Reise durch Wirklichkeiten

Sonntag, 23. Juni 2024

Sozialisation

Wir blicken um uns und sind aus dem Moment heraus erstaunt. Später versuchen wir, uns das Schauspiel um uns herum zu erklären. Jetzt habe ich etwas dazu aufgeschnappt, das mich stark angeregt hat, - denn: In der Zivilisation haben wir es allzuoft mit standardisierten Menschen und weniger mit einer Vielfalt zu tun. Es ist nicht korrekt, es ist nicht schön: die Stanze herrscht, die Gleichmachung in den Köpfen. Sozialisation. Dressur. Training. Das sich klar zu machen, mag manchmal schwierig sein, besonders weil wir uns selbst natürlich für ganz etwas ganz Besonderes halten. Aber der Einzelne läuft dauernd Gefahr, sich in einer Funktion oder in einem Status aufzulösen. So kommt die „Persona“, wie es der Psychologe CG Jung vor gefühlt 100 Jahren schon formulierte, oft ins Gehege mit der Entwicklung eines eigenständigen Selbst. Dafür mag auch der bekannte Satz eines Dichters aus vergangenen Jahrhunderten stehen: „Wir werden als Originale geboren und sterben als Kopien“. Heute jedoch scheint es so: Die Persönlichkeitsentwicklung bei gewissen Naturvölkern gründet sich vor allem auf empathische Zuwendung (Ob wir von ihnen etwas lernen sollten?). Für sie hat diese Persönlichkeitsentwicklung mit Beziehung zu tun, mit dem Versuch, mit anderen oder der Natur in einen Austausch zu treten. In einen nicht competitiven Austausch, also nicht in einen Wettstreit um das größere „Wachstum“! Es könnte gelten: „Gehe völlig nach außen, aber kenne dich selbst und nimm die Folgen deiner Handlungen auf dich“. Das trifft auf die Verbundenheit des Einzelnen und der Gesellschaft zu und führt zu der damit verbundenen Verantwortung für das eigene Sein. Mit einer Geisteshaltung, die sehr selbständig und ungebunden sein kann, bleiben wir also gebunden: empathisch gebunden. Unsere Zivilisation aber produziert Persönlichkeiten, die sich auf stereotypische Weise gegen empathisches Erleben wehren und dadurch grundsätzlich voneinander isoliert sind. Hier ergeben sich viele Paralellen zu dem modisch gewordenen Begriff "Neoliberalismus", dessen Auswirkungen unsere Wirklichkeit auf vielerlei Art prägen. Da die Rollenspiele in unserer Gesellschaft auch dem öffentlichen Verhalten gelten, produzieren sie ein scheinbar der Gemeinschaft gewidmetes Leben. Aber in Wirklichkeit wird unter dem Deckmantel des gemeinschaftlich Gesinnten der Gesellschaft Gewalt angetan. Das sich öffentlich Geben und Aufspielen ist eine Verdinglichung. Unser Bewusstsein nimmt dies als eine universale Art des Seins an und die Identifizierung des Ich mit Äußerlichkeiten führt zu einem Verhalten, das dem Besitz von Dingen dem gleichsetzt, wer man ist. Es entfernt den Menschen von der Realität. Es führt unter anderem zu zerstörerischen und gewalttätigen Kriegen. Es führt auch zu einer grundsätzlichen Unverantwortlichkeit dem Menschen gegenüber. X x We look around and are amazed at the moment. Later we try to explain the spectacle around us. Now I've picked up something that really inspired me - because in civilization we all too often deal with standardized people and less with diversity. It's not correct, it's not nice: the standard prevails, the equality in the minds. Socialization. Dressage. Training. This can sometimes be difficult to realize, especially because we naturally think of ourselves as very special. But the individual is constantly in danger of dissolving into a function or a status. The “persona”, as the psychologist CG Jung put it 100 years ago, often gets in the way of the development of an independent self. The well-known sentence of a poet from past centuries may also stand for this: “We are born as originals and die as copies”. Today, however, it seems like this: Personal development among certain indigenous peoples is based primarily on empathic attention (whether we should learn something from them?). For them, this personality development has to do with relationships, with the attempt to enter into an exchange with others or with nature. In a non-competitive exchange, i.e. not in a competition for greater “growth”! It might apply: “Go completely outward, but know yourself and accept the consequences of your actions.” This applies to the connection between the individual and society and leads to the associated responsibility for one's own existence. With a mindset that can be very independent and unattached, we remain bound: empathetically bound. However, our civilization produces personalities who stereotypically resist empathic experience and are therefore fundamentally isolated from one another. There are many parallels here to the now fashionable term "neoliberalism", the effects of which shape our reality in many ways. Since the role plays in our society also apply to public behavior, they produce a life that appears to be dedicated to the community. But in reality, violence is being done to society under the guise of being communal. Giving and performing oneself publicly is a reification. Our consciousness accepts this as a universal way of being and the identification of the self with externals leads to behavior that equates owning things with who one is. It removes man from reality. It leads, among other things, to destructive and violent wars. It also leads to a fundamental irresponsibility towards people.

Samstag, 22. Juni 2024

Rente, Altersarmut und Flucht davor

Die Fußballeuphorie nähert sich ihrem Höhepunkt. Nichts anderes interessiert zählt mehr. Im Hintergrund scheint alles ruhig gestellt. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um in der Politik Bahnbrechendes zu beschließen? Der uralte Trick? Jetzt aber los! Das Pardon ist sicher: Das deutsche Wahlvolk wählt unter Umständen sogar – drastisch ausgedrückt - seine Schlachter (anders als in England oder Frankreich, wo Wut öffentlich zum Ausdruck gebracht wird). Doch es ist dies auch die Folge einer lange anhaltenden Erziehung, die auf Individualisierung und Vereinzelung zielt - und dabei den Neoliberalismus im Sinn hat, dessen Vertreter dazu neigen, alle Macht dem Markt übergeben zu wollen und von ihm das Heil der Welt zu erwarten. Am Markt sollen immer Individuen teilnehmen. Unsinn!, so höre ich schon "Experten" murmeln. Aber das scheint alles vergessen jetzt. Was zählt, ist anderes. Hier in „schland“. Zum Beispiel der Fachkräftemangel: heute zeigt dessen „Handhabung“ in den Abgrund. Es soll der neokolonialistische Ausweg gewählt werden: Wir „kaufen“ aus dem Ausland Arbeitskräfte. Dort werden sie schon nicht fehlen! „Flankierende Maßnahmen“: Die herrschende Politik versucht, die Armen gegen diejenigen, die noch weniger haben, auszuspielen. Inoffiziell. Die Altersarmut droht aber überall (die Anzeichen sind eindeutig und sind auch eine Folge von gewissen Beschäftigungsverhältnissen!, fragt sich nur, ab welcher statistischen Grenze das als solches wahrgenommen wird), - und alle bleiben ruhig. Denn es soll sich lohnen und es soll Spass machen, hier zu leben und zu arbeiten, wie eine Herrschende vollmundig verkündet. Ist es wirklich so toll, auf etwas wie Altersarmut zuzugehen? Folgendes Zahlenspiel: Ein Standardrentner ist jemand, der 45 Jahre lang ohne Unterbrechung mit dem durchschnittlichen Arbeitseinkommen gearbeitet hat (das liegt z. Zeit bei etwas über 3000 Euro pro Monat/Brutto). Dies würde eine Rente von etwa 1300 Euro brutto mit sich bringen, nach Abzügen netto etwa 1100 Euro). Das zielt in eine fatale Richtung. Womöglich gibt es auch jetzt schon viele Menschen, die mit ihrer Rente darunter liegen. Ob wir dadurch auf eine große Altersarmut zulaufen? Ob das dem sogenannten „Leistungsgedanken“ förderlich ist? Ob die Schere zwischen Arm und Reich (wohlbestallte Renten oder im Falle von Beamten sind das fette Pensionen) immer weiter auseinander geht? Ob die daran abzulesende zunehmende Ungleichheit noch zu leugnen ist?

Freitag, 21. Juni 2024

Up up and Away

Man wacht morgens auf und es wird einem sofort die Ausweglosigkeit der Situation bewusst. Man geht Zeitungen und Schriften/Bücher durch, man lässt sich kreisen, Musik hellt einen auf und beschäftigt einen. Du entdeckst, dass du nicht mehr displayfähig bist, weil du dir ein solches Auto nicht leisten kannst. Du bist falsch abgebogen, du bist auf ein Nebengleis gefahren. Molvaers schwermütige Schlieren begleiten dich dabei. Du kommst aus bestem Hause und hast nichts draus gemacht. Alle Voraussetzungen gehabt. Jeder Tag führt jetzt hinein in ein „Sich-hinein-trülen“, in ein Nichtstun, in eine Passivität und etwas wie eine Klage darüber…..In ein teures Nachdenken über sich selbst…

Donnerstag, 20. Juni 2024

Dark Times (MP3)

Mittwoch, 19. Juni 2024

Selfmade

Bei meinen Musik-Produktionen habe ich alles selbst gespielt, entworfen, umgesetzt - früher sagte man „komponiert“ dazu. Dank des Stands der heutigen Technik ist das möglich. Ich entwarf dadurch eine Art akustisches Abbild meines Ego „in Motion“. Dazu verwendete ich bewusst und unbewusst auch die Mittel, die mir in 50 Jahren zugewachsen waren. Zb habe ich die gtr vor allem für Sounds eingesetzt, weniger für Soli. Mein Ego, mein Autismus – in Wirklichkeit ist es auch ein Abbild dessen, was mich umgeben und beeinflusst hat, welche Energien und Situationen auf mich eingewirkt haben. Subjektiv? Ja klar! Am Ende hat man nur sich selbst. Man ist auf sich selbst zurück geworfen und es ist eine Aufgabe, dadurch nicht allzu selbstbezüglich zu werden. Ich erinnere mich an viele Situationen, wie jemand eitel vorzeigt, wie gut er (natürlich solo!) Gitarre spielen könne. Dabei reproduzierte er die Phrasen und Wendungen, die jeder kennt und mit Rock identifiziert. Ich versuchte eines Tages das zu nehmen, was ich gelernt und mir angeeignet hatte, was ich konnte, was ich mir vorstellte. Ich versuchte, etwas Persönliches draus zu machen. x x In my music productions, I played, designed and implemented everything myself - in the past they used to say “composed”. Thanks to the current state of technology, this is possible. In doing so, I created a kind of acoustic image of my ego “in motion”. To do this, I consciously and unconsciously used the resources that I had acquired over 50 years. For example, I used the gtr primarily for sounds, less for solos. My ego, my autism - in reality it is also a reflection of what surrounded and influenced me, what energies and situations affected me. Subjective? Yes, of course! In the end you only have yourself. You are thrown back on yourself and it is a task not to become too self-referential. I remember many situations where someone vainly shows off how well they can play the guitar (solo, of course!). He reproduced the phrases and expressions that everyone knows. I tried one day to take what I had learned and acquired, what I could do, what I imagined. I tried to make it something personal.

Dienstag, 18. Juni 2024

Soziales

Ich stöberte und notierte damals in meinem Tagebuch: Sich treiben lassen durch Menschenmengen. Gesichter um sich herum. Lachen. Glucksen. Soziale Geräusche. Blicke. Was haben sich diese Leute zu sagen? Dumpfes, träges Sich-treiben-lassen im Strom. Nicht fragen, nicht vor- oder nachdeuten. Nur einer in der Menge sein. Ist es das? Stumpfheit. Aufreißen. Geschlechtsmarkt. Vorzeigen. Reizen. Aufreizen. Gelegenheiten wahrnehmen. Nichts verpassen. Motorik. Reflexe. Du schaust zu, bist der Beobachter. Fremd. Ein Stein im Wasser. Du bist das Gewicht in der unerträglichen Leichtigkeit des Seins. Unerheblich. Von keiner Bedeutung in dieser Menge. Bedeutung ist sich zu verschaffen. Aufmerksamkeit muss erregt werden.

Montag, 17. Juni 2024

Wohin geht das?

Es beschleicht hier in schland einen das Gefühl, als würde die Schlinge um den Hals langsam zugezogen. Immer weiter. Figuren, die ihre Person zu Markte tragen und „etwas werden wollen“, labern als Talking Heads etwas aus dem Fernsehgerät heraus. Energie- und Klimawende. Ja klar. Das will jeder. Ob man aber diesen Leuten vertrauen kann? Die Deutschen machen sich wohl ernsthafte Sorgen um ihren „Wohlstand“. Manche Regierungschefs scheinen auszuticken und veröffentlichen Fotos, strotzend vor toxischer Männlichkeit, inspiriert von einem, der dies Bild einer Stärke in wechselnden Posen zur Schau trägt und damit seine Leute hinter sich zu versammeln scheint, was schon das erste Problem markiert: Seltsam, dass diese alten Trick immer noch so funktionieren! Ob etwa die Masse der Leute Stärke und die Gewalt anbetet, die vom Charisma besoffen glaubt, sich alles verschaffen zu dürfen (wie etwa Hitler, Stalin und andere Polit-Schurken). Oder gibt es auf der anderen Seite irgendwelche Zögerer und Zauderer, die das ihren Leuten als „Besonnenheit“ verkaufen? (Die scheinen das auch noch selbst zu glauben). Das Gesundbeten von Situationen nach dem Muster „Es wird schon alles gut“ scheint bei den Anführern in Mode. Klimawende? Strom wird massenhaft erzeugt, ohne dass man eine geeignete Ableitung dafür hätte. Der Strompreis ist enorm hoch, weil ja, wie lange verkündet wurde, die Sonne keine Rechnung schickt. Natürlich wird auch der eigene Clan der Ja-Sager und Claqueure (wozu gelegentlich auch die Journalisten gehören) unter Adressen von „Verbänden“ mit gut honorierten Posten versorgt. Dazu werden genehmen Privatfirmen großzügige Zuschüsse verschafft. Denunziation (welch übles Wort! Technokraten haben dafür schon eine eigene Terminologie entworfen) soll in Mode kommen, wer nicht den rechten Weg einschlägt, wird fertiggemacht. Alle sollen auf die Bahn umsteigen, weil die ja ach so umweltfreundlich sei (und was ist mit den Diesel-Lokomotiven?). Doch die Bahn ist marode. Pünktlichkeit? Geschenkt! Fahrgastfreundlichkeit? Ach herje! Es herrscht in einem Staat wie diesem offenbar das Bedürfnis nach Mobilität. Ein paar Leute versuchen dem zu entkommen, indem sie das Flugzeug buchen. Ein paar andere trauen ihrer Partei zu, zu wissen, wie alles geht und wie man noch schnell die Welt rettet (peinlich, dass andere Regionen, wie etwa California, in diesem Thema sehr viel weiter sind). Keine Sorge, mit dem Klimawandel kann ja alles begründet werden. Auch totalitäres Verhalten, dass darin mündet, dass man andere Meinung nicht mehr zulässt, sondern mit der Macht der Vielen niederbrüllt. x x Here in Schland you get the feeling that the noose around your neck is slowly being tightened. On and on. Characters who market their persona and “want to become something” babble something out of the television as talking heads. Energy and climate transition. Yes, of course. Everyone wants that. But can you trust these people? The Germans are probably seriously worried about their “prosperity”. Some heads of government seem to be acting out and publishing photos brimming with toxic masculinity, inspired by someone who flaunts this image of strength in changing poses and seems to rally his people behind him, which already marks the first problem: strange that these old ones Trick still works like this! Whether the mass of people worship strength and violence, who, drunk on charisma, believe that they can get everything (like Hitler, Stalin and other political villains). Or, on the other hand, are there any hesitant and hesitant people who sell this to their people as “prudence”? (They seem to believe that themselves too). Praying to heal situations along the lines of “everything will be okay” seems to be fashionable among leaders. Climate change? Electricity is generated on a massive scale without having a suitable outlet for it. The price of electricity is extremely high because, as was announced for a long time, the sun does not send any bills. Of course, your own clan of yes-men and claqueurs (which occasionally includes journalists) is also provided with well-paid positions at the addresses of “associations”. To this end, generous subsidies are provided to eligible private companies. Denunciation (what a bad word! Technocrats have already developed their own terminology for it) should become fashionable; anyone who doesn't take the right path will be destroyed. Everyone should switch to the train because it is so environmentally friendly (and what about the diesel locomotives?). But the railway is dilapidated. Punctuality? Free! Passenger friendliness? Oh dear! There is obviously a need for mobility in a state like this. A few people try to escape this by booking the plane. A few others trust their party to know how everything works and how to save the world quickly (embarrassing that other regions, such as California, are much further along on this issue). Don't worry, everything can be justified with climate change. Also totalitarian behavior that results in no longer allowing different opinions, but shouting them down with the power of the many.

Sonntag, 16. Juni 2024

In den Müll

Wenn ich meinen Müll weg bringe, beschleichen mich allerlei Gedanken. Wieso ist das noch immer so viel? Ob da auch eine Gesinnung dahinter steht, die sich an gewisse Sachen (des „Wohlstands“) gewöhnt hat? Dass wir auf Kosten anderer in der Welt immer so weiter leben können und das großspurig als Globalismus bezeichnen? Und das Rekrutieren ausländischer (vorzugsweise afrikanischer) Arbeitskräfte? „Facharbeiter“?. Wieso spricht da niemand von Neo-Kolonialismus? Weil der hiesige „Wohlstand“ wichtiger ist? Ich hatte mal was von „Brain Drain“ gelernt, also das gezielte Wegnehmen von Spitzenarbeitskräften aus weniger „entwickelten“ Gesellschaften, alleine aus finanziellen Gründen. Ob das jetzt „offizielle“ Politik dieser Gesellschaft ist? Andere, weniger entwickelte Staaten, brauchen wohl auch solche „Kräfte“. Und sie haben sie ausgebildet. Das wegzunehmen aus wirtschaftlichen Gründen soll erlaubt und offiziell verfolgte Strategie sein? zb. Pflegekräfte. Wieso werden die hier so mies bezahlt? Und wie sieht`s mit dem „Status“ aus? Auf diese Weise haben sie kaum die Gelegenheit, die von Schleusern abgenötigten Kredite fürs Übersiedeln abzubezahlen. Schleuser? Ja, die sind offenbar an dieser Stelle gelitten (offiziell natürlich nicht!). Hauptsache, es kommt jemand hier auf den Arbeitsmarkt. Und die Müllberge? Überall sichtbar. Steht uns zu, das nach Asien oder Afrika wegzukippen, scheint der eurozentristische Volksmund zu glauben. Und dann noch aol die Wegwerfartikel, die in unserer Gesellschaft immer noch eine wensentliche Rolle zu spielen scheinen: Klamotten, Handys, Fernseher, Computer, Waschmaschinen etc. Jeder hat die Berge gesehen, die sich in Ghana auftürmen. Dazu werden von der EU wohl billiges Geflügel geliefert, das diesbezüglich die einheimische Industrie vernichtet. Steht uns alles zu? Riesige Karossen zu fahren, für die den Leuten mit dem großen Geld auch noch ein gutes Gewissen eingeredet wird? ("alles electro, alles gut")

Freitag, 14. Juni 2024

Das Einzelne und das Ganze

Wir blicken um uns und sind aus dem Moment heraus erstaunt. Später versuchen wir, uns das Schauspiel um uns herum zu erklären. Jetzt habe ich etwas dazu aufgeschnappt, das mich stark angeregt hat, - denn: In der Zivilisation haben wir es allzuoft mit standardisierten Menschen und weniger mit einer Vielfalt zu tun. Es ist nicht korrekt, es ist nicht schön: die Stanze herrscht, die Gleichmachung in den Köpfen. Sozialisation. Dressur. Training. Das sich klar zu machen, mag manchmal schwierig sein, besonders weil wir uns selbst natürlich für ganz etwas ganz Besonderes halten. Aber der Einzelne läuft dauernd Gefahr, sich in einer Funktion oder in einem Status aufzulösen. So kommt die „Persona“, wie es der Psychologe CG Jung vor gefühlt 100 Jahren schon formulierte, oft ins Gehege mit der Entwicklung eines eigenständigen Selbst. Dafür mag auch der bekannte Satz eines Dichters aus vergangenen Jahrhunderten stehen: „Wir werden als Originale geboren und sterben als Kopien“. Heute jedoch scheint es so: Die Persönlichkeitsentwicklung bei gewissen Naturvölkern gründet sich vor allem auf empathische Zuwendung (Ob wir von ihnen etwas lernen sollten?). Für sie hat diese Persönlichkeitsentwicklung mit Beziehung zu tun, mit dem Versuch, mit anderen oder der Natur in einen Austausch zu treten. In einen nicht competitiven Austausch, also nicht in einen Wettstreit um das größere „Wachstum“! Es könnte gelten: „Gehe völlig nach außen, aber kenne dich selbst und nimm die Folgen deiner Handlungen auf dich“. Das trifft auf die Verbundenheit des Einzelnen und der Gesellschaft zu und führt zu der damit verbundenen Verantwortung für das eigene Sein. Mit einer Geisteshaltung, die sehr selbständig und ungebunden sein kann, bleiben wir also gebunden: empathisch gebunden. Unsere Zivilisation aber produziert Persönlichkeiten, die sich auf stereotypische Weise gegen empathisches Erleben wehren und dadurch grundsätzlich voneinander isoliert sind. Hier ergeben sich viele Paralellen zu dem modisch gewordenen Begriff "Neoliberalismus", dessen Auswirkungen unsere Wirklichkeit auf vielerlei Art prägen. Da die Rollenspiele in unserer Gesellschaft auch dem öffentlichen Verhalten gelten, produzieren sie ein scheinbar der Gemeinschaft gewidmetes Leben. Aber in Wirklichkeit wird unter dem Deckmantel des gemeinschaftlich Gesinnten der Gesellschaft Gewalt angetan. Das sich öffentlich Geben und Aufspielen ist eine Verdinglichung. Unser Bewusstsein nimmt dies als eine universale Art des Seins an und die Identifizierung des Ich mit Äußerlichkeiten führt zu einem Verhalten, das dem Besitz von Dingen dem gleichsetzt, wer man ist. Es entfernt den Menschen von der Realität. Es führt unter anderem zu zerstörerischen und gewalttätigen Kriegen. Es führt auch zu einer grundsätzlichen Unverantwortlichkeit dem Menschen gegenüber. x x We look around and are amazed at the moment. Later we try to explain the spectacle around us. Now I've picked up something that really inspired me - because in civilization we all too often deal with standardized people and less with diversity. It's not correct, it's not nice: the standard prevails, the equality in the minds. Socialization. Dressage. Training. This can sometimes be difficult to realize, especially because we naturally think of ourselves as very special. But the individual is constantly in danger of dissolving into a function or a status. The “persona”, as the psychologist CG Jung put it 100 years ago, often gets in the way of the development of an independent self. The well-known sentence of a poet from past centuries may also stand for this: “We are born as originals and die as copies”. Today, however, it seems like this: Personal development among certain indigenous peoples is based primarily on empathic attention (whether we should learn something from them?). For them, this personality development has to do with relationships, with the attempt to enter into an exchange with others or with nature. In a non-competitive exchange, i.e. not in a competition for greater “growth”! It might apply: “Go completely outward, but know yourself and accept the consequences of your actions.” This applies to the connection between the individual and society and leads to the associated responsibility for one's own existence. With a mindset that can be very independent and unattached, we remain bound: empathetically bound. However, our civilization produces personalities who stereotypically resist empathic experience and are therefore fundamentally isolated from one another. There are many parallels here to the now fashionable term "neoliberalism", the effects of which shape our reality in many ways. Since the role plays in our society also apply to public behavior, they produce a life that appears to be dedicated to the community. But in reality, violence is being done to society under the guise of being communal. Giving and performing oneself publicly is a reification. Our consciousness accepts this as a universal way of being and the identification of the self with externals leads to behavior that equates owning things with who one is. It removes man from reality. It leads, among other things, to destructive and violent wars. It also leads to a fundamental irresponsibility towards people.

Donnerstag, 13. Juni 2024

Schneckengroove (MP3)

Dienstag, 11. Juni 2024

Gesundheit!

Cholesterin? Die Furcht vor den Stoffen, die einen Herzinfarkt mit sich bringen: Die Ernährungsmedizin bringt hier viele Beispiele für unkritische Wissenschaftsgläubigkeit. Ein amerikanischer Arzt untersuchte in den 50er Jahren den Zusammenhang des Verzehrs von tierischen Fetten und auftretenden Herzkreislauferkrankungen. Cholesterin im Essen sei schuld am Herzinfarkt, so die einigermaßen steile These. Belegt wurde diese These mit statistischen Tricks. Der Arzt sammelte Daten aus 21 Ländern, die die These stützen sollten. Doch die Daten belegten wenig. Was nicht zu seiner Erkenntnis passte, ließ der flotte Arzt, der bezahlter Berater der amerikanischen Margarineindustrie war, einfach weg. Zusammen mit einer Interpretation, die gewisse Fakten ebenfalls wegließ, schien sich ein schlüssiges Bild zu ergeben, das viele Ärzte täuschte und die Öffentlichkeit manipulierte. Natürlich ist Cholesterin ein Stoff, der im Blut festgestellt, etwas aussagt. Aber halt nicht über die Ernährung und nicht zwingend über den Gesundheitszustand einer Person. Die einschlägige Industrie benutzt aber solche „Erkenntnisse“ immer noch gerne. Die Grenzwerte bei Cholesterin wurden nach und nach immer weiter gesenkt. Das schuf neue Kunden für die Pharmaindustrie. Medizinische Studien ließen sich dafür leicht „frisieren“. Die Tricks sind unter anderem dabei immer dieselben: Eine Studie wird nicht veröffentlicht, wenn das Ergebnis dem Auftraggeber nicht gefällt. Man vergleicht ein neues Medikament mit einem bisherigen, relativ wirkungslosen und erzielt glänzende Ergebnisse. Wenn ein Medikament im Laufe der Zeit unerwünschte Nebenwirkungen erzielt, wird die Studie halt vorzeitig beendet. Oder umgekehrt: wenn sich die positiven Ergebnisse nicht einstellen, wird der Studienzeitraum einfach verlängert. Krebsvorsorge. Prostatauntersuchungen, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Es scheint als hätte die Masse der Menschen keinen Nutzen aus solchen medizinisch unnützen Untersuchungen, ja ihr drohen vielleicht sogar Schäden. Wegen falschen Diagnosen zum Beispiel, oder Schäden wie beispielsweise Überdiagnosen. Beim sogenannten PSA-Wert zur Früherkennung von Prostatakrebs, ist dies besonders augenfällig. Hier wird offenbar von vielen Patienten ein fragwürdiger Nutzen in Kauf genommen zugunsten eines heftigen Risikos. Dass der Nutzen solcher „Leistungen“ (zu denen auch die berüchtigen „IGEL“-Leistungen gehören, die die Krankenkassen zu Recht nicht bezahlen...) auch in einem geldwerten Vorteil bestehen kann, den sich gewisse Ärzte und die Pharmaindustrie teilen, wird auch gerne verschwiegen.

Montag, 10. Juni 2024

New Rising (Die einen, die andern)

Die einen, die andern (New Rising)(Songtext) Die einen, die andern (New Rising) Party, Vergessen, Verdrängen, - Fortschweben Party, Vergessen, Verdrängen, - Fortschweben Die einen betreiben Schmierendienst zwischen Schenkeln die andern treibt es zurück ins Kloster die einen flüchten dringend ins Theater, die andern saufen sich den Ballermann die einen klettern Wände rauf und runter die andern springen keck von Klippen die einen wollen unbedingt fliegen, die andern kommen schon mal ins Trudeln die einen gehen auf den Fußballplatz die andern in den Spielsalon die einen zieht's in fremde Länder... nah die andern in die hintere Sakristei.... Mongolei die einen treiben Ausgleichssport... auf Leistung die andern gleiten per Anhalter durch die Galaxie die einen fahren goldene Autos mit güldenen Felgen die andern treiben den Ochsenwagen Die einen gehen zum Psychiater die andern in den Imbissladen der Moderne Mensch träumt von modernen Städten, die sich zum Alptraum entwickeln Party, Vergessen, Verdrängen, - Fortschweben Party, Vergessen, Verdrängen, - Fortschweben Fliehen – Abhaun – Vergessen Fliehen – Abhaun – Vergessen Die einen fallen aus der Zeit, die andern wollen mit ihr gehen die einen spielen Komödien, denen sie so recht nicht trauen die andern glauben ans Kasperletheater die einen geloben dem Papst ihre Treue die anderen setzen ihrer Wahrheit den Turban auf die einen loben die Wonnen des Fleißes als Gestalter die andern haben keinen Job und tun lieber so als ob Fliehen – Abhaun – Vergessen Fliehen – Abhaun – Vergessen Fliehen – Abhaun – Vergessen Fliehen – Abhaun – Vergessen - Fortschweben (Songtext aus dem Jahr 2012)

Samstag, 8. Juni 2024

Butzi

Die stolze Katze Butzi hat sich nach dem Umzug relativ schnell an den neuen Ort angepasst. Das brachte sie auch im hohen Alter noch. Ich konnte das damals nicht absehen, welche Folgen das haben konnte. Was Alter überhaupt bedeuten konnte. Sie war kratzig bis zum Schluss, meine Arme waren eitrig geschlitzt, mit Wunden übersät. Entsetzen schlug mir deshalb entgegen. Ihr schnurrendes Wohlwollen konnte man sich trotzdem verdienen. Aber nur manchmal. In gewissem Sinne war sie unberechenbar. Sie aber konnte trotz allen Stolzes das Wasser zunehmend nicht mehr halten, war immer schlechter zu Fuß. Mein Vater musste damals den Kadaver vergraben, was heute gar nicht mehr zulässig wäre.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Meine Blogs

Meine Blogs wollen der Schirm, der Screen und, der Radar der Information sein, die uns zunehmend in verschiedenen Formen umschwirrt und sich uns aufdrängt. Sie wollen das vermischen mit dem Persönlichen, dass sich unter anderem auch in meiner hier ausgeschriebenen Musik äußert. Dieser multimediale Schirm funktioniert wie mein Gehirn: Überprüfung und journalistische Verifizierung ist dabei allzu oft nicht möglich. Außerdem versuche ich, bestimmte Themen zu vermeiden: einfach, weil ich mich in ihnen unsicher fühle. Zudem vermeide ich möglichst Namen, weil ich die juristische Folgen fürchte. In allem sind wir ausgeliefert, sind auf das Gebotene angewiesen, suchen uns heraus, wählen etwas, deuten es nach unseren Möglichkeiten. Wie etwas wirklich ist?: Wer weiß? Es kommt auf die Perspektive an. Ich versuche nach Möglichkeit zu vermeiden: das Einzelne, Konkrete, weil so etwas sofortige rechtliche Schritte gegen mich nach sich ziehen würde. Weil mir dies oft auch unwichtig und als unnötige Aufwertung des Aktuellen auf Kosten des Allgemeinen erscheint. Meine Gedanken, meine Gefühle, meine (subjektiven) Erfahrungen und Erlebnisse sind dabei unbedingte Ausgangsposition, - meistens nicht an dem Zeitgeist oder dem Aktuellen orientiert, - die ich in eine möglichst kompakte Form ohne Wahrheitsanspruch bringen will. Der genuine Journalismus praktiziert etwas anderes, das sich deutlich davon unterscheidet, was ich hier vorführen will. x My blogs want to be the umbrella, the screen and the radar of the information that is increasingly buzzing around us in various forms and is being forced upon us. This umbrella works like my brain: checking and journalistic verification is all too often not possible. Also, I try to avoid certain topics: simply because I feel insecure about them. I also avoid names as much as possible because I fear the legal consequences. We are at the mercy of everything, relying on what is offered, looking out, choosing something, interpreting it according to our possibilities. How something really is?: Who knows? It depends on the perspective. I try to avoid as far as possible: the individual, concrete, because something like that would result in immediate legal action against me. Because this often seems unimportant to me and an unnecessary upgrading of the current at the expense of the general. My thoughts, my feelings, my (subjective) experiences are an absolute starting point - usually not oriented to the zeitgeist or the current situation - which I want to bring into a form that is as compact as possible without claiming to be true. Genuine journalism practices something different, which is quite different from what I want to present here.

Mittwoch, 5. Juni 2024

Luther, Geh Voran

Was wir von Martin Luther lernen können? Das Beharren auf uns selbst als Instanz, das konzentrierte Festhalten von Werten und Zielen, die man für sich und andere als wichtig erkannt hat. Das auch gegenüber vermeintlichen Autoritäten durchzusetzen, dafür zu stehen, durch Druck hindurch zu gehen, das zeichnet Juncker Jörgs Weg aus.Dass er darüber hinaus ein Kind seiner Zeit war, dass er auch Unsinn produzierte, wie etwa seinen Antisemitismus, ist unsäglich und jämmerlich, macht aber diesen Weg nicht aus. Das trotzige Beharren auf der von ihm erkannten Instanz, auf der Bibel, auf dem „Wort“, das freilich macht eine Strahlkraft dieser Figur aus. Aufs Heute übersetzen? Wir sind nicht nur dem ständigen Trommelfeuer von Manipulation und Werbung ausgesetzt. Wir sind Objekte geworden, Zahlen in einem Spiel um Rendite und Profit. Sich besinnen auf eigene Werte, nicht gegen und nicht für etwas, sondern in sich selbst geeicht, das könnte etwas Verlockendes sein. Dem Menschen sein Selbstbewusstsein zurück geben, das war auch das Vorhaben der fast zeitgleich stattfindenden Renaissance: Leonardo Da Vinci mag hier als herausragendes Subjekt genannt werden. Der Mann war nicht akademisch gebildet und hat doch der Menschheit Impulse gegeben, die ganz klar bis heute reichen. X x What can we learn from Martin Luther? The insistence on ourselves as an authority, the concentrated adherence to values and goals that we have recognized as important for ourselves and others. To enforce this even against supposed authorities, to stand up for it, to go through pressure, that is what distinguishes Juncker Jörg's path. The fact that he was also a child of his time, that he also produced nonsense, such as his anti-Semitism, is unspeakable and pathetic, but that doesn't make this path possible. The defiant insistence on the authority he recognized, on the Bible, on the “Word”, is of course what makes this figure so radiant. Translate to today? Not only are we subjected to the constant barrage of manipulation and advertising. We have become objects, numbers in a game of return and profit. Reflecting on your own values, not against or for something, but calibrated within yourself, that could be something tempting. Giving people back their self-confidence was also the aim of the Renaissance, which took place almost at the same time: Leonardo Da Vinci may be mentioned as an outstanding subject here. The man was not academically educated and yet he gave humanity impulses that clearly continue to this day.

Dienstag, 4. Juni 2024

Ticket

Ich kann diese hohen und die „mittleren Eintrittspreise“ für Popkonzerte einfach nicht zahlen. Niemand scheint so was auf der Rechnung zu haben, eventuelle Sondertarife gibt es nicht, „Fans“ sparen monatelang im Voraus, um sich so etwas leisten zu können, das große Gemeinschaftserlebnis darf durchaus etwas kosten. Insofern scheinen Popkonzerte zu Feiern der Besserverdienenden oder der fanatischen Anhänger geworden zu sein. Dabei wird das Produkt „Eintrittskarte“ fortlaufend zum Package ausgebaut. Wer eine(n) bestimmte(n) Künstler(in) auf der Bühne sehen will, muss dann auch in einem bestimmten Hotel zu einem bestimmten Preis übernachten und essen gehen. Ganze Städte bewerben sich da, um „Touristen“ anzulocken und auf diese Weise kräftig mitzuverdienen. Hinzu kommt, dass sich das Popgeschäft stark polarisiert hat: bestimmte Mega-Stars können große Hallen oftmals mehrmals füllen (senkt die Kosten) und so das große Geld machen. Der Rest der Popmusiker ist abgesunken in ein Nichts, erscheint in den Tourneeplänen kaum mehr. Es scheint den reichen Adel der Popstars zu geben und daneben diejenigen, die darben. Polarisierung: Wie generell in den westlichen Gesellschaften. X x I simply cannot afford these high and "average" ticket prices for pop concerts. Nobody seems to have something like that on their minds, there are no special rates, "fans" save up for months in advance to be able to afford something like that, and the great community experience can certainly cost something. In this respect, pop concerts seem to have become celebrations for the better-off or fanatical fans. The "ticket" product is constantly being expanded into a package. If you want to see a certain artist on stage, you have to stay in a certain hotel and eat at a certain price. Whole cities advertise to attract "tourists" and make a lot of money this way. In addition, the pop business has become highly polarized: certain mega-stars can often fill large venues several times (reduces costs) and thus make big money. The rest of the pop musicians have sunk into obscurity and hardly appear on tour schedules anymore. There seems to be the rich aristocracy of pop stars and then there are those who suffer. Polarization: As is generally the case in Western societies.

Ticket

Ich kann diese hohen und die „mittleren Eintrittspreise“ für Popkonzerte einfach nicht zahlen. Niemand scheint so was auf der Rechnung zu haben, eventuelle Sondertarife gibt es nicht, „Fans“ sparen monatelang im Voraus, um sich so etwas leisten zu können, das große Gemeinschaftserlebnis darf durchaus etwas kosten. Insofern scheinen Popkonzerte zu Feiern der Besserverdienenden oder der fanatischen Anhänger geworden zu sein. Dabei wird das Produkt „Eintrittskarte“ fortlaufend zum Package ausgebaut. Wer eine(n) bestimmte(n) Künstler(in) auf der Bühne sehen will, muss dann auch in einem bestimmten Hotel zu einem bestimmten Preis übernachten und essen gehen. Ganze Städte bewerben sich da, um „Touristen“ anzulocken und auf diese Weise kräftig mitzuverdienen. Hinzu kommt, dass sich das Popgeschäft stark polarisiert hat: bestimmte Mega-Stars können große Hallen oftmals mehrmals füllen (senkt die Kosten) und so das große Geld machen. Der Rest der Popmusiker ist abgesunken in ein Nichts, erscheint in den Tourneeplänen kaum mehr. Es scheint den reichen Adel der Popstars zu geben und daneben diejenigen, die darben. Polarisierung: Wie generell in den westlichen Gesellschaften. X x I simply cannot afford these high and "average" ticket prices for pop concerts. Nobody seems to have something like that on their minds, there are no special rates, "fans" save up for months in advance to be able to afford something like that, and the great community experience can certainly cost something. In this respect, pop concerts seem to have become celebrations for the better-off or fanatical fans. The "ticket" product is constantly being expanded into a package. If you want to see a certain artist on stage, you have to stay in a certain hotel and eat at a certain price. Whole cities advertise to attract "tourists" and make a lot of money this way. In addition, the pop business has become highly polarized: certain mega-stars can often fill large venues several times (reduces costs) and thus make big money. The rest of the pop musicians have sunk into obscurity and hardly appear on tour schedules anymore. There seems to be the rich aristocracy of pop stars and then there are those who suffer. Polarization: As is generally the case in Western societies.

Sonntag, 2. Juni 2024

Blick hinüber 2 (Foto)

Person und Werk

Wieder mal eine Kafka-Biografie gesehen. Ob sie für mich etwas zur Erhellung beigetragen hat? Ich glaube, ich habe mir längst mein eigenes Bild von Kafka gemacht. Angesehen davon glaube ich, dass das Werk etwas grundsätzlich anderes als die Person ist. Es ist ein komplexes und vom Leben sowie von den handelnden Personen abhängiges Handwerk, die Beziehung zwischen den beiden Ebenen herzustellen. Da müssen wohl Germanisten her, deren Grundauseinandersetzung sowieso zwischen den beiden Lagern der Werksgläubigkeit und dem Glauben an das Leben der genialen Autoren verläuft. Das Werk als eine Art „Verlängerung“ des Lebens? Ob Biografien her müssen oder eine genaue Lektüre? Ob das Werk schlauer ist, als die Person, die es erschaffen hat? Was für ein toller Hecht doch der war, der Kafka! Hat trotz aller Lebensuntüchtigkeit verschiedene Damen „umgelegt“, wovon er natürlich beeinflusst war. Das Doppelleben überhaupt. Penibler Versicherungsfachmann und Nachtarbeit. Krieg? Hat ihn nicht berührt. Und am Ende hat ihm Dora Diamant rührend geholfen und hat ihn bis zum Tod gepflegt. Beinahe hätte es dazu gereicht, dass er sie geheiratet hätte. Ach, und der Max Brod! Der treue Freund. Die Lunge. Blutsturz. Spanische Grippe. Tuberkulose. X x I saw another Kafka biography. Did it help to enlighten me? I think I had already formed my own opinion of Kafka long ago. Apart from that, I believe that the work is something fundamentally different from the person. It is a complex craft that depends on life and the people involved to establish the relationship between the two levels. This requires Germanists, whose basic conflict anyway lies between the two camps of belief in the work and belief in the lives of the brilliant authors. The work as a kind of "extension" of life? Do we need biographies or a close reading? Is the work smarter than the person who created it? What a great guy Kafka was! Despite all his inability to live, he "knocked out" various women, which of course influenced him. The double life in general. Meticulous insurance specialist and night work. War? Didn't affect him. And in the end, Dora Diamant helped him touchingly and looked after him until his death. It was almost enough for him to marry her. Oh, and Max Brod! The loyal friend. The lungs. Hemorrhage. Spanish flu. Tuberculosis.

Freitag, 31. Mai 2024

Diskussion, EU und Europa

Habe wieder einmal eine „Diskussion“ von intellektuellen Vorturnern verfolgt, die sich von den Medien in ihrer Außenwirkung verstärken lassen und sich gleichzeitig in schöner Einigkeit über die „Sozialen Medien“ mokieren, ja regelrecht abkotzen, deren Deutungshohheit sie als Angriff auf ihre eigene Machtposition die öffentliche Meinung betreffend verstehen. Mir ist es mit der Zeit immer mehr so vorgekommen, als seien dies Angehörige des überkommenen Bildungssystems, die um ihre ursprüngliche elitäre Position fürchten und den immer mehr aufkommenden Drang gewisser Kreise, im öffentlichen Diskurs auch wahrgenommen zu werden, mit „Stammtisch“, Populismus, Verschwörungsidiologie, Rassismus überziehen. Gerne berufen sie sich auch auf akademisch geweihte Denktraditionen und universitäre Heiligsprechungen, die anzuzweifeln eine Art von Gotteslästerung wäre. Das Wort Gott würde in diesem Fall für „demokratische Grundordnung“ „Freiheit der Wissenschaft“ usw. stehen. Es herrscht eine Art „verkleideter“ „getarnter“ Kadergedanke: Wir sind dauersubventioniert, akzeptiert und honoriert, wir haben die Machtpositionen in der Universität und in den Medien, wir haben die Deutungshohheit, was richtig und was falsch sei. Wir sind die AnführerInnen, die Alphatiere, unsere Verachtung trifft die Stammtische und die „populistische“ Formulierung des „kleinen Mannes“, der ja gar nicht die Freiheit hat, sich einen akademisch elaborierten Code drauf zu schaffen. Es gilt auf ziemlich rechthaberische und besserwisserische Weise, Andersmeinende zu missionieren, auf den rechten Weg zu bringen. Es gilt das Diktat der „Fakten“. Was faktisch und die wahre Wahrheit sei, bestimmen diese „Eliten“ und lassen sie per Medien verbreiten. Dazu ziehen sich auch gerne „Studien“ als Beleg für Glaubwürdigkeit zu rate. Deren Beeinflussbarkeit, ja Käuflichkeit, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben und ist durch Studien untermauert. Der jeweils anderen Seite wird energisch einen Drang zur Einfalt und Einheit zugesprochen. „Social Media“ ist der allgemein akzeptierte und von bösen Algorithmen gesteuerte Feind, Digitalkonzerne müssten diesbezüglich endlich „an die Kandarre“ genommen werden. Was ich mir wünschen würde, auch angesichts der demnächst bevorstehenden Europawahlen? Ein bisschen mehr Transparenz, das dürfte schon sein. Was da beispielsweise in Brüssel stattfindet und von den „Eliten“ als Europa und gerade nicht als EU identifiziert wird, erscheint mir ziemlich verschwommen und für den „gemeinen„ Wähler nicht erkennbar. Infobroschüren informieren diesbezüglich auch nicht, sondern verstehen sich offenbar als reine Werbung. Auch ein bisschen mehr Durchlässigkeit wäre wünschbar: es müssen nicht immer die Sprösslinge der „Eliten“ sein, die aufgrund der guten Beziehungen ihrer Altvorderen auf den vorderen gesellschaftlichen Rängen landen. Es könnten, wie in einer kurzen Phase zwischen etwa 1970 und 1974 („mehr Demokratie wagen“), auch Kinder einer zunehmend deprivierten gesellschaftlichen Schicht (Arm/Reich) mal „nach oben“ (in die „Eliten“) kommen. Die Zahlen bezüglich gesellschaftlicher Durchlässigkeit in Schland zeigen auf das Gegenteil. X x I have once again followed a "discussion" of intellectual leaders who allow their external impact to be reinforced by the media and at the same time, in beautiful agreement, mock, even downright rant about, the "social media", whose interpretive sovereignty they see as an attack on their own position of power regarding public opinion. Over time, it has seemed to me more and more as if these were members of the traditional educational system who fear for their original elitist position and who cover the ever-increasing urge of certain circles to be noticed in public discourse with "regulars' table", populism, conspiracy ideology, racism. They also like to invoke academically consecrated traditions of thought and university canonizations, which to question would be a kind of blasphemy. The word God in this case would stand for "democratic basic order", "freedom of science", etc. A kind of "disguised" "camouflaged" cadre mentality prevails: we are permanently subsidized, accepted and honored, we hold positions of power in the university and in the media, we have the authority to interpret what is right and what is wrong. We are the leaders, the alpha animals, our contempt is directed at the regulars' tables and the "populist" formulation of the "little man", who does not have the freedom to create an academically elaborate code for himself. The aim is to convert those who think differently in a rather opinionated and know-it-all manner, to bring them onto the right path. The dictates of the "facts" apply. These "elites" determine what is factual and the real truth and have them disseminated via the media. They also like to consult "studies" as evidence of credibility. The fact that they can be influenced, even bought, has probably gotten around by now and is backed up by studies. The other side is vigorously attributed a desire for simplicity and unity. "Social media" is the generally accepted enemy controlled by evil algorithms, and digital companies must finally be "taken to task" in this regard. What would I like, especially in view of the upcoming European elections? A little more transparency, that would be possible. What is happening in Brussels, for example, and which the "elites" identify as Europe and not as the EU, seems rather vague to me and not recognizable to the "ordinary" voter. Information brochures do not provide information on this either, but are apparently seen as pure advertising. A little more permeability would also be desirable: it does not always have to be the offspring of the "elites" who end up in the top ranks of society due to the good relationships of their ancestors. As in a short phase between about 1970 and 1974 ("dare more democracy"), children of an increasingly deprived social class (poor/rich) could also "rise to the top" (into the "elites"). The figures regarding social permeability in Germany show the opposite.

Donnerstag, 30. Mai 2024

Europa oder EU?

Ein paar Fragen anlässlich der „Europa“-Wahlen stellen sich mir dann doch: Wieso müssen die EU-Abgeordneten alle 4 Wochen umziehen von Brüssel nach Straßburg und zurück? (das kostet wohl ein paar Kreuzer). Wieso sind die Entscheidungen der EU alle so intransparent? Spielen dabei diese Geheimhaltungen und Schwärzungen in Gesetzesentwürfen etc. eine Rolle? Vor wem soll eigentlich geheimgehalten werden? Wieso haben wir bei der letzten Wahl Kandidaten gewählt, die am Ende gar nicht zum Zuge kamen, sondern die weitgehend unfähige und schnell aus dem Hut gezauberte Kompromisskandidatin von der Leyen? Wieso kann das EU-Parlament offenbar keine eigenen Gesetze vorschlagen, sondern nur „auf den Weg bringen“? Was eigentlich ist die Verfassung des Parlaments und der EU? Woher kommen die EU-Verordnungen eigentlich, auf die sich die Regierung immer wieder beruft? Wer macht und formuliert diese Verordnungen? Wie sind diese Leute bezahlt? Ob so etwas mit Machtausübung zu tun hat? Wieso gilt unter bald 30 Staaten bei vielen Entscheidungen immer noch das Einstimmigkeitsprinzip (gerüchteweise hörte man auch von 2/3-Entscheidungen)? Wieso ist die Lobbydichte rund um die EU so groß? Was hat es damit auf sich, dass ein hoher Anteil der EU-Abgeordneten (163 von 704) in Korruptions- und Betrugsskandale verwickelt sein soll?

Mittwoch, 29. Mai 2024

Dasein (MP3)

Dienstag, 28. Mai 2024

Blume auf dem Felde

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darübergeht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr  Ps 103, 15-16 

Montag, 27. Mai 2024

Soundarchitektur

Meine eigene „Musik“ scheint der Entschleunigung gewidmet......deshalb sind da auch keine Soli, die die großen Solisten überbieten wollen, lange Zeit gab es gar keine Soli, nur solistische Figuren, Motive, die am Ausdruck, am Ganzen, an der Architektur der Sounds orientiert sind, - oder an der Flachheit...., die damit etwas zeigen wollen, da sind auch viele Sounds „von der Stange“, womit ich auch ein Stück der Außenwelt mit einbeziehen will. Es soll eine Art Inspektion, ein Rundgang, ein Schlendern in unserem Unbewussten sein, den Strom der Gefühle und Gedanken einbeziehend. Selbstverständlich fließen meine verschiedenen musikalischen Erfahrungen da ein. Freilich ist es ja so, dass ich aufgehört hatte und vor einigen Jahren vom Anfang an wieder angefangen. Unter anderem hatte ich meinen technischen Ehrgeiz zu den Akten gelegt. Es sollte das Spiel, das freie Flottieren meiner Phantasie mich führen. Ich würde mich fallen lassen, auch in meine Erinnerungen. In mein ganzes Sein.......so, wie es entstanden ist.......kein verklärter und ins Nostalgische gehender Blick, sondern ein Bewusstsein für das Ganze. Ich bin durch die Zeiten geworden, auch akustisch, es hat mich geprägt, Muster haben sich aufgedrängt, hatte ich mir angeeignet, dem Zeitgeist geschuldet und wieder verloren. Mittlerweile habe ich viele glänzende Interpreten der „real existierenden Musik“ erlebt, so dass ich mich nicht mehr mit (sehr wohl aber orientieren an....) denen messen mag. Ich habe einen anderen Pfad benutzt......der sich auch am Alltag orientieren will, der Klänge einbeziehen will, die in der gängigen Musik wenig zu hören sind...... x x My own “music” seems to be dedicated to slowing down...that's why there are no solos that try to outdo the great soloists, for a long time there were no solos at all, only solo figures, motifs that are reflected in the expression, in the whole, are oriented towards the architecture of the sounds, - or the flatness...., who want to show something with it, there are also a lot of “off the shelf” sounds, with which I also want to include a piece of the outside world. It should be a kind of inspection, a tour, a stroll into our unconscious, involving the flow of feelings and thoughts. Of course, my various musical experiences flow into this. Of course, I stopped and started again a few years ago. Among other things, I had put my technical ambition aside. The game, the free floating of my imagination, was supposed to guide me. I would let myself fall, even into my memories. Into my entire being......the way it came into being......not a glorified and nostalgic look, but an awareness of the whole thing. I have changed through the times, also acoustically, it has shaped me, patterns have imposed themselves, I have acquired them, owed them to the spirit of the times and then lost them again. In the meantime I have experienced many brilliant interpreters of “really existing music” so that I no longer want to compete with them (but I do base myself on them...). I used a different path......which also wants to be oriented towards everyday life, which wants to include sounds that are rarely heard in common music......

Sonntag, 26. Mai 2024

Freundschaft, Meinungen

Über Freundschaft sagte einst die Schauspielerin Diane Keaton : „„...Freundschaft ist eine langfristige Angelegenheit, bestenfalls hält sei ein Leben lang. Vielleicht ist das Freundschaft: eine Langzeitbeziehung mit jemandem, für den man da sein will und der für einen da ist....Freundschaft ist eine Form der Liebe“. Wenn ich „Freundin/Freund“ nenne? Ich habe dazu in einem längst in der Vergangenheit verschwundenen Part meines Tagebuchs gefunden: „Ich habe immer noch die Vision aus meiner Kindheit, jemanden zu finden, mit dem ich mich voll austauschen könnte, ohne Argwohn, ohne diese permanenten Verletzungen, die heute Alltag sind und vor denen man auf der Hut sein müsste. Wo man bereit ist, sich wie selbstverständlich Zeit zu schenken. Und alles andere auch. Sich gegenseitig Intensität geben und den Andern dessen Bestes fühlen lassen. Es gilt auch, gegenseitige Fixierungen aufzugeben, dem anderen Spielraum zu gewähren, überhaupt: dem anderen und sich selbst in der gesuchten Gemeinsamkeit Spielraum geben. Dinge auch genauer zu erklären. Alles Mögliche auszuprobieren. Einen Schutzraum schaffen. Wirkliche Kommunikation versuchen. Maßlos sein, ohne sich entschuldigen zu müssen.... „

Freitag, 24. Mai 2024

Musik

Es geht durchaus durch einen hindurch: Ich höre mir noch komplette Musik-Alben an, scheine auf diese Tonträgerlänge sozialisiert zu sein. Mein Zeitempfinden kann dem noch folgen. Vielleicht hat man da einen von der Industrie gegebenen Zyklus „gelernt“, der auch von klassischer Musik geprägt war. Andererseits interessieren mich auch längere künstlerische Statements, meine Bereitschaft zur Aufmerksamkeit reicht dafür aus. Man hat sich zudem einigermaßen kostenpflichtig für etwas entscheiden, meist nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil einen am Betreffenden viel interessiert, weil es einen betrifft. Kurzum: Man nimmt das künstlerische „Produkt“ ernst. Je mehr dies der Fall ist, desto mehr interessiert man sich auch für die Figuren dahinter und für deren Motive für das „Produkt“. Man geht dem nach. Man entwickelt Vorlieben (die auch dem eigenen jeweiligen zeitlichen und „künstlerischen“ Empfinden entsprechen). Man geht dem allem auch aus Interesse nach, will mehr darüber erfahren. Man fängt an, sich auch für das weitere Umfeld zu interessieren usw. Es geht auch um bestimmte Konstellationen: Besetzung der Band, gesellschaftlich-politischer Zeitgeist, Produzent, technologischer Stand (Studio- und Aufnahmetechnik).

Donnerstag, 23. Mai 2024

Voran kommen

Die Überangepassten waren uns suspekt. Diejenigen, die in der Schule und „im Leben“ überall Einser hatten. Die Musterschüler. Die Stipendienerhalter. Als „Primus“ bewährt. Die „Durchsetzungsfähigen“. Die „Karrierebewussten“. Die überall vorne dran waren. Die unbedingt Medizin studieren wollten. Die als „große Begabungen“ galten. Die „Schlauen“. Dahinter vermuteten wir die falschen Gründe. Wohl auch zu recht. Die schienen dem System allzu willfährig zu sein. Aus unserer Perspektive. Wir wollten da nicht mithalten. Denn wir glaubten uns im Recht. Pointe: Später schnitten sie uns eine lange Nase, die Karrieristen. Sie hatten alles richtig gemacht. Wir nicht. Sie hatten ihre Karriere gemacht. Wir hatten unseren Niedergang zelebrieren müssen. Sie waren beispielsweise auf dem Ticket einer Partei voran gekommen. Wir hatten uns mit nichts identifizieren wollen, uns waren Vereinigungen Parteien usw. suspekt. Wir beobachteten, versuchten, zu analysieren, zu verstehen. Dass das ein Luxus war, erkannten wir zu spät. Der Ehrgeiz fehlte uns. Den Preis hatten wir später zu bezahlen. Das „Gestalten wollen“ (was eine andere Formulierung für „Macht ausüben“ ist) übte auf uns keine Anziehungskraft aus. Also sackten wir ab. Schnell, intelligent und offen zu sein lehnten wir als Vorzeigeeigenschaften ab. Das war man auf eine eher selbstverständliche Art. Die Gesellschaft hat sich so entwickelt, dass sie das nicht honoriert, sondern negativ sanktioniert, dass sie das abstraft. Es scheint nämlich darauf anzukommen, etwas zu zeigen, vorzutäuschen, was nicht unbedingt da sein muss. Es gilt die Verkaufe, nie der Inhalt. Blender werden belohnt. Überzeugungen zu haben, ist nicht sehr beliebt. Es gilt vielmehr, „die richtigen“ Überzeugungen zu haben. x x We were suspicious of the over-adapted. The ones who got A’s everywhere in school and “in life.” The model students. The scholarship recipients. Proven as a “primus”. The “assertive ones”. The “career conscious”. Who were at the forefront everywhere. Who really wanted to study medicine. Who were considered “great talents”. The “smart ones”. We suspected the wrong reasons behind this. Probably rightly so. They seemed to be too compliant with the system. From our perspective. We didn't want to keep up with that. Because we believed we were right. Punchline: Later they cut us a long nose, the careerists. They had done everything right. We are not. They had made their careers. We had to celebrate our downfall. For example, you had advanced on a party's ticket. We didn't want to identify with anything, we were suspicious of associations, parties, etc. We observed, tried to analyze, to understand. We realized too late that this was a luxury. We lacked ambition. We had to pay the price later. “Wanting to create” (which is another way of saying “exercising power”) had no attraction for us. So we collapsed. We rejected being fast, intelligent and open as model characteristics. That's what you did in a rather natural way. Society has developed in such a way that it doesn't reward it, but instead sanctions it negatively, that it punishes it. The point seems to be to show something, to pretend, that doesn't necessarily have to be there. It's the sale that counts, never the content. Blenders are rewarded. Having beliefs is not very popular. Rather, it is important to have “the right” beliefs.

Mittwoch, 22. Mai 2024

Medienrealität

Notorisch gut gelaunte Moderatoren lassen uns über gekonnt vorgetragenen Erbaulich- und Kleinigkeiten alles vergessen, was uns deprimierend umgeben mag. Alter, Krankheit, Geldsorgen etc., über alles wird hinweg gelächelt und gute Laune verbreitet. Wie in einem Schlagerabenteuerland. Mag auch manchmal das Lächeln sich in einer Art Fratze (oft sichtbar zu Anfang oder Ende von Gesichts-Einblendungen) sich festgesetzt haben in diesen öffentlichen Gesichtern: Es geht weiter. Alles wird gut. Eine Nachricht nach der andern. Witzchen machen und lachen. Schlagfertigkeiten pflegen. Im Flow sein. Ein Geschichte von Mord und Totschlag folgt auf die nächste. Das will das Publikum. Staats- und Rechtsanwälte treten dafür vor das Publikum. Wird gemischt mit dem Schlüssellochblick auf „Prominente“, die es aus manchmal zweifelhaften Gründen an die Spitze geschafft haben. Jetzt bloß keine Spielverderber oder Spassbremsen! Was ist denn daran problematisch?

Dienstag, 21. Mai 2024

Steuerflucht

Ein beliebtes Spiel der Rechtfertigung von gewissen Steuermissständen ist es, das Gebaren von Reichen und Armen gegenseitig aufzurechnen. Es gäbe ja so viele Arme (und Asylanten?), die den Staat auch gerne mal betrügen würden, wenn sie nur könnten, etwa bei der Anmeldung von Reinigungskräften, die als Geschäftsessen deklarierte Geburtstagsparty oder falsche Angaben bei der Pendlerpauschale. Das soll also genauso oder sogar (wegen der Gesamtsumme) noch verwerflicher sein, als das Gebaren von Steuersündern, die Steuervermeidungsstrategien mittels geschickter Anwälte und findiger Steuerberater durch die Flucht in „Steueroasen“ auszunutzen versuchen. Dahinter steht wohl auch die neoliberale Ansicht, dass in einem Staat alles erlaubt sei, was nicht ausdrücklich verboten sei. Gerne wird sich in diesem Zusammenhang auf den Rechtsstaat berufen, der in diesem Zusammenhang und „im Namen des Volkes“ ohnehin gerne herbei zitiert wird. Alles legal. Leute, dass die Politik diese Gesetze gemacht hat und all dies erlaubt, gehört zum Skandal! Das Argument, dass gewisse Dinge auch „legitim“ sein können, wird mit dem Hinweis auf die in den achtziger Jahren so beliebten „Sachbeschädigungen“ abgeschmettert. Es wird vor einer „abschüssigen“ bahn gewarnt, wenn das „Legitime“ eine größere Rolle spielen sollte. Auch soll die sogenannte „Hausbesetzerszene“, die unter anderem bei dem G 20-Gipfel in Hamburg so unangenehm sichtbar wurde, dadurch nicht nachträglich gerechtfertigt werden, dass die Legitimität ihrer Aktionen behauptet werde, so das hinterhergeschobene Argument. Dass ganze Staaten von ihren geringen Steuersätzen leben, dass es geradezu ihr Geschäftsmodell innerhalb der EU ist, wird in diesem Zusammenhang als Ärgerlichkeit wahrgeommen. Letztlich soll es aber an der EU und dem dahinter stehenden politischen Willen liegen, dass solcher Steuerwettbewerb nicht unterbunden wird. Dass Deutschland dabei offenbar großartige Erklärungen gegen Steuersünder abgibt, in Brüssel aber alle gesetztlichen Vorschriften blockiert, macht die Sachlage auch nicht besser. Moral nutze da weniger, es müssten Vorschriften oder Gesetze her. Dass Minister dagegen sofort protestieren und dabei ins Felde führen, dass sich die EU bei einer entsprechenden Gesetzgebung ja selbst anklagen würde, macht die Sache nicht (Ob das einschlägige Lobbyisten und Kumpels zu vermeiden wissen?) übersichtlicher. Jedenfalls scheinen solche Verhältnisse in der EU möglich zu sein. „Black List“? Ja. Aber nicht mit Ländern aus der EU. Und überhaupt, gegen moralisierende Argumentationen verwahrt man sich sowieso. Moral? Igitt! Dass Reiche von vornherein ganz andere Möglichkeiten der Steuervermeidung haben als der sogenannte „Kleine Mann“ und dadurch eine sozusagen programmierte Ungerechtigkeit entsteht, bleibt da ganz außen vor. Dass derjenigen Gemeinschaft, in der Gewinne erzielt werden, ein gewisses Recht auf Steuereinnahmen zusteht, - nun ja, wer wollte das bestreiten? Wer das Recht hat, diesem Gemeinwesen die ihm zustehende Steuer (Streitpunkt, wieviel....aber nicht, dass....) einzutreiben? Hm, zumindest einschlägige Anwälte und ihre Kumpels in der Politik. Wo da der Wutbürger bleibt? Von ihm war bisher nichts zu hören. 1000 Milliarden pro Jahr werden einstweilen vermisst. Oder ist alles anders? X x A popular game to justify certain tax grievances is to offset the behavior of rich and poor. There are so many poor people (and asylum seekers?) who would like to defraud the state if they could, for example when registering cleaners, declaring a birthday party as a business meal or giving false information about the commuter allowance. This should be just as reprehensible or even more reprehensible (because of the total amount) than the behavior of tax evaders who try to exploit tax avoidance strategies by using clever lawyers and resourceful tax advisors by fleeing to “tax havens”. Behind this is probably the neoliberal view that everything that is not expressly forbidden is permitted in a state. In this context, people often refer to the rule of law, which is often cited in this context and “in the name of the people”. Everything legal. People, the fact that politicians made these laws and allows all this is part of the scandal! The argument that certain things can be “legitimate” is dismissed with reference to the “damage to property” that was so popular in the 1980s. There are warnings about a “slope” path if the “legitimate” plays a larger role. The so-called “squatter scene”, which became so unpleasantly visible at the G20 summit in Hamburg, among other things, should not be subsequently justified by asserting the legitimacy of their actions, according to the underlying argument. In this context, the fact that entire states live off their low tax rates, that it is actually their business model within the EU, is perceived as an annoyance. Ultimately, however, it should be up to the EU and the political will behind it to ensure that such tax competition is not prevented. The fact that Germany is apparently making great statements against tax evaders, but is blocking all legal regulations in Brussels, doesn't make the situation any better. Morality is of less use; regulations or laws are needed. The fact that ministers immediately protest against this and argue that the EU would indict itself if such legislation were passed does not make the matter any clearer (do relevant lobbyists and cronies know how to avoid this?). In any case, such conditions seem to be possible in the EU. “Blacklist”? Yes. But not with countries from the EU. And anyway, people object to moralizing arguments anyway. Moral? Yuck! The fact that rich people have completely different options for tax avoidance than the so-called “little man” from the outset and that this creates a programmed injustice, so to speak, is completely ignored. The fact that the community in which profits are made has a certain right to tax revenue - well, who would dispute that? Who has the right to collect the tax due to this community (the point of contention is how much... but not that...)? Hmm, at least relevant lawyers and their friends in politics. Where is the angry citizen? Nothing has been heard from him so far. 1000 billion per year are currently missing.

Montag, 20. Mai 2024

Im Prozess

Immer wieder habe ich Kafka zu mir genommen, Aber in kleinen Portionen. Ich habe ihn „inhaliert“ und mich seiner Persönlichkeit versichert. Jüngst freilich habe ich beschlossen (vielleicht auch inspiriert durch seinen Todestag!) , den „Prozess“ wieder zu lesen. Wieso? Irgendwie schien mich das anlässlich eines obwaltenden Staatsgefühls und einer ungewissen Obrigkeit gegenüber, neu anzugehen. Etwas hüllt mich ein, das ich besser verstehen wollte. Da ist es ein Trost, dass so einer in der Vergangenheit existierte, der es genauso empfand. Ich fühle mich von allerlei latenten Zudringlichkeiten einer Institution Staat überzogen. Mein Gott, anderswo ist das viel schlimmer, ich weiß! Unsichtbar, aber wirksam. Ausgesetzt. Reguliert. Der „mündige“ Bürger ist nicht mehr angesagt. Man muss ihn vielmehr zu seinem Glück zwingen, so meinen manche Neo-Totalitäre. Experten treten nach vorne und wissen alles besser. Jeder auf seinem Gebiet. Eine riesige und trotz aller Beteuerungen immer weiter wachsende Bürokratie überwölbt das Ganze. Für alles gibt es ein Formular (oder mehrere). Selbst wenn ich unter Flatulenz leide, soll ich dafür ein Formular einreichen, das dann über einem schwebt, aber offenbar nie bearbeitet wird. Die Sprache, die Bezeichnungen und Ausdrücke werden manipuliert, so lange, bis „es passt“. Das Essen wird auf einige wünschenswerte Dinge eingeschränkt und anderes (das manchmal ganz schön viel Spass machen kann!) verteufelt, am besten wird das Bedürfnis auf das gelenkt, was als gesund und klimafreundlich gilt, alleine schon, weil dann die Krankenkasse für durch menschliche Unvernünftigkeiten herbei geführte Beschwerden nicht mehr so viel zahlen muss. Minderheiten werden tot geschwiegen, wobei die Bestimmer und Machthaber früher selbst einmal in der Minderheit waren. Es wird verboten und vorgeschrieben, nach Gesetzen, die die Machthaber bestimmen und als „vernünftig“ befunden haben. Dafür haben sie dann auch Formulare und Behörden, wofür ein horrendes Geld ausgegeben wird, während eine wachsende Zahl von Rentnern (diese Parasiten!) darben und die Tafeln sich eines nie da gewesenen Zuspruchs gegenüber sehen. Der Zufall ist etwas sehr gefährliches. Die daraus entstehenden Verhaltensweisen von Bürgern sehen nach außen wie bewusste Entscheidungen aus, sind aber von Unvernunft bestimmt. Und über allem wächst die Bürokratie immer weiter. Wie gut, dass ich Kafka an meiner Seite weiß! Förderungen, für die Formulare ausgefüllt werden müssen, werden nach seltsamen und kaum nachvollziehbaren Kriterien vergeben. Leicht anzunehmen, dass die im Einklang mit der herrschenden Politik stehen sollten. Freilich ist deren „Architektur“, deren inhaltliche Machart und Ausrichtung nur schwer oder gar nicht zu erkennen. Sie wird zudem kaum erklärt. Was reicht: Sie ist „unfehlbar“. Basta. Es gibt Institutionen, die das Wohlverhalten der Bürger überprüfen und mit Strafen für diejenigen bedenken, die zunehmend digital zu verfolgen sind (Digitalisierung!!). Nicht nur deren Lobbyisten mit den amtlich aus dem Fernsehern grinsenden Gesichtern sind fortwährend bemüht, ihren Einfluss auszubauen.

Samstag, 18. Mai 2024

Bürgerbefragung

„Bürgerbefragung“ mit dem deutschen Bundeskanzler Scholz. Es wird eine Frage zu den Pensionen der Beamten gestellt: „Finden sie es gerecht, dass Beamte und Beamtinnen nicht in die Rentenkasse einzahlen, sondern von den Steuergeldern ihre Pensionen bekommen, nur weil sie beim Staat angestellt sind“ Antwort Scholz: „Tja, da können wir den König von Preußen nochmal fragen. Also, seitdem ist das so, - ungefähr. Aber, ich finde….. das kann man diskutieren, aber das Berufsbeamtentum hat auch seine Vorteile, was die Stabilität eines Staates betrifft. Insofern glaube ich, haben wir schon die Aufgabe, dass es schon bestimmte (Leute?) gibt, die im öffentlichen Dienst arbeiten. Das gilt ja nicht für alle, die aber in dem Sinne Staatsdiener sind, dass sie zb nicht streiken dürfen, dass sie zb dafür einstehen, dass Dienst immer verfügbar ist, wenn das gebraucht wird, und dass das eine ganz besondere, über normale Arbeitsverhältnisse hinaus gehende Loyalität gegenüber dem heute demokratischen Arbeitgeber/Dienstherrn bedeutet. Deshalb erklären sich die historischen Unterschiede“. Ob daraus aber folgt, dass Renten im Durchschnitt 1550 Euro und Pensionen 3250 Euro betragen? Dass Renten mit 48% des letzten Grundeinkommens und Beamtenpensionen mit 71% veranschlagt sind? Auch soll die „Mindestpension“ 1866 Euro betragen, wovon ein durchschnittlicher Rentner allenfalls träumen könnte. Ob die zuletzt ausgezahlten 3000 Euro Inflationszuschlag dadurch möglich wurde, dass den Rentnern als Inflationsausgleich so gut wie nichts ausgezahlt wurde?

Freitag, 17. Mai 2024

Fraktur (Text)

FRAKTUR Digitale Frakturen Repeat Sinn oder Unsinn Worte Sentenzen versteckt In a hidden Place

Donnerstag, 16. Mai 2024

Time after time

Dass Zeit ein höchst wertvolles Gut sei, mag sich herumgesprochen haben. Diese Erkenntnis legt sich auch angesichts der permanenten Beschleunigung, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit nahe. Alles wird immer mehr verdichtet und unserer Verfügung als Mensch entzogen. Dass es dabei in erster Linie um Zeit und Aufmerksamkeit geht, wird immer klarer. Zeit ist Lebenszeit. Dass diese unwiederbringlich ist, wird dem Menschen erst im fortgeschrittenen Alter so richtig klar. Oder bei oder nach einer lebensbedrohlichen Krankheit? Dies zieht oft eine Veränderung des Blicks oder – insgesamt - der Perspektive auf die Zeit nach sich. Es gilt, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sie neben den alltäglichen Bemühungen auch mal im Müßiggang, im schönen Nichtstun, zu verbringen. Manch einer behauptet, dies sei sogar die Voraussetzung für Kreativität überhaupt. Mal auf andere Gedanken kommen, in sich gären, Kraft aus sich schöpfen, Kraft zum Tun und sich Entäußern, nach außen bringen. Zeit nicht nur „nutzen“ für fragwürdige Zwecke, sondern sie in sich wirken lassen. Es gilt, „Prioritäten“ zu setzen, Reihenfolgen festzulegen. Sich „Zeit nehmen“ für etwas, das könnte es bedeuten. Für sich selbst etwa. Zeit hat keinen unmittelbaren ökonomischen Wert, auch wenn wir uns oft gezwungen sehen, unsere Zeit zu verkaufen, um zu überleben.

Mittwoch, 15. Mai 2024

Masse

Durch verschiedene Umstände dazu gebracht, aber auch durch freien Willen habe ich mich in der letzten Zeit intensiv mit so etwas wie Massenkultur, Massendynamik und den Mechanismen des Nationalsozialismus beschäftigt. Manche Leute sagen auch „Erinnerungskultur“ dazu. Unter anderem auch mein Beruf brachte mich dazu, mich mit solchen Phänomenen auseinander zu setzen. Eine Erkenntnis davon ist, dass die Energie, aus der sich solche Antriebe speisen, auch heute noch vorhanden ist und sich derzeit besonders intensiv Bahn zu brechen versucht. Die Aufklärung, das Bewusstwerden konnte dem anscheinend nichts anhaben. Noch immer scheinen sich die Menschen nach dem kollektiven Erleben zu sehnen, nach einer Gemeinsamkeit, die natürlich vielfach politisch und kommerziell ausgenutzt werden kann. Statt dies vorsichtig und zurückhaltend zu handhaben, scheinen heute wieder jene Kräfte die Oberhand zu gewinnen, die sich solches zu Nutze machen wollen. Dass dabei auch der in das Bewusstsein gehobene Holocaust offenbar keine Bremswirkung hat, schockiert mich zutiefst. Es ist ja damit auch klar gezeigt, wohin solches Streben nach „Gemeinsamkeit“ und Gleichgerichtetheit führen kann. Unsere europäische Kultur erlegt uns auf, solcher Mechanismen bewusst zu werden und sie durch kritisches Bewusstsein und Skepsis ein wenig mehr beherrschbar zu machen. Der Einzelne und seine Möglichkeiten wird dabei als die hoffnungspendende Keimzelle betrachtet: Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, die Emanzipation (Whataboutismen sind dabei erstmal verboten!) ist hierbei das Thema. Ich sah und glaubte aber auch jene Mechanismen in der heutigen Zeit zu erkennen, in anderer Erscheinung anders kanalisiert, aber in Anwendung all jener Verführungsmechanismen, die man glaubte, eigentlich überwunden zu haben. Doch was ist der Mensch für eine Konstruktion? Der Blick nach Asien mag einen da desillusionieren. Massenmörder sorgen per Zwang zu einer bestimmten Weltsicht dafür, dass sie selbst und ihre geistigen Inspiratoren hochangesehen sind. Die Masse applaudiert. Durch Propaganda dazu gebracht. Sie wird in soziale Mechanismen hinein gezwungen, die ihr angepasstes Verhalten geradezu planmäßig hervor bringt. X x Brought to this by various circumstances, but also by free will, I have recently been intensively concerned with things like mass culture, mass dynamics and the mechanisms of National Socialism. Some people also call it “memory culture”. My job, among other things, led me to deal with such phenomena. One insight from this is that the energy from which such drives are fed is still present today and is currently trying to break through particularly intensively. The enlightenment, the awareness, apparently couldn't do anything to harm this. People still seem to long for a collective experience, for a commonality that can of course be exploited politically and commercially in many ways. Instead of handling this carefully and with restraint, those forces that want to take advantage of this seem to be gaining the upper hand again today. The fact that the Holocaust, which has been raised in awareness, does not seem to have any braking effect, shocks me deeply. This also clearly shows where such striving for “commonality” and equality can lead. Our European culture requires us to become aware of such mechanisms and to make them a little more manageable through critical awareness and skepticism. The individual and his possibilities are viewed as the hope-giving nucleus: the issue here is the emergence of people from their self-inflicted immaturity, emancipation (whataboutisms are initially forbidden!). But I also saw and believed I recognized those mechanisms in today's time, channeled differently in a different appearance, but in the application of all those seduction mechanisms that one believed to have actually overcome. But what kind of construction is man? A look at Asia may leave you disillusioned. By forcing them to adopt a certain worldview, mass murderers ensure that they and their spiritual inspirers are highly respected. The crowd applauds. Brought to this by propaganda. She is forced into social mechanisms that produce her adapted behavior in an almost planned manner.

Montag, 13. Mai 2024

Achtsam ins Lächerliche

Sich selbst finden. Achtsamkeit in sich entdecken, das klingt jetzt sehr modisch. Zeitgeistig halt. Wer wollte das nicht? Das Göttliche in uns finden. Wenn es schon keinen Gott mehr gibt, dann wenigstens das! In der Ruhe und Entledigung all dieser Scheinvorstellungen. Sich kein Bild mehr davon machen, was größer als wir selbst ist. Das Paradies? Muss das sein? Was ist das Nichts? Nichts tun, was jemand anderes schaden könnte. Hohe Moral, aber es kann das Zusammenleben und das gemeinsame Suchen leichter machen. Vielleicht. Muss das alles sein? Regeln, Verbote? Es scheint etwas sehr Menschliches zu sein und einem Bedürfnis zu entsprechen, dass der Befolgung von außen kommender Vorschriften das Heil zuspricht. Auch das Paradies oder das ewige Leben. Gibt es eine Angst vor dem Tod, die als Motivation für Religionen wirken könnte? Nun ja, die Geschichte ist voll davon.... Ist Meditation das Loslassen der Welt als Befreiung? Blöd nur, das es dazu auf dieser Welt noch andere Voraussetzungen geben muss. Die Verhältnisse, die sind leider so. Weltfremdheit wurde mir bewusst, Lächerlichkeit. "Die andere Ebene" rückt für mich dadurch immer mehr in die Ferne. Sich selbst finden? Ja, im besten Falle. Aber wann tritt der beste Fall wirklich ein? Das „Göttliche“ in mir selbst finden. Ja, es ist in mir, möglicherweise. Manche haben es den "göttlichen Funken" genannt. Aber wie kann ich ihm besser näher kommen? Mit meinen bescheidenen Möglichkeiten? Mit meinem „heißen Bemühen“ nur? Hingabe? Es stark wollen, - oder gar nichts wollen? Überhaupt erscheint es mir immer fragwürdiger, sich ein Bild vom Göttlichen zu machen und sich ihm mit irdisch geprägten Vorstellungen nähern zu wollen. Das stimmt nicht mit meinen Vorstellungen darüber überein, dass es etwas Größeres ist, etwas, was über unseren Geist hinaus geht. Welche Anmaßungen, unseren Geist und seine Möglichkeiten, ja, überhaupt den Menschen absolut zu setzen! Vielleicht gibt es ja eine Ahnung davon, was darüber hinaus geht? Nur das. Der Atheismus war für mich nicht nur deswegen auch niemals eine Lösung, ein Ziel. Für mich. X x Find yourself. Discovering mindfulness within yourself sounds very fashionable now. In keeping with the spirit of the times. Who wouldn't want that? Finding the divine within us. If there is no more God, then at least this! In the peace and removal of all these illusions. To stop imagining what is bigger than ourselves. The paradise? Does it have to be that way? What is nothingness? Don't do anything that could harm someone else. High morale, but it can make living together and searching together easier. Perhaps. Does that have to be all? Rules, bans? It seems to be something very human and corresponds to a need that suggests that compliance with external regulations brings salvation. Also paradise or eternal life. Is there a fear of death that could act as a motivation for religions? Well, history is full of them... Is meditation letting go of the world as liberation? It's just stupid that there have to be other requirements for this in this world. Unfortunately, the conditions are like that. I became aware of strangeness, ridiculousness. “The other level” is becoming more and more distant for me. Find yourself? Yes, in the best case scenario. But when does the best case really occur? Finding the “divine” within myself. Yes, it is in me, possibly. Some have called it the “divine spark.” But how can I get closer to him better? With my modest means? With just my “hard efforts”? Dedication? Want it strongly - or don't want anything at all? In general, it seems more and more questionable to me to form an image of the divine and to approach it with earthly ideas. This doesn't agree with my ideas about it being something bigger, something beyond our minds. What presumptions to place absolute values on our spirit and its possibilities, and indeed on people in general! Maybe there is an idea of what goes beyond that? Just that. That's not the only reason why atheism was never a solution or a goal for me. For me.

Sonntag, 12. Mai 2024

Reich reicher

Wir lesen davon, dass Jeff Bezos nach Schätzungen etwa 195 Milliarden haben soll. Wir leisten uns noch den Luxus, darüber erstaunt zu sein, über diesen unfassbaren Reichtum. Allgemein soll solches unziemliches Gebaren von anderen und mir "Sozialneid" genannt werden. Die Gesellschaft rechtfertigt dies offenbar aus sich heraus, insbesondere die US-amerikanische. Ob der Versandmann noch etwas davon hat jenseits dessen, dass er seinen Reichtum gelegentlich feist grinsend bei öffentlichen Empfängen vorführt? Wer ihm wohl diesen Reichtum erarbeitet hat? Der Mann hat sich diesem „Enrichissez-vous“, diesem Gebot der Bereicherung wohl optimal angepasst. Dafür sollte er durchaus etwas verdienen. Aber so viel? Zudem werden einem in den Medien täglich reiche InfluencerInnen vorgeführt, die offenbar alles richtig gemacht haben und nun in Saus und Braus leben. In Dubai. Und in anderen Luxusbleiben. Unter ähnlichen Verhältnissen. Luxus. Sportwagen. Schlitten. Villen. Aber die Masse der Leute scheint deren Person und den damit verbundenen „Produktempfehlungen“ nachzuhängen. Wie geht das? Ob das „Neoliberalismus“ ist? Abhängig von Konsum? Jeder seines Glückes Schmied? Egal wie. Auch wenn das alle Grenzen überschreitet? Wachstum rules? Wir sehen Menschen, die gar nichts haben und wundern uns, sind erstaunt. Wie geht das zu in dieser Welt? Soll das ein Preis für den „Fortschritt“ sein? „Trickle-down“-Theorie? Sie behauptet, wenn`s den Reichen gut gehe, hebe das auch das Niveau der Armen. So viele „Reiche“ berufen sich darauf. Von unten gesehen sind daran Zweifel erlaubt. Eine Differenzierung gerade angesichts gegenwärtiger wirtschaftlicher Entwicklungen in schland erscheint angesagt. X x We read that Jeff Bezos is estimated to have around 195 billion. We still afford ourselves the luxury of being amazed by this incredible wealth. In general, such unseemly behavior is called “social envy” by others and me. Society obviously justifies this on its own terms, especially the US society. Does the mail order man get anything out of it beyond occasionally showing off his wealth with a cheeky grin at public receptions? Who probably earned him this wealth? The man has probably adapted optimally to this “Enrichissez-vous”, this commandment of enrichment. He should definitely earn something for that. But that much? In addition, the media shows you rich influencers every day who have apparently done everything right and are now living in luxury. In Dubai. And stay in other luxury. Under similar circumstances. Luxury. Sports car. Sleds. Villas. But the majority of people seem to be attached to their person and the “product recommendations” associated with them. How does it work? Is this “neoliberalism”? Dependent on consumption? Each maker of his own fortune? No matter how. Even if that crosses all boundaries? Growth rules? We see people who have nothing and we are surprised and amazed. How does it work in this world? Should this be a price for “progress”? Trickle-down theory? She claims that when the rich are doing well, it also raises the standards of the poor. So many “rich people” rely on this. Seen from below, there is room for doubt. A differentiation seems to be necessary, especially in view of current economic developments in Germany.

Samstag, 11. Mai 2024

Todesparade

Als grausigen Horror empfinde ich Militärparaden mit ihrer Gleichgerichtetheit und nach außen gerichteter Unterwürfigkeit gegenüber den Mächtigen, für die man sich auf billigste Weise abschlachten lassen würde. Diese Dressur für den Marsch in den Tod!!! Wie mich das anekelt! Gespielter und eingebimster Optimismus. Welches menschenverachtende Weltbild da wohl dahinter stehen mag! Kollektive Hingabe an das „Vaterland“ und dann Aufgabe des Lebens! Grausame Hinrichtungen! Erschießungen. Für grinsende Machthaber. Darüber am Himmel Farben ausstoßende Flugzeuge. Machtspiele. Stolze Präsentation von Waffen. Vernichtungswaffen. Glauben Menschen, dass das eine Art Videospiel sein könnte? Der Tod ist kein Videospiel. Man sieht in den Medien geschlachtete Körper. Flugzeugbomber. Einer steht hierarchisch oben und gibt Befehle. Alle machen und tun, ohne Rücksicht auf sich selbst. Gehen auf in einer hörigen Masse! Ordnen sich ein. Geben sich Vorgaben hin. X x I find military parades with their uniformity and outward subservience to the powerful, for whom one would be slaughtered in the cheapest possible way, to be a horrifying horror. This dressage for the march to death!!! How that disgusts me! Feigned and ingrained optimism. What inhumane worldview might lie behind it! Collective devotion to the “Fatherland” and then surrender! Cruel executions! Shootings. For grinning rulers. Above, planes emitting colors in the sky. Power games. Proud display of weapons. weapons of destruction. Do people think this could be some kind of video game? Death is not a video game. You see slaughtered bodies in the media. Airplane bomber. One person is at the top of the hierarchy and gives orders. Everyone does and does without regard for themselves. Join a submissive crowd! Get in line. Give yourself guidelines.

Freitag, 10. Mai 2024

Ziele für Zukunft

Was wir tun könnten in Abwehr gewisser politischer Gefahren? Das Positive herausarbeiten? Die Möglichkeiten „mehr nach vorne“ erschließen? Wir könnten anstreben, unsere Gesellschaft auch in Zukunft weitgehend egalitär zu entwickeln, was heißt, ökonomisch und anders bedingte Statusunterschiede möglichst gering zu halten, Hierarchien einzuebnen, Privilegien zu kippen, einen natürlichen Respekt bewahren und die derzeit von allen Seiten auf uns einströmenden Polarisierungstendenzen gering zu halten („Die Schere zwischen Arm und Reich...“ u.a.). Wir könnten versuchen, in jeder Hinsicht eine Vielfalt zu bewahren und deren Wert gegenüber dem Einseitigen, Eintönigen, Einheitlichen klar und auch für andere nachvollziehbar zu sehen. Es gilt vielleicht, noch viele Dinge kennen zu lernen, mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln auch den Kosmos und den größeren Zusammenhang zu erkunden, damit auf Tuchfühlung zu bleiben. Angesichts der vielen digitalen Verblödungsmechanismen könnten wir versuchen, uns jenes Wissen anzueignen, um mit Wissen/Fakten besser umgehen zu können, es in einen Zusammenhang bringen zu können. Es gilt auch zu verschieden motivierten Führerfiguren auf Distanz zu bleiben, sich niemals auszuliefern, sondern sich selbst und die Möglichkeiten des eigenen Selbst dagegen zu setzen...., dies mag auch eine mögliche Haltung zu Verdinglichung und Entfremdung sein, die uns in mannigfacher Gestalt begegnen und uns samt unserem Umgang schleichend aufzufressen drohen. Es gilt, Spannungen und das Nichtwissen auszuhalten, Widersprüche zu ertragen und sie nicht in eine falsche Einheit auflösen zu wollen. Wir sollten auch eine Distanz zu kollektiven Zusammenhängen wagen, eine Massendynamik zumindest sehen und keinesfalls eine fremdgeleitete Identität daraus ableiten. Uns nicht bestimmen zu lassen, sondern uns selbst zu bestimmen, das könnte ein Ziel sein. x x What could we do to ward off certain political dangers? Highlight the positive? Exploring the possibilities of “more forward”? We could strive to continue to develop our society in a largely egalitarian way in the future, which means keeping economic and other status differences as low as possible, leveling hierarchies, overturning privileges, maintaining a natural level of respect and minimizing the polarization tendencies that are currently flowing towards us from all sides (“The gap between rich and poor…” etc.). We could try to preserve diversity in every respect and to see its value over what is one-sided, monotonous and uniform in a way that is clear and understandable for others. Perhaps there are still many things to get to know, to use the means available to explore the cosmos and the larger context, and to stay in touch with it. Given the many digital dumbing down mechanisms, we could try to acquire that knowledge in order to be able to deal with knowledge/facts better and to be able to put it into context. It is also important to stay at a distance from leaders with different motivations, to never surrender yourself, but to set yourself and your own possibilities against them.... this may also be a possible attitude towards reification and alienation, which we face in many different forms encounter and threaten to slowly consume us and our interactions. It is important to endure tensions and ignorance, to endure contradictions and not to want to dissolve them into a false unity. We should also dare to distance ourselves from collective contexts, at least see a mass dynamic and under no circumstances derive an externally derived identity from it. Not letting ourselves be determined, but rather determining ourselves, that could be a goal.

Donnerstag, 9. Mai 2024

Sommer will es wieder werden

Es will wohl bald wieder so richtig heißer Sommer werden. Geprägt ist er auch in Zeiten der Artenvernichtung und Flächenversiegelung von Gras und Blume. Grünes Gras gibt Nahrung für Tiere. Noch. Grün ist auch die Farbe der Hoffnung. Blumen blühen und können dadurch Freude machen, ein Fest der Farben veranstalten. Doch Blumen verwelken, verlieren die Farbe, knicken ein, hängen den Kopf und geben ein Bild dafür ab, dass wir alle (noch) der Vergänglichkeit anheim gegeben sind. Was bleibt? Wer hat einen Plan? Ist da gar nichts?

Mittwoch, 8. Mai 2024

Ast (MP3)

Dienstag, 7. Mai 2024

Verpackte Verpackung

Ich muss natürlich, wie so oft, den Müll wegbringen. Diesmal habe ich selbst sehr viel zu seiner riesigen Masse beigetragen, d.h. Vieles in dem Mülleimer ging zuvor durch meine Hände. Scheise. Jetzt steckt wahnsinnig viel Verpackungsmaterial darin, was mich ärgert. Muss so etwas sein? Könnte man nicht eine gewisse Kreativität darauf richten, so etwas zu vermeiden? Ist „Green Washing“ eine Marketing-Strategie. Oder dient es in erster Linie gewissen Logistik- und Profitinteressen? Wie bei so vielem, muss ich sagen: ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Ich werde von hinten angefressen, und zwar am Geldbeutel. Das geht wohl knapp am Gangstertum vorbei und man nennt es „Freie Marktwirtschaft“. Man erhöht die Preise und viele sind gezwungen, diese Preise zu zahlen. Diese „Marktwirtschaft“ scheint eine heilige Kuh in Deutschland zu sein. "Wettbewerb". Da muss man mitmachen. Es nützt nichts, Dinge beim Namen zu nennen. Bewehrt sind solche Verpackungsmethoden mit kompletten Lehrstühlen und wissenschaftlichen Studien, die Rechtfertigungen und Argumente liefern, die also als Thinktank für solche Methoden agieren. Es sei notwendig, - und zwar aus diesem...und jenem Grunde. Doch wo geht diese ganze Masse hin, nachdem sie von den Abfallentsorgern möglichst billig und - wie die Neoliberalen sagen würden - effizient abgeholt worden ist? Ob in dieser Verpackung auch Energie steckt, die einfach wegzuwerfen oder zu vernichten falsch ist? Wieder sprudeln Argumente aus dem Thinktank...sie wissen ohnehin alles besser und versuchen, dies in der Öffentlichkeit als „Experten“ zu verkaufen .... Es sind oft ganz einfache Fragen, die sich einem stellen und für die man – wenn überhaupt! Und nur auf dringendes Verlangen! - mit komplexen Aussagen beworfen wird. x x Of course, as I often do, I have to take out the trash. This time I contributed a lot to its huge mass, i.e. a lot of the trash went through my hands. Shit. Now there's an awful lot of packaging material in it, which annoys me. Does something like that have to be the case? Couldn't some creativity be used to avoid something like this? Is “green washing” a marketing strategy. Or does it primarily serve certain logistics and profit interests? As with so many things, I have to say: I don't know. But what I do know is that I'm being attacked from behind, namely by my wallet. This is probably close to gangsterism and is called a “free market economy”. Prices are raised and many are forced to pay these prices. This “market economy” seems to be a sacred cow in Germany. "Competition". You have to take part. It's no use calling things by their names. Such packaging methods are supported by complete chairs and scientific studies that provide justifications and arguments, which act as a think tank for such methods. It is necessary - for this...and that reason. But where does all this mass go after the waste disposal companies have picked it up as cheaply and - as the neoliberals would say - efficiently? Is there energy in this packaging that it would be wrong to simply throw away or destroy? Arguments are again pouring out of the think tank...they know everything better anyway and are trying to sell this to the public as "experts".... They are often very simple questions that you ask yourself and for which you - if at all! And only upon urgent request! - is bombarded with complex statements.

Montag, 6. Mai 2024

For this Moment (Songtext)

For this Moment (1981) I can't see you I can' feel you I can't wait no more you can't touch me you can't squeeze me it's been a long time You and me, we are walking through the Park see the people looking for each other gotta watch our future rolling down the Gutter We can change it you gotta try it said the harlequin I don't care it I'm no fighter said the Man in a Mood You and me, we'll watch the Kids playing see the People passing by gotta know that we'll never play like those gotta pass it gotta forget it there is no choice I can hear you I can love you now in this moment

Sonntag, 5. Mai 2024

Integrativ

Ich habe das Folgende in einem alten Tagebuch gefunden. Ich durchforste diese Fundstücke gelegentlich, um Spuren meiner Existenz zu finden, um zu wissen, was mir wichtig war und welche Ziele ich erreichen wollte. Wie mein jetziger „Ist-Zustand“ sich dazu verhält. Wer ich war und wer ich bin......dies könnte durchaus auch Impulse für andere Menschen bieten (Impulse!, nicht Aufforderung zur Kopie!) Obwohl es mir scheint, als hätten sich die gesellschaftlichen Koordinaten stark verändert (In Richtung auf "Selbstoptimierung", Egomanie, Egoismus, Narzissmus...) „Für viele Personen in meinem Umkreis ist es eine Aufgabe, ohne dass sie sich dessen bewusst sind, als Person „reif“ und „erwachsen“ zu werden. Der naive Kinderglaube hat die Anziehungskraft der sentimentalen „Romantik“. Sich entwickeln, emanzipieren ohne diese Möglichkeit zu verlieren, sondern sie zu integrieren, ohne ihr ausgeliefert zu sein, das wäre ein Ziel von Individuation. Ich selbst sehe es wieder mal persönlich, als meine eigene „Unio mystica“ . Wieso ist sie so schwer zu verstehen, teilt das niemand? Wie verschieden die Menschen doch sind, und wie wenig Ahnung wir voneinander und „vom Leben“ haben. Ist's nur Flachsinn, mangelndes Interesse? Missverständnis? Was geschieht mit uns? Ist da dumpfes Mitlaufen? Es scheint die bequemste Möglichkeit zu sein, bei irgendwas irgendwie mitzumachen. Doch diese Fragen wollen erarbeitet, erlitten sein.Wer ist im Zeitalter des vordergründigen Hedonismus dazu bereit? Derjenige nur, der aufgrund seiner Veranlagung dazu prädestiniert ist? X x I found the following in an old diary. I occasionally sift through these finds to find traces of my existence, to know what was important to me and what goals I wanted to achieve. How my current “current state” relates to this. Who I was and who I am......this could certainly also provide impulses for other people (impulses!, not an invitation to copy!) Although it seems to me as if the social coordinates have changed significantly (in the direction of " self-optimization", egomania, selfishness, narcissism...) “For many people in my circle, becoming “mature” and “adult” as a person is a task, without them being aware of it. The naive belief of children has the appeal of sentimental “romance”. To develop and emancipate without losing this possibility, but to integrate it without being at the mercy of it, that would be a goal of individuation. I see it personally again, as my own “Unio mystica”. Why is she so difficult to understand? Doesn't anyone share that? How different people are and how little knowledge we have of each other and “of life”. Is it just nonsense, a lack of interest? Misunderstanding? What is happening to us? Is there a dull running along? It seems like the most convenient way to get involved in anything. But these questions need to be worked out and endured. Who is ready for this in the age of superficial hedonism? Only the one who is predestined to do so because of his disposition?