheit und Unaufgeregtheit können zu dem Schatz dessen gehören, was auch dem aktuellen Tag samt seiner Hektik sehr nützen kann. Da schlummert ein Reservoir, das mit zunehmender Dynamik der Demographie und einer freundlich abnehmenden Vorurteilsfähigkeit gehoben werden könnte. Oh ja, das mag sich auch auf gewisse körperliche Anfälligkeiten beziehen: Wir werden nicht alle so stark bleiben, wie wir uns heute fühlen! Damit umgehen zu können, es einzubeziehen ins tägliche Dasein, könnte auch etwas von dem ausmachen, was wir von reiferen Menscheen profitieren könnten.

Donnerstag, 22. August 2019

Imagekampagnen


Mir scheint es, als wolle so mancher Minister sich vor allem durch PR-Tricks hervortun. Da werden Taschenspielereien vorgeführt, da werden mit Geld aus dem Ausland die passenden Mitarbeiter herbei geholt (in diesem Ausland dürfen sie dann schon fehlen…. Das mit der „Win-win-Situation stimmt also alleine schon deshalb nicht so ganz). Das Geld soll erhöht werden, kommt aber nie dort an, wo es ankommen sollte. An was das liegt? Unübersichtliche und versteckte Klauseln sind ja beliebt in Wirtschaftskreisen. Warum sich nicht etwas „vom Markt“ abschauen? Hauptsache, einen Auftritt gehabt!, denkt sich der Minister. Sich gesonnt in der öffentlichen Aufmerksamkeit, am Image gearbeitet…. „Ach, der Markt wird es schon richten….!“, so wird schon mal hinaus gepustet. Der richtet offenbar alles zum Vorteil derer, die einen Vorteil daraus ziehen wollen. Ob es öffentliche Daseinsvorsorge gibt? Das alles sei beabsichtigt, so lautet ein Kommentar. Der Staat könne halt nicht alles besser. Interviews werden abseits der öffentlichkeitswirksamen Strecken kaum gegeben. Ob das alles zu durchsichtig ist? Offenbar nicht. Sie berichten währenddessen vor allem über „Promis“…….es geht um Singles, die sich neu paaren……, dazwischen geht es in Gewinnspiele, in denen tausende von Euros zu gewinnen sind….Jackpot… es geht um Augenaufschläge…und um Image….

Dienstag, 20. August 2019

Glaubwürdigkeiten (siehe gestriges Blog "Machtfragen")

Was mich sprachlos gemacht hat und was nicht wahr sein darf: Greta, der ich bisher einige Sympathie entgegen gebracht habe, schippert jetzt gerade übers Meer in einer Segelyacht, die anscheinend einem reichen Stuttgarter Geschäftsmann gehört. Es fliegen dann offenbar 6 Leute nach New York, dieses Schiff wieder abzuholen, um es zurück zu segeln. In einer Meldung heißt es: „….. dass fünf Profis des „Team Malizia“-Segelprojekts nach New York fliegen würden, um das Boot dort in Empfang zu nehmen und anschließend zurück nach Europa zu segeln“. Auch Boris Herrmann (der jetzige Segler) selbst wird den Flieger zurück nehmen. Gretas Trip löst also mindestens sechs Flüge über den Atlantik aus…. Alle Flüge, die unternommen würden, würden „ausgeglichen“ (Haha, Ablass, lass ab!). Der Plan: Neben Boris Herrmann fliegt anscheinend auch Mitsegler Pierre Casiraghi zurück. Die zwei Mitsegler, sollten sie US-Bürger sein, müssten alternativ nach dem Segeltörn von den USA nach Europa auch wieder zurück in die USA kommen. So oder so ergeben sich also insgesamt mindestens sieben Flüge über den Atlantik. Wären Greta und ihr Vater einfach selbst nach New York geflogen, wären es wohl vier gewesen - unabhängig von etwaigen „Ausgleichszahlungen“. Das alles kann einfach nicht wahr sein....