Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Donnerstag, 23. Oktober 2025
Herausforderungen
Wir sind Menschen, die Fehler machen, die begrenzte Wesen sind, die endliche Wesen sind, die nicht alles im Griff haben und manchmal nur probieren, solange, bis etwas klappt. Der größte Fehler ist, zu glauben, man habe alles im Griff. Genau das scheint aber das Prinzip zu sein, nach dem die Gesellschaft gegenwärtig lebt. Es scheint geradezu verboten zu sein, auf negative Entwicklungen, auf Fehlentwicklungen, auf Probleme und Missfunktionen aufmerksam zu machen: so etwas wäre wohl allzu negativ. Es scheint jetzt für viele Menschen keine Probleme mehr zu geben, sondern nur noch Herausforderungen. Deshalb scheint dies Wort auch eine Art Modewort geworden zu sein, dessen sich der Zeitgeist bei nahezu jeder Talkshow bedient. Es triumphiert das Denken und die Einstellung, dass alles irgendwie zu schaffen sei. Auch die diesem Geist entsprechende Ratgeberliteratur, die rät, negative Gedanken einfach abzuschütteln oder erst gar nicht zu denken, entspricht dieser Einstellung. Es scheint das verlogenste der verlogenen Lächeln über allem zu liegen. Ob die Wirklichkeit so ist, ob diese Aufforderung nicht einfach darauf abzielt, die hässliche Wirklichkeit mit allen unschönen Aspekten einfach zu verleugnen? Es werden ganze Agenturen damit befasst, einen Drang zur Verschönerung, zur Behübschung der Wirklichkeit zu erzeugen. Die politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Einstellungen sind gegenwärtig ganz besonders virulent. Ein prominenter Präsident pusht sogar nicht nur die Behübschung der Realität, sondern ihre vollkommene Leugnung, ihre Versenkung in dem, was wir nicht wollen. Blöd nur, dass sie von dorther immer wieder auftaucht und dass solche „Probleme“ so nicht zu lösen sind, auch wenn wir sie zuvor zu „Herausforderungen“ degeneriert haben.
Sonntag, 21. September 2025
Herausforderungen
Wir sind Menschen, die Fehler machen, die begrenzte Wesen sind, die endliche Wesen sind, die nicht alles im Griff haben und manchmal nur probieren, solange, bis etwas klappt. Try and error. Der größte Fehler ist, zu glauben, man habe alles im Griff. Genau das scheint aber das Prinzip zu sein, nach dem die Gesellschaft lebt. Es scheint geradezu verboten zu sein, auf negative Entwicklungen, auf Fehlentwicklungen, auf Probleme und Missfunktionen aufmerksam zu machen. Wer will schon Spassbremse sein? Spielverderber? Es scheint ja für viele Menschen keine Probleme mehr zu geben, sondern nur noch Herausforderungen (die man lösen/erfüllen kann). Deshalb scheint dies Wort längst auch eine Art Modewort geworden zu sein, dessen sich der Zeitgeist bei nahezu jeder Talkshow bedient. Es triumphiert die Einstellung, dass alles irgendwie zu schaffen sei. Auch die diesem Geist entsprechende Ratgeberliteratur, die rät, negative Gedanken einfach abzuschütteln oder erst gar nicht zu denken, entspricht dieser Einstellung. Es scheint das verlogenste der verlogenen Lächeln über allem zu liegen. Ob die Wirklichkeit so ist, ob diese Aufforderung nicht einfach darauf abzielt, die hässliche Wirklichkeit mit allen unschönen Aspekten einfach zum Vorteil des Selbst zu verleugnen? Nicht an sich heran lassen? Ist die Welt wirklich so schön, für alle? Ob wir wissen sollten, was uns umgibt, wo wir leben? Es werden ganze Agenturen damit befasst, einen Drang zur Verschönerung, zur Behübschung der Wirklichkeit zu erzeugen. Die politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Einstellungen sind ganz besonders virulent. Ein prominenter Präsident pusht jetzt sogar nicht nur die Behübschung der Realität, sondern ihre vollkommene Leugnung, ihre Versenkung in dem, was wir nicht wollen. Blöd nur, dass sie von dorther immer wieder auftaucht und dass solche „Probleme“ so nicht zu lösen sind, auch wenn wir sie zuvor zu „Herausforderungen“ degeneriert haben.
Mittwoch, 17. September 2025
Herausforderungen
Wir sind Menschen, die Fehler machen, die begrenzte Wesen sind, die endliche Wesen sind, die nicht alles im Griff haben und manchmal nur probieren, solange, bis etwas klappt. Try and error. Der größte Fehler ist, zu glauben, man habe alles im Griff. Genau das scheint aber das Prinzip zu sein, nach dem die Gesellschaft lebt. Es scheint geradezu verboten zu sein, auf negative Entwicklungen, auf Fehlentwicklungen, auf Probleme und Missfunktionen aufmerksam zu machen. Wer will schon Spassbremse sein? Spielverderber? Es scheint ja für viele Menschen keine Probleme mehr zu geben, sondern nur noch Herausforderungen (die man lösen/erfüllen kann). Deshalb scheint dies Wort längst auch eine Art Modewort geworden zu sein, dessen sich der Zeitgeist bei nahezu jeder Talkshow bedient. Es triumphiert die Einstellung, dass alles irgendwie zu schaffen sei. Auch die diesem Geist entsprechende Ratgeberliteratur, die rät, negative Gedanken einfach abzuschütteln oder erst gar nicht zu denken, entspricht dieser Einstellung. Es scheint das verlogenste der verlogenen Lächeln über allem zu liegen. Ob die Wirklichkeit so ist, ob diese Aufforderung nicht einfach darauf abzielt, die hässliche Wirklichkeit mit allen unschönen Aspekten einfach zum Vorteil des Selbst zu verleugnen? Nicht an sich heran lassen? Ist die Welt wirklich so schön, für alle? Ob wir wissen sollten, was uns umgibt, wo wir leben? Es werden ganze Agenturen damit befasst, einen Drang zur Verschönerung, zur Behübschung der Wirklichkeit zu erzeugen. Die politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Einstellungen sind ganz besonders virulent. Ein prominenter Präsident pusht jetzt sogar nicht nur die Behübschung der Realität, sondern ihre vollkommene Leugnung, ihre Versenkung in dem, was wir nicht wollen. Blöd nur, dass sie von dorther immer wieder auftaucht und dass solche „Probleme“ so nicht zu lösen sind, auch wenn wir sie zuvor zu „Herausforderungen“ degeneriert haben.
Sonntag, 26. August 2018
Herausforderungen
Wir
sind Menschen, die Fehler machen, die begrenzte Wesen sind, die
endliche Wesen sind, die nicht alles im Griff haben und manchmal nur
probieren, solange, bis etwas klappt. Der größte Fehler ist, zu glauben, man habe alles im
Griff. Genau das scheint aber das Prinzip zu sein, nach dem die
Gesellschaft gegenwärtig lebt. Es scheint geradezu verboten zu sein,
auf negative Entwicklungen, auf Fehlentwicklungen, auf Probleme und
Missfunktionen aufmerksam zu machen. Es scheint für viele Menschen
keine Probleme mehr zu geben, sondern nur noch Herausforderungen.
Deshalb scheint dies Wort auch eine Art Modewort geworden zu sein,
dessen sich der Zeitgeist bei nahezu jeder Talkshow bedient. Es
triumphiert das Denken und die Einstellung, dass alles irgendwie zu
schaffen sei. Auch die diesem Geist entsprechende Ratgeberliteratur,
die rät, negative Gedanken einfach abzuschütteln oder erst gar
nicht zu denken, entspricht dieser Einstellung. Es scheint das verlogenste der verlogenen Lächeln über allem zu liegen. Ob die Wirklichkeit
so ist, ob diese Aufforderung nicht einfach darauf abzielt, die
hässliche Wirklichkeit mit allen unschönen Aspekten einfach zu
verleugnen? Es werden ganze Agenturen damit befasst, einen Drang zur
Verschönerung, zur Behübschung der Wirklichkeit zu erzeugen. Die
politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Einstellungen sind
gegenwärtig ganz besonders virulent. Ein prominenter Präsident
pusht sogar nicht nur die Behübschung der Realität, sondern ihre
vollkommene Leugnung, ihre Versenkung in dem, was wir nicht wollen.
Blöd nur, dass sie von dorther immer wieder auftaucht und dass
solche „Probleme“ so nicht zu lösen sind, auch wenn wir sie
zuvor zu „Herausforderungen“ degeneriert haben.
Donnerstag, 22. März 2018
Kreativität (1)
Der Zauberbegriff: Kreativität. Was bedeutet er
eigentlich? Die Frage danach schon erscheint überflüssig, denn in
unserer Gesellschaft ist der Begriff eindeutig besetzt: er ist so
etwas wie eine Problemlösungskompetenz. „Was ist das Problem?“,
so lautet die Frage dahinter. Doch das deutet genau nicht auf so etwas wie
Kreativität, sondern ist nur eine eingeschränkte Form davon, was gut in unsere durchökonomisierte Welt passt. Ein Ingenieur macht
sich mit ihr ans Werk, um die ihm gestellte Aufgabe und das „Problem“
zu lösen. Dazu braucht er Kreativität, nichtwahr?
Ob dazu nicht vielmehr etwas wie Lebendigkeit nötig ist? Vitalität, Erlebnisfähigkeit? Lust am absichtslosen Spiel, bei dem niemand weiß, was dabei herauskommt? Dabei die Welt einbeziehen, die anderen beteiligen....? Gerade nicht in der Passivität verbleiben, sondern sich aufmachen.... Das Effizienzdenken und die instrumentelle Vernunft, all die Planbarkeit hinter uns lassen! Der Überraschung in der Realität und nicht nur per Fiktion entgegen gehen, die uns überall in Filmen, Büchern etc. geradezu fortwährend zu verfolgen scheinen und uns fortwährend aufregt, erregt, in Anspruch nimmt. Über die typische Frage „Na, schon was dabei heraus gekommen?“ abgrinsen. Denn bei Kreativität darf auch nichts dabei „heraus kommen“. Ob Leonardo Da Vinci ein Problem gelöst hat? Ob bei ihm in Stein Gemeißeltes heraus gekommen ist? Kreativität ist halt nicht Problemlösung sondern hat womöglich etwas mit Gestaltung zu tun. Diese Welt des Denkens in einer bestimmten technisierten Weise hat uns längst in Besitz genommen, bewusst und unbewusst. Nach ein paar Weinen (oder anderen Drogen) darf dann geträumt werden, wie es denn wäre, nicht diesen Zwängen ausgeliefert zu sein.
Ob dazu nicht vielmehr etwas wie Lebendigkeit nötig ist? Vitalität, Erlebnisfähigkeit? Lust am absichtslosen Spiel, bei dem niemand weiß, was dabei herauskommt? Dabei die Welt einbeziehen, die anderen beteiligen....? Gerade nicht in der Passivität verbleiben, sondern sich aufmachen.... Das Effizienzdenken und die instrumentelle Vernunft, all die Planbarkeit hinter uns lassen! Der Überraschung in der Realität und nicht nur per Fiktion entgegen gehen, die uns überall in Filmen, Büchern etc. geradezu fortwährend zu verfolgen scheinen und uns fortwährend aufregt, erregt, in Anspruch nimmt. Über die typische Frage „Na, schon was dabei heraus gekommen?“ abgrinsen. Denn bei Kreativität darf auch nichts dabei „heraus kommen“. Ob Leonardo Da Vinci ein Problem gelöst hat? Ob bei ihm in Stein Gemeißeltes heraus gekommen ist? Kreativität ist halt nicht Problemlösung sondern hat womöglich etwas mit Gestaltung zu tun. Diese Welt des Denkens in einer bestimmten technisierten Weise hat uns längst in Besitz genommen, bewusst und unbewusst. Nach ein paar Weinen (oder anderen Drogen) darf dann geträumt werden, wie es denn wäre, nicht diesen Zwängen ausgeliefert zu sein.
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