Reise durch Wirklichkeiten

Sonntag, 14. Januar 2024

Alte Helden

Alte Helden: Manche Bilder von ihm haben sich mir eingebrannt.Ich habe später versucht, sie in der Realität aufzusuchen und bin dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Sie sind mir tatsächlich begegnet! Auch hat sich mir seine Achtsamkeit dem Sound und der Musik gegenüber eingeprägt. „Paris/Texas“: Ry Cooder? Nun ja, das hatte schon früh gepasst. Aber genau die monumentalen Bilder (der Weite, bei ihm) waren ja bei der Presse immer verpönt. Klar. Zu pathetisch. Zu monumental. Zudem wurde Wim Wenders ein übersteigertes Künstler-Ego nachgesagt. Eine Zeit lang mag das meine Begeisterung für den Mann abgebremst haben. Doch mit der Zeit entdeckte ich in mir dann doch die Übereinstimmungen mit manchen Bildern seiner Filme, was sich mir schon früh so erschlossen hatte. „Im Laufe der Zeit“: Lang ist’s her. Von den USA nach Europa. Genau meine Linie! Aber das ist ja ohnehin „Im Laufe der Zeit“! Der Film. Ins Chaos platzen, in das Wasser fahren. Lakonisch direkt. Ja klar, den darf man auch nicht erwähnen: „Buena Vista Social Club“: Die untergegangene Musik der zerknitterten alten Säcke und der rüstigen Oma, das Deuten auf das Großartige, der romantische Verweis auf Kuba. Das Fließende. Aus dem Außergewöhnlichen heraus in andere Welten. Die Autos und die sonstige Ausstattung. In sich farbig. Ein skurril-realer Traum. Und dann ein paar Helden per Film verehrt. Nun ja, so schlimm ist das ja nicht! Wenders schuf ja so viele Filme, dass man kaum damit nachkam. Anselm Kiefer, diese verlogene Figur des Großkünstlers, war ihm auch eine Vorlage. Kiefer war ja immer zweideutig. Man konnte seine Sachen so oder anders sehen. Ich habe ja auch mal zwei (!) Ausstellungen von ihm besucht. Gibt es eine Sphäre der Kunst, die darüber (über allem) steht und alles besser weiß? Diese maßlos riesigen Artefakte haben mich auch beeindruckt. Wie kriegte man so etwas hin? Im Ton der Unterwürfigkeit geschriebene Reportagen von seinen riesigen Ateliers in Frankreich habe ich gelesen, auch sein Interview mit der Axel-Springer-Größe Mathias Döpfner. Danach habe ich ein bisschen abgeschaltet.

Freitag, 12. Januar 2024

Neidkultur, Sozialneid

Ich habe mal wieder in einem Beitrag das Wort „Neidkultur“ gelesen, das anscheinend immer dann eingesetzt wird, wenn jemand die scheinbar gegebene Ordnung zwischen Arm und Reich etwas grundsätzlicher anzweifelt. Gerne auch wird so etwas noch als „typisch deutsch“ qualifiziert. Ich frage mich dann oft, ob so etwas als wirklich „typisch deutsch“ durchgehen könnte. Selbststigmatisierung als Strategie. Eigentlich, so kommt es mir vor, verstellt all dies relativ gezielt den Blick auf die Realität, die große Ungleichheiten jener Art aufweist, die nicht akademisch klugscheiserisch mit dem Begriff „Chancengleichheit“ zusammen passen. Jeder Mensch habe die Möglichkeit, sich frei einzubringen in den Wirtschaftskreislauf, so das oft gehörte Credo dieser Gesellschaft. Jemandem freilich, der keine Möglichkeiten sich einzubringen hat, dem sie auch verwehrt sind, muss es erlaubt sein, etwas genauer auf diejenigen zu blicken, die ihr gerne als „Menschenführung“ verkauftes „Konzernführertum“ als selbstverständlich ausgeben. Dass man dann Fragen stellt, ja, dass sie sich einem geradezu aufdrängen, hat mit dem vorwiegend in Emotionen begründeten „Neid“ zwischen „Gleichwertigen“ wenig zu tun. Doch der Abwehrwall „Neidkultur“ scheint ohnehin zu bröckeln. Zu offensichtlich sind seine Widersprüche, die gerade die von ihm so gerne behaupteten „Widersprüche“ zudecken sollen. Es mag wohl ein paar Dinge geben, die allen zur Verfügung stehen sollten und nicht nur dem privaten Vermögenden. Nun mal praktisch: Wer nichts hat, wird auch rechtlich wohl kaum gegen einen mit Geld gestopften Vermögenden ankommen. Theoretisch könnte da so etwas wie „Freiheit“ oder „Chancengleichheit“ sein. Praktisch ist das so gut wie nicht der Fall. X x I once again read the word “envy culture” in a post, which seems to always be used when someone fundamentally doubts the apparently existing order between rich and poor. Something like this is often qualified as “typically German”. I often ask myself whether something like this could be considered “typically German”. Self-stigmatization as a strategy. Actually, it seems to me, all of this obscures the view of reality, which shows great inequalities of the kind that do not fit together academically and wisely with the term “equal opportunities”. Every person has the opportunity to freely participate in the economic cycle, is the often heard credo of this society. Of course, someone who has no opportunity to get involved and who is also denied it must be allowed to look at those who take for granted their “corporate leadership” that they like to sell as “people leadership”. The fact that you then ask questions, even that they force themselves on you, has little to do with the “envy” that is primarily based on emotions. But the defensive wall of “envy culture” seems to be crumbling anyway. His contradictions are too obvious and are intended to cover up the “contradictions” he so likes to claim. There may well be a few things that should be available to everyone and not just to the privately wealthy. Now to put it practically: If you have nothing, you will hardly be able to compete legally against a wealthy person who is stuffed with money. Theoretically there could be something like “freedom” or “equal opportunities”. In practice, this is almost not the case.

Donnerstag, 11. Januar 2024

Direkt Werbung

Es „lohnt“, wenn nur einer unter tausend...? Ich habe Spam-Mails in meiner Mailbox. Penisverlängerungen, Viagra und andere, Kreditangebote, Frauen, Lottogewinne - tausend Arten, ein wenig Geld aus mir zu quetschen, Sehnsüchte, Wünsche und Schwächen nutzen, verlocken, zu etwas reizen. Natürlich sind wir alle längst ausgerechnet, berechenbar, durchschaubar. 100000 abgesandt, 2 funktionieren. Eine gute Quote, oder? „Direct Mailing“, wir sind unterm Hammer industriell eingesetzter Kräfte, der Werbung und des Marketing. Wir sind die Formel des Konsums, die clevere Geschäftemacher nutzen. Da ist viel Plumpheit und Peinlichkeit. Man braucht da Humor, wenn man reinliest. Diese Leute geben sich anpassungsfähig, machen was aus den Daten, die sie haben. Die sind so richtig smart, gehen auch über Facebook und Twitter, Google hat meine Daten ja sowieso. Irgendwie gab es das schon früher, im Postkasten, in farbigem Papier. Diese komischen Anschreiben, vollkommen maschinell seriell erstellt. Märchen für schwache Gemüter, Vorstellungen wurden angesprochen und abgerufen. Reisen. Kaffeefahrten. Ängste auslösen, Linderung versprechen. Das Angebot liegt bei. Gesperrte Kreditkarte, Schufa, - bourgeoise Begehrlichkeiten und Bedürfnisse wecken. Schlechtes Deutsch, - oft. Aber gut eingebettet in die deutsche Wirklichkeit. X x It’s “worth it” if only one in a thousand...? I have spam emails in my mailbox. Penis extensions, Viagra and others, loan offers, women, lottery winnings - a thousand ways to squeeze a little money out of me, to use longings, wishes and weaknesses, to tempt, to provoke into something. Of course, we have all long since become calculated, predictable and transparent. 100,000 sent, 2 work. A good rate, right? “Direct mailing”, we are under the hammer of industrial forces, advertising and marketing. We are the formula of consumption that clever profiteers use. There's a lot of clumsiness and embarrassment. You need a sense of humor when you read it. These people are adaptable and do something with the data they have. They're really smart, they also work on Facebook and Twitter, and Google has my data anyway. Somehow it was there before, in the mailbox, in colored paper. These strange cover letters, created entirely by machine. Fairy tales for the faint of heart, ideas were addressed and recalled. Travel. Coffee rides. Trigger fears, promise relief. The offer is included. Blocked credit card, Schufa, - arouse bourgeois desires and needs. Bad German, - often. But well embedded in German reality.

Prima Klima

Ich komme mir da sowieso wie ein Dödel vor: die so oft propagierte „Flugscham“ scheint vorüber. Kein Mensch redet in Deutschland mehr darüber. Im Gegenteil, es dringen sogenannte Erfolgsmeldungen mir ans Ohr: Die Zahl der Flüge inklusive Fernflüge hat wieder stark zugenommen, - endlich. Wer redet denn in diesem Zusammenhang noch von Klimakrise? Die Menschen scheinen froh zu sein, dass sie auf diese Weise den Krisen enteilen können. Ob da ein harter Fall von kognitiver Dissonanz vorliegt? Dem einen zustimmen und ein „Klimabewusstsein“ loben, das andere aber in völligem Gegensatz dazu tun? Reisen, was ist das überhaupt? Sich in fernen Ländern an den Strand flacken? Vollpension. Alles inklusive. Kein Zweifel, für viele Menschen steckt da ein hoher Erholungswert dahinter. Aber: Die steigenden Energiekosten beklagen, aber dieses deutlich teurer gewordene Hotel in Übersee buchen? Hm, ob da die Pandemie etwas bewirkt hat? Nachholbedarf? Etwas von der Welt sehen und auf diese Weise seinen Horizont erweitern. Dafür ans Meer reisen, scheisegal, on der Meeresspiegel steigt? Wer da in den vergangenen Jahren wohl ins Nachdenken gekommen ist? Welche Rolle da die Medien spielen? Ob die vielen Leute mit dem Nahen in ihrer Umgebung auch etwas anfangen? Ob sie das mehr erkunden, oder ob sie gleich eine Fernreise buchen? Kreuzfahrten sollen beliebter denn je sein. Privatjets haben Hochkonjuntur: Die Wichtigs sind ja überall auf der Welt wichtig. Ausspannen ist angesagt. Digital.

Mittwoch, 10. Januar 2024

Staatsloyalität

Es mutet mich schon sehr seltsam an, dass dies in Deutschland als Neuigkeit gehandelt wird: Dass nämlich Bedienstete des Staates Steuerberatern und ähnlichen Steuervermeidern mit all ihren Mitteln zuarbeiten und ihnen oft den „Werkzeugkasten“ zur Steuervermeidung liefern. Durch meine früheren beruflichen Tätigkeiten und darüber hinaus glaube ich das schon vor vielen Jahren als „normal“ auf verschiedenen bürokratischen Ebenen mitbekommen zu haben. Es scheint auf jeder Ebene einen lebendigen Austausch zu geben, was auch mit der miesen Bezahlung und Überbelastung von Finanzbeamten zu tun haben mag. Auf jeden Fall scheinen sich gewisse „Beamte“ ihr Wissen auf der Gegenseite regelmäßig zu vergolden, - oder gleich ganz in die Bereiche der Steuervermeidung zu wechseln. Ob dies in den Bereich der Korruption ragt, mögen andere Personen beurteilen. Dass auf diese Weise aber Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden, ist ja klar. Genauso klar ist offenbar, dass diese Entwicklung von offizieller Seite vielleicht sogar politisch so gewollt und gedeckt ist. Ob in Deutschland ein Wechsel der Regierung daran etwas ändern würde, erscheint mindestens fraglich, da solche Verhältnisse mit Beteiligung einer sich sozial gebenden Partei langjähriger Praxis in diesem Staat entsprechen. „So ist es halt. Für eine Änderung fehlen die parlamentarischen Mehrheiten“ geben dazu „gewichtige“ Parteifunktionäre der sich sozial gebenden Partei natürlich in verbrämter Wortwahl und gewählter Form offenbar von sich. Der der „gehobenen Mittelschicht“ angehörende Vorsitzende einer Oppositionspartei scheint mir da kein wirksames Versprechen auf die Zukunft zu sein. Aktuelle Sparbeschlüsse, die ja vor allem den Kleinbürger zu schröpfen scheinen, passen gut zu solchen Verhältnissen, die mir moralisch und ethisch gesehen doch als sehr fragwürdig erscheinen und deutlich zur Politikverdrossenheit beitragen dürften.

Dienstag, 9. Januar 2024

Die Sonne scheint.....

Die Sonne trifft mich, sie strahlt genau auf mich. Nur für mich! Sie erhellt mich. Schenkt mir etwas. Mein Blick fällt so für mich hin. All die Dinge! Ich merke, wie ich in Schubladen einteile, wie ich einordne, wie ich den Dingen ihren Zauber nehme, weil ich gemerkt habe, wie dieser Zauber ausgenutzt wird. Ich sehe alte Magazin-Hefte durch und denke mir „Ach schau, da haben sie wieder ihre Zielgruppe bedient“, da zielen sie wieder auf Umsatz, „da sind sie wieder unter sich, die alten Säcke, die später „Baby Boomer“ genannt werden sollten. Sie, diese bösen Boomer, haben sich ihr Netz aus sie umgebenden Selbstverständlichkeiten geschaffen, sie haben sich eingesponnen in ihren Kokon. Wo ist die Neugierde geblieben? Das unschuldige Fragen? Das Interesse für die Welt? Ich merke, dass ich mir das Allumfassende nicht mehr leisten kann, bin zu oft heruntergebremst worden von diesem Staat, bin enttäuscht worden, bin „geldwert“ fertig gemacht worden und muss mir von Ahnungslosen die Welt erklären lassen. Die Medien und ihre Erfolgsgesichter überwölben einen, lenken einen. Man will erfahren und wird in Richtungen geführt. Man nennt das dann „Haltungsjournalismus“. Oder man gleitet zielgeführt ab in Richtung Werbung. Mich wundert, wie so viele Menschen das ertragen. Ich will mehr darüber wissen! Was doch ein einziger Sonnenstrahl bewirken kann! Natürlich habe ich mir eingebildet, dass dieser Sonnenstrahl mir gelte (was vielleicht sehr romantisch ist. Nicht sentimental!). Last but not least auf fremden Gestirnen scheint und strahlt er genauso! Hinaus ins Nichts. X x The sun hits me, it shines right on me. Just for me! She enlightens me. Give me something. My eyes fall like that for me. All the things! I notice how I compartmentalize, how I classify, how I take away the magic of things because I have noticed how this magic is being exploited. I look through old magazines and think to myself, “Oh look, they’ve served their target group again,” they’re talking about sales again, “there they are among themselves again, the old farts who will later be called “Baby Boomers.” should. They, these evil boomers, have created their web of self-evident things that surround them, they have ensnared themselves in their cocoon. Where has the curiosity gone? The innocent questions? Interest in the world? I realize that I can no longer afford the all-encompassing things, that I have been slowed down too often by this state, that I have been disappointed, that I have been made worth of money and that I have to let ignorant people explain the world to me. The media and their successful faces tower over you and direct you. You want to learn and are guided in directions. This is called “attitude journalism”. Or you can slide purposefully towards advertising. I'm amazed at how so many people put up with this. I want to know more about it! What a single ray of sunshine can do! Of course I imagined that this ray of sunshine was directed at me (which is perhaps very romantic. Not sentimental!). Last but not least, it shines and shines just as much on foreign stars! Out into nothingness.

Montag, 8. Januar 2024

Erstatter und Bestatter (MP3)

https://buranmann.bandcamp.com/track/erstatter-und-bestatter https://buranmann.bandcamp.com/track/erstatter-und-bestatter unter meinem Pseudonym "Buranmann" gefertigt

Sonntag, 7. Januar 2024

Lifestyle

Wie wollen wir leben? Wo wollen wir leben? Was bedeutet uns das? Ist da ein Hecheln, das den Siegern meistens hinterher ist. Oder wollen wir das auf der Straße mit möglichst vielen Elektro-Kilowatt ausgleichen? Wenn wir uns selbst finden, uns herausmodellieren oder sind wir hinter dem her, wa als „Selbstoptimierung“ derzeit die Propaganda des Zeitgeists ist? Wollen wir Zufriedenheit anstreben, eine Sicht auf uns selbst, die eingebettet ist in ein wie auch immer geartetes Umfeld? Oder wollen wir dem hemmungslosen Egoismus frönen, der den Neoliberalismus zu seiner Idiologie hat und das Streben nach Gewinn vor allem auch auf Kosten der Allgemeinheit sucht? Was ist, was könnte Allgemeinheit überhaupt sein? Das, was Sozialisten, Kommunisten wie eine Monstranz vor sich hertragen? Der Staat? Hat der Staat nicht auch totalitäre Züge, die er uns auufzwingt, ist der nicht sogar durch Wahl legimimierte Superkonzern, - oder ist er der Souverän? Wohlfühlen, Wellness - in dieser Welt des Klimawandels und das massenhaften Abschlachtens von Tieren? Welche Rolle könnte da ernst genommene Ethik und Moral spielen, die gerade nicht an den Glaubenssätzen der Kirchen hängt und Tradition als einen Wert unter anderen wahrnimmt. Geht es um Mäßigung, um das „richtige Maß“ oder „Maß halten“. Welche Rolle spielt da die „Sorge um sich“ (Foucault) oder sittliches Verhalten? Worin könnte dieses begründet sein? Disziplinierung und Gehorsam..... in einer neoliberal gesinnten Umwelt? In einer ausgedachten Umwelt? Wo sind wir? Wer sind wir? Sich über solche Dinge in einem lebendigen Austausch unterhalten zu wollen, Ansichten auszutauuschen und sich gegenseitig dabei anzuregen, könnte eine Disziplin sein, die Zukunft hat. Es war auch die Trägheit, die immer gebremst hat. Natürlich die Trägheit. Das im Sein sein. Das jämmerliche Vegetieren. Von einem zum andern. Dieses „man wird sehen“. Die Sphäre unter den Fingernägeln des Alltags, die hat dich nicht nur interessiert, sie drängte sich dir geradezu auf. Die Basics, die erkanntest: Das „sich inszenieren“, egal als was. Wenn nötig als Intellektueller. Als Bohemian. Als Gutmensch. Durchsetzungsfähig. Als Winner. Als Wichtig. Alles ist eine Frage der Menschenführung. Die Basics sind: es gibt Alpha- und Omegas. Du musst der Boxer sein. Die anderen vor dir her treiben. Bestimmen. Ich habe mit der Muttermilch eingesogen, dass es auch darum ginge, solche oft von der Natur gesetzten Bedingungen zu überwinden. Dabei sind sie das einzig wichtige. Dieses im Halbschlaf Dämmern. Wenn du nur bei dir bist. Wenn der Fernseher nicht läuft und du auch kein Buch zur Hand hast. Keine Ablenkung. Du hast es mit dir aushalten müssen, du musst das ein Leben lang. Hast zu hohe Erwartungen an dich gehabt, implizit. Die Typen entwickeln sich in ihre Richtungen, Möglichkeiten. Taugenichts, Lehrer, Musiker, Programmierer. Familienmensch. New York. Auswanderer, Pionier im Westen. - jetzt sind wir viel weiter und können lachen über alles und über uns: wie naiv wir doch damals waren. Woher kommen solche „Resets“? Es ist genau das, was ich zu überwinden suche, diese unharmonische, von außen bestimmte zerissene Persönlichkeit. Ich wollte und will eine vorläufige Einheit. Ich will über mich selbst lachen in der Gegenwart. Nicht über meine Vergangenheit. x x How do we want to live? Where do we want to live? What does this mean to us? There is a panting that usually follows the winners. Or do we want to compensate for this on the road with as many electric kilowatts as possible? When we find ourselves, model ourselves or are we after what “self-optimization” is currently the propaganda of the zeitgeist? Do we want to strive for contentment, a view of ourselves that is embedded in whatever environment? Or do we want to indulge in the uninhibited egoism that has neoliberalism as its ideology and seeks the pursuit of profit, especially at the expense of the general public? What is, what could generality actually be? What socialists and communists carry in front of them like a monstrance? The State? Doesn't the state also have totalitarian traits that it imposes on us? Isn't the super-corporation legitimized by election - or is it the sovereign? Feeling good, wellness - in this world of climate change and the mass slaughter of animals? What role could serious ethics and morals play, which do not depend on the beliefs of the churches and perceive tradition as one value among others? Is it about moderation, about the “right measure” or “keeping things in moderation”. What role does “care for oneself” (Foucault) or moral behavior play? What could be the reason for this? Discipline and obedience... in a neoliberal environment? In an imaginary environment? Where are we? Who are we? Wanting to talk about such things in a lively exchange, exchanging views and stimulating each other could be a discipline that has a future. It was also inertia that always held us back. Of course the inertia. That being in being. The miserable vegetating. From one to the other. This “we will see”. The sphere under your fingernails of everyday life not only interested you, it almost forced itself on you. The basics that you recognized: “presenting yourself”, no matter what. If necessary as an intellectual. As a bohemian. As a do-gooder. Assertive. As a winner. As important. Everything is a question of leadership. The basics are: there are alphas and omegas. You have to be the boxer. Driving the others ahead of you. Determine. I absorbed with my mother's milk that it was also about overcoming such conditions that are often set by nature. They are the only important thing. This half-asleep dawn. When you're just with yourself. When the TV isn't on and you don't have a book to hand. No distraction. You had to put up with it, you had to endure it for the rest of your life. You had too high expectations of yourself, implicitly. The guys develop in their own directions and possibilities. Good-for-nothings, teachers, musicians, programmers. Family Guy. New York. Emigrant, pioneer in the West. - now we are much further along and can laugh about everything and about ourselves: how naive we were back then. Where do such “resets” come from? It's exactly what I'm trying to overcome, this inharmonious, externally determined, torn personality. I wanted and want a temporary unity. I want to laugh at myself in the present. Not about my past.

Freitag, 5. Januar 2024

Unter Über

Politiker führen sich allzu oft als Herren des Volkes auf. Dabei müssten sie dessen Diener sein. Journalisten assistieren ihnen dabei manchmal in einer unerträglichen Unterwürfigkeit, die zum Fremdschämen ist. Dass diese „Journalisten“ beispielsweise Minister immer und von unten mit „Herr“ oder Frauen mit „Frau Bundesministerin“ ansprechen, ärgert mich. Auch dass gewisse „Experten“/Journalisten/Autoren/Wissenschaftler sich bei bestimmten Anlässen in Gesprächsrunden plötzlich viel „zahmer“ geben, als man das nach ihren bisher absolvierten Auftritten von ihnen erwartet hätte, fällt mir auf. Es entsteht so der Eindruck einer Inszenierung, in der gewisse Rollenmuster einer hierarchisierten Gesellschaft durchgespielt werden.

Dienstag, 2. Januar 2024

Hässlich

Ich versuche auch die alltäglichen Aspekte und allerlei Hässlichkeiten in meine Bilder (meiner Welt) mit einbeziehen. Weiterhin den genauen Blick in andere (Micro-)Welten, die uns nah (aber ausgeblendet) sind. Ich versuche, ihnen Aspekte abzugewinnen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass diese Welten oft nah und fern zugleich sind. Wir sehen das, was wir wollen, also gerade das, was nicht „hässlich“ ist, weil wir auf diese Weise das Hässlich Abstoßende vermeiden wollen). Es geht auch darum, in die Realität zu sehen, sie etwas besser zu erkennen, womöglich neue Ansichten darüber zu gewinnen, was denn hässlich überhaupt sei. Ein kleiner Blick in das, was „Kunst genannt wird, scheint uns zu bestätigen: Das Hässliche ist neben dem Schönen ganz selbstverständlich eine eigene ästhetische Kategorie geworden. Für mich bedeutet das Hässliche oft genug eine Abkehr von jenem Gefälligen, das die Werbeindustrie und die mit ihr verbandelten Agenten für ihre Zwecke zu missbrauchen versuchen.

Samstag, 30. Dezember 2023

Tod und andere Ausgänge

Ja klar gibt es tausend Ratgeber auf diesem Gebiet. Kommt mir gerade jetzt seltsam vor. Da sind Erinnerungen einerseits. Und Vorstellungen davon, wie das war, als die Person noch präsent war. Ausstrahlung. Selbstverständlichkeiten. Blicke. Verstehen. Staunen. Lachen. Typisches. Eigenheiten. Wie geht es weiter nach dem Tod? Die Frage wird auch mich immer wieder überfallen. Ob ich jetzt eine spekulative Antwort geben kann? Vielleicht stehen wir nach dem Tod in einem Licht, von welchem unser Sonnenlicht nur ein Schatten ist, wie Arthur Schopenhauer meinte. Wer war das überhaupt, der Schopi? Hat der uns noch etwas zu sagen? Was kommt? Eine Art Pool, in dem sich alle Seelen treffen, auch die der Tiere? Ein erweitertes Ich (Eine Ahnung davon bezogen manche Personen wohl in der Meditation ?), ein Wir? Oder gar nichts? Oder machen wir uns Bilder, Vorstellungen von etwas Unbegreiflichem, was über unseren Verstand hinaus geht? Gibt es etwas Absolutes, Größeres, was unseren Begriffsapparat überfordert? (Ob da etwa der profane Film „Matrix“ ein paar Hinweise gegeben hat?) Unsere Zeit hier: was war das? Ein Rätsel? Ich erinnere mich an ein Gesicht. Und bin wohl bei den Faulen, den zu wenig Ehrgeizigen. Sünden? Ob das zu kleinmoralisch gedacht ist? Andererseits zählt auch die Bibel etliche Laster auf und versucht, moralisch etwas zu bewegen. Zen: Frage: „Meister, gibt es ein Leben nach dem Tod?“ Darauf der Meister: „Ich war noch nicht tot“. Geht es um Zeichen jenseits der Sprache? Wie groß ist da wohl die Distanz zur heutigen Welt der Zeichen, die uns alle zu etwas bringen wollen, last but not least den Profit zu maximieren? X x Yes, of course there are thousands of guides in this area. Seems strange to me right now. On the one hand, there are memories. And ideas about what it was like when the person was still present. Radiance. Self-evident things. Looks. Understand. Amazement. Laugh. Typical. Peculiarities. What happens after death? The question comes to me again and again. Can I now give a speculative answer? Perhaps after death we stand in a light of which our sunlight is only a shadow, as Arthur Schopenhauer said. Who was that anyway, Schopi? Does he have anything else to say to us? What's coming? A kind of pool where all souls meet, including those of animals? An expanded I (some people probably got an idea of this in meditation?), a we? Or nothing at all? Or do we create images, ideas of something incomprehensible that goes beyond our understanding? Is there something absolute, greater, that overwhelms our conceptual apparatus? (Whether the mundane film “Matrix” gave a few clues?) Our time here: what was it? A mystery? I remember a face. And I'm probably with the lazy ones, the ones who aren't ambitious enough. Sins? Is that too small-minded? On the other hand, the Bible also lists a number of vices and tries to make a moral difference. Zen: Question: “Master, is there life after death?” The master replied: “I wasn’t dead yet”. Is it about signs beyond language? How big is the distance to today's world of signs that want to get us all to something, last but not least, to maximize profit?

Freitag, 29. Dezember 2023

Gesichter, Öffentlichkeit

Abseits aller Katastrophen: Ich finde es komisch, sehr spooky, dass sich viele Journalisten in Deutschland jetzt dauernd direkt und indirekt über eine mögliche Regierungsneubildung in Berlin unterhalten und im Fernsehen (sofern sie nicht in „Urlaubspause“ (Skifoan“) sind!) tausend Interviews dazu führen. Das gibt doch allen scheinwichtigen Köpfen Gelegenheit, sich als wichtig darzustellen. Nach vorne preschen. Gesicht zeigen. Ihre Eitelkeiten und Machtgier auszuleben..... da ist doch Vieles Popanz und Inszenierung. Einem Grundgedanken von Demokratie nicht würdig! Deutschland will doch überall weit vorne sein („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, eine Partei), jetzt 2023/24 immer noch, nach jedem Scheitern, jetzt, die alles brökelt, da überall die demokratischen Wälle zu brechen scheinen und Kriege die Welt erschüttern. Aus den Reihen der Zivilgesellschaft, aus den nicht von Regierungen bestimmten Interessen müssten da mehr Impulse kommen. Doch das gegenwärtige Interesse macht sich am Persönlichen fest! Beruht zu oft auf Lüge. Auf was denn sonst?, sagen Journalisten, die das alte Spiel dauernd weiter betreiben wollen und in Wirklichkeit auch ein wenig das Spiel der Autokraten zu betreiben scheinen. Die alten Medien, wie etwa „das Fernsehen“ unterstützen dabei mit neckischen Ratespielen. Im Absolutismus und im ersten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts, so scheint es mir, waren Köpfe wichtig. Jetzt. Im Zeitalter omnipräsenter Transparenz und des Internet, sollte sich die Demokratie weiter entwickelt haben, auch wenn derzeit ein paar besonders lächerliche Autokraten das Gegenteil davon versuchen, einen bestimmenden Kulturstil zur allgemeinen Befolgung vorzeigen und das "Volk" ihnen dabei brav zu folgen scheint. Es sollte ein Impuls in diese Richtung gegeben werden. Stattdessen gibt es von den Beherrschten Formulierungen wie „Das Zeug dazu haben, ein Machtwort sprechen“ usw. Es scheint eine Phase zu sein, die in die falsche Richtung führt.....

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Against all odds

Fernsehen. Linear. Selten so öde gewesen wie in den letzten Feiertagen. Dabei ist TV für manche einzelne Menschen ein Mittel gegen die Einsamkeit. Es kann die Illusion verschaffen, man sei nicht alleine, es geschehe etwas, es durchströme Aktion das Dasein, als würden Menschen zu einem sprechen. Solche Menschen sind sogar angewiesen aufs Fernsehen. Doch die Programmgewaltigen, ob privat oder öffentlich-rechtlich, scheinen von einer Mehrheit der Menschen auszugehen, denen fest zugeordnet ist, was sie will und was sie nicht will. Copy-Tests und „repräsentative“ Befragungen werden zur Beglaubigung herbeigezogen. Das sei unter anderem auch demokratisch, so wird argumentiert. Wenn aber die Mehrheit der Leute an den Festtagen gar kein TV schaut, dann qualifiziert sich „die Mehrheit“ ganz anders als zuvor und ist nicht mit lieblos zusammengestellten und hinweg gesendeten Wiederholungen zu bedienen. Harry Potter mag zu recht bei einer Mehrheit beliebt sein. Doch es gibt qualifizierte Minderheiten, die auch gerne bedient würden. Ob überhaupt diese Fixiertheit auf eine Mehrheit undemokratische Züge hat? Ob sie sich regelrecht einer Diktatur einer Mehrheit annähert? Oder dem, was von einer Mehrheit vermutet und angenommen wird? Klar, alle Live-Akteure (bis auf die Nachrichten-Leute!) sind in Ski- oder Winter-Urlaub, setzen mal für ein paar Wochen aus und überhaupt, an Weihnachten und „zwischen den Jahren“ läuft ja außer Krieg und ein bisschen Hochwasser sowieso nichts. Nicht mal Sport. Dessen journalistische Begleitpersonen samt der Sport-Protagonisten selbst müssen „bei der Familie“ Kraft tanken und stehen für ihre sportlichen Unterhaltungsbemühungen offenbar nicht zur Verfügung.

Samstag, 23. Dezember 2023

Die Macht des Faktischen

Was ich spüre? Eine übergroße Gleichgültigkeit. Alles geht seinen Gang. Das was ist, ist. Sie sind die Mehrheit. Sie bestimmen das Klima. Veränderung ist nicht angesagt, egal, in welche Richtung. Es entsteht kein Druck, keine Notwendigkeit. Alles schleift dahin. Ob so etwas der wahre Konservativismus ist? Dauerreflexion ist nicht mehr populär, und die Notwendigkeit von Begründungen scheint kaum mehr zu existieren. Es scheint eine Koalition der Trägheit zu existieren, die sich zu keiner gemeinsamen Kraftanstrengung aufschwingen will, egal, in welche Richtung. Bloß nix ändern, außer im ökonomischen Interesse! Auf diesem Gebiet scheint alles mitgemacht zu werden, egal wie offensichtlich – etwa im Supermarkt! - man beschissen wird. Es scheint eine lebensweltliche-zähe Wirklichkeit zu geben, in der Gewohnheiten, Lebensroutinen und Lebenspläne, elementare Kontinuitäten zu Hause sind. X x What I feel? An excessive indifference. Everything goes its way. That which is, is. They are the majority. They determine the climate. Change is not the order of the day, no matter in which direction. There is no pressure, no need. Everything drags along. Is something like that true conservatism? Long-term reflection is no longer popular, and the need for justification hardly seems to exist anymore. There seems to be a coalition of inertia that refuses to commit to a joint effort, no matter in which direction. Just don't change anything, except in the economic interest! In this area, everything seems to be done, no matter how obvious - for example in the supermarket! - you get screwed over. There seems to be a lifeworld-tough reality in which habits, life routines and life plans, elementary continuities are at home.

Freitag, 22. Dezember 2023

Machen und Tun in Normalität

Ja klar ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Er nimmt sich Vorsätze vor, aber ganz sicher und bestimmt will er tun oder nicht tun ...und handelt dann wieder ganz anders...aus Gewohnheiten heraus. Aber vielleicht können wir uns einen Moment heraus reißen aus gewohnten Betrachtungsweisen, Perspektiven, können wahrnehmen, dass es ein Glück ist, die Verhältnisse um einen herum einigermaßen wach wahrzunehmen. Frei von größeren akuten Schmerzen sein, das deutet auf ein gewisses Maß an Gesundheit hin. Auch das erscheint einem über einen gewissen Zeitraum selbstverständlich, - solange man nichts anderes wahrgenommen hat, mit nichts anderem konfrontiert war, damit leben musste. Wer aber jemals Schmerzen hatte, sich einem Verdacht auf eine gravierende Krankheit ausgesetzt sah und dadurch sich separiert sah, von der „Normalität“ und den mit ihr verbundenen Selbstverständlichkeiten, müsste solche Perspektiven schätzen. Wer das an engen Angehörigen und Freunden miterlebt, mitgemacht hat, wird Dankbarkeit empfinden, egal, welches Zipperlein und welcher Schuh einen aktuell drückt. Die Wahrnehmung ist es, die Ablenkung durch Gegebenheiten, die die meisten an Neuem hindert. Unser Glück mit anderen teilen, sein Echo in sich selbst zu empfinden, mag die Wirkung verstärken. Daraus Kraft zu beziehen, auch gegenüber Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, dazu sollten wir uns durchringen, sofern das noch geht.....

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Ungleich

Ungleiche Verhältnisse zerstören die soziale Kohäsion, also die Bindung zwischen den Menschen in einer Gesellschaft. Das lehrt nicht nur die Soziologie, sondern auch die Philosophie. Wohlhabende Menschen und solche mit einem bescheidenen Einkommen führen ein völlig unterschiedliches Leben. Sie wohnen und arbeiten an verschiedenen Orten, kaufen nicht in denselben Geschäften dieselben Dinge, die Kinder besuchen nicht dieselben Schulen und spielen auch nicht zusammen. Das tut der Demokratie nicht gut. Gefordert ist keine Gleichheit, sondern ein „Sich-gegenseitig-begegnen“ von Menschen mit unterschiedlichen sozialen oder wirtschaftlichen Hintergründen, eine "Reise durch Wirklichkeiten".. So stellt man sich Fragen über das Gemeinwohl, so lernt man zu verhandeln, zu diskutieren und Lösungen zu finden. Die Ungleichheit zerstört das Gefühl, dass wir alle im selben Boot sitzen. Ein großes gesellschaftliches Problem ist die Armut. Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Art, die das Problem vielleicht lösen könnte. Das Geld muss neu verteilt werden, auch im Horizont einer völligen Neubewertung dessen, was Arbeit im digitalen Zeitalter sein könnte. Es gilt nicht unbedingt, die Ungleichheit zu reduzieren. Wenn sich letztlich aber jeder würdig behandelt fühlt, wenn jeder fühlt, dass er das Notwendige zum Leben hat und die Möglichkeit, sich in die Gesellschaft zu integrieren, an ihr teilzunehmen, um sich für oder gegen etwas entscheiden zu können, könnte auch das Gefühl der Ungleichheit abnehmen. Wenn jemand sein Leben selbstbestimmt führen kann, wird er sich nicht ständig mit anderen vergleichen, es geht nicht immer um das mehr oder weniger haben. x x Unequal conditions destroy social cohesion, i.e. the bonds between people in a society. This is taught not only by sociology, but also by philosophy. Wealthy people and those with modest incomes lead completely different lives. They live and work in different places, don't buy the same things in the same stores, the children don't go to the same schools or play together. That's not good for democracy. What is required is not equality, but rather a “meeting each other” between people with different social or economic backgrounds, a “journey through realities”. This is how you ask yourself questions about the common good, this is how you learn to negotiate, discuss and find solutions to find. Inequality destroys the feeling that we are all in the same boat. A major social problem is poverty. Universal basic income is one way that could perhaps solve the problem. The money must be redistributed, also within the horizon of a complete reassessment of what work could be in the digital age. It is not necessarily about reducing inequality. But if everyone ultimately feels that they are treated with dignity, if everyone feels that they have what they need to live and have the opportunity to integrate into society, to participate in it, to be able to decide for or against something, the feeling of Decrease inequality. If someone can lead their life independently, they will not constantly compare themselves with others; it is not always about having more or less.

Rollenbilder

Was mir auffällt: Frauen sind zunehmend stark geschminkt. Zumindest in den Medien und bei den Influencerinnen. Kaum eine Frau scheint da noch ohne kräftigen Lidschatten auszukommen. Das Dezente scheint nicht mehr angesagt. Wieso das zugenommen hat? Spekulationen sind erlaubt. Entgegen allen feministischen Emanzipationsstrampeleien scheinen manche Frauen dem von den Männern geprägten Ideal immer mehr und eindeutiger entsprechen zu wollen. Sie stehen offenbar in einem Wettbewerb, dessen Regeln von außen gegeben sind. Dazu kommt, dass man sich gerne mal eine dicke Lippe oder dicke Titten aufoperieren lässt. Das macht im Alltag selbstbewusster (so heißt es). Sich einen Kim-Kardashian-Arsch aufoperieren zu lassen, ist da schon viel teurer und gefährlicher. Geht`s noch? Ekelhaft, wenn man weiß, wie das gegen Geld gemacht und gestaltet das ist. Solch „Imponiergehabe“ scheint zumindest für eine bestimmte Gesellschaftsschicht zu gelten. Eine andere führt das Lastenfahrrad vor, kauft Nachhaltiges im Bio-Markt, fährt die amerikanische Limousine des Milliardärs als Zweitwagen und zeigt sehr offensiv ohne Rücksicht auf Kosten, was für ein guter Mensch doch in einem steckt. Wow, wenn man da nicht mitmacht? Ist man bei den „Besserverdienenden“ unten durch. Trash. Abgrenzung. Stigmatisierung. Sie wissen, wie man besser lebt und wollen einem das oft genug diekt oder indirekt vorschreiben. Man muss die Leute halt zu ihrem Glück zwingen. Zur Not auch mit (staatlich legitimierter) Gewalt. Diese Sprüche kennen wir. Solaranlage aufs Dach? ok. Diese Menschen müssen ja, um die Rechnung zu begleichen, nicht ihren noblen Lebensstil aufgeben. Das ist bei ihnen „Portokasse“. Und Lifestyle.

Die Dämmerung (MP3)

https://soundcloud.com/ulrich-bauer/die-dammerung?si=fd1b58f4aa9b42219bf3f779d9e16c49&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Dienstag, 19. Dezember 2023

Investorenelite

Da kackt ein großer Konzern eines Investoren ab und wir wundern uns, welche Reichtümer dieser „Investor“ scheinbar aus dem Nichts heraus angehäuft hat. Schlimm!, so finden manche Mitmenschen. Dabei hat sich nicht nur diese Entscheiderfigur längst in Sicherheit gebracht: Die Aufsichtsräte und Vorstände seiner Firmen scheinen auch zu denen zu gehören, die so tief nicht fallen können, weil sie zu einer Clique gehören, die schlichtweg die Macht ausübt und zu einem Zirkel der gesamtgesellschaftlichen Bestimmer gehört, zu dem auch Politiker gehören. Sie müssten eigentlich im Interesse derer handeln, die sie gewählt haben. Tun sie aber nicht. Vielmehr verfolgen sie eigene Interessen (man nennt das „repräsentative Demokratie“) oder die ihrer jeweiligen Parteien. Der Beispiele sind viele. Es treten Figuren im dunklen Anzug nach vorne, die sich unter dem Schutz des „Rechtsstaats“ und seiner Organe gegenseitig die Posten und das Geld zuschustern. Da ist gerne mal von vielen Millionen, im Einzelfall sogar von Milliarden die Rede. Stürzt einer über korruptive Merkwürdigkeiten, so sind ihm meist noch unzählige Posten als Aufsichtsrat, Vorstand etc. sicher, die seinen Lebensstil locker abfedern können und ihm gerne mal zur Bereicherung dienen. Auskünfte dazu werden natürlich nicht erteilt, nirgens, auch wenn jemand der Öffentlichkeit ein gewisses Recht dazu zugestehen würde. Es finden dann Prozesse statt, strafrechtlich, zivilrechtlich, bei denen es um viele Millionen geht. Schließlich wird nach Jahren jemand „verurteilt“, der die locker in einem außergerichtlichen Vergleich geforderte Summe bar auf die Hand bezahlt. Fertig!

Sonntag, 17. Dezember 2023

Gewohnheiten

Wir wollen.... Ja klar ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Er nimmt sich Vorsätze vor, aber ganz sicher und bestimmt...und handelt dann wieder ganz anders...aus Gewohnheiten heraus. Aber vielleicht können wir uns einen Moment heraus reißen aus gewohnten Betrachtungsweisen, können wahrnehmen, dass es ein Glück ist, die Verhältnisse um einen herum einigermaßen wach wahrzunehmen. Frei von größeren akuten Schmerzen sein, das deutet auf ein gewisses Maß an Gesundheit hin. Auch das erscheint einem über einen gewissen Zeitraum selbstverständlich, - solange man nichts anderes wahrgenommen hat, mit nichts anderem konfrontiert war. Wer aber jemals Schmerzen hatte, sich einem Verdacht auf eine gravierende Krankheit ausgesetzt sah und dadurch sich separiert sah, von der „Normalität“ und den mit ihr verbundenen Selbstverständlichkeiten. Wer das an engen Angehörigen und Freunden miterlebt, mitgemacht hat, wird Dankbarkeit empfinden, egal, welcher Schuh einen aktuell drückt. Die Wahrnehmung ist es, die Ablenkung durch Gegebenheiten, die die meisten hindert. Unser Glück mit anderen teilen, sein Echo in uns selbst zu empfinden, mag die Wirkung verstärken. Daraus Kraft zu beziehen, auch gegenüber Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, dazu sollten wir uns durchringen, sofern das geht.....

Samstag, 16. Dezember 2023

Blogs - kurz

Von Anfang an verstand ich den Journalismus dahingehend, dass es darum gehe, bestimmte Informationen in kürzester Zeit und in möglichst komprimierter Form „rüber“ zu bringen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Leute ist kurz. Meine Alltagserfahrung war aber die, dass die Artikel der jeweiligen Hierarchen sehr ausschweifend unkonkret sein durften, wohingehend meine Beiträge zusammengekürzt wurden, weil meine Hierarchiestufe nicht ausreichte. Es war also eine möglichst unsachliche Entscheidungslage, die die Dinge festlegte. Irgendwann wollte ich mein Bestreben, die Dinge möglichst auf den Punkt zu bringen und doch nicht zu simplifizieren, verwirklichen. Meine Blogposts schienen mir zunächst der richtige Weg dazu. X x From the very beginning, I understood journalism to mean that it was about getting certain information across in the shortest possible time and in the most compressed form possible. However, my everyday experience was that the articles of the respective hierarchs could be very vague, whereas my contributions were shortened because my hierarchy level was not sufficient. So it was a decision that was as unobjective as possible that determined things. At some point I wanted to realize my desire to get things as straight as possible without oversimplifying them. My blog posts initially seemed like the right way to do this.

Freitag, 15. Dezember 2023

Staatliches Tricksen

Das Gefühl des Ausgeliefertseins nimmt zu: jetzt wird bekannt, dass der schon im Namen „21“ eine Jahreszahl signalisierende Neubau des Großbahnhofs in meiner Nähe wieder mal 1,7 Milliarden Euro teurer werden soll. Mutmaßlich. Genaues weiß man bis jetzt noch nicht. Das liegt auf der Linie, mit der der Bürger seit Jahren gequält wird: Großprojekte werden später fertig, kosten aber mal eben ein paar Milliarden mehr. Ob da eine Taktik dahinter steckt, zumal es bei vergleichbaren „Projekten“ des Staates ganz ähnlich lief? Wie geht dieser Staat mit Kosten um? Ob da nun unbedingt ein Streben nach Transparenz dahinter steckt, was dieser Demokratie gut täte? Ob so etwas Gegenläufiges nicht auch zur Politikverdrossenheit beitragen kann? Sparzwänge? Aber Bearbock, Habeck oder Söder lassen sich gerne für gutes Geld des Steuerzahlers frisieren, damit sie auf Fotos gut aussehen…...

Donnerstag, 14. Dezember 2023

Worte und Bedeutung

Haha, nicht zuletzt die viel beschriebene, viel diskutierte und vielbeschworene KI zeigt es: Wörter,Texte, auch in künstlerischen" Bereichen wie Lyrik und Roman, sind missbrauchtes Material, sie lügen in ihrer Beliebigkeit, - genauso wie inzwischen die tausendfach bearbeiteten Bilder/Fotos. Verlogene Gesten herrschen vor, Posen, Verkaufe, die Form beherrscht den Inhalt - die Hohlheit, die Sinnlosigkeit in der Unterhaltung, sie feiert fröhliche Urständ‘, der Austausch von Floskeln und Phrasen …… Das Fröhliche, das Positive ist dabei sehr wichtig: es bedeutet Betäubung, Überbrückung, Vergessen, Verdrängen, alles um uns herum, wer wir sind, wer wir sein könnten, - aber: es ist auch machbar. …….. Der Flow ist dabei wichtig, der Rhythmus, der scheinbar alles mit sich fortreißt……der Fluss, dem wir uns, wie etwas in uns behauptet, anvertrauen könnten…… Alles ist schön nach den vorgegebenen Maßstäben....(zumindest für die, die es sich leisten können....)

Mittwoch, 13. Dezember 2023

Zeichen des Status

Was mir auffällt: Frauen sind zunehmend stark geschminkt. Zumindest in den Medien und bei den Influencerinnen. Kaum eine Frau scheint da noch ohne kräftigen Lidschatten auszukommen. Das Dezente scheint nicht mehr angesagt. Wieso das zugenommen hat? Spekulationen sind erlaubt. Entgegen allen feministischen Emanzipationsstrampeleien scheinen manche Frauen dem von den Männern geprägten Ideal immer mehr und eindeutiger entsprechen zu wollen. Sie stehen offenbar in einem Wettbewerb, dessen Regeln von außen gegeben sind. Dazu kommt, dass man sich gerne mal eine dicke Lippe oder dicke Titten aufoperieren lässt. Das macht im Alltag selbstbewusster (so heißt es). Sich einen Kim-Kardashian-Arsch aufoperieren zu lassen, ist da schon viel teurer und gefährlicher. Geht`s noch? Ekelhaft, wenn man weiß, wie gegen Geld gemacht und gestaltet das ist. Solch „Imponiergehabe“ scheint zumindest für eine bestimmte Gesellschaftsschicht zu gelten. Eine andere führt das Lastenfahrrad vor, kauft Nachhaltiges im Bio-Markt, fährt Tesla als Zweitwagen und zeigt sehr offensiv ohne Rücksicht auf Kosten, was für ein guter Mensch doch in einem steckt. Wow, wenn man da nicht mitmacht? Ist man bei den „Besserverdienenden“ unten durch. Trash. Abgrenzung. Stigmatisierung. Sie wissen, wie man besser lebt und wollen einem das oft genug vorschreiben. Man muss die Leute halt zu ihrem Glück zwingen. Zur Not auch mit (staatlich legitimierter) Gewalt. Solaranlage aufs Dach? ok. Dise Menschen müssen ja, um die Rechnung zu begleichen, nicht ihren noblen Lebensstil aufgeben. Das ist bei ihnen „Portokasse“.

Dienstag, 12. Dezember 2023

Das Blatt macht die Blume (Textlyrik)

Das Blatt macht die Blume Du trinkst jetzt stilles Wasser suchst das Düstere im Hellen Der Koffer ist die Reise Das Blatt macht die Blume Du trinkst jetzt stilles Wasser suchst das Düst're im Hellen zuhause im eignen Körper suchst in der eignen Seele Bilder fallen ineinander türmen sich in sich auf sich zerbröseln wieder im Hirn fallen Dir in die Stirn Pulver rieselt in Dir durchdringt deine Poren der Koffer ist die Reise das Blatt macht die Blume

Montag, 11. Dezember 2023

Was Gott sein könnte

Es scheinen mir besonders in der evangelischen Kirche Auseinandersetzungen darüber ausgebrochen zu sein, ob denn Gott „Queer“ oder sonstwas sei. Mir kommen solche Auseinandersetzungen geradezu lächerlich vor. Allein schon das Wort „Gott“ nötigt mir eine gewisse Scheu ab. Aber ich vermute und glaube, das Gott etwas anderes ist, das weitab solcher menschlicher Kategorien existiert. Es ist auch nicht Mann oder Frau oder schwul oder sowas. Das sind nur menschliche Möglichkeiten, Bilder, Modelle, jenseits derer sich so etwas wie Gott abspielt. Es ist etwas, was uns trägt, ein kosmisches Prinzip, das verschiedene Gestalten annehmen kann, das das höchste Bedeutsame sein kann, das Absolute, das über unseren Horizont hinaus geht und von dem sich etwa die Menschen des Mittelalters Bilder machen ließen, weil sie diese trotz ihres Analphabetentums einigermaßen verstanden. Gott ist für mich etwas Unschuldiges, das unseren Ansprüchen zunächst ausgeliefert erscheint, dann aber doch etwas souverän Absolutes im Hintergrund aller Daseinsbedingungen ist. Haha, all die Status- , Macht-und Geldspiele, was sind sie klein angesichts einer solchen Instanz?

Samstag, 9. Dezember 2023

Obdachlos

Ich erinnere mich an die vielen Obdachlosen, denen ich schon als junger Mensch begegnet bin. Ich setze mich mit der Aktualität auseinander, in der es viel zu viele Menschen in bitterer Kälte ohne Wohnung aushalten müssen. Auf der Straße schlafen, seinen Horizont im Alkohol ersäufen, sich langsam damit umbringen, das als letzte Fluchtmöglichkeit begreifen, sich selbst als nichtsnutzigen Abfall wahrnehmen und von anderen dauernd so "bewertet" und behandelt zu werden, das mag in bitterer Niedergeschlagenheit ernüchternd wirken, wo doch in dieser Gesellschaft alles einen Wert haben muss (der sich meist in Geld bemisst). Jetzt ist es Winter. Da tauschen Leute Geschenkideen für Weihnachten aus. Bloß nicht zu viel fressen!, dort, wo andere so gut wie gar nichts zu essen haben...... Tagsüber bin ich wie im Tran durch die Stadt gelaufen. Mal in eine Tagesaufenthaltsstätte. Dann in ein Geschäft. Ohne richtige Wärme und Halt. Abfallkübel durchstöbert (jawohl, auch mal im Klischee sein!). Ich sehe durch ihre Augen und habe etwas gegen die eiskalte Erbarmungslosigkeit dieser Gesellschaft. Natürlich, Alkohol ist nicht gut. Sagt sich leicht aus der Wohlfühlwärme heraus. Dass es als Fluchtmöglichkeit dennoch funktionieren kann, das machen wohlbestallte Leute auch aus den oberen Gesellschaftsschichten vor und schieben noch etwas teures Pulver nach. Moralisch darf man das nicht sehen, so wird einem beschieden. Moral, das geht gar nicht. In diesem Land. Aber bei den Obdachlosen, da soll man es sehr wohl moralisch sehen......! Nun ja. Geschichten gehört. Wer nach den materiell Abgesicherten geht, erfährt, dass sie ja alle nicht stimmen. Ausgerechnet sie, die den „Fake News“ aus ihrer jeweiligen Filterblase so inbrünstig nachhängen! Sie sind schnell fertig, gehen vorbei, vorüber, lassen hinter sich, ignorieren, spielen die Funktionäre ihrer Arroganz, wollen nichts wissen davon..... Dabei hätten sie auch in eine solche Lage kommen können. Scheise. Diejenigen, die Angst vor sozialem Absturz haben, werden ja immer mehr. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Sie haben ja auch Anlass genug dafür, Angst vor dem Absturz zu haben. Wie weit kann ein solcher Absturz führen? Auch schon mal unters Bürgergeld-Niveau? Existenzminimum? Es gäbe kein Elend in dieser Gesellschaft, behaupten ehrgeizig ignorante Politikerrnasen fortwährend. Schließlich „sind wir“ ein Sozialstaat. Ein Blick hinaus in die Wirklichkeit sagt anderes...… x x I remember the many homeless people I met as a young person. I'm dealing with the current situation in which far too many people have to endure the bitter cold without a place to live. Sleeping on the street, drowning your horizons in alcohol, slowly killing yourself with it, seeing it as your last chance of escape, perceiving yourself as useless trash and being constantly "judged" and treated like that by others, that may have a sobering effect when you're bitterly depressed but in this society everything must have a value (which is usually measured in money). Now it's winter. People exchange gift ideas for Christmas. Just don't eat too much!, where others have next to nothing to eat... During the day I walked around the city like I was in a hurry. Go to a day care center. Then into a shop. Without proper warmth and support. Rummaging through trash cans (yes, that’s a cliché!). I see through their eyes and have something against the ice-cold mercilessness of this society. Of course, alcohol is not good. It's easy to say from the feel-good warmth. Well-equipped people from the upper echelons of society demonstrate that it can still work as a means of escape and add some expensive powder. Morally you can't see it, that's what you're told. Morality, that doesn't work at all. In this country. But when it comes to the homeless, you have to look at it morally......! Oh well. Heard stories. Anyone who looks for those who are financially secure will find out that they are all wrong. Of all people, they are the ones who so fervently follow the “fake news” from their respective filter bubbles! They finish quickly, walk past, pass by, leave behind, ignore, play the role of officials of their arrogance, don't want to know anything about it... They could have found themselves in such a situation. Shit. There are more and more people who are afraid of social decline. The gap between rich and poor is getting wider and wider. You also have reason enough to be afraid of falling. How far can such a crash lead? Have you ever fallen below the citizen’s allowance level? Subsistence level? There is no misery in this society, ambitious ignorant politicians constantly claim. After all, “we are” a welfare state. A look into reality says otherwise...

Freitag, 8. Dezember 2023

Wie's geht

Ziemlich korrupt (Macht macht korrupt) unfähige Politiker stützen dies System mit nahezu täglichen Verlautbarungen. Machen wichtige und von PR-Spezialisten gedrillte Gesichter dazu, lassen sich von Lobbyisten beschwatzen und lassen sich in ihrer bräsigen Beschäftigtheit mittels fetter (meist Verbrenner-) Limousinen zu Wahlveranstaltungen durch die Lande fahren, wo sie wichtigtuerische Reden im möglichsten Einklang mit ihrer parteipolitischen Linie halten. Alibimäßig pflegen sie Kontakt mit „dem Bürger“ (meist als Inszenierung vorgespielt), haben aber keine Ahnung von der Realität, sind per Diäten von ca. 15 000 Euro pro Abgeordnetem und einer großzügigen Altersversorgung fürstlich abgesichert, sind radikal abgehoben und glauben, sich das öffentlich leisten und zur Schau stellen zu können. Ihre Entscheidungen sind von Idiologie geprägt und weniger sachorientiert. Durch populistisches und machtpolitisch anbiederisches Getue und die dementsprechende Sprache (von ihren PR-Beratern oft auch durch Comics geprägt) und einer Anmutung des Unberührbaren unterstützen sie ihre Auftritte. Immer noch besser als anderswo, so höre ich aus dem Hintergrund. x x Quite corrupt (power makes corrupt) incompetent politicians support this system with almost daily announcements. Make important faces trained by PR specialists, allow themselves to be cajoled by lobbyists and, in their busy-ness, allow themselves to be driven around the country in fat (combustion engine) limousines to election events, where they give self-important speeches that are as consistent as possible with their party political line. As an alibi, they maintain contact with “the citizen” (usually staged), but have no idea of reality, are royally protected by allowances of around 15,000 euros per representative and a generous pension, are radically aloof and believe that to be able to perform and display publicly. Their decisions are influenced by idiology and less fact-oriented. They support their appearances with populist and power-political ingratiating behavior and the corresponding language (often influenced by comics by their PR consultants) and an appearance of the untouchable.

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Punk as punk can

Ja klar, man hatte das alles live mitgekriegt. Aber der Punk ist längst zu einem musealen Ausstellungsstück geworden, ist gebröckelt und zerstoben. Wohin sind seine Protagonisten? Wir wissen es nicht. Verschwunden. Damals und heute hatten wir „Stop making sense“ sehr gerne gesehen. Dadaismus, in den scheinbar Kundige unbedingt etwas hinein interpretieren mussten (Klamotten zu groß etc.). David Byrne aber, der Oberanführer, erschien mir als ein Punk jener Art, dem ich folgen konnte. „Psycho Killer“ war eine erste Hymne, ein dringlich lächerliches Statement in einer Welt der Verzweiflung und fehlenden Zukunft. Das alles war eingehüllt in einen Sound, der in seinem organisierten Chaos auch Slogans, Verweise, Rebellion als Zitat und ein Lächeln aufblitzen ließ. Humor. Krach. Emotion. Ein anregendes Gemisch. Was war davor gewesen? Supergroups? Große Könner, die sich um sich selbst drehten? Genesis und Yes? Aus dem Dreck heraus in zivilisierte Kultur. Wiedergewonnenes Pathos. Große Auftritte. Drogentote. Dann der Rückzug ins Einfache. Die Reaktion auf die Umwelt in uns. Tausend Revivals, der große Trip ins Geldverdienen. Danach wieder Verschwinden. Jetzt kommen die Punkveteranen als erfolgreiche Geldverdiener wieder, als Ärzte, Rechtsanwälte, Immobilienentwickler. Sie halten jetzt große Reden über Rebellion, wobei das, woraus sie einmal geschöpft hatten, längst verraten und verkauft scheint. Und welche Rolle spielen eigentlich die Punks der Rechten? Die auf Gewalt stehen? Von außen gesehen erscheint uns alles als durchlöchert. Obsolet. Zitat eines Zitats. Unterm Dreck hervor geholt. X x Yes, of course, you heard it all live. But punk has long since become a museum exhibit, has crumbled and shattered. Where have his protagonists gone? We do not know it. Disappeared. We really enjoyed watching “Stop making sense” then and now. Dadaism, into which seemingly knowledgeable people absolutely had to interpret something (clothes too big, etc.). But David Byrne, the leader, seemed like the kind of punk I could follow. “Psycho Killer” was a first anthem, an urgently ridiculous statement in a world of despair and no future. All of this was wrapped in a sound that, in its organized chaos, also flashed slogans, references, rebellion as a quote and a smile. Humor. noise. Emotion. A stimulating mixture. What had happened before? Supergroups? Great experts who revolved around themselves? Genesis and Yes? Out of the dirt into civilized culture. Regained pathos. Big performances. Drug deaths. Then the retreat into simplicity. The reaction to the environment within us. A thousand revivals, the big trip to making money. Then disappear again. Now the punk veterans are coming back as successful money earners, as doctors, lawyers, real estate developers. They now make big speeches about rebellion, although what they once drew from seems to have long since been betrayed and sold. And what role do the punks on the right actually play? Who like violence? Seen from the outside, everything appears to be full of holes. Obsolete. Quote of a quote. Brought out from under the dirt.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Klassifiziert

Bin ich ein Boomer oder ein junger Heißsporn auf dem Weg zur Karriere? Ein alter, weißhaariger Mann oder ein Upstart im Sozialstaat, der auf Kosten der Anderen gut subventioniert lebt, - auch wenn zb. ich von diesem Staat kaum profitiere und als Vollakademiker (Haha Bildung!!!) als bettelarm gelten darf? Kann man wegen seinem Alter gegen Jüngere oder Ältere ausgespielt werden? Arme gegen noch Ärmere? Beamte leben gut, der Staat verbeamtet schon längst wieder, weil „Fachkräfte fehlen“ (und er diese kommenden Leute dem Nachbarstaat wegfangen will, kann diese Fachkräftephrase nicht mehr hören). Haha. Hätte man auch machen sollen. Man fand eine solche Motivation aber zu spießig für sich. Luxus! Muss man sich leisten können, - so weiß ich heute. X x Am I a boomer or a young hotshot on the way to a career? An old, white-haired man or an upstart in the welfare state who lives well subsidized at the expense of others - even if, for example. I hardly benefit from this state and as a full academic (haha education!!!) I can be considered dirt poor? Can you be pitted against younger or older people because of your age? Poor against even poorer people? Civil servants live well, the state has long since started employing civil servants again because there is a lack of skilled workers (and it wants to capture these coming people from the neighboring state and can no longer hear this skilled phrase). Haha. You should have done it too. But people found such motivation too bourgeois for their own good. Luxury! You have to be able to afford it - that's what I know today.

Dienstag, 5. Dezember 2023

KI

Mir kommt es so vor, als würde in einer Art Fortschrittsgläubigkeit und Wachstumsfixierung die KI in vielen Medien grinsend grell geschminkt gefeiert und als würde dabei lächelnd unter die Decke gezwungen, dass die KI trotz aller angepriesenen Segnungen die Menschheit vernichten könnte. Wir machen diese Technologie jetzt für jeden verfügbar. Was die KI tut, ist unvorhersehbar, ist eine Black Box. Das Gegenargument: Die KI verliere durch Regulierung an Innovationskraft. Ob sich KI selbst reguliert?

Montag, 4. Dezember 2023

Moralapostel

Ich bin früher oft und gerne mit dem Flugzeug unterwegs gewesen und habe das inzwischen völlig eingestellt, merke aber, dass ich damit so ziemlich alleine stehe. Was ist eigentlich mit der so oft zitierten „Flugscham“? Ein rührendes Wort aus der Zeit vor der Pandemie? Bei weitem nicht mehr gültig, weil man jetzt froh ist, dass man mit dem Flieger der ganzen Unbill entkommen kann? Erst neulich habe ich wieder Derartiges gelesen: intellektuelle Rechtfertigung, beim „normalen“ Volk sein, immer drauf und dran! „Fleischscham“, „Dieselscham“, „ökologischer Fußabdruck“ – als moralisch verschrien? „Moralisch“ scheint ja ohnehin das Schimpfwort par excellence. Minderwertiges Wording. Sollte man im Angesicht kollektiver Verdrängung längst nicht mehr benutzen. Oder doch? Wieso eigentlich muss die Phase der Pandemie insgesamt verteufelt werden? Ob sie nicht auch etwas Gutes hatte, dass nämlich manche Mitmenschen mehr Zeit dafür hatten, zu sich selbst zu kommen und ein bisschen nachzudenken? Für sich selbst innerhalb dieser Gesellschaft? Nicht nur als Selbstvergewisserung, wie mit einem gewissen Unterton immer gerne unterstellt wird. x x I used to often travel by plane and have since stopped doing so completely, but I realize that I'm pretty much alone with that. What about the so often cited “flight shame”? A touching word from before the pandemic? No longer valid by any means because you are now happy that you can escape all the hardship by plane? Just the other day I read something like this again: intellectual justification, being with “normal” people, always on it! “Meat shame”, “diesel shame”, “ecological footprint” – decried as moral? “Moral” seems to be the dirty word par excellence anyway. Inferior wording. In the face of collective repression, it should no longer be used. Or is it? Why does the phase of the pandemic as a whole have to be demonized? Didn't it also have something good, namely that some people had more time to come to themselves and think a little? For yourself within this society? Not just as self-assurance, as is always often assumed with a certain undertone.

Samstag, 2. Dezember 2023

Boomer, Upstarts und Fachkräfte

Bin ich ein Boomer oder ein junger Heißsporn auf dem Weg zur Karriere? Ein alter, weißhaariger Mann oder ein Upstart im Sozialstaat, der auf Kosten der Anderen gut subventioniert lebt, - auch wenn zb. ich von diesem Staat kaum profitiere und als Vollakademiker (Haha Bildung!!!) als bettelarm gelten darf? Kann man wegen seinem Alter gegen Jüngere oder Ältere ausgespielt werden? Arme gegen noch Ärmere? Beamte leben gut, der Staat verbeamtet schon längst wieder auf breiter Basis, weil „Fachkräfte fehlen“ (und er diese kommenden Leute dem jeweiligen Nachbarstaat wegfangen will, ich kann diese Fachkräftephrase auch nach dem Haushaltsdebakel nicht mehr hören). Haha. Hätte man auch machen sollen. Können. Müssen. Man fand eine solche Motivation aber zu spießig für sich. Der Steuerzahler kommt ja dafür auf. Luxus! Muss man sich leisten können, - so weiß ich heute.

Freitag, 1. Dezember 2023

Entscheidermenalitäten

Die letzten Tage haben meiner Meinung nach mal wieder gezeigt, dass das Entscheiderpersonal in diesem Deutschland nicht viel taugt, trotz einer unübersichtlichen Zahl von Stellvertretern und stellvertretenden Geschäftsführern und ähnlichen subalternen Sprechblasenabsondern. Da wird etwas ungelenk torkelnd und rhetorisch daneben abgestützt, was der Bevölkerung als „unsere Wirtschaft“ und „unsere Industrie“ verkauft wird. Allein ein stoisches Gesicht dazu zu machen und zu demonstrieren, dass man über allem steht und im Übrigen in allem recht hat, bzw. keine Fehler gemacht hat, reicht da nicht aus. Den größten Pfusch als große Errungenschaft zu verkaufen, dürfte hierzulande, in einer relativ aufgeklärten Gesellschaft, nicht von großen Erfolg gekrönt sein. Darüber hinaus sind sie jetzt mit großem Personal und hohem CO2-Aufwand zu einer Weltklimakonferenz geflogen, die nichts am Klimawandel ändert, sondern nur fette Kosten – nicht zuletzt an CO2 – verursacht.

Donnerstag, 30. November 2023

Stars

Aus gegebenem Anlass frage ich mich mal wieder: wann ist ein Star ein Star? Filmtrailer wurden wieder zu PR-Zwecken vorgespielt, man sollte mitfiebern und für sich realisieren, dass da ja tolle Megastars mitspielen. Könnte es sein, dass dabei Namen gelten, Charisma, Ausstrahlung und mit Ausrufezeichen versehen werden, wobei eine Erwähnung schon für den Erfolg reicht. Oder gibt es so etwas wie die Anverwandlung einer Rolle, eine Darbietung, die ganz klar auch soziale Komponenten berücksichtigt und sich ansonsten in eine ganz bestimmte individuelle Rolle verwandelt? Es scheint mir, dass eine Art Name dropping angesagt ist, dass alleine schon gewisse Namen eine außerordentliche Klasse belegen sollen. Es erhebt sich dabei natürlich die Frage, ob nicht ein unbekannter Schauspieler XY die Verkörperung einer bestimmten Rolle nicht mindestens genauso gut hingekriegt hätte?

Mittwoch, 29. November 2023

Sprachgebrauch

Es ist dieser Tage mal wieder viel davon die Rede, dass im Staatshaushalt „priorisiert“ werden müsse. Mir scheint dieser Wortgebrauch wieder einmal unsäglich typisch für einen bestimmten Fremdwortgebrauch, der viele Menschen aussschließen und die eigene Bildungsbeflissenheit betonen will. Auf diese Weise zeigt man, dass sich die eigene soziale Kaste so ausdrückt. Wieso kann niemand dieses Wort in einfachem Deutsch erklären? Verständlich für alle Menschen? Es geht doch auch darum, verschiedene Dinge anhand von Maßstäben zu ordnen, ihnen verschiedene Wichtigkeiten zuzuweisen. Auf diese Weise soll im aktuellen Fall gespart werden. Weniger geht es darum, Bildungsbarrieren aufzubauen oder sie keck sich abgrenzend vorzuzeigen. Mehr Leute in die eigene Ausdrucksweise einzubeziehen könnte doch auch demokratisches Bewusstsein beweisen. Oder?

Dienstag, 28. November 2023

Textereien

Haha, nicht zuletzt die vielbeschworene KI zeigt es: Wörter,Texte, auch in künstlerischen" Bereichen wie Lyrik und Roman, sind missbrauchtes Material, sie lügen in ihrer Beliebigkeit, - genauso wie inzwischen die tausendfach bearbeiteten Bilder/Fotos. Verlogene Gesten herrschen vor, Posen, Verkaufe, die Form beherrscht den Inhalt - die Hohlheit, die Sinnlosigkeit in der Unterhaltung, sie feiert fröhliche Urständ‘, der Austausch von Floskeln und Phrasen …… Das Fröhliche, das Positive ist dabei sehr wichtig: es bedeutet Betäubung, Überbrückung, Vergessen, Verdrängen, alles um uns herum, wer wir sind, wer wir sein könnten, - aber: es ist auch machbar. …….. Der Flow ist dabei wichtig, der Rhythmus, der scheinbar alles mit sich fortreißt……der Fluss, dem wir uns, wie etwas in uns behauptet, anvertrauen könnten…… Alles ist schön nach den vorgegebenen Maßstäben....(zumindest für die, die es sich leisten können....)

Montag, 27. November 2023

Am Ende

AM ENDE (Mitras Prolog) Am Ende, wenn die Nebel sich lichten Und die Zeit deine Spuren vielfach verwischt hat Merkst Du vielleicht: Es ist alles Mist!“ Alles war ein Versuch, der schief gelaufen ist.

Sonntag, 26. November 2023

Katalysator

Ob man solche Katalysatoren braucht? Billigen italienischen Wein gesoffen und mich dabei leise an meine Jugend erinnert. Wir soffen das Zeug damals in diesen dicken Flaschen aus EU-Beständen. Bis zum Erbrechen. Bis zum Koma. Viel zu oft. Das war der Gesundheit nicht gerade förderlich. Aber wer schert sich darum, wenn er jung ist? Klar, wir haben ja nur das Angenehme wahrgenommen, das, was uns in schöner Sicherheit umfing. Heutzutage saufen diejenigen, die es sich leisten können, teuren Barolo aus der Toskana, „Chateau Mouton Rothschild“ aus der Gegend um Bordeaux (Wo der Klimawandel die Winzerei auch nicht mehr zum reinen Vergnügen werden lässt) oder wie das Zeug alles heißt. Sie haben was davon. Das Zeug ist ja wirklich gut. Habe mich auch davon überzeugt. Mir hingegen geht es jetzt schlecht, ich scheise schleimig und ich nehme es immer noch nicht so einfach hin, dass es so ist. Ich kenne den Geschmack, den man auch haben kann, wenn man ihn sich leisten kann. Ich habe auch die Leute dazu kennen gelernt, die so etwas wie selbstverständlich zu sich nehmen. Die sich abschotten können im Genuss. Das ist immerhin besser als alte Sportwagen sammeln, Oldtimer, Öko-Häuser oder selbst vollbrachte Heldentaten. Das alles kann auch ein Hobby sein. Vorallem Technikbegeisterung, gerade dann, wenn man selbst ein Oldtimer ist. Dann hat man die Zeit und das Geld und die Muse dazu. Ich beobachte das. X x Do you need such catalysts? Drinking cheap Italian wine and quietly remembering my youth. Back then we drank the stuff in these thick bottles from EU stocks. To the point of vomiting. To the point of coma. Far too often. That wasn't exactly good for your health. But who cares when they're young? Sure, we only noticed what was pleasant, what surrounded us in a pleasant sense of security. Nowadays, those who can afford it drink expensive Barolo from Tuscany, “Chateau Mouton Rothschild” from the Bordeaux area (where climate change is no longer making winemaking a pure pleasure) or whatever the stuff is called. You get something out of it. The stuff is really good. I convinced myself of that too. I, on the other hand, feel bad now, I shit slimy and I still can't easily accept that this is the case. I know the taste you can have if you can afford it. I also got to know people who take something like this for granted. Those who can isolate themselves and enjoy themselves. After all, that's better than collecting old sports cars, classic cars, eco-friendly houses or self-performed heroic deeds. All of this can also be a hobby. Above all, enthusiasm for technology, especially if you are a classic car yourself. Then you have the time and the money and the muse to do it. I'm watching this.

Samstag, 25. November 2023

Anbahnungen

„Hallo Du!“. Wer heute auf Partnersuche ist, sucht im Internet. Mit der richtigen App findet man jede Menge KandidatInnen. „Hi Süße!“. Fesselspiele am Wochenende, Swinger-Vergnügen zwischendrin, Speed-Dating mit Zungenspielen: alles ist möglich. Schnell muss es gehen. So geht Flirten heute. Flirten ist wie Geschäfte machen. Gibst du mir, so gebe ich dir. Ein Austausch. Ein Preisabgleich. Digital. Automatisiert. Anonymisiert. Und wie sieht's im „Geschäftsleben“ aus, im Berufsleben? Jedermann nennt jedermann „Du“. Das kommt aus dem Englischen und ist global. Verpönt ist diese typisch deutsche Distanzierung, die da noch differenzieren will und keine falsche Erwartungen aufkommen lassen will. Aber genau das ist es, was Unternehmensführung will, wenn sie das „Du“ einführt: mit Erwartungen spielen. Chefs zwingen ihre Untergebenen, sie zu duzen. Das schafft scheinbares Vertrauen, scheinbare Nähe. Ob damit Hierarchien abgebaut werden oder ob sie flacher gehalten werden, wie das Ideal verspricht? Skepsis erscheint angezeigt. Ob wir nicht doch etwas differenzieren sollten, ob alles auf einem Austausch auf gleicher Augenhöhe beruht? Wer eine Gehaltserhöhung will, dürfte es mit seinem „Du“ nicht unbedingt einfacher haben. Es setzt voraus, dass beide Beteiligten zwischen der persönlichen und der Sachebene unterscheiden können. Und das ist nicht immer gegeben. Wie sieht es da beim „Dating“ aus? Da scheint das meist auch nicht gegeben. Alle Beziehung scheint auch da eine Frage des ökonomistischen Ausgleichs.

Freitag, 24. November 2023

Alltagssozialstaat

Da ist das Elend hinter den Kulissen, das niemanden interessiert, weil es alltäglich langweilig ist und in der Mehrheit meist als eine Art „Kolateralschaden“ gedeutet wird. Das Menschen demütigt und zu einer Zahl, zu einem „Fall“ degradiert. Dass sie dem vermeintlichen Sozialstaat entgegenhecheln lässt und sie bis zum Tode in Armut zurück stößt und enttäuscht. Das ständig Faulheit auch dort unterstellt, wo exakt das Gegenteil geboten ist. (Einige Politiker versuchen dies gezielt zu instrumentalisieren…) Wo Klischees dem Individuum übergestülpt werden. Wo aus Einzelpersonen eine „Kaste“, eine Klasse, ein Schlag, eine Art von Menschen gemacht werden, auf den Verhaltensmodelle projeziert werden (das haben diese SachbearbeiterInnen aus der Statistik und Soziologie gelernt, wo freilich „Wahrscheinlichkeiten“ prognostiziert werden und keine Gewissheiten) Wieso es bestimmten Menschen in unseren Gesellschaften extrem schlecht und anderen extrem gut geht? Es gibt wohl eine Reihe von Gründen. Doch entfällt wohl die Vorstellung, dass es dem einen gut gehe, weil er fleißig sei und dem anderen schlecht, weil er faul gewesen sei. Dieses Nachkriegsargument, das jedem eine Aufstiegschance versprach, gilt inzwischen sehr offensichtlich nicht mehr. Die Lage erscheint unübersichtlich, kaum einer kann noch Gründe nennen. Die einen sonnen vom Staat unterstützt in der Sonne Dubais, die anderen darben hoch verschuldet in den modernen Kerkern dieser Gesellschaft, die einmal angetreten war, das Sozialstaatsversprechen zu erfüllen. x x There is the misery behind the scenes that no one cares about because it is boring every day and is usually interpreted by the majority as a kind of “collateral damage”. That humiliates people and degrades them to a number, a “case”. That it makes them pant against the supposed welfare state and pushes them back into poverty and disappointment until they die. That constantly assumes laziness even where exactly the opposite is required. (Some politicians try to exploit this specifically...) Where clichés are imposed on the individual. Where individuals are made into a “caste”, a class, a group, a type of people onto which behavior models are projected (these clerks learned this from statistics and sociology, where of course “probabilities” are predicted and not certainties) Why certain people in our societies are doing extremely poorly and others are doing extremely well? There are probably a number of reasons. However, the idea that one person is doing well because he is hardworking and the other is doing badly because he is lazy is probably gone. This post-war argument, which promised everyone a chance for advancement, is now clearly no longer valid. The situation seems confusing and hardly anyone can give any reasons. Some are basking in the sun of Dubai, supported by the state, others are heavily indebted in the modern dungeons of this society that once set out to fulfill the promise of the welfare state.

Donnerstag, 23. November 2023

Du du - Da da

„Hallo Du!“. Wer heute auf Partnersuche ist, sucht im Internet. Mit der richtigen App findet man jede Menge KandidatInnen. „Hi Süße!“. Fesselspiele am Wochenende, Swinger-Vergnügen zwischendrin, Speed-Dating mit Zungenspielen: alles ist möglich. Schnell muss es gehen. So geht Flirten heute. Flirten ist wie Geschäfte machen. Gibst du mir, so gebe ich dir. Ein Austausch. Ein Preisabgleich. Digital. Automatisiert. Anonymisiert. Und wie sieht's im „Geschäftsleben“ aus, im Berufsleben? Jedermann nennt jedermann „Du“. Das kommt aus dem Englischen und ist global. Verpönt ist diese typisch deutsche Distanzierung, die da noch differenzieren will und keine falsche Erwartungen aufkommen lassen will. Aber genau das ist es, was Unternehmensführung will, wenn sie das „Du“ einführt: mit Erwartungen spielen. Chefs zwingen ihre Untergebenen, sie zu duzen. Das schafft scheinbares Vertrauen, scheinbare Nähe. Ob damit Hierarchien abgebaut werden oder ob sie flacher gehalten werden, wie das Ideal verspricht? Skepsis erscheint angezeigt. Ob wir nicht doch etwas differenzieren sollten, ob alles auf einem Austausch auf gleicher Augenhöhe beruht? Wer eine Gehaltserhöhung will, dürfte es mit seinem „Du“ nicht unbedingt einfacher haben. Es setzt voraus, dass beide Beteiligten zwischen der persönlichen und der Sachebene unterscheiden können. Und das ist nicht immer gegeben. Wie sieht es da beim „Dating“ aus? Da scheint das meist auch nicht gegeben. Alle Beziehung scheint auch da eine Frage des ökonomistischen Ausgleichs.

Mittwoch, 22. November 2023

Dampfplauderer

Da sind nette Dampfplauderer, die sich in nichts und niemanden hineinversetzen können, am allerwenigsten in „den Konsumenten“. Weil sie nur sich selbst und nichts anderes kennen (was ja Zeichen eines Künstlers sein könnte, aber keineswegs das des Journalisten). Sie bestechen durch nettes Wortgeklingel, das sie mehr oder weniger der Realität anhängen, das sie abkupfern, umformen und in neue Schläuche gießen. Feuilletonisten, Schwätzer, Halbgebildete...... schon mal von was gehört Habende, dem Zeitgeist halbherzig und gefällig auf der Spur, je nachdem, ob's ihnen und ihrem Imageaufbau, ihrer Karriere oder ihrem Verlag, ihrer Medienfirma was nützt. Und dann gibt es die, die penibel die Einhaltung sich selbst gegebener Regeln überwachen, die Abmahnungen verteilen und ein strenges Gesicht machen, während die Geschäftsleitung ihnen aus Rationalisierungsgründen schon längst den Boden unter den Füßen weg gezogen hat und ihre Austauschbarkeit offenkundig geworden ist. Smarte Dampfplauderer von Halbwahrheiten, die sie nicht richtig verstanden haben. Unterhaltsam quatschen, Inhalt völlig egal, den Konsumenten/Leser binden, ihn dahin ziehen, egal zu was. Am besten zum Umsatz. Schwadronieren, fabulieren. Der Job des Journalisten ist es, Autorität vorzuspiegeln, von allem etwas zu verstehen, - und doch schlittert er nur auf seinem Halbwissen entlang (mit Ausnahmen von ein paar Fachjournalisten). Das kommt dem Bedürfnis der Leser nach Orientierung entgegen. Jeder durchschnittliche Leser, der sich ein wenig um ein Thema bemüht, kann sich in die selbe Ratlosigkeit meadial begeben, einlesen. Nun gilt es, Entschiedenheit zu demonstrieren.

Dienstag, 21. November 2023

Junker Martin

Heute schieben Manager gerne alle Einwände und Kritik mit dem Hinweis „das ist der globale Wettbewerb“ ab und von sich weg, während ihre untergebenen Mitarbeiter (die solche mäßigen Lenkungsleistungen gegenüber „dem Kunden“ oft zu vertreten und zu verantworten haben...) einem regelmäßig den erst bedauernden und dann wütenden Bescheid stoßen „Wissen Sie, da können wir nichts ändern“. "Wir führen auch nur aus...". Junker Martin Luther war anders. Der Mythos des heutigen globalen Wettbewerbs hieß bei ihm damals „Kirche“, die alles wusste und der alles, wirklich alles überantwortet war, vom Tagesablauf, der Bildung (die natürlich dem Klerus vorbehalten war) bis zu den letzten Dingen. Er aber glaubte nicht an diese Mechanismen und hinterfragte, jawohl, er stellte in Frage, er hatte Mut und begehrte auf....er ging damit heraus aus dem Privaten und wurde darin sogar sehr öffentlich. Er beugte sich nicht der Macht, er leistete sich den Trotz des Individuums, er entlarvte gängige Phrasen, denkfaule Klischees und versuchte, die Masse der Gläubigen zur Substanz der Bibel zurück zu führen....er glaubte nicht an den Popanz sondern an die Heilige Schrift. „Hier steh ich nun und kann nicht anders...“: Stark, - das nötigt mir tiefe Bewunderung ab und kann im Verhältnis 1:1 auf das Heute übertragen werden

Montag, 20. November 2023

Bio-Ökos und das Land

Man hat Angst davor, von den besserverdienenden Leuten in den Städten mit den Lastenfahrrädern dominiert zu werden. Eine Klasse Menschen, die mit ihren Agenten in den Metropolen die auf dem Land lebenden Menschen zu dominieren droht und einer bestimmten Entscheiderklasse in Deutschland als Avantgarde gilt, die sogar ihren Bezugspunkt darstellt. Das sind die Städter. Und dann das Land: Man hat Angst davor, abgehängt zu werden, vor Leerstand und ausgestorbenen Ortszentren, geschlossen Verkaufsgeschäften, mangelnder Verkehrsanbindung oder Arztknappheit gegenüber zu sehen. Es soll sogar eine von einer Landesregierung beauftragte Studie gegeben haben, nach der wegen ökonomischer Aussichtslosigkeit und Überalterung künftig keine Infrastruktur mehr gepflegt werden solle. Ob im Hintergrund solches von gewissen Kräften voran getrieben wird?

Sonntag, 19. November 2023

Empfinden des Seins

Das „Außer-sich-sein“, dieses „Neben-sich-stehen“, das ich auch mal erfahren durfte, scheint mich verändert zu haben. Genauso und durchaus noch offensichtlicher ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht.

Freitag, 17. November 2023

Frei bleibend

Es galt einst das Ideal der Selbstverwirklichung, das Musik machen, als subkulturelles Ziel, etwas aus sich heraus zu bringen und heraus zu drücken, was einer freien Rockmusik glich, sich zu entäußern, sich in „Werken“ auszudrücken, „etwas Bleibendes“ zu schaffen, dabei auch über zahlreiche Schrägen zu gehen, dem Absturz nahe, aber risikoreich unpathetisch heroisch wandelnd. Dass dieser überwiegend individuelle Ansatz verschwand, die von ihm symbolisierte gesellschaftliche Mitte in die Defensive geriet und die Entwicklung Jahrzehnte später in vulgär-triviale Marketingkonzepte führte, in allerlei Äußerlichkeiten und Institutionen, die sich an Trends „bedienten“, wurde typisch für allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen. Heutzutage wird nichts mehr inhaltlich mit der Popmusik verknüpft, existieren keine Werte oder Haltungen mehr, die von einer vermeintlichen Subkultur getragen würden. Allgemeinbildung? Ach was! Was soll das sein? Ab ins Internet! Da steht alles. Ich war in Studienzeiten vor allem in Hermann Hesse und seine Literatur hinein gekrochen, hatte ihn geradezu wissenschaftlich erforscht und war durch ihn angeregt in andere romantisch geprägte Lebenskonzepte geraten. Aber der Hesse wies in die falsche Richtung. Solch ein Weltbild verführte Viele, - oder man nahm es nicht so recht ernst, benutzte es als Erbaulichkeit und schöne Besinnung. Romantisch ist diese uns vorgesetzte Welt gewiss nicht, jedenfalls nicht mir gegenüber. Es ist diese heile, behütete Bürgerlichkeit, (in diesem Falle ziemlich weltoffen) aus der der Missionarssohn HHesse kam und die später auch Loriot mit all seinen Sketchen und Filmen geprägt hat. Diese Welt ist untergegangen. Relativ schnell. Was inzwischen alleine zählt, ist Effizienz und Geld („war immer schon so“ sagen gewisse Stimmen, die im Wesentlichen den formalen Glanz der früheren Rockmusik bewundern). Das „Wie“ interessiert nicht mehr. Der „ehrbare Kaufmann“ ist aus der Mode geraten, ein längst pensioniertes Rollenmodell. Gewisse politische Kräfte haben dies und die neue alte treibende Kraft, „der Markt“, sich zum programmatischen Mittelpunkt gemacht. Sie geben ihm eine geradezu religiöse Note, sie setzen durch und dominieren. x x The ideal of self-realization, making music, was once considered a subcultural goal, to bring something out of oneself and to express something that resembled free rock music, to empty oneself, to express oneself in “works,” to create “something lasting.” , also walking over numerous inclines, close to falling, but walking in a risky, unpathetic, heroic manner. The fact that this predominantly individual approach disappeared, that the social center it symbolized went on the defensive and that decades later the development led to vulgar, trivial marketing concepts, to all sorts of appearances and institutions that “used themselves” on trends, became typical of general social developments. Nowadays nothing is linked to pop music in terms of content; there are no longer any values or attitudes that are supported by a supposed subculture. General knowledge? Oh what! What is that supposed to be? Off to the Internet! Everything is there. When I was a student, I was primarily immersed in Hermann Hesse and his literature, researched him almost scientifically and, inspired by him, got into other romantic concepts of life. But the Hessian pointed in the wrong direction. Such a world view seduced many - or people didn't take it very seriously and used it as edification and beautiful reflection. This world presented to us is certainly not romantic, at least not towards me. It is this intact, protected middle class (in this case quite cosmopolitan) from which the missionary's son HHesse came and which later also influenced Loriot with all his sketches and films. This world has ended. Quite fast. What counts now is efficiency and money (“it's always been that way,” say certain voices who essentially admire the formal splendor of earlier rock music). The “how” is no longer important. The “honorable businessman” has fallen out of fashion, a long-retired role model. Certain political forces have made this and the new old driving force, “the market”, their programmatic focus. They give it an almost religious touch, they assert themselves and dominate.

Donnerstag, 16. November 2023

Was ich hier mache...

Was ich hier mache? Ich greife etwas heraus aus der Flut von Informationen, Meinungen, Einschätzungen und Aussagen, die täglich auf uns einstürmen. Von „Experten“, Wichtigtuern, Meinungsstreuern, -bestätigern, Multiplikatoren und vielen anderen. Das große Rauschen halt. Aus irgendeinem Grunde ist sie an mir hängen geblieben, diese Meinung, hat sich in meinem Hirn verhakt. Ich schreibe sie auf, versuche, sie mir bewusst zu machen. Es gehen mir bestimmte Sachen eine Zeit lang durch den Kopf. Also versuche ich mich zu erinnern, versuche möglichst genau zu recherchieren, - und dann aufzuschreiben. Auch in Notizen. Liegen herum, fallen mir auf – oder auch nicht. Nicht immer kann dabei das Copyright-echte und auf jede journalistische Nachfrage korrekt Beantwortbare heraus kommen. Ein zugestandener Mangel, gewiss. Auch ist nicht alles in mir selbst gewachsen. Keineswegs. Ich gebe mir im Hinblick darauf jedoch alle Mühe, allein schon, um mich nicht angreifbar zu machen. In erster Linie versuche ich dabei ohnehin, eigene Gedankenfrüchte aufzunehmen. Reaktionen. Einstellungen. Haltungen. Sichtweisen. Gelegentlich versuche ich aber auch das aufzunehmen und hier zu deuten, was mich „aufgekratzt“ hat, was an mir hängen geblieben ist, was mich freut, was mich ärgert, was mich provoziert. Ich versuche dann daran das zu finden, was alle betrifft, was gesellschaftliche Lebenswelten prägt, was Einfluss auf uns als Gesellschaft hat, wie wir leben (müssen), ob wir wollen oder nicht. Machtstrukturen, schichtspezifisch typische Einstellungen, sozial geprägte Meinungen, ökonomische „Verdichtungen“, „Apèrcus“: alles kann hier Eingang finden. Ich versuche auf diese Weise eine Reise durch Lebenswelten und den mit ihnen verbundenen Perspektiven zu machen. Empathie einüben. Spielerisch eine andere Position einnehmen. Verständnis dafür entwickeln. Ich nehme dabei Informationen auf, versuche über meinen Tellerrand zu schauen und zu staunen. Aber ich versuche auch, mich auf das zu verlassen, was ich empirisch kennen gelernt habe. x x What am I doing here? I pick something out of the flood of information, opinions, assessments and statements that bombard us every day. From “experts”, busybodies, opinion makers and confirmers, multipliers and many others. Stop the big noise. For some reason it stuck with me, this opinion got stuck in my brain. I write them down, try to become aware of them. Certain things go through my head for a while. So I try to remember, try to do as much research as possible, and then write it down. Also in notes. Lying around, I notice - or not. It is not always possible to get the right copyright and one that can be answered correctly on every journalistic request. An admitted deficiency, to be sure. Also, not everything grew within me. no way. However, I do my best in this regard, if only to avoid making myself vulnerable. First and foremost, I try anyway to absorb my own thoughts. reactions. Settings. attitudes. points of view. Occasionally, however, I also try to take in and interpret what has "scratched" me, what has stuck with me, what makes me happy, what annoys me, what provokes me. I then try to find what affects everyone, what shapes social environments, what influences us as a society, how we (have to) live, whether we want to or not. Power structures, class-specific typical attitudes, socially shaped opinions, economic "compression", "apèrcus": everything can find its way here. In this way, I try to make a journey through living environments and the perspectives associated with them. practice empathy. Playfully adopt a different position. develop an understanding of it. I absorb information, try to think outside the box and be amazed. But I also try to rely on what I have learned empirically.

Mittwoch, 15. November 2023

Melancholische Heiterkeit

Es war ja vergangene Woche viel Loriot, auf allen Kanälen. Zu Recht! Er erschien mir zuletzt (auch ohne runden Geburtstag!) immer mehr als Exponent einer mit der alten Bundesrepublik untergegangenen Epoche, des Einzelhandels, der Etikette, des nach außen dokumentierten Status, der zur Schau getragenen Führungsaufgaben mit samt ihren Ritualen, der spießigen Miefigkeit, die damals herrschte. Aber man lebte in einer gewissen Sicherheit, die Loriot nach meinem Geschmack auf liebenswürdig distinguierte Weise antippte, präzise und – was sich später auszahlen sollte – detailverleibt. Seine Sachen (er war ja eine Universalbegabung!) konnten auf diese Weise einsickern in uns: Steinlaus, Grzimek, Bettenkauf und „Sie haben da was im Gesicht“, „Mutter, wir danken dir“, "Ich heiße Erwin Lottemann..." und Opa Hoppenstedt und Vieles andere. Ich las zuletzt von einer Heiterkeit, einer melancholischen Heiterkeit, die ihn mit einer direkten Verbindung zum schwarzen Untergrund des Lebens ausgestattet habe, die die Tragik nicht leugne und auch nicht weglache, sondern in etwas anderes wende. Nun ja, in was, das ließ das Bildungsbürgertum stets offen. Aber genau das scheint mir der Punkt: Im heutigen Zeitalter der social media-Kanäle, der schnell flüchtigen Aufmerksamkeit und der offen demonstrierten Gewalttätigkeit ist so etwas nicht mehr gefragt. Der Rest des übrig gebliebenen Bildungsbürgertums kreist um sich selbst, ergeht sich in eitler Selbstbewunderung, preist seine verlogene Weltgängigkeit oder ist ohnehin längst abgesunken in ein Prekariat, vor dem sich nur die – „Survival of the Fittest“ – „Tüchtigsten“ noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Gut abgefederte Heiterkeit muss man sich heute mehr denn je leisten können.

Dienstag, 14. November 2023

Punky

So laut, grell, anarchisch und schmutzig wie Punk waren die Auftrittsmöglichkeiten. Da gehörte manchmal auch die Straße mit dazu. Dass Punk jedoch schon 1978 vereinnahmt war, bedachten etwa The Clash mit Hass und Häme. Bei uns mischte sich dann die Neue Deutsche Welle mit hinein. Dabei ging es Deutung der Lage, Punk war die Waffe dafür. Nihilismus als Pose. „No Future“: für bestimmte Leute stimmte das. Doch bald schon war alles vermarktet. Das, was als Punk galt, verkaufte sich im Sonderangebot an das Musikfernsehen, in Boutiquen oder war ein teurer Irokesenhaarschnitt beim Coiffeur. Langsam aber sicher setzten sich nun wieder die kleinen Genies a la Damon Albarn oder Liam Gallagher (in England) mit ihrem Britpop durch. Ein Stück von dem, was man zuvor abgelehnt hatte. Insgesamt waren solche Figuren aber kaum oder nur kurz und heftig in der Schar der „Superstars“ sichtbar. Ich selbst fasste Punk als eine Art Arbeitshypothese fürs Leben auf, weiß aber heute nicht mehr, wohin all die ehemaligen Punks sind. Ich treffe und sehe niemanden mehr. Punk ist, wie vieles in der Rockszene, zu einem Artikel der Lifestyleindustrie geworden. Punk als Marke. Es kam Green Day.

Montag, 13. November 2023

Obsoleszenz - mal wieder

Was Obsoleszenz ist? Sprach man mal viel darüber. zb.: Drucker gehen blitzschnell kaputt und sind nicht zu reparieren. Die Tonerkartuschen darin melden, sie seien leer. Lässt man das Gerät aufschrauben, so kann sich herausstellen, dass sie gar nicht leer sind und bei entsprechender Manipulation und Neueinstellung des dazu gehörigen Chips noch lange Dienst tun können. Zwei Drittel aller Flachbildschirme fallen irgendwann aus, weil Elcos kaputt gehen. Diese Teile sind sehr billig, aber in den Geräten oft auffällig falsch verbaut oder falsch dimensioniert, so dass sie in absehbarer Zeit kaputt gehen müssen....., - müssen? Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt. Beispiel Waschmaschinen: früher hat man sehr viel mit Stahl und Eisen hergestellt. Heute ist das oft aus Kunststoff, was die Haltedauer deutlich absenken kann. Dafür soll die Öko-Taste entschädigen. Ersatzteile sind meist sehr teuer oder von vornherein nicht zu beschaffen. Nach einigem Abwarten: Sie sind billiger klar, halten aber auch nicht lange. Spezialisten rechnen aus, was dies der Firma am Gewinn bringt. Handys? Smartphones? Akkus sind oft fest verklebt, so dass gar keine Alternative zum Neukauf bleibt. Auch werden gerne bizarre Schräubchen und Gewinde eingesetzt, die jede Reparatur von vornherein unterbindet. Erstaunlich auch Glühbirnen. Vom Bauprinzip her könnten sie ewig halten. Doch 1926 trafen sich die Vertreter der Herstellerfirmen und verabredeten, dass eine Glühbirne nicht mehr als 1000 Stunden halten solle, - was bis heute gilt. Wie man wohl so etwas nennt? Ob der Begriff „Kartell“ angemessen ist? Ob durch solche Verabredungen und Beeinflussungen von Haltbarkeit der Umsatz der Firmen angekurbelt werden soll? Das Wachstum? Insbesondere der Gewinn? Wem das wohl nützt? Wer sind „die Konzerne“? Sind das Kapitalzusammenballungen, Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, möglichst viel Gewinn zum Nutzen ihrer Aktionäre zu machen? Oder Arbeitnehmer, die so viele sind, dass sie als „Konzerne“ gelten? Ob Obsoleszenz öffentlich diskutiert wird? Welche Rolle dabei die EU spielt? Nichts Genaues weiß man dort nicht. Es gibt Grenzfälle. Abwiegelungen. Da sind Mutmaßungen, Indizienbeweise und Ähnliches. Die Entscheider mauern gewaltig. Es wird nichts zugegeben und alles bestritten, was Obsoleszenz angeht. x x What is obsolescence? You talked a lot about it. For example: Printers break down in a flash and cannot be repaired. The toner cartridges inside report that they are empty. If the device is screwed on, it may turn out that they are not empty at all and can continue to serve for a long time with appropriate manipulation and resetting of the associated chip. Two thirds of all flat screens fail at some point because Elcos break. These parts are very cheap, but they are often installed incorrectly in the devices or are incorrectly dimensioned, so that they must break in the foreseeable future....., - must? A rogue who thinks evil of it. Take washing machines, for example: in the past, a lot was made of steel and iron. Today it is often made of plastic, which can significantly reduce the holding period. The eco button is intended to compensate for this. Spare parts are usually very expensive or cannot be obtained from the outset. After some waiting: they are cheaper, of course, but they don't last long either. Specialists calculate how much profit this will bring the company. cell phones? smartphone? Batteries are often firmly glued, leaving no alternative to buying new ones. Bizarre screws and threads are also often used, which prevent any repair from the outset. Amazing lightbulbs too. In terms of construction, they could last forever. But in 1926 the representatives of the manufacturing companies met and agreed that a light bulb should not last more than 1000 hours - which is still the case today. What do you call something like that? Is the term "cartel" appropriate? Whether the turnover of the companies should be boosted by such agreements and influencing of shelf life? The growth? In particular, the profit? Who is this good for? Who are "the corporations"? Are these capital agglomerations, organizations that aim to make as much profit as possible for the benefit of their shareholders? Or workers so numerous that they are considered "corporations"? Whether obsolescence is publicly discussed? What role does the EU play in this? You don't know anything specific there. There are borderline cases. reassurances. There is conjecture, circumstantial evidence and the like. The decision-makers are stonewalling. Nothing is admitted and everything denied as far as obsolescence is concerned.

Sonntag, 12. November 2023

Bürgerdisziplinen

Mir geht zunehmend ein Regierungsstil auf die Nerven, der alles verspricht und moderiert, aber in der Realität nichts hält. An manchen Stellen dieser Aussagen gilt die bloße „Staatsgewalt“ dem Bürger gegenüber. Dies scheint mir ein weiterer Hinweis auf eine gewisse Abgehobenheit der politischen Klasse, nicht nur in Deutschland. Ich habe keinen Stab der mir zuarbeitenden und vom Steuerzahler bezahlten Berater und Zuarbeiter hinter mir. Trotzdem fällt mir das Erwähnte zunehmend auf. Anführer empfehlen bei ihren inszenierten „Bürgerstunden“ etwas wie etwa „Wir werden das machen, bewältigen, regeln, wir werden Sorge tragen….usw.“, worauf leider keine Aktion folgt. Gar keine.Mein Misstrauen dem gegenwärtigen Stand der parlamentarischen Demokratie umfasst immer mehr ein Misstrauen solchen Behauptungen und PR-Statements gegenüber, die anschließend in der Realität verleugnet werden. Wie ließ doch eine deutsche Parteianführerin auf die Nachfrage nach dem so offensiv ausgelobten Klimageld neulich verlauten: „Das wird nicht möglich sein…“. Dass man gezwungen ist, solch coll daher gesprochenen Dinge hinzunehmen und die Rolle, die Journalisten dabei spielen, macht mich fassungslos.