Reise durch Wirklichkeiten

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Montag, 23. Juni 2025

Fortschritt, Kreativität, Skepsis

Wie naiv war das denn? Damals, im zeitgeistigen Flow, glaubte die Politik samt ihrer demokratisch legitimierten Klassen, in naivem Fortschrittsglauben und ungebremstem Optimismus so etwas wie Atomkraftwerke bauen zu können, ohne dass die Endlagerfrage geklärt war. Erst mal wurden Milliarden ausgegeben. Die Endlagerfrage würde dann halt schon noch....irgendwie.... der Mensch hat bisher alles.... Man träumte den Traum von friedlichen Nutzung der Kernenergie, das Atomium in Brüssel wurde zu seinem Symbol. Das gezähmte Atom schien die Lösung vieler Fragen. Energie ohne Begrenzung? Atom ist die Lösung! 1956 wurde hierzulande ein „Atomministerium“ gegründet, wofür gleich mal Franz-Josef Strauß berufen wurde. Die Rede war davon, für Deutschland den Platz unter den Industrienationen zu sichern. Das Land sollte den Anschluss nicht verpassen. Um Ängste zu zerstreuen, beteuerte das Atomministerium: „alles ist sicher“. Ob uns das an gewisse Dinge heutzutage erinnert? Der Wunderstoff Uran wurde öffentlich als harmlos gepriesen. Ein bisschen Kontrolle: ja. Aber im Prinzip konnte jeder in ein solches Atomkraftwerk herein schlappen und nachsehen, ob denn alles wirklich sicher sei. Man sah und befand: ist ja völlig harmlos. Uran sieht wie Eisen aus. Und überhaupt: alles wird gut überwacht. Später gab es zwar Störfälle, teilweise sogar ernster Natur. Aber diese wurden vertuscht, wurden nie wirklich sichtbar. Ab Ende der siebziger Jahre gab es dann massiven Widerstand gegen solche Methoden, dem mit staatlicher Gewalt zu begegnen versucht wurde. Es gab geradezu Schlachten, das Polizeiaufgebot wurde gigantisch. Castortransporte wurden durchgesetzt. Mittlerweile ist die Sache mit dem Endlager immer noch weit entfernt von einer Lösung, auch wenn das hinter den Kulissen gehandelt wird. Und überhaupt: Kernfusion heißt das nächste heiße Ding! Allerlei Pläne bezüglich Endlagerung werden vorläufig gewälzt. Es liegt halt noch eine ganze Menge Atommüll herum. Weggekippt in unsicheren Fässern, die jetzt schon rosten und immer weiter rosten. Ob sie wohl Millionen von Jahre halten werden? Was wohl mit all den Fässern ist, die im Meer „verklappt“ wurden? Weg damit! Der Ozean ist groß und wird das schon schlucken.…, so glaubte man zu gewissen Zeiten, deren Hinterlassenschaften uns heute noch belasten. Heute gilt immer noch das neoliberale Credo: Die Sachen, mit denen man kein Geld verdienen kann, übernimmt die Öffentlichkeit, der Staat. Das andere soll sich „die Privatwirtschaft“ sichern. Es gab Tschernobyl und Fukushima mit all den Täuschungsversuchen. Der Glaube an die Atomkraft ist zumindest hierzulande völlig zerschossen, man schaltete alles ab. Die Sache mit dem Fortschritt insgesamt hat sich auch etwas relativiert. Wir haben starke Probleme mit dem ungebremsten Bevölkerungswachstum (manche meinen ja, es sei alles nur ein Verteilungsproblem: Das mag es auch sein, so glaube ich, - aber halt nicht nur) Hierzulande plagt ja auch das Facharbeiterproblem. Das simple Wachstum der Menschen dürfte für diese Erde seine Grenze haben, so befürchte ich. Die Nahrungsfrage ist nach vorüber gehenden Erfolgen immer noch ungelöst, der Klimawandel plagt, Und klar, die Fluchtursachen müssen bekämpft werden. Zustimmung, auch von den billigen Rängen. Des Klimawandels Folgen wurden aber bisher noch verdrängt, so scheint mir. Man konnte sich das hier leisten, so glaubte man. In anderen Gegenden der Erde sieht das anders aus. Die Gewalt regiert, es gibt derzeit Kriege und allerlei Konflikte auch sozialer Natur. Am nicht allzu weit entfernten Horizont stehen zu Ende gehende Rohstoffreserven. Ach ja, der Mensch ist ja kreativ. Er wird schon irgendwie wuppen….. Wir erfahren von Megatonnen an Plastik im Meer, von schmilzenden Eisberge an den Polkappen und anderen Katastrophen, zu denen dann regelmäßig kostspielige Konferenzen einberufen werden, die nichts bewirken. Es haben globale Verteilungskämpfe angefangen..... Wo ist all der ungebremste Optimismus geblieben? Es scheint dies eine ziemlich hohl aussichtslose Formel geworden zu sein. Gewisse Parteien setzen hierzulande generell „menschliche Kreativität“ dagegen. Langsam aber sicher würde es Zeit dafür.

Samstag, 23. März 2024

Was passiert?

Es beschleicht hier in schland einen das Gefühl, als würde die Schlinge um den Hals langsam zugezogen. Figuren, die ihre Person zu Markte tragen und „etwas werden wollen“, labern als Talking Heads etwas aus dem Fernsehgerät heraus. Energie- und Klimawende. Ja klar. Ob man aber diesen Leuten vertrauen kann. Die Deutschen machen sich wohl ernsthafte Sorgen um ihren „Wohlstand“. Manche Regierungschefs scheinen auszuticken und veröffentlichen Fotos, strotzend vor toxischer Männlichkeit, inspiriert von einem, der dies Bild einer Stärke in wechselnden Posen zur Schau trägt und damit seine Leute hinter sich zu versammeln scheint, was schon das erste Problem markiert: Seltsam, dass diese alten Trick immer noch so funktionieren! Ob etwa die Masse der Leute Stärke und die Gewalt anbetet, die vom Charisma besoffen glaubt, sich alles verschaffen zu dürfen (wie etwa Hitler, Stalin und andere Polit-Schurken). Oder gibt es auf der anderen Seite irgendwelche Zögerer und Zauderer, die das ihren Leuten als „Besonnenheit“ verkaufen? (Die scheinen das auch noch selbst zu glauben). Das Gesundbeten von Situationen nach dem Muster „Es wird schon alles gut“ scheint bei den Anführern in Mode. Klimawende? Strom wird massenhaft erzeugt, ohne dass man eine geeignete Ableitung dafür hätte. Der Strompreis ist enorm hoch, weil ja, wie lange verkündet wurde, die Sonne keine Rechnung schickt. Natürlich wird auch der eigene Clan der Ja-Sager und Claqueure (wozu gelegentlich auch die Journalisten gehören) unter Adressen von „Verbänden“ mit gut honorierten Posten versorgt. Dazu werden genehmen Privatfirmen großzügige Zuschüsse verschafft. Denunziation (welch übles Wort! Technokraten haben dafür schon eine eigene Terminologie entworfen) soll in Mode kommen, wer nicht den rechten Weg einschlägt, wird wohl fertiggemacht. Alle sollen auf die Bahn umsteigen, weil die ja ach so umweltfreundlich sei (und was ist mit den Diesel-Lokomotiven?). Doch die Bahn ist marode. Pünktlichkeit? Geschenkt! Fahrgastfreundlichkeit? Ach herje! Es herrscht in einem Staat wie diesem offenbar das Bedürfnis nach Mobilität. Ein paar Leute versuchen dem zu entkommen, indem sie das Flugzeug buchen. Ein paar andere trauen ihrer Partei zu, zu wissen, wie alles geht und wie man noch schnell die Welt rettet (peinlich, dass andere Regionen, wie etwa California, in diesem Thema sehr viel weiter sind). Keine Sorge, mit dem Klimawandel kann ja alles begründet werden. Auch totalitäres Verhalten, dass darin mündet, dass man andere Meinung nicht mehr zulässt, sondern mit der Macht der Vielen niederbrüllt.

Freitag, 14. Oktober 2022

Schlafwagenpolitik

Dass Merkel laut 67% von befragten Bürgern an der eingetretenen Misere in Deutschland nicht schuld sein soll, finde ich grotesk. Ich nenne ja normalerweise hier keine Namen. Aber in diesem Fall scheinen mir die (Nicht-) handelnden klar zu benennen zu sein: Die Dame M hat ja wohl zusammen mit anderen Politikern 16 Jahre lang eine Energiepolitik betrieben, die ja wohl in jeder Hinsicht katastrophal war und uns nun um die Ohren fliegt. Da ist es mehr als nur ein bedauerlicher Aspekt, dass sie für die erneuerbaren Energie offenbar nichts übrig hatte und deren Ausbau nicht gerade hyperaktiv betrieb. Blöd nur, dass ihr schläfriger Politikstil des Wurschdelpragmatismus zunehmend auch auf ihre politische Umgebung abgefärbt zu haben scheint. Man fuhr jedenfalls gemeinsam in einem Schlafwagen, dessen Fahrt geradewegs an die Wand führte. Doch Merkel, bauernschlau wie sie zu sein scheint, ist offenbar rechtzeitig aus dem Wagen ausgestiegen. Diejenigen, die auf sie folgen, machen ihre Sache jetzt ja wohl kaum besser, bauen meiner Meinung nach etwas zu träge auf Idiologie und auf PR-Phrasen. Sie haben aber die (kalte) Suppe auszulöffeln, die die Dame dem Land Schland eingebrockt hat. Das zumindest sollte man klar sehen.

Samstag, 12. Dezember 2020

Lieferketten

Wir wundern uns, wie jetzt über Lieferketten gestritten wird und wie beständig emphatisch das E-Auto in der Öffentlichkeit gepriesen, ja, angepriesen wird. Es werde umweltverträglich sein und energiesparend, so heißt es gar allüberall. Die deutsche Regierung, die zusammen mit den europäischen Partnern schon viele Jahre lang in diesen Chor mit eingestimmt ist und es erst jetzt geschafft hat, ein paar mehr Ladesäulen zu errichten sowie einen soliden finanziellen Zuschuss zur Anschaffung des gepreisenen Mobils auf die Beine zu bringen, fördert das scheinbar umweltverträgliche Bestreben von der ökologischen Bewegung heftig unterstützt mit allen Mitteln. Es wird auf diese Weise eine Art heilige Kuh geschaffen, die wohl alle, egal welcher politischen Richtung, anbeten. Das E-Mobil ist zur Religion geworden. Paris, Klimakatastrophe, Energiewende okay.....alles oft gehört...... Ob es sich aber dabei nicht eher um eine Übergangstechnologie handelt? Wie der nun als als Hauptenergiequelle gehandelte Strom derzeit noch erzeugt ist, ob zahlreiche Recyclingprobleme noch längst nicht gelöst sind, ob erste Fahrzeugbrände zu verheerenden Situationen geführt haben, weil mit Wasser nicht gelöscht werden konnte und es schließlich nur noch half, das ganze Auto in einem Tank zu versenken..... was fällt uns noch ein? Ob die ganzen Rohstoffe zum Fertigen solcher Autos vom Himmel gefallen sind und wie überhaupt sieht der ökologische Fußabdruck eines solchen Autos aus? Ob zu seiner Produktion nicht eine ganze (Un)Menge an Energie und Rohstoffen nötig ist? Und sehen wir nicht erste SUVs mit dem hochgelobten Elektroantrieb, die als Dickschiffe mit dicken Reifen durch die Gegend rollen? Schon mal was vom Rebound-Effekt gehört? Was wohl das Marketing dazu sagt? So, wie es für bestimmte Menschen schick ist, im Bioladen einzukaufen, so angesagt erscheint ein „sauberes Auto“, das neue Umweltauflagen spielend erfüllt und zudem für die großen Konzerne Strafzahlungen vermeiden hilft. Sie vertrauen ohnehin darauf, dass das Elektromobil vom Nischen- zum Massenprodukt wird und sich ein riesiger Markt auftut. Wie lange noch andere Rohstoffe wie beim Verbrennerauto notwendig sein werden? Seltene Erden zum Beispiel, Kobold äh... Kobalt, Graphit oder Lithium zum Beispiel? Sie stecken ja auch schon heute in den Verbrennungsfahrzeugen. Für Elektroautos freilich sind sie äußerst wichtig. Seltene Erden werden nahezu unverzichtbar sein für alle ökologischen Technologie. Windparks, Windräder, Photovoltaikanlagen werden mit seltenen Erden gefertigt. Wie sie wohl gewonnen werden? Das interessiert die Ökofexe meist nicht. Ob dabei alle Umwelt- und Gesundheitsgebote vernachlässigt werden? Ob das okay ist, solange nicht wir selbst in den Prozess eingebunden sind? Zumindest direkt? Was geht es uns an, wenn die Lieferketten bis hinab in den Kinderarbeits- und Umweltschutz reichen?

Freitag, 3. Juli 2020

Mobil in die Zukunft?


Man will ja nicht gegen die E-Mobilität polemisieren! Die ist ja auch in der öffentlichen Meinung heilig gesprochen und wird vom Staat hoch subventioniert. Wobei wir schon beim Thema wären: gibt es eigentlich genügend Aufladesäulen? Zu einem günstigen Preis? Es scheint ja, dass da Kohle gemacht wird und der auf diesem Wege bezogene Strom recht teuer ist. Naja, die Grünen-Klientel kann das locker bezahlen…. alles okay. Wie sieht es eigentlich mit den Reichweiten aus? Ich habe Verwandte in der Schweiz und habe mir ausgerechnet, dass das mit einem Stromauto nicht erreichbar ist, es sei denn, man könnte sich einen Tesla leisten. Ausweichen auf den Zug? Ist bisher sehr unpünktlich und in jeder Hinsicht schlecht, gerade in Pandemie-Zeiten. Scheint außerhalb der Strecke Berlin-Hamburg (Nachtigall, ich hör‘ dir trapsen! Abgeordnete sind ja so wichtig, dass sie das auf ihrer Hauptlinie aus Berlin heraus dringend brauchen…). Neulich ist wohl ein Tesla abgebrannt und die Feuerwehr wusste offenbar nicht, wie mit einem solchen Brand umzugehen sei. Es scheint ziemlich schwierig, Lithium-Ionen-Batterien zu löschen (was auch an den diesbezüglichen Warnungen zum Smartphone zu sehen ist...). Die Feuerwehr hat jetzt einen eigenen Mechanismus in Gang gebracht, bei dem das ganze Fahrzeug unter Wasser gesetzt wird. Selbstverständlich ist dieses Wasser nach hoffentlich geglückter Löschung total verseucht und Sondermüll. Ob das ein wünschenswerter Zustand ist? Und überhaupt, wie sieht es denn mit der Entsorgung dieser Batterien aus, für die bestimmte Areale in Südamerika heftig ausgebeutet und geradezu vernichtet werden. Ob China inzwischen eine Trendwende vollzogen hat und E-Fahrzeuge sehr viel weniger fördert? Ob dieses Land eine Zukunft eher in synthetischen Treibstoffen sieht, auch weil der CO2-Ausstoß auf diesem Wege gewaltig reduziert werden könnte? (diese hätten vielleicht auch den Vorteil, dass das vorhandene Tankstellennetz genutzt werden könnte). Ob wir wirklich auf einem Weg in die Zukunft sind?

Mittwoch, 22. Januar 2020

Ausgeliefert


Meine Bildanzeige tut plötzlich nicht mehr. Ich fange an, das abzustellen, so gut mir das eben möglich ist. Natürlich führt das zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten der Analyse, - nicht der Besserung: ob das letzte Update diesen Zustand herbei geführt hat? Ich weiß, so etwas dürfte und könnte nicht sein, - es ist aber trotzdem alles so, wie es ist. Ich starte Rechercheversuche im Netz, die leider auch nichts ergeben. Ich habe ein relativ primitives Problem, trotzdem komme ich mit seiner Lösung keinen Deut voran. Das Blöde: dieser Zustand trat schon gestern ein. Ich nahm das aber nicht allzu ernst und nahm an, dass sich das beim nächsten Computerstart schon lösen würde. Tat es aber nicht. Jetzt sitze ich da und habe schon 2 Stunden meiner Energie in dieses Problem investiert, ohne es beheben zu können. Ich weiß nicht weiter und Spekuliere: Microsoft aus wirtschaftlichen Gründen irgendeine App protegieren wollte? Davon komme ich leider auch nicht weiter. Ob ich alles verdrängen soll und hoffen, dass es sich irgendwie selbst löst? Diese Strategie habe ich schon gestern gefahren. Verdammt, ich bruche doch diese Anzeige! Engagiere ich einen „Spezialisten“, so nimmt der gerne mal Hunderte von Euros für ein Problem, an dem er ewig herum doktort und so tut, als blicke er all das nicht. Das bringt Zeit. Am Ende macht er einen relativ einfachen Klick, muss überhaupt nichts Neues einrichten, - und: es tut wieder. Er hat Zeit heraus geschunden, die ich bezahlen soll, ich weiß das. Dabei hätte er das Problem relativ rasch lösen können. Ich habe das Geld für solche Possenspiele nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter…...

Montag, 23. Dezember 2019

Sprung in die Zukunft

Ein würdevolles Leben führen. Als Ziel. Für alle. Jetzt und in Zukunft. Als eine Art riskanter Sprung in die Zukunft. Eingeführt in eine Normalität, in eine Selbstverständlichkeit, die alle Menschen umgeben soll. Alle. Technologische Möglichkeiten dazu könnten bereits vorhanden sein. Bleibt nur noch die soziale Polarisierung: den einen Menschen soll es möglich sein, den andern nicht. Leistungsprinzip. Äquivalenzprinzip.  Oder? Es…. Wir sind da hinein geworfen. Müssen uns damit auseinander setzen.
Wir aber haben unter Umständen damit zu tun, von einem Tag in den nächsten zu kommen. Müssen Demütigungen und Diskriminierungen trotzen, so gut es geht. Müssen Pech verkraften. Wie konnte das möglich sein, dass noch vor kurzer Zeit Frauen nicht wählen durften?, so fragt man sich schon heute. Man kann es sich nicht mehr vorstellen. Die Entwicklung scheint in kürzester Zeit fortgeschritten. So könnte es auch mit einer Energiewende sein. Es könnten sich zunächst diejenigen zusammenfinden, die die Vision haben und dafür etwas verändern wollen. Es scheint zunächst, als passiere nichts. Doch dann wird ein Problem gesehen. Es wandert das Angestrebte, das Ziel, unaufhaltsam in die Normalität ein. Bedenken und Argumente dagegen sind natürlich präsent. Aber es steht im gesellschaftlichen Raum die moralische Aufforderung: eigentlich müsste man, sollte man...., aber... Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze etc. ... Es bilden sich zudem Gruppen, die alles verdrängen wollen, die Probleme leugnen und damit zunächst viel Zulauf damit finden. Doch dann vollzieht sich der Sprung. Eine Umorientierung setzt sich fest. Wahrscheinlichkeiten bröckeln. Etwas wird da sein. Der Kompass wird sichtbar. Ein Thema wird wichtiger. Gewisse Menschen werden das ziehen. Rückblickend wird es kaum zu begreifen sein, dass man nicht schon viel eher in die richtige Richtung abgebogen war. „Normal“ ist etwas anderes geworden.

Donnerstag, 14. November 2019

Digitalisierung (3)


Was in letzter Zeit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit drang und zunehmend eine Rolle zu spielen scheint: Dass die „Digitalisierung“ vergleichsweise viel Energie kostet. Die Zahlen werden sofort bestritten werden, drücken aber eine Größenordnung aus. Erhebungen sagen, dass die Suche einer großen beherrschenden Suchmaschine etwa sieben Gramm CO2 verursacht. Die Suchmaschine selbst beeilt sich, etwa 0,2 Gramm CO2 dazu anzugeben. Wer wohl recht hat? Auch soll ein Modell für Sprachverarbeitung so viele Emissionen erzeugen wie fünf Autos. Maschinenlernen? Superrechner und Kraftwerke? Deep Learning? Streamingdienste und Pornoplattformen sollen im Netz dermaßen viel CO2 freisetzen, wie Belgien oder Bangla Desh in einem einzigen Jahr erzeugen. Hm. Schluck. Auch nicht schlecht. Und Blockchainoperationen stehen schon seit längerem im Verdacht, extrem viel Energie zu verbrauchen. Ob sie das ganz große Ding sind?

Montag, 4. November 2019

Elektro, Marsch!

Noch immer verstehe ich nicht, wieso der volle Kurs in Deutschland in Richtung Elektromobilität geht. Keine CO2-Emissionen, - okay. Aber bis solch ein E-Mobil zusammengeschraubt ist, hat es ja wohl einen sehr ungünstigen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Das heißt unter anderem, dass man eine gewaltige Strecke fahren muss, ehe sich das auch ökologisch lohnt. Auch die sozialen Bedingungen, unter denen hier in Deutschland gefahren werden kann, erscheinen mir  etwas fragwürdig. Klar ist doch, dass der, der Vermögen hat, seine Kiste etwas teurer fahren kann. Kostet halt ein bisschen mehr. Die Leidtragenden sind doch ganz klar die unteren Klassen der Gesellschaft, die den teureren Sprit nicht ohne weiteres bezahlen können. Es könnte sich ein Symptom wie „Die Gelbwesten“ in Frankreich herausbilden…. Ob und in welcher Höhe das Finanzamt die höheren Energiekosten zurückerstattet, scheint mir auch schon fraglich. Die Rede war zuletzt von sinnvollen umweltpolitischen Maßnahmen, die davon unterstützt werden sollten. Was das ist, entscheiden natürlich die politischen Entscheider, die mit der Sphäre des Sprit- und Energiesparens nichts zu tun haben.
Außerdem scheinen mir die sozialen Bedingungen, unter denen das für die Batterien notwendige Lithium abgebaut wird, ziemlich ungünstig zu sein. Es scheint ja so zu sein, dass dort, wo Wasser am allernötigsten wäre, also in den Wüsten, der Grundwasserspiegel nachhaltig abgesenkt wird, um unter großem Wassereinsatz an der Oberfläche das industriell verwendbare Lithium zu fördern. Von dem wahnsinnigen Kobalt-, Koltan- und andere seltenen Erden-Abbau im Kongo nicht zu schweigen. Die ach so fähigen Ingenieure in schland sollten sich meiner Meinung nach schleunigst daran machen, die Nachfolgetechnologie für diese E-Mobilität zu finden! Ob es in Richtung der in Japan so starken Waserstofftechnologie gehen könnte? Natürlich gibt es alle Gegenargumente der Welt! Aber es scheint ja klar, das bei der E-Mobilität andere Länder Deutschland schon lange überholt haben. Vielleicht könnte man etwas erfinden, was der E-Mobilität überlegen wäre?

Freitag, 22. März 2019

Klimawandel von rechts

Viele Rechtspopulisten und einige andere Leute noch dazu scheinen nicht an einen menschengemachten Klimawandel zu glauben. Das macht sie in den Augen der sozialliberalen Politik schon zu Nazis, mit denen es sich nicht lohnt, zu diskutieren. Alleine schon durch solche Ansichten geraten sie offenbar in den rechten Schützengraben. Wie mir scheint, wird dieser Mechanismus des "Einordnens" von allen Seiten gerne angenommen. Sich abzusetzen und zu unterscheiden von den etablierten Kräften, den "Eliten", wird von Rechtspopulisten sogar als Ritterschlag empfunden. Möglicherweise kann es nützlich sein, sich doch einmal mit den Argumenten dieser Leute auseinander zu setzen und sich mit ihren Positionen vertraut zu machen. Dazu habe ich einiges „aufgeschnappt“, es ist mir untergekommen und kennzeichnet keineswegs meine eigene Position in diesen Fragen. 
Rechtspopulistische „Klimaskeptiker“ halten einen Klimawandel für ein natürliches Phänomenen, das im Laufe der Erdgeschichte schon öfter vorkam. „Wir bezweifeln aus guten Gründen, dass der Mensch den jüngsten Klimawandel, insbesondere die gegenwärtige Erwärmung, maßgeblich beeinflusst hat oder gar steuern kann. Klimaschutzpolitik ist daher ein Irrweg“ steht dazu im Parteiprogramm der deutschen AfD. Der Anstieg des Meeresspiegels, das Schmelzen des Eises an den Polen, - alles nicht zu ändern? Einerseits existiert da die Frage, ob es einen Klimawandel oder eine Erderwärmung überhaupt gibt. Andere bezweifeln den menschlichen Beitrag dazu. Alternative Erklärungen, die „auf dem Markt“ sind, zielen beispielsweise auf Sonneneruptionen oder kosmische Strahlungen.... Dass hauptsächlich der Mensch für den Klimawandel verantwortlich sei, sei wissenschaftlicher Konsens, so kontert die andere politische Seite. Und dass die „Klimaskeptiker“ seit vielen Jahren durch ihre Ansichten Fortschritte bei der Energieeinsparung und bei der Senkung des CO2-Ausstoßes bremsen würden, erscheint auf dieser politischen Seite ein selbstverständlicher Konsens. Dass solche Unbesorgtheit auch enorme Kosten verursachen kann, wird von rechten Klimaskeptikern gerne verschwiegen. Stattdessen wird gerne darauf verwiesen, dass billige und jederzeit verfügbare Energie Voraussetzung für jeglichen Wohlstand seien. Deutschland habe ohnehin schon mit die höchsten Energiekosten, so ist gelegentlich zu hören. Jeglicher diesbezügliche Aufwand zerstöre „unseren Wohlstand“ „Wohlstand“ scheint ein Wort zu sein, auf das breite Bevölkerungsmassen offenbar sehr reagieren...). Energieintensive Industrien würden abwandern und dadurch tausende wertschöpfende Arbeitsplätze verloren gehen. Die Gefahr von Stromausfällen steige, was ebenfalls ein Sinken jeglicher wirtschaftlicher Wachstumsaussichten nach sich ziehe. Dass Menschen den Klimawandel beeinflussen könnten, wird trotz aller technologischer Entwicklung grundsätzlich angezweifelt. Gerade die Bundesrepublik Deutschland habe mit ihrer Industrie einen viel zu geringen Anteil, um das globale Problem maßgeblich beeinflussen zu können, heißt es da oft. Die Erderwärmung würde zu einem sehr geringen Anteil von hier aus (dem kleinen Mitteleuropa...) zu beeinflussen sein. Dafür Geld auszugeben, sei Irrsinn. Extremwetterereignisse wie die Dürre im vergangenen Sommer würden in den Klimawandel eingehen, ihn aber nicht als solchen bestimmen, weil es sich hierbei um Wetter- und nicht Klimaereignisse handele. Der Begriff Klima bedeute nach WMO-Definition ("World Meteorogical Organisation") lokale Wetterdaten über 30 Jahre hinweg „gemittelt“ (Durchschnittswert erstellt). Warme Wetterjahre habe es in der Erdgeschichte schon viele gegeben...

Dienstag, 29. Januar 2019

Am Morgen ohne Sorgen

Allmählich gehen mir die ewig lachenden und lächelnden Figuren in den Frühstücksfernsehprogrammen auf die Nerven. „Ja klar haben die keine Sorgen“ sagt man sich und staunt über so viel professionelle Ignoranz. Die zur Schau getragene gute Laune hat wohl Methode: sie will dem „Konsumenten“ als Inszenierung Mut machen und Kraft geben, seinen eigenen Alltag zu bewältigen. Blöd nur, dass das oft sehr aufgesetzt und künstlich wirkt, wie eine Verpflichtungserklärung zur Unehrlichkeit dem Publikum gegenüber. Die Absicht erscheint offensichtlich: Der schöne Schein soll alles überstrahlen, die Lüge soll dem Einzelnen eine Stütze abgeben, seine Schwierigkeiten zu bewältigen. Was ist mit dem Arbeitslosen, dem erfolglosen Selbständigen vor seiner Pleite? Man muss Zeit haben für Doppeldeutigkeiten, man muss „die Ebene dahinter“ erkennen. Ein bisschen Problemchen in gut vertraglichen Portionen, ein bisschen Boulevard. Nach der tausendsten Produktempfehlung für den deutschen Nobelsportwagen, kommt Neid auf auf diejenigen, die über die Anschaffung eines solchen Wagens nachdenken und dabei alle Abgasprobleme ignorieren können. Die dem Imponiergehabe aufsitzen, was davon ausgeht. Die nicht die tatsächlichen Vorzüge eines solchen Wagens schätzen, sondern seine Symbolik bezüglich des sozialen Status. Man nimmt verwundert zur Kenntnis, wie „Prominente“ angehimmelt werden, die – ach Wunder! - auch nur Menschen sind und die sich mit ihrer sozialen Rolle verbunden haben. Die Größe „Erfolg“ wird danach in der Abteilung Sport angebetet, obwohl Dopingaffären da so manche Zweifel streuen könnten. Der "Konsument" wähnt sich damit immer auf der Höhe der Zeit, glaubt sich informiert, kann auch nichts machen und versinkt in seinem deutschen Ego....... 

Freitag, 12. Oktober 2018

Fortschritt und menschliche Kreativität

Wie naiv war das denn? Damals, im zeitgeistigen Flow, glaubte die Politik und ihre demokratisch legitimierten Klassen, in naivem Fortschrittsglauben und ungebremstem Optimismus so etwas wie Atomkraftwerke bauen zu können, ohne dass die Endlagerfrage geklärt war. Erst mal wurden Milliarden ausgegeben. Die Endlagerfrage würde dann halt schon noch....irgendwie.... der Mensch hat bisher alles.... Man träumte den Traum von friedlichen Nutzung der Kernenergie, das Atomium in Brüssel wurde zu seinem Symbol. Das gezähmte Atom schien die Lösung vieler Fragen. Energie ohne Begrenzung? Atom ist die Lösung! 1956 wurde hierzulande ein „Atomministerium“ gegründet, wofür gleich mal Franz-Josef Strauß berufen wurde. Die Rede war davon, für Deutschland den Platz unter den Industrienationen zu sichern. Das Land sollte den Anschluss nicht verpassen. Um Ängste zu zerstreuen, beteuerte das Atomministerium: „alles ist sicher“. Ob uns das an gewisse Dinge heutzutage erinnert? Der Wunderstoff Uran wurde öffentlich als harmlos gepriesen. Ein bisschen Kontrolle: ja. Aber im Prinzip konnte jeder in ein solches Atomkraftwerk herein schlappen und nachsehen, ob denn alles wirklich sicher sei. Man sah und befand: ist ja völlig harmlos. Uran sieht wie Eisen aus. Und überhaupt: alles wird gut überwacht. Später gab es zwar Störfälle, teilweise sogar ernster Natur. Aber diese wurden vertuscht, wurden nie wirklich sichtbar.
Ab Ende der siebziger Jahre gab es dann massiven Widerstand gegen solche Methoden, dem mit staatlicher Gewalt zu begegnen versucht wurde. Es gab Schlachten, das Polizeiaufgebot wurde gigantisch. Castortransporte wurden durchgesetzt.
Mittlerweile ist die Sache mit dem Endlager immer noch weit entfernt von einer Lösung. Es liegt aber eine ganze Mende Atommüll herum. Weggekippt in unsicheren Fässern, die jetzt schon rosten. Was wohl mit all den Fässern ist, die im Meer „verklappt“ wurden. Weg damit! Der Ozean ist groß und wird das schon schlucken.... Heute gilt immer noch das neoliberale Credo: Die Sachen, mit denen man kein Geld verdienen kann, übernimmt die Öffentlichkeit, der Staat. Das andere soll sich „die Privatwirtschaft“ sichern. Tatsache ist, dass die Entsorgung und der Abbau der AKWs richtig teuer wird und dass der Staat dies bezahlen soll.
Es gab Tschernobyl und Fukushima mit all den Täuschungsversuchen, der Glaube an die Atomkraft ist zumindest hierzulande völlig zerschossen. Die Sache mit dem Fortschritt insgesamt hat sich auch etwas relativiert. Wir haben starke Probleme mit dem ungebremsten Bevölkerungswachstum (manche meinen ja, es sei alles nur ein Verteilungsproblem: Das mag es auch sein, so glaube ich, - aber halt nicht nur. Das Wachstum der Menschen dürfte für diese Erde seine Grenze haben, so befürchte ich. Die Nahrungsfrage ist ungelöst, der Klimawandel plagt, Seine Folgen wurden bisher noch verdrängt. Man konnte sich das hier leisten. In anderen Gegenden der Erde sieht das schon anders aus. Es gibt derzeit zahlreiche Kriege und allerlei Konflikte auch sozialer Natur. Am nicht allzu weit entfernten Horizont stehen zu Ende gehende Rohstoffreserven. Wir erfahren von Megatonnen an Plastik im Meer, von schmilzenden Eisberge an den Polkappen, und anderen Katastrophen, zu denen dann kostspielige Konferenzen einberufen werden, die nichts bewirken. Es fangen jetzt schon globale Verteilungskämpfe an....usw. Wo ist all der ungebremste Optimismus geblieben? Es scheint dies eine ziemlich hohle Formel geworden zu sein. Gewisse Parteien setzen hierzulande „menschliche Kreativität“ dagegen. Langsam aber sicher würde es Zeit dafür.

Montag, 3. September 2018

Gut unterwegs

Es war ein heißer Sommer hier, der so manchen Mitmenschen die Gefahren des Klimawandels noch einmal eindringlich klar gemacht hat. Doch was ist los? Zahlen: Nur 3,4 % der neu zugelassenen Autos haben 2017 einen alternativen Antrieb. Aber schon 25 % aller neu zugelassenen Autos sind jetzt SUVs. Diese Dickschiffe, die das Doppelte eines von einem herkömmlichen Auto beanspruchten Platzes brauchen, das Vierfache an Kraft verbrauchen und dafür aber die superdicken Reifen haben, die alles platt walzen können oder sollen. Flugverkehr: es wird gerne geflogen. Die Billigfluglinien steigerten die Zahl der von ihnen angebotenen Sitze von 2011 bis heute um 187 %. In den vergangen Jahren stieg die Zahl der Gäste an deutschen Flughäfen um 67 %.. Dabei ist etwa ein Flug von und nach Teneriffa so klimaschädlich, als sei man 1 Jahr lang Auto gefahren. Kreuzfahrten sind zum Massentourismus geworden. Die meisten Schiffe tanken besonders giftiges Schweröl. Rund 2,7 Mio deutsche Passagiere kreuzten mit solchen Schiffen bereits über die Meere. Prozentualer Anstieg seit 1995: + 870 %.
Ist das Verdrängungskultur nach dem Motto „Es wird schon noch irgendwie gut gehen“? Massentierhaltung? Fleisch jeden Tag? Muss das sein? Oder sind da ganz gewisse Menschen so etwas wie die Schrittmacher, die breitere Massen nach sich ziehen? Mit den Medien als „Transportriehmen“? Die „Erfolgsmenschen“, die den anderen alles vormachen? Ob die Politik hier Rahmenbedingungen setzen könnte? Ob wir das Problem der Braunkohle endlich angehen könnten? Macron hat es ja leicht, darauf zu verzichten. Frankreich produziert seinen Strom überwiegend mit Atomkraftwerken. Aber er nutzt das gerne. Hauptsache, wir sind die Guten. Und die anderen die Schlechten. Auch ich habe es auch schwer, aus der Komfortzone heraus zu kommen.
Die 15 größten Schiffe machen mehr Dreck als alle Autos der Welt zusammen, so war schon vor Jahren zu lesen. Ob's stimmt? So pauschal? Besonders schlimm scheint die Verschmutzung zu sein, wenn die Riesenschiffe mit laufendem Motor am Hafenkai liegen. Hier kursieren astronomische Zahlen. Was aber wahr zu sein scheint: Die Luft an Bord von überwiegend mit Schweröl betriebenen Kreuzfahrtschiffen ist hochgradig mit Schadstoffen belastet. Die Werte auf den Schiffen liegen anscheinend 200 Mal über dem Richtwert für saubere Luft, so ergaben geheime Messungen. Saubere Luft ist an Bord der Ozeanriesen Mangelware. In der Nord- und Ostsee dürfen Handels- und Kreuzfahrtschiffe sowie Fähren seit 2015 allerdings nicht mehr mit Schweröl, sondern nur noch mit einem Dieseltreibstoff unterwegs sein, der maximal 0,1 Prozent Schwefel enthält. Alternativ müssen die Abgase über eine Art Waschanlage an Bord gereinigt werden.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Daily Verpackungswahn

Ich muss natürlich, wie so oft, den Müll wegbringen. Diesmal habe ich selbst sehr viel zu seiner riesigen Masse beigetragen, d.h. Vieles in dem Mülleimer ging zuvor durch meine Hände. Jetzt steckt wahnsinnig viel Verpackungsmaterial darin, was mich ärgert. Muss so etwas sein? Könnte man nicht eine gewisse Kreativität darauf richten, so etwas zu vermeiden? Oder dient es in erster Linie gewissen Logistik- und Profitinteressen? Wie bei so vielem, muss ich sagen: ich weiß es nicht. 
Was ich aber weiß: Ich werde von hinten angefressen, und zwar am Geldbeutel. Das geht wohl knapp am Gangstertum vorbei und man nennt es „Freie Marktwirtschaft“. Eine heilige Kuh in Deutschland. "Wettbewerb". Da muss man mitmachen. Es nützt nichts, Dinge beim Namen zu nennen. Bewehrt sind solche Verpackungsmethoden mit kompletten Lehrstühlen, die Rechtfertigungen und Argumente liefern, die also als Thinktank für solche Methoden agieren. Es sei notwendig, - und zwar aus diesem...und jenem Grunde. Doch wo geht diese ganze Masse hin, nachdem sie von den Abfallentsorgern möglichst billig und - wie die FDP sagen würde - effizient abgeholt worden ist? Ob in dieser Verpackung auch Energie steckt, die einfach wegzuwerfen oder zu vernichten falsch ist? Wieder sprudeln Argumente aus dem Thinktank....... Es sind ganz einfache Fragen, die sich einem stellen und für die man – wenn überhaupt! Und nur auf dringendes Verlangen! - mit komplexen Aussagen beworfen wird. 

Donnerstag, 14. September 2017

Elektro

Es muss ein bisschen Wasser in den Wein geschüttet werden, wenn es um Elektromotoren geht. In den Batterien der Elektromotoren sind beispielsweise seltene Erden verarbeitet, die in Afrika unter katastrophalen Umständen und völliger Missachtung von Menschenrechten gewonnen werden. Dazu kommt, dass wir Elektromotoren bis heute nicht recyclen können. Die Herstellung einer Batterie insgesamt ist wahnsinnig energieintensiv. Zumindest hier in Deutschland wird der Strom nicht immer umweltfreundlich hergestellt. Die eigentliche Lösung wäre vielleicht die mit Wasserstoff angetriebene Brennstoffzelle. Mercedes hatte über eine lange Zeit eine Forschungsgruppe, die wurde aber vor 10 Jahren eingestellt, weil die Firma wohl Angst hatte, dass dies ihrem Geschäftsmodell schaden könnte. Oder Erdgas? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit. Es gilt, sich ehrlich zu machen.

Montag, 21. August 2017

Was wir wissen (3)

Inzwischen gibt es Wissenschaftler, die glauben (!), dass es mehr als drei Dimensionen gibt. Der Raum könnte ja noch weitere Dimensionen haben. Ob wir ihnen dann näher kommen können, oder ob – wie es scheinbar brennend interessiert – schon die „Bewohner“ einer solch multidimensionalen Welt auf uns zukommen werden? Als Aliens? Wir sollten das erst mal verschieben und uns klar werden, dass wir in unseren Erkenntnismöglichkeiten beschränkt sind, trotz des ach so wissenschaftlichen Weltbildes, dem in unseren Zeiten nahezu absolute Gültigkeit bescheinigt wird. Platon zufolge ist die Welt, so wie wir sie wahrnehmen, so wie die Wand in einer Höhle, auf der zweidimensionale Schatten tanzen. Erzeugt werden sie aber von dreidimensionalen Figuren draußen vor der Höhle, die wir leider nie zu Gesicht bekommen. Nun ja, schon die alten Griechen hatten da wohl eine Ahnung, - Platon hatte wohl mehr als das.... Ob man aus zweidimensionalen Schattenbilder einen dreidimensionalen Raum rekonstruieeren kann? Es braucht zumindest ein gewisses Maß an Offenheit dafür. Weil wir die Extradimensionen nicht kennen, wird das für uns ein Spekulationsspiel, das wahrscheinlich Ahnungen gleich kommt, Visionen. Ob das, was in der vierten Dimension existiert, eine Chance hat, zu uns durchzukommen? Gibt es wenigstens einen theoretischen Zugang? Wie könnte für uns beschränkte Wesen eine Reise in die vierte Dimension aussehen? Es würde auf jeden Fall eine verunsichernde Verzerrung unserer bisherigen Lebenswelt entstehen, so viel ist sicher. Und wir lächerliche Lebewesen würden etwas über unsere Beschränkungen erfahren. Wir würden uns vielleicht auch einer Sichtweise annähern, die etwas vollkommener ist, als die, die wir haben.  

Samstag, 19. August 2017

Was wir wissen (2)

Was wir wissen? Viel oder wenig? Ob wir darüber für immer im Ungewissen bleiben werden, wie Max Planck einst fand? „Die Wissenschaft kann die letzten Rätsel der Natur nicht lösen. Und das ist so, weil wir letztlich ein Teil des Rätsels sind“, sagte dieser Großphysiker. Möglicherweise werden wir dieses Rätsel, das wir uns selbst sind, nie lösen können. Ob wir's akzeptieren können? Und überhaupt: Ob es mehr Dimensionen als die uns bekannten Raum und Zeit gibt? Mit einiger Wahrscheinlichkeit. Schon die Hippies schwadronierten etwas von der Fünften Dimension. Ob aus dieser Wirklichkeit heraus die Welt eine völlig andere wäre? Und wir unvollkommene Wesen bekämen nur einen vielfach geprägten Ausschnitt der anderen Welt mit? Auch Platon spekulierte in seinem Höhelgleichnis dazu, das wir stets einen durch unsere Möglichkeiten herausgestanzten Ausschnitt einer Wirklichkeit erkennen können. Ob die Möglichkeiten unseres Hirns unser Bild von der Welt prägen? Ob es da noch andere Apparate gibt? Ob wir diese Möglichkeiten digital erweitern können, indem wir uns zu so etwas wie Cyborgs machen? Hm, ob das dann aber doch nur eine weitere Möglichkeit wäre, dem Ziel etwas näher zu kommen und keineswegs das Erreichen des Ziels bedeuten würde? Eine Art Offenbarung könnte es aber schon sein. Eine Offenbarung? Ob das etwas Religiöses hat? Das Bewusstsein davon, das unser Wissen trotz aller Gesetzmäßigkeiten etwas Relatives hat? Es wird wohl darum gehen, über diese Gesetzmäßigkeiten etwas zu wissen, so denken wir uns. 

Donnerstag, 17. August 2017

Was wir wissen

Was wissen wir? Was Materie oder dunkle Energie überhaupt ist? Sie hält doch unsere Galaxien zusammen, - oder etwa nicht? Werden uns von Physikern moderne Märchen erzählt? Die Menschen und ihre Physiker verstehen's noch nicht so recht, das alles. Auf jeden Fall könnte der Weltraum Anschauungsmaterial dafür bieten. „Ich möchte wissen, was da draußen ist“ soll Stephen Hawking gesagt haben, der Mann, der noch immer das Physik-Genie an sich darstellt. Wie das Universum entstanden sein könnte? Mit dem Urknall sagen etliche Astrophysiker. Aber was war davor und wie kam es zum Urknall? Gab es davor etwas anderes, das sich eventuell zu einem Punkt zusammenzog, um im Urknall zu explodieren? Oder kommt der Urknall aus dem Nichts? Einem energiegeladenen Vakuum? Neueste Forschungen zeigen wohl, dass selbst im Vakuum etwas ist. Bloß was? Und hat nicht die Quantenmechanik längst bewiesen, dass ein Teil an zwei Orten gleichzeitig sein kann? Widerspricht den physikalischen Gesetzen? Nun ja, da würde selbst ein mittelmäßiger Physiker widersprechen. „Die Quantenmechanik ist sehr achtungsgebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, dass das noch nicht der wahre Jakob ist. Gott würfelt nicht!“ sagte vor etwa 100 Jahren Albert Einstein dazu. Ja, was nun? Und überhaupt: Gott? War der Urknall nur ein einzelnes Ereignis bei der Entstehung einer wahnsinnig großen Vielfalt von Universen? Gibt es insofern Parallelwelten? Die oft beschrieenen und verfilmten? Ob an dieser Stelle etwas wie Gott ins Spiel kommt? Etwas Größeres als das, was wir kapieren können? „Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ein Ozean“ sagte einst der Großphysiker Isaac Newton. Daran mag sich nichts geändert haben. 

Dienstag, 13. Juni 2017

Bäume umarmen

Nein, das ist kein Spleen von Esoterikern und Ökofreaks: einen Baum zu umarmen kann medizinisch helfen. Rinde von Bäumen enthält sogenannte Terpene, die das menschliche Immunsystem stärken und vor Krebs schützen können. Wer einen Baum umarmt, atmet diese Terpene ein und nimmt sie über seine Haut auf. Es kann aber auch ein einfacher Waldspaziergang dazu führen, ein nahe Sein, ein Aufnehmen von Energie. Die Nippon Medical School in Tokyo ist dem wissenschaftlich auf der Spur, wenn sie behauptet: „Terpene erhöhen die Zahl und fördern die Aktivität jener natürlichen Killerzellen im menschlichen Körper, die Viren entfernen und Krebszellen sowie potenzielle Krebszellen bekämpfen“. Bäume zu umarmen kann also helfen, gesund und glücklich zu bleiben. Der Trick: Man nimmt durch die Umarmung die heilende Energie der Bäume in sich auf. Mit der Zeit lernt man vielleicht den einen Baum für sich kennen, der einem eine nähere Beziehung möglich macht. Das kann auch freier machen: Vielleicht braucht man sich dann nicht zu schämen oder sich als Spinner vorkommen, wenn man Bäume umarmt.  

Sonntag, 1. Januar 2017

EU-Rochaden

Im Folgenden schreibe ich über reine Vermutungen, deren Wahrheitsgehalt ich nicht und keineswegs behaupte, um mich zu schützen gegen die Horden von Advokaten, die gewisse Leute selbst bei den geringsten Vorwürfen in Gang setzen können und wollen. Einfach, weil sie das Geld, die Verbindungen und die Macht dazu haben. Einstweilige Verfügungen und Abmahnungen sind dann meist die Folge. In diese Falle will ich keineswegs gehen. Also ist all das in diesem Blog behauptete reine Vermutung und bedeutet den Gebrauch von unangemessenen Wörtern, ich distanziere mich im Voraus und nachträglich von allem: Mir fiel neulich eine sogenannte Energiesparlampe zu Boden. Nicht aufgepasst! Ich Depp! Wieso passiert das ausgerechnet mir immer? Natürlich weiß auch ich, dass dies Zeugs mit Quecksilber verseucht ist und dass dies ein aggressives Zeugs ist, mit dem man sich in den geringsten Dosierungen schon vergiften kann. Jahrelang wurde die Umwelt danach abgesucht, wo denn dieser chemische Sünder Quecksilber sich überall befinde. Selbst kleinste Spurenelemente standen unter Verdacht. Und jetzt ist das in trivialen Glühbirnen enthalten, die man „Energiesparlampen“ nennen soll, die aber schon nach wenigen Jahren überholt erscheinen. Wem man so etwas zu verdanken hat? Jedes Mal, wenn ich an „Energiesparlampen“ denke, denke ich an Günter Oettinger, diesen Radikalversager und einstigen Ministerpräsidenten des Landes, in dem ich lebe. Der auch an durchaus entscheidender Stelle "Stuttgart 21" weiter geführt hat. Er fiel in Brüssel vor allem durch putzige und gerne öffentlich vorgeführte Englischkenntnisse auf. Er strebte damals unbedingt die sogenannte „Energiesparlampe“ an. Er ließ sie einführen. Partout. Energie sparen war das Argument dafür. Deshalb hießen die Dinger auch "Energiesparlampen" und wurden akzeptiert. Eigentlich ist dies Ding untrennbar mit seinem Namen verbunden. Er, der Oettinger, scheint mir aber unentwirrbar damit verbunden, dass es mit der EU nun schon jahrelang abwärts gegangen ist. Denn er ließ das Ding einführen und keiner wusste so recht, was mit dem Quecksilber geschehen sollte. Kommunikation hatten solche Leute nicht nötig. Dass die Dinger einmal kaputt gehen würden, war vorhersehbar. Aber nun, - scheinbar waltete höhere Weisheit eines Kommissars hier.
Ich habe damals mit dem Staubsauger scheinbar alles sauber gemacht, habe alles abgesaugt, so dass nichts mehr zu sehen war. Es sind aber im Verlauf der Zeit an dieser Stelle immer öfter kleine Partikel aufgetaucht, die glitzerten und für mich in einem bestimmten Verdacht standen. Natürlich habe ich auch daraufhin immer wieder abgesaugt und beseitigt. Ich habe nicht geruht und alles versucht. Aber die kleinen Dinger tauchen auch heute noch manchmal an dieser Stelle auf. Auf gar keinen Fall, das geht gar nicht, das muss unbedingt beseitigt werden, nach allen Richtlinien verpackt und nach Regeln der Kunst, so höre und lese ich immer wieder. Bloß wie? Ich erinnere mich dabei jedes Mal an diesen pokerfacigen und holzgesichtigen EU-Kommissar, der neulich wieder in einer Rede Chinesen beleidigt hat, in dem er sie „Schlitzaugen“ nannte. Na, mit Fremdenfeindlichkeit hat so etwas natürlich nichts zu tun. Und er hat sich ja auch distanziert, in dem er in seinem genialen Englisch behauptete, diese Äußerungen seien „frei von der Leber weg“ gefallen. Ha no! Man wird doch noch sagen dürfen..... (schon mal gehört???) Auch soll er mit einer gewisse Vorliebe firmeneigene Jets für sich nutzen. Eine gewisse Nähe zur Industrie wird ihm ja ohnehin nachgesagt. Und jetzt, die EU scheint in einer schlimmen Krise zu sein, wurde dieser Mann zum Haushaltskommissar und stellvertretenden Kommissionsvorsitzenden befördert. Ein gewaltiger Machtzuwachs. Ab 1.1.2017. Dass dies passieren kann, scheint mir einer der Gründe zu sein, wieso die EU offenbar am Ende ist. Klar. Es gibt Anhörungen und Vernehmungen und Ausschüsse und und und.... Aber es wird nichts dabei heraus kommen. Oettinger wird befördert, basta. Seine scheinbare Nähe zu Industrielobbyisten: Nun ja. Ob sie seine Entscheidungsfindung wohl beeinflusst haben? Wer denkt denn so etwas? Wieso habe ich Depp eigentlich damals tausend Energiesparlampen gekauft? Im Bewusstsein, etwas Gutes zu tun? Ob das am Ende Zweck der Übung war? Umsätze ankurbeln. Um jeden Preis? Kohle machen. Ein besonders krasser Fall von Obsoleszenz gar? Wer wohl davon profitiert hat? Die Antworten fallen leicht. Aber ich behaupte gar nichts. "Dreh di net um, der Kommissar geht....". "Kommissar Oettinger, übernehmen Sie!". Und Kommissar Oettinger wird nun von Jean-Claude befördert. Heute, am 1.1. tritt er sein neues machtvolles Amt an. Ob dies der EU nützt?