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| The Yellow Magic |
Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Samstag, 30. April 2016
Freitag, 29. April 2016
Beschleunigung
Dieselgate, Flüchtlinge oder Asylanten, Terror,
wieder Dieselgate, Panama Papers, Böhmermann, Dieselgate mit
Managerboni...dazwischen ein bisschen Rente bzw. Altersarmut, Auto,
Elektro, Zinsen, FIFA, DFB, Fußball und gestorbene Rockstars....:
unsere Wahrnehmung kommt da kaum noch mit. Schlagzeilen. Events. Ob sich das alles
beschleunigt hat, ob sich da ein Tempo, eine zunehmende Geschwindigkeit unmerklich in unsere Gehirne geschlichen hat? Auf Durchzug gestellt? Hauptsache, die Kohle stimmt! Der Autokonzern ist jetzt überraschend
wieder der Größte und die Rente sei sicher, lassen
Nachrichtenmoderatoren, Internetseiten, Fernsehgesichter und Wichtigs allüberall verlauten. Alles weiter so? Ob sich da ein Tempo selbständig und
immer selbständiger macht? Rechtschreibfehler schleichen sich überall ein, die Grammatik stimmt nicht, Brüche werden kurz sichtbar, Grotesken erstehen unvermittelt: ob's der Profit und die Rentierlichkeit, Personaleinsparung, das Ausmerzen von Menschen als Kostenfaktoren, der Wechsel der "Formate" ist? Was wohl dahinter steckt? Ob wir da noch etwas richtig verstehen,
mitkommen, ob die Folge der "Aufreger" oder der "Kick" sein soll? Sein muss? Die kurzfristige Empörung, Betroffenheit? Alles
vorbeiziehen lassen, schauen, wo man selbst bleibt: ob das eine
Lösung ist, eine Art, damit umzugehen? Ob wir da noch Empathie
entwickeln können? In andere Welten kriechen, die mit 15 Mio Euro
Wechselprämie ausgestattet sind, in der Parteien Spiele spielen, die
sie dann Demokratie nennen? Macht- und Ränkespiele, Kriege, Tod,
Mord und allerlei PR-trächtiges Gebaren, Show, falsches Lächeln und
hohle Versprechen? Man ist umschwirrt und soll sortieren. Ab wann ist
man überfordert? Was ist angesichts dessen Zeit? Wo ist sie? Spüren wir, wie sie durch uns hindurch geht? Wie wir uns darüber verbrauchen? Fragen bleiben, nichts als Fragen. Gedanken über ihre Beantwortung stören da nur.....Gewisse Abschnitte unserer möglichen Antworten würden Teile der Bevölkerung ohnehin nur verunsichern.....
Donnerstag, 28. April 2016
Vision
Hinausgehen auf eine Lichtung, die noch jenen Tau des Morgens trägt, der überall zu spüren und einzuatmen ist. Alles neu, alles ein Anfang. Alles Licht. Alles eine einzige Empfindung, ein Eindruck, der sich in dir ordnet..... Nichts, was du aus der Vergangenheit oder deiner Umwelt mitnehmen musst. Nichts belastet. Nichts, was bremst. Nur du. Es genügt. Eine Entdeckung. Eine Erfahrung. Offen sein. Ohne Angst. Offen sein dürfen. Kein Hunger. Von allem genügend da. Nicht zu viel. Nur so viel, um es alles zu vergessen. Sich fallen lassen in diesen Moment. Eins mit ihm werden. In Zeitlosigkeit. Unendliche Leichtigkeit. Zuspruch, Zärtlichkeit, Liebe. Schönheit. Bewusstsein.
Mittwoch, 27. April 2016
Elektro-Autokratie
So
so, eine Kaufprämie für Elektroautos wollen sie ausloben, die Dame und die feinen Herren, und
steigen danach in die ganz fetten Limousinen mit dem stark
ausgeprägten Spritverbrauch, die zudem ein chronisch unterbezahlter
Fahrdienst (der des Bundestags...) mit Chauffeuren bestückt. Den
Industriestandort wollen sie mit ihrer Prämie aus Steuergeldern und
Industriegeldern stärken, denn nur einer, der kräftig genug ist,
seine ökologischen und sozialen Aufgaben zu meistern, wird auch
imstande sein, diese durchzusetzen, so habe ich jetzt mit einem Ohr
die Pressekonferenz der Parteigranden und Politwichtigs verfolgt. Nun,
aus den EU-Kreisen ist angesichts des Einflusses der Autoindustrie
durchaus anderes zu vernehmen. Da werden von den deutschen Wirtschaftshorsts auch gerne mal ein paar
ökologische oder soziale Aufgaben zugunsten eines „Wachstums“ vernachlässigt. Auch erscheinen ein vor allem aus Braunkohlekraftwerken kommender Strom, das mangelhafte Versorgungsnetz und die schlechte Reichweite der Elektrofahrzeuge doch ein wenig zu bremsen. Es geht ja wohl um die Energiebilanz, - oder? Vom Skandal um die Abgasschummeleien mal ganz zu schweigen: ob wohl die
europäische und ganz besonders die deutsche Aufsichtsbehörde diese
Schummeleien auch mit rechtlichen Konsequenzen aufgedeckt hätte? Hm,
diese Zweifel nähren Zweifel an der Parteienlandschaft, die diese
Minister stellt. Ein Kanzlerkandidat der Vergangenheit meinte ja wohl
auch im Tone der Empörung, ob er denn auf den harten Sitzen eines VW
Golf sitzen solle.......Nicht nur solche Überheblichkeiten (die
seine Partei gerne als „Ecken und Kanten“ verkauft hätte...)
haben ihn und seine Partei wohl abstürzen lassen. Ob das etwas zeigt?
Dienstag, 26. April 2016
Show und Umgang
Der Obama macht tatsächlich sehr viel mit seinem
persönlichen Charme. Das war jetzt wieder bei seinem
Deutschlandbesuch zu sehen. Wenn er weg ist, wird man wissen, was da
fehlt. Eine Lockerheit, die sogar den Humor gut spielt. Easy. Dabei geht
es natürlich auch um Interessen. Aber dafür sind Politiker ja da. Sie vertreten Interessen. Das wäre ihnen kaum vorzuwerfen. Man sollte nur wissen, welche. Es geht darüber hinaus ja wohl auch ein bisschen
um das „Wie“. Klar, dass alles Showbusiness sei, hat nicht nur
Hollywood erfunden, sondern viele viele Jahre zuvor auch William Shakespeare.
Die zahlreichen Einlassungen wichtiger „Experten“ haben ja die
entsprechenden Zitate bis zum Abkotzen wiederholt. Der Mensch will
getäuscht werden. Wenn er aber weiß, dass er getäuscht wird, dann
scheint alles halb so schlimm. Schlimm nur, dass viele Politiker um
uns herum meinen, es wirklich ernst zu meinen und das dann ihrem
Wahlvolk vorspielen. Womöglich wissen sie selbst nicht ganz genau,
was sie wirklich meinen. Das alles macht es manchmal lästig und
anstrengend, mit solchen Leuten umzugehen und ihre Sprüche zu
hören.
Montag, 25. April 2016
Rente mit 70
Ich gehe noch einmal in Gedanken die Stimmungen und
Meldungen der vergangenen Woche durch und stelle fest, dass Rente,
bzw. Altersarmut ein Wahlkampfthema werden wird, auch wenn
interessierte Kreise es dazu nicht kommen lassen wollen. Der
Bundesfinanzminister schlägt offenbar zeitlich gut abgestimmt dazu
eine Rente mit 70 vor, während seine Kabinettskollegin eben die
Rente mit 63 teilweise eingeführt hat und eine Rente mit 67 für alle "normalen" Beitragsdeppen teilweise Gültigkeit zu haben
scheint (jedes "Gesetz" kennt Ausnahmen...). Zudem soll das ganze Rentensystem
von Politikern ohnehin in zweckfremder Weise (für politische Maßnahmen anderer Art) missbraucht worden sein, wogegen sich die Politikerkaste natürlich mit allen im Voraus formatierten Begründungen heftig wehren würde. Was
ist da los? Wo leben diese Leute? In welcher Welt glauben sie zu
agieren? Gerade in krisengeschüttelten Branchen, in denen besonders
viel entlassen wurde und wird, stellt leider kein einziger Konzern Personen
jenseits des 50. Lebensjahres ein: zu alt, zu wenig leistungsbereit,
zu anspruchsvoll, so müssen sich diese Menschen von Profit-Dynamos regelmäßig
begrinsen lassen (auch wenn in den Medien gerne gegenteilige
„Erfolge“ verkündet werden!). Sie sind jenseits der 50 de facto
„altes Eisen“, auch wenn die Politik und ihre wohlausgestatteten
Vertreter noch so viele rhetorische Klimmzüge unternimmt (Der
Finanzminister selbst ist lebensaltersmäßig natürlich weit jenseits der 50, auch der 60, kann aber
eine ziemlich satte Politikerpension erwarten und hat sich auf diese Weise von allen drückenden Sorgen befreit...). Ob solche
Seltsamkeiten, solche Kaspereien und teuren Komikereinlagen etwas mit der grassierenden
Politikverdrossenheit zu tun? Welche Interessen werden hier eigentlich verfolgt? Die des Wahlvolks? Oder werden gar Positionierungen hinsichtlich des Lebensalters versucht, um die einen gegen die anderen auszuspielen? Ob die gestiegene Wahlbeteiligung angesichts solcher merkwürdiger
Vorgänge wohl eher etwas mit dem Auftauchen einer neuen Partei zu
tun hat, die Unzufriedenheiten aller Art und Protestpotential (auch
wenn immer wieder gerne behauptet wird, sie würde mit Protest und
grassierenden sozialen Ungerechtigkeiten nichts zu tun haben) gerne
als Wahlstimmen abfischt? Und haben demographische Zahlenspiele, die
immer wieder dilettantisch bemüht werden, auch etwas mit bestimmten
Interessen zu tun? Ist wohlverstandene Statistik etwas, was genaue
Aussagen zu menschlichen Gesellschaften über weite Zeiträume hinweg zulässt?
Sonntag, 24. April 2016
Samstag, 23. April 2016
Rosenfragment
EINE ROSE IST EINE ROSE
wenn Du all die Kopien vergessen hast, die du immer versucht hast
um dabei zu sein, egalbei was, nur dabei sein
du hast jetzt keine Angst mehr vor dem Außerhalb#um von dort hinein zu blicken
in das Räderwerk der Begründungen
der gierigen Begattungen und Beschaffungen, der fremden Herrschsüchte, der Verkaufsaktionen
des Imponiergehabes von werdenden Skeletten
der Lächerlichkeiten, der falschen Meldungen über eine Wirklichkeit
von der niemand eine Ahnung hat,
bleib gesund und munter, - wofür?
Für den coolen Fall in die Grube?
Sie werden dich verbrennen, sie werden Platz schaffen für andere
deine Schwäche wird nicht deine Stärke sein, nein
und die Welt ist auch nicht ein Lächeln
oder das Tier in Dir, das automatisch und unschuldig ausschachtet
du entdeckst, dass du für dich verantwortlich warst und geworden bist
Eine Rose ist eine Rose – auch dies ist keine Lösung
du schaffst es ins Endspiel und du verlierst es
wie jeder
wenn Du all die Kopien vergessen hast, die du immer versucht hast
um dabei zu sein, egalbei was, nur dabei sein
du hast jetzt keine Angst mehr vor dem Außerhalb#um von dort hinein zu blicken
in das Räderwerk der Begründungen
der gierigen Begattungen und Beschaffungen, der fremden Herrschsüchte, der Verkaufsaktionen
des Imponiergehabes von werdenden Skeletten
der Lächerlichkeiten, der falschen Meldungen über eine Wirklichkeit
von der niemand eine Ahnung hat,
bleib gesund und munter, - wofür?
Für den coolen Fall in die Grube?
Sie werden dich verbrennen, sie werden Platz schaffen für andere
deine Schwäche wird nicht deine Stärke sein, nein
und die Welt ist auch nicht ein Lächeln
oder das Tier in Dir, das automatisch und unschuldig ausschachtet
du entdeckst, dass du für dich verantwortlich warst und geworden bist
Eine Rose ist eine Rose – auch dies ist keine Lösung
du schaffst es ins Endspiel und du verlierst es
wie jeder
Freitag, 22. April 2016
Glauben on the Rocks
Es scheint, als sollte diese Gesellschaft spätestens
mit dem Erscheinen von Phänomenen wie dem Internet mehr Transparenz
nötig haben. Natürlich wurde in der alten DDR noch alles in
Hinterzimmern unter denen ausgekungelt, die sich für wichtig
hielten. Natürlich ist das in diktatorischen Gesellschaften noch
heute auf allen Kontinenten so. Dort scheint einer die Richtung
vorzugeben und alle folgen ihm. Führerprinzip. Schließt auf
neuzeitliche aber mittlerweile auch längst überholte Weise an die
alten Zeiten der Monarchien an. Damals gab es auch keine Transparenz,
keine Kommunikation, dort kamen die großen Veränderungen von oben.
Sie schienen einfach zu kommen wie ein Gottesurteil. Gott? Der
spielte mit seinen religiösen Statthaltern natürlich auch mit. Den
Leuten war ja alles zu verklickern. Sie GLAUBTEN es. Der Glaube
bestimmte das Dasein. Kirchenmalereien machten es für jeden
begreifbar. „Das Jüngste Gericht“ usw. Heute ist das das jüngste
Gerücht geworden. Tolles Wortspiel, nichtwahr? Stimmt aber. Das
Ungefähre regiert. Das Glauben. Meinen. Das aus dem Strom der
Informationen heraus Leuchtende. Firmen, Unternehmen und ihre
Werbeherolds haben das natürlich längst erkannt und hängen sich
dran. Es gilt die kommerzielle Botschaft. Sie kommt oft aus der
Verdummung und der Beeinflussungstechnologie. Wie bei den Nazis. Sie
will verführen. Über dumpfe Reflexe regieren und darüber Aktionen
herbei führen.
Donnerstag, 21. April 2016
Beeinflussungsstrategien
Es scheint, als sollte diese Gesellschaft spätestens
mit dem Erscheinen von Phänomenen wie dem Internet mehr Transparenz
nötig haben. Natürlich wurde auch in der alten DDR noch alles in
Hinterzimmern unter denen ausgekungelt, die sich für wichtige Bestimmer hielten. Natürlich ist das in diktatorischen Gesellschaften noch
heute auf allen Kontinenten so. Dort scheint einer die Richtung
vorzugeben und alle folgen ihm. Führerprinzip. Schließt auf
neuzeitliche, aber mittlerweile auch längst überholte Weise, an die
alten Zeiten der Monarchien an. Damals gab es auch keine Transparenz,
keine Kommunikation, dort kamen die großen Veränderungen nur von oben, wurden nach unten durchgedrückt.
Sie schienen einfach zu kommen wie ein Gottesurteil. Gott? Der
spielte mit seinen religiösen Statthaltern natürlich auch mit. Den
Leuten war ja alles zu verklickern. Sie GLAUBTEN es. Der Glaube
bestimmte das Dasein. Kirchenmalereien machten es für jeden
begreifbar. „Das Jüngste Gericht“ usw. Heute ist das das jüngste
Gerücht geworden. Tolles Wortspiel, nichtwahr? Stimmt aber. Das
Ungefähre regiert. Das Glauben. Meinen. Das aus dem Strom der
Informationen heraus Leuchtende. Firmen, Unternehmen und ihre
Werbeherolds haben das natürlich längst erkannt und hängen sich eifrig dran. Es gilt die kommerzielle oder die politische Botschaft. Sie kommt oft aus der
Verdummung und der Beeinflussungstechnologie. Wie bei den Nazis. Sie
will verführen. Über dumpfe Reflexe regieren und darüber Aktionen
herbei führen.
Mittwoch, 20. April 2016
Dienstag, 19. April 2016
Neiddebatte
„Neiddebatte“. Es ist ja ein gängiger Reflex,
dass alle und jede Diskussion zum Thema Einkommensverteilung und
Vermögen schnell unter dem Stichwort „Neidreflex“ oder
„Neiddebatte“ abgewürgt wird. Nun sollte an dieser Stelle klar
zwischen personenorientierter und strukturenorientierter Debatte
unterschieden werden. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich über
ganz bestimmte Personen oder über Strukturen diskutiere, die hinter
gewissen Entwicklungen stehen, die diese Personen wohl begünstigt
oder zumindest beeinflusst haben. Diese Personen selbst sind jemanden
wie mir völlig egal. Sie sind nur lächerliche arme Würstchen und
als Rädchen in einem Gesamtgetriebe interessant, als dem Ganzen
ausgelieferte Personen, die ein gewisses Bild von sich selbst
pflegen und sich nach gewissen sozialen Spielregeln verhalten. Diese
Regeln sind durchaus veränderbar, im Gegensatz zu anderslautenden
Behauptungen. Ob die öffentlichen Haushalte eine angemessene
Ausstattung haben, wie der Staat und seine Organe damit umgehen, in
welchem Zusammenhang mit dem Thema „Geld“ und Neid mit dem Thema
Arbeit, Sinn und persönliche Entfaltung stehen, solche Fragen
scheinen da zusehends in den Hintergrund zu treten. Wie wäre es im
Austausch mit einer „Neiddebatte“ von einer „Gierdebatte“ zu
reden? Dass die Klasse der „Manager“ viel zu viel verdiene, sei
Sache der Wirtschaft und keinesfalls eine der Grundansichten von
Gesellschaft, schon gar nicht der Politik – so heißt es gerne. Die
einzig maßgeblichen Fdaktoren seien dabei Angebot und Nachfrage. Ob
eine solche Ansicht von der Vision eines tatsächlich „freien“
Marktes ausgeht? Ob nicht neben dem vielgescholtenen Staat und seinen
Möglichkeiten sehr viele Faktoren auf den „Markt“ einwirken,
unter anderem auch welche der sozialen Herkunft, der
Werteorientierung, der „vertikalen Durchlässigkeit eines
Gemeingebildes“ und anderer Faktoren? Nicht nur nach soziologischen
Einschätzungen könnte dies ja so etwas wie den Motor einer
innovativen Entwicklung ausmachen. Ob die vielbeschworene
„Vernetzung“ (also das „Networking“) an dieser Stelle nicht
eine gewaltige Rolle spielt? Ob sich da innerhalb einer „Klasse“,
einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, nicht eine Kumpelmentalität
breit machen kann? Oder ob gar die Machtfrage ganz generell eine
wichtige Rolle spielt? Wird man „freie Marktwirtschaft“ und
gerechte Verteilung innerhalb einer Gesellschaft so rigide auseinander
dividieren können?
Montag, 18. April 2016
Sonntag, 17. April 2016
Bio-Hacking
„Bio-Hacking“ war das ganz große Ding auf der
diesjährigen CeBit, die ja nun auch schon ein paar Tage her ist.
Sich einen kleinen Chip (immerhin auch 1 cm lang) unter die Haut
jagen lassen und dann damit angeben, was der alles kann, das war
angesagt. Jeder Redakteur irgendeiner angesagten Elektronikklitsche
musste so ein Ding haben und dann mit leuchtenden Augen erzählen,
wie das Ding die Haustüre aufmachen kann und was es in Zukunft noch
so alles können wird. Nun ja, viel interessanter erschien mir der
medizinische Einsatz, der unter anderem Gelähmten neue Möglichkeiten
eröffnen kann, indem nämlich das Rückenmark auf diese Weise umgangen
werden kann. Nur durch die Kraft der Gedanken wird ein „Patient“
nach der Interaktion mit dem Computer seine Gliedmaßen wieder
bewegen können. D.h., das ist schon in Gange und der Computer lernt
anhand einer Portion künstlicher Intelligenz relativ schnell dazu.
Aber auch das Kino, das ja ohnehin unsere kollektive Traummaschine ist, ist
schon längst in Richtung „Bio-Hacking“ voraus gegangen. Riesige
Monster könnten beliebig zu ersetzende „Verlängerungen“ unserer
Körper und seiner gedanklichen Vorstellungen sein, Gehirne könnten
in Festplatteninhalte überführt und auf diese Weise beliebig
kopiert werden. Das Problem der Unsterblichkeit samt des Klonens
scheint sich auf diese Weise auch erledigt zu haben. Begeistert
leuchten die Augen des Technikredakteurs, wenn er solche Visionen den
„Usern“ mal kurz erklärt. In ein paar Jahren wird es diese Zeit
nicht mehr geben. Dann wird eingeführt. Gemacht und getan. Basta. Das bewegt sich aus sich selbst heraus und wird (besonders von den Menschen mit den leuchtenden Augen...) auch "Fortschritt" genannt.
Samstag, 16. April 2016
Populisten
Das Modell mit „Führer“ läuft einstweilen bei
uns noch schlecht. Außer in den Neuen Bundesländern (die haben in
der alten DDR das alles nicht so recht aufgearbeitet....glauben auch
heute noch den alten Nazi-Scheis und durften anschließend nicht mal in die
Fremde). Doch wir haben schlechte Erfahrungen im politischen System
gemacht. Volle Fresse die Nachteile mitgekriegt. Bitter und gerecht bestraft worden. Über die Hintertüre
des Populismus, der der Bevölkerung klare Vorgaben und Maßstäbe
vermitteln will, kommt das alles nun wieder (ohne dass der Schoß noch immer
fruchtbar...und dieser ausgeleierte Brecht-Scheis....). Da gibt es plötzlich
Figuren, die zwar noch ein bisschen erbärmlich, aber immerhin, mit
ihrem Zeigefinger den Anderen etwas zeigen wollen. Mir nach! "We make America great again". Die
Sprache hierzulande ist zudem ein Vehikel für solche Aktivitäten: „War ja
nicht alles schlecht beim....oder: Ich bin gegen Rassismus, aber.....
So schleicht sich das Gedankengut an und materialisiert sich dann,
d.h. es wird real. Die „Eliten“, Besserwisser und
Elfenbeinturmbewohner sind anfangs dagegen, stemmen sich und ächzen
Phrasen, schlagen sich dann aber auf die Seite, wo das Geld, das sie
verdienen, herkommt. Die Bundeskanzlerin entschuldigt sich in dieser
Phase bei einem Diktator eines grenzwertig sich gerierenden Landes schon mal für
ein satirisches Gedicht, das ihm (dem Diktator, der Person der Öffentlichkeit) satirisch ans Bein zu pinkeln
versucht hat. Der Mann bläst sich doch tatsächlich dagegen auf. Er will Genugtun über das Rechtssystem. Es
klappt. Doch: Erst Empörung darüber, dann Betroffenheit und dann:
hat sie recht. Erst sie, dann er. So wird auch das ausgehölt, was
uns zu einen schien: das Grundgesetz. Regeln, nach denen sich
Gemeinschaft hierzulande richten solle. Wieder steuern populistische
Figuren wie Donald Trump gegen, wollen alles erschießen, was nicht
ihrer Meinung ist und sich nicht richtig verhält. Andere machen's in anderen Ländern vor. Selbstverständlich
bestimmen offiziell gewählte Polit-Komiker der populistischen Sorte selbst, was richtig und falsch
ist. Hm, was ist denn das? Träumen wir?
Freitag, 15. April 2016
Verkehrsdistinktionen
Wie
es hier ist: die Leute (in bestimmten Zeiten: vor allem
alternative und bebrillt dreinschauende Edel-Hausfrauen samt billigen
Damen in engen Klamotten mit prallen Titten) preschen mit riesigen Offroad-SUVs und
City-Laster durch die Gassen, ohne jede Rücksicht auf andere
Verkehrsteilnehmer oder Fußgänger zu nehmen. Fußgänger hingegen
wackeln auch noch im dichtesten Verkehr mit starrem Blick auf ihr
Smartphone über Zebrastreifen und daddeln dabei ohne jeden Seitenblick auf ihre reale Umwelt immer weiter.
Kommunikation de Luxe. Parkplätze zu finden fordert einem zu
bestimmten Zeiten auch noch im hintersten Hinterkaff alles ab:
die Infrastruktur kommt längst nicht mehr mit. Alle Straßen und
Plätze sind ausgebaut, die Autos sind dafür längst viel zu groß
geworden, behindern sich gegenseitig und bretzeln viel zu viele Abgase in die Welt.
Donnerstag, 14. April 2016
Altersarmut und Manager
Da kommt jetzt heraus, bzw. wird öffentlich, dass
wohl jeder zweite Deutsche in die Altersarmut fallen wird, wenn die
gegenwärtige „Rente“ beibehalten wird. Es muss jemand
ununterbrochen 40 Jahre arbeiten, wenn er nicht bald unter den
Hartz4-Mindestsatz fallen will. Ich selbst war ja schon oft beim Blick auf den Rentenbescheid verzweifelt und hatte das Thema verdrängt. Und jetzt? Gleichzeitig weigert sich die
Managerriege in Wolfsburg, auch nur einen Teil ihrer „Boni“, also
ihrer Erfolgsvergütungen, abzugeben. Nach harten Verhandlungen wurde
Entwarnung gegeben, weil diese Leute wohl nun doch auf „einen Teil“ dieser
Bezüge verzichtet haben. Wie hoch genau das sein soll, bleibt vorerst noch geheim. Großartig, das! Jaja, beim Automobilkonzern werden diese
„Boni“ für einen längeren Zeitraum gezahlt. Es ist alles
vertraglich fixiert, natürlich! Auch der ehemalige
Vorstandsvorsitzende, so heißt es, soll solche fetten und in die
Millionen gehenden Bezüge noch erhalten. Jetzt. Nachdem ein riesiger
Konzernbetrug unter seiner Ägide aufgeflogen ist. Ob diese Betrügereien in weniger als
einem Jahr, - exakt: dem zurück liegenden, als er nicht mehr dabei war - realisiert worden sind?
Ob es nicht eine mangelhafte „Führungsleistung“ war, die dazu
geführt hat? Ob dafür eine „Erfolgsvergütung“ angezeigt ist?
Für welche „Leistungen“ überhaupt wird so etwas gezahlt, wenn
gleichzeitig Entlassungen von Leiharbeitern schon vollzogen und
weitere Entlassungen des „Personals“ diskutiert werden? Ein hartes "Sparprogramm" aufgelegt ist? Der vom
Posten des Finanzchefs an die Aufsichtsratsspitze gewechselte Mensch
soll angeblich 15 Millionen Euro dafür bekommen haben. Wo leben
diese Leute? Wohl nicht in derselben Welt, wie viele andere Menschen um sie herum.
Mittwoch, 13. April 2016
Integrationsleistung
Es ist eine Art Test auf die Integrationsbereitschaft
der jungen Türken dem Grundgesetz gegenüber: ich sah zufällig im
TV, wie eine Reihe von ihnen (natürlich wie immer: willkürlich vom
Sender ausgewählt) interviewt wurden. Was sie wohl von Erdogan
halten und wie sie sein Verhalten einschätzen, so die Frage. Alle fanden es
ganz okay, dass er dagegen auf seine Art vorgehe. Den zu beleidigen sei, so tönt es mir noch in den Ohren, als ob man die ganze Türkei beleidige. Also Vorgehen. Rechtlich. Mit allem Drum und Dran. Die Lächerlichkeit
der Situation schien gar nicht in ihrem Gesichtskreis aufzutauchen.
Alles könne man tun, aber nicht jemand persönlich beleidigen, ihn
unter der Gürtellinie verletzen usw. Wer so etwas nebenher im
Fernsehen sieht, mag entsetzt und verletzt sein. So gut haben diese
Personen das Grundgesetz in vielen vielen Jahren in sich aufgenommen
und verarbeitet! Oh weh! Ich kenne das „Gedicht“ des ach so
öffentlichkeitsumtriebigen und PR-tüchtigen Böhmermann nicht, aber selbstverständlich darf hier alles in Deutschland über einen ausländischen Staatschef
gesagt werden. Muss ich ja nicht gut finden. Genau darum geht’s ja! Es geht um das Recht. Und das hiesige treten solche Figuren
wie Erdogan samt ihren Advokaten mit Füßen, auch wenn sie einen alten Paragraphen
herauskramen, der „Majestätsbeleidigung" unter Strafe stellt! Fehler der Regierenden, dass sie in all den Jahren das nicht ausgemerzt haben! Diese
Figuren wie Erdogan selbst beanspruchen ihre Ansicht davon mit Hilfe von windigen
Anwälten, - anderen und ausländischen Menschen aber verweigern sie
es, strengen Klagen an usw. Meinungs- oder Pressefreiheit scheint ihnen etwas ihrer Willkür Ausgesetztes. Man fragt sich: Was soll das?
Dienstag, 12. April 2016
Auto und Fußball
Neulich habe habe ich mal wieder 2 Stunden lang auf
einen Reifenwechsel gewartet. In Aussicht stellte man mir 1 Stunde.
So erging es mir fast regelmäßig bei solchen Gelegenheiten. Scheint das Normalste der Welt zu sein. Kunden-, Service- oder Wartedienste wurden zu Diensten des Wohlverhaltens, indem man
möglichst klaglos oft mehr als 1 Stunde alleine auf die
Entgegennahme eines Auftrags zu warten hatte. Abholzeiten wurden
auch recht großzügig getimt: ich erinnere mich an Wartezeiten von
90 Minuten und mehr. Es scheint normal zu sein, der Deutsche wartet
durchaus auf sein Liebstes und ist bereit, so manches Opfer der
Unterwürfigkeit dafür zu bringen. Zeit? Kein Problem! Insofern: Auch ein zeitliches.
Lieblingsobjekte: Auto und Fußball. Bei manchen Sendern hat es sich
inzwischen eingebürgert, ein zu übertragendes Fußballspiel mit
teilweise zweistündigem Vorlauf zu inszenieren und die Spannung oder
Gier darauf beim Publikum möglichst zu steigern. Meist labern dann irgendwelche
„Experten“ dummes Zeugs, grinsen feist dazu und fragen sich
gegenseitig zu ihrer Meinung. Als Zuschauer staunt man so manches mal über die Kunst,
die von überlangen Werbeblöcken unterbrochene Spannung durch das
Nichts zu erzeugen. Sämtliche Hintergründe werden dabei mehr als ausgeleuchtet. Nach diesen zwei Stunden ist so mancher Zuschauer nach
verschiedenen Umschaltaktionen meist so gelöchert und geschafft,
dass das eigentliche Spiel dann einen seltsamen Stellenwert gewinnt.
Es ist so etwas wie Erleichterung, Krone des Geschehens, Objekt der Erwartung und
Höhepunkt zugleich, was nicht selten im Zustand der Betrunkenheit
erlebt wird. Selbstverständlich würden es die Sender gerne sehen,
wenn das mit der in den Spots sehr aufdringlich abgesendeten und propagierten Marke
geschehen würde. Folge: Fußball ist längst Showgeschäft geworden, mit
allen Folgen. Doch an manchen Stellen erscheint der Bogen überspannt.
Auto und Fußball, Objekt der Begierde.
Montag, 11. April 2016
Unpässlichkeiten
Das geht ja gar nicht! Da haben eben wieder die
„Panama-Papers“ belegt, dass sich die deutschen Banken beim Thema
Steueroasen nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Gleichzeitig wird
öffentlich, dass der Direktor einer größeren Sparkasse auch mal
bis zu einer Million Euro im Jahr verdienen kann. Sparkassen könnten
im Idealfall zur Kapitalausstattung von öffentlichen Einrichtungen
und deren Belange beitragen. Sie könnten Unternehmen der Region mit
Krediten ausstatten. Sie gelten als die Bank der „kleinen Leute“.
Wie das wohl alles zusammenpassen mag? Natürlich passt auch nichts
zusammen und ist geradezu unsäglich, wie die Bundesregierung mit
Anwürfen aus der Türkei nach einer satirischen Attacke umgeht.
Flugs ruft da Frau Bundeskanzlerin beim türkischen Staatspräsidenten
an und beteuert, dass sie das alles auch nicht so toll fand. Klar
ist, dass sie nach ihrem Deal mit der Türkei, diesen etwas arg
despotischen Präsidenten unbedingt braucht. Der Anruf dürfte
insofern als Entschuldigung und Distanzierung vom Satiriker
Böhmermann verstanden werden. So etwas geht gar nicht. Natürlich
müssen sich Politiker auf alle möglichen Weisen durch den Kakao
ziehen lassen. Natürlich, wer denn sonst? Belege gibt es hierzulande
massenhaft. In der Türkei werden indessen Journalisten verhaftet
und vorgeführt. Die gerade jetzt immer wieder betonte Diskussion der
sog. „Grundwerte“ nimmt natürlich auf diese Weise herben
Schaden. Bisher dachte man, dass hier immer und auf jeden Fall die
Pressefreiheit und alle damit verbundenen Verhaltensweisen gelte. Klaro. Und
jetzt so etwas? Was bedeutet das?
Sonntag, 10. April 2016
Selbstoptimierung und Rollenverständnis
Es ist es doch so: Frauchen verkaufen ihr Äußeres
gerne mal an einen reichen Macker (bei einem verborgenen aber trotzdem tief traditionellen
Rollenverständnis, das ein bisschen auf Modern gebügelt ist..., ja, das gibt es tatsächlich massenhaft), am besten per
Ehe und den sich daran knüpfenden Kindern. Irgendwann wird den
Frauchen das Dahinleben mit verwöhntem Balg, in teuren Villen und Karossen zu langweilig,
sie wollen sich nun selbst verwirklichen (angeregt durch die
neoliberale Grundstimmung, die befiehlt: Mache etwas aus dir! Hole
etwas aus dir heraus! Optimiere dich!). Also schreiben sie ein Buch,
verfassen ein Theaterstück, eröffnen eine Boutique, malen farbige
Werke und stellen aus. Durch die Beziehungen ihres Gatten (der
inzwischen natürlich längst eine jüngere Geliebte hat...) fällt dieser
Schritt an die Öffentlichkeit leicht, der Freundeskreis gibt das ja
locker her: Ein namhafter Verlag ist leicht zur Hand, eine gegen Entgelt bereit stehende Theaterriege will auch Geld verdienen, Räumlichkeiten anmieten wird
bezahlt, eine Bank organisiert gerne die Ausstellung, lädt mit
Briefkopf die Willy-Wichtigs und „potenten“ Geldsäcke zur
Vernissage ein - und überhaupt: da ist viel soziales Engagement.
Dieses sollte heutzutage möglichst kostenlos für den Staat sein
(was großzügige Aufwandsentschädigungen nicht unmöglich macht...)
und durch ein „Sponsoring“ ermöglicht werden, d.h.: Durch den
Werbeetat einer Firma, die sich durch ihre diesbezügliche Aktivität
etwas für sich selbst verspricht..... last but not least: Image. Wer
solche Zusammenhänge einigermaßen durchblickt und mit ihnen handelt, befindet sich meist
in der Werbebranche. Geht - im weitesten Sinne - mit öffentlicher
Kommunikation um, (ver-) plant Kampagnen usw. Mit solchen Aktionen
meist einher gehendes Gutmenschentum zu transportieren, ist eine
„besondere Herausforderung“ für ihn. Er weiß, wie so was geht,
auch bei der „Presse“, erkennt ja die tonangebenden Leute dort ...... Also erstrahlt seine Ehefrau meist im
Sozio-Ökoglanz, verfügt über ein weithin sichtbares Hochglanz-Ego einer frei schwebenden Kreativität,
ist die stets frohsinnige Verkörperung und der Inbegriff des „Chic“...usw.
Labels:
Aussehen,
Beruf,
Genuss,
Herrschaft,
Kapitalismus,
Macht,
Neoliberalismus,
Reichtum,
Selbsterfahrung,
Selbstverständnis,
Sozialisation,
Verhaltensmuster
Samstag, 9. April 2016
Offshore-Likes
Unglaublich! Der große Aufreger zu den
„Panama-Papers“ scheint schon wieder vorbei zu sein! Es ist so,
wie es schon so oft war: was man für eine überspitzte Pointe hielt,
für eine Übertreibung im Sinne einer Erkennbarkeit, ist platte
Realität! Gewöhnungssache. Eine Sau durchs Dorf getrieben – und schon kommt die
nächste Sau. Dahinter stehende Strukturen scheinen uninteressant zu
sein und in dieses Wahrnehmungsschema nicht zu passen. "Verkopft". Das will ja niemand. Dass der Bundesfinanzminister (wundert sich jemand?) plötzlich "unter Druck" und Verdacht zu stehen scheint, dass Fakten dafür angeschleppt werden, die die Verwicklung seines Ministeriums in solche Geschäfte zu belegen scheinen, erscheint da nur noch als Verlängerung und Randnotiz. Unschuldsbeteuerungen. Nichts ist illegal. Wäre doch gelacht, wenn sowas nicht juristisch niederzuschlagen wäre! Der Steuerzahler steht für so etwas ohne weiteres gerade. Diese "Eliten" sind ja demokratisch legitimiert. Deshalb können sie alles bringen, alles zum Gesetz machen. Was kostet diese Welt? Deutschland ist in dieser Sportart ohnehin gut. Und, by the way: Wie kommt das eigentlich, dass nach einer offiziellen Steueroasen-Statistik der Tax Justice Network Deutschland im Jahr 2013 auf Platz 8 liegt, weit vor Ländern wie Panama? In diesem
Falle heißt das aber: Offshore-Anlagen (auf deutsch: Steueroasen) scheinen in großem Ausmaß eine "offizielle" Realität zu sein (mit der man sich abfinden muss? Wo bleibt denn da die Wertediskussion? was sind überhaupt die Werte "dahinter"?). Geld, Profit, Vorbeischleusen am Gemeinwesen, möglichst wenig Steuern bezahlen? Nichtdoch. Was heißt denn da Realität? Mit der Realität sollte man sich am besten gar nicht belasten. Könnte ja negativ sein! Das schadet einem. Also am
besten in der Lüge leben, alles sei durch und durch positiv, auch und gerade man
selbst in seiner speckgürteligen Komfortzone. Der große Popanz. Die durch Macht gestützte Behauptung. Und alles schwimmt mit, denn man weiß ja
eh nicht, wer dahinter steht. Wer in welchem Interesse.....
Überhaupt: Die Reichen machen sowieso, was sie wollen. Ob dieses
Wahrnehmungsmuster nicht durch solche Aufdeckungen gestützt wird?
Freitag, 8. April 2016
Donnerstag, 7. April 2016
Doping und Fußball
Doping soll nichts mit Fußball, mit Profi- und
Spitzenfußball zu tun haben. Seit Menschengedenken weisen das „die
Profis“ weit von sich. Es würde im Fußball gar nichts bringen, so
hieß es stets stereotyp. Doch Tatsache ist auch, dass der Fußball nicht nur in gewissen Leistungsbereichen sehr viel athletischer geworden ist,
dass die Physis eine immer größer werdende Rolle spielt. Das
technische Können scheint da etwas in den Hintergrund gerückt zu
sein: laufen muss der Profi können, die Lunge sich aus dem Leib
rennen und eine taktische Marschroute befolgen muss er können, wozu
unter Umständen eine große körperliche Fitness vonnöten ist. Das
alles ist sehr offensichtlich. Bei der TV-Gesprächsrunde „Markus
Lanz“ nun grinste der ehemalige BVB-Fußballprofi Sebastian Kehl meist sehr
vielsagend und stillvergnügt ablehnend vor sich hin, als das Thema anlässlich eines in Großbritannien auf den mit verdeckter Kamera beobachteten Aussagen eines Arztes und dem sich daran knüpfenden Verdacht zur Sprache kam.
Er selbst, der Borussenprofi, hatte zuvor noch gemeint, dass „der Doc“ alle
Medikamente und Mittelchen, die man als Profi unbedenklich finden
dürfe, in einen Schrank packe, aus dem man sich dann als Kicker dann bediene. Was das für Mittelchen und Medikamente seien, das blieb
ungeklärt und scheint nach wie vor Sache der Ärzte zu sein und gewesen zu sein. Die werden schon wissen...... Und
überhaupt, „Generalverdacht“ gegen Kicker sei schlecht, darüber
waren sich die Anwesenden schnell einig und verabschiedeten sich
schließlich in gewohnter Weise aus der Talkshow. Alles unterhaltsam
angerissen, nichts erklärt. Der Journalist Thomas Kister, der bei
der Runde auch anwesend war und einschlägige Erwägungen,
Wahrscheinlichkeiten samt Beobachtungen in den Raum stellte, war
offenbar nicht ganz ernst genommen worden. Mit einem Grinsen war
unausgesprochen der Verdacht aufgekommen, dass er nur sein Buch zum
Thema "promoten" wolle. Andere Personen in der geschwätzigen Gesprächsrunde scheinen
seit Jahr und Tag ja ohnehin nur aus diesem Grund eingeladen worden zu
sein. Solch ein Schlingel!, schienen da manche Mienen zu besagen.
Seit Jahren interessant scheint immerhin, dass Fußballer nicht ganz
so gründlich auf den Gebrauch von Doping untersucht zu werden
scheinen. Jetzt nun berichtet das Internetportal „T-Online“ über den
schwedischen und inzwischen beim französischen Club St.
Germain spielenden Ober- und Überprofi Zlatan Ibrahimovic, dem in
seiner von 2004 bis 2006 währenden Zeit bei Juventus Turin offenbar
gut sichtbare muskelbewehrte körperliche Merkmale zugewachsen seien.
Die Behauptung samt sich daran knüpfenden Erwägungen hat wohl der
schwedische Trainer Leichtathletiktrainer Ulf Karlsson aufgestellt.
Hm, wer ist denn nun der Strolch? Einer, der sich auskennt, aber
seine Behauptungen offenbar nicht sauber beweisen kann. Oder einer,
der mit gewissen Entwicklungen seines Körpers zu Spekulationen
Anlass gibt? Wer weiß hier was? Natürlich niemand. "Betroffen würden wir den Vorhang zu ziehen..." meinte einst schon der Literaturfex Reich-Ranicki bei solchen Gelegenheiten. Übrigens: So war es mit
den sog. „Offshore-Geschäften" aus Ländern wie Panama heraus bis vor kurzem auch noch.
Ach, der Boulevard kocht jetzt. Aber ein gründlicheres Nachdenken über
das Phänomen und seine Zusammenhänge scheint nicht so recht
angesagt zu sein.
Mittwoch, 6. April 2016
Ob nicht...? Fragen zur Rechtsprechung.....
Dass die Gerichte nicht (mehr) im Sinne der
Bevölkerung entscheiden, dürfte nicht erst seit gestern ein
Gegenstand genauerer Betrachtung sein. Ob sich da ein relativ
selbständiger Stand herausgebildet hat, der sich auf „Volkes
Stimme“ beruft, dabei aber um sich selbst in seinem
Paralleluniversum kreist? Der sich in Sophistereien und
Verfahrensfragen ergeht, während „draußen“ die Welt sehr viel
grundsätzlicher brennt? Sicher, der Rechtsstaat ist eine
wichtige Errungenschaft der Aufklärung. Ob sich aber die
Bevölkerungsklasse der Gesetzesausleger dermaßen schamlos, verdeckt oder offen gierig
und von allen akademischen Weihen geweiht daran schadlos halten muss?
Bedeutet dies Rechtsstaat? Ob die Justiz nicht in der Hauptsache im
Sinne der ohnehin Mächtigen, der "Arbeitsplatzbeschaffer" und Geldsäcke entscheidet, ob die
Parlamente nicht für genau diese Klientel ihre Gesetze maßgeschneidert haben,
indem sie nämlich schon im Entstehungsprozess durch ihre mächtigen
Lobby-Verbände mehr als Einfluss genommen hat? Ob diese Lobbyisten
nicht selten sogar die wörtliche Vorlage für solche „Gesetze“
geliefert haben? Ob es nicht genau dafür in der so vertretenen Bevölkerung ein feines Empfinden gibt? Ob nicht die Vielzahl der
Gesetze den entgegengesetzten Effekt dessen, was beabsichtigt sei,
hat? Ob nämlich dadurch nicht die Differenzierung des Rechtswesens
sondern die Beförderung der totalen Unübersichtlichkeit und darüber
hinaus ganz eindeutig der Arbeitsbeschaffung auf Auslegung der
einschlägigen „Gesetze“ spezialisierter Kreise befördert wird?
Ob das alles etwas mit der sogenannten Politikverdrossenheit zu tun
hat? Ob die jüngst gestiegenen und von den Altparteien heftigst
bejubelten Wahlbeteiligungszahlen in Ländern etwas mit der Suche
nach Protest und einer Protestpartei zu tun haben? Ob der Abschied
von der „sozialen Marktwirtschaft“ so etwas nicht noch befördert?
Fragen über Fragen.
Dienstag, 5. April 2016
Steuer, Ethik, Moral, Gemeinwesen
Toll! Es sind überall Journalisten in aller Welt
damit befasst, diese „Panama-Papers“ aufzubereiten. Teilweise
unter großer Gefahr. Weil das natürlich den Mächtigen nicht
passt. Sie verfügen sogar über Geheimdienste, da viele Staatschefs
unter den „Entdeckten“ sein sollen. In Berlin freut sich der
Finanzminister öffentlich über die Entdeckung, während seine
Parteifreunde bremsen und vor „Vorverurteilungen“ warnen. Auch
daran sind wieder die Machtverhältnisse klar ablesbar: Der eine gibt
sich als Vertreter des Staates, der natürlich nie genug kriegen
kann. Der andere glaubt vielleicht, die sogenannte „Wirtschaft“
verteidigen zu müssen, auch wenn diese, im Falle von Waffen- und
Drogenhändlern, schon mal über Leichen geht. Fette Staatschefs
geben Interviews und brechen sie mittendrin ab. Panik kommt auf.
Organisierter Steuerbetrug wird plötzlich sichtbar, die Brüchigkeit des Systems - nicht mehr und nicht weniger.
Denn darüber solle man sich keine Illusionen machen: es gibt viele
solcher Anwaltsbüros und es gibt viele solcher Steueroasen, in die
die Besitzenden ihre Kohle verschieben. Insofern dürfte das, was
bisher bekannt ist, nur die Spitze eines Eisbergs sein. Aber es gibt
Politiker hierzulande, die glauben, solches verteidigen zu müssen,
indem sie den Rechtsstaat und seine Gesetzmäßigkeiten dafür in Beschlag
nehmen. Es sollen ja auch tausende von Deutschen an dem Spiel
beteiligt sein. Und: Es stehen immerhin ein paar viele Euros auf dem
Spiel, die dem Gemeinwesen auf diese Weise mit Hilfe gewisser Banken
entzogen werden. Ob das dem viel gepriesenen Wachstum dient? Was für
eine Art Wachstum das wohl ist? Wie das wohl alles zusammen passt?
Welche Rolle wohl die Beteiligten spielen?
Montag, 4. April 2016
Panama ist überall
Putzig, diese Panama-Papers! Noch jemand überrascht?
Diese Schein-Eliten verarschen ja alle! Natürlich wird jetzt betont,
dass das nicht illegal ist. Doch ist nicht das der wahre Skandal?
Dass alle in dieser Klasse der sich als „Elite“ Fühlenden
untereinander helfen, wenn es darum geht, den Fiskus um recht
erhebliche Summen zu betrügen. Wer ist das,der Fiskus? Der Staat?
Also das, was ohnehin ziemlich undemokratisch und immerhin noch
demokratischer als anderswo organisiert ist? Oder ist es das, was wir
alle, ob wir wollen oder nicht, bezahlen? Diese Organisationseinheit,
die Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder, Straßen und viele andere
öffentliche Einrichtungen organisiert? Die das Internet möglich
macht, von dem diese Eliten natürlich gerne profitieren? Die den
„Arbeitsmarkt gestaltet, dessen sich diese „Eliten“ natürlich
auch gerne bedienen. Und vieles vieles andere.....Wieso macht jemand
solche Briefkastenfirmen in Panama? Aus Jux und Dollerei? Wie
trollig! Diese Fernsehnasen und Übersportler, die sich keine warme
Mahlzeit leisten können und deshalb ihr Geld nach Panama
transferieren, um von dort aus Geschäfte aus der Deckung heraus zu
tätigen? Geht's eigentlich noch offensichtlicher? Wie krank ist das
alles denn? So krank, wie das Ganze hier, dem jetzt mal ein kleiner
Aufwasch gut täte? Nichtwahr, Frau Alternativlos und Herr
Kassenwart?
Sonntag, 3. April 2016
Samstag, 2. April 2016
Musterschüler, Primus und Alphas
Diese Musterschüler, die
alles wissen und es laut heraus sagen müssen, die habe ich immer
gehasst. Ich erkenne sie auch jetzt wieder, in den Talkrunden, in den
Ego-Profilierungsshows, in den Verkaufslächelrunden, in den Seminaren, Konferenzen und Meetings. Wie sie mit ihrem scheinbaren Wissen
prahlen! Wie sie kundig dreinblicken und den Eindruck des
Verständigen zu erwecken vermögen. Fast scheint es, als seinen sie
darauf seit Ewigkeiten spezialisiert, als ei es ihre Methode der
Kommunikation. Mir blieb angesichts dessen oft genug der Zweifel und
nur der! Meine Trägheit und Schwerfälligkeit, naturgemäß. Meine
Gleichgültigkeit. Mein Aushalten. Meine Skepsis. Ich schaute immer
nur durch mich selbst hindurch und war mir dieser Perspektive
bewusst. Sie hingegen nahmen ein Flair der Allgemeingültigkeit für
sich in Anspruch und sonnten sich ganz beiläufig darin, ohne dass
es ihnen direkt vorzuwerfen wäre. Denn es war und ist deren Position, so
stellen sie sich gegenüber der Welt auf. Sie nennen es manchmal
Selbstbewusstsein und wollen es als Ausweis der Alphatiere gedeutet
sehen. Ob es freilich eine Art Weltklugheit bedeutet und bedeutete,
das mag dahingestellt bleiben.
Freitag, 1. April 2016
Blog ohne Zukunft
Ich bin nahe dran, hier mit dem Blog aufzuhören. Es
scheint kein Publikum dafür zu geben, - für möglichst
marktschreierisches Ausrufen von Produktempfehlungen und dem Abfeiern
von Skurrilem aber sehr wohl. An was das wohl liegt? Okay, viel
falsch gemacht. Marketing und Werbung nicht ausreichend betrieben.
Eine Präsenz keinesfalls im Mainstream aller Äußerungen. Mag sein.
Aber deswegen überhaupt keine Reaktionen? Radikales Scheitern? Eine
Art Seelenprotokoll ein Registrieren von anderen Realitäten, von
verschiedenen Wirklichkeiten, die gerade auch vertikalen Gliederung
der hiesigen Gesellschaft begründet sein mögen, eine Mischung aus
Texten, MP3s und Fotos, die etwas umreißen: all das ist mittlerweile
zu exotisch. Auch das sagt etwas aus. Ist ein Zeichen.
Donnerstag, 31. März 2016
Reisen
NOTIZEN VON EINER TOUR IM JAHR 2004:
Wir sind über Karlsbad eine kleine Strecke entlang der Eger gefahren. Dabei stoßen wir auf die Burg Hauenstein, die inmitten zerklüfteter Felsen und Bergbächen von geheimnisvoller Romantik umgeben ist. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und hat seitdem ein wechselvolles Schicksal durchlaufen, in dem König Johannes der Blinde, der Burggraf von Ellbogen, verschiedene böhmische Könige, die Familien der Sathaner, Sachsen-Launeburg und Baden ein Rolle spielten, bis sie 1945 in den Besitz des Staates kam und prompt geplündert wurde. Das Schloss wurde zum Sitz der Joachimstaler Bergwerke und schließlich zum einem Heim für problematische Jugendliche. Von Anfang der 60er Jahre an zerfiel die Burg und wurde schließlich in einem erbärmlichen Zustand im Jahre 2000 von einem Privatbesitzer gekauft, der sie seitdem zu restaurieren versucht. Leider sind wir nicht dieser Privatbesitzer.
Wir sind über Karlsbad eine kleine Strecke entlang der Eger gefahren. Dabei stoßen wir auf die Burg Hauenstein, die inmitten zerklüfteter Felsen und Bergbächen von geheimnisvoller Romantik umgeben ist. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und hat seitdem ein wechselvolles Schicksal durchlaufen, in dem König Johannes der Blinde, der Burggraf von Ellbogen, verschiedene böhmische Könige, die Familien der Sathaner, Sachsen-Launeburg und Baden ein Rolle spielten, bis sie 1945 in den Besitz des Staates kam und prompt geplündert wurde. Das Schloss wurde zum Sitz der Joachimstaler Bergwerke und schließlich zum einem Heim für problematische Jugendliche. Von Anfang der 60er Jahre an zerfiel die Burg und wurde schließlich in einem erbärmlichen Zustand im Jahre 2000 von einem Privatbesitzer gekauft, der sie seitdem zu restaurieren versucht. Leider sind wir nicht dieser Privatbesitzer.
Mittwoch, 30. März 2016
Dienstag, 29. März 2016
Fußballershow
Was ist denn mit diesen Nationalspielern? Der
Fußball, bzw. seine Ligen, ist ja längst Bestandteil des
Showgeschäfts. Diese Leute haben ihre Performance unter allen
Umständen abzuliefern. Last but not least sind sie das ihrem
Publikum schuldig. Doch was ist mit den Kickern? Freundschaftsspiele
scheinen ihnen ohnehin nichts zu bedeuten. Dabei werden diese oft
ausschließlich für die gute Einnahme des Verbands ausgetragen. Das
Publikum soll also löhnen, aber nicht die Leistung „konsumieren“,
die ihm unter bestimmten Namen (also Labels, Brandings, Marken)
versprochen ist.Wie geht denn das? Ist das professionell? In
Interviews wird dann kund getan, dass die letzten „paar Prozent“
dann doch nicht abgerufen werden. Die Nationalmannschaft
(Nationalhymne!!!) jedenfalls scheint das im Spiel gegen eine Auswahl
von England klar demonstriert zu haben. Grinsend werden anschließend
Interviews gegeben (wenn mal einer ehrlich ist, - meist werden retorikkursgeschulte Phrasen abgegeben) und peinliche Schwächen schön geredet. Ja sind
denn solche „Freundschaftsspiele“ keine „richtigen“ Spiele?
Geben diese Showleute erst alles, wenn „es um etwas geht“? Das
wäre wohl ganz im Sinne der Marktwirtschaft. Dort, wo es etwas zu
gewinnen gibt, wo wahre Werte (meist mit Geld verbunden...) zählen,
dort erst strengt man sich an. Dementsprechend müssten dann aber
die Eintrittspreise für Freundschaftsspiele deutlich günstiger sein.
Montag, 28. März 2016
Rauschen (Songtext)
RAUSCHEN
Du tippst das Nichts an
gehst mit ihm um
fühlst dich ihm fern und nah
Du erschrickst und weißt nicht
weißt, dass Du nichts weißt
und bist darüber nicht erfreut
es greift dich herb an
und du kommst ihm näher
im Vergehen liegt die Welt
Du kennst all diese Sprüche
Vermutungen, Meinungen
Weißes Rauschen allüberall
Du schreibst Worte
die es nicht umfassen
Du gebierst Bilder
die es nicht treffen
Du findest Vergleiche
die nicht stimmen
Ich stecke den Finger ins Dasein
und es riecht nach Nichts
Nichts ist mehr sicher,
kein Gesang, kein gar nichts,
es ist alles nur noch - „Rauschen”.
Sonntag, 27. März 2016
Delegationen
Was sind denn das für „Spezialisten“ und
„Experten“, denen wir uns da von Fall zu Fall anvertrauen? Sind
sie durch akademische Weihen geadelt oder durch schiere Behauptung
eingebildet? Gestern Fett und Zucker, heute Gluten und links- oder
rechtsdrehendes Colesterin? Gibt es den alleinseligmachenden Weg,
oder sollten wir schlicht ein bisschen achtsamer sein, wie wir mit
der Umwelt umgehen? Ratgeber aller Art dominieren den Buchmarkt:
ständig werden neue Gründe dafür ausgerufen, wieso wir uns so und
nicht anders verhalten sollten. Es scheint manchmal, als wolle das
breite Publikum das, als wolle es bei der Hand genommen werden und
als lechze es nach Anweisungen, die deutlich mehr Fingerzeige sein
wollen. Beliebt in der Wellnessgeneration ist der Ernährungswahn,
der dazu neigt, gewisse Stoffe ohne Rücksicht auf ihre
Herstellungsweise und soziale Hintergründe zu verteufeln oder heilig
zu sprechen. Sollten wir nicht alle vielmehr nach dem besten Weg
suchen? Wie weit dabei Radikallösungen weiter helfen? Besonders
dann, wenn sie in einer immer kürzer werdenden Zeitspanne als
„veraltet“ gelten dürfen? Wer ist denn glaubwürdiger: ein
„Autor“, der sich einen verkaufsträchtigen Namen machen will,
oder ein Konzern, der in einem leicht durchschaubaren Profitinteresse
gewisse Dinge propagiert und andere klein macht? Was ist das Etikett
„Bio“ wert? Wer garantiert hier was? Aufgrund welcher
Mechanismen?
Freitag, 25. März 2016
Religion dahinter
Ein bisschen die Frage an sich heran lassen, was denn
diese Figur Jesus Christus für uns bedeuten könnte? Die
christlich-abendländische Kultur wird ja jetzt gerne genannt, wenn
es darum geht, Wurzeln für Verhalten und Einstellungen zu bestimmen.
Nichts glauben, alles wörtlich glauben, die historischen Umstände
zur Hand nehmen, schauen, wann was wie übersetzt wurde? Es auslegen, es
keinesfalls auslegen, jedenfalls nicht im Interesse einer falsch
verstandenen „Aktualität“, es wörtlich nehmen, alles
Historische von sich weisen, Glauben gegen Glauben setzen, gar einen
Kampfbegriff daraus entwickeln? Alles gab es. Ob nicht gerade auf
diesem Gebiet eine gewisse Behutsamkeit angezeigt wäre, ein Dialog
mit dem Anderen, ein Austausch und gemeinsames Spekulieren, das in
einen Glauben münden könnte? Jesus war Jude und stammte aus dem
Nahen Osten. Welche Bedeutung das haben könnte? Wie wäre es, ein
bisschen darüber nachzudenken? Wer man ist und was man ist. Aufgrund
welcher Umstände. Sich ein bisschen davon lösen und Zufälle
erkennen. Damit umzugehen versuchen. Eine freundliche Annäherung
gelten lassen und nicht immer die sichere Offenbarung des richtigen
Weges. Ob das nicht auch für politische Idiologien gilt? Ist das
Grundgesetz die Bibel? Oder umgekehrt? Lächelnd sich annähern
darüber. Zuhören. Sich einlassen. Das wäre doch etwas, wovon wir
etwas hätten und was wir fanatischen Eiferern entgegen setzen
könnten.
Donnerstag, 24. März 2016
Prominenz
Promis,
was ist das denn? Die Leute sind ja alle völlig verrückt danach. Ich
erinnere mich, wie ich das einst von der Seite aus wahrgenommen habe.
„Soll doch, wer will“, so mein einigermaßen liberaler Impuls.
Doch mittlerweile scheint das sehr wichtig geworden sein, diesen
Promis nahe zu sein, neue Nachrichten von ihnen, die gar keine sind,
sondern Befindlichkeitsverlautbarungen, das scheint das Ziel für
gelangweilte Leute hier. Promis, das sind in anderen Kulturkreisen
die Götter. Hierzulande scheinen die Promis deren Platz eingenommen
zu haben. Sie werden angebetet und oft geordnet in A-, B- und
C-Promis. Womöglich gibt’s inzwischen auch D-Promis. Eine
Göttergalerie. Hingebungsvoll reportiert Journalist Christian Krakel
aus dieser Sphäre. Ob ihn das ausfüllt oder ob er bloß tut, wie
ihm geheißen? Immer der Erste sein, aktueller als die Andern. Das
besondere Foto erhaschen, Paparazzi sein. Anschließend verkaufen zum
möglichst guten Preis.
Mittwoch, 23. März 2016
Dienstag, 22. März 2016
Abziehbilder
Putzig, wie jetzt ein sogenanntes „Enfant Terrible“ der
Fußballbundesliga das andere in Schutz nimmt! Aus der Rolle gefallen
und dabei besonders in zeitlicher Hinsicht nicht richtig dosiert. Auf dem Rücksitz
eines Taxis 75 000 Euro aus Versehen liegen gelassen. Einer
Journalistin das Handy abgenommen und alle unliebsamen Fotos darauf
gelöscht. In scheinbar lockeren Posen sich videografieren lassen.
Hm, solche Leute haben ihren Narzissmus auf die Spitze getrieben und
verkaufen das als besonderes Beharrungsvermögen und Charakterstärke.
Gerne ist auch von „Privatsphäre“ und „Mut zum Fehler machen“
die Rede.
Dass sie aus der Rolle gefallen sind, lenkt doch nur ein Licht darauf, wie dekadent diese ganze Branche inzwischen ist. Wer die Inszenierung nicht durchhält und sie nicht kapiert, wird suspendiert. Es geht offenbar um die "Vorbildfunktion". Stimmt. So geht’s ja offenbar auch bei den Topmanagern der Industrieunternehmen zu, wie gestern wieder bei der ARD im TV zu verfolgen war. Da gibt es hochbezahlten Druck für eine Funktion, die sich lächelnd und arrogant auf die Seite der Besserwisser, Durchpeitscher und knallharten Bestimmer schlagen muss. Klar, wird ja auch erwartet! Wer hier aus der Rolle fällt, passt nicht in das Gesamtgefüge, das Macht, Können und gnadenlose, dem Profit untergeordnete Menschenführung suggerieren soll. Die Fußballer geben doch nur das grobe und sehr pointierte Abziehbild davon.
Dass sie aus der Rolle gefallen sind, lenkt doch nur ein Licht darauf, wie dekadent diese ganze Branche inzwischen ist. Wer die Inszenierung nicht durchhält und sie nicht kapiert, wird suspendiert. Es geht offenbar um die "Vorbildfunktion". Stimmt. So geht’s ja offenbar auch bei den Topmanagern der Industrieunternehmen zu, wie gestern wieder bei der ARD im TV zu verfolgen war. Da gibt es hochbezahlten Druck für eine Funktion, die sich lächelnd und arrogant auf die Seite der Besserwisser, Durchpeitscher und knallharten Bestimmer schlagen muss. Klar, wird ja auch erwartet! Wer hier aus der Rolle fällt, passt nicht in das Gesamtgefüge, das Macht, Können und gnadenlose, dem Profit untergeordnete Menschenführung suggerieren soll. Die Fußballer geben doch nur das grobe und sehr pointierte Abziehbild davon.
Montag, 21. März 2016
Montagmorgen, vor der Einfahrt in die Karwoche
Ich merke, wie ich langsam bin, wie ich in mich
komme, wie ich langsam in mich zurück falle und wieder nach vorne
denke, ich lese Zeitung und höre eine CD. Hörenswertes. Längst Vergessenes. Ich bedenke das Gelesene,
ich höre das für mich Bedeutungsvolle. Ich frage mich, wo ich bin
und was ich bin. Ich empfinde mein Ich und meinen narzisstischen
Egoismus, der sich freilich gesellschaftlich in Grenzen hält. Zen gibt andere Ziele vor. Das Ich vergessen, im Fluss aufgehen....Hier ist das etwas für Schöngeister. Vielleicht bin ich abgesackt, will mir mal wieder etwas Neues
überlegen. Bin in die Rolle des Unternehmers meiner selbst
gezwungen. Denke an den Westerwelle, der als Politiker so neoliberal
hart war und spät dann doch den Menschen gegeben hat, der auf sich
selbst zurück geworfen ist. Der dann erst entdeckt hat, dass der
Grad zwischen Leben und Tod so fragil ist.
Die anderen sind derweil längst montagsdynamisch, weisen an, sagen ab, telefonieren, kommunizieren, schreiben Mails, schauen bedeutend, regeln, führen aus, arbeiten ab, schwitzen, sind getrieben und treiben. Es ist ihr Lebensinhalt, der sie strukturiert und alles zusammenhält. So, dass sie möglichst von ihrem Selbst abgelenkt werden. Irgendwann später werden sie es entdecken und es zu bereichern versuchen. Optimieren. Im vorgegebenen Takt. Mit den vorgegebenen Mitteln. Enrichissez vous!. Scheise, wenn ich ans Geld denke. Das Triebmittel, das dich mit der Gesellschaft verbindet. Diese Gesellschaft, die sich erbarmungslos an denen bereichert, die die Voraussetzungen nicht haben. Die anderswo leben müssen. Jedenfalls nicht im Überfluss. Die Gesellschaft hier, die denen anderen völlig ungerührt ein „Selbst schuld!“ entgegen schleudert, aber bald überrannt werden wird. Was wird dann sein? Die Menschen sind daran gewöhnt, dass das schon irgendwie geregelt sein wird. Alles delegieren. An Experten und Spezialisten, an Häuptlinge und Tonangeber.
Die anderen sind derweil längst montagsdynamisch, weisen an, sagen ab, telefonieren, kommunizieren, schreiben Mails, schauen bedeutend, regeln, führen aus, arbeiten ab, schwitzen, sind getrieben und treiben. Es ist ihr Lebensinhalt, der sie strukturiert und alles zusammenhält. So, dass sie möglichst von ihrem Selbst abgelenkt werden. Irgendwann später werden sie es entdecken und es zu bereichern versuchen. Optimieren. Im vorgegebenen Takt. Mit den vorgegebenen Mitteln. Enrichissez vous!. Scheise, wenn ich ans Geld denke. Das Triebmittel, das dich mit der Gesellschaft verbindet. Diese Gesellschaft, die sich erbarmungslos an denen bereichert, die die Voraussetzungen nicht haben. Die anderswo leben müssen. Jedenfalls nicht im Überfluss. Die Gesellschaft hier, die denen anderen völlig ungerührt ein „Selbst schuld!“ entgegen schleudert, aber bald überrannt werden wird. Was wird dann sein? Die Menschen sind daran gewöhnt, dass das schon irgendwie geregelt sein wird. Alles delegieren. An Experten und Spezialisten, an Häuptlinge und Tonangeber.
Sonntag, 20. März 2016
Samstag, 19. März 2016
Steuervermeidung
Parteifreunde, auch und gerade aus der SPD (der Partei der
„kleinen Leute“), sollen sich in Berlin untereinander geholfen
haben, so heißt es. Ein bisschen begünstigt. Mit dicken fetten Honoraren. Beraterverträgen u.ä. Um ein
paar Ecken herum, damit niemand etwas merkt. Ungereimtheiten gibt es
dabei viele. Aber wer sich sicher fühlt, glaubt jeden Scheis machen
zu können. Ebenso sollen sich, nach Berichten der
„Wirtschaftswoche“, Beamte des Finanzministeriums ein bisschen
finanziellen Nachschlag gegönnt haben, was teilweise bis zu 5000
Euro pro Monat hat gehen können. Als Gegenleistung wurde vielleicht
über so manches steuermäßig relevante Manöver hinweg gesehen.
Beweisen kann natürlich niemand nichts. Mit „Nebentätigkeiten“,
die durchaus zu Lasten des Steuerzahlers gehen können, scheint es
das politische Establishment ohnehin nicht so genau zu nehmen.
Namhafte Anwaltskanzleien scheinen natürlich mitzumischen, sind ja
immer gerne dabei, wenn es darum geht, Steuern zu „vermeiden“.
Was sind „Steuern“? Entspricht ein solches Vermeidungsverhalten
dem Ideal der „parlamentarischen Demokratie“? Wie soll jemand,
der damit nicht einverstanden ist, seinen Protest erheben? Mit seiner
Stimmabgabe bei der all 4 Jahre stattfindenden Wahl? Dabei soll er
aber, bitteschön, gefälligst das Richtige wählen, ansonsten droht
etwas auseinander zu fallen. Wie soll jemand solche Vorgänge
einschätzen, was soll er davon halten? Sind days Kolateralschäden
in einem Land, in dem ansonsten alles in Ordnung ist? Wie sollte man
so etwas bezeichnen? Gibt es ein hässliches Wort dafür, das mit „K“
beginnen könnte?
Freitag, 18. März 2016
Doping für alle
Jetzt werden ständig neue Dopingfälle bekannt.
Selbst absolute Spitzensportler und Bestverdiener scheint es zu
treffen. Sie fliegen auf in ihrer nach außen zur Schau getragenen
Unschuldigkeit, ihrer selbstgefälligen Wurstigkeit und in ihrem allgefälligen Aussehen. Ob sowas interpretationsbedürftig ist?
Gesellschaftsformationen versuchen sich zu legitimieren und ihre
Überlegenheit in der Öffentlichkeit zu beweisen. Per Betrug natürlich. Automobilkonzerne mit Beteiligung der öffentlichen Hand machen's vor. Es kann womöglich
auch auf einen großen Leistungsdruck hinweisen, dem sich auch ganz
„gewöhnliche“ Teilnehmer der Arbeitswelt, oder gar Politiker
(!), ausgesetzt fühlen. Mehr aus sich herausdrücken, kleine
Wehwechen überspielen, früher aufstehen, mehr leisten, sich und
sein Schaffen besser verkaufen, sich optimieren, das soll auch und gerade die
Arbeitswelt drücken, deren Inhalte sowieso immer mehr verdichtet
erscheinen. Wer etwas verdienen will, sollte bereit sein, sich mit genau diesem System identifizierend kaputt machen dafür
und sollte bereit sein, sich zu ruinieren, denn wir stehen ja in
einem „globalen Wettbewerb“, so die Industrie. Das Ego wird dann
völlig egal, ist dann nur noch Mittel zum Zweck, sich für den
besseren Profit unterzuordnen. Die Company ist alles, Du bist nichts.
Was lässt man da zu? Ist das das Ziel? Wer drückt das durch? In
welcher Logik steht das? Ist's ein Rückschritt oder ein Fortschritt,
der jedem Einzelnen mehr Autonomie gewährt?
Donnerstag, 17. März 2016
Entscheider, Entscheidungen und die Folgen
Egal, ob ich seine politische Meinung teile: ich
finde es toll, dass Norbert Blüm in Idomeni war. Daran
könnten sich Entscheidungsträger ein Beispiel nehmen
und nicht nur auf Besichtigungstour mal eben so vorbeikommen und zu
PR-Zwecken „Guten Tag“ sagen. Es geht darum, dass Politiker die
Folgen ihrer Entscheidungen kennen lernen. Dass sie ein Gefühl für
den Rahmen haben, in dem sie agieren. Dass sie eine Verbindung zu
denen demonstrieren, die ihnen und ihren Entscheidungen ausgeliefert
sind (selbstverständlich - wie sie alle betonen - durch die parlamentarische Demokratie
legitimiert). Dass sie nicht nur öffentliche Zustimmung abgreifen
(bei den vergangenen Landtagswahlen hat es wohl nicht so gut
geklappt), sondern auch mitfühlen und um ihre Verantwortung wissen. Europa geht uns an.
Europa hat Werte. Unabhängig von diesen professionellen Politik- und
Verwaltungsfreaks, die wohlbestallte Posten unter sich verabreden. Wer bei Europa nicht mitmachen will, soll draußen bleiben!
Wie sieht's mit Glyphosat aus? Die EU-Verhandlungen sind erst mal unentschieden, gehen aber weiter. Mit welchen Argumenten und aufgrund welcher Einflussnahmen, bleibt weitgehend unklar. Wie kann es Entscheidern egal sein, dass Glyphosat mittlerweile in den meisten Lebensmitteln und in Bodenuntersuchungen gefunden wurde? Ob die Folgen klar sind? Gibt es eine Abwägung der Kosten und des Nutzens? Ja? Wieso dann nicht öffentlich? Wieso müssen Entscheidungen als bereits gemacht nach außen dringen zu denen, die es hauptsächlich betrifft? Ob sie nicht auch ein bisschen einbezogen werden sollten? Ob da nicht ein bisschen mehr Transparenz angesagt sein müsste? Ob das etwas mit Demokratie zu tun hat? Ob Politiker mit den Folgen ihrer Entscheidungen etwas zu tun haben? Ob sie das bedenken? Oder ob sie gewissen Interessen gehorchen? Scheinbar zwangsläufigen Abläufen, die gerne auch mal (als Schutzbehauptung) „alternativlos“ genannt werden? Ob ein solches Verhalten nicht dem Entstehen gewisser Parteien nutzt, sie sich selbst gerne als "basisdemokratisch" bezeichnen und "verkaufen"?
Wie sieht's mit Glyphosat aus? Die EU-Verhandlungen sind erst mal unentschieden, gehen aber weiter. Mit welchen Argumenten und aufgrund welcher Einflussnahmen, bleibt weitgehend unklar. Wie kann es Entscheidern egal sein, dass Glyphosat mittlerweile in den meisten Lebensmitteln und in Bodenuntersuchungen gefunden wurde? Ob die Folgen klar sind? Gibt es eine Abwägung der Kosten und des Nutzens? Ja? Wieso dann nicht öffentlich? Wieso müssen Entscheidungen als bereits gemacht nach außen dringen zu denen, die es hauptsächlich betrifft? Ob sie nicht auch ein bisschen einbezogen werden sollten? Ob da nicht ein bisschen mehr Transparenz angesagt sein müsste? Ob das etwas mit Demokratie zu tun hat? Ob Politiker mit den Folgen ihrer Entscheidungen etwas zu tun haben? Ob sie das bedenken? Oder ob sie gewissen Interessen gehorchen? Scheinbar zwangsläufigen Abläufen, die gerne auch mal (als Schutzbehauptung) „alternativlos“ genannt werden? Ob ein solches Verhalten nicht dem Entstehen gewisser Parteien nutzt, sie sich selbst gerne als "basisdemokratisch" bezeichnen und "verkaufen"?
Mittwoch, 16. März 2016
Fußballzukunft
Oh weh! Da bildet sich das Wirtschaftssystem auf das
Unangenehmste ab! Es soll bald eine neue europäische Superliga
geben, so wird gemeldet. Eine, in der dann die bekannten
Geldsackclubs spielen sollen. Real Madrid, FC Barcelona, Manchester
City, Paris St Germain, FC Bayern u.a. Eine weitere Konzentration
auf die also, die das Geld haben, von wo und wem auch immer. Die
wären dann unter sich in Europa. Würden die besten Spieler an sich
ziehen, kaufen, handeln, verleihen u.a.. Sie würden zu Zentralen
ihrer Betätigung und des Handels mit Personal. Wobei es ja jetzt
schon völlig austauschbar erscheint, wo ein Spieler sich betätigt
und von wem er gekauft wird. Es entstünde eine Liga, in der
Großkonzerne unter sich wären. Ob der Fußball da nicht ein
bisschen übertreibt? Womöglich nicht, denn er ist ja Teil dieser
Gesellschaft, die sich genau in eine solche Richtung entwickelt. Es
geht natürlich um Kohle, Vermarktung, um Fernsehrechte. Mal sehen,
wie weit der Fußball mit seinen etwas abgesetzten Ritualen noch
gehen will und wer dabei dann alles mitmacht.
Dienstag, 15. März 2016
Nachlesen
Ach, es gibt auch Verlierer beim Prozess der
„Globalisierung“? Ach, die wählen jetzt die falsche Partei?
Sollen gerade diese Leute, diese Verlierer und Unwerten feurige Anhänger eines „Weiter so“
sein? Welche Möglichkeit haben sie in dieser „parlamentarische
Demokratie“ genannten Veranstaltung, ihren Protest zum Ausdruck zu
bringen? Indem sie die Parteien wählen, die genau diese
Unzufriedenheiten zu verantworten und herbei geführt haben? Dumm
gewesen, erst recht das Falsche gewählt? Und nicht die Parteien der
Tonangeber, die es geschafft haben, dass es einem bestimmten
Deutschland so gut wie noch nie geht? Die ihre Statistiken zu diesem
Zwecke manipulieren. Was viele Menschen im Alltag erfahren, ist, dass
es ihnen wesentlich schlechter geht als noch vor Jahren. Und dass etwa die Klasse der Manager so viel verdient, wie sich das kaum jemand vorstellen kann. Dass alles Schaffen oder Produzieren immer mehr so verdichtet wird, dass das Individuum außer den Überangepassten kaum noch mitkommt. Dass es hechelt und versucht, bei denen zu sein, die es nicht trifft. Die Arbeitslosigkeit etwa. Ob dies mit
dem aufkommenden und schließlich alles beherrschenden
Neoliberalismus zu tun hat? Der Vereinzelung, Ökonomisierung und
Entsolididarisierung aller Lebensbereiche?
Montag, 14. März 2016
"Wissenschaft"
Erstaunlich wie da ein renommierter
Politikwissenschaftsprofessor in einer Talkshow über das eine Thema
meinte „Die werden wir im Blick behalten müssen...“. Gemeint
waren damals jene etwa 30 % der Bevölkerung, die auf zahlbaren
Wohnraum und auf Jobs angewiesen sind. Die ganz unten sind. Die
sozialbedürftig sind. Der Professor bedachte sie damals mit einem
schlanken Nebensatz, was sehr verräterisch war. Sie laufen irgendwie
mit, werden von einem wie ihm mit durchgefüttert, so die Aura. Sie
sind allenfalls Objekt, nie Subjekt. Dabei analysiert er doch bloß.
Versucht im Sinne der Wissenschaft besser zu verstehen. Er hat vom
Bildungssystem profitiert, hatte alle Möglichkeiten, gehörte von
vornherein zu den Privilegierten. War in eine Klasse hinein gewachsen
und glaubt nun, ganz cool überheblich sein zu können. So, wie das
die Wissenschaft scheinbar fordert: Distanziert sein. Abstand haben.
Leider ist das nur an diesem Punkt so. Wissenschaftler und ihre Gutachten werden in der Regel gekauft, stehen in einem bestimmten Interesse, sind moralisch oft sehr fragwürdig. Die einfachste Frage dazu ist: Wer hat die jeweilige Untersuchung finanziert? Die dazugehörigen Wissenschaftler? Es gibt aber auch im Hintergrund Lobbyismus und Einflussnahmen derjenigen, die damit die anderen austricksen wollen. Subtilere Aktionen. Solche, die um ein paar Ecken funktionieren und nicht sofort als solche sichtbar sind.
Leider ist das nur an diesem Punkt so. Wissenschaftler und ihre Gutachten werden in der Regel gekauft, stehen in einem bestimmten Interesse, sind moralisch oft sehr fragwürdig. Die einfachste Frage dazu ist: Wer hat die jeweilige Untersuchung finanziert? Die dazugehörigen Wissenschaftler? Es gibt aber auch im Hintergrund Lobbyismus und Einflussnahmen derjenigen, die damit die anderen austricksen wollen. Subtilere Aktionen. Solche, die um ein paar Ecken funktionieren und nicht sofort als solche sichtbar sind.
Sonntag, 13. März 2016
Wahl
Wählen. Haben wir überhaupt die Wahl? Oder ist
alles inzwischen eine Inszenierung? Kein Respekt vor der großen
historischen Leistung? Doch, doch -. aber sehr oft enttäuscht
gewesen. Vor den Wahlen strengen sich Politiker an und verbreiten
ihre Slogans, nach denen sie anschließend nicht handeln.
Werbeplakate wie Waschmittel. Nun ja, ist ja auch kein Wunder. Sind
dieselben Agenturen. Wollen wir verarscht werden? Manches spricht
dafür. Ob man daran teilnehmen will? Grelle Bildchen. Sprüche.
Slogans. Parolen. Hohl. Austauschbar. Was das mit Politik zu tun hat?
Mit dem Reagieren auf Umfrageergebnisse? Dem Einschätzen von Werten?
An dieser Stelle wird die Basis ernst genommen. An anderer Stelle
weniger. War schon immer so. Bloß, wir wollen ja voran gehen. Wollen
vorne sein. Wollen das Individuum befreien, seine Kräfte wecken und
sie nutzbar machen. Gegenwärtig gibt es keine Flüchtlinge. Nur, das
ist dem Kurs von anderen zu „verdanken“. Schon das erscheint zu
abstrakt, tönen sie allüberall. Dumpfe Fremdenfeindlichkeit
abgreifen. Protestpotential. Was bleibt?
Samstag, 12. März 2016
Das Blatt macht die Blume (Songtext)
Das
Blatt macht die Blume
Du trinkst jetzt stilles Wasser
suchst das Düstere im Hellen
Der Koffer ist die Reise
Das Blatt macht die Blume
Du trinkst jetzt stilles Wasser
suchst das Düst're im Hellen
zuhause im eignen Körper
suchst in der eignen Seele
Bilder fallen ineinander
türmen sich in sich auf sich
zerbröseln wieder im Hirn
fallen Dir in die Stirn
Pulver rieselt in Dir
durchdringt deine Poren
der Koffer ist die Reise
das Blatt macht die Blume
Du trinkst jetzt stilles Wasser
suchst das Düstere im Hellen
Der Koffer ist die Reise
Das Blatt macht die Blume
Du trinkst jetzt stilles Wasser
suchst das Düst're im Hellen
zuhause im eignen Körper
suchst in der eignen Seele
Bilder fallen ineinander
türmen sich in sich auf sich
zerbröseln wieder im Hirn
fallen Dir in die Stirn
Pulver rieselt in Dir
durchdringt deine Poren
der Koffer ist die Reise
das Blatt macht die Blume
Freitag, 11. März 2016
Reisebilder
Ich versuche mich hier in die Vertreter anderer
Strukturen hineinzuversetzen und ein- ums andere Mal auch eine
vertikale Reise durch gesellschaftliche Wirklichkeiten zu
unternehmen. Durch andere Augen blicken, an die Strukturen heran
gehen, die sie prägen, sie bezeichnen, benennen, sie ansatzweise
analysieren und entlarven, das könnte eine Folge einer solchen
„Reise“ sein. Strukturen erkennen, durch die wir geprägt werden,
durch die andere geprägt und gestanzt werden, das könnte ein Ziel
sein. Normalitäten und Selbstverständlichkeiten, die damit einher
gehen, auch mal in Frage stellen. Gelegentlich auch auf eher
grundsätzliche Weise, - auch das könnte eine Richtung angeben.
Solches auch bei sich selbst anreißen, es stimulieren, ein Gefühl
dafür schaffen, das viele Dinge im Fluss sind, dass sie veränderbar
wären, ohne dies riesige Legitimationspaket, was uns tagtäglich
geschnürt wird. Stimmen wir eigentlich im Zeitalter des Internets
und des technokratisch möglichen Wissensflows noch damit überein? Wo wird das wacklig? Wo
erfordert es Antworten auf Fragen? Wer kann sie wie geben?
Donnerstag, 10. März 2016
Erlebte Utopie
Wie das war? Wir kramten heute zusammen in den
Hinterstuben unseres Bewusstseins. Wir gingen zusammen eine Stunde
lang in ein Museum, eine Galerie. Flashlight. Kunst. Wir waren
beeindruckt und wir tauschten uns anschließend darüber aus. Welche
Ebene hat das Bild von Picasso in dir angesprochen? Findest du
nicht, dass es etwas Mönchisches hat? Etwas in sich selbst
Versunkenes? Woher kommt es, dass dies diesen Eindruck so gut
zusammenfasst? Dass es ihn ganz persönlich für mich zu fokussieren
scheint?
Wir gestanden uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Auch das eine Frage von Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente, die Gestimmtheiten, das Tempo und unsere Oberflächen sind zu unterschiedlich. Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir - so schien es......einst.....
Wir gestanden uns auch unsere Oberflächlichkeiten zu. Wir müssen uns nicht gegenseitig imponieren. Wir haben uns nie imponiert, - und vielleicht war das ein Fehler. Auch das eine Frage von Nähe und Distanz. Es gibt eine Scheu voreinander und doch sind wir sehr zusammen. Wir könnten nie im Alltag harmonieren. Die Temperamente, die Gestimmtheiten, das Tempo und unsere Oberflächen sind zu unterschiedlich. Aber es gibt ein ernsthaftes Gegenüber. Ein Wir - so schien es......einst.....
Wirtschaft und Sprache
Wieso eigentlich sprechen die Journalisten Wirtschaftsführer und Manager jetzt meist per „Herr“ (oder natürlich sehr
viel seltener „Frau“) an? Das wäre doch eigentlich sehr
unjournalistisch, galt doch hier über Jahrzehnte hinweg ganz
sachlich der Vorname und Nachname. Alleine schon aus Gründen der
journalistischen Augenhöhe wäre so etwas dringend geboten, worüber in allen diesbezüglichen Ausbildungen Konsens herrschte. Wer soll
denn beispielsweise auf Pressekonferenzen Fragen im Sinne der
Allgemeinheit stellen, die auch schon mal etwas frecher ausfallen
dürfen, wenn er von vornherein eine sehr altmodische, eine klare
hierarchische Unterordnung bezeichnende Formulierung gebraucht? Geht
es bei solchen Dingen (auch die Anrede mit akademischen Titeln usw,
würde darunter fallen) um von der Wirtschaft ganz einfach in das
zivile Leben übertragene Herrschaftsstrukturen? Um das Einpflanzen
von Unterwürfigkeit und Unterordnung abseits aller
Funktionsausübung? Haben hier die vielen grotesk verherrlichenden und in ganz bestimmtem Interesse glorifizierenden Hochglanzmagazine ihre Spuren hinterlassen? Jetzt musste wieder ein Automanager in den USA
gehen. Offiziell heißt es dazu: „Er tritt zurück“. Ist das
nicht Hohn für die Arbeitslosen weltweit? Sie wären unter Umständen
seltsam berührt, wenn ihnen unterstellt würde, sie wären „zurück
getreten“. Wer in dieser Hierarchiestufe „zurück tritt“, kann
meist mit fetten Abfindungen und Pensionen rechnen. Ja, hat er sich
so verdient um sein Unternehmen und seinen Job gemacht, wenn er
schummeln und betrügen lässt, was das Unternehmen anschließend
viele Milliarden und sein Image kostet? Was heißt eigentlich in
diesem Zusammenhang „Verantwortung“? Wer lässt sich dafür
fürstlich bezahlen und „tritt anschließend zurück“?
Mittwoch, 9. März 2016
Prominenz und Solidarität
Mich regt das langsam auf, wenn Prominente und
Mediengehätschelte „ihrer Solidarität“ Ausdruck geben. Sie sind
es, die in keiner Konkurrenz um Wohnraum oder Arbeitsplätze stehen.
Sie behaupten, es ginge diesem Land so gut wie nie zuvor – und
meinen doch nur sich selbst. Mit sozialen Abgründen scheinen sie
wenig zu tun zu haben. Mit sozialen Verwerfungen und einer steigenden
Zahl von Armen: das ist nicht ihre Welt, das kommt offen zum
Ausdruck. Sie sind abgeschottet in ihrer Prominenz. Die Polarisierung der deutschen Gesellschaft ist voran geschritten, ohne dass es diesen grinsenden Gutgehern so richtig
bewusst geworden ist. Man kann inzwischen durchaus von Skepsis erfült sein,
ohne gleich eine Nazi oder Rechtsaußen zu sein. Man kann die
gegenwärtige Krise als eine Art Auswuchs einer allgemeineren Krise
des Sozialen und der Sichtbarkeit einzelner Probleme deuten. Man kann sich bewusst sein, dass es letztenendes ums Geld und um die Pfründe gewisser Leute geht. Man kann
diejenigen, die das zur Sprache bringen, wenn auch erkennbar aus
wahlkampftaktischen Gründen, sehr wohl ernst nehmen. Weil man mit
brutaler Härte gezwungen ist, die eigene Lage und deren materiellen
Folgen ernst zu nehmen.
Dienstag, 8. März 2016
Gipfel der Macht
Die Damen in ihren schlecht sitzenden Hosenanzügen
und die Herren in ihren dunklen Anzügen haben mal wieder gegipfelt
und das Nichts zustande gebracht. Dies gilt es nun als großen Erfolg
zu verkaufen, aus übernächtigten Gesichtern heraus. Die Demokratie und die Diplomatie ist ein schwieriges Geschäft der kleinen Schritte, gewiss. Aber im
PR-Sprech besabbern lässt man sich dann doch nicht so gerne. Das ist
öde und langweilt. Nach der nichtserklärenden Erklärung wird in
der Luxuslimousine im Kreise von schlecht bezahltem Sicherheitspersonal Platz genommen und man lässt sich zum Flughafen fahren. Der
Premier oder Ministerpräsident mit dem eingebauten Lächeln lächelt ständig dazu. Bis auf bald ein
Neues! Oder so....! Solche Scheinveranstaltungen schaden jedem demokratischen
Grundgedanken, erheben die Klüngelei zur Staatsform, projezieren
einen Führungsgedanken auf eine Blase von in ihrer eigenen Welt
lebenden repräsentativen Alpha-Tieren. Sie propagieren und
symbolisieren die Abgetrenntheit von Herrschaft und Macht einer
gewissen Blase von Leuten. Eine der Damen will gerne
UN-Generalsekretärin werden. Das scheint heute, am Tag der Frau, ein
netter Gedanke. Doch wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Ihr
Gutmenschentum scheint irgendwie verstellt und opportunistisch
abgefedert. Es richtet sich nach Stimmungen, will nicht "populistisch" genannt werden, sondern lässt es "demokratisch" nennen. Sie selbst bezeichnet das gerne „alternativlos“. Sie
vertritt ein „Wachstum um jeden Preis“, das der Welt dann
gefährlich werden könnte, wenn es keinen Weg zurück mehr gibt. Aber auch das werden sie vertagen. Sie, die sich als Clique der Häuptlinge fühlen.
Montag, 7. März 2016
Im Gang durch die Dinge des Lebens
Das Leben ist wie ein Schlauch, durch den du gehst: Es gibt
immer die forschen 20Jährigen, die abgestandenen 30jährigen, die nachdenklichen 40er, die falschen 50er - es gibt
diejenigen, die Ziele haben und die, die sich abgeklärt geben. Das Personal wird unmerklich ausgetauscht, die Gesellschaft ist statisch, nur du (und
deine Verwandten, Freunde, Bekannten...) wirst älter, sonst ist immer alles
gleich. Die Leute gehen hinten raus aus dem Schlauch, ohne dass es die anderen weiter vorne merken. Diejenigen, die sterben, werden ersetzt durch andere... Daran ist nichts Besonderes, du putschst
dich hoch, versuchst zu erwachen, versuchst, zu dir zu kommen, dich zu
erkennnen, eine Art Substanz zu ertasten, sich ihr anzunähern, nicht nur durch alles durchzugehen, bewusstlos zu werden. Ein paar nenen das Selbstverwirklichung, dir wäre das zu egoistisch. Du hast Ansprüche, die Mechanik des Geschlechtsverkehrs ist Mechanik und bedeutet oft die Vorstellung, dass
ein anderer diese Nummer viel besser bringen würde, dass du nur ein kleines
Würstchen bist auf dem Umschlagplatz der Lüste, eine Funktion in einem kollektiven Strom, - das lässt dich nicht los. Der Körper
diktiert, der Trieb, das Verlangen, das Begehren, du gehst ihm nach, so gut es mit dir selbst halt geht. Da ist die Leistungsgesellschaft, der große Vergleich, Competition, die omnipräsente
Kommunikation, die große Auswahl, die jeder Mensch hat, der im Supermarkt steht und sich bedient.....
Du setzt deine Einzigartigkeit dagegen. Na und? Was leistet sie? Einer unter bald zehn Milliarden. Das
große Heucheln, der Mensch an sich stelle einen Wert dar, - nein, er muss sich
ihn erschaffen (so prügelt es der meist dann doch verinnerlichte Neoliberalismus in einen hinein), die Menschenwürde, - nun ja, du beweist dich hier durch deine Arbeit, - und durch deine
Außendarstellung....
Sonntag, 6. März 2016
Träume von Normalität
Ich zappe mal kurz ins Fernsehen: auf einem Kanal
schießen sie mit Gewehren auf Schießscheiben und laufen dazwischen ein
bisschen Ski. Alles auf Zeit und Leistung. Erster, Zweiter, Dritter. Im anderen Kanal wird gekocht und dann gekostet. „Ach
gut!“. Gaumenfreuden. Danach Ranking: Erster, Zweiter, Dritter. Im übernächsten Kanal singt gerade Sarah
Connor und freut sich des Lebens. Die deutsche Normalität umspült
einen, während einem Gedanken an diejenigen durch den Kopf gehen,
die jetzt im Dreck liegen und nicht wissen, wie sie die nächste
Nacht überstehen sollen. Ob das alles gleichzeitig passiert und auch
zu dieser Normalität gehört? Ob es da ein Bewusstsein dafür gibt,
dass wir alle irgendwie zusammengehören, trotz "außergewöhnlicher" millionenschwerer
Fußballstars und schwerwiegender britischer TV-Übertragungsrechte? Solche wie diese gäbe es
wenige auf der Welt, heißt es. Doch wer hatte wo die Chance, solches
zu zeigen und dann zu verkaufen? Ein paar gibt es schon, klar. Auch aus Afrika. Naturtalente? Wenn es so etwas gäbe,
würde jemand dann automatisch das Recht eingeräumt, es gegen
andere auszuspielen? Sind ja nur Fragen. Ich sinniere darüber...wird
ja wohl noch erlaubt sein.
Samstag, 5. März 2016
Frische Luft
Ich lasse frische Luft herein,
öffne das Fenster. Wieso war es zu? War gestern abend sehr kalt.
Okay. Ich komme langsam zu mir. Näher zu mir. Kaffee, - ich soll
doch nicht so viel Kaffe trinken!! Neue Sorte, Der ist gut. Ich bin
ständig auf der Suche nach neuen Sorten. Wie beim Tee. Ich spüle,
von Hand, und mache mir Gedanken darüber, es einrichten zu lassen,
Automat, Wasseranschluss und all der Scheis, ich war nur zu bequem
all die Jahre, sah immer aufgerissene alte Wände vor mir.... dabei
gibt's völlig nutzlose und schlecht verputzte Wandddurchstöße hier
in meiner Wohnung, für die ich mir schon viel Spott angehört habe.
Daniel Lanois? Er schwelgt, wabert aus seiner Luxusexistenz heraus, liefert einen Soundtrack dazu.... was lege ich als nächstes auf? Sakamoto?.....
Daniel Lanois? Er schwelgt, wabert aus seiner Luxusexistenz heraus, liefert einen Soundtrack dazu.... was lege ich als nächstes auf? Sakamoto?.....
Freitag, 4. März 2016
The Nightwish Answers (Songtext)
The
Nightwish Answers
Waiting for you to come
It's lookin bright and early
You talk about takin it easy
I'm talkin about takin it wild
Ref.
Spitting and hitting and howling
lazy and hazy and crying
waiting for something to come
it will make me squeeze your soul
you are somebody feeling different
even the fishes are laughing out loudly
like smoke before a burning fire
you remind me of the very end
how could you ever forget eternal day's dawn?
bye bye my lovely illusions
I will pray and then fall asleep
you are an image of a sparkling mirror
and maybe we will be happy at the end....
one hour is one minute flowing into all
time is drividing us slowly into loneliness
we are laughing, we are falling into sadness
what makes a bright star to change into an expanding star?
We are part of it all and
we are not aware of that truth
we are dust, but dust can be precious
(Interlude)
Waiting for you to come
It's lookin bright and early
You talk about takin it easy
I'm talkin about takin it wild
he wishes of our nights
are emptyness feeling emptyness
deep inside you are a hole in a black hole
Ref.
Spitting and hitting and howling
lazy and hazy and crying (repeat)
Waiting for you to come
It's lookin bright and early
You talk about takin it easy
I'm talkin about takin it wild
Ref.
Spitting and hitting and howling
lazy and hazy and crying
waiting for something to come
it will make me squeeze your soul
you are somebody feeling different
even the fishes are laughing out loudly
like smoke before a burning fire
you remind me of the very end
how could you ever forget eternal day's dawn?
bye bye my lovely illusions
I will pray and then fall asleep
you are an image of a sparkling mirror
and maybe we will be happy at the end....
one hour is one minute flowing into all
time is drividing us slowly into loneliness
we are laughing, we are falling into sadness
what makes a bright star to change into an expanding star?
We are part of it all and
we are not aware of that truth
we are dust, but dust can be precious
(Interlude)
Waiting for you to come
It's lookin bright and early
You talk about takin it easy
I'm talkin about takin it wild
he wishes of our nights
are emptyness feeling emptyness
deep inside you are a hole in a black hole
Ref.
Spitting and hitting and howling
lazy and hazy and crying (repeat)
Donnerstag, 3. März 2016
Mittwoch, 2. März 2016
Lohn
Ob
sich der Mindestlohn schon jetzt bewährt hat? Was wäre nun mit
einem Höchstlohn? Offenbar wünscht sich den eine Mehrheit der
Bevölkerung in Deutschland. So stimmten nach einer (möglichst)
repräsentativen Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit“ in
Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für
Sozialforschung (WZB) und dem Bonner Sozialforschungsinstitut infas
44 Prozent der Befragten der Aussage zu, „Ich wünsche mir, dass in
Deutschland eine Obergrenze für die Einkommenshöhe festgesetzt
wird“. 26 Prozent lehnten diesen Vorschlag klar ab, 29 Prozent
waren unentschieden. Interessant: die Idee eines Höchstlohns scheint
vor allem in Ostdeutschland populär zu sein. Dort spricht sich sogar
eine Mehrheit von 58 Prozent dafür aus. Im Westen sind 41 Prozent
dafür. Erste Überlegung: Bei einem Mindeslohn von 8,50 Euro die
Stunde, wo könnte da die Obergrenze für einen Höchstlohn liegen?
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