Reise durch Wirklichkeiten

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Donnerstag, 11. Januar 2024

Direkt Werbung

Es „lohnt“, wenn nur einer unter tausend...? Ich habe Spam-Mails in meiner Mailbox. Penisverlängerungen, Viagra und andere, Kreditangebote, Frauen, Lottogewinne - tausend Arten, ein wenig Geld aus mir zu quetschen, Sehnsüchte, Wünsche und Schwächen nutzen, verlocken, zu etwas reizen. Natürlich sind wir alle längst ausgerechnet, berechenbar, durchschaubar. 100000 abgesandt, 2 funktionieren. Eine gute Quote, oder? „Direct Mailing“, wir sind unterm Hammer industriell eingesetzter Kräfte, der Werbung und des Marketing. Wir sind die Formel des Konsums, die clevere Geschäftemacher nutzen. Da ist viel Plumpheit und Peinlichkeit. Man braucht da Humor, wenn man reinliest. Diese Leute geben sich anpassungsfähig, machen was aus den Daten, die sie haben. Die sind so richtig smart, gehen auch über Facebook und Twitter, Google hat meine Daten ja sowieso. Irgendwie gab es das schon früher, im Postkasten, in farbigem Papier. Diese komischen Anschreiben, vollkommen maschinell seriell erstellt. Märchen für schwache Gemüter, Vorstellungen wurden angesprochen und abgerufen. Reisen. Kaffeefahrten. Ängste auslösen, Linderung versprechen. Das Angebot liegt bei. Gesperrte Kreditkarte, Schufa, - bourgeoise Begehrlichkeiten und Bedürfnisse wecken. Schlechtes Deutsch, - oft. Aber gut eingebettet in die deutsche Wirklichkeit. X x It’s “worth it” if only one in a thousand...? I have spam emails in my mailbox. Penis extensions, Viagra and others, loan offers, women, lottery winnings - a thousand ways to squeeze a little money out of me, to use longings, wishes and weaknesses, to tempt, to provoke into something. Of course, we have all long since become calculated, predictable and transparent. 100,000 sent, 2 work. A good rate, right? “Direct mailing”, we are under the hammer of industrial forces, advertising and marketing. We are the formula of consumption that clever profiteers use. There's a lot of clumsiness and embarrassment. You need a sense of humor when you read it. These people are adaptable and do something with the data they have. They're really smart, they also work on Facebook and Twitter, and Google has my data anyway. Somehow it was there before, in the mailbox, in colored paper. These strange cover letters, created entirely by machine. Fairy tales for the faint of heart, ideas were addressed and recalled. Travel. Coffee rides. Trigger fears, promise relief. The offer is included. Blocked credit card, Schufa, - arouse bourgeois desires and needs. Bad German, - often. But well embedded in German reality.

Freitag, 21. Juli 2023

Mail as mail can

Ich habe Spam-Mails in meiner Mailbox. Penisverlängerungen, Viagra und andere, Kreditangebote, Frauen, Männer, Lottogewinne - tausend Arten, ein wenig Geld aus mir zu quetschen, Sehnsüchte, Wünsche und Schwächen nutzen, verlocken, zu etwas reizen, verführen. Natürlich sind wir alle längst ausgerechnet, berechenbar, durchschaubar. Wissen wir ja. 100000 abgesandt, 2 funktionieren. Eine gute Quote, oder? Reicht. „Direct Mailing“, wir sind unterm Hammer industriell eingesetzter Kräfte, der Werbung und des Marketing. Wir sind die Formel des Konsums, die clevere Geschäftemacher zu nutzen versuchen. Da ist viel Plumpheit und Peinlichkeit. Man braucht da Humor, wenn man reinliest. Diese Leute geben sich anpassungsfähig, machen was aus den Daten, die sie haben. Die sind so richtig smart, gehen auch über Instagram, Facebook, Tic-Toc und Twitter, Google hat meine Daten ja sowieso. Irgendwie gab es das schon früher, im Postkasten. Diese komischen Anschreiben, vollkommen maschinell erstellt. Märchen für schwache Gemüter, Vorstellungen wurden angesprochen und abgerufen. Reisen. Kaffeefahrten. Ängste auslösen, Linderung versprechen. Das Angebot liegt bei. Gesperrte Kreditkarte, Schufa, - bourgeoise Begehrlichkeiten und Bedürfnisse wecken. Schlechtes Deutsch, - oft. Aber gut eingebettet in die deutsche Wirklichkeit.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Im Strom der Daten

Ob einen nicht gelegentlich ein komisches Gefühl durchzuckt, wenn man wieder mal den Streaming-Dienst benutzt? Alles total offen? Zuleitungen etc. …..Ob es da nicht etliche neugierige Nasen gibt? Datensauger sind unterwegs, die ihre Erkenntnisse für die Werbewirtschaft und … manchmal… auch für Geheimdienst „auswerten“. Oder schlicht ...verkaufen. Was ein „Datensatz“ wert ist? Anscheinend kann es dabei auch um Daten gehen, die Befindlichkeiten offenbaren. Verfassung. Haltung. Reiz- und Schlüsselwörter sollen dabei etwas offenbaren. Also, Vorsicht walten lassen beim Sprachgebrauch! Das Gesundheitsarmband gibt im Zweifelsfall noch Daten hinzu und zeigen unter Umständen Stimmungslagen an, was den Datenauswertern anscheinend einen Blick in die Psyche erlaubt. Dabei geht man auch gerne in die Erkenntnisse der Psychologie: Es geht dabei um „Valence“, ein Wert, der zwischen 0 und 1 festlegt, ob etwas eher fröhlich (positiv) oder traurig (negativ) ist. Dabei geht es offenbar darum, rote Fäden zu erkennen. Kombiniert mit anderen, anderswo erhobenen Daten zeichnen sie ein Bild unserer Persönlichkeit, das möglicherweise zutreffender ist als das, was wir uns selbst von uns machen. Dies mag dabei eine Rolle spielen, Werbung möglichst zielsicher zu plazieren. Ob es dabei eine Art „globaler Gemütsverfassung“ gibt? Könnte viel, allzu viel, über uns verraten. Jedenfalls wird die Überwachung immer feinmaschiger, als wir zu ahnen wagen. Dabei geht es wohl auch um "Granularität", also die immer genauere Erfassung von immer mehr Parameter... Anscheinend spielt bei der Überwachung der Bürger eine Lauschsoftware eine große Rolle, die besonders bei Geheimdiensten, aber auch bei derm organisierten Kriminalität sehr beliebt sein woll. Prinzip: Smartphone nimmt Gespräche auf, macht Fotos und legt die Datenbahnen zur gezielten Überwachung fei...., Die so gewonnen Daten können natürlich wieder kombiniert werden Oh weh! Es graust einem.....

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Datensammler


Man soll nicht so viel Daten von sich heraus geben, gewiss. Man soll vorsichtig damit sein. Man soll sich überlegen, ob das wirklich nötig ist…..etc. Taucht aber im Gesichtskreis dieser in unser Inneres geschlüpften Mahner auf, dass man ohne die Abgabe von Daten kaum noch auf bestimmte Seiten kommt, dass gewisse Leistungen damit auch nicht zugänglich sind und dass man ständig zu irgendwelchen Zustimmungen erpresst wird? Ganz weit vorne scheinen mit solcher Datensammelwut die Medienhäuser zu sein, die Großverlage, die sich hinter ihrer Paywall verkriechen und nichts preisgeben, es sei denn, man selbst gibt seine Daten in aller Ausführlichkeit preis. Ob sie die Daten anschließend meistbietend verkaufen? Man hat jedenfalls auf solches Gebaren keinen Einfluss, denn seine Daten hat man ja längst preisgegeben…..Digital heißt, sie sind beliebig zu vervielfältigen und zu verchecken. Ob große Konzerne darin besonders gut sind? Ob wir das einfach so hinnehmen sollten? Ob dagegen etwas getan wird? Vielleicht von der EU, die ja immer solch große Töne spuckt?