Reise durch Wirklichkeiten

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Sonntag, 13. April 2025

Pop-Know how vermarktet

Die Popmusik soll einen bestimmten festgelegten Aufbau haben, zu dem es natürlich auch die passenden Seminare der Kundigen und „Spezialisten“ gibt. Hooks müssen drin sein, selbstverständlich.Einprägsames. Besondere Sounds, Momente. Etwas, was die Masse mitreißt und sie einfängt. Heraus aus ihrem Alltag. Hinein ins Besondere. PR und Pressearbeit dazu will auch gelernt sein, der passende Unterricht steht schon (gegen Moneten!) bei den einschlägigen Bescheidwissern und Umsetzern bereit. Es wurden zum Teil eigene Kurse, Workshops, Akademien und Organisationen extra dafür ins Leben gerufen. Startup. Versuch. Firma. Millionen. Es sollte alles irgendwie „professioneller“ werden. Eine Zeit lang. Die Verherrlichungs- und Projektionsriten sind natürlich Werbung. Indem sie aber geklont werden, werden sie auch zunehmend wertloser und lächerlicher. Sie drehen hohl, sie drehen sich um sich selbst oder das angestrebte Geld. Auf dem Markt der Aufmerksamkeit sind sie nun kein knappes Gut mehr, für das ein Preis erpresst werden könnte. Aus dem „Markt“ gepresst. Und genau dies ist im Kapitalismus des Wichtigste: Profit aus dem Markt pressen. Was gratis ist, kann nichts wert sein! Aber Popmusik kehrt vielleicht zu ihren Wurzeln zurück, - vielleicht.

Sonntag, 29. Dezember 2024

Pressekonferenz

Dass PKs immer gleich verlaufen müssen: hochwohlgeborene Sprecher/Tonangeber sondern ihre Worte ab, danach gibt es Fragen von anwesendem Personal, die aber komplett unverständlich sind, weil im Raum bei diesen unbedeutenden Fragenden für die Übertragung zum unbedeutenden Publikum kein Mikro bereit steht. Also wird aus dem Raum heraus und völlig unverständlich von irgendjemandem irgendetwas gefragt, auf das gut hörbar und mit wichtiger Miene vom Mann da vorne eingegangen wird. Absurd. Grotesk.

Freitag, 19. Juli 2024

Berater und Entscheidungsfindung

Über verschiedene Kanäle kam einem zu Ohren, dass diese und wahrscheinlich auch alle vorigen Regierung(en) (nicht nur in Deutschland) riesige Beraterstäbe hinzu zieht, um gewisse, in nichtssagenden Pressekonferenzen mit wichtigen Gesichtern erläuterte Entscheidungen zu Gesetzesvorlagen dem erstaunten Volke (bzw. seinen Pressevertretern) darzulegen. Was diese „Berater“ wohl verdienen? Wie hoch da wohl der Stundensatz ist? Ob das eine gewisse gesellschaftliche Klasse schafft, die sehr gut (bis hin zu riesigen Pensionen) von solchen „Verschwendungen“ leben kann? Wer sich selbst im akademischen Milieu aufhielt oder gar dementsprechend „gebildet“, aber mit einer minimalen Rente ausgestattet ist, mag da staunen. Wie das wohl mit den Grundwerten einiger Parteien in Verantwortung harmoniert? Ob solche Vorgänge, sofern sie überhaupt in die Öffentlichkeit beitragen können, zu so etwas wie einer „Politikverdrossenheit“ beitragen können. Wer darüber wohl bei jeder Gelegenheit lamentiert? Ob die gesellschaftliche Entwicklung vielleicht sogar schon weiter ist und keinerlei Erwartungen mehr an das politische System geknüpft werden? Ob Resignation und Bitterkeit alles ertränkt haben? Die Spitzenkünder preisen währenddessen die „westliche Wertegemeinschaft“. Ob es dazu gehört, solche Dinge auch mal zu hinterfragen, auch dazu gehören würde? x x It has been heard through various channels that this and probably all previous governments (not just in Germany) are bringing in huge advisory staffs to make certain decisions on legislative proposals, explained in meaningless press conferences with important faces, to the astonished people (or theirs). representatives of the press). What do these “advisors” earn? How high is the hourly rate? Does this create a certain social class that can live very well (even with huge pensions) on such “wastage”? Anyone who has spent time in an academic environment or is even “educated” but has a minimal pension may be amazed. How does this harmonize with the basic values of some parties in terms of responsibility? Whether such events, if they can contribute to the public at all, can contribute to something like “disenchantment with politics”. Who complains about this at every opportunity? Perhaps social development has already progressed further and there are no longer any expectations attached to the political system? Did resignation and bitterness drown everything? Meanwhile, the top speakers praise the “Western community of values”. Would it be part of it to question such things?

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Mein Blog

Meine Blogs wollen der Schirm, der Screen und, der Radar der Information sein, die uns zunehmend in verschiedenen Formen umschwirrt und sich uns aufdrängt. Dieser Schirm funktioniert wie mein Gehirn: Überprüfung und journalistische Verifizierung ist dabei allzu oft nicht möglich. Außerdem versuche ich, bestimmte Themen zu vermeiden: einfach, weil ich mich in ihnen unsicher fühle. Zudem vermeide ich möglichst Namen, weil ich die juristische Folgen fürchte. In allem sind wir ausgeliefert, sind auf das Gebotene angewiesen, suchen uns heraus, wählen etwas, deuten es nach unseren Möglichkeiten. Wie etwas wirklich ist?: Wer weiß? Es kommt auf die Perspektive an. Ich versuche nach Möglichkeit zu vermeiden: das Einzelne, Konkrete, weil so etwas sofortige rechtliche Schritte gegen mich nach sich ziehen würde. Weil mir dies oft auch unwichtig und als unnötige Aufwertung des Aktuellen auf Kosten des Allgemeinen erscheint. Meine Gedanken, meine Gefühle, meine (subjektiven) Erfahrungen und Erlebnisse sind dabei unbedingte Ausgangsposition, - meistens nicht an dem Zeitgeist oder dem Aktuellen orientiert, - die ich in eine möglichst kompakte Form ohne Wahrheitsanspruch bringen will. Der genuine Journalismus praktiziert etwas anderes, das sich deutlich davon unterscheidet, was ich hier vorführen will. x My blogs want to be the umbrella, the screen and the radar of the information that is increasingly buzzing around us in various forms and is being forced upon us. This umbrella works like my brain: checking and journalistic verification is all too often not possible. Also, I try to avoid certain topics: simply because I feel insecure about them. I also avoid names as much as possible because I fear the legal consequences. We are at the mercy of everything, relying on what is offered, looking out, choosing something, interpreting it according to our possibilities. How something really is?: Who knows? It depends on the perspective. I try to avoid as far as possible: the individual, concrete, because something like that would result in immediate legal action against me. Because this often seems unimportant to me and an unnecessary upgrading of the current at the expense of the general. My thoughts, my feelings, my (subjective) experiences are an absolute starting point - usually not oriented to the zeitgeist or the current situation - which I want to bring into a form that is as compact as possible without claiming to be true. Genuine journalism practices something different, which is quite different from what I want to present here.

Dienstag, 1. September 2020

SprecherInnen


Ich empfinde Seltsames, wenn ich diese Pressekonferenzen mitverfolge, die da ganz überwiegend von abgezockten Ministeriumssprechern bestritten werden. Sie vertreten, sie sind berufen, sie machen ein desinteressiertes Gesicht – und die Presse spielt meistens mit. Ob sie mit der Staatsmacht unter einer Decke steckt? Sicher, die Bundespressekonferenz ist eine von den Journalisten abgehaltene Veranstaltung. Im Sinne der Erfinder freilich mag es nicht unbedingt sein, wenn diese Sprecher bei gefühlt jeder zweiten Frage zur Auskunft geben: „Das liefern wir ihnen noch nach“ oder „Darüber kann ich ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Auskunft geben“, „Ich habe keine Erkenntnis darüber“, „da bin ich nicht zuständig“. Diese Sprecherbrut mauert gekonnt und die Journalisten lassen sich einmauern, weil sie bestimmten Argumenten/Auskünften gegenüber wehrlos sind. Abwimmeln scheint die Devise zu heißen, viel drum herum reden, verschleiernde Wortfluten produzieren nix genaues weiß man nicht. Stattdessen werden dann oft Fragen nach dem persönlichen Wohlempfinden gestellt.


Sonntag, 14. Juni 2020

Hinter Verschwörungstheorien


Soll man sich ausgerechnet jetzt fortwährend daran erinnern, dass es möglicherweise in dieser Republik ziemlich ungerecht zugeht? Vergleichsweise….. Soll man diesen Nasen, die in ihrer Show und Performance anbieten, das zu ändern, mit einer Wählerstimme vertrauen? Nächstes Jahr? Soll man ihnen das zutrauen? Zweifel. Skepsis. Steigt auf in einem. Ob das Demokratie ist? Soll man sich mal wieder darüber aufregen, dass Großspenden und Lobbyisten die Entscheidungsprozesse in dieser Politik möglicherweise entscheidend verändern? Was passiert hier überhaupt im Hintergrund? Ob solche Dinge und seltsamen Sachverhalte nicht auch zur Entstehung von „Verschwörungstheorien“ beitragen? Überhaupt, der Einfluss dieser Lobbys und Interessenvertreter scheint ja recht weit zu gehen und sich unter anderem in finanziellen Zuwendungen an Parteien auszudrücken, wobei dafür offenbar im Hintergrund dieser parlamentarischen Demokratie auch verschlungene Wege gefunden werden. Journalisten der großen Medien sekundieren pflichtbewusst und simulieren Kritik.
Der Hintergedanke scheint dabei relativ klar. Nicht nur Diäten und Fraktionsetats scheinen ziemlich schamlos erhöht zu werden. Die Mitglieder des Parlaments werden auch immer mehr. Und mehr. Und mehr. Eine Versorgungsmentalität scheint hier um sich zu greifen. Wer dagegen aufbegehrt, gegen den wird sofort geklagt, - das Procedere ist ja schon aus der Industrie bekannt. Recht ist natürlich käuflich. Gegen entsprechende Parteispenden werden „Besuche“ bei einflussreichen Politikern gewährt: Diese Praxis sorgte vor einiger Zeit für Aufsehen. Daraufhin wurde Besserung gelobt. Doch die Praxis scheint weiterzugehen, - scheint..… im Verborgenen? Nix Genaues weiß man nicht (befördert weitere Verschwörungstheorien). Überhaupt lassen sich wohl Parteien und Abgeordnete wohl nicht so gerne in die finanziellen Karten schauen. Ob das oberdemokratisch ist oder ob hier „Expertenwissen“ in die Entscheidung einfließt? Die Erklärungen vielfältigster Art stehen ja bereit und werden von Pressereferenten in verdünnter Form vorgetragen. Scheint, offenbar, vielleicht - im Dunkeln ist gut munkeln, so möchte man meinen. Das Parlament scheint dies zu nutzen. Doch ob es dieser Republik wirklich so gut geht, wie oft behauptet wird? Dass es Deutschland vergleichsweise gut geht: gebongt! Ob es nicht deutlich besser gehen könnte, wenn der politische Wille da wäre? Ob es dabei auch um das „Schlechtreden“ eines Staates geht (wie manche Politiker behaupten), der sich noch auf einer Insel der Seligen wähnt, aber die Machtmechanismen schon für andere und kommende Zeiten in Stellung bringt? Stichwort: Klima. Keine Zeit für „Experten“. Die beraten nur. Politiker entscheiden.

Dienstag, 9. Juni 2020

Alltagsrassismus in Deutschland

Alltagsrassismus in Deutschland, ja, den gibt es! Ich kann sie nicht mehr sehen und hören, diese Leute, die jetzt mit dem Zeigefinger auf die USA zeigen! Die meinen, von so etwas in Deutschland frei zu sein! Hierzulande lässt man oft genug abblitzen, gibt sich smart verständnisvoll, wird barsch, ertränkt alles in Gleichgültigkeit, erklärt sich für nicht zuständig, lässt die Dinge laufen, einfach so, immer weiter, wird unverschämt gegen eine Person, die einen, wie man glaubt, fremden Namen trägt, die nicht so aussieht, wie man es erwartet, man setzt unter Druck und drückt, mahnt ab. Auch bei bestimmten Behörden geschehen wohl solche Dinge. Es scheint eine Art geheimes Einverständnis derer zu geben, die das scheinbar Fremde ablehnen, bis tief hinein in die Institutionen dieses ach so toleranten Staates. Zugeben würde man das nie.
Die Presse? Sekundiert meist in aller unverbindlichen Freundlichkeit, indem sie das verarbeitet, was sie glaubt, an Zuständen und Zuständigkeiten verstanden zu haben. Dabei kaut sie oft nur das eigene Weltbild wieder, gestylt und designt, scheininformiert in wohlgeformten Sätzen und Sentenzen, wobei sie sich in ausladenden Konferenzen gegenseitiges Lob ausspricht. Rechtsstaatlichkeit? Pressefreiheit? Ja, wenn es wenigstens etwas Spektakuläres hätte! Wenn man etwas Strukturelles und Typisches darin erkennen könnte! Einen „Aufhänger“. Könnte ja jeder kommen. Rassismus als solches zu erkennen, zu qualifizieren und zu benennen ist manchmal vielleicht nicht ganz einfach. Es warten zahlreiche rechtliche Fußangeln, es warten sozial vermittelte Lebenswelten und Verhaltensweisen, die einen hindern könnten, die Dinge zu benennen. Lieber Raushalten!