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Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Sonntag, 25. September 2016
Machtolsheim Rocks (Video)
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Samstag, 24. September 2016
Wasser (1)
Ein
paar Zahlen und Fakten zu einem der wohl wichtigsten Grundstoffe auf
dieser Erde: Das Wasser ist nicht unerschöpflich. Es ist nicht immer
da, obwohl es wegen der Meere so scheint. Wasser insgesamt macht zwar
70% der Erdoberfläche aus. Aber nur 3% davon ist Süßwasser. Das
Wasser in unseren Flüssen und Strömen macht 0,01% am Süßwasser
aus. Die meisten unserer Flüsse sind bedroht. 90% der Flüsse
könnten davon betroffen sein. Jeder 5. Mensch hat keinen Zugang zu
gesundem Wasser. Dies ist eine der wichtigsten Ursachen für den Tod
von Menschen. Es gibt Flüsse heutzutage, die schaffen es nicht
einmal mehr bis zum Meer. Der Colorado in den USA, der unter anderem
den Grand Canyon gegraben hat und im Us-amerikanischen Westen der wohl wichtigste Fluss
ist, wäre solch ein Beispiel. Ihm wird in seinem Verlauf dermaßen
viel Wasser für die Landwirtschaft entnommen, dass er auf dem Weg
zur Mündung versiegt und es bis dorthin nicht mehr schafft.
Freitag, 23. September 2016
Mitleben
Man wurde unempfindlich. Man hatte früher besseren Kontakt zu sich selbst. Man ging seitdem viel zu oft in der Aufgabe auf. Man wollte das nie, aber man sah sich dazu gezwungen. Man glaubte, darüber grinsen zu können, souverän zu sein, Zeit zu haben. Aber es ist eines vergangen und da war schon das andere, - die eigene Souveränität blieb zu oft auf der Strecke. Ich muss doch keine Interessen an ihr wahrnehmen, dieser Realität: das ist das ökonomistische Weltbild, was alles durchzieht, und bedeutet, jeden anderen als Instrument seiner Bedürfnisse zu gebrauchen. Swinger-Clubs sind angesagt, so höre ich. Personalverleih auch. Diese ökonomistische Welt fragt doch fortwährend: Wie viel kann ich von dir haben zu einem möglichst geringen Preis? Ja klar, Egoismus gab es schon immer. Das ist keine Folge einer wirtschaftlichen Formation. Gewisse Kulturen haben das nur sehr stark forciert. Bereits in der Sozialisation. Sie waren näher dran am "Fressen und gefressen werden". An der Natur. Aber nicht an deren Unschuld.
Donnerstag, 22. September 2016
Mittwoch, 21. September 2016
Foto bearbeitet
Zur Eröffnung der Ausstellung: Alle machen
massenweise Fotos und legen sie dann in die Cloud. Dumm nur, dass
diese Fotos niemand mehr anschaut. Die Realität und das Bild von ihr
scheinen zu verschmelzen und sich dann im Chaos wieder aufzulösen,
genauso, wie sie davon genommen worden sind, um irgendetwas
Unsagbares festzuhalten, es dem Flow des Vorübergehenden und des
Todes zu entreißen. Die Fotos werden immer mehr und einzelne
kitschige Exemplare versuchen ambitionierte Personen heraus zu heben.
Sie versuchen sich und die dargestellten Personen damit ein Denkmal
zu setzen, das möglichst viele Personen und – vor allem! - sie
selbst bedenken sollen. Als ein Ideal des Augenblicks, der sich doch
auch mithilfe eines dergestalt dahergeschossenen Fotos nicht
festhalten lässt. Insofern sind das meist mehrfach geschönte, per
Photoshop bearbeitete und verzerrte Versionen des Tatsächlichen. In
diesem künstlich aufgeblasenen Kokon der geschönten Vorstellung
über sich selbst, bewegen sich viele Menschen um mich herum. Den
Kampf um sich selbst glauben sie delegieren und an Bildbearbeiter des Gefälligen überantworten zu können. Was allzuoft dabei herauskommen mag, ist Trash
Dienstag, 20. September 2016
Gentechnik Crispr (1)
Rinder ohne Hörer sind bereits geboren und erwachsen
vorhanden. Das hässlich blutige Geschäft der Enthornung entfällt
bei ihnen. Bauern jubeln. In Zukunft wären auch größere Rinder
denkbar, die mehr Kälber gebären, die gesünder sind und die nicht
das lästige Methangas in die Umwelt pusten. Das alles kann Crispr,
die Methode, mit der Gentechniker die Evolution in ihrem Sinne vom
Labor aus beeinflussen können und wollen. Sehr leicht zu handhaben,
profitträchtig und enorm effektiv: Crispr krempelt die Gentechnik
um. Das Erbgut aller Lebewesen lässt sich damit beliebig und sehr
gezielt beeinflussen, umbauen, umstrukturieren, neu anordnen. Diese
Wissenschaftler glauben auch, dass ihnen mithilfe von Crispr der
endgültige Sieg über Aids gelingen könnte, indem sie den
Genabschnitt, der die Informationen für die Andockstelle des
HIV-Virus im Menschen enthält, so manipulieren, dass er derjenigen
Variante gleicht, die bei den wenigen Glücklichen vorkommt, die von
Natur aus gegen HIV/Aids immun sind. Kunststück. Auch könnten sämtliche
erblichen Krebserkrankungen so wie alle anderen Krankheiten, die
eindeutige genetische Ursachen haben - Sichelzellenanämie etwa,
Bluterkrankheit oder Chorea Huntington -, bezwungen werden, indem die
tickende Zeitbombe, die der Betroffene in seinem Erbgut herumträgt,
einfach ausgeschaltet wird. Weg.
Die Gentechnik, ein Wunderhorn? Zauberei? Schöne neue Welt? Bei Nahrungsmitteln könnte man ja noch einwenden, dass es eine ganz erhebliche Verteilungsproblematik gibt, die die Ernährung der gesamten Weltbevölkerung (noch immer hungern rund 1 Milliarde Menschen) aus gewissen Interessen von Industrieländern und deren Konzerne unmöglich macht. Typisch für die Wissenschaft jedoch ist, dass sie schnelle technische Lösungen für soziale Probleme anbietet. Der scheinbar direkte Weg. Keine Frage jedenfalls ist, das jemand, der nicht genug zum Essen hat, in einer völlig anderen Wirklichkeit als die Satten Vielverdiener leben muss. Er ist bis zu seinem schäbdigen Tod vor allem zur Deckung seiner Grundbedürfnisse unterwegs.
Die Gentechnik, ein Wunderhorn? Zauberei? Schöne neue Welt? Bei Nahrungsmitteln könnte man ja noch einwenden, dass es eine ganz erhebliche Verteilungsproblematik gibt, die die Ernährung der gesamten Weltbevölkerung (noch immer hungern rund 1 Milliarde Menschen) aus gewissen Interessen von Industrieländern und deren Konzerne unmöglich macht. Typisch für die Wissenschaft jedoch ist, dass sie schnelle technische Lösungen für soziale Probleme anbietet. Der scheinbar direkte Weg. Keine Frage jedenfalls ist, das jemand, der nicht genug zum Essen hat, in einer völlig anderen Wirklichkeit als die Satten Vielverdiener leben muss. Er ist bis zu seinem schäbdigen Tod vor allem zur Deckung seiner Grundbedürfnisse unterwegs.
Montag, 19. September 2016
Entdeckungen (1)
Wir kramten zusammen in den Hinterstuben unseres
Bewusstseins. Wir gingen zusammen eine Stunde lang in ein Museum,
eine Galerie. Flashlight. Kunst. Wir entdeckten all das Unbestimmte
und Spekulative. Wir waren beeindruckt, ließen es auf uns wirken und
wir tauschten uns anschließend darüber aus. Welche Ebene hat das
Bild von Picasso in dir angesprochen? Was bedeutete es Dir? Findest
du nicht, dass es etwas Mönchisches hat? Etwas in sich selbst
Versunkenes? Woher kommt es, dass dies diesen Eindruck so gut
zusammenfasst? Dass es ihn ganz persönlich für mich zu fokussieren
scheint?
Wir gestehen uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu, unser „Nicht-Begreifen“. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente sind zu unterschiedlich. Sie ist direkt, ich sehr indirekt. Das sind Gegensätze, die auch nerven können.
Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir.
Wir gestehen uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu, unser „Nicht-Begreifen“. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente sind zu unterschiedlich. Sie ist direkt, ich sehr indirekt. Das sind Gegensätze, die auch nerven können.
Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir.
Sonntag, 18. September 2016
Foto, Spiegel, Erinnerung, Zeit
Aus
dem Buch „Lichtbilder“ über den russischen Regisseur Andrej Tarkovskij
(2004): „(Als) unmittelbarer Spiegel der Erinnerung, setzt jede
Fotografie eine unbewegliche Spur dessen, was war, den fixen Abdruck
von etwas, das nicht mehr so ist wie zuvor, das stumme Leichentuch
eines Menschen, der für immer aus unserem Gesichtskreis verschwunden
ist. Und als schierer Akt des Erinnerns scheint die Photographie auf
einzigartige Weise das Verschwinden und den Tod zu bezeugen – der
Menschen ebenso wie der Gefühle, die uns mit ihnen verbinden, der
Dinge ebenso wie der Orte, denen sie zugehören...“
So gesehen ist der Akt des Erinnerns das Registrieren einer unserem Bewusstsein durch die äußere Realität aufgenötigten Gegebenheit, entsprechend der inneren Logik der Notwendigkeit, den unentrinnbaren Gesetzen der Natur oder auch jenem euklidischen Mechanismus von Ursache und Wirkung, der die Geschichte des Menschen in der Form der Tragödie strukturiert und bestimmt. Der Künstler muss, wie Tarkovskij sagt, in der Lage sein, „über die Grenzen der linearen Logik hinaus zu gehen und das besondere Wesen der subtilen Bezüge und geheimsten Phänomene des Lebens, dessen Komplexität und Wahrheit wiederzugeben“.
So gesehen ist der Akt des Erinnerns das Registrieren einer unserem Bewusstsein durch die äußere Realität aufgenötigten Gegebenheit, entsprechend der inneren Logik der Notwendigkeit, den unentrinnbaren Gesetzen der Natur oder auch jenem euklidischen Mechanismus von Ursache und Wirkung, der die Geschichte des Menschen in der Form der Tragödie strukturiert und bestimmt. Der Künstler muss, wie Tarkovskij sagt, in der Lage sein, „über die Grenzen der linearen Logik hinaus zu gehen und das besondere Wesen der subtilen Bezüge und geheimsten Phänomene des Lebens, dessen Komplexität und Wahrheit wiederzugeben“.
Samstag, 17. September 2016
Pensionsmentalitäten
Ich gebe zu, es hat mich schon sehr schockiert, was
ich da im TV-Magazin „Plusminus“ gesehen habe: ein ehemaliger
Baubürgermeister, der seit seinem 40. Lebensjahr eine Pension vom
Staat in Höhe von 2400.- Euro kassiert, was er selbst als etwas hoch
empfindet, weswegen er einen großen Teil wohltätigen Zwecken
spendet. Für 6 Jahre Tätigkeit beim Staat reicht das. 6 Jahre!!!!
2400 Euro, lebenslang! Angefangen vom Zeitpunkt des Ausscheidens aus
der öffentlichen Funktion (was durchaus bei 40 Jahren liegen
kann...) bis zum Lebensende. Allein sein Ruhegehalt (zu dem er nahezu jede Summe bei
geringen Abzügen hinzu verdienen darf...) wird den Steuerzahler bis
zum Eintritt des eigentlichen Rentenalters von 67 Jahren knapp 800
000.- Euro kosten. Hoppla! Und er ist beileibe kein Einzelfall, wie
im Folge der Reportage deutlich wird. Andere schweigen nur darüber
und kassieren stillschweigend, teilweise sogar Mehrfaches, wobei
keinerlei Unterschiede in der Parteienpräferenz festzustellen ist.
Noch krassere Beispiele bringt die Reportage gleich mehrfach. Es
steht ihnen ja von Staats wegen zu, diesen seltsam gierigen
Staatsdienern, die sich selbst legitimiert sehen durch einen Staat,
der seine Spitzenbeamten mit äußerst fragwürdigen
Pensionsansprüchen aus dem Steuersäckel ausstattet, während der
kleiner Beamten, beispielsweise bei der Polizei, vergleichsweise kurz
hält. Um einen Rentenanspruch in Höhe von 2400.- Euro zu erwerben,
müsste ein Durchschnittsverdiener wohl 100 Jahre lang arbeiten, so
haben Journalisten dankenswerter Weise ausgerechnet. Schuld
sind die großzügigen Pensionsregelungen für kommunale Wahlbeamte
wie Bürgermeister und Dezernenten. In Thüringen reicht es zum
Beispiel aus, wenn man mindestens fünf Jahre im Amt war. Dann darf
man – wie der ehemalige Baudezernent – sofort ein Ruhegehalt
kassieren, eben auch wenn man erst 40 Jahre alt ist. Grundlage für
die Berechnung ist das letzte Gehalt. Im Fall von Carsten Meyer waren
das 6.900 Euro. Die Mindestpension liegt bei 35 Prozent davon, also
2.400 Euro. War man länger im Amt, kann sich das Ruhegehalt bis auf
rund 72 Prozent erhöhen, dann wären es schon 4.950 Euro. Der
Vertreter des Bundes der Steuerzahler schaut im Beitrag auch um die
Ecke und findet das nicht in Ordnung. Ob es dabei bleiben kann? Es
werden, wie zuvor bereits erwähnt, noch viel krassere Beispiele von
Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und anderen kommunalen
Funktionsträgern wie etwa der nach 16 Tagen wegen einer Verfehlung
mit 2500.- Euro „Ruhegehalt“ pensionierten Kämmerin erwähnt,
die teilweise noch viel schräger und krasser sind, als der Fall
jenes ehemaligen Baubürgermeisters, der den Einstieg in den Beitrag
bot.
Ob solche Zahlenverhältnisse moralisch dann doch etwas schräg sind....? Ich verteidige diesen Staat samt seinem Grundgesetz sehr wohl und intensiv, aber wer solche Selbstbedienungsmentalität an den Tag legt, darf sich nicht wundern, wenn er immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung und eine Wahl nach der anderen verliert. Politikverdrossenheit sei hier ein Stichwort. Dank sei den Journalisten, die solches an den Tag bringen! Gute Arbeit! Auch Leute, die sich selbst für informiert gehalten haben, haben nicht schlecht gestaunt. Solche Dinge wie die aufgeführten Pensionsverhältnisse werden im Zeitalter des Internet und anderer sich schnellentwickelnder Informationsquellen halt immer mehr kommuniziert, sie werden bekannt und offensichtlich. Sie wirken sich aus. Unter anderem bei Wahlen. Sozialneid? Nun ja, diesen Begriff müsste man angesichts solcher Zahlen noch einmal überdenken, die doch nicht wahr sein können.... Ja klar ist es in anderen Staaten noch krasser! Ob dies aber eine Rechtfertigung bieten kann? Ob es hier eine auch nur annähernde Verhältnismäßigkeit gibt, angesichts zahlreicher arbeitsloser Vollakademiker, die von solchen „Pensionen“ nur träumen können? Ob es sich hier um sehr unterschiedlichen Lebenswelten von Beamten und den durch sie vertretenen "Bürgern" handelt?
Ob solche Zahlenverhältnisse moralisch dann doch etwas schräg sind....? Ich verteidige diesen Staat samt seinem Grundgesetz sehr wohl und intensiv, aber wer solche Selbstbedienungsmentalität an den Tag legt, darf sich nicht wundern, wenn er immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung und eine Wahl nach der anderen verliert. Politikverdrossenheit sei hier ein Stichwort. Dank sei den Journalisten, die solches an den Tag bringen! Gute Arbeit! Auch Leute, die sich selbst für informiert gehalten haben, haben nicht schlecht gestaunt. Solche Dinge wie die aufgeführten Pensionsverhältnisse werden im Zeitalter des Internet und anderer sich schnellentwickelnder Informationsquellen halt immer mehr kommuniziert, sie werden bekannt und offensichtlich. Sie wirken sich aus. Unter anderem bei Wahlen. Sozialneid? Nun ja, diesen Begriff müsste man angesichts solcher Zahlen noch einmal überdenken, die doch nicht wahr sein können.... Ja klar ist es in anderen Staaten noch krasser! Ob dies aber eine Rechtfertigung bieten kann? Ob es hier eine auch nur annähernde Verhältnismäßigkeit gibt, angesichts zahlreicher arbeitsloser Vollakademiker, die von solchen „Pensionen“ nur träumen können? Ob es sich hier um sehr unterschiedlichen Lebenswelten von Beamten und den durch sie vertretenen "Bürgern" handelt?
Freitag, 16. September 2016
Vom Sinn der Arbeit (1)
Nur mal so ein paar
Überlegungen, man muss sie ja nicht teilen: vielleicht gibt es zu
viele sinnlose Arbeit, die besser von Maschinen getan werden sollte,
- was auch bald im Zeitalter der Digitalisierung der Fall sein wird. "Freisetzung" ist dann mal wieder angesagt. Doch die Menschen brauchen solche Arbeit offenbar zur Strukturierung ihres
Alltags, zur Beschaffung von Sinn und zum Vergessen eines Ziels. Das wirtschaftliche Ziel gilt für uns alle und für jeden Einzelnen: Satt werden, durchkommen. Vielleicht gehen ja
sehr viele Menschen täglich zur Arbeit und denken dabei, dass es ihre
Jobs gar nicht braucht, dass sie überflüssig sind oder bald werden. Beispielsweise Unternehmensmanager der
mittleren Ebene: sie organisieren meist „Meetings“, „Konferenzen“
und buckeln vor den Top-Managern. Sie sind ausführende Organe,
sollen nach unten durchdrücken, was von oben angeordnet wird, wovon
sie keinesfalls überzeugt sind und mit dem sie sich nicht
identifizieren können. Auch sie hatten mal eine Jugend der Träume und Versprechen. Doch sie "wurden etwas" in dieser vorgegebenen Matrix. Ihre Aufgabe scheint es nun zu sein, so
„gekonnt“ zu heucheln, als sei es ihr ureigenstes Anliegen, was
das Top-Management ihnen vorgibt. Fachanwälte könnten denken, dass die
Welt nicht schlechter wäre, wenn es sie nicht gäbe. Nützlich oder
nicht? Undsoweiter. Hauptsache bezahlt, - so denken manche, denen
alles egal ist und die so etwas wie ein Ziel vergessen wollen.
Donnerstag, 15. September 2016
Dichter unseres Lebens
Ob es am Ende nicht eine grobe Fehleinschätzung und
eine Art Sünde ist, eine „Alternativlosigkeit“ zu behaupten? Ob
sich im Gegenteil dazu der Mensch nicht geradezu dadurch definiert,
dass er Alternativen hat, dass er sich zwischen Möglichkeiten
entscheiden kann, dass er sich und andere nach etwas wie dem rechten
Weg fragen kann? Dass das für einen altmodischen und zu oft
missbrauchten Begriff wie „Freiheit“ sehr wichtig ist? Ob es
nicht zum Mensch sein gehört, dass man gerade in der Diskussion zu
Antworten kommen kann, - für sich und andere? Im sachten Abwägen
von Alternativen?
Alternativen? Zu was? Es ist ja nicht so, dass wir dem Leben Bedeutung geben dürften, sondern es ist das, was wir tun, wir machen es einfach, es geschieht. Wir geben dem, was wir vorfinden, einen Sinn. Es ist alles im Werden und unabgeschlossen. Es gibt deshalb keine absolute Wahrheit. Was ist der Wert der Natur? Wie gehen wir mit den Tieren um? Worin liegt die Würde des Menschen und wie können wir sie schützen? Wir brauchen neue Verknüpfungen darüber, was es heißt, unter solchen Verhältnissen Mensch zu sein. Es muss Platz sein für einen neuen Umgang mit der Sprache, der wieder Platz lässt für Zweideutigkeit und Poesie, der die Dinge und Menschen zum Leben erweckt, anstatt sie nur zu beziffern oder konsumierbar zu machen. Doch können wir wirklich etwas ändern? Was ist das? „Die da oben, die da unten“, „der kleine Mensch, das große System“? Alles wird immer teurer, effektiver, leistungsstärker, schlimmer... . Es funktioniert alles ökonomistisch, von seiner Verwertbarkeit geprägt. Wir müssen begreifen: …..wir selbst sind das System, wir sind die Gesellschaft. Und wir haben die Wahl zwischen Alternativen. Der Mensch ist das Tier, das die Wahl hat. Dass diese Wahl so vielen Menschen auf der Erde immer noch genommen wird, ändert nichts daran, dass es am Verhalten jedes einzelnen Menschen liegt, wie die Welt ist. Leben heißt wach zu sein, anwesend, mitfühlend, sich zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden. Wir sind die Welt und die Welt hat den Wert, den wir ihr geben. Wir sollten das Leben feiern, anstatt es immer mehr zu verwerten. Wir sollten der Dichter unseres Lebens sein, sagt Friedrich Nietzsche.
Alternativen? Zu was? Es ist ja nicht so, dass wir dem Leben Bedeutung geben dürften, sondern es ist das, was wir tun, wir machen es einfach, es geschieht. Wir geben dem, was wir vorfinden, einen Sinn. Es ist alles im Werden und unabgeschlossen. Es gibt deshalb keine absolute Wahrheit. Was ist der Wert der Natur? Wie gehen wir mit den Tieren um? Worin liegt die Würde des Menschen und wie können wir sie schützen? Wir brauchen neue Verknüpfungen darüber, was es heißt, unter solchen Verhältnissen Mensch zu sein. Es muss Platz sein für einen neuen Umgang mit der Sprache, der wieder Platz lässt für Zweideutigkeit und Poesie, der die Dinge und Menschen zum Leben erweckt, anstatt sie nur zu beziffern oder konsumierbar zu machen. Doch können wir wirklich etwas ändern? Was ist das? „Die da oben, die da unten“, „der kleine Mensch, das große System“? Alles wird immer teurer, effektiver, leistungsstärker, schlimmer... . Es funktioniert alles ökonomistisch, von seiner Verwertbarkeit geprägt. Wir müssen begreifen: …..wir selbst sind das System, wir sind die Gesellschaft. Und wir haben die Wahl zwischen Alternativen. Der Mensch ist das Tier, das die Wahl hat. Dass diese Wahl so vielen Menschen auf der Erde immer noch genommen wird, ändert nichts daran, dass es am Verhalten jedes einzelnen Menschen liegt, wie die Welt ist. Leben heißt wach zu sein, anwesend, mitfühlend, sich zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden. Wir sind die Welt und die Welt hat den Wert, den wir ihr geben. Wir sollten das Leben feiern, anstatt es immer mehr zu verwerten. Wir sollten der Dichter unseres Lebens sein, sagt Friedrich Nietzsche.
Mittwoch, 14. September 2016
"Schmieren und kassieren"
„Erst schmieren, dann kassieren“: dieser griffige
und heute morgen im TV gehörte Satz hallt mir noch in den Ohren. Es
ist sicher ein großer Beitrag zur Diskussion der allgemeinen
Grundwerte, der Leitkultur, des christlich-abendländischen
Wertekanons und ähnlicher zu gegebener Zeit angezettelter Debatten.
Beckenbauer soll angeblich erst die notwendigen Stimmen der oft
korrupten FIFA-Herren gekauft haben. Danach schwang er sich wohl
publikumswirksam auf sein Ehrenamt zur Organisation des
„Sommermärchens“. Jetzt kommt offenbar heraus, dass es sich
wohl doch nicht so ganz um ein lupenreines Ehrenamt gehandelt haben soll. Ein
paar Millionen Honorar sollen angeblich doch geflossen sein. Erst
vor der Öffentlichkeit und dann vor dem Finanzamt sollen sie verheimlicht
worden sein, so heute morgen die Medien. Unglaublich, wenn das
wahr wäre, würde sich die „Lichtgestalt“ aufs Wirksamste selbst
demontiert haben. Nach und nach. Denn wer nähme mittlerweile noch an, dass dies das
Letzte ist, was herauskommt? Salamitaktik ist ein offenbar allzu
ausgiebig praktiziertes Rezept in der PR-Branche. Es nutzt sich
allmählich ab.....Wo leben eigentlich diese Leute? Kriegen sie nie
genug, selbst wenn sie schon viel haben? Dazu passt, dass der Deal
zwischen Bayer und Monsanto angeblich bald perfekt sein soll.
Angeblich. Nachdem Bayer seine Offerte noch einmal erhöht haben
soll.
Dass die Firma Monsanto einen moralisch recht zweifelhaften Ruf hat, dass sie in viele Dinge verwickelt sein soll, die die „Deutschen“ nicht gerne hören oder lesen, macht der übernehmenden Firma offenbar nicht viel aus. Irgendwelche PR-Fritzen sollen das zurecht biegen. Mal sehen, ob das mit dem Glyphosat noch so schlimm ist, wenn eine Schar im gewünschten Sinne „beeinflusster“ Wissenschaftler eine Unbedenklichkeit attestiert, muss man noch sehen. Die Deutschen mindestens werden die dazu notwendige Gelassenheit aufbringen. Die anderen wohl weniger. Dass aber ausgerechnet eine deutsche Firma (CHemievergangenheit...) weltweit nun wohl unter anderem eine Pflanzenschutzmittel ausbringt, dass krebserregend sein soll, ist auch egal. Hauptsache der globale Profit stimmt. Wohlstand, Sachzwänge bla bla...... nicht nur die Leute, die die Drecksarbeit machen, werden trotzdem entlassen werden. Digital 4.0 steht ja vor der Türe. Wer hier buchstäblich über Leichen geht, ist ja wohl klar und leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zur Wertediskussion, an der man Vieles so beispielhaft vorgeführt bekommt. Der Abgasskandal und vieles andere, was man in der unmittelbaren Vergangenheit zur Kenntnis nehmen musste, passt da ausgezeichnet dazu. Oh weh, welche Werte diese Diskussion wohl meint? Wer hat hier welche Werte? Nach dem Brexit und vor den noch anstehenden Wahlen in Frankreich hätte ganz Europa wohl nur die Chance einer gewissen Besinnung auf eine solche Basis. Doch was geschieht im wirtschaftlich stärksten Land der EU? Hm, Eindämmung, Diplomatie, Schönreden....., in welcher Wirklichkeit leben solche Leute? Und wie gehen sie mit ihren Mitmenschen um, die gleichwohl artig dabei mitmachen, weil sie alle Ausreden dieser Welt haben.....? Hoffentlich ist das alles nur ein böser Traum.
Dass die Firma Monsanto einen moralisch recht zweifelhaften Ruf hat, dass sie in viele Dinge verwickelt sein soll, die die „Deutschen“ nicht gerne hören oder lesen, macht der übernehmenden Firma offenbar nicht viel aus. Irgendwelche PR-Fritzen sollen das zurecht biegen. Mal sehen, ob das mit dem Glyphosat noch so schlimm ist, wenn eine Schar im gewünschten Sinne „beeinflusster“ Wissenschaftler eine Unbedenklichkeit attestiert, muss man noch sehen. Die Deutschen mindestens werden die dazu notwendige Gelassenheit aufbringen. Die anderen wohl weniger. Dass aber ausgerechnet eine deutsche Firma (CHemievergangenheit...) weltweit nun wohl unter anderem eine Pflanzenschutzmittel ausbringt, dass krebserregend sein soll, ist auch egal. Hauptsache der globale Profit stimmt. Wohlstand, Sachzwänge bla bla...... nicht nur die Leute, die die Drecksarbeit machen, werden trotzdem entlassen werden. Digital 4.0 steht ja vor der Türe. Wer hier buchstäblich über Leichen geht, ist ja wohl klar und leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zur Wertediskussion, an der man Vieles so beispielhaft vorgeführt bekommt. Der Abgasskandal und vieles andere, was man in der unmittelbaren Vergangenheit zur Kenntnis nehmen musste, passt da ausgezeichnet dazu. Oh weh, welche Werte diese Diskussion wohl meint? Wer hat hier welche Werte? Nach dem Brexit und vor den noch anstehenden Wahlen in Frankreich hätte ganz Europa wohl nur die Chance einer gewissen Besinnung auf eine solche Basis. Doch was geschieht im wirtschaftlich stärksten Land der EU? Hm, Eindämmung, Diplomatie, Schönreden....., in welcher Wirklichkeit leben solche Leute? Und wie gehen sie mit ihren Mitmenschen um, die gleichwohl artig dabei mitmachen, weil sie alle Ausreden dieser Welt haben.....? Hoffentlich ist das alles nur ein böser Traum.
Dienstag, 13. September 2016
Image und Marke und Werbung
Machen, was man will, ach, wie ist das schön! Abseits der alten philosophischen Frage, ob der Mensch frei sei.
Sich für links oder rechts entscheiden, gerade so, wie wir das
wollen. Aufsätze darüber geschrieben, auch im Abitur. Was meint
Schiller dazu, was Sigmund Freud? Wir sinnieren darüber, unser
Oberstübchen und unseren Entschluss, solange wir sind und waren.
Unser Gehirn manipuliert uns dabei, möglicherweise. Unser
Bewusstsein entscheidet und wir haben allenfalls beschränkten
Zugriff. Wer sind wir überhaupt? Doch gemach: Man kann das
Bewusstsein, bzw. das Unterbewusstsein tatsächlich von außen
beeinflussen, und zwar mit einfachen Tricks. „Priming“ nennt das
die Psychologie. Wer nutzt das aus? Stimmt! Wie zu erwarten war: die
Werbung. Im Grunde ist es das alte Reiz-Reaktion-Ding. Ein
bestimmter Reiz hat eine bestimmte Reaktion zur Folge. Ein clever
vorbereiteter Reiz löst beim Konsumenten erst einen Wunsch und dann
ein bestimmtes Kaufverhalten aus. Neuronale Muster und
Gedächtnisinhalte werden gezielt angesprochen. Links oder rechts,
Käse oder Wurst, wer in uns entscheidet? Die kleinen alltäglichen
Entscheidungen nimmt uns unser Bewusstsein ab, sonst wären wir ja im
Dauerstress. Vieles läuft automatisch. Weil das so ist, hat unser
Gehirn Ressourcen frei, sich über andere Dinge Gedanken zu machen.
Was soll ich einkaufen? Welche Marke hat mich zuletzt beeindruckt und
was war ihr Vorteil für mich? Banale Sachen scheinen auf. Ob das
wirklich unsere Gedanken sind? Unser Bewusstsein ist nur wie ein
Beifahrer. Unser Bewusstsein hat schon im Voraus bestimmt, was wir
tun und für was wir uns entscheiden. Das Gehirn will Zusammenhänge
herstellen, was zum Beispiel der Film ausnutzt. Muster legen sich
über unsere Wahrnehmung, lösen in uns etwas aus. System und
Phantasie fordern sich gegenseitig heraus. Verkürzungen kriechen aus
sich selbst heraus, entfalten sich. Anspielungen, Assoziationen
werden für uns wahr. Wir nehmen eine Szene in Bruchteilen von
Sekunden wahr, erleben sie als Chiffre für - sagen wir einmal –
Glück.
Montag, 12. September 2016
Härte der Realität
Nick Cave spielte seit den achtziger Jahren viel mit
dem Schwarzen, dem Nekrophilen. Der schwarze scharf geschnittene
Anzug, die über bleichem Antlitz zurück gekämmten Haare: es
gehörte zu seiner Marke. Nachdem sich der australische Rocksänger
zu Anfang als drogenverschlingender Wüterich profiliert und wilde
Jahre in Berlin zugebracht hatte, bog er zunehmend in ruhiges Fahrwasser ein, pflegte das Familienleben, schrieb Romane,
verrichtete tägliche Arbeit im Studio und lieferte von der Kritik
hochgelobte Alben ab. Ein Video mit der Landsfrau Kylie Minogue als
Wasserleiche im Jahr 1996 „Where the Wild Roses grow“ wurde ein
Hit.
Doch nun hat ihn die Wirklichkeit ganz persönlich berührt: Am 14. Juli 2015 starb sein Sohn Arthur an den Folgen des Sturzes von einer Klippe bei Brighton. Eine solche Realität ist etwas anderes als das pure Spiel damit, verbunden mit der postmodern dekadenten Koketterie als Dandy, die im Drogenrausch die Nähe zum Tod feiert. Es bedeutet, dass selbst ein von den Kulturmenschen hochgefeiertes „Genie“ wie Nick Cave mit der Härte und dem endgültig Unumstößlichen des Seins in Berührung kommen kann. Er hat natürlich darüber eine Platte gemacht, hat den Schmerz in Songs zu verarbeiten versucht: In den knapp 40 Minuten des eben erschienen Albums „Skeleton Tree“ ist das in nahezu jeder Zeile und Note zu spüren. Das scheinbar Intime und Private hat er nach außen gekehrt, - und alle seine Fans weinen mit. Dabei schlägt das Schicksal in dieser Welt jeden Tag und jeden Moment auf mannigfache Weise zu, - beileibe nicht nur bei Luxusmenschen. Der Krieg in Syrien ist da nur ein einzelnes Beispiel......
Doch nun hat ihn die Wirklichkeit ganz persönlich berührt: Am 14. Juli 2015 starb sein Sohn Arthur an den Folgen des Sturzes von einer Klippe bei Brighton. Eine solche Realität ist etwas anderes als das pure Spiel damit, verbunden mit der postmodern dekadenten Koketterie als Dandy, die im Drogenrausch die Nähe zum Tod feiert. Es bedeutet, dass selbst ein von den Kulturmenschen hochgefeiertes „Genie“ wie Nick Cave mit der Härte und dem endgültig Unumstößlichen des Seins in Berührung kommen kann. Er hat natürlich darüber eine Platte gemacht, hat den Schmerz in Songs zu verarbeiten versucht: In den knapp 40 Minuten des eben erschienen Albums „Skeleton Tree“ ist das in nahezu jeder Zeile und Note zu spüren. Das scheinbar Intime und Private hat er nach außen gekehrt, - und alle seine Fans weinen mit. Dabei schlägt das Schicksal in dieser Welt jeden Tag und jeden Moment auf mannigfache Weise zu, - beileibe nicht nur bei Luxusmenschen. Der Krieg in Syrien ist da nur ein einzelnes Beispiel......
Sonntag, 11. September 2016
Jeder ist sich selbst der Nächste?
Hegel
sagte „Ich ist nichts Besonderes, ich ist auch jeder andere...“ .
Ob darin etwas liegt, dass wir uns immer wieder klar machen sollten.
Dass nämlich das Ego nicht alles ist, dass es im Leben vielleicht
nicht so sehr darum geht, sich selbst zu verwirklichen, sondern dass
dieses Selbst in einem Zusammenhang mit allem steht, auch mit der
Natur, die ja sowieso auf mannigfache Weise in uns ist. Sobald wir
uns regen und spätestens, wenn wir etwas zu uns nehmen, treten wir
in einen Austausch mit unserer Umwelt, unseren Mitmenschen. Wir sind
ein Teil der Natur und die Natur ist ein Teil von uns. Da ruft ein
Bekannter an und will uns einladen, mitschleppen zum Konzert einer
Band, die er ganz besonders toll findet. Klar, er will uns etwas
Gutes damit tun. Das fällt wohl jedem ein. Doch will er uns nicht
auch das zeigen, uns überzeugen davon, was er für richtig und toll
hält? Geht es um die psychische Unterstützung und Kräftigung eines
anderen Egos, das im Besitz eines von ihm selbst so wahrgenommenen
ganz besonderen Wissen ist? Dieses „Wissen“ kann ja auch einem
kurzfristigen Spleen entspringen, einer der persönlichen Phase
geschuldeten Befindlichkeit, einem Bedürfnis, das in diesem Falle
durchaus nicht meines werden muss. Autismus? Egoismus? Egomanie?
Okay. Der Neoliberalismus prägt uns, ohne dass wir das so
wahrnehmen. Jeder scheint sich selbst der Nächste, flüstert uns
unsere Umgebung zu. Ein klein wenig sollten wir aber auch unsere
Umwelt im Auge behalten, von der wir abhängen, der wir zugetan sind
oder nicht, mit der wir uns spirituell verbunden fühlen, als einem
Teil unseres Selbst. Natürlich lebt es sich als Ego-Rammbock
einfacher und materiell reicher. Doch innerlich reicher, - und dieser
Wert wird im Lauife eines Lebens immer wichtiger, - lebt es sich mit
offenen Augen und klarem Bewusstsein für unsere Umwelt und unsere
Mitmenschen.
Samstag, 10. September 2016
Freitag, 9. September 2016
Nachgelassen
Aus den nachgelassenen Gedichten von Heinrich Heine
Das macht den Menschen glücklich,
das macht den Menschen matt
Wenn er drei sehr schöne Geliebte
Und nur zwei Beine hat
Der einen lauf' ich des Morgens
der anderen des Abends nach;
Die Dritte kommt zu mir des Mittags
wohl unter mein eigenes Dach
Lebt wohl, ihr drei Geliebten
Ich habe zwei Beine nur,
Ich will in ländlicher Stille
Genießen die schöne Natur
Das macht den Menschen glücklich,
das macht den Menschen matt
Wenn er drei sehr schöne Geliebte
Und nur zwei Beine hat
Der einen lauf' ich des Morgens
der anderen des Abends nach;
Die Dritte kommt zu mir des Mittags
wohl unter mein eigenes Dach
Lebt wohl, ihr drei Geliebten
Ich habe zwei Beine nur,
Ich will in ländlicher Stille
Genießen die schöne Natur
Donnerstag, 8. September 2016
Zeitarbeitstricks
Ich
schalte heute morgen den Fernseher an, in dem gerade der Wirtschaftsminister sich
und die Wirtschaftspolitik der Regierung vor dem Parlament lobt. Er
behauptet mit triumphierendem Lächeln, dass es Deutschland nie so
gut gegangen sei (ob ich das zum ersten Mal höre?) wie heute und
dass prekäre Beschäftigung zugunsten solider
sozialversicherungspflichtiger Arbeit zurück gedrängt worden sei.
Ich schaue und höre mir diesen Einstieg an, verliere aber dann das
Interesse und schalte ab. Die Phrasen sind mir durchaus geläufig.
Typisch Spezialdemokraten. Dann schaue ich ins Internet und muss die
Schlagzeile über einer dpa-Meldung lesen „Zahl der Leiharbeiter
auf neuem Höchststand“. Ja was nun? Wer erhebt welche Zahlen? „In
Deutschland gibt es immer mehr Leiharbeiter. 961 000 Menschen waren
im vergangenen Jahr als Leih- und Zeitarbeiter beschäftigt. Zu
deutlich niedrigeren Löhnen als regulär Beschäftigte." Im Jahr 2014
seien es noch 50000 weniger gewesen.
Ich lese weiter: "Im Jahr 2014 seien es noch rund 50.000 Leih- oder Zeitarbeiter weniger als 2015. In den Jahren davor schwankten die Zahlen zwischen 610.000 und 910.000. Ihr mittleres Bruttogehalt lag nach den jüngsten Zahlen bei 1700 Euro - und somit deutlich unter dem Gehalt anderer Beschäftigter. "Im Vergleich dazu lag das Medianentgelt bei allen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bei 2960 Euro", so die Regierung auf eine entsprechende Anfrage der Linken." Es geht sodann um einen neuen Gesetzesentwurf der Spezialdemokraten, der nun wirklich jetzt endlich alles besser machen soll. Der Entwurf sieht vor, dass Leih- oder Zeitarbeitnehmer künftig nach neun Monaten genauso wie die Stammbelegschaften bezahlt werden. Sie sollen längstens 18 Monate in demselben Betrieb arbeiten dürfen, ohne von diesem übernommen zu werden. Abweichungen per Tarifvertrag sollen möglich bleiben, auch für nicht tarifgebundene Unternehmen der betreffenden Branche. (Ach!, so denke ich....). "Doch nur jedes vierte Leiharbeitsverhältnis besteht neun Monate oder länger. 15 Prozent dauern 15 Monate, 12 Prozent über 18 Monate." Das Gespräch mit einer Bekannten, die leidvolle Erfahrungen mit einer Leiharbeitsfirma machen musste, hat das schon tausendmal bestätigt. Sie wollte übrigens einer Initiative der Gewerkschaften beitreten, die sich gegen Leiharbeit richtete. Das sei nur möglich, wenn sie Gewerkschaftsbeitrag bezahle, so die telefonische Auskunft dazu. Da sie aber so wenig verdiente, dass sie auch das nicht leisten konnte, vderzichtete sie lieber. Ob sich hier eine Front auftut zwischen Arbeitsplatzbesitzern in regulären Arbeitsverhältnissen und prekär Beschäftigten? Wo sich wohl die Gewerkschaft da positioniert? Die Unternehmen entziehen sich immer neuen Gesetzgebungen durch allerlei Tricks und die jeweilige Regierung schaut nicht so genau hin. Wer 6 Monate beschäftigt ist, wird halt gefeuert und danach gleich wieder eingestellt. Schon ist das geregelt und absolut legal. Wie lange er dann wohl beschäftigt ist, der Leiharbeiter (meine Bekannte spricht von "Sklave"?) ? Mir scheint, dass nicht nur hier gigantische Lügen am Werke sind, von Leuten, die keine Ahnung von der Arbeitswelt haben.
Ich lese weiter: "Im Jahr 2014 seien es noch rund 50.000 Leih- oder Zeitarbeiter weniger als 2015. In den Jahren davor schwankten die Zahlen zwischen 610.000 und 910.000. Ihr mittleres Bruttogehalt lag nach den jüngsten Zahlen bei 1700 Euro - und somit deutlich unter dem Gehalt anderer Beschäftigter. "Im Vergleich dazu lag das Medianentgelt bei allen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bei 2960 Euro", so die Regierung auf eine entsprechende Anfrage der Linken." Es geht sodann um einen neuen Gesetzesentwurf der Spezialdemokraten, der nun wirklich jetzt endlich alles besser machen soll. Der Entwurf sieht vor, dass Leih- oder Zeitarbeitnehmer künftig nach neun Monaten genauso wie die Stammbelegschaften bezahlt werden. Sie sollen längstens 18 Monate in demselben Betrieb arbeiten dürfen, ohne von diesem übernommen zu werden. Abweichungen per Tarifvertrag sollen möglich bleiben, auch für nicht tarifgebundene Unternehmen der betreffenden Branche. (Ach!, so denke ich....). "Doch nur jedes vierte Leiharbeitsverhältnis besteht neun Monate oder länger. 15 Prozent dauern 15 Monate, 12 Prozent über 18 Monate." Das Gespräch mit einer Bekannten, die leidvolle Erfahrungen mit einer Leiharbeitsfirma machen musste, hat das schon tausendmal bestätigt. Sie wollte übrigens einer Initiative der Gewerkschaften beitreten, die sich gegen Leiharbeit richtete. Das sei nur möglich, wenn sie Gewerkschaftsbeitrag bezahle, so die telefonische Auskunft dazu. Da sie aber so wenig verdiente, dass sie auch das nicht leisten konnte, vderzichtete sie lieber. Ob sich hier eine Front auftut zwischen Arbeitsplatzbesitzern in regulären Arbeitsverhältnissen und prekär Beschäftigten? Wo sich wohl die Gewerkschaft da positioniert? Die Unternehmen entziehen sich immer neuen Gesetzgebungen durch allerlei Tricks und die jeweilige Regierung schaut nicht so genau hin. Wer 6 Monate beschäftigt ist, wird halt gefeuert und danach gleich wieder eingestellt. Schon ist das geregelt und absolut legal. Wie lange er dann wohl beschäftigt ist, der Leiharbeiter (meine Bekannte spricht von "Sklave"?) ? Mir scheint, dass nicht nur hier gigantische Lügen am Werke sind, von Leuten, die keine Ahnung von der Arbeitswelt haben.
Mittwoch, 7. September 2016
Reisezehrung (Gedicht von J.W.v. Goethe)
Reisezehrung
Entwöhnen sollt' ich mich vom Glanz der Blicke,Mein Leben sollten sie nicht mehr verschönen.Was man Geschick nennt, läßt sich nicht versöhnen,Ich weiß es wohl und trat bestürzt zurücke.Nun wußt' ich auch von keinem weitern GlückeGleich fing ich an, von diesen und von jenenNotwend'gen Dingen sonst mich zu entwöhnen:Notwendig schien mir nichts als ihre Blicke.Des Weines Glut, den Vielgenuß der Speisen,Bequemlichkeit und Schlaf und sonst'ge Gaben,Gesellschaft wies ich weg, daß wenig bliebe.So kann ich ruhig durch die Welt nun reisen:Was ich bedarf, ist überall zu haben,Und Unentbehrlichs bring' ich mit - die Liebe.
(Dies Gedicht stammt von Johann Wolfgang von Goethe, der es etwa 1808 geschrieben hat)
Dienstag, 6. September 2016
Fortschritt und Wachstum - durch Öl?
Die Meere sind vor vielen Millionen Jahren noch voll
von Fischen, Reptilien und Plankton gewesen. Diese Mikroorganismen
nahmen die Energie der Sonne auf und absorbieren Kohlendioxid. Sie
lebten durch Photosynthese. Das Plankton vermehrte sich, das Wasser
wurde wärmer. Sauerstoff wurde knapper, das Leben in den Meeren
erstickte nach und nach. Die toten Tiere und Pflanzen samt den mit
Sonnenenergie vollgesogenen Mikroorganismen sanken auf den Grund des
Meeres und verwesten. Von Sinkstoffen bedeckt wurd diese Schicht von
den Bewegungen der Erdkruste zermahlen und viele Meter nach unten
gedrückt.
Der Backofen Erde verwandelte diese Energiereserven in mehreren Millionen Jahren zu Erdöl. In Mesopotamien vor 4000 Jahren im heutigen Irak näherte sich der Mensch einer Verwertung an, indem er seine Boote damit Dicht zu machen versuchte. Dann, tausende Jahre später, nutzte der Mensch in der industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts, das Öl, indem er es Schmiermittel für Maschinen einsetzte. Es enthält so viele Substanzen, dass man nahezu alles damit machen kann: Aspirin oder Lippenstift. Es hat schließlich die Welt verändert, die Umwelt war nahezu in beliebiger Richtung zu bearbeiten. Alles wird auch mit Erdöl produziert. Nachteil: in 20 oder spätestens 30 Jahren werden die Vorräte zu Ende gegangen sein. Was dann? Die meisten Menschen glauben an den menschlichen Erfindungsreichtum und wollen die Bedrohung nicht akzeptieren. Doch Öl hat die Erde verändert. Aus Öl gibt es nicht nur Plastik, sondern auch Eisen, Zement und es garantiert die intensive Landwirtschaft mit ihren Düngemitteln, Traktoren und Bewässerungsanlagen. Die Produktion eines Autos verbraucht 8000 Liter Erdöl. So wird es auf Straßen gefahren, deren Asphalt ebenfalls aus Erdöl hergestellt wird. Womit fährt dies Auto? Mit Benzin oder Diesel. Woraus wird dies hergestellt? Aus Erdöl. Wohn- und Geschäftshäuser. 16 Liter Erdöl verbraucht die Herstellung eines Mobiltelefons. 300 Liter ein Flachbildschirm. 600 Liter ein Computer. Mittlerweile ist unser Lebensstil in weiten Teilen um das Auto herum gruppiert. In den USA kommen 4 Autos auf 5 Einwohner. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen ist es so, das wenn jeder Einwohner ein Auto besitzen wollte, wir statt 800 Millionen 5 Milliarden Autos auf der Erde hätten. Mit allen Auswirkungen. Verschmutzung nicht nur der Umwelt, sondern auch des Menschen. Das Öl wird nicht mehr lange reichen. Die Suche nach Alternativen dazu läuft. Vorhandene Alternativen werden laufend verbessert. Doch die Erdbevölkerung ist seit der Entdeckung des Erdöls von 1 Milliarde auf 7 Milliarden gestiegen. Das ist Fortschritt und Wachstum!
Der Backofen Erde verwandelte diese Energiereserven in mehreren Millionen Jahren zu Erdöl. In Mesopotamien vor 4000 Jahren im heutigen Irak näherte sich der Mensch einer Verwertung an, indem er seine Boote damit Dicht zu machen versuchte. Dann, tausende Jahre später, nutzte der Mensch in der industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts, das Öl, indem er es Schmiermittel für Maschinen einsetzte. Es enthält so viele Substanzen, dass man nahezu alles damit machen kann: Aspirin oder Lippenstift. Es hat schließlich die Welt verändert, die Umwelt war nahezu in beliebiger Richtung zu bearbeiten. Alles wird auch mit Erdöl produziert. Nachteil: in 20 oder spätestens 30 Jahren werden die Vorräte zu Ende gegangen sein. Was dann? Die meisten Menschen glauben an den menschlichen Erfindungsreichtum und wollen die Bedrohung nicht akzeptieren. Doch Öl hat die Erde verändert. Aus Öl gibt es nicht nur Plastik, sondern auch Eisen, Zement und es garantiert die intensive Landwirtschaft mit ihren Düngemitteln, Traktoren und Bewässerungsanlagen. Die Produktion eines Autos verbraucht 8000 Liter Erdöl. So wird es auf Straßen gefahren, deren Asphalt ebenfalls aus Erdöl hergestellt wird. Womit fährt dies Auto? Mit Benzin oder Diesel. Woraus wird dies hergestellt? Aus Erdöl. Wohn- und Geschäftshäuser. 16 Liter Erdöl verbraucht die Herstellung eines Mobiltelefons. 300 Liter ein Flachbildschirm. 600 Liter ein Computer. Mittlerweile ist unser Lebensstil in weiten Teilen um das Auto herum gruppiert. In den USA kommen 4 Autos auf 5 Einwohner. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen ist es so, das wenn jeder Einwohner ein Auto besitzen wollte, wir statt 800 Millionen 5 Milliarden Autos auf der Erde hätten. Mit allen Auswirkungen. Verschmutzung nicht nur der Umwelt, sondern auch des Menschen. Das Öl wird nicht mehr lange reichen. Die Suche nach Alternativen dazu läuft. Vorhandene Alternativen werden laufend verbessert. Doch die Erdbevölkerung ist seit der Entdeckung des Erdöls von 1 Milliarde auf 7 Milliarden gestiegen. Das ist Fortschritt und Wachstum!
Montag, 5. September 2016
Kopf und Gefühl
Notizen aus einem Tagebuch, tief in der Vergangenheit, -leicht frisiert und auf den heutigen Stand gebracht:
Ich sitze dem Nichts gegenüber und starre ihm in die Augen, beobachte, wie die Verhältnisse um mich herum mich verändern. Werde ich mich heraustretten können aus dieser Phase, die mich langsam aber sicher immer weiter dominiert? Ich will unbedingt etwas für die Gesundheit tun. Es biet sich dafür viel an. Es ist alles bekannt, - nur, man tut's nicht. Man hat dafür wieder mehr Zeit zum Grübeln. Kopf gegen Gefühl. Vom Kopf her hätte man Chancen besser nutzen müssen. Besser. Optimal, nicht optimaler.....(das geht nicht). Doch irgendwas in mir sagt mir, dass ich's nicht tun sollte. Der Kampf in mir geht weiter! Vielleicht, vielleicht...darin besteht das Leben. Weiter, immer weiter, dem Tod entgegen.
Ich sitze dem Nichts gegenüber und starre ihm in die Augen, beobachte, wie die Verhältnisse um mich herum mich verändern. Werde ich mich heraustretten können aus dieser Phase, die mich langsam aber sicher immer weiter dominiert? Ich will unbedingt etwas für die Gesundheit tun. Es biet sich dafür viel an. Es ist alles bekannt, - nur, man tut's nicht. Man hat dafür wieder mehr Zeit zum Grübeln. Kopf gegen Gefühl. Vom Kopf her hätte man Chancen besser nutzen müssen. Besser. Optimal, nicht optimaler.....(das geht nicht). Doch irgendwas in mir sagt mir, dass ich's nicht tun sollte. Der Kampf in mir geht weiter! Vielleicht, vielleicht...darin besteht das Leben. Weiter, immer weiter, dem Tod entgegen.
Sonntag, 4. September 2016
Samstag, 3. September 2016
Freitag, 2. September 2016
Donnerstag, 1. September 2016
Korruption und Politik
Ich frage mich, wieso Politiker immer so empfänglich
für Korruption sind. Ist's die Machtfülle? Das Phänomen ist wissenschaftlich oft untersucht worden. Mit keinerlei Folgen in der Praxis. Dilma Rouseff in
Brasilien scheint als Präsidentin ein paar Sachen falsch gemacht zu haben. Aber wer
sägt sie ab? Einer, der selbst eine Menge Dreck am Stecken zu haben
scheint. Ein sogenannter Vize, der wie einst Brutus ans eigene Fortkommen denken will. Mit seiner Clique wird der sich möglicherweise daran
machen, die Schätze Brasiliens zu plündern, zum Wohle der
Lobbyisten und - das Wichtigste! - zum Wohle des eigenen Egos samt
Geldbeutels. Wieso kommen in Italien (immerhin in der EU und
geographisch schon ein bisschen näher), die Fördermittel zur
Erdbebenabsicherung nicht bei den Bedürftigen an? Provinz und Region
scheinen sich als Verwaltungseinheiten nicht grün zu sein. Es
scheinen auch noch ein paar andere, auch kriminelle Kräfte
mitzumischen. Sie sorgen wohl für die „Lenkung“ des Geldstroms, - zum
eigenen Nutzen und Frommen. Wieso müssen alle Abgeordneten des
deutschen Bundestags Luxus-Schreibgeräte einer bestimmten Marke
ordern, - oft in großer Stückzahl? Wieso kommt so etwas
angelegentlich und nur auf Druck heraus? Wieso gibt es jetzt
Meldungen, dass aufgrund dieses Skandals jetzt überprüft werden
soll, ob die sogenannte Bürokostenpauschale der Abgeordneten
ausreicht oder ob nicht noch „was“ drauf gelegt werden soll,
damit sich alle vernünftige Schreibgeräte leisten können? Erhöhung
der Pauschalen zum Zwecke der Ablenkung von Korruptionsverdacht? Wieso haben so viele Lobbyisten freien Zugang zu den Aohne dass die Öffentlichkeit etwas davon erfährt? Ob so
etwas zur Politikverdrossenheit, zum schlechten Image der
Abgeordneten oder zum Aufkommen von Protestparteien beiträgt? Zur
immer größer werdenden Distanz zwischen denen, die das Parlament
darstellen und denen, die sie vertreten sollen und die eigentlich
ihre „Chefs“ sind? Natürlich ließe sich die Korruptionsliste
beliebig lange fortsetzen: UEFA, FIFA..... . Die genannten sind nur die absolut aktuellen
Fälle, die da an einem vorbei ziehen.....
Mittwoch, 31. August 2016
Showgeschäft Fußball
Nun ja, in den Diskussionsrunden mit den scheinbaren
Kompentenzlingen grinsen sie stillvergnügt in ihre Dreitagebärte
hinein, lassen sich als „Experten“ aufrufen oder sind ohnehin
mittendrin und haben eigentlich keine Zeit. Dass der DFB bald wohl
über eine weitere Splitting der Spieltage nachdenken wird. Von
„Investitionen in die Zukunft“ ist oft die Rede. Dass die
Premier League so viel hat und die Bundesliga so wenig. Alles hat
halt seinen Preis in einer Marktwirtschaft. Und: es funktioniert ja.
In ein paar Jahren sind alles alles keine außergewöhnlichen
Ablösesummen mehr, da geht es dann um ein Mehrfaches. Wirklich? Die
Transfersummen im Fußball übertreffen diesmal ja alles. „Die
Mannschaft“, dieser Marketingartikel eines Sportartikelausrüsters
und einer Automobilschmiede absolviert eine Art Trainingsspiele vor
leeren Rängen und lässt um 20.45 Uhr zur familienfreundlichsten
Zeit anpfeifen, das niemanden interessiert (ach, der Basti!) oder
viel zu teuer ist. Ach, die Fernseheinnahmen! Das haben die großen
englischen Clubs ja sowieso nicht nötig, die haben schon seit
Jahren ihre Scheichs und Investoren. Diese Engländer! Ihre
Nationalmannschaft ist in diesem Sommer frühzeitig und relativ
unrühmlich aus dem bedeutenden Turnier ausgeschieden. Geld kickt
gut. Das schon. Aber ob das für die Nationalmannschaften gut
ist?..... Nun ja, da wird schon mal schnell eine Mannschaft im
Ausland zusammengekauft, oder werden Leute ein bisschen eingebürgert,
die man für unverzichtbar hält. Ihre Nationen hingegen werden nach
wie vor ausgebeutet. Ihr Fußballspieler auch, indem sie gekauft
werden? Ob's mit dem herkömmlichen Begriff von Fußball nicht mal
langsam zu Ende geht?
Dienstag, 30. August 2016
Besserwisser
Mir fallen sie immer mehr auf, ja, sie stoßen mir
sogar herb auf: die in den Medien auftretenden Stars der engagiert
vertretenen Meinung, die professionellen Besserwisser, Klugscheißer,
akademisch wohlbestallten Vorleser und die Bestsellerautoren, die uns
wortreich und akademisch gesiegelt erzählen, was alles falsch sei
und was die Gesellschaft samt ihrer Industrie mit uns treibe. Dabei
sind dies die smarten jungen Jungs, die kampfkostümtragenden Damen und
die alten Rauschebärte, die uns etwas von Konsumverzicht,
Klimawandel etc. erzählen und es sich anschließend im 8Zylinder
bequem machen, wo sie das Mobiltelefon der Luxusmarke sich ans Ohr
halten, um den nächsten Termin etwas nach hinten zu verlegen und das
Gourmetessen in der sternbewehrt feinen Fresskaschemme schon mal
vorbestellen. Gewiss, es ist eine Spielart der Trennung von Sach- und
Personenebene. Sie mögen in so mancher Sache durchweg recht haben.
Und ich bin auf der von ihnen vertretenen Seite. Das ist die
Sachebene. Doch persönlich habe ich keinerlei Respekt vor solchen
Personen, deren Theorien nicht mal dazu gut sind, der eigenen Person
etwas für die Existenz an die Hand zu geben. Ihre Bücher sind für
die, denen es etwas bringen würde, in dieser gescholtenen
Gesellschaft keinen Cent günstiger als die gescholtene Konsumware.
Sie werfen sie auch in unübersichtlicher Anzahl auf den Markt, um ja
im Gespräch zu bleiben und den sich daran knüpfenden Umsatz zu
machen. Darin sind sie den von ihnen so hingebungsvoll kritisierten
Politikern oft nicht ganz nicht unähnlich, die ja so gerne Wasser predigt, um umso unverhohlener Wein zu trinken, den sie mit bei der einschlägigen Industrie bestellten Luxusschreibstiften bestellt hat.
Montag, 29. August 2016
Handlungsvorhersage (2)
In meinem Blog „Handlungsvorhersage“ vom 12.7.2016
hatte ich es thematisiert. Jetzt scheint die neueste und gestern
gesendete Folge des ARD-Tatorts es auch aufgenommen zu haben (ich
habe das nicht gesehen...). Es gibt Programme der Künstlichen
Intelligenz, die sich bisher vor allem die Polizei zu eigen gemacht
hat. Mit ihnen scheint es möglich zu sein, Verbrechen vorauszusagen.
Mir war zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Blogs schon bekannt,
dass die amerikanische Polizei dieses System bereits anwendet. Nun
scheint es endgültig in den Mainstream eingewandert zu sein. Die
Entwickler des intelligenten Computerprogramms im Tatort taufen
ihre Schöpfung auf den Namen "Bluesky". Was zum
Dreh-Zeitpunkt des Films „Minority Report“ mit Tom Cruise im
Jahre 2002 noch so etwas wie Science Fiction war, scheint inzwischen
Wirklichkeit geworden zu sein. Das amerikanische System funktioniert
so: Die Software errechnet die Wahrscheinlichkeit, mit der sich
Verbrechen in verschiedenen Gebieten wiederholen. Dazu wertet das
System unter anderem die Polizeiberichte des Vortages aus.
Jahresstatistiken über Stadt- und Bevölkerungsentwicklung helfen
dabei, besondere Risikogebiete zu identifizieren. Wurden innerhalb
von 72 Stunden zwei Einbrüche in
demselben Wohngebiet registriert, liegt ein Ausnahmefall vor –
liegt die Anzahl dieser Fälle deutlich über dem Durchschnitt,
schlägt die Software Alarm und kann selbständig dazulernen, in dem sie ihre Datenbasis verbreitert. Die Polizei kann dementsprechend mehr
Einsatzkräfte in dem Risikogebiet auf Streife schicken. Die Pülizei der mir
nicht gerade fern liegende Stadt Stuttgart vermeldete nach dem
Einsatz dieses Systems 30 Prozent weniger Einbrüche im Jahr 2015. Natürlich sind auch andere Einsatzgebiete dieses ständig erweiterten Systems denkbar.
Sonntag, 28. August 2016
Reisen als Tourist
Warum bleiben wir nicht zuhause? Warum fahren wir -
und mit uns Milliarden von Menschen - in fremde Länder, wo wir außer
dem Motiv „Ferien machen“ genaugenommen nichts verloren haben?
Ungeklärt sind daneben viele Probleme des Fremdenverkehrs: wie wirkt
sich das auf die Reisegebiete aus? Wie gestaltet sich das Verhältnis
von Besuchern und Einheimischen? Wie ist die Umweltbilanz des
Tourismus? Bringt er wirtschaftlichen Aufschwung oder neue Formen des
Kolonialismus? Was ist von den „künstlichen Ferienwelten“ zu
halten, die sich immer mehr zu den meistbesuchten Reisezielen der
Welt entwickeln? Was eigentlich treibt uns in die Ferne? Gibt es
dabei eine Nähe zu Fest, Ritual und Spiel? Denn die Bewegung, die
Reisen grundlegend charakterisiert, ist universell verbreitet und in allen Kulturen nachweisbar: Der Impuls, die Ordnungsstruktur des
Alltags zu verlassen und in andere Wirklichkeiten einzutreten. Das
Reisen stellt insofern eines der wirksamsten Mittel dar, der
eingespielten sozialen Ordnung vorübergehend zu entkommen - nicht
in blinder Flucht, sondern als produktive, menschliche Leistung, die
neue Erfahrungen ermöglicht.
Samstag, 27. August 2016
Beschleunigt in Richtung Ruhe
Rechts und links schwirrt und flirrt an uns die
Realität vorbei. Nichts scheint mehr zu begreifen zu sein. Der
Mensch wird nervös, er steht unter Strom. Da sind tausend
Informationen über kleine und große Notstände, Kriege,
Umweltkatastrophen usw. Und wir haben es uns angesichts dessen
geleistet, uns in der Komfortzone einzurichten, können scheinbar ja
sowieso nichts machen. Doch die Welt und die Gesellschaft rückt
zusammen, sich abzuschotten wird schwieriger, Dinge werden
transparenter - aber nur für diejenigen, die sich darum bemühen:
Die Gelegenheit dazu haben, zu bedenken, umzudenken, sich zu
korrigieren. Gleichwohl sind wir dauernd online, erreichbar,
verfügbar, einsetzbar. Zerissenheit macht sich breit. Auch zwischen
denen, die haben, und denen, die nichts haben. Als Gleichmacherei
wird alleine schon das Bewusstsein dafür beschimpft von denen, die
in einem gewissen Interesse sprechen und handeln. Auch im Interesse
dessen, das die Macht des Faktischen für sich hat. Alles war
scheinbar so und wird so immer sein. Die Grundordnung ist
unumstößlich, weil der gierige Mensch anscheinend die Konstante
ist. Ein Neuentwurf, ein Aufbruch wirkt angesichts solch behaupteter
Verhältnisse leicht lächerlich. Jeder will den Moment festhalten,
nicht die Vergangenheit oder gar planen. Eine Frage wird geradezu
diktatorisch: Wie fühlt sich das Jetzt an, der Moment?
Müssen wir ständig aktiv sein? Auch durch das Internet verliert sich das Gefühl für den Abstand von der Vergangenheit zur Zukunft. Wir können alle Informationen dauernd haben, wir können alles nachschlagen und die Zukunft planen. Es zerfließt. Möglicherweise verliert sich darin auch so etwas wie Empathie. Von allen Seiten kommt das, schlägt das in uns ein. Es prägt unsere Art zu sprechen, weil wir möglichst viele und gute Informationen damit transportieren wollen, weil wir nichts Falsches sagen sollten, weil wir ständig getrieben sind und uns gut darstellen wollen. Wir sind in einer Art Dauerhysterie und Dauerpanik, Nervosität und Unruhe erhebt sich. Damit erhebt sich auch die Frage: Wie gehe ich damit um? Entweder lasse ich mich in meiner Unruhe treiben, oder ich lerne darüber, versuche zu sortieren, Abstand zu gewinnen, andere Perspektiven einzunehmen - und werde dadurch ruhiger.
Müssen wir ständig aktiv sein? Auch durch das Internet verliert sich das Gefühl für den Abstand von der Vergangenheit zur Zukunft. Wir können alle Informationen dauernd haben, wir können alles nachschlagen und die Zukunft planen. Es zerfließt. Möglicherweise verliert sich darin auch so etwas wie Empathie. Von allen Seiten kommt das, schlägt das in uns ein. Es prägt unsere Art zu sprechen, weil wir möglichst viele und gute Informationen damit transportieren wollen, weil wir nichts Falsches sagen sollten, weil wir ständig getrieben sind und uns gut darstellen wollen. Wir sind in einer Art Dauerhysterie und Dauerpanik, Nervosität und Unruhe erhebt sich. Damit erhebt sich auch die Frage: Wie gehe ich damit um? Entweder lasse ich mich in meiner Unruhe treiben, oder ich lerne darüber, versuche zu sortieren, Abstand zu gewinnen, andere Perspektiven einzunehmen - und werde dadurch ruhiger.
Freitag, 26. August 2016
Donnerstag, 25. August 2016
Kotdurft
KOTDURFT (Im stillen
Ozean)
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
doch er kann toben
er kann dich umbringen, dieser Ozean
sie beobachten dich dabei
und manchmal grinsen sie
du versuchst, dich über Wasser zu halten
du taumelst, du schwankst, du hast nicht
das Gleichgewicht, die Balance ihrer
ach so coolen Gleichgültigkeit
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
scheinbar ausgeglichen so moderat
du fängst an zu frieren, zu schaudern
zu frösteln, war'n früher bessere Tage
du fällst und torkelst, kommst in Bewegung
dem Abgrund entgegen, der vor dir starrt
dunkel, kalt, feindlich abweisend
scharf verletzend, widerlich stinkend
ein Tor zur Hölle, hinaus ins Nichts
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
scheinbar beiläufig alltäglich abgeklärt
sie können dich überraschen, diese Idioten
beim granteln, beeim überlegenen Denken
du frierst, du kotzt, du fühlst dich abgegraben
von ein paar dyanmischen Edelspezialisten,
agressiv, smart, nett, lächelnd in die Enge getrieben,
zum Niederknien und „Hilfe“ schrein
zum Wiederkäu'n und Gebete brüllen
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
doch er kann toben
er kann dich umbringen, dieser Ozean
sie beobachten dich dabei
und manchmal grinsen sie
du versuchst, dich über Wasser zu halten
du taumelst, du schwankst, du hast nicht
das Gleichgewicht, die Balance ihrer
ach so coolen Gleichgültigkeit
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
scheinbar ausgeglichen so moderat
du fängst an zu frieren, zu schaudern
zu frösteln, war'n früher bessere Tage
du fällst und torkelst, kommst in Bewegung
dem Abgrund entgegen, der vor dir starrt
dunkel, kalt, feindlich abweisend
scharf verletzend, widerlich stinkend
ein Tor zur Hölle, hinaus ins Nichts
In die Stille eines Ozeans eingelaufen
scheinbar beiläufig alltäglich abgeklärt
sie können dich überraschen, diese Idioten
beim granteln, beeim überlegenen Denken
du frierst, du kotzt, du fühlst dich abgegraben
von ein paar dyanmischen Edelspezialisten,
agressiv, smart, nett, lächelnd in die Enge getrieben,
zum Niederknien und „Hilfe“ schrein
zum Wiederkäu'n und Gebete brüllen
Dienstag, 23. August 2016
Künstliche Intelligenz (4)
Künstliche Intelligenz, die per App das
Funktionieren des Heims besorgt, die Krankheiten rechtzeitig erkennt,
die Arbeiten besorgt, wo „Facharbeiter“ fehlen werden, die Bilder
und Gesichter kennen, die viel klügere Entscheidungen treffen, als
wir das würden. Ob sie noch viel mehr besser als wir selbst können?
Ob sie eines Tages die Weltherrschaft übernehmen werden und ob wir
Menschen dann nur noch in Form von Cyborgs auftauchen, als durch
allerlei technisch hergestellte Erweiterungs-Gadgets „aufgewertete“
Wesen? Sie werden alles und jeden kennen (Datenbrillen sind da nur
ein Übergang...), sie werden unter anderem sprechen können (der
Datenaustausch ist auch anders möglich), sie werden Kriege führen
und sie werden zielsicher mit der Zukunft umgehen. Sie werden auch
beliebig reproduzierbar sein (Klone könnten zur
Selbstverständlichkeit werden). Sie werden einfach „erfolgreicher“
sein als die andern, sie werden sie auf viele Arten verdrängen. So
jedenfalls geht eine Vision im Silicon Valley, in dem (derzeit noch
von Menschen) die Technik der Zukunft erdacht wird. Künstliche
Intelligenz soll uns Routine-Aufgaben abnehmen, die uns bisher zu
sehr belasten. Es geht um gesteigerte Effizienz. Auch in Bezug auf
die Umwelt. Das Ausplündern wird sich als nicht besonders klug
erweisen. Öko wird angesagt sein,. Und das Mitgefühl? Compassion?
Kunst? Werden das diese Maschinen auch können, wird das von ihnen
ausgehen können?
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Montag, 22. August 2016
Andere Welten
Wir driften in tausend
Paralellwelten auseinander, zum Teil geistig und ökonomisch völlig
unterschiedlich ausgestattet. Die Bedingungen dafür werden von
Leuten gestaltet, die "professionelle Machtausüber" sind, die
teilweise dafür ausgebildet sind, die in ihrer eigenen Lebenswelt
leben und die mit denen, die sie vertreten sollen, herzlich wenig zu tun
haben, - auch wenn sie immer wieder (bevorzugt in Wahlkämpfen) sich
unters Volk mischen, von ihnen selbst definierte „Bürgerdialoge“
oder „Bürgersprechstunden“ führen und sich recht volkstümlich
geben. Das allzu Populistische freilich soll tabu sein, auch wenn
keiner von ihnen auf Anhieb halbwegs sauber definieren könnte, was
denn „populistisch“ sein solle. Es geistert auch gerne das
Stichwort „basisdemokratisch“ herum. Einzige Bedingung für die
meisten Politiker aber ist für ihre „Basisdemokratie“, dass die
Entscheidungen dann in dem von ihnen selbst definierten Sinne fallen,
möglichst „humanistisch“ und sonstwie moralisch seien. Blöd
nur, dass so etwas wie die Todesstrafe leider sehr populär sein
kann. Zeitweise. Phasenweise. Im nächsten Moment wieder ganz anders.
Dann wird von den selbsternannten „Basisdemokraten“ auf das blöde Volk herb
eingeprügelt. Rassisten, Rechtsausleger, Faschisten sind da noch
harmlose Vorwürfe und Unterstellungen. Wie kommen die nur dazu,
diese Unwissenden, diese bedauernswerten Opfer? Sie sollen gefälligst unsere Meinung
haben, basta.
Sonntag, 21. August 2016
Samstag, 20. August 2016
Urlaub
Gegenüber
steht der riesige Van bereit zur Abfahrt, die Kinder müssen nur noch
zusteigen. Weiter vorne parkiert ein Wohnmobil, offensichtlich fertig
zur Abfahrt. Weiter vorne wartet ein Wohnwagen, aufmunitioniert zur
großen Urlaubsschlacht. Baden - Württemberg geht in Ferien, auch
wenn es damit spät dran ist: die ersten Bundesländer beenden die
lange Sommerpause schon wieder. Automobilfabriken sind teilweise
davon abgekommen, den Sommer generell zur Ferienzeit zu erklären und
verzichten auf "Betriebsferien". Die vielen, die aus finanziellen
Gründen nicht verreisen können, bleiben ja ohnehin unsichtbar. Es
gilt ja da Credo, das es „uns“ so gut wie noch nie gehe. Was sollen da die wenigen Armen..... Als
Beleg werden dann immer Statistiken hervorgekramt, deren
Zweifelhaftigkeit sich doch langsam herumgesprochen haben dürfte.
Der Rest tut so als ob: als sei er weg. Seit langen Jahren ist das schon so. Die Straßen sind erfreulich
befahrbar, in den Geschäften sind die Schlangen deutlich geringer
(ein Effekt, dem die Discounter dadurch entgegen steuern, dass sie
die Kassen schlechter mit „Personal“ belegen. Die Kundenschlangen sind also mindestens gleich lang. Das ist ihre Art
der Einsparung). Die Schlangen bilden sich bald als Stau auf den
Autobahnen, was jedes Jahr auch dasselbe ist. Aber die Klimaanlage brummt,
die Smartphones ist gezückt, die Games ziehen von den Rücksitzen in sich hinein. Das Ziel
ist ein Resort, in dem es möglichst wie in Deutschland zu essen
geben soll. Wer es nicht leisten kann, hat halt Durchfall oder
keinen Platz am Pool.
Freitag, 19. August 2016
Mit Sokrates sich selbst auf der Spur (1)
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ sagte einst
Sokrates, der große griechische Philosoph des Nichtwissens und
Zweifels. Der Satz steht sogar draußen auf dem großen Poster in
meinem Zimmer. Er war und ist einer meiner Orientierungsmarken. Durch
die Praxis der Selbsterkenntnis entwickelt Sokrates eine Bewusstheit,
die auch ihr Nichtwissen annimmt. Er war ein Sucher des Selbst und
ein Liebhaber der Weisheit. Sich spüren, wie die Ego-Sucher heute so
gerne sagen, war sein alltäglicher Versuch. Sich erkennen. Dem
möglichst nahe kommen. Sich annähern und das dann auch spüren,
merken. Dabei brauchte er keine Bungee-Sprünge, Wasserturmsprünge
oder sonstige Fallschirmverrenkungen. Er war auf der Spur seiner
selbst und nahm dafür in Kauf, anders zu sein. Er war bereit, einen
Preis dafür zu bezahlen, was ihn letztlich wohl auch das Leben
gekostet hat. Denn die Umwelt will Angleichung, will uns in den
Algorithmus zwingen, in das Typische und Vorhersagbare. Aber
beispielsweise die Kunst kann einen Weg weisen, einen Fingerzeig
geben, zum Beispiel sie selbst suchen und sich dabei ausdrücken. Das
ureigene Selbst, das gerade nicht geklont werden kann, das sehr eigen
ist. Aber auch anderen Menschen dadurch neu begegnen. Den Austausch
dadurch anregen. Diese Ebene zu beschreiten lernen, sich hinein geben
in die Zeichen, die Bedeutungen und ihre Schönheiten. Das Abenteuer
wagen. Die Bereitschaft freundlich mit einem Lächeln aufbringen.
Jawohl, das könnte möglich sein – und nicht nur eine verbal nett
esoterisch klingende Vision. Ich selbst glaube das in der Realität
erlebt zu haben. Aber man kann diesen Vogel nicht festhalten. Er
fliegt womöglich davon und ist weg. Er ist womöglich selbst etwas
Vorübergehendes, Flüchtiges. Rede, Gegenrede, Dialog und Fragen:
das war Sokrates' Methode. Das Offene. Das manchmal auch Gefährliche
und Radikale. Nicht das festgefügte Dogma, nicht das absolute
Wissen. Nicht die Anmaßung, die leider zu oft von Religionen
ausgeht, deren fundamentalistische Form schon mal von göttlicher
Offenbarung ausgeht und sich dadurch jeden Diskurses entzieht. Etwas
ist richtig, weil es richtig ist! Wie weit ist das von Sokrates'
Sicht auf die Welt entfernt!
Donnerstag, 18. August 2016
Competition
Das Ego, ist das einzige, was du wirklich hast auf
dieser Welt
deshalb scheint es dir das Wichtigste
aber du stehst in einem Zusammenhang
der dir Leben erlaubt
du lebst mit anderen auf dieser Welt
schauen in Bauchnabel, haben keine Ahnung, nach was sie suchen
vergöttern das Ego, wie die Mächtigen das gerne hätten
immer glücklich und sonnig sein
egal, ob sie um dich herum verrecken
die anderen sind nur Mittel zum Zweck – Warenwelt
Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
und bist du nicht willig
so brauch ich Gewalt
subtil und ganz offen
stehlen
Gedankensplitter, die herumliegen:
die Hölle, das sind immer die anderen
sich eins fühlen mit allem, Empathie
das wäre etwas anderes als Raffgier
große Autos und große Häuser
den Streitwagen, wer hat den schnelleren, besseren?
Wer hat mehr unter der Haube?
Competition, Wettbewerb und Krieg
mit anderen Mitteln – muss das sein?
Wichtigtuer, verliebt nur in ihr Selbst
pflegen hingebungsvoll ihre Selbstsuche
und scheren sich dabei einen Dreck um die andern
die andern haben's ihnen gesagt
sie sollen sich nicht bloß nicht kümmern
und immer treu bei sich selbst bleiben
die Zwiebel immer weiter schälen
immer weiter......aber da kommt kein richtiger Kern
(Notizen 2013)
deshalb scheint es dir das Wichtigste
aber du stehst in einem Zusammenhang
der dir Leben erlaubt
du lebst mit anderen auf dieser Welt
schauen in Bauchnabel, haben keine Ahnung, nach was sie suchen
vergöttern das Ego, wie die Mächtigen das gerne hätten
immer glücklich und sonnig sein
egal, ob sie um dich herum verrecken
die anderen sind nur Mittel zum Zweck – Warenwelt
Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
und bist du nicht willig
so brauch ich Gewalt
subtil und ganz offen
stehlen
Gedankensplitter, die herumliegen:
die Hölle, das sind immer die anderen
sich eins fühlen mit allem, Empathie
das wäre etwas anderes als Raffgier
große Autos und große Häuser
den Streitwagen, wer hat den schnelleren, besseren?
Wer hat mehr unter der Haube?
Competition, Wettbewerb und Krieg
mit anderen Mitteln – muss das sein?
Wichtigtuer, verliebt nur in ihr Selbst
pflegen hingebungsvoll ihre Selbstsuche
und scheren sich dabei einen Dreck um die andern
die andern haben's ihnen gesagt
sie sollen sich nicht bloß nicht kümmern
und immer treu bei sich selbst bleiben
die Zwiebel immer weiter schälen
immer weiter......aber da kommt kein richtiger Kern
(Notizen 2013)
Mittwoch, 17. August 2016
Polyperspektivität (2)
Das „Außer-sich-sein“, das ich einmal in einem
Trip erfahren durfte, dieses „Neben-sich-stehen“ scheint mich
verändert zu haben. Genauso ging's mir mit der Natur, die in Form
der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand
Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte
sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock
ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere.
Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu
mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so
unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was
ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht
eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik
gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu
haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von
verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen
Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich
„Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch.
Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten
kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere
Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht. Ich war
Besucher, Spieler, Probant, habe das Kaleidoskop zur Hand genommen,
das meiner Meinung nach die Wirklichkeit ist. Habe Theorien
ausprobiert, ausformulierte Sichtweisen genauso wie dumpfe und
implizite Perspektiven. Habe abgewogen.Vergleichend betrachtet. Mich
nicht festgelegt, sondern versucht, Sichtweisen zusammen zu bringen,
eine Fusion zu versuchen. Dadurch bin ich aber in eine Situation des
ständig Optionalen gekommen, dessen, der sich scheinbar nie
festlegen kann, wo es gefordert ist. Die Realität lässt das nicht
zu. Sie verlangt diese Festlegung. Ich habe hingegen habe wechselnde
Farben benutzt und doch versucht, eine Konstanz zu halten. Bin einer
gewissen Ernsthaftigkeit nach gegangen. Habe mich spielerisch
festgelegt, im klaren Bewusstsein um dessen Vorläufigkeit. Den meisten
Menschen, so weiß ich jetzt erst, kommt dabei ihr Ego in die Quere.
Sie knüpfen ihre Identität an bestimmte Positionen, vertreten
Meinungen, stehen für etwas ...usw. Mir war mein Ego dafür nicht
wichtig genug, denn ich besetzte ja wechselnde Positionen, ohne in
belanglose Beliebigkeiten abzugleiten.
Dienstag, 16. August 2016
Blue Sequence (MP3)
Blue Sequence
https://www.dropbox.com/s/bazqhn15chvwdbf/Blue%20Sequence%20192.MP3?dl=0
https://www.dropbox.com/s/bazqhn15chvwdbf/Blue%20Sequence%20192.MP3?dl=0
Blue Sequence
Montag, 15. August 2016
Künstliche Intelligenz (AI) (3)
Die Geräte, die uns noch umgeben, sind smart, aber
dumm. Wirklich smarte Vertreter ihrer Art müssten noch weit mehr
lernen, selbständig zu werden und autark handeln. Also läuft die
Idee von smart living am Ende darauf hinaus, dass wir eine Künstliche
Intelligenz erschaffen, die fähig ist, selbständig zu lernen. Selbstfahrende Autos haben die ersten Unfälle gebaut, sogar tödliche. Oh je! Mal
angenommen, unsere Bundeswehrkampfdrohnen und selbstfahrenden Autos
werden immer schlauer und besser, landen wir dann am Ende nicht als
die Dümmeren auf dem Abstellgleis der Evolution? Tricksen uns die
Maschinen eines Tages aus, wenn sie in allen Belangen besser als wir
selbst sind? Algoritmen und Roboter haben längst an Fähigkeiten
zugelegt und könnten eines Tages zu unseren Rivalen werden. Können
die Kinder unseres Geistes uns am Ende langfristig überholen und
abschaffen? Ob's eine reale Gefahr ist, die der Fortschrittsglaube
heraufbeschwört?
Roboter geraten in Mode, nicht nur als Rasenmäher, Daten aufnehmende Uhren oder in Fernsehprogrammen voller naiver Technikbegeisterung vorgestellter selbstfahrender Automobile. Oder in Form smarter Haussysteme, die die Rolläden rauf und runter lassen, die Waschmaschine, den Kaffeeautomaten und den Kühlschrank steuern. Aber es müssen wohl noch mehr und bessere selbstlernende Systeme her, die das Lernen lernen können.
Ob da das Militär mal wieder eine Schrittmacherfunktion einnehmen könnte? Werden auf diesem Wege auch Kampfsysteme ersonnen, die über Drohnen weit hinaus gehen? Mit diesen Systemen könnten ja die Militärs im reichen Norden in Zukunft ihre Stellvertreterkriege im armen Süden führen, da auf ihrem eigenen Gebiete sowieso nur noch im Bereich das Internets agiert wird, in dem das Ausschalten generischer Führungs-, Leit- und Kampfsysteme ein mögliches Ziel ist. Es gilt, Überlegenheit zu demonstrieren, Dominanz ausüben, Ideale „abkaufen“, Geld gegen Ziele bieten. Ob alles eine Frage des Geldes ist? Noch weit radikaler als bisher schon? Die „zivilen“ Forschungseinrichtungen, die staatlichen Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, sind den privaten Interessen und, wie es heißt: Anwendungsorientierungen, ohnehin brav zu Diensten. Die Zusammenarbeit mit dem Militär ist ohnehin längst Selbstverständlichkeit. Die USA haben in dieser Hinsicht mit Stanford, ihrem Silicon Valley sowie der engen Vernetzung von Militär und Wissenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Maßstäbe gesetzt. Zum Militär sind hier längst fette Investoren der reichen Klasse und riesige Konzerne getreten, die den Fortschrittsglauben gekauft haben und ihn für sich einsetzen. Zum Beispiel für das Sammeln von Daten.
Roboter geraten in Mode, nicht nur als Rasenmäher, Daten aufnehmende Uhren oder in Fernsehprogrammen voller naiver Technikbegeisterung vorgestellter selbstfahrender Automobile. Oder in Form smarter Haussysteme, die die Rolläden rauf und runter lassen, die Waschmaschine, den Kaffeeautomaten und den Kühlschrank steuern. Aber es müssen wohl noch mehr und bessere selbstlernende Systeme her, die das Lernen lernen können.
Ob da das Militär mal wieder eine Schrittmacherfunktion einnehmen könnte? Werden auf diesem Wege auch Kampfsysteme ersonnen, die über Drohnen weit hinaus gehen? Mit diesen Systemen könnten ja die Militärs im reichen Norden in Zukunft ihre Stellvertreterkriege im armen Süden führen, da auf ihrem eigenen Gebiete sowieso nur noch im Bereich das Internets agiert wird, in dem das Ausschalten generischer Führungs-, Leit- und Kampfsysteme ein mögliches Ziel ist. Es gilt, Überlegenheit zu demonstrieren, Dominanz ausüben, Ideale „abkaufen“, Geld gegen Ziele bieten. Ob alles eine Frage des Geldes ist? Noch weit radikaler als bisher schon? Die „zivilen“ Forschungseinrichtungen, die staatlichen Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, sind den privaten Interessen und, wie es heißt: Anwendungsorientierungen, ohnehin brav zu Diensten. Die Zusammenarbeit mit dem Militär ist ohnehin längst Selbstverständlichkeit. Die USA haben in dieser Hinsicht mit Stanford, ihrem Silicon Valley sowie der engen Vernetzung von Militär und Wissenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Maßstäbe gesetzt. Zum Militär sind hier längst fette Investoren der reichen Klasse und riesige Konzerne getreten, die den Fortschrittsglauben gekauft haben und ihn für sich einsetzen. Zum Beispiel für das Sammeln von Daten.
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Sonntag, 14. August 2016
Feuersbrünste (Songtext)
Feuersbrünste, die
niemand sieht
Zu wenig definiert, zu wenig formatiert, nichts Genaues nicht
mit dem ist (kann man) nichts anzufangen
cool, distanziert, kann man, muss man aber nicht
da ist zu viel Tod und Vergehen, viel zu viel
da ist ein Schlund, der dauernd hinab zieht
da sind Feuersbrünste, die niemand sieht
eingekocht, abgewatscht, zu miserablem Stampfmus verarbeitet
zu lange zugehört, sich eingelassen auf zu vieles, sich zu billig verkauft
in Liegestützen gegangen, gehechelt und geschoben
später am Nichts geschnuppert und bloß älter geworden,
Schatten eines stinkenden Schattens, in lahmem Selbstmitleid geschmort, - aufgebohrt, getunt, verfault, vertan, eingegangen,
Du bist nie weit gekommen, bei ihrem Penetrieren
warst dabei und doch daneben, als Beobachter zugesehen
sie sind Vermögensverwalter, sie machen's, egal was
hast's versucht und bist dabei zum Verlierer geworden
da ist zu viel Tod und Vergehen, viel zu viel
da ist ein Schlund, der dauernd hinab zieht
da sind Feuersbrünste, die niemand sieht
Zu wenig definiert, zu wenig formatiert, nichts Genaues nicht
mit dem ist (kann man) nichts anzufangen
cool, distanziert, kann man, muss man aber nicht
da ist zu viel Tod und Vergehen, viel zu viel
da ist ein Schlund, der dauernd hinab zieht
da sind Feuersbrünste, die niemand sieht
eingekocht, abgewatscht, zu miserablem Stampfmus verarbeitet
zu lange zugehört, sich eingelassen auf zu vieles, sich zu billig verkauft
in Liegestützen gegangen, gehechelt und geschoben
später am Nichts geschnuppert und bloß älter geworden,
Schatten eines stinkenden Schattens, in lahmem Selbstmitleid geschmort, - aufgebohrt, getunt, verfault, vertan, eingegangen,
Du bist nie weit gekommen, bei ihrem Penetrieren
warst dabei und doch daneben, als Beobachter zugesehen
sie sind Vermögensverwalter, sie machen's, egal was
hast's versucht und bist dabei zum Verlierer geworden
da ist zu viel Tod und Vergehen, viel zu viel
da ist ein Schlund, der dauernd hinab zieht
da sind Feuersbrünste, die niemand sieht
Samstag, 13. August 2016
Freitag, 12. August 2016
Nullen
Ein Vereins- und Fußballpräsident, der der
Steuerhinterziehung bezichtigt, überführt und verurteilt
wurde, feiert ein großes Comeback an genau dieser Stelle, kehrt
zurück mit hochrotem Kopf und dem Ausruf „das kann es nicht
gewesen sein!“. Ein Firmenlenker, dessen Firma durch
Schummelsoftware die Allgemeinheit mit Luftverschmutzung betrogen hat,
bezieht gigantische Pensionen und gibt die graue Eminenz „der
Wirtschaft“. Als obererfolgreicher Firmenlenker hat er fetteste
Gehälter und Honorare bezogen und hat sich dafür von der Presse feiern lassen. Minister hauen eben mal ein paar hundert Millionen raus, die
vollkommen vergeblich und umsonst ausgegeben sind. Dafür werden sie
aber nicht zur Rechenschaft gezogen, weil sie klug tricksen.
Managmentfehler. Kommt vor. Genauso, wie jetzt die Einsatzfähigkeit von ein
paar Hubschrauber als großer Erfolg gefeiert wird (dabei sind
etliche noch nicht "einsatzfähig"....). Die Infrastruktur verfällt
und wird einer „schwarzen Null“ geopfert. Nullen prägen das Bild. Gehört alles
dazu, - scheinbar. Die Allgemeinheit für dumm verkaufen oder sie in
seinem Sinne beeinflussen, das ist das Ding. Um die Diskussion um
Grundwerte kann es nicht gar so prächtig stehen. Werte bemessen sich
hierzulande ja meist in Euro und Cent. Und nicht nur da sieht's …..aus.......
nun ja.....
Donnerstag, 11. August 2016
Wettbewerb als Spiel
Nach dem „historischen Fehlstart“ scheint es ja
gerade noch einmal gut gegangen zu sein. Der Medaillenspiegel zeigt
das, was er für „uns“ soll. Mindestens. „Wir“ haben endlich
gewonnen, sogar eine Goldmedaille in einer Sportart, die wir nie,
sofern sie überhaupt von irgendeinem Sender überhaupt übertragen
sein sollte, uns ansehen würden. Aber das hier ist ein digitales
Sportfest der ganzen Welt: Die Olympischen Spiele. Die Stadien sind
leer, die Fernsehstudios brummen rund um die Uhr. Nach der
Fußballeuropameisterschaft dürfen „wir“ anfangs wenigstens noch
einmal verschämt „wir“ sagen. Uns alle als Deutsche fühlen.
Komisch, an den ersten Tagen war's damit nicht so weit her angesichts
ausbleibender Erfolge. Dabei könnte gerade dieses, das Ausblieben,
angesichts der ganzen unsäglichen Doping-Geschichten als so etwas
wie ein Ritterschlag empfunden werden. Es könnte bedeuten: „Seht
her, diese Gruppe macht da ganz offensichtlich nicht mit!“.
„Wir“, das soll ganz offensichtlich eine Nation repräsentieren, in der es ganz bestimmten Gruppen glänzend geht und gegangen ist. Andere Gruppen wurden hingegen in den Niedriglohn getrieben und sacken, was ihren Status angeht, immer weiter ab. Die Polarisierung schreitet in diesem Land kräftig voran, trotz aller offensiv verbreiteten Parolen, „uns“ ginge es noch nie so gut wie heute......Das Wort „Wir“ soll ein Ganzes, den Staat repräsentieren, Strukturen, die hier für alle gelten. Leider macht die EU nahezu alles falsch und sieht sich selbst als Selbstbedienungsladen. Ansonsten könnten wir uns endlich als Europäer fühlen, die angesichts der sogenannten „Globalsierung“ zu einer neuen Einheit gefunden haben. Doch die „Eliten“ treiben nationalistische Tendenzen, die angesichts der Katastrophenpolitik der Brüsseler Lobbyisten fast schon unausweichbar scheinen, deuten auf das Gegenteil: die Nation, die als Begrigff und Größe im 19. Jahrhundert große Verdienste hatte, als lauter Kleinstaaten endlich als ein einziger Staat auftraten, mit allen Mitteln voran und geschichtlich gesehen zurück.
„Wir“, das soll ganz offensichtlich eine Nation repräsentieren, in der es ganz bestimmten Gruppen glänzend geht und gegangen ist. Andere Gruppen wurden hingegen in den Niedriglohn getrieben und sacken, was ihren Status angeht, immer weiter ab. Die Polarisierung schreitet in diesem Land kräftig voran, trotz aller offensiv verbreiteten Parolen, „uns“ ginge es noch nie so gut wie heute......Das Wort „Wir“ soll ein Ganzes, den Staat repräsentieren, Strukturen, die hier für alle gelten. Leider macht die EU nahezu alles falsch und sieht sich selbst als Selbstbedienungsladen. Ansonsten könnten wir uns endlich als Europäer fühlen, die angesichts der sogenannten „Globalsierung“ zu einer neuen Einheit gefunden haben. Doch die „Eliten“ treiben nationalistische Tendenzen, die angesichts der Katastrophenpolitik der Brüsseler Lobbyisten fast schon unausweichbar scheinen, deuten auf das Gegenteil: die Nation, die als Begrigff und Größe im 19. Jahrhundert große Verdienste hatte, als lauter Kleinstaaten endlich als ein einziger Staat auftraten, mit allen Mitteln voran und geschichtlich gesehen zurück.
Mittwoch, 10. August 2016
Ressourcen
Eine Idee, über die wir früher viel diskutiert
hatten und über die man in der Welt damals auch halbwegs einig zu
sein schien: es gibt ja wohl volkswirtschaftliche Ressourcen, die
allen gehören. Luft, Wasser, öffentlicher Boden, - sind ein
Gemeineigentum, dessen unerlaubte Verunreinigung gewisse Unternehmen eigentlich viel Geld kosten müsste, weil sie sich an einem öffentlichen
Eigentum ungünstig zum Zwecke des Profits bedient haben. Die
Einsicht war freiwillig, ihr Vollzug nicht bindend. Unternehmen
„entwickelten“ danach bestimmte Gebiete zum Zwecke der Gewinnung
von Bodenschätzen, zur genetischen Beeinflussung von Erbinformationen und sich daran knüpfender "Patente", zum Aufbau neuer Fabrik- oder Wohnanlagen und
vieler anderer Absichten zum Zwecke der Erzielung eines Profits für
Wenige. Die Kosten dafür hatte die Allgemeinheit zu tragen, die am
Zuwachs von Arbeitsplätzen zu gewinnen schien. Natürliche
Ressourcen schienen keine Rolle zu spielen. Der Neoliberalismus fing
an, das Feld zu beherrschen.
Dass das Gegenteil einer freiwilligen Einsicht in die Notwendigkeiten der Ökologie der Fall ist, zeigt hierzulande der Abgasskandal ganz klar: Gewisse Firmen haben durch den Einsatz unerlaubter Software und unter Umgehung der ohnehin laxen Kontrollmethoden hochgiftige Nano-Teile in die Umwelt hinaus geblasen. Da sie Arbeitgeber für viele sind, scheint ihnen das erlaubt zu sein. Arbeitsplätze, egal ob qualifiziert oder nicht. Wachstum um jeden Preis. Jedenfalls scheinen die staatlichen Behörden sehr lange Zeit mindestens ein Auge zugedrückt zu haben und sich gemäß einer stillschweigenden Kumpanei verhalten zu haben. Dasselbe bei den Verbrauchswerten. Jeder weiß, dass die von den Autofirmen angegeben Verbrauchswerte nicht stimmen. Vor ein paar Jahren habe ich es nicht gewusst und habe mich beim Händler dazu beschwert. Sofort wurde ich mitleidig begrinst und die Verkäufer haben sich wissend angeschaut. „Hm, dass sie das nicht wissen!“. Meine Verbrauchswerte hatten zum Teil deutlich über den angegebenen Werten gelegen. Man ging darüber hinweg, nach dem Motto „Selbst schuld, wenn Sie das nicht wissen!“.
Dass das Gegenteil einer freiwilligen Einsicht in die Notwendigkeiten der Ökologie der Fall ist, zeigt hierzulande der Abgasskandal ganz klar: Gewisse Firmen haben durch den Einsatz unerlaubter Software und unter Umgehung der ohnehin laxen Kontrollmethoden hochgiftige Nano-Teile in die Umwelt hinaus geblasen. Da sie Arbeitgeber für viele sind, scheint ihnen das erlaubt zu sein. Arbeitsplätze, egal ob qualifiziert oder nicht. Wachstum um jeden Preis. Jedenfalls scheinen die staatlichen Behörden sehr lange Zeit mindestens ein Auge zugedrückt zu haben und sich gemäß einer stillschweigenden Kumpanei verhalten zu haben. Dasselbe bei den Verbrauchswerten. Jeder weiß, dass die von den Autofirmen angegeben Verbrauchswerte nicht stimmen. Vor ein paar Jahren habe ich es nicht gewusst und habe mich beim Händler dazu beschwert. Sofort wurde ich mitleidig begrinst und die Verkäufer haben sich wissend angeschaut. „Hm, dass sie das nicht wissen!“. Meine Verbrauchswerte hatten zum Teil deutlich über den angegebenen Werten gelegen. Man ging darüber hinweg, nach dem Motto „Selbst schuld, wenn Sie das nicht wissen!“.
Dienstag, 9. August 2016
An meine Mutter (von Eduard Mörike)
| An meine Mutter Siehe, von allen den Liedern nicht eines gilt dir, o Mutter! Dich zu preisen, o glaub's, bin ich zu arm und zu reich. Ein noch ungesungenes Lied ruhst du mir im Busen, Keinem vernehmbar sonst, mich nur zu trösten bestimmt, Wenn sich das Herz unmutig der Welt abwendet und einsam Seines himmlischen Teils bleibende |
| An dieselbe Ach wie liebreich warst du der Welt und dienetest allen! Und wie klein doch, wie plump hat sie dich endlich verkannt, Da entsagtest du ihr; doch lächelnd wehren die Deinen Heute wie gestern der Hand, die sich in Liebe vergißt. |
Montag, 8. August 2016
Vom Wesen des Menschen
Das Gefühl der Vermitteltheit, der Indirektheit,
des Gelenktseins, der Medienwelt – es durchdringt dich manchmal....
du fühlst dich dann als eine Art „Menschmaschine“, da ist
Interaktion + Steuerung, verbunden, vernetzt, das Leben live als als
Bühne oder riesiges Theaterstück, da ist das Gefühl des draußen
Stehens, des außerhalb seins, auf der Suche nach dem Selbst und dem
Eigentlichen, Gesellschaft fungiert als Showbusiness, als
Unterhaltungsgeschäft, als eine Art Talkshow, in der sich jeder mit
Floskeln und Phrasen ins günstige Licht zu setzen weiß – dies
bedeutet Selbstdarstellung. Es bedeutet auch das gezielte Vertauschen
von Realität mit Sein, das Verwechseln, das Rollenspiel, die Frage
lautet: live oder life? Der Mensch wird sich selbst entschärfen,
sich seiner Natürlichkeit berauben mit digitalen Mitteln, Man wird
dumpf dazu dümpeln und das für völlig normal halten. Der Mensch
wird sich selbst in den Griff bekommen wollen und sich dadurch
verlieren. Totale Vereinzelung und Vermassung gehen Hand in Hand. Das
Ganze, seine Interessen und seine Funktionsdfähigkeit wird eine
übermächtige Eigengesetzlichkeit erlangen. Für das Unbewusste und
Irrationale werden gesellschaftlich frei gehaltene Spiel- und
Tummelplätze geschaffen, die zur Sublimation taugen.
Selbstzerstörung wird der Triumph der „neuen Menschlichkeit“
werden. Es wird auf dem Weg zu diesem Ziel noch manche
Schwierigkeiten zu überwinden gelten. Gibt es das Wesen des Menschen
überhaupt? Dies wird langsam aber sicher und immer schneller
überwachsen von den Mechanismen der Vergesellschaftung, der
Vermassung, der digitalen Erfassung, der Manipulation, der
Technokratie, die sich „ihren“ Menschen macht: einer, der
funktioniert, der perfekt angepasst und dabei glücklich sein wird.
(Aus meinem Tagebuch des Jahres 1985, mit minimalen Ergänzungen...)
(Aus meinem Tagebuch des Jahres 1985, mit minimalen Ergänzungen...)
Sonntag, 7. August 2016
Unverbindlichkeiten
Diesen Text habe ich mal in den achtziger Jahren geschrieben:
UNVERBINDLICHKEITEN
Unverbindlichkeiten/geschickt
verbinden/ein chicer Gag jagt den andern/den andern ändern kann
sowieso keiner/also:frech in's eigene Grab gescheffelt
Und
immer recht positiv
alles
Andere („Bitte recht freundlich!")
ausgeblendet/abgeblendet/noch besser:gar nicht belichtet!
Wieso
eigentlich nicht?"
"Bin
ich daran schuld?" (Reflexe)
Gartenlauben
werden modern/Inseln für besondere Dinge/auch wird wieder Wert auf
Etikette gelegt/Etikettenschwindel verblümt/ebenso Seifenschaum
(nur. vom Besten!)
Motzer
und Ketzer sind abgesagt, werden totgesagt und dann wird wieder
geschwiegen, totgeschwiegen
Makler
statt Mäkler und dazu "Träume im Sonderangebot/von der
Stange/Kollektionen/Erektionen für den Geschmack: den guten,
schlechten, abgeschmackten, gefriergetrocknet, klinisch clean
getestet
Unverbindlichkeiten
verbinden kaufen - verkaufen von höchster Stelle: Platitüden und
draußen im weiten Lande
Applaus!!!!
Samstag, 6. August 2016
Schönheitsoperationen heute, Korrekturen nur, ein bisschen lügen halt, so tun als ob
In den meisten Fällen können Lügen wohl auch
vernünftige Gründe haben.Wie sieht es beispielsweise mit einer
Schönheitsoperation aus? Ob's in diese aufgezogene Schublade fällt? Steht da jemand nicht zu seiner Identität,
zur Wahrheit? Was ist in diesem Falle die Wahrheit? Heute, wo alles
manipulierbar erscheint, in einem bestimmten Sinne beeinflussbar,
relativ? Den Chancen möglichst optimal nachkommen, auch vor
sich selbst, kann das ein Fehler sein? Welche Maßstäbe habe ich aus
welchem Grund übernommen, von etwas Kollektivem um mich herum, von
der Gesellschaft, die mir durch diese Aktion vielleicht andere
Chancen eröffnet? Muss man sich ein Beharren leisten können? Sich
und sein Ding durchsetzen können? Ist das in Wirklichkeit ein
Privileg? Die bittere Wahrheit in Botox ersäufen, eine Alternative?
In einer Korrektur des Physischen, mit der ich mich vielleicht besser
fühle, weil ich die Ansprüche der Gesellschaft vielleicht gar nicht
mehr empfinde, weil ich sie verinnerlicht habe? Ob das alles auch
fürs Psychische gilt? Fürs Seelische? Für eine innere Identität?
Woher diese wohl kommt? Ob wir sie uns erarbeiten müssen? Aber
aufgrund welcher Maßstäbe? Ob sie mir angeboren ist? Oder ob ich
sie mir im Lauf der Zeit erwerbe? Auch gegen die Ansprüche der
Gesellschaft auf dem Eigenen beharren. Das will gelernt und
angestrebt sein. Im Wertesystem unserer Gesellschaft kommt dieser
„Eigensinn“ wohl gar nicht mehr vor. Das Ich hat zugunsten eines
„wir“ verloren. Das „Wir“ kontrollieren Konzerne, lang-,
mittel- und kurzfristige kommerzielle Interessen. Wie sieht's da mit
der „Schönheitsindustrie“ aus? Manches scheint nicht so zu
funktionieren, wie versprochen. Macht nichts, Hauptsache man benutzt
es. Schließlich ist es ein Instrument der Darstellung des Status.
Genau wie das Manipulieren des scheinbar Äußeren, das doch mit dem
Inneren viel zu tun haben kann. Vernunft ist halt ein zwiespältig
Ding, - das haben schon die Vertreter der Kritischen Theorie gezeigt.
Freitag, 5. August 2016
Donnerstag, 4. August 2016
Fußballwelten
Möglicherweise sollten wir happy sein, dass
Brasilien diese Olympischen Spiele noch so hingekriegt hat! Ein Land,
das in einer tiefen Krise steckt, hat der teilweise reichen
Sportgemeinde alles samt aufwendiger Großstadien bereitet, damit
sich ja möglichst viele wohlfühlen und allen alles wohlbereitet
ist. Und kein Zweifel, Rio de Janeiro ist einfach eine der schönsten
Städte dieser Welt! Umso schlimmer, dass die Agenten der
Wohlstandswelt so korrupt sind, dass sie alles Empathische vergessen,
nur um sich zu bereichern. Und das jetzt beim vorgezogenen
Fußballspiel sich ein paar Spielerinnen darüber mokiert haben, dass
die im Stadion Anwesenden die Spielerinnen aus Zimbabwe angefeuert
haben, obwohl diese ja offenbar einen so „unansehlichen“ Fußball
gespielt haben, das hat mich schon gestört. Diese Spielerinnen aus Zimbabwe treten
unter den schwierigsten Bedingungen an, haben nicht die
wohlausgestatteten Leistungs- und Trainingszentren der Spielerinnen
aus den wohlhabenden Ländern. Sie haben auch nicht die täglich
trainierte Geschmeidigkeit ihrer Wettbewerberinnen, sondern tun das,
was sie können. Sie nehmen das olympische Motto ernst: Dabei sein
ist alles“. Sie wehren sich. Sie foulen. Sie sind die Underdogs und
haben natürlich verloren gegen die hochgezüchtete Frauschaft aus
Deutschland. Sie haben böse reingehauen. Was sollten sie anders tun? Sie haben das getan, was Unterlegene manchmal tun. Die Brasilier im Publikum hätten das Trauma von der Fußball-WM-Niederlage immer
noch nicht verwunden, hieß es. Nun ja, wer's glaubt.....
Mittwoch, 3. August 2016
Funktionen, Führer, Lichtgestalten
Nun ja, vielleicht haben sie es ja dieses Mal zu weit
getrieben: das feiste und anmaßende Funktionärswesen, das viele
Geld, die versprochenen und selten eingehaltenen Infrastrukturfortschritte, das in kriminellen Nepotismus übergehende
Kumpelwesen, die Verstrickungen großer Konzerne, die Missachtung der
Menschenrechte, die Schamlosigkeit und Selbstbedienung der sich
selbst so definierenden Eliten, das Problem des Doping, das nicht nur
der Sport hat, und last but not least: Die Vernichtung der Umwelt.
All diesem und noch manchem mehr könnte man in Rio de Janeiro
nachgehen. Doch das Spektakuläre an der Berichterstattung wird wohl
auch dieses Mal überwiegen. Journalisten machen sich zu Handlangern
gewisser Verhältnisse und müssen sich hinterfragen lassen. Die
Widersprüchlichkeiten, die Verbrechen sind ja dieses Mal so
offensichtlich, dass nicht einmal angesichts inszenierter Showfeiern
und lange eingeübter Rituale Begeisterung aufkommen mag. Die
künstlich erzeugte heile Welt kann sich nicht mehr glaubhaft
darstellen. Es wäre die Frage, inwieweit der Sport und ähnlichen
gelagerte Massenveranstaltungen die Bereitschaft zum Populismus
fördern, zum Annehmen und Nachäffen simpler Parolen. Die politische
Landschaft samt ihrer gelegentlich fragwürdiger Wahlen strotzt nur so
vor Paradebeispielen. Da wird beleidigt und angeschuldigt, bloß weil
der Volkswille ein Ziel zu brauchen scheint. Die Demokratie soll
mancherorts verteidigt werden, - leider mit diktatorisch totalitären
Mitteln und dem Verlangen nach einem allwissenden Führer und einer
Ordnung, die brutal eingehalten werden soll. Gerade hier in
Deutschland hat man damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ob
diese Führerfiguren im Funktionärswesen etwas damit zu tun haben? Ob es „Lichtgestalten“ gibt, denen es nichts ausmacht, dass ihr
Licht durch allerlei Skandale verschmutzt ist? Was sind überhaupt
Skandale? Das Empfinden dafür mag, - je nach Sozialisation –
unterschiedlich ausgeprägt sein.
Dienstag, 2. August 2016
Bussi-Bussi-Networking
Die Bussi-Bussi-Wellness-Gesellschaft der
Wichtigtuer: Sie
produzieren ihre Einsamkeit selbst, dadurch, dass sie
Oberflächlichkeiten pflegen, ihre Bussi-Bussi-Kultur mit denjenigen
pflegen, denen sie jeweils eine Funktion/Nutzwert für sich selbst
zugesprochen haben. Etwas Demut täte
diesen Leuten gut, die die Anmaßung und den Anspruch haben, auf
dieser Welt ein Luxuswesen zu sein, dem deshalb das gute Leben
zustünde. Sie haben keine Ahnung von der Welt um sie herum, nicht
mal in kultureller Hinsicht, obwohl sie sich global geben (womöglich
nur in okkupativer Hinsicht). Sie kennen nur ihr Ego, es ist ihr
einziger Ausgangspunkt. Andere Menschen sind für sie Austausch- und
Ersatzspieler, Kostenfaktoren. Sie brauchen Menschen, gebrauchen sie,
missbrauchen sie, als Ersatzspieler, als Sklave. Dies geht bis ins
Zwischenmenschliche hinein. Sie gehen einem gerne um den Bart: in
Wirklichkeit spielen sich aber ganz andere Prozesse der Berechnung
ab. Was gebe ich dir und was kann ich dafür nehmen. Was kriege ich
für meinen Einsatz? Wie gestaltet sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis? Dazu gehören gerade auch Blindheiten, Leidenschaften, die so eine
andere Person vielleicht nicht „verkaufen“ und „anbieten“
kann. Von dem, was sie sagen, ist immer auch das Gegenteil wahr. Es
ist formbare Masse. „Flexibel“ und „anpassungsfähig“ würden
das manche smarten Geister finden.
Montag, 1. August 2016
Ja
JA
Momente,
in denen du mit allem einverstanden bist,
dir zuschaust
zufrieden
wie ein Tropfen im Ozean
ein Staubkorn in der Wüste
einfach so – einfach da
nur sein
einmal
alles in dir
du in allem
dankbar
Liebe
JA
JA......
(eine Art Gedicht von mir aus den 70er Jahren)
Momente,
in denen du mit allem einverstanden bist,
dir zuschaust
zufrieden
wie ein Tropfen im Ozean
ein Staubkorn in der Wüste
einfach so – einfach da
nur sein
einmal
alles in dir
du in allem
dankbar
Liebe
JA
JA......
(eine Art Gedicht von mir aus den 70er Jahren)
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