Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
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Sonntag, 7. September 2025
Fuzzis
Tatsächlich scheinen sich in dem von mir jetzt betrachteten Literaturbetrieb vor allem Mitglieder eines Milieus zu tummeln, die der gelegentlich so bezeichneten „Lifestyle-Linken“ angehören: also materiell meist gut oder sehr gut gestellte Personen aus großstädtischem Umkreis, die sich moralisch aufgebläht gerade gegenüber den abhängigen Unterschichten als absolute Instanz präsentieren und ihnen die wahren Wahrheiten ans Herz legen. Ein früherer Willi Wichtig der Linken tat sich ja auch als Porsche-Fahrer hervor und traf gleichzeitig vernichtende Urteile über „die Besitzenden“ in unserer Gesellschaft. Ob so etwas „dialektisch“ ist? Solches Verhalten scheint mir auch an das anzuschließen, was einst Bert Brecht offiziell als frauengerechtes Verhalten propagierte und was eine gewisse Doppelmoral charakterisiert. In seinem eigenen Verhalten soll Brecht sich nämlich als ziemlich unverschämt rücksichtslos gegenüber den ihn umgebenden Frauen verhalten haben. Nun ja, auf der linken Seite der Politik scheint solches Verhalten Tradition zu haben und wurde oft hinter den Winkelzügen einer Dialektik versteckt, die einem hauptsächlich selbst in seiner kleinen dreckigen Existenz (vor allem monetär, aber auch im Hinblick auf den Status) nützen sollte.
Samstag, 8. Mai 2021
Literaturbetrieb (2)
Tatsächlich scheinen sich in dem von mir gestern betrachteten Literaturbetrieb vor allem Mitglieder eines Milieus zu tummeln, die der von Autorenpolitikerin Sarah Wagenknecht so bezeichneten „Lifestyle-Linken“ angehören: also materiell meist gut oder sehr gut gestellte Personen, die sich moralisch aufgebläht gerade gegenüber den abhängigen Unterschichten als absolute Instanz präsentieren. Dass Frau Wagenknecht mit ihrem gutsituierten Dasein gerade dieser Klasse von Personen anzugehören scheint, erhöht ihre Glaubwürdigkeit nicht, diskreditiert aber andererseits ihre Aussagen auch nicht. Ein früherer Vorsitzender der Linken tat sich ja auch als Porsche-Fahrer hervor und traf vernichtende Urteile über „die Besitzenden“ in unserer Gesellschaft. Solches Verhalten scheint mir auch an das anzuschließen, was einst Bert Brecht offiziell als frauengerechtes Verhalten propagierte. In seinem eigenen Verhalten soll er sich aber ziemlich unverschämt rücksichtslos gegenüber den ihn umgebenden Frauen verhalten haben. Nun ja, auf der linken Seite der Politik scheint solches Verhalten Tradition zu haben und wurde oft hinter den Winkelzügen einer Dialektik versteckt, die einem hauptsächlich selbst mit der kleinen dreckigen Existenz (vor allem monetär, aber auch im Hinblick auf den Status) nützen sollte.
Dienstag, 7. Januar 2020
Gemeinschaften, Zugehörigkeiten
Ob manche Leute von einer
Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft träumen, nachdem die
Globalisierung und der Neoliberalismus alles zerhackstückt und
vereinzelt haben? Ob sie sich da gewissen Illusionen hingeben?
Gemeinschaft könnte ja auch bedeuten, dass man gewisse Werte teilt……
So etwas kann womöglich schnell über den Status einer Verpflichtung
hinweg zu einer Art Zwang werden, den diese Gemeinschaft auf den
Einzelnen ausübt. Im Sinne einer Freiheit und „Befreiung“ könnte
es insofern unumgänglich sein, sich von diesen Konventionen zu
befreien, auf Konflikt- und – im Extremfall! - Kollisionskurs damit
zu gehen. Familie und Staat? Was ist der Staat überhaupt? Etwas
demokratisch legimiertes? Diesem Irrtum sitzen meiner Meinung nach
allzu viele derer auf, die sich als „Linke“ einordnen würden.
Dass der Staat selbst sehr schnell gewalttätig werden kann, ist eine
Erfahrung des zwanzigsten Jahrhunderts. Was ist „die Familie“?
Die Klein- und Kernfamilie – oder die Großfamilie? Ob wir nach
einigen sehr negativen Erfahrungen alle Gewalt dem Staat
überschrieben haben? Ob der immer verantwortungsvoll damit umging?
Was wäre die Alternative?
Montag, 16. Januar 2017
Protest und Wahl
Wer soll denn den Protest zur nächsten
Bundestagswahl zum Ausdruck bringen? Wer sind die, die nicht
zufrieden sind mit den alternativlosen Verhältnissen, aber noch zu Wahlen gehen (wollen)? Ob Protest die
Sache der doofen Rechtsausleger ist, die scheinbar von Erfolg zu
Erfolg eilen? Neue Bundesländer und ein weiterer Grund, sie ins
Abseits zu schieben? Geht doch gar nicht. Wo sind die Linken (die Partei)? Sie scheinen mit teilweise
vernünftigen Ansichten zu kommen, sind aber ansonsten weitgehend
unerträglich. Auch jetzt wieder in Berlin, als sie offenbar den
früheren hauptamtlichen Stasi-Typen Holm ins Rennen schicken wollten.
So etwas geht gar nicht.
Aber auch Die Grünen haben sich mit ihren öffentlichen Mitteilungen mir gegenüber (so etwas ist natürlich subjektiv...) gründlich lächerlich gemacht. Die Spezialdemokraten hingegen haben - wie immer - offenbar gar keinen Standpunkt und sind „flexibel“. Mal dies, mal das. In groß inszenierten Jahresauftaktsitzungen haben sie das immerhin geklärt. Mutmaßlich. Also sind sie alle auf der linken Seite für mich nicht wirklich wählbar, abgesehen von allen anderen grotesken Verzerrungen in der Außenpolitik, etwa die Freundlichkeit gegenüber schlichten Landnahmen, Eroberungen wie im achtzehnten Jahrhundert unter Napoleon, "Aquisitionen" wie die schlimmsten Konzerne. Linke scheinen noch nicht bemerkt zu haben, dass Putin als Diktator einem oligarchischen Staatswesen vorsteht, das brutaler sein kann, als alle „kapitalistischen“ Auswüchse der Vergangenheit. Das ist ein Entwurf, den so mancher verteidigen mag, - ich nicht. Aber auf den den simplen Antiamerikanismus der Linken scheint Verlass. Immerhin. Leider geht es so weiter bei den Positionen dieser „Linken“. Irgendwie scheinen sie von der DDR kommend den altstalinistischen Standpunkt noch nicht so recht verlassen zu haben, auch wenn sie dauernd versuchen, ihr freundliches und konsensfähiges Gesicht nach außen zu wenden und möglichst optimal zu „verkaufen“. Ob sie immer noch "offizielle" SED-Nachfolger sind? Der Gysi scheint doch rechtlich beschlagen zu sein, der müsste das wissen.
Es scheint auch darum zu gehen, im Zeitalter einer relativ einseitigen „Globalisierung“ so etwas wie Identität zu gewinnen. Was es heißt, deutsch zu sein.... könnte so in Positionen geklärt werden, dass es nicht rechtsradikalen Kreisen entgegen kommt. Könnte auch umgelenkt werden in Richtung auf etwas Europäisches. Und zwar nicht so, dass eine Nation den Ton angibt und alle anderen folgen müssen. Es könnten Möglichkeiten aufgezeigt werden, die nicht gleich mit Begriffen wie „rassistisch“ oder „nationalistisch“ operieren. Dabei sollte man keineswegs auf etwas angestaubte Multikulti-Rezepte vertrauen, die gewisse Kreise immer noch vertreten und die eine farbige Republik zu jedermanns Nutzen und Frommen versprechen. Nicht erst die jüngsten Ereignisse scheinen dem klar zu widersprechen. Mit der Toleranz gegenüber Intoleranz ist es so eine Sache, auch das ist nicht ganz neu. Was also wählen bei der kommenden „Bundestagswahl“?
Aber auch Die Grünen haben sich mit ihren öffentlichen Mitteilungen mir gegenüber (so etwas ist natürlich subjektiv...) gründlich lächerlich gemacht. Die Spezialdemokraten hingegen haben - wie immer - offenbar gar keinen Standpunkt und sind „flexibel“. Mal dies, mal das. In groß inszenierten Jahresauftaktsitzungen haben sie das immerhin geklärt. Mutmaßlich. Also sind sie alle auf der linken Seite für mich nicht wirklich wählbar, abgesehen von allen anderen grotesken Verzerrungen in der Außenpolitik, etwa die Freundlichkeit gegenüber schlichten Landnahmen, Eroberungen wie im achtzehnten Jahrhundert unter Napoleon, "Aquisitionen" wie die schlimmsten Konzerne. Linke scheinen noch nicht bemerkt zu haben, dass Putin als Diktator einem oligarchischen Staatswesen vorsteht, das brutaler sein kann, als alle „kapitalistischen“ Auswüchse der Vergangenheit. Das ist ein Entwurf, den so mancher verteidigen mag, - ich nicht. Aber auf den den simplen Antiamerikanismus der Linken scheint Verlass. Immerhin. Leider geht es so weiter bei den Positionen dieser „Linken“. Irgendwie scheinen sie von der DDR kommend den altstalinistischen Standpunkt noch nicht so recht verlassen zu haben, auch wenn sie dauernd versuchen, ihr freundliches und konsensfähiges Gesicht nach außen zu wenden und möglichst optimal zu „verkaufen“. Ob sie immer noch "offizielle" SED-Nachfolger sind? Der Gysi scheint doch rechtlich beschlagen zu sein, der müsste das wissen.
Es scheint auch darum zu gehen, im Zeitalter einer relativ einseitigen „Globalisierung“ so etwas wie Identität zu gewinnen. Was es heißt, deutsch zu sein.... könnte so in Positionen geklärt werden, dass es nicht rechtsradikalen Kreisen entgegen kommt. Könnte auch umgelenkt werden in Richtung auf etwas Europäisches. Und zwar nicht so, dass eine Nation den Ton angibt und alle anderen folgen müssen. Es könnten Möglichkeiten aufgezeigt werden, die nicht gleich mit Begriffen wie „rassistisch“ oder „nationalistisch“ operieren. Dabei sollte man keineswegs auf etwas angestaubte Multikulti-Rezepte vertrauen, die gewisse Kreise immer noch vertreten und die eine farbige Republik zu jedermanns Nutzen und Frommen versprechen. Nicht erst die jüngsten Ereignisse scheinen dem klar zu widersprechen. Mit der Toleranz gegenüber Intoleranz ist es so eine Sache, auch das ist nicht ganz neu. Was also wählen bei der kommenden „Bundestagswahl“?
Montag, 13. Juni 2016
Lagerdenken
Es fällt mir auf, dass hierzulande Politiker
besonders in diesen Talkshows gerne in ein Lagerdenken verfallen, das
natürlich jeglichen Protest und jedes dumpfe Unbehagen fördert.
„Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Der gehört zum linken
Lager, der zum rechten Lager“. So verorten sie nach Art des vorigen
Jahrhunderts erst mal denjenigen, mit dem sie vorgeben, diskutieren
zu wollen. Es gibt Wahlsysteme, die das noch voran bringen.
Prominente Beispiele sind derzeit Tagesgespräch. Doch hierzulande
zählen sie überaus gerne auch Wahl- oder Umfrageergebnisse zusammen
und konstruieren so eine breite Koalition der Willigen gegen die
Unwilligen. Dabei wird auch gerne mal der Terminus „demokratisch“
versus „undemokratisch“ verwendet. „Rassistisch“ versus
„Offen“ ist genauso beliebt. Die Endung „phil“ oder „phob“
erscheint in diesem Zusammenhang auch nicht schlecht. Außerdem: Wer
für einen bestimmten politischen Block ist, darf keinesfalls auf
einer Demonstration, Kundgebung oder Versammlung der Gegenseite
gesehen werden. Egal, um was es geht. Das heißt, die sogenannten und
oft beschworenen „Sachfragen“ spielen keine Rolle. Wer einem
bestimmten Block angehört, kann sich nicht für etwas Bestimmtes
engagieren. Und sei es der sachlichsten Sachart. Basta.
Mittwoch, 9. September 2015
Bundestagsdebattenkultur
Wieso eigentlich studieren
diese vom ZDF übertragenen Deppen auf der Regierungsbank des
Bundestags gelangweilt Akten und zeigen demonstrativ Desinteresse,
während Gysi zum x-ten mal wiederholt, dass Deutschland inzwischen
drittgrößter Waffenexporteur ist und die Kluft zwischen Arm und
Reich in diesem Land sich nach einer OECD-Studie ständig vergrößert? Das ist wohl
so, bloß weil's der Gysi von den Linken ist, - der natürlich auch
genau das macht und sagt, was alle von ihm erwarten! Wieso eigentlich
starren dieselben Leute bei der Rede der Bundeskanzlerin gebannt auf
die im himmelblauen Wams bewehrte Protagonistin, die mal wieder so
gar nichts zu sagen hat? In demonstrativer Habachtstellung. Ist das
Koalitionsdisziplin oder Opportunismus? Ob darin auch ein Grund
liegt, dass die Debattenkultur im Bundestag offensichtlich so stark
nachgelassen hat? Sind die Beteiligten so sehr in ihren Vorurteilen
gefangen, in ihrer verbohrten Weltsicht, dass sie sich mit den
Tatsächlichkeiten in diesem Land garnicht mehr zu beschäftigen
brauchen und alles ihren Karrierestreben unterordnen? Wer eigentlich
glaubt noch den Märchen aus der Käseglocke, die in diesem von einem
Stararchitekten gestylten und gekrönten Kuppel Gebäude verzapft
werden? Haben diese Leute ganz den Kontakt zur Wirklichkeit verloren?
Sicher, es gibt keine Alternative zur parlamentarischen Demokratie.
Aber muss das, was dort in Namen des Volkes passiert, so erstarrt,
so leblos und anpasserisch ausgerichtet sein? Das sind
Ersatzmonarchen auf Zeit, keine Frage. Die machen alles zu ihrem
Vorteil, was geht...klar. Aber projezieren wir auf diese Abgeordneten
und ihre exekutiven Vorsteher nicht andere Erwartungen?
Montag, 27. Juli 2015
EU, Linke und Staat
Dass
"der Staat" jederzeit dadurch legitimiert sei, dass seine Vertreter gewählt seien, verbreiten besonders gerne links orientierte
Tonangeber. Dabei ist doch schon seit Kafka klar, dass „der Staat“
ein für viele Menschen völlig undurchsichtiger Super- und Monopolkonzern ist,
der seine Umsätze mit seinen Beamten per Steuererklärung macht und
alle Macht inne hat (besonders die finanzielle ist ihm in Deutschland wichtig! In anderen Ländern reißt er gar gerne die Macht zum Töten an sich, - aber das verstehen wir aus unserer eurozentristischen Perspektive nicht, - so ein paar Apologeten), weswegen er auch zu allem legitimiert scheint.
Auch zur dunklen und manchmal auch gewalttätigen Durchsetzung seiner
von sich an sich selbst verliehenen Rechte (das nennt man dann oft
„Rechtssaat“, - Vorratsdatenspeicherung etc.). Das Problem ist, dass dieser Staat in Verkennung der etwa von Max Weber zugemessenen bürokratischen "Qualität" leicht zur bürokratischen Verkrustung und Verfestigung neigt (siehe „vertikale“
Durchlässigkeit, die etwa in Deutschland stark nachgelassen hat und
die in Staaten wie Frankreich schon lange von selbsterklärten
„Eliten“ wie jene klassische Kumpelgemeinschaft von der ENA dominiert wird),
dass er Zwänge aller Art ausübt, die nicht immer so klar
legitimiert sind, wie sich selbst durch ihre wohlbestallten „Diener“
gerne ausgeben - und dass er gerne in Kontrollwahn verfällt. Wie - bitte schön – funktioniert denn beispielsweise die EU?
Wie ist dieser "parlamentarische" Haufen organisiert, der oft in Brüssel, - einmal pro
Monat auch per Umzug in Straßburg, - residiert und dort Macht ausübt? Wie
sieht's mit TTIP aus? Wieso ist das geheim? Wem nützt das? Wer setzt sich wie dafür ein? Ein paar
Politiker scheinen da etwas in einen Zwiespalt gekommen zu sein und es mit der Demokratie dann doch nicht so genau zu nehmen..... Was
wird da in den EU-Hinterzimmern ausgeklüngelt? Jetzt soll es vielleicht
einen EU-Finanzhaushalt geben. Das wäre vielleicht zu begrüßen.
Doch: wie demokratisch mag er strukturiert sein in einer ach so
demokratischen Institution wie der EU?
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