Reise durch Wirklichkeiten

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Samstag, 24. Oktober 2015

Fallende Blätter

Ich schaue genauer hin und sehe wunderbar rote Blätter, die sich leicht im Wind wiegen. Jawohl, der Herbst hat natürlich seine schönen Seiten! Es ist ein unglaublich tiefes und schönes Rot, das sogar Einfluss auf meine Befindlichkeit haben kann. Überhaupt können Farben ja einen Einfluss auf uns haben, es sollte jemand nur offen dafür sein. Einfach zulassen! Darauf warten, was passiert. Es kann auch nichts sein. Dann aber bitte nicht über diejenigen herfallen, die etwas von diesen Farben spüren! Sich selbst erst mal zurücknehmen und dazu kommunizieren, was möglich sein könnte! Esoterik, - scheise? Auch nicht gleich mit Etiketten klappern! Das sind doch alles nur Schubladen, die es einem leichter machen sollen, Dinge einzuordnen. Ob sie richtig eingeordnet sind, ist dabei egal. Eine Schublade, einen Begriff dafür finden, ist viel wichtiger. Damit umgehen können und die Normalität wahren! Erklärungen finden. Wo keine sind, einfach welche beschaffen. So scheint die Devise. Doch wo keine Erklärungen sind, könnten ja in Zukunft welche sein! Vielleicht sind wir als Ganzes noch nicht so weit.  Könnte auch eine Erklärung sein.....

Donnerstag, 12. Februar 2015

Blau und Rot und Kindheit

Du würdest eines Tages alt genug sein, um einzutreten in diese Sphäre dieses Spiels, das war noch völlig klar für dich in diesem Moment. Du warst schon gespannt darauf. Die Spiele der Erwachsenen. Es gab noch diesen Geruch von Lippenstift. Das unglaubliche Rot roch auch noch. Es hatte seinen eigenen Geruch, genau wie diese Bademilch, die lauter weibliche Körper zu umschmeicheln schien. Diese verbrauchten Lippenstifte, diese Stummelreste dort, sie rochen tatsächlich. Ein knalliges Rot, das einen Duft verströmte.  
Das Blau freilich begegnete einem in den Kornblumen, die die Feldwege in diesem kargen Kuhdorf säumten, in das dich das Schicksal verschlagen hatte  Für Augenblicke traf es einen, dieses Blau, und stellte einem ein Rätsel, das man freilich noch nicht als solches erkannte. In diesem Blau waren die Geheimnisse des Lebens aufgehoben. Wie kann man bloß von einer Farbe so fasziniert sein, dass es einen das ganze Leben über beschäftigt?   
Das Blau war schon immer die Farbe der Transzendenz, heißt es.  Es zeigt in die Unendlichkeit, es weist in die Geistigkeit. Ideal für die Romantiker. So steht die Blaue Blume  in Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“  für eine Welt, in der Mensch, Tier und Pflanze eine gemeinsame Sprache sprechen. Sie ist ein Bild allen Erlebens in der Natur. Sie ermöglicht die Flucht aus der Gegenwart, der Realität der industriell bearbeiteten Welt,  hinein in das Märchenhafte, Geheimnisvolle. Das Blau ist die Farbe des Himmels und des Meeres, der Tiefe und der Seele.  Was sagt uns das?