Reise durch Wirklichkeiten

Posts mit dem Label Manipulation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Manipulation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 9. Juli 2026

Werbefinanziert

Werbung ohne Ende. Wenn ich in den Nachrichtenkanal rein schaue, ist das offenbar der Preis dafür. Dauernd. Immer wieder. Ob man sich daran gewöhnt? Widerwille regt sich immer noch in mir. Ich will einen Podcast aufrufen. Wieder Werbung! Sogar Podcasts? Spot, klick. Den Ablauf kennt man schon: „Noch zehn Sekunden….noch zwei Sekunden….“. Man gehört zu denen, die davon überrascht sind, zumal sie der dahinter stehenden und namensgebenden Person offenbar zu viel Gutes zutrauen. Doch das alles scheint inzwischen professionalisiert. Auch noch jedes Interesse personalisiert mitnehmen. Das schult den Umgang miteinander. „Gleich geht`s weiter“. Ach so. Die Leiste oben. Die Leiste unten: bloß nicht anklicken! „Mehr erfahren“. In welche Falle geht man jetzt? Aufpassen! Pressekonferenzen, die ja vom Honorar her umsonst sind, werden rüde unterbrochen, um Werbespots zu senden.

Montag, 1. Dezember 2025

PR-Bearbeiter

Meiner Meinung nach ist unsere politische Kultur von folgenden Strategien beherrscht, deren Auswirkungen wir derzeit auf vielerlei Arten spüren: Schönreden, aussitzen, wegmoderieren, weglächeln, abwiegeln, abbügeln, wegducken, sich der Verantwortung entziehen.....Aktuelle Beispiele gibt es leider zuhauf. Es wird solches Verhalten gerne als „professionell“ gedeutet. Die gezielte Beeinflussung des öffentlichen Raumes ist Ausweis der Kompetenz geworden und ernährt zahlreiche Nutznießer. PR-Berater, Pessesprecher, Vorstandssprecher geben sich gerne dafür her, die Meinung ihrer Auftraggeber kundzutun. Es resultieren daraus offenbar zahlreiche Vorgänge der jüngsten Vergangenheit. Niemand glaubt mehr etwas, wobei „Vertrauen“ so etwas wie ein konstitutives Element dieser Demokratie wäre. Trump kann mit durchsichtigsten Absichten von seinen „Fake News“ faseln, andere Politiker lassen Veränderungen versprechen und wollen doch nur ruhig stellen. Wollen besänftigen. Aussitzen.... usw. (siehe oben). Rhetorisch die Dinge drehen, in ihrem Sinne darstellen usw. Das Erstaunliche dabei ist, dass es viel zu oft funktioniert, dass man angesichts dessen fassungslos ist und empört. Dass viele unserer Mitmenschen einfachste Lösungen bevorzugen, auch dort, wo eine differenzierte Analyse vonnöten wäre.

Montag, 13. Oktober 2025

Propawerb

Ob die Werbung etwas mit Propaganda zu tun hat? Halt nicht für ein Regime, sondern für ein Produkt? Ob das alles, was diese Leute da abliefern, Fake ist? Ein paar Leute profitieren von der Beeinflussbarkeit der Konsumenten, die anderen hecheln den absurdesten Versprechungen hinterher. „Body Positivity“ ist vorbei, jetzt sind wieder dünne Models angesagt. So machen es die USA vor. So macht es Europa nach. Social Media ist Schrittmacher, regt die Konsumenten an. Foto und Video sind die Bewusstseinsmaschinerie dieser Welt. Die KI-Tricks werden ein Übriges für die Täuschung und Scheinwelten tun. Das wird jeden Tag ins Netz geladen, zur farbigen Belustigung als Belogenheit dieser Welt. Jeden Tag versuchen kleine Mädels dem von den sozialen Medien ausgegebenen Schönheitsideal zu entsprechen. Natürlich nehmen sie dafür auch teure Schönheitsoperationen in Anspruch. Ob sie damit auf dem Weg zur Wahrhaftigkeit sind? Wollen wir das überhaupt, oder wollen wir die Lüge? Das Eingepolstersein, das Abgefedert sein…. wer will schon immer diese üble Realität? Krieg überall? Verführerische Flucht ist angesagt. Plumpe Verdrängung. Manipulation.

Samstag, 19. April 2025

Lügen

Ich habe den Titel "Kurze Beine" gehört und mir ist durch den Sinn gegangen, dass Lügen leider manchmal auch lange Beine haben: Da ist der Einfluss der Pharmaindustrie auf das Menschsein als aktuelles Beispiel. Sie nehmen Einfluss, sie kaufen auf, die Mercks, die Glaxos, die Roches und die Pfizers, sie reden schön, sie lenken Informationen, sie übernehmen von den Hochschulen, sie geben "die richtigen" Untersuchungen in Auftrag, sie betreiben Lobbyarbeit, sie setzen unter Druck, sie lassen aus, sie dramatisieren, sie verschweigen, sie blockieren...usw....es ist eine lange Folge von....Lügen....die leider sehr lange Beine haben, indem sie sich als gelenkte "Wahrheit" in unser Dasein mischen. "Sind wir nicht alle ein bisschen korrupt?" fragte neulich ein Kollege, der sich jetzt der Öffentlichkeit neu verkauft und dazu Interviews gibt...… wow, diese Grauzonen! diese retouchierten Wirklichkeiten! Wo steht man da? Man sieht sich selbst zu....nimmt Maßstäbe wahr, die sich später als etwas ganz anderes darstellen......

Sonntag, 8. September 2024

Empfehlungen

Schon wieder empfiehlt mir ein „Prominenter“ etwas, was ich unbedingt haben muss. Per Spot. Viele Menschen scheinen ja das ständige Umschwirrtsein mit Werbung so verinnerlicht zu haben, dass sie das als „normal“ empfinden. Ich soll mich mit diesem Prominenten identifizieren, mich mit ihm (! In diesem Fall ein „Er“) virtuell irgendwie gemein machen, etwas von seinem Glanz auf mich lenken, indem ich das von ihm empfohlene Produkt kaufe. Er tut kumpelig und gibt sich möglichst nahbar. Haha. Offenbar auch ein Mensch (der nur Geld verdienen will…). Wie schräg ist das denn? Aber oha, der „Verkaufserfolg“ solcher Werbeaktionen wird gemessen und bezeugt, dass viele „Konsumenten“ solchen „Empfehlungen“ folgen. Was das wohl bedeutet?

Freitag, 23. August 2024

Alles wird gut

Das Spiel ist aus. Aber alles wird gut, sagt der Kanzler. Auf gute Zeiten folgen schlechte Zeiten. Nicht nur eine Fernsehserie gebraucht diese Weisheit. Schönreden, weglächeln. Ob er einen Kommentar habe? Nö. „Eine gewisse Wirklichkeitsabgewandtheit gehört zum Geschäft. Wenn Sie sich als Politiker von jeder schlechten Nachricht gleich aus dem Konzept bringen lassen, können Sie das Regieren auch einstellen. Aber diese Regierung hat die Wirklichkeitsabgewandtheit noch einmal auf eine ganz neue Ebene gebracht“, schreibt der stets süffisant grinsende Focus- und Welt-Kolumnist Jan Fleischhauer. Und: „Wer einmal das Kanzleramt erreicht hat, lebt in einer anderen Welt. Der Apparat ist darauf ausgerichtet, seinen Bewohner von der Außenwelt abzuschirmen.“ Kommt mir auch so vor. Nur, dass das nicht nur für den Kanzler und seine Bagage zuzutreffen scheint, sondern auf die gesamte Politikerkaste, samt ihren Medienknechten.

Dienstag, 28. November 2023

Textereien

Haha, nicht zuletzt die vielbeschworene KI zeigt es: Wörter,Texte, auch in künstlerischen" Bereichen wie Lyrik und Roman, sind missbrauchtes Material, sie lügen in ihrer Beliebigkeit, - genauso wie inzwischen die tausendfach bearbeiteten Bilder/Fotos. Verlogene Gesten herrschen vor, Posen, Verkaufe, die Form beherrscht den Inhalt - die Hohlheit, die Sinnlosigkeit in der Unterhaltung, sie feiert fröhliche Urständ‘, der Austausch von Floskeln und Phrasen …… Das Fröhliche, das Positive ist dabei sehr wichtig: es bedeutet Betäubung, Überbrückung, Vergessen, Verdrängen, alles um uns herum, wer wir sind, wer wir sein könnten, - aber: es ist auch machbar. …….. Der Flow ist dabei wichtig, der Rhythmus, der scheinbar alles mit sich fortreißt……der Fluss, dem wir uns, wie etwas in uns behauptet, anvertrauen könnten…… Alles ist schön nach den vorgegebenen Maßstäben....(zumindest für die, die es sich leisten können....)

Samstag, 12. November 2022

Selbststilisisierung

Diese Dinge werden auch bei Gasknappheit und anderen gesellschaftlichen Misständen durchgezogen: Sich in Posen werfen. Sie wollen gut aussehen. Wollen Spass haben. Hier ein Strähnchen, dort ein bisschen Lippenstift. Hier ein vielsagendes Lächeln, dort ein bedeutungsschwangerer Ausdruck im Gesicht. Möglichst makellos gestylt und mit Lächeln. Glatt passend. Ausstellen eines perfekten Selbst. Jeder in sich selbst verliebt. In das Bild, das er von sich hat. Weichzeichner. Alles ist schön. Selbstverwirklichung ist normal. Wahrnehmen, bewundert werden, gehasst werden. Schönheitschirurgie, Stoffe und Stimulanzien, die auf unser Gehirn einwirken und uns leistungsfähiger machen sollen. Neuroenhancer. Unbedingt der Durchschnittlichkeit entkommen. Etwas „Besonderes“ sein. Schönheit als der Weg zur Perfektion. Jung aussehen. Falten mit Botox wegspritzen, die Lippen und vieles andere aufspritzen, die weibliche Brust stylen und designen. Das Ideal einer jungen unverbrauchten Vagina herstellen: Reparieren zu einer Art unverbrauchten Barbie. Muskelkraft für Frauen, antrainieren, - aber schnell! Stark sein. Fit sein. Alles im Griff haben. Der Tracker wirft Zahlen aus. Liefert Motivation zur Verbesserung. Überhaupt: Durch Gesundheit leistungsfähiger werden. Das Gehirn optimal nutzen und unter anderem die Konzentrationsfähigkeit damit steigern. Das Liebesleben optimieren. Den Nachwuchs sichern, pränatale Diagnostik und Crispr. Ob daraus ein Zwang zum makellosen Kind werden kann? Danach Förderwahn und eingepflanzte Chips. Mehrere Instrumente spielen und etliche Fremdsprachen lernen. Auf Leistung, Konkurrenz und Wettbewerb dressiert. Im Drang nach Selbstverbesserung leben. Noch besser werden. Noch stärker. Noch schöner. Noch perfekter.

Montag, 8. November 2021

Podcast

 Podcasts sind in Mode. Jeder braucht jetzt einen Podcast. Wie das geht? Manche machen alles selbst, aber „prominente Personen“ lassen dazu „ihr Team“ die Dienste eines Aufnahmeteams mieten. Die nehmen das Gesprochene professionell auf und geben es weiter an die Vermarktung: Beim Podcast labern dann ein oder zwei Personen ihre Weisheiten in der äußeren Form eines Zwiegesprächs oder eines Monologs uns unendlich lang in die Ohren (haben wir so lange Zeit?). Man will uns etwas „auseinandersetzen“. Es geht aber unter anderem darum, sich als „Marke“ zu profilieren, sich als kompetent, investigativ und sprachgewandt darzustellen, einen weiteren Verbreitungskanal für diese Marke zu nutzen. Gesichtsausdruck und optische Präsentation als „Typ“ (beim Video-Podcast) mögen dabei auch ihre Rolle spielen, um auch die zu gewinnen, die nicht unbedingt zu den Hardcore-Fans zählen.

Mittwoch, 8. September 2021

Wahlkampf

 Es prasseln die ewig gleich wiederholten Phrasen, Rezepte und Sprüche auf uns ein. Dabei wird auch vor Lügen oder stark vereinfachten Sprüchen nicht zurück geschreckt, so manche hierbei eine Rolle spielende „Wahrheit“ ist schlichtweg erkauft und prangt außen auf den Wahlkampfbussen, deren Fläche die Köpfe von Kandidaten zieren. Manch einem wird davon schlecht. Man ekelt sich allenthalben. Das Ganze nennen Parteistrategen gerne „kämpfen“. Deshalb wohl auch „Wahlkampf“, der uns eher einem Wahlkrampf zu gleichen scheint. Es werden Rezepte der Werbung hervor geholt, Verführung und gezielte Beeinflussung durch Agenturen ist angesagt. Angst oder das Bewusstsein, auf der richtigen Seite zu stehen, werden erzeugt. „Wir“ und „die andern“. Journalisten reportieren gehorsam, geben wieder und verlautbaren. Moral wird beschworen, Versprechungen werden gemacht. Währenddessen werden riesige Nebeneinkünfte von Abgeordneten bekannt. Einfach so. Nebenher. Das wird beklatscht. Corona scheint kein Thema mehr zu sein, es macht wohl Pause. Sollen die anderen auf dieser Welt doch verrecken, Globalisierung hin oder her. In manchen Ländern sollen nur 1 % der Bevölkerung geimpft sein. Macht „uns“ nichts aus. Auch bei großen Fußballspielen wird das „Wir“ und das „unser“ eingeübt. Es wird gestikuliert und es werden wichtige Gesichter gemacht. Wahlkampf, allenthalben.

Samstag, 31. Juli 2021

Körpergefühle - reloaded

Was ist mein Körper? Ein Organ des Gesamten? Mein Alter Ego. Mein Ich. Welche Inhalte und Rechte soll ich ihm einräumen? Woher kommt es, dass ich so faul bin? Ist der Körper ein Teil von mir und bin ich ein Teil von ihm? Ist er Natur? Wie sehr darf ich ihn dann „bearbeiten“, manipulieren? Diese Fragen stellen sich mir pro Lebensabschnitt neu. Wie erlebe ich überhaupt Lebensabschnitte? Kann es sein, dass ich mit zunehmendem Alter meinen Körper intensiver erlebe? Fest steht, dass ich ihm nicht entkommen kann, die alte christliche Mär‘, dass ich mich von ihm lösen könnte, stimmt nicht. Jedenfalls nicht für mich. Es scheint bei mir ohnehin alles viel chaotischer zu sein als bei anderen Leuten. Ich war z.b. nie gut darin, unbefriedigende Zustände zu beenden und entschlossen, etwas Neues anzufangen. Ich bin nicht entscheidungsfreudig. Aber hatte ich mit meiner Phantasie nicht viel zu viel schon durchschritten, was mir selbst als „neu“ gelten könnte? Ob daraus zu viel Unzufriedenheit entstand? Im Vergleich zu anderen Leuten freilich habe ich dagegen eine gewisse Resilienz entwickelt…..

Freitag, 18. Juni 2021

Menschsein und Pharma

Ich habe den Titel "Kurze Beine" gehört und mir ist durch den Sinn gegangen, dass Lügen leider manchmal auch lange Beine haben: Da ist der Einfluss der Pharmaindustrie auf das Menschsein als aktuelles Beispiel. Sie nehmen Einfluss, sie kaufen auf, die großen Pharmabuden, sie reden schön, sie lenken Informationen, sie übernehmen von den Hochschulen, sie geben "die richtigen" Untersuchungen in Auftrag, sie betreiben Lobbyarbeit, sie setzen unter Druck, sie lassen aus, sie dramatisieren, sie verschweigen, sie blockieren...usw.... es ist eine lange Folge von.... Lügen.... die leider sehr lange Beine haben, indem sie sich als gelenkte "Wahrheit" in unser Dasein mischen. "Sind wir nicht alle ein bisschen korrupt?" fragte neulich ein Kollege, der sich jetzt der Öffentlichkeit neu verkauft und dazu Interviews gibt...… wow, diese Grauzonen! diese retouchierten Wirklichkeiten! Wo steht man da? Man sieht sich selbst zu....nimmt Maßstäbe wahr, die sich später als etwas ganz anderes darstellen......

Mittwoch, 2. Juni 2021

Wie wir leben wollen 2

Wie wollen wir leben? Wie wollen wir leben wollen, wer kann sich wie beteiligen, wem steht was zu? - Fragen, die für die Idee der Demokratie nicht ganz unwesentlich sind. Das geht vor allem die Verteilung der Macht an: welche Rolle z.b. der Staat spielt, welche Rolle große Konzerne und Einzelne einnehmen sollen. Konzerne kaufen sich Sachverstand darüber ein, wie man die Leute am besten austrickst, wie man sie steuert, wie man im Hintergrund ganz andere Machenschaften verbirgt, als man im Vordergrund zugibt, wie man Interessen wahrnimmt und Macht am effektivsten ausübt. Die Universitäten liefern da willig zu, der Staat gibt Zuschüsse, die Medien flankieren….. und erzeugen ein Bild, das von sich selbst als Normalität ausgeht, das die Macht des Faktischen beschwört. In diesem Zusammenhang scheinen auch die Werbung und die PR-Agenturen mit ihren raffinierten Beeinflussungsmethoden ihre Rolle zu spielen. Über die Sozialisation/Erziehung geht das alles ein in verschiedene Schichten der Bevölkerung, die kein Interesse mehr dafür entwickeln kann, was ihre jeweiligen eigenen Interessen wären. Jetzt beispielsweise betrachten die Spezialisten vom Robert-Koch-Institut unter dem Blickwinkel von Virologen, was ihrer Ansicht nach ideal für die Gesellschaft wäre. Welche soziale Folgen das haben könnte, ist aber kaum Bestandteil ihrer Betrachtung. Dies sei nicht "ihre Aufgabe", so lassen sie verlauten. Sie konzentrieren auf ihren vorgegebenen Ausschnitt der Wirklichkeit. Niemand ist verantwortlich für nichts.....

Samstag, 16. Mai 2020

Verschwörungstheorien

Es ist in letzter Zeit immer mehr von „Verschwörungstheorien“ die Rede. Worin sich ihre rasante Ausbreitet begründet, scheint dabei nicht allzu sehr zu interessieren. Solange Verschwörungstheorien mit politisch korrekten Inhalt verbreiten, scheint alles okay zu sein. Wehe aber, wenn abweichende Meinungen transportiert werden! Gängig scheint es mir zuerst zu sein, sie als „krude“ zu bezeichnen. Es scheint mir aber insgesamt viel zu sehr vernachlässigt zu werden, dass die Leute, die Masse der potentiellen Kunden in der Masse leider viel zu oft in einem bestimmten politischen und/oder von PR-Agenturen herbei geführten Interesse beeinflusst werden sollen. Es geht dabei um die "Durchsetzung" bestimmter Ziele und von Interessen. Solange dies Interesse kommerzieller Natur ist, scheint sowieso alles okay in dieser Gesellschaft. Geld ist heilig gesprochen und in einer "Freien Marktwirtschaft" muss es ja verdient werden. 

Es werden also im Hintergrund ganze Strategien entworfen, um möglichst viele Leute in einer bestimmten Richtung zum Zwecke der gezielten Täuschung zu beeinflussen. Dazu werden auch sprachliche Tricks eingesetzt, die die „Deutungshoheit“ erbringen sollen. Dass die Reaktion darauf die Vermutung einer Verschwörung im Hintergrund ist, kommt mir nicht sonderlich abwegig vor. Es geht darum, dass sich im Hintergrund bestimmte Kräfte um möglichst gutes „Verkaufen“ und die Täuschung möglichst vieler Menschen bemühen. Um die Verpackung. Um die Befrachtung mit Interessen. Im Grunde ist das alles auch dem Kampf um die sogenannte „Deutungshoheit“ geschuldet. Wer ein bestimmtes Thema mit einer bestimmten Power besetzt, wer besonders die Medien dafür einzusetzen imstande ist (was sie oft genug willfährig tun, z.b. dass die deutsche Bundesregierung neuerdings jedes neue Gesetz mit einem politischen Slogan besetzt), hat offenbar gewonnen. Dass solche Strategien auf die Dauer durchsickern zu der Masse der Menschen und allerlei Vermutungen schüren, erscheint mir einigermaßen logisch.


Samstag, 28. März 2020

Tod und Leben

Tod, Leben? Mensch? Wo stehen wir? Krise? Folgende optimistische Vision habe ich gehört und versuche sie nun wiederzugeben: Wir werden uns nach der Krise zu einem Punkt entwickeln wollen, an dem alles beeinflussbar erscheint. So werden beispielsweise Eltern in der Lage sein, die bestmöglichen Gene für ihr Kind darstellbar zu machen, die gezielte Beeinflussung des Genmaterials mittels Crisp-r ist da heute schon möglich: eine bestimmte Sequenz aus dem Genstrang abzuschneiden, zu entfernen, zu verbinden und möglicherweise nach einer Reparatur wieder einzusetzen. Codeteile austauschen. Bei Embryos, - aber auch bei Erwachsenen. Damit ist das Ende der Evolution als entscheidendes Element angesagt und die Genmanipulation eingesetzt. Wir werden stärkere, schnellere und intelligentere Versionen von uns schaffen. Womöglich werden wir mithilfe der Wissenschaft den Alterungsprozess verlangsamen oder gar ganz aufhalten. Unsterblich werden? 100 Jahre lang wie 25 aussehen? Kein Problem! Wir kommen bisher noch mit einem Verfallsdatum zur Welt. Wieso eigentlich? Keine Probleme werden uns an etwas hindern. Wir werden wunschlos glücklich sein. In der Zukunft wird uns die Genmanipulation viele zusätzliche Lebensjahre schenken. Auch die Medizin wird sich dabei ändern. Ja, sie wird angesichts fehlender Probleme sogar überflüssig. Jedenfalls wird sie exakt auf die jeweilige Person zugeschnitten sein. Man wird vorhersagen können, ob jemand eine Krebserkrankung oder Herzprobleme bekommen wird, was es natürlich möglich macht, dies im Vorfeld zu verhindern.

Montag, 2. September 2019

Sprachgebrauch

Ich finde es lächerlich, das gebe ich ohne Probleme zu. Aber es kommt mir lachhaft vor, wie schnell gewisse Wörter und Formulierungen zur Mode werden. Alle scheinen etwas nachzuplappern, bloß weil das in der Luft liegt und hip ist. Darüber, das diese Worte zeitgeistig sehr oft gebraucht werden, dass sie etwas Bestimmtes ausdrücken könnten, wird kaum nachgedacht. Dass derzeit die Worte „liefern“ und „Herausforderung“ schwer in Mode sind, scheint überall, - auch bei der Presse!, - gerne akzeptiert zu sein. Ob denn das Wort „liefern“ aus einem ökonomischen Zusammenhang kommt, ob es zwischen den Menschen eine wirtschaftliche Beziehung mit allen Konsequenzen befördern soll? Jeder scheint jetzt unbedingt „liefern“ zu müssen. Die Austauschgesellschaft jedenfalls wird von solchen Weltbildern ganz direkt gestützt. Und was wohl in diesem Zusammenhang das Wort „Herausforderung“ bedeutet? Man kann es schon gar nicht mehr hören. Es scheint so, als würde sich die Politik und ihre Vertreter dieses Worts besonders gerne befleißigen. Es scheint mittlerweile keine Probleme mehr zu geben, nur noch „Herausforderungen“. Klar, solche „Herausforderungen“ wollen bestanden werden. Dass dazu das Individuum unter Androhung seiner völligen Verelendung gezwungen ist, scheint einigermaßen zum Umfeld dieses Ausdrucks zu werden. Ob das etwas aussagt über die Art, wie Menschen in dieser Gesellschaft miteinander umgehen?

Sonntag, 14. April 2019

Sprachspiele

Ich habe mal wieder Worte gesammelt, Worte, die offenbar eingewandert sind in unser Bewusstsein und letztenendes zu einer einzigen großen Gefügigmachung beitragen, zu einer nivellierenden Gefälligkeit, zu einer Entschärfung und Retouchierung, die aktiv vor allem Werber und Journalisten in den Medien zu betreiben scheinen. Aber auch politisches Personal und Öffentlichkeitsarbeiter aller Richtungen arbeiten heftig an einer solchen Entwicklung. Oft kommen diese Steuerungsversuche in Gestalt eines Ratschlags, wie man die Sachen besser machen sollte, - was permanente Unzufriedenheit erzeugt. Die Sprache passt sich selbstverständlich solchen Mechanismen an: niemand ist mehr arbeitslos, sondern arbeitssuchend“, bestenfalls „freigesetzt“. Ein Auto ist nicht klein, sondern „kompakt“. Niemand ist blöd, sondern höchstens „bildungsfern“. Man sagt nicht „sofort“. Viel besser kommt „zeitnah“. Niemand ist dick, sondern höchstens „vollschlank“. Man ist nicht Frauenfeind, sondern „man mag klassische Geschlechterrollen“. Niemand ist rechts, höchstens „ein besorgter Bürger“. Iemand stirbt. Stattdessen wird der „Weg alles Irdischen“ gegangen. Werbung wird zu „Information für den Kunden“. Niemand wird verdrängt, höchstens „marginalisiert“. Lohnsenkung heißt „konkurrenzfähig bleiben“. Nicht "teurer machen“ gilt, sondern „Preis anpassen“. Nichts ist teuer, sondern eher „kostenintensiv“.

Donnerstag, 28. Februar 2019

"Einsatz" der Sprache


Den richtigen Umgang mit der Sprache, ihr zielgerichteter Einsatz, verschiedene Manipulationstrategien und die zielgerichtete Anbiederung an den „Verbraucher“ sind oft Gegenstand von Seminaren zum Journalismus und zur PR. Oft wird darin die Effektivität beschworen, mit der man den „Konsumenten“ erreichen wolle. Eine „bildhafte Sprache“ sei dabei förderlich, die gleichzeitig emotional sein solle und „gut durchdacht“, „pfiffig“ und „knitz“. Sie solle sich möglichst kurzer Sätze bedienen und keineswegs Schachtelsätze verwenden. Außerdem solle sie anschaulich und in Form von Geschichten daher kommen. Geschichten bedeutet in diesem Zusammenhang eine Dramaturgie, die Spannung auf- und abbaut, die Höhepunkte anstrebt und Pointierungen, die im Rahmen des Ganzen „einen Sinn“ haben sollen. In jedem Falle solle und wolle man „gut verständlich“ sein. Natürlich ist dies alles nicht gerade verboten, dient aber einem einzigen Mittel zum Zweck......

Dienstag, 15. Januar 2019

Krieg und Drogen

Ob wir uns vorstellen können, dass es nahezu keine Kriege der Neuzeit gab, in denen nicht Drogen eine große Rolle spielten? Von den Mayas und ihren Opferritualen ist das ja bekannt. Präzise Kalender, Schriftzeichen, Kulte, Astronomie usw. ...aber auch Drogen. Und all die anderen? Ob es einem Menschen leichter fällt, einen anderen blutig umzubringen, wenn er Drogen und Aufputschmittel genommen hat? Aus was wohl der Zaubertrank von Asterix und Obelix genau bestanden hat? Ob die psychischen Belastungen nach blutigen Auseinandersetzungen mit Beruhigungsmitteln nicht leichter zu weg zu stecken sind? Nun ja, schon Alexander der Große soll seine Mannen mit Opium bei Laune gehalten haben. Auch bei den alten Römern war das Konsumieren von Drogen womöglich beliebt. Und die Völker des Altertums? Die konnten mit den Wirkungen der Drogen offenbar so umgehen, dass sie sie gezeilt für ihre Zwecke einsetzten.
Es scheint so, dass beispielsweise die Phönizier sich als frühe Dealer gerierten, indem sie für den Nachschub an Drogen sorgten und sich dafür von jenen honorieren ließen, die entsprechend zahlen konnten. Die geborenen Händler, englisch „Dealer“. Auch deuten gewisse Ausgrabungen bei den alten Ägyptern auf den Einsatz von Drogen hin. Der Schlafmohn als Produzent des Ausgangsstoffes von Opium und später Heroin scheinen etwas „under the table“ geradezu vergöttert worden zu sein. „Trank des Vergessens“ gegen alle Unbill des Krieges: Opium, in Wein aufgelöst. Beinhartes Zeug. Euphorie. Angsthemmer. Die Germanen tranken nur Bier, allerdings meist versetzt mit psychoaktiven Essenzen. Im zweiten Weltkrieg kamen wohl Kokain, Speed und Pervitin zum Einsatz, wobei das Pervitin unter anderem das Durchhaltevermögen stark forciert und deshalb wohl in ganz großen Stil zum Einsatz kam. Drogen machten halt gefügig und zu jeder Schandtat bereit. Sogar Crystal Meth war offenbar schon unterwegs. Extrembelastungen aushalten. Dinge tun, die man bei klarem Verstand nie tun würde. Drogen scheinen den Menschen über sich hinaus zu führen. Das kann, die Suchtgefahren einmal ausgeklammert, in Richtung von etwas Positivem oder etwas Negativem sein. Die alten Hippies waren verrückt nach etwas, was man „Bewusstseinserweiterung“ nannte. Die sehr agressiven Gefahren wurden da gerne mal ein bisschen ausgeklammert oder romantisiert. Jedenfalls scheint der Mensch auch auf diesem Wege aus sich selbst heraus kommen zu wollen, um sich zu entgrenzen, sein Bewusstsein zu erweitern und jene „übernatürliche“ Lust zu empfinden, die alles andere überlagern kann. Wie das wohl heute aussieht? Ob es Doping in verschiedenen Formen gibt? 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Drogen (2)

Was also können Drogen sein (ich schließe hier an mein Blog „Drogen 1“ an)? Ein Weg zur Glückseligkeit? Zur Entgrenzung? Keine Frage, wer mit dieser Sphäre zu tun hat, sollte mit Drogen auch umgehen können. Niemals sollte so etwas wie Sucht ins Blickfeld kommen, was bei gewissen Drogen leider sehr leicht passiert. Männlich/Weiblich? Andere Zusammenführungen, Auflösung von Grenzen? Es ist ein womöglich gefährliches Spiel, das hier lockt. So viel, zu viele Individuen sind auf diesem Weg schon abgestürzt. Drohen Gefahren auch aus unerwarteter Ecke? Zum Beispiel: sind Drogen ein Mittel der Manipulation? Bekannt ist, dass im zweiten Weltkrieg von den Nazis große Mengen Pervitin (Mittel zur Steigerung des Duchhaltevermögens und des Wachseins….) eingesetzt worden sind. Auch ist es ein Mittel des Krieges seit dem Altertum: Wer Drogen genommen hat, zertrümmert in seiner Hemmungslosigkeit gerne einmal dem Mitmenschen den Schädel. Ruhigstellung scheint gerade heute ein adäquates Mittel der Beeinflussung, die Zukunft mag da noch so manche Überraschungen bringen. Die Mittel stehen offenbar jedenfalls jetzt schon parat. Wer auf das eigene Seelenheil aus ist, nimmt automatisch etwas Abstand von politischen Protesten. Das Allgemeine gerät aus dem Blickfeld zugunsten der großen Hingabe und dem Aufgehen in einer Grenzenlosigkeit.