Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Samstag, 23. August 2025
In sich außer sich
Samstag, 6. Juli 2024
Geldanlage
Mittwoch, 22. September 2021
Digitalisierung lernen?
Ich lese unter dem Thema „Digitalisierung“ meist Formelhaftes, Gestanztes, das mit der Realität nicht viel zu tun zu haben scheint. Es ist da viel von der Möglichkeit der Kombination verschiedener Kriterien im Verkauf die Rede. Nun erhebt sich die Frage, wie das „unten“ ankommt. Klar, irgendwelche Manager verkaufen sich gegenseitig etwas, wobei sie irgendwelche Gewinne machen. Doch ich habe zuletzt äußerst deprimierende Erfahrungen gemacht, wenn es um den Bereich der digitalen Dienstleistung geht. Da werden Call-Centers kontaktiert, die nach langem Anhören von Easy-Listening-Musik-Schleifen sich für nicht zuständig erklären und zudem keinerlei Ahnung von nichts haben. Test: Man ruft eine Stunde später dieselbe Telefonnummer an und bekommt eine völlig andere Auskunft. Effekt: das, was man gerne erreichen wollte, funktioniert nicht. Man ist frustriert. Ist man nun Kunde, oder nicht? Digitalisierung findet bei uns in Deutschland im luftleeren Raum statt. Es wird zwar viel darüber geredet, es passiert aber gar nichts, außer dass sich gewisse Manager gegenseitig fette Boni auszahlen und behaupten, man müsse erst mal den Begriff „Digitalisierung“ lernen, - und alles, was neu sei, falle dem gemeinen Menschen schwer. Dass sich die Software zwischen die „Face-to-Face-Beziehungen“ schiebe, sei ein großer Vorteilseffekt. Wenn ich nun meine unmittelbar zurück liegenden Erfahrungen berücksichtige, frage ich mich, welche Effekte das sein sollen. Meine Kommunikation war weitgehend anonym, Maschinen fragten nach 20-stelligen Zahlen und hielten mich in einer Schleife, im Laufe derer ich unzähligen Fragen zu beantworten hatte, ehe ich zur nächsten „Stufe“ vorgelassen wurde. Ich frage mich, ob das nicht eine moderne Form der Erpressung ist. Neue, innovative Ideen seien einzubringen, heißt es gerne. Ich frage mich: wohin, in welche Prozesse, sollen diese Ideen eingebracht werden? In den Kreislauf der hochdekorierten Dienstleistungen, mit denen sich die Manager und „Führungskräfte“ eines Unternehmens gegenseitig beglücken?
Sonntag, 25. Juli 2021
Wo wir stehen
Montag, 21. Juni 2021
Wie es sich verhält
Sonntag, 9. Mai 2021
Einsam, was ist das? Hat da jemand etwas gesagt....?
Freitag, 3. April 2020
Resistente Keime
Sonntag, 19. Januar 2020
Die Herren
Samstag, 13. Juli 2019
Stress, Digitalisierung und Achtsamkeit (2)
Freitag, 12. Juli 2019
Stress, Digitalisierung und Achtsamkeit
Was machen die Unternehmenslenker? Strategien dagegen werden erfunden. Man soll tätig werden. Was tun dagegen. „Achtsamkeitstraining“ wird empfohlen. Natürlich nur den "Führungskräften". Volle Konzentration drauf, sich nicht von der Angst lenken zu lassen - darum geht es beim Achtsamkeitstraining. Besser zur Verfügung stehen. Fitter für den Job bleiben. Menschen sollen auf die dem Buddhismus entlehnten Bewusstseinstechniken zurückgreifen, um ihr Arbeitspensum zu bewältigen. Sie sollen danach umso erfolgreicher, umso schneller, umso fitter, innovativer, gesünder sein (um dem Unternehmen zu nutzen...). Ob aber das Übel auch ein bisschen in der digitalen Entwicklung liegt? Ob diese Digitalisierung uns nicht eine Funktionalisierung und Selbstoptimierung aufzwingt? Jede freie Minute soll doch genutzt werden, - für wen? Für was? Common Sense ist: Digitale Gadgets bringen keine Zeitersparniss, sondern oft genug Stress. Technik kann auch Stress erzeugen, nicht nur die Erleichterung der Bequemlichkeit. Ob Achtsamkeit nicht gerade den Ausstieg aus der Optimierungslogik bedeuten könnte?
Montag, 15. April 2019
Autorealisten
Donnerstag, 29. November 2018
Achtsamkeit als Strategie
Donnerstag, 12. April 2018
Götter des Neoliberalismus
Mittwoch, 22. November 2017
Vermögensbildung
Dienstag, 8. August 2017
Gottgegebener Markt?
Ja muss denn die gesellschaftliche Spreizung so groß sein, dass Spitzenmanager Gehälter im solide zweistelligen Bereich beziehen und dass gewählte Volksverteter da offenbar gerne mithalten würden (wg. "Verantwortung"), während die untere Einkommensschicht nicht weiß, wie sie den finanziellen Alltag bewältigen soll? Ob etwa 2 % der Bevölkerung etwa 50 % des verfügbaren Einkommens besitzen müssen? Das diktiert der Markt, so lautet oft die Argumentation. Ist aber „der Markt“ etwas ungestaltbar Gottgegebenes oder wäre er bei entsprechendem politischem Willen beeinflussbar? Ja gewiss, ist die „Verantwortung“ ein Kriterium, nach dem sich der Lohn bemessen könnte. Aber rechtfertigt das solche Gehälter, erst recht nachdem bei einschlägigem Misserfolg auch heftige Abfindungssummen bezahlt werden? Ob das alles „der Markt“ diktiert, das Angebot und die Nachfrage? Ob es solche Individuen dermaßen wenige gibt, so dass sie ihren Preis mehr oder weniger selbst bestimmen können? Was ist das „gewisse Etwas“, was diesen Preis bestimmt? Ist es Gerissenheit, die in so etwas wie „Durchsetzungsfähigkeit“ mündet? Gehört Egoismus und Narzissmus dazu? Klar ist, dass Märkte innerhalb von Regeln stattfinden, die gestalt- und veränderbar sind. Auch durch Gesetze und steuerliche Regulierungen. Zu behaupten, dass ein Markt gut funktioniere, scheint nur innerhalb eines gewissen Rahmens möglich zu sein. Der „freie Markt“ solle es richten, so das offizielle Credo. Doch dieser „freie Markt“ ist ja auch schon das Resultat gewisser Überlegungen. Ob die gegenwärtigen gigantischen Ungleichheiten und Verzerrungen angesichts dessen zwangsläufig sind? Ob sich der Kreis der Topmanager vor allem aus bestimmten gesellschaftlichen Kreisen rekrutiert. Wem werden solche Jobs angeboten? Ob bei so etwas wie Chancengleichheit herrscht?
Montag, 7. August 2017
Geldmeister
Donnerstag, 3. August 2017
Gipfel der Peinlichkeit
Samstag, 4. Februar 2017
Soziale Gerechtigkeit
Die Frage der sozialen Gerechtigkeit kann sich aber nur darauf beziehen, wem dieser scheinbare Fortschritt nützt, wem es da so furchtbar viel besser geht und wer in dieser Gesellschaft davon profitiert. Auch die SPD feiert gerne wirtschaftliche Erfolgszahlen und hat mit den Werbereisen des von ihr gestellten Wirtschaftsministers viel dafür getan. Das Problem der sozialen Gerechtigkeit aber kann sich nur darauf beziehen, dass es in Deutschland nicht nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt, sondern eine dritte, weitgehend rechtlose Klasse, die sich von den beiden (!) anderen Klassen hin- und herschieben lassen muss. Das Problem ist, dass jener gesellschaftliche Mittelstand, der einst Deutschland nach dem Kriege nach vorne geholfen hatte, große Probleme hat und inzwischen deutlich schrumpft. Selbstverständlich lassen sich dagegen und dafür je nach politischer Ausrichtung Zahlen aufrufen, dies dies oder jenes scheinbar belegen. Die empirische Erfahrung, d.h. der Blick aus dem Fenster in andere Lebenswelten, scheint auch eine Quelle der Erkenntnis zu sein, die nicht unterschätzt werden sollte. Doch dies ist wohl auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Donnerstag, 2. Februar 2017
Nepotismus
Montag, 9. Januar 2017
Spezialdemokraten
Doch mittlerweile werden die Führer samt ihrer wirtschaftlichen „Erfolge“ wieder angebetet: die Medien sorgen mit zahlreichen verherrlichenden „Erzeugnissen“ dafür, dass dieser Trend seine Durchschlagskraft auf das Bewusstsein der Vielen behält. Doch die Hochglanzmagazine der mehrfarbigen und möglichst eloquenten Bewunderung sind mit den Objekten ihrer Anbetung zusammen in eine Krise gerutscht. Das Führer-Verhalten scheinen bestimmte Kräfte mehr in Richtung der Politik rücken zu wollen. Globale Entwicklungen scheinen hier Beleg genug zu sein, von den USA über die Türkei bis hin zu Russland. Ratlose Manager bleiben zurück, Kohle machen scheint Bestandteil, aber nicht mehr Hauptinhalt dessen, was die Welt bewegt. Trump und Globalisierung, das passt nicht so recht zusammen, eher Isolationismus. Ford hat sich schon getrollt, General Motors war schon dran, Toyota hat jüngst seinen Anschiss kassiert, die deutschen Firmen werden folgen.