Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 21. November 2023

Junker Martin

Heute schieben Manager gerne alle Einwände und Kritik mit dem Hinweis „das ist der globale Wettbewerb“ ab und von sich weg, während ihre untergebenen Mitarbeiter (die solche mäßigen Lenkungsleistungen gegenüber „dem Kunden“ oft zu vertreten und zu verantworten haben...) einem regelmäßig den erst bedauernden und dann wütenden Bescheid stoßen „Wissen Sie, da können wir nichts ändern“. "Wir führen auch nur aus...". Junker Martin Luther war anders. Der Mythos des heutigen globalen Wettbewerbs hieß bei ihm damals „Kirche“, die alles wusste und der alles, wirklich alles überantwortet war, vom Tagesablauf, der Bildung (die natürlich dem Klerus vorbehalten war) bis zu den letzten Dingen. Er aber glaubte nicht an diese Mechanismen und hinterfragte, jawohl, er stellte in Frage, er hatte Mut und begehrte auf....er ging damit heraus aus dem Privaten und wurde darin sogar sehr öffentlich. Er beugte sich nicht der Macht, er leistete sich den Trotz des Individuums, er entlarvte gängige Phrasen, denkfaule Klischees und versuchte, die Masse der Gläubigen zur Substanz der Bibel zurück zu führen....er glaubte nicht an den Popanz sondern an die Heilige Schrift. „Hier steh ich nun und kann nicht anders...“: Stark, - das nötigt mir tiefe Bewunderung ab und kann im Verhältnis 1:1 auf das Heute übertragen werden

Montag, 20. November 2023

Bio-Ökos und das Land

Man hat Angst davor, von den besserverdienenden Leuten in den Städten mit den Lastenfahrrädern dominiert zu werden. Eine Klasse Menschen, die mit ihren Agenten in den Metropolen die auf dem Land lebenden Menschen zu dominieren droht und einer bestimmten Entscheiderklasse in Deutschland als Avantgarde gilt, die sogar ihren Bezugspunkt darstellt. Das sind die Städter. Und dann das Land: Man hat Angst davor, abgehängt zu werden, vor Leerstand und ausgestorbenen Ortszentren, geschlossen Verkaufsgeschäften, mangelnder Verkehrsanbindung oder Arztknappheit gegenüber zu sehen. Es soll sogar eine von einer Landesregierung beauftragte Studie gegeben haben, nach der wegen ökonomischer Aussichtslosigkeit und Überalterung künftig keine Infrastruktur mehr gepflegt werden solle. Ob im Hintergrund solches von gewissen Kräften voran getrieben wird?

Sonntag, 19. November 2023

Empfinden des Seins

Das „Außer-sich-sein“, dieses „Neben-sich-stehen“, das ich auch mal erfahren durfte, scheint mich verändert zu haben. Genauso und durchaus noch offensichtlicher ging's mir mit der Natur, die in Form der Evolution ständig etwas Neues probiert. Nicht nur der Grand Canyon war für mich eine tiefe spirituelle Erfahrung. Demut legte sich mir nahe. Respekt. Staunen. Es hat mich nüchternen Schlock ergriffen. Dies schloss stets die Tiere ein. Nicht nur Säugetiere. Es trat ein Empfinden für andere Zeiträume hinzu. Ihren Bezug zu mir, zu meiner Person, die mir in diesem Zusammenhang doch so unbestimmt zu sein schien, wurde wichtiger. Zeit. Zeitspannen. Was ist das? Bloß deshalb selbstverständlich, weil wir diese Sicht eingeübt haben? Wieso etwa habe ich solch unterschiedliche Musik gemacht, obwohl andere Gemüter ihren „Stil“ längst gefunden zu haben schienen? Ich habe immer versucht, die Realität von verschiedenen Seiten her zu umkreisen, ihr aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu kommen. Dies bedeutete für mich „Polyperspektivität“. „Impressionistische Dialektik“ auch. Dass man Dinge stets aus mindestens zwei Perspektiven betrachten kann. Wenn etwas nicht geht, wenn etwas anderes die bessere Perspektive eröffnet, dann habe ich eher sie versucht.

Freitag, 17. November 2023

Frei bleibend

Es galt einst das Ideal der Selbstverwirklichung, das Musik machen, als subkulturelles Ziel, etwas aus sich heraus zu bringen und heraus zu drücken, was einer freien Rockmusik glich, sich zu entäußern, sich in „Werken“ auszudrücken, „etwas Bleibendes“ zu schaffen, dabei auch über zahlreiche Schrägen zu gehen, dem Absturz nahe, aber risikoreich unpathetisch heroisch wandelnd. Dass dieser überwiegend individuelle Ansatz verschwand, die von ihm symbolisierte gesellschaftliche Mitte in die Defensive geriet und die Entwicklung Jahrzehnte später in vulgär-triviale Marketingkonzepte führte, in allerlei Äußerlichkeiten und Institutionen, die sich an Trends „bedienten“, wurde typisch für allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen. Heutzutage wird nichts mehr inhaltlich mit der Popmusik verknüpft, existieren keine Werte oder Haltungen mehr, die von einer vermeintlichen Subkultur getragen würden. Allgemeinbildung? Ach was! Was soll das sein? Ab ins Internet! Da steht alles. Ich war in Studienzeiten vor allem in Hermann Hesse und seine Literatur hinein gekrochen, hatte ihn geradezu wissenschaftlich erforscht und war durch ihn angeregt in andere romantisch geprägte Lebenskonzepte geraten. Aber der Hesse wies in die falsche Richtung. Solch ein Weltbild verführte Viele, - oder man nahm es nicht so recht ernst, benutzte es als Erbaulichkeit und schöne Besinnung. Romantisch ist diese uns vorgesetzte Welt gewiss nicht, jedenfalls nicht mir gegenüber. Es ist diese heile, behütete Bürgerlichkeit, (in diesem Falle ziemlich weltoffen) aus der der Missionarssohn HHesse kam und die später auch Loriot mit all seinen Sketchen und Filmen geprägt hat. Diese Welt ist untergegangen. Relativ schnell. Was inzwischen alleine zählt, ist Effizienz und Geld („war immer schon so“ sagen gewisse Stimmen, die im Wesentlichen den formalen Glanz der früheren Rockmusik bewundern). Das „Wie“ interessiert nicht mehr. Der „ehrbare Kaufmann“ ist aus der Mode geraten, ein längst pensioniertes Rollenmodell. Gewisse politische Kräfte haben dies und die neue alte treibende Kraft, „der Markt“, sich zum programmatischen Mittelpunkt gemacht. Sie geben ihm eine geradezu religiöse Note, sie setzen durch und dominieren. x x The ideal of self-realization, making music, was once considered a subcultural goal, to bring something out of oneself and to express something that resembled free rock music, to empty oneself, to express oneself in “works,” to create “something lasting.” , also walking over numerous inclines, close to falling, but walking in a risky, unpathetic, heroic manner. The fact that this predominantly individual approach disappeared, that the social center it symbolized went on the defensive and that decades later the development led to vulgar, trivial marketing concepts, to all sorts of appearances and institutions that “used themselves” on trends, became typical of general social developments. Nowadays nothing is linked to pop music in terms of content; there are no longer any values or attitudes that are supported by a supposed subculture. General knowledge? Oh what! What is that supposed to be? Off to the Internet! Everything is there. When I was a student, I was primarily immersed in Hermann Hesse and his literature, researched him almost scientifically and, inspired by him, got into other romantic concepts of life. But the Hessian pointed in the wrong direction. Such a world view seduced many - or people didn't take it very seriously and used it as edification and beautiful reflection. This world presented to us is certainly not romantic, at least not towards me. It is this intact, protected middle class (in this case quite cosmopolitan) from which the missionary's son HHesse came and which later also influenced Loriot with all his sketches and films. This world has ended. Quite fast. What counts now is efficiency and money (“it's always been that way,” say certain voices who essentially admire the formal splendor of earlier rock music). The “how” is no longer important. The “honorable businessman” has fallen out of fashion, a long-retired role model. Certain political forces have made this and the new old driving force, “the market”, their programmatic focus. They give it an almost religious touch, they assert themselves and dominate.

Donnerstag, 16. November 2023

Was ich hier mache...

Was ich hier mache? Ich greife etwas heraus aus der Flut von Informationen, Meinungen, Einschätzungen und Aussagen, die täglich auf uns einstürmen. Von „Experten“, Wichtigtuern, Meinungsstreuern, -bestätigern, Multiplikatoren und vielen anderen. Das große Rauschen halt. Aus irgendeinem Grunde ist sie an mir hängen geblieben, diese Meinung, hat sich in meinem Hirn verhakt. Ich schreibe sie auf, versuche, sie mir bewusst zu machen. Es gehen mir bestimmte Sachen eine Zeit lang durch den Kopf. Also versuche ich mich zu erinnern, versuche möglichst genau zu recherchieren, - und dann aufzuschreiben. Auch in Notizen. Liegen herum, fallen mir auf – oder auch nicht. Nicht immer kann dabei das Copyright-echte und auf jede journalistische Nachfrage korrekt Beantwortbare heraus kommen. Ein zugestandener Mangel, gewiss. Auch ist nicht alles in mir selbst gewachsen. Keineswegs. Ich gebe mir im Hinblick darauf jedoch alle Mühe, allein schon, um mich nicht angreifbar zu machen. In erster Linie versuche ich dabei ohnehin, eigene Gedankenfrüchte aufzunehmen. Reaktionen. Einstellungen. Haltungen. Sichtweisen. Gelegentlich versuche ich aber auch das aufzunehmen und hier zu deuten, was mich „aufgekratzt“ hat, was an mir hängen geblieben ist, was mich freut, was mich ärgert, was mich provoziert. Ich versuche dann daran das zu finden, was alle betrifft, was gesellschaftliche Lebenswelten prägt, was Einfluss auf uns als Gesellschaft hat, wie wir leben (müssen), ob wir wollen oder nicht. Machtstrukturen, schichtspezifisch typische Einstellungen, sozial geprägte Meinungen, ökonomische „Verdichtungen“, „Apèrcus“: alles kann hier Eingang finden. Ich versuche auf diese Weise eine Reise durch Lebenswelten und den mit ihnen verbundenen Perspektiven zu machen. Empathie einüben. Spielerisch eine andere Position einnehmen. Verständnis dafür entwickeln. Ich nehme dabei Informationen auf, versuche über meinen Tellerrand zu schauen und zu staunen. Aber ich versuche auch, mich auf das zu verlassen, was ich empirisch kennen gelernt habe. x x What am I doing here? I pick something out of the flood of information, opinions, assessments and statements that bombard us every day. From “experts”, busybodies, opinion makers and confirmers, multipliers and many others. Stop the big noise. For some reason it stuck with me, this opinion got stuck in my brain. I write them down, try to become aware of them. Certain things go through my head for a while. So I try to remember, try to do as much research as possible, and then write it down. Also in notes. Lying around, I notice - or not. It is not always possible to get the right copyright and one that can be answered correctly on every journalistic request. An admitted deficiency, to be sure. Also, not everything grew within me. no way. However, I do my best in this regard, if only to avoid making myself vulnerable. First and foremost, I try anyway to absorb my own thoughts. reactions. Settings. attitudes. points of view. Occasionally, however, I also try to take in and interpret what has "scratched" me, what has stuck with me, what makes me happy, what annoys me, what provokes me. I then try to find what affects everyone, what shapes social environments, what influences us as a society, how we (have to) live, whether we want to or not. Power structures, class-specific typical attitudes, socially shaped opinions, economic "compression", "apèrcus": everything can find its way here. In this way, I try to make a journey through living environments and the perspectives associated with them. practice empathy. Playfully adopt a different position. develop an understanding of it. I absorb information, try to think outside the box and be amazed. But I also try to rely on what I have learned empirically.

Mittwoch, 15. November 2023

Melancholische Heiterkeit

Es war ja vergangene Woche viel Loriot, auf allen Kanälen. Zu Recht! Er erschien mir zuletzt (auch ohne runden Geburtstag!) immer mehr als Exponent einer mit der alten Bundesrepublik untergegangenen Epoche, des Einzelhandels, der Etikette, des nach außen dokumentierten Status, der zur Schau getragenen Führungsaufgaben mit samt ihren Ritualen, der spießigen Miefigkeit, die damals herrschte. Aber man lebte in einer gewissen Sicherheit, die Loriot nach meinem Geschmack auf liebenswürdig distinguierte Weise antippte, präzise und – was sich später auszahlen sollte – detailverleibt. Seine Sachen (er war ja eine Universalbegabung!) konnten auf diese Weise einsickern in uns: Steinlaus, Grzimek, Bettenkauf und „Sie haben da was im Gesicht“, „Mutter, wir danken dir“, "Ich heiße Erwin Lottemann..." und Opa Hoppenstedt und Vieles andere. Ich las zuletzt von einer Heiterkeit, einer melancholischen Heiterkeit, die ihn mit einer direkten Verbindung zum schwarzen Untergrund des Lebens ausgestattet habe, die die Tragik nicht leugne und auch nicht weglache, sondern in etwas anderes wende. Nun ja, in was, das ließ das Bildungsbürgertum stets offen. Aber genau das scheint mir der Punkt: Im heutigen Zeitalter der social media-Kanäle, der schnell flüchtigen Aufmerksamkeit und der offen demonstrierten Gewalttätigkeit ist so etwas nicht mehr gefragt. Der Rest des übrig gebliebenen Bildungsbürgertums kreist um sich selbst, ergeht sich in eitler Selbstbewunderung, preist seine verlogene Weltgängigkeit oder ist ohnehin längst abgesunken in ein Prekariat, vor dem sich nur die – „Survival of the Fittest“ – „Tüchtigsten“ noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Gut abgefederte Heiterkeit muss man sich heute mehr denn je leisten können.

Dienstag, 14. November 2023

Punky

So laut, grell, anarchisch und schmutzig wie Punk waren die Auftrittsmöglichkeiten. Da gehörte manchmal auch die Straße mit dazu. Dass Punk jedoch schon 1978 vereinnahmt war, bedachten etwa The Clash mit Hass und Häme. Bei uns mischte sich dann die Neue Deutsche Welle mit hinein. Dabei ging es Deutung der Lage, Punk war die Waffe dafür. Nihilismus als Pose. „No Future“: für bestimmte Leute stimmte das. Doch bald schon war alles vermarktet. Das, was als Punk galt, verkaufte sich im Sonderangebot an das Musikfernsehen, in Boutiquen oder war ein teurer Irokesenhaarschnitt beim Coiffeur. Langsam aber sicher setzten sich nun wieder die kleinen Genies a la Damon Albarn oder Liam Gallagher (in England) mit ihrem Britpop durch. Ein Stück von dem, was man zuvor abgelehnt hatte. Insgesamt waren solche Figuren aber kaum oder nur kurz und heftig in der Schar der „Superstars“ sichtbar. Ich selbst fasste Punk als eine Art Arbeitshypothese fürs Leben auf, weiß aber heute nicht mehr, wohin all die ehemaligen Punks sind. Ich treffe und sehe niemanden mehr. Punk ist, wie vieles in der Rockszene, zu einem Artikel der Lifestyleindustrie geworden. Punk als Marke. Es kam Green Day.

Montag, 13. November 2023

Obsoleszenz - mal wieder

Was Obsoleszenz ist? Sprach man mal viel darüber. zb.: Drucker gehen blitzschnell kaputt und sind nicht zu reparieren. Die Tonerkartuschen darin melden, sie seien leer. Lässt man das Gerät aufschrauben, so kann sich herausstellen, dass sie gar nicht leer sind und bei entsprechender Manipulation und Neueinstellung des dazu gehörigen Chips noch lange Dienst tun können. Zwei Drittel aller Flachbildschirme fallen irgendwann aus, weil Elcos kaputt gehen. Diese Teile sind sehr billig, aber in den Geräten oft auffällig falsch verbaut oder falsch dimensioniert, so dass sie in absehbarer Zeit kaputt gehen müssen....., - müssen? Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt. Beispiel Waschmaschinen: früher hat man sehr viel mit Stahl und Eisen hergestellt. Heute ist das oft aus Kunststoff, was die Haltedauer deutlich absenken kann. Dafür soll die Öko-Taste entschädigen. Ersatzteile sind meist sehr teuer oder von vornherein nicht zu beschaffen. Nach einigem Abwarten: Sie sind billiger klar, halten aber auch nicht lange. Spezialisten rechnen aus, was dies der Firma am Gewinn bringt. Handys? Smartphones? Akkus sind oft fest verklebt, so dass gar keine Alternative zum Neukauf bleibt. Auch werden gerne bizarre Schräubchen und Gewinde eingesetzt, die jede Reparatur von vornherein unterbindet. Erstaunlich auch Glühbirnen. Vom Bauprinzip her könnten sie ewig halten. Doch 1926 trafen sich die Vertreter der Herstellerfirmen und verabredeten, dass eine Glühbirne nicht mehr als 1000 Stunden halten solle, - was bis heute gilt. Wie man wohl so etwas nennt? Ob der Begriff „Kartell“ angemessen ist? Ob durch solche Verabredungen und Beeinflussungen von Haltbarkeit der Umsatz der Firmen angekurbelt werden soll? Das Wachstum? Insbesondere der Gewinn? Wem das wohl nützt? Wer sind „die Konzerne“? Sind das Kapitalzusammenballungen, Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, möglichst viel Gewinn zum Nutzen ihrer Aktionäre zu machen? Oder Arbeitnehmer, die so viele sind, dass sie als „Konzerne“ gelten? Ob Obsoleszenz öffentlich diskutiert wird? Welche Rolle dabei die EU spielt? Nichts Genaues weiß man dort nicht. Es gibt Grenzfälle. Abwiegelungen. Da sind Mutmaßungen, Indizienbeweise und Ähnliches. Die Entscheider mauern gewaltig. Es wird nichts zugegeben und alles bestritten, was Obsoleszenz angeht. x x What is obsolescence? You talked a lot about it. For example: Printers break down in a flash and cannot be repaired. The toner cartridges inside report that they are empty. If the device is screwed on, it may turn out that they are not empty at all and can continue to serve for a long time with appropriate manipulation and resetting of the associated chip. Two thirds of all flat screens fail at some point because Elcos break. These parts are very cheap, but they are often installed incorrectly in the devices or are incorrectly dimensioned, so that they must break in the foreseeable future....., - must? A rogue who thinks evil of it. Take washing machines, for example: in the past, a lot was made of steel and iron. Today it is often made of plastic, which can significantly reduce the holding period. The eco button is intended to compensate for this. Spare parts are usually very expensive or cannot be obtained from the outset. After some waiting: they are cheaper, of course, but they don't last long either. Specialists calculate how much profit this will bring the company. cell phones? smartphone? Batteries are often firmly glued, leaving no alternative to buying new ones. Bizarre screws and threads are also often used, which prevent any repair from the outset. Amazing lightbulbs too. In terms of construction, they could last forever. But in 1926 the representatives of the manufacturing companies met and agreed that a light bulb should not last more than 1000 hours - which is still the case today. What do you call something like that? Is the term "cartel" appropriate? Whether the turnover of the companies should be boosted by such agreements and influencing of shelf life? The growth? In particular, the profit? Who is this good for? Who are "the corporations"? Are these capital agglomerations, organizations that aim to make as much profit as possible for the benefit of their shareholders? Or workers so numerous that they are considered "corporations"? Whether obsolescence is publicly discussed? What role does the EU play in this? You don't know anything specific there. There are borderline cases. reassurances. There is conjecture, circumstantial evidence and the like. The decision-makers are stonewalling. Nothing is admitted and everything denied as far as obsolescence is concerned.

Sonntag, 12. November 2023

Bürgerdisziplinen

Mir geht zunehmend ein Regierungsstil auf die Nerven, der alles verspricht und moderiert, aber in der Realität nichts hält. An manchen Stellen dieser Aussagen gilt die bloße „Staatsgewalt“ dem Bürger gegenüber. Dies scheint mir ein weiterer Hinweis auf eine gewisse Abgehobenheit der politischen Klasse, nicht nur in Deutschland. Ich habe keinen Stab der mir zuarbeitenden und vom Steuerzahler bezahlten Berater und Zuarbeiter hinter mir. Trotzdem fällt mir das Erwähnte zunehmend auf. Anführer empfehlen bei ihren inszenierten „Bürgerstunden“ etwas wie etwa „Wir werden das machen, bewältigen, regeln, wir werden Sorge tragen….usw.“, worauf leider keine Aktion folgt. Gar keine.Mein Misstrauen dem gegenwärtigen Stand der parlamentarischen Demokratie umfasst immer mehr ein Misstrauen solchen Behauptungen und PR-Statements gegenüber, die anschließend in der Realität verleugnet werden. Wie ließ doch eine deutsche Parteianführerin auf die Nachfrage nach dem so offensiv ausgelobten Klimageld neulich verlauten: „Das wird nicht möglich sein…“. Dass man gezwungen ist, solch coll daher gesprochenen Dinge hinzunehmen und die Rolle, die Journalisten dabei spielen, macht mich fassungslos.

Samstag, 11. November 2023

Zeit und Medien

Radio und Fernsehen. Meine Eltern kauften (wie wohl viele andere Eltern auch) zur Mondlandung 1969 einen Fernseher (Radio war ohnehin vertreten). Wir hockten jung davor und verfolgten gierig die Erläuterungen von Heinrich Schiemann. Irgendwie aufregend war das schon, aber nicht so, dass wir in einen absoluten Ausnahmezustand gewechselt wären. Jaja, den großen Step für die Menschheit und all das... Heute gibt es Verschwörungstheorien dazu, es darf gezweifelt werden. Aber TV war ab diesem Zeitpunkt da, auch finanzielle Sorgen einstweilen aufgeschoben. Es war mir das alles schlichtweg nicht so wichtig. Doch inzwischen scheint das nie abreißende Blabla für viele Leute wichtig geworden zu sein, extreme Meinungen und elitäres Gebaren inklusive. Man könnte etwas verpassen. Dies scheint auch Leuten wie mir immer wichtiger geworden zu sein, das Baden im News-Strom. Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk macht sich hierzulande in dieser großartigen Volkswirtschaft durch eine nicht abreißende Spur von Meldungen von Einkünften und Geldverschwendungen unmöglich. Vieles in den Medien ist außerdem zum Fremdschämen, wobei ich den Eindruck habe, dass es vor allem mir so damit geht: dass ich es peinlich finde. Besonders bei den Ratespielen und Talkrunden, in denen sich Comedians und Kabarettisten genauso wie Moderatoren blamieren, indem sie ihr wichtigtuerisch geblähtes Ego als so aufregend vital präsentieren, dass jedes kleine Detail die Öffentlichkeit interessieren könne. Doch das alles erzeugt in einem den Eindruck, als sei man inzwischen nicht mehr so richtig auf der Höhe der Zeit, als stünde man weit außerhalb dieses aufschneiderischen Tuns und isoliere sich damit. Doch was hat das mit der Wahrnehmung der Zeit zu tun? Man wird immer mehr von News und Bildern, von Idealen sowie vorgegebenen Mustern bedrängt und die Austauschbarkeit erstens der Dinge und zweitens der Menschen erscheint dabei begleitend immer wichtiger. Fortschritt paart sich mit Wachstum, wird vielerorts als identisch gedeutet. Die Frage nach qualitativem Wachstum erscheint nicht mehr oder ist mit dem Begriff der „Nachhaltigkeit“ beantwortet. „Transformation“ erscheint auch als oft gehörter Begriff, wobei es meiner Meinung nach viel mehr zu durchdringen wäre, wie sich Ökologie und Soziales besser durchdringen können, wie sie verbunden werden könnten. Dazu reichen nicht ein paar oberschlaue Bemerkungen in Presskonferenzen, in denen die Phrasen der Parteilinien wiedergekäut werden. Außerdem: Künstlich erschaffene KI-Welten dominieren zunehmend unsere Wirklichkeit, ohne dass wir etwas davon wissen (Die zuständige Politik scheint noch weniger darüber zu wissen). Für eine reibungslose Einführung von KI wird vor allem ihr Nutzen für die Medizin vorgeführt. Nutzen heißt oft „Beschleunigung“, was auf einen gewissen Umgang mit der Zeit weist. Zeit ist wohl auch eine Sache des Bezugssystems, der Natur, des Kosmos, der Konsumwelt. Und des vergötterten Wachstums? Müssen mögliche Gefahren überwunden werden? x x Radio and television. My parents (like probably many other parents) bought a TV for the moon landing in 1969 (the radio was there anyway). We squatted in front of it young and eagerly followed Heinrich Schiemann's explanations. It was kind of exciting, but not in such a way that we went into an absolute state of emergency. Yes, yes, the big step for mankind and all that... Today there are conspiracy theories about it, it can be doubted. But TV was there from that point on, and financial worries were postponed for the time being. It just wasn't all that important to me. But in the meantime, the never-ending blah-blah seems to have become important for many people, including extreme opinions and elitist behavior. You could miss something. This seems to have become more and more important to people like me, bathing in the stream of news. In this country, public service broadcasting makes itself impossible in this great economy with a never-ending trail of reports of income and wasted money. There is also a lot in the media that makes others feel ashamed, although I have the impression that I feel the same way about it: that I find it embarrassing. Especially in the guessing games and talk shows, in which comedians and cabaret artists as well as moderators embarrass themselves by presenting their self-important inflated ego as so excitingly vital that every little detail can interest the public. But all this creates the impression that one is no longer really up to date, as if one is far away from this swaggering activity and isolates oneself with it. But what does that have to do with the perception of time? One is increasingly harassed by news and images, by ideals and given patterns, and the interchangeability of things, firstly, and people, secondly, appears to be increasingly important. Progress goes hand in hand with growth and is interpreted as identical in many places. The question of qualitative growth no longer appears or is answered with the term "sustainability". "Transformation" also appears to be a term that is often heard, although in my opinion it should be understood much more how ecology and social issues can be better integrated, how they could be connected. A few overly clever remarks in press conferences, in which the phrases of the party lines are regurgitated, are not enough for this. Also: Artificially created AI worlds are increasingly dominating our reality without us knowing anything about it (the responsible politicians seem to know even less about it). To ensure a smooth introduction of AI, its benefits for medicine will be demonstrated. Use often means “acceleration”, which indicates a certain way of dealing with time. Time is probably also a matter of the reference system, of nature, of the cosmos, of the consumer world. And the deified growth? Do possible dangers have to be overcome?

Freitag, 10. November 2023

Wie das damals war mit dem Zeitgeist

Wie das war, damals? Man nahm es wahr, aber nicht so richtig ernst. Dieses alternative Gewaber. Da gab es Vorzeigefiguren, da folgten Modelle. Sie schätzten Basisdemokratie und verabscheuten Hierarchien, ohne sich damit genauer zu befassen, mit den Funktionen, mit dem Für und Wider. Man sah Bürokratie und Technik grundsätzlich skeptisch. Nun, heutzutage drängt sich einem so manches mal der Eindruck auf, dies würde mit der Medien-Muttermilch inhaliert, dies sei gesetzt. Ach, wie viele Technikgläubige gab und gibt es um mich herum! Fernseher einschalten: dort geht es weiter. Manchmal denke ich, alle anderen befassen sich und lassen sich mit Bürokratie befassen. Sie wissen offenbar schnell, um was es geht. Ich nicht. Es galt, die Revolution in einem und mit einem voran zu treiben. Damals bevorzugte man das Spontane, Authentische faselte vom Ganzheitlichen. Es war gesetzt, basta. Genauso sind heutzutage ganz andere Dinge gesetzt. Es gab viele Aussteigerbetriebe, Wohngemeinschaften und Kommunen, in denen die Trennung der Hand- von der Kopfarbeit unbedingt aufzuheben war. Jawohl, es war aufzuheben, programmatisch, absolut, unbedingt. Außerdem, was für ein Graus!, bloß nicht fremdbestimmt oder konventionell leben! Manchmal war das ganz schön rigoros. Die „Gemeinschaft“ war ein hoch eingeschätzter Begriff, - und abends ging man in die Szenekneipe oder las etwas über antiautoritäre Erziehung. Unverfälscht sollte man sein, kreativ und bereit, experimentell zu leben, gefordert war die Treue zur eigenen, „inneren Natur“ und zum autonomen Selbst. Verboten war auch das Eingebunden sein in Apparaten und Routinen. Man selbst ließ es alles an sich vorbei, man ließ es gewähren und nahm es wahr, - mehr nicht. Man spürte den Zeitgeist, aber es gab noch diese Unverbindlichkeit im Leben. Man sah das locker und konnte sich das auch noch leisten. Man wollte etwas, man wollte alles. Nichts weniger als Freiheit und Gleichheit, Liebe und Sex: sofort, ohne jede Einschränkung. x x What was it like back then? It was noticed, but not really seriously. This alternate web. There were flagship figures, and models followed. They valued grass-roots democracy and detested hierarchies, without considering them in detail, with the functions, with the pros and cons. People were fundamentally skeptical about bureaucracy and technology. Well, nowadays one sometimes gets the impression that this is being inhaled with the media's mother's milk, that this is a given. Ah, how many believers in technology were and are around me! Turn on the TV: it continues there. Sometimes I think everyone else is dealing and being dealt with bureaucracy. You obviously know what's going on. Not me. It was necessary to advance the revolution in one and with one. Back then, people preferred the spontaneous, the authentic babbled about the holistic. It was set, basta. In the same way, completely different things are set today. There were many drop-out companies, flat-sharing communities and municipalities in which the separation of manual and brain work had to be abolished at all costs. Yes, it had to be abolished, programmatically, absolutely, absolutely. Also, what a horror! Don't live in a foreign or conventional way! Sometimes it was pretty rigorous. The "community" was a highly valued concept - and in the evenings one went to the trendy pub or read something about anti-authoritarian education. One should be genuine, creative and ready to live experimentally; loyalty to one's own "inner nature" and to the autonomous self was required. Being involved in machines and routines was also forbidden. You let it all pass you by, you let it happen and took it in - nothing more. You could feel the zeitgeist, but there was still this non-binding nature of life. It was easy to see and you could even afford it. You wanted something, you wanted everything. Nothing less than freedom and equality, love and sex: immediately, without any restrictions.

Donnerstag, 9. November 2023

Werbung und Entgrenzung

Henri Nannen, der längst verstorbene hochberühmte Journalist und Redaktionsleiter, sagte einst, zu besseren Zeiten der Printzeitungen: „Aufgabe der Redaktionen ist es, den von den Anzeigenredaktionen frei gelassenen Raum zu einem von der Herstellung bestimmten Termin in einer für den Vertrieb geeigneten Weise zu füllen“. Und was verschafft den Raum für die Journaille? Anzeigen? Werbung? Anpreisungen? Der Journalismus scheint, wie er für sich selbst behauptet, etwas mit Inhalten zu tun zu haben. Die Werbung freilich hat inhaltlich allzuoft nichts mit den Produkten zu tun, für die sie Reklame macht, - schon gar nichts mit inhaltlicher Information. Die Bundesrechtsanwaltsverordnung bemerkt dazu, dass Werbung eine „allgemeine Anpreisung ohne sachlichen Inhalt“ sei. Die Versprechen, die sie macht, sind die Mittel eines permanenten Misstrauens, das desillusionierender ist, als es je eine zuvor war. Sie hält von den Dingen, die sie bewirbt, - nichts. Productplacement ist allzu oft ein Eingeständnis, dass niemand die von ihr beworbenen Produkte eigentlich braucht. Sie befördert die grenzenlose Produktion, - oft mit eingebauter Obsoleszenz - der kein Konsum mehr gewachsen ist. Das Endziel ist dann sowohl Leichenhalle also auch Müllhalde des Überflüssigen. Exzess ist das Ziel. Technologische Innovationen, wie etwa die digitale Revolution, forcieren auf der Produzentenseite eine überproduktive Arbeit, gekoppelt mit einer Abnahme der Arbeitsmöglichkeiten, der keine Expansion des Konsums mehr gewachsen ist. Wachstumsgrenzen werden zwar erreicht, doch in erster Linie stößt nicht die Produktion darauf, sondern der Konsum. Die Werbung zaubert für jedes Bedürfnis eine Nachfrage aus dem Hut. Aber um welchen Preis? Was fehlt, ist, dass etwas fehlt. Ein Trick der Werbung, der mir zuletzt oft aufgefallen ist, geht so: Es werden Spots produziert, die scheinbar aus dem Alltag zu kommen scheinen, mit allen Unvollkommenheiten, Versprechern, unbeholfenen Gesten usw. Diese Figuren empfehlen dann ein bestimmtes Produkt, eine bestimmte Marke in diesem unbedarften Alltagsdeutsch, das sich selbst beglaubigt und weit vom Werbedeutsch entfernt zu sein scheint, das ja immer mehr meint, als es sagt. Auch die sogenannten „Offenen Briefe“ gehören in diese Kategorie: reiner Inhalt, zum Nutzen und Frommen einer ganz bestimmten Meinung, hinter der manchmal auch Interessen und spendenfreudige Konzerne stehen. Henri Nannen, the long-dead famous german journalist and editor-in-chief, once said, in the better days of print newspapers: "It is the task of the editors to fill the space left by the advertising editors in a manner suitable for distribution by a date determined by production “. And what creates the space for the journals? Show? Advertising? endorsements? Journalism, as it claims for itself, seems to have something to do with content. Admittedly, the content of advertising all too often has nothing to do with the products for which it is being advertised - and certainly nothing to do with the content of the information. The Federal Lawyers Ordinance notes that advertising is a "general promotion without factual content". The promises she makes are the means of a permanent distrust that is more disillusioning than ever. She thinks nothing of the things she promotes. Product placement is all too often an admission that no one actually needs the products it promotes. It promotes limitless production - often with built-in obsolescence - for which consumption is no longer able to cope. The end goal is then both mortuary and dumping ground for the superfluous. The goal is excess. Technological innovations, such as the digital revolution, force over-productive work on the producer side, coupled with a decrease in job opportunities that no expansion of consumption can cope with. Although growth limits are reached, it is not primarily production that is hitting them, but consumption. Advertising conjures a demand out of a hat for every need. But at what price? What is missing is that something is missing. One advertising trick that I've often noticed lately works like this: Spots are produced that appear to come from everyday life, with all the imperfections, slips of the tongue, awkward gestures, etc. These characters then recommend a specific product, a specific brand in this inexperienced, everyday German that is self-authenticating and seems far removed from advertising German, which always means more than it says. The so-called "open letters" also belong in this category: pure content, for the benefit and from a very specific opinion, behind which sometimes there are also interests and donation-friendly corporations.

Mittwoch, 8. November 2023

Total elektro

Es kommen einem sehr klobig große Karossen entgegen, die die Elektromobile sein sollen, die Öko-Gutmenschen fahren. Dabei hatten wir doch gelernt, dass Öko-Fahrzeuge möglichst wenig ausladend und sparsam in jeder Hinsicht sein sollten. Nachhaltig halt. Und nun diese gewaltigen Kisten? Wer es sich leisten kann, nimmt auch noch die Karossen eines amerikanischen Milliardärs als Statussymbol her und glaubt, somit etwas für die Umwelt zu tun. Kleinere Autos? Erschwinglich?Fehlanzeige. Somit scheinen mir diese neuen Autos sehr aktiv zur sozialen Spaltung beizutragen. Doch solche, alle Bürger betreffenden Kosten, sind ausgelagert. Die Allgemeinheit hat sie zu tragen, - so das bisherige Credo dieser „Marktwirtschaft“. x x You come across very clunky bodies that are supposed to be the electric vehicles that eco-do-gooders drive. We had learned that eco-vehicles should be as minimally bulky as possible and economical in every respect. Sustainable. And now these huge boxes? Those who can afford it also use the cars of an American billionaire as a status symbol and believe that they are doing something for the environment. Smaller cars? Affordable? None. So these new cars seem to me to be contributing very actively to social division. But such costs, which affect all citizens, are outsourced. The general public has to bear it - that is the current credo of this “market economy”.

Dienstag, 7. November 2023

Football

Wir sehen uns zahlreichen NFL-Übertragungen gegenüber. Ob sie in den „Markt“ hinein gedrückt werden sollen? Ob auf diese Weise nach und nach eine stark von den USA geprägte Art „Globalkultur“ entstehen soll? Nach gehabtem Muster sollen kulturelle Eigenheiten unreflektiert auf Deutschland/Europa übertragen werden. Mit dem simplen Kopieren ist Deutschland ja besonders erfolgreich bemüht, schließlich hat es die Demokratie von den USA gelernt und die hierzulande so beliebten SUVs wurden auch zuerst in den USA gebaut und verkauft. Nur, dass das in den USA in einem anderen Kontext stand: Die Farmen im US-Westen können schon mal 50 Meilen von jeglichem Supermarkt entfernt sein. Da braucht man für den Großeinkauf ein großes Auto. Größe ist ja in den USA ohnehin in jeglicher Dimension beliebt. Ob das in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland auch so sein muss, steht in Frage. X x We are facing numerous NFL broadcasts. Whether they should be pushed into the “market”? Is this a way to gradually create a kind of “global culture” that is strongly influenced by the USA? According to the usual pattern, cultural peculiarities should be transferred from the USA to Germany/Europe without reflection. Germany has been particularly successful at simply copying, after all it has “learned” democracy from the USA and the SUVs that are so popular here were first built and sold in the USA. Except that in the USA it was in a different context: the farms in the US West can be 50 miles away from any supermarket. You need a big car for bulk shopping. Size is popular in all dimensions in the USA anyway. It is questionable whether this has to be the case in a densely populated country like Germany.

Montag, 6. November 2023

Reise durch Wirklichkeiten

Es drängt sich mir wieder einmal auf, die Überschrift meines Blogs „Reise durch Wirklichkeiten“ und andere Einlassungen möglichst korrekt zu klaren. Ich gehe also davon aus, dass sich diese Gesellschaft immer mehr ausdifferenziert in Fraktionen, Subgesellschaften, Wahrnehmungsblasen usw., die die Tendenz haben, nur innerhalb ihrer sozialen Gruppe zu kommunizieren oder gewisse Verhaltens- oder Wertemuster immer wieder zu reproduzieren. Beispiel: „Führungskräfte“ der Wirtschaft wollen dies auch in der nächsten Generation bleiben und schicken demgemäß ihre Sprösslinge auf teure Internate, wo sie zu „Führungskräften“ erzogen werden, was entsprechendes Verhalten und Selbstwahrnehmung bedeutet: Im zeitgenössischen Sprachgebrauch wird dies gerne als „Wahrnehmungsblase“ oder „Bubble“ bezeichnet. Diese „Fraktionen“ haben weiterhin die Tendenz, auch über gewisse soziale Muster miteinander zu kommunizieren, sich darüber einig zu zeigen, was „korrekt“ oder „okay“ ist. D.h. beispielsweise: Steuerberater unterhalten sich untereinander vor allem über das, was sie und ihre Kundschaft betrifft. Es entsteht sogar ein gewisser Jargon, der unter anderem zu sozialen Abgrenzungen führt. Lehrer verhalten sich genauso, Verwaltungsmenschen, Ingenieure, Handwerker, Servicedienstleister usw. Sie bilden untereinander auch Wahrnehmungsgemeinschaften, aus deren Blickfeld gewisse Dinge auch heraus fallen oder nur alibimäßig unscharf wahrgenommen werden. Ich würde diesen immer weiter zunehmenden Vorgang der Ausdifferenzierung von „Lebenswelten“ erstmal als „vertikale Gliederung“ bezeichnen. Andererseits eröffnen sich auch durch Medien, Tourismus und zunehmende Informationsmöglichkeiten befördert immer mehr Gelegenheiten, sich darüber klar zu werden, dass wir alle auf einem einzigen Planeten leben und uns dadurch bewusst werden könnten, dass“wir alle in einem Boot“ sitzen. Wir erfahren etwas über andere Kulturen, über andere Möglichkeiten, sich geographisch und durch die Historie gegebenen Bedingungen anzupassen: Andere Völker, andere „Sitten“ (Werthaltungen, Verhaltensmuster). „Horizonterweiterung“. Es haben sich wohl in unterschiedlichen Kulturkreisen (das Gegenteil von „Globalisierung“) unterschiedliche Arten des Menschseins heraus gebildet. Dies würde ich als „horizontale“ Gliederung bezeichnen. Ein Interesse an anderen Möglichkeiten, aber auch eine Neugier auf Begrenztheiten solcher auch ökonomisch begründeter Verhältnisse zu entwickeln, das könnte man auf der Ebene der Bewusstwerdung auch als „Empathie“ bezeichnen. Ein bisschen mehr Bewusstwerdung der Verhältnisse, die mich umgeben, mag die Folge sein: „Horizonte“ erweitern. Insofern über den eigenen Tellerrand versuchen zu blicken, wäre mein ureigenstes Interesse. Leider passiert das in unserer Gesellschaft in Bezug auf „vertikale Gliederung“ viel zu wenig und immer weniger. Beispiel: Selbst Kreise, die einigermaßen Bescheid darüber wissen müssten, haben keine Ahnung davon, wie es ist, von Grundsicherung leben zu müssen. Kognitiv schieben diese Leute meist die Phrase „wir leben in einem Sozialstaat“ vor und glauben somit, alles sei in diesem Sinne „geregelt“. Wer sich aber konkret für die realen Verhältnisse interessiert, erfährt anderes. X x It once again occurs to me to clarify the title of my blog “Journey through Realities” and other statements as correctly as possible. So I assume that this society is becoming more and more differentiated into factions, sub-societies, etc., which have the tendency to only communicate within their social group or to reproduce certain patterns of behavior or values. In contemporary usage this is often referred to as a “perception bubble” or “bubble”. These “factions” continue to have a tendency to communicate with each other about certain social patterns and to agree on what is “correct”. This means, for example: tax advisors talk to each other primarily about what concerns them and their clients. A certain jargon even arises, which, among other things, leads to social boundaries. Teachers behave the same way, administrators, engineers, craftsmen, etc. They also form perception communities from whose field of vision certain things fall out or are perceived as an alibi. I would describe this ever-increasing process of differentiation of “lifeworlds” as “vertical division”. On the other hand, media, tourism and increasing information possibilities are opening up more and more opportunities to realize that we all live on a single planet and thereby become aware that “we are all in the same boat”. We learn something about other cultures, about other ways of adapting to geographical and historical conditions: other peoples, other “customs” (values, behavior patterns). Different ways of being human have probably developed in different cultural circles (the opposite of “globalization”). I would call this a “horizontal” structure. Developing an interest in other possibilities, but also a curiosity about the limitations of such economically based circumstances, could also be described as “empathy” at the level of awareness. The result may be a little more awareness of the conditions that surround me: broadening my horizons. In this respect, trying to think outside the box would be in my best interest. Unfortunately, this happens far too little and less and less in our society when it comes to “vertical structuring”. Example: Even circles that should know something about it have no idea what it's like to have to live on basic income. Cognitively, these people usually use the phrase “we live in a welfare state” and therefore believe that everything is “regulated” in this sense. But anyone who is specifically interested in the real situation here will find out something different.

Sonntag, 5. November 2023

Spinner (MP3)

Samstag, 4. November 2023

Five Leaves left, Herbst mit Nick Drake

Ich gehe hinaus in den Herbst und habe dabei Nick Drakes Album „Five Leaves left“ im Sinn. Auf Nick Drakes Grabstein steht „Now we rise. And we are everywhere“. 1948 wurde er geboren. Habe ich erst kürzlich erfahren. Ja, klar, er war wohl „psychisch krank“. So würde man heute sagen. Doch was heißt das? Vincent van Gogh war auch krank. Was ist krank? Setzt das eine Abweichung von den Normen voraus? In eine niederschmetternde Sonderexistenz hinein geglitten? Sowas geht auch ohne Drogen…. Nick Drake schlitterte in den zwanziger Jahren seiner Existenz schon in den frühen siebziger Jahren in eine Depression, aus der er nicht mehr heraus kam. Es gibt wohl so etwas wie Biografien, aber mir scheinen sie nicht besonders aufschlussreich. Mir kommt es darauf an, was seine Musik für mich bedeutete und bedeutet. Nick Drake war und ist für mich ein absoluter Bezugspunkt, - Leute würden sagen „eine Referenz“… Traurigkeit, Melancholie: nirgendwo wirkt er übertrieben oder kitschig, aufdringlich, inszeniert etwas oder lässt „ein Produkt“ entstehen. Seine Songs (vor allem auf „Five Leaves Left“) sind Kleinode. Alles wirkt „entbeint“, auf den Punkt gebracht. Die String-Arrangements sind vielschichtig und drängen sich doch nie in den Vordergrund. Akustikgitarren dominieren. Richard Thompson, der als ehemaliger Fairport Conventionmusiker damals noch in England wohnte, stand ihm als Gitarrist zur Seite. Dave Pegg und Dave Mattacks später auch. Toll, Richard Thompson ist sowieso einer der Besten! Nick Drakes zarte, aber gleichzeitig scharf konturierende Stimme! Sie ist ins sich selbst entrückt, es werden Gefühle zurück geschluckt. Trotzdem entsteht eine Richtung, die in die zarte Verletztheit seiner Seele führt. Alles ist auf einen knappen Punkt gebracht. Ich liebe diese CDs mit seiner Musik! X x I'm heading out into the fall with Nick Drake's album Five Leaves Left on my mind. Nick Drake’s tombstone reads “Now we rise. And we are everywhere.” He was born in 1948. I only found out recently. Yes, of course, he was probably “mentally ill”. That's what you would say today. But what does that mean? Vincent van Gogh was also sick. What is sick? Does this require a deviation from the norms? Have you slipped into a devastating, special existence? This can also be done without drugs... In the 1920s, Nick Drake slipped into a depression in the early 1970s that he couldn't get out of. There are such things as biographies, but they don't seem particularly informative to me. What matters to me is what his music meant and means to me. Nick Drake was and is an absolute reference point for me - people would say "a reference"... sadness, melancholy: nowhere does he seem exaggerated or kitschy, intrusive, stage something or create "a product". His songs (especially on “Five Leaves Left”) are gems. Everything seems “boneless”, to the point. The string arrangements are complex and yet never push themselves into the foreground. Acoustic guitars dominate. Richard Thompson, a former Fairport Convention musician still living in England at the time, supported him as guitarist. Dave Pegg and Dave Mattacks later too. Great, Richard Thompson is one of the best anyway! Nick Drake's delicate yet sharply contoured voice! She is withdrawn into herself, feelings are swallowed back. Nevertheless, a direction emerges that leads to the tender vulnerability of his soul. Everything is brought to a succinct point. I love these CDs with his music!

Donnerstag, 2. November 2023

Kunst?

Was ist Kunst heute? Ein Schutzraum, in dem „hoch subventioniert“, alles passieren darf? Ein Bereich der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, ein „Markt“, in dem enorm viel verdient und investiert wird? Füllmaterial für Museen, die sich nie erklären müssen oder höchstens mal über Bedienstete das verlauten lassen, was KuratorInnen oder KunsthistorikerInnen für wichtig halten. Meist ist so etwas bloß beschreibend und akademisch verbrämt. Dient dazu, dass scheinbar Wissende ihre angelernten „Weisheiten“ formelhaft untereinander austauschen können. Haha. Da werden „Schätze“ und hochkarätige „Meisterwerke“ präsentiert, da wird von „herausragender Qualität“ geschwafelt, von „Renommee“ und „Prominenz“, von „Bedeutung“ und „Qualität“ – Widerspruch oder gar Streit ist nicht erlaubt: kaum aber entwickelt sich mal ein Gespräch mit denen, an die sich diese Art Kunst angeblich wendet. Dafür gibt es dann, - wenn überhaupt! - eigene Veranstaltungen, - oder besser: „Veranstaltungsreihen“. Kaum einmal wird etwas erklärt. Kann man Kunst erklären? Wenn nicht, ist sie dann ein beliebiges Wort? Ein Placebo? Führungen, was erklären sie, was bringen sie einem näher? Stellen sie eigene Betroffenheit her? Eine Beziehung? Erwecken sie das Bedürfnis, sich genauer informieren zu wollen?

Mittwoch, 1. November 2023

Wer und warum und Wie - überhaupt

Natürlich wissen wir, dass Lobbyisten in „unserer“ Demokratie wichtig sind/sein können. Sie bringen im Idealfall Sachverstand in den Entscheidungsprozess, beraten kompetent, schätzen ab und sorgen für die Rückkopplung mit der gesellschaftlichen Realität. Doch wieso hat man immer mehr den Eindruck, dass diese Leute im Interesse großer Interessenverbände oder Firmen dazu da sind, etwas in ihrem Sinne zu schieben, zu beeinflussen und am Ende in den entsprechenden Positionen gleich die Gesetze selbst zu schreiben? Welche geheimen Verflechtungen gibt es da? Wird da etwa nicht offen genug agiert? Wer handelt und entscheidet eigentlich in wessen Interesse? Welche Summen Geldes bringt er dafür in wessen Interesse ein? Wie werden die Interessen solcher Menschen wahrgenommen, die sich solche Lobbyisten nicht leisten können? Mittlerweile gibt es ganze Agenturen, die darauf spezialisiert sind, Politiker unter Druck zu setzen, oder – zahmer formuliert – zu „beraten“. Ob da etwas mehr Transparenz helfen würde? Etwa darzulegen, wer in wessen Interesse agiert und dabei Ziele verfolgt, welches Budget ihm dafür zur Verfügung steht. Ein Verzeichnis dazu. Ein Lobbyistenverzeichnis. X X Of course we know that lobbyists are/can be important in “our” democracy. Ideally, they bring expertise to the decision-making process, provide competent advice, assess and provide feedback on social reality. But why is one getting the impression that these people are there in the interests of large interest groups or companies, to push something in their favor, to influence them and, in the end, to write the laws themselves in the appropriate positions? What secret connections are there? Isn't it being acted on openly enough? Who actually acts and decides in whose interest? What sums of money does he bring in for whose interests? How are the interests of those people perceived who cannot afford such lobbyists? There are now entire agencies that specialize in putting pressure on politicians, or – to put it more tamely – in “advising” them. Would a little more transparency help? For example, to explain who is acting in whose interest and is pursuing goals, what budget is available to them for this. A directory for it. A lobbyist directory.

Montag, 30. Oktober 2023

In West-Texas

Es mag schon etliche Jahre her sein, als ich durch West-Texas kam. Die karge, aber abenteuerliche Atmosphäre dieses Landstrichs nahe Mexico gefiel mir, auch wenn ein breites Sortiment an giftigen Schlangen dieses Vergnügen mindern sollte. Da waren Freaks in der Einöde, die ihre schrullige Seltsamkeit niemals zur Schau stellten, auch weil sie arm waren und um ihre Existenz kämpfen mussten. Selten habe ich es erlebt, dass eine Musik so gut zu einer Gegend gepasst hat. Lyle Lovett, ein äußerlich hässlicher Mann, dem breiten Volk vor ein paar Jahren durch seine Ehe mit Julia Roberts bekannt geworden, hat mit dem Doppelalbum „Step inside this House“ eine an persönliche Bekanntschaften geknüpfte Hommage an jene in West-Texas wohnende Clique der Sänger/Songschreiber aufgenommen, deren Namen man zu einer genau definierten Zeit überall kannte: Townes van Zandt, der Melancholiker und Songpoet, Stephen Fromholz, Guy Clark, Robert Earl Keen und andere… Unspektakulär erzählend in Genrebildern nüchtern schwelgend (geht das? Ja, bei LL...) hier auch die Musik von Lyle Lovett. "Texas Trilogy", "Texas River Song" "Sleepwalking". Er kommt hier wohltuend schmucklos daher, wie wenn er das Übertriebene, dieses "Sich Anbiedern" nicht nötig hätte, - und doch scheint er ganz genau zu phrasieren, die Details des Ausdrucks abtastend, wie wenn er die Essenz des jeweiligen Songs in sich eingesogen hätte. Das alles ist bei ihm dramatisch untertrieben, das Understatement und die Lakonie feiernd, er lässt die Romantik des Einfachen hochleben, er lässt ein bisschen Ironie mitlaufen, ein bisschen Sarkasmus auch, er knurrt da kein bisschen gefallsüchtig oder in irgendeinem Sinne übertrieben, stellt den jeweiligen Song in den Vordergrund, ist gleichzeitig bodenständig und um Kunst bemüht, er lässt einzelne Vokale aufblitzen und schluckt sie zurück. Stark, dass er sich damit, wie auf Tonträger dokumentiert, auch in großen, bis zu 24köpfigen Big Bands durchsetzen konnte, ja, dass er ganz offensichtlich in seinen Songs die präzisen musikalischen Schattierungen genauso wie jene in seinem Gesang liebte und in Bezug zueinander brachte.

Sonntag, 29. Oktober 2023

Einblicke in Realitäten

Mich stören diese Werbeeinblendungen im TV, selbst bei und nach den ernstesten furchtbaren Kriegsthemen. Kommt mir irgendwie unangemessen vor und spricht eindeutig für eine besser definierte öffentlich-rechtliche Verfasstheit im TV(ohne Werbung). Da ist es noch das Mindeste für mich, solche immer wieder eingeschossene Heile Welt-Konsum-Clips als schockierend zu empfinden, als seltsamer Kontrast zwischen unserer Wohlfühlwelt und einer harten „roughen“ Realität, in der es um Basislebensmittel und das Überleben geht. X x These advertisements on TV bother me, even during and after the most serious, terrible war topics. Seems somehow inappropriate to me and clearly speaks for a better defined public service on TV (without advertising). It's the least I can do to find such clips of perfect world consumption as shocking, as a strange contrast between our feel-good world and a harsh, "rough" reality that focuses on basic food and survival.

Valerie (60)

Besteht vielleicht sogar ein Zwang, etwas zu spielen, eine Rolle darzustellen? Man hatte normalerweise darauf immer dieselben Antworten parat, das wusste er wohl….. Diese Antworten waren wohl natürlich und berechtigt, waren Schutzmechanismus derer, die Angst davor hatten, sich selbst preis zu geben und die es verdrängten, dem Wesensgrund unserer Existenz auf den Grund zu gehen. Für sich selbst sah er da keine plausiblen Wege. Da bot die Wissenschaft mit ihren abstrakten Modellen schon eher eine Möglichkeit, einen Annäherungswert an sich selbst. Am meisten aber, so schien es ihm, konnte man lernen, indem man jeden Tag versuchte, die Dinge zu erfahren. Vielleicht konnte man sogar versuchen, sie immer wieder neu zu erfahren. Der Tee schmeckte leicht bitter und er nahm erstmal einen einzigen Schluck, er wollte ja vorsichtg sein. Valerie setzte sich gegenüber und fixierte ihn mit den Augen, was ihn nervös machte. Glaubst du, dass du dich verändert hast, seitdem du fest eingestiegen bist in diese Karriere?“ Sie schien sich kurz zu besinnen.

Samstag, 28. Oktober 2023

Belly Flop (MP3)

Freitag, 27. Oktober 2023

Etwas fehlt mir (Text von 2014)

ETWAS FEHLT MIR Etwas fehlt mir. Was fehlt mir?. Du fehlst mir. Einkaufen gehen. Tagesromane schrauben an deinen Daumen. Es fehlt mir die Wolke, auf der ich fliegen kann: hinaus in Sequenzen. Lichtpartikel. Köpfe entleeren ihre Inhalte: kabelgesteuert, ferngesteuert. Gewalt schleicht um abgetakelte Wundertüten. Was ist ein Du?. Ein Anderes: Körper, Wasser (zu mindestens 75%), Sprechblasen. Ist das anziehend? Auf wen? Auf den, der als Ich diesem Ich entgegenhechelt, davonläuft?. (Spiegel-)bilder sind seltener geworden, seit du nicht mehr ausgehst. Es gibt keine Häuser mehr, in denen sie wohnen könnten, sondern nur noch Gebilde aus Material, ohne Namen, nicht benennbar, sich dir permanent entziehend. Die Menschen verdingen sich, so gut es ihnen erlaubt ist. Wer erlaubt?. Kontrollgehirne, deren Windungen kontrolliert werden, Algoritmen, die mal programmiert wurden? Von wem? Es fehlt Einsicht. Du fehlst mir?. Wer bist du?. Ein Was?. Als ich gestern am Schreibtisch saß, wusste ich genau 5 Sekunden lang, wie es sein könnte. Und dann wieder dumpfer, platter Druck: Kadaver. Du müsstest das immer bei dir haben, diesen glitzernden Tau ungeträumter Träume. Und: eines Tages müsste man einen länger anhaltenden Zustand daraus machen können, bevor wir und die Erde zerstört sind. Aber ich weiß: das ist (wird) millionenfach geträumt. Es fehlt mir: psychoanalytische Taschenspielertricks lösen Rätsel, die so nicht gestellt sind. Geduldig zum Schlachthof traben, das Prinzip Hoffnung immer im Kopf und Magen, mit Freud im Gehirn und Sonne im Herzen. Vereinzelung ist angesagt: sozialer Countdown des Subjekts: 4 - 3 - 2 - 1 ...und was dann?. Altklug/Neuklug. Was spuckt das Analysehirn (dazu) aus?: Output - Input, Hardware - Software, Transformation. Trance. Mode: mitlaufen, mitkommen, flexibel sein, dynamisch...Inflation in allen Bereichen führt zu Depression. Aber selbst um dieses festzustellen braucht es Sachverständige. Kompetente. Man schläft nicht mehr ein. Brechen. Übelkeit. Sehr langsames Siechtum. Man merkt fast nichts, schläft aus Gewohnheit (nicht mehr), oder weil man muss. Etwas fehlt mir?. Aber was?. Typisch: für wen, für was?. Ratlosigkeit allerorten. Prosperierende Spitzen/Eliten. Ansonsten Sprachlosigkeit und Computerspiele, Sachzwänge und Schlagworte. Jawohl, die Ironie holt jeden ein, in dieser Gegenwart. Alles schon mal gebraucht: abgegriffen, Klischee, selbst das Persönlichste. Selbst dein Naseputzen ist typisch für deine soziale Schicht, operationalisierbar, messbar. Aus deinem Rotz liest jemand deine Lebenserwartung. Zahlen und zahlen. Zeit ist Geld. Zeit für mich meßbar machen statt dem abgehetzten Blick auf die Uhr: wie geht das?. Alternativen? Meßkategorie: wieviel Aufkleber auf welchem Auto?. Häufigkeit bestimmter Schlagworte pro Satz, korreliert mit Alter der Testperson. Auswechselbare Meßgrößen. Rollenspiele. Was bewegt sich eigentlich?. Was ändert sich?. Alles oder nichts. Ich oder die Anderen?. Die graue Masse. Die graue Masse in deinem Kopf: Black Box?. Frustration, das abgegriffene Wort, ein Begriff, so glatt, konturenlos, neutral, so leer, daß man sagen könnte: jeder lebt mit Frustrationen. Uneingelste Süchte. Damit sind die Denkzwänge und die sich daran anschließenden Gehirnwindungsgänge programmiert. Ein Phänomen. Ein Symptom. Ein soziales Symptom. Wichtige Köpfe haben sich damit befaßt, natürlich besser Bescheid wissend als du. Geschult. Verschult. Schaffen Modelle, die jedermann mit der Realität verwechseln soll. Modemodelle. Man erklärt dir alles, weiß Antworten. Man begreift die Natur und man vergreift sich an der Natur. Die Unterschiede werden verschwiegen von den Wenigen, die darum wissen, aus Gründen, die von Ihnen plausibel gemacht werden mit Wortschwällen, Fluten von Strategien, Strategien der Überzeugung, Taktik, Raffinement, Täuschung, ehrlichem Betrug, bewußter Lüge, Verwirrung... Es scheint nur alles so, selten ist etwas so. Nur irgendetwas sagt mir: Dir fehlt etwas!. Es ist eine Spannung, ein Uneingelöstsein.... Draußenstehen/dabeisein, integriert/desintegriert. Sehnsucht nach dem Sein, nach Möglichkeiten, immer geahnt, nie gelebt. Vielfach gebrochen, beschðdigt, wiederaufgebaut, schillernd, glitzernd........ es geht vor dir her, das du nicht einholen kannst. Du weißt aber: es geht!. Wenn..., ja wenn...ist das die Distanz zwischen dem, was mir fehlt und mir?. Und die peinliche oft gestellte Frage: warum?. Natürlich, das geht zu weit, laß dir 'nen Kaugummi aus dem Automaten und du hast mehr davon. Das ist Mehrwert. Der Verdrängungsmehrwert. Vielleicht geht es dir schlecht. Das ist vollkommen uninteressant. Hauptsache, du funkionierst. Hauptsache, du machst etwas daraus. Etwas produzieren, etwas "arbeiten"......., und dann wieder wegwerfen. Einen Beitrag leisten. Zu was, das ist egal. Zur Müllhalde. Zur Kloake, die uns stinkt. Etwas fehlt mir. Was fehlt mir?. (2014) x x I MISS SOMETHING I'm missing something. What am I missing?. I miss you. Go shopping. Daily novels screw on your thumb. I lack the cloud on which I can fly: out in sequences. light particles. Heads empty their contents: cable-controlled, remote-controlled. Violence creeps around worn-out grab bags. What is a you?. Another: body, water (at least 75%), speech bubbles. Is that attractive? On whom? On the one who, as I, pants towards this I, runs away?. (Mirror) images have become rarer since you are gone go out There are no more houses to live in but only structures made of material, without names, not nameable, permanently withdrawing from you. People hire themselves out as best they can. Who Allowed?. control brains whose convolutions are controlled, Algorithms that were once programmed? By whom? There is a lack of insight. I miss you?. Who are you?. A what?. Sitting at my desk yesterday, I knew exactly 5 seconds long as it could be. And then again dull, flat pressure: Cadaver. You should always have this with you, this glittery one dew of undreamed dreams. And: one day you would have to have a longer one lasting state can make of it before we and the earth are destroyed. But I know: that is (is) dreamed of a million times. I miss: solving psychoanalytic sleight of hand Riddles that aren't actually asked. Patient to the slaughterhouse trot, the principle of hope always in mind and stomach, with Freud in the brain and sun in the heart. Separation is announced: subject's social countdown: 4 - 3 - 2 - 1 ...and then what?. Precocious/Newly wise. What does the analysis brain spit out?: Output - input, hardware - software, transformation. Trance. Fashion: run along, come along, be flexible, dynamic...inflation in all areas leads to depression. But even to determine this, experts are needed. competent. You don't fall asleep anymore. Break. Nausea. Very slow decline. You hardly notice anything, sleep out of habit (not anymore), or because you have to. Am I missing something?. But what?. Typical: for whom, for what?. Helplessness everywhere. Prosperous tops/elites. Otherwise Speechlessness and computer games, practical constraints and buzzwords. Yes, irony catches up with everyone in this present. Everything has been used before: worn out, cliche, even the most personal. Even your nose blowing is typical of your social class, operationalizable, measurable. From your snot does someone read your life expectancy. Pay and count. time is Money. Make time measurable for me instead of the rushed look at the clock: how does it work?. alternatives? Measurement category: how much Sticker on which car?. Frequency of certain keywords per Rate correlated with subject's age. Interchangeable measurands. role playing. What actually moves? what changes itself?. All or nothing. Me or the others? The gray mass. The gray mass in your head: Black Box?. Frustration, the well-worn word, a term so smooth shapeless, neutral, so empty that one could say: everyone is alive with frustrations. Unresolved addictions. With that are the compulsions to think and the adjoining cerebral convolutions programmed. a phenomenon. a symptom. A social symptom. Important minds have dealt with it, of course better informed knowing than you. Educated. guilty. Create models that to confuse everyone with reality. fashion models. Man explains everything to you, knows answers. You understand nature and you tamper with nature. The differences are concealed by the few who know, for reasons shared by you be made plausible with torrents of words, floods of strategies, Strategies of persuasion, tactics, subtlety, deception, honest deception, conscious lying, confusion... Everything just seems that way, rarely is anything like that. Just something tells me: You are missing something!. It is a tension, an unredeemed state.... Standing outside/being there, integrated/disintegrated. desire for of being, looking for possibilities, always suspected, never lived. multiple broken, damaged, rebuilt, dazzling, sparkling........ it goes ahead of you that you cannot catch up with can. But you know: it works! If... yes if... is that the distance between what I lack and me?. And the embarrassing frequently asked question: why?. Of course, that's okay far, let you 'nen chewing gum from the machine and you have more of that. That's added value. The displacement added value. Maybe you are bad. That's completely uninteresting. The important thing is that you function. The important thing is that you make something out of it. Produce something, "work" something......, and then throw it away again. Contribute. To what, it doesn't matter. To the dump. To the sewer that stinks to us. I'm missing something. What am I missing?. (2014)

Donnerstag, 26. Oktober 2023

What's reality?

Rechts und links schwirrt und flirrt an uns die Realität vorbei. Nichts scheint mehr zu begreifen zu sein. Der Mensch wird nervös, er steht unter Strom. Da sind tausend Informationen über kleine und große Notstände, Kriege, Umweltkatastrophen usw. Und wir haben es uns angesichts dessen geleistet, uns in der Komfortzone einzurichten, können scheinbar ja sowieso nichts machen. Doch die Welt und die Gesellschaft rückt zusammen, sich abzuschotten wird schwieriger, Dinge werden transparenter - aber nur für diejenigen, die sich darum bemühen: Die Gelegenheit dazu haben, zu bedenken, umzudenken, sich zu korrigieren. KI macht’s uns vor. Gleichwohl sind wir dauernd online, erreichbar, verfügbar, einsetzbar. Zerissenheit macht sich breit. Auch zwischen denen, die haben, und denen, die nichts haben. Als Gleichmacherei wird alleine schon das Bewusstsein dafür beschimpft von denen, die in einem gewissen Interesse sprechen und handeln. Auch im Interesse dessen, das die Macht des Faktischen für sich hat. Alles war scheinbar so und wird so immer sein. Es ist halt so, - habe ich jüngst gehört. Die Grundordnung ist unumstößlich, weil der gierige Mensch anscheinend die Konstante ist. Ein Neuentwurf, ein Aufbruch wirkt angesichts solch behaupteter Verhältnisse leicht lächerlich. Jeder will den Moment festhalten, nicht die Vergangenheit oder gar planen. Eine Frage wird geradezu diktatorisch: Wie fühlt sich das Jetzt an, der Moment? Müssen wir ständig aktiv sein? Auch durch das Internet verliert sich das Gefühl für den Abstand von der Vergangenheit zur Zukunft. Wir können alle Informationen dauernd haben, wir können alles nachschlagen und die Zukunft planen. Es zerfließt. Möglicherweise verliert sich darin auch so etwas wie Empathie. Von allen Seiten kommt das, schlägt das in uns ein. Es prägt unsere Art zu sprechen, weil wir möglichst viele und gute Informationen damit transportieren wollen, weil wir nichts Falsches sagen sollten, weil wir ständig getrieben sind und uns gut darstellen wollen. Wir sind in einer Art Dauerhysterie und Dauerpanik, Nervosität und Unruhe erhebt sich. Damit erhebt sich auch die Frage: Wie gehe ich damit um? Entweder lasse ich mich in meiner Unruhe treiben, oder ich lerne darüber, versuche zu sortieren, Abstand zu gewinnen, andere Perspektiven einzunehmen - und werde dadurch ruhiger.

Mittwoch, 25. Oktober 2023

Egoliberalismus

Es begegnen mir immer mehr Leute, die lassen die Realitäten an sich vorüber gleiten und fragen nur noch „Was bringt das für mich?“. Sie gehen ihrem eigenen, kleinen Ego nach – und nichts anderem. Meiner Ansicht nach ist das ein typischer Ausfluss eines Egoismus, von dem der Neoliberalismus lebt. Sehr viele Leute gehen nur noch ihren eigenen Interessen, ihrem eigenen Leben mitsamt seinen Zielen nach. Links und Rechts, geschweigeden das Ganze scheinen sie vollkommen aus dem Blickfeld verloren zu haben. Dadurch ist in der Vergangenheit auch die soziale Schere auseinander gegangen. Das Interesse, die Neugier und erst recht die Empathie haben im Allgemeinen stark nachgelassen. Es gibt kein „Ganzes“ mehr. Auch scheint mir die Passfrage ziemlich ausgehöhlt obsolet. Wer ist Deutscher? Die Herleitung ist mir völlig unklar... X x I'm meeting more and more people who let the realities slip by and just ask, "What's in it for me?" They pursue their own little ego – and nothing else. In my opinion, this is a typical manifestation of the egoism that neoliberalism thrives on. A lot of people only pursue their own interests, their own life and its goals. They seem to have completely lost sight of left and right, let alone the whole thing. As a result, the social gap has widened in the past. Interest, curiosity and especially empathy have generally decreased significantly. There is no “whole” anymore. The passport question also seems to me to be pretty hollowed out and obsolete. Who is German? The derivation is completely unclear to me.

Dienstag, 24. Oktober 2023

Botschaften

Mir fallen sie immer mehr auf, ja, sie stoßen mir sogar herb auf: die in den Medien und in der Werbung auftretenden Stars der engagiert vertretenen Meinung, die professionellen Besserwisser, Klugscheißer, akademisch wohlbestallten Vorleser und die Bestsellerautoren, die uns wortreich und akademisch gesiegelt erzählen, was alles falsch sei und was die Gesellschaft samt ihrer Industrie mit uns treibe. Dabei sind dies die smarten jungen Jungs, die kampfkostümtragenden Damen und die alten Rauschebärte, die uns etwas von Konsumverzicht, Klimawandel etc. erzählen und es sich anschließend im 8Zylinder bequem machen, wo sie das Mobiltelefon der Luxusmarke sich ans Ohr halten, um den nächsten Termin etwas nach hinten zu verlegen und das Gourmetessen in der sternbewehrt feinen Fresskaschemme schon mal vorbestellen. Gewiss, es ist eine Spielart der Trennung von Sach- und Personenebene. Sie mögen in so mancher Sache durchweg recht haben. Und ich bin auf der von ihnen vertretenen Seite. Das ist die Sachebene. Doch persönlich habe ich keinerlei Respekt vor solchen Personen, deren Theorien nicht mal dazu gut sind, der eigenen Person etwas für die Existenz an die Hand zu geben. Ihre Bücher und medialen Erzeugnisse sind für die, denen es etwas bringen würde, in dieser gescholtenen Gesellschaft keinen Cent günstiger als die gescholtene Konsumware. Sie werfen sie auch in unübersichtlicher Anzahl auf den Markt, um ja im Gespräch zu bleiben und den sich daran knüpfenden Umsatz zu machen. Darin sind sie den von ihnen so hingebungsvoll kritisierten Politikern oft nicht ganz nicht unähnlich, die ja so gerne Wasser predigt, um umso unverhohlener Wein zu trinken, den sie mit bei der einschlägigen Industrie bestellten Luxusschreibstiften bestellt hat.

Montag, 23. Oktober 2023

Protest und Postfaktizismus

Ob dies ganze, von mir in vielen Blogs skizzierte Szenario etwas mit dem Zulauf zu „Protestparteien“ zu tun hat? Was soll man wählen, wenn man nicht einverstanden ist mit dem Filz der Parteien, die alles zu kontrollieren scheinen, was mit der Öffentlichkeit in dieser parlamentarischen Demokratie zu tun hat? Mit der Trägheit von Regierungen, die alle vier Jahre durch ein Kreuzchen an der richtigen Stelle in ihrem Demokratieverständnis bestätigt sehen? Muss deshalb eine Sympathie für irgendwelche Dumpfbacken vorhanden sein, die sich als eine Art Schwamm dieses Protests gerieren und sein Potential in sich aufsaugen? Die mit rein emotionalen Gegebenheiten agieren? Also keineswegs „Body and Mind“? (was man wohl jetzt "postfaktisch" nennt!) Die die Wirklichkeit nach ihrem Belieben deuten und sich so an den überall grassierenden Postfaktizismus anhängen? Diese Frage stellt sich leider global. Was wohl die Gründe dafür sind? Ob sich allmählich eine verkrustete und sehr auf Machterhalt bedachte gesellschaftliche und sich ständig reproduzierende Klasse in dieser Gesellschaft als „Elite“ aufspielt? Die soziologisch so bezeichnete vertikale Durchlässigkeit der Gesellschaft hat vielen Untersuchungen gemäß und auch vom Gefühl her gerade in Deutschland stark nachgelassen. Ob es eine Herrschaft der Unfähigen und Abzocker gibt? Wie wohl das globale Großkapital mit solchen Gegebenheiten umgeht? Ob hier Lebenswelten entstehen, die sich auf nichts anderes als auf Beziehungen, Abhängigkeiten, Macht und Geld gründen? Mit eigenen Bezüglichkeiten, mit Werthaltungen, mit einem speziell gezüchtetem Bewusstsein und einem Selbstverständnis, das von denen, die oft und bestenfalls zu puren Serviceleistern herabgewürdigt werden, viel zu oft mitgetragen wird. Ob dabei der alte amerikanische Traum eine Rolle spielt, man könne alles schaffen, wenn man es nur wolle? Wie wohl der oft missbrauchte Begriff „Leistung“ seine Rolle spielt? Ob auch dies eine gewisse Form und Phase des Neoliberalismus charakterisiert? Wer wohl etwas davon hat? Ja klar ist das in anderen Nationen noch viel viel schlimmer! Aber wollten wir ohnehin nicht etwas weiter sein? Etwas besser. Vorbild für die ganze Welt, mindestens. Fühlen wir uns nicht geradezu als Hort eines demokratischen Versprechens? In einer (noch) wohlbestallten Gesellschaft, die sich dauernd einredet, im "globalen Wettbewerb" besser oder kreativer als andere zu sein? x x Does this whole scenario, which I have outlined in many blogs, have anything to do with the influx of “protest parties”? What to vote for if you don't agree with the felt of the parties that seem to control everything that has to do with the public sphere in this parliamentary democracy? With the indolence of governments that see their understanding of democracy confirmed every four years by a tick in the right place? Must there therefore be sympathy for any dumbass who acts as a kind of sponge for this protest and absorbs its potential? Who act with purely emotional circumstances? So by no means “Body and Mind”? (which is probably now called "post-factual"!) Who interpret reality as they please and thus cling to the post-facticism rampant everywhere? Unfortunately, this question is global. What are the reasons for this? Is an encrusted and constantly reproducing social class that is very concerned about maintaining power gradually posing as the “elite” in this society? The sociologically termed vertical permeability of society has decreased significantly, especially in Germany, according to many studies and also from the feeling. Is there a rule of the incompetent and cheaters? How do you think global big business deals with such circumstances? Are living environments emerging here that are based on nothing other than relationships, dependencies, power and money? With their own references, with values, with a specially cultivated consciousness and a self-image that is far too often supported by those who are often and at best degraded to being pure service providers. Does the old American dream play a role, that you can do anything if you really want it? How does the often misused term "performance" play its part? Does this also characterize a certain form and phase of neoliberalism? Who has any of this? Of course it's much worse in other nations! But didn't we want to go a little further anyway? A little better. Role model for the whole world, at least. Don't we feel like the cradle of a democratic promise? In a (still) well-established society that constantly convinces itself that it is better or more creative than others in "global competition"?

Sonntag, 22. Oktober 2023

Demokratie und Kritik

Ich stelle etwas fest, was mich dann doch stark verwundert. Wer es wagt, die „Eliten“ zu kritisieren, wer etwas gegen sie und ihre Legitimationen hat, wird sofort in eine rassistische und totalitäre Ecke gestellt. Ob das der Weg einer wehrhaften Demokratie ist, oder ob sich „Eliten“ mit all ihrer Power damit vor Kritik schützen wollen? Enttäuscht zu sein von den „etablierten Parteien“ ist nicht mehr in, - so die Suggestion. Kritik lohnt sich nicht und schadet nur der Demokratie. Die Frage erhebt sich, welche Rolle wohl Kritik in einer Demokratie spielt. Welche Rolle sie überhaupt in der Fortentwicklung und Dynamik einer Gesellschaft spielen kann. Gibt es einen Käfig, der „political correctness“ heißt? Wer bestimmt seine Inhalte? „Eliten“? Welche? Wer immer herunter bügeln, öffentlich in seinem Sinne bearbeiten oder moderieren will, der steht eines Tages vor einem Scherbenhaufen: aktuelle Beispiele gibt es genügend. Doch was bei einer öffentlichen Erregung heraus kommen kann, das zeigt die aktuelle Entwicklung auch und ist hochgradig erschreckend.

Samstag, 21. Oktober 2023

Was kann Kunst?

Ich lese die Phrasen, die ich schon kenne: Kunst muss alles dürfen. Wehtun, aufregen, verunsichern, Hass erzeugen, verärgern, provozieren. Nur zensiert werden dürfe sie nicht. Wenn das alles stimmt, dann vor mit euch, schreibende Zeitgenossen! Voran! Wer wirft sich in den Ring für die sogenannte Kunstfreiheit? Doch was ist Kunst überhaupt? Darüber mag es durchaus Auseinandersetzungen geben. Eine gängige Meinung ist, dass das, was erfolgreich ist, was in unserem Falle Woche für Woche auf der Spiegel-Bestsellerliste auftaucht, Kunst sei. Der allgemeine Zuspruch definiere also, was Kunst sei, das also, wonach eine Nachfrage existiert. Es sei alles, es sei viel komplexer, so hört man. Wenn es denn so wäre, so würde man gerne eines Tages doch einigermaßen schlüssig erklärt bekommen, wie es „wirklich“ sei. Nun, dafür müsse man schon studieren und sich eingehender mit der Materie befassen, so ist zu hören. Da die akademische Beschäftigung mit bestimmten Themen überwiegend nun auch eine Sache von bestimmten gesellschaftlichen Kreisen ist, erscheint mir dieses Argument auch ein wenig zu elitär. Zumindest. Ich finde, es müsste auch einen direkten Zugang zu dem geben, was Kunst ist. Etwas müsste einen hinein ziehen, müsste einen unmittelbar betreffen und berühren. Ja, hier soll das geschrieben sein, weil das dahinter stehende Subjekt, also ich, das schon erlebt hat und immer wieder erlebt. x x I read the phrases I already know: Art must be allowed to do everything. Hurt, upset, unsettle, generate hate, upset, provoke. It just shouldn't be censored. If all of this is true, then forward with you, writing contemporaries! Ahead! Who throws themselves into the ring for so-called freedom of art? But what is art anyway? There may well be arguments about this. A common opinion is that what is successful, what in our case appears on the Spiegel bestseller list week after week, is art. The general approval thus defines what art is, i.e. what there is a demand for. It is everything, it is much more complex, one hears. If that were the case, one day we would like to have a more or less conclusive explanation of how it “really” is. Well, you have to study for that and deal with the matter in more detail, so it is said. Since the academic preoccupation with certain topics is now also predominantly a matter for certain social circles, this argument seems a bit too elitist to me. At least. I think there should also be direct access to what art is. Something would have to draw you in, would have to affect and touch you directly. Yes, it should be written here, because the subject behind it, i.e. I, has already experienced it and experiences it again and again.

Freitag, 20. Oktober 2023

Geld, Realität und Rebellion

Ich denke immer kritischer über das nach, was ich in den letzten Jahrzehnten erfahren habe, in diesem Strudel, der sich Realität nennt und der immer mehr und eindeutiger von der Größe „Geld“ bestimmt wird. Gigantisch große Firmen und Kapitalzusammenballungen, Marketing und Werbung haben die Rules übernommen, in letzter Zeit auch per KI. Monopolisierung ist angesagt. Bereich Popmusik: Gewisse große Künstler/acts laufen aus sich selbst heraus mehrtägig in den größten Arenen: Helene Fischer, Taylor Swift etc. Der „Bodensatz“ der acts freilich ist weitgehend verschwunden, das Fundament, auf dem sich viel aufgebaut hat. Die kleinen und mittleren Konzerte. Dies entspricht dem Trend in dieser Gesellschaft. Erst stand Pop- und Rockmusik für Nonkonformität in einer Kultur, die auf Zustimmung und Konformität angelegt war. Man projezierte in sie vielleicht etwas hinein, sah einen vorübergehenden Trip als Grundeinstellung (was natürlich total falsch war). Wenn es etwas heraus zu destillieren gab/gibt, ist es immer noch die Phantasie. Sie freilich wurde längst professionalisiert und in kommerzielle Bahnen überführt. Wenn ich heute etwa die Grammy-Verleihungen im TV sehe, bin ich entsetzt ob der vielen willfährigen Diener, die die „Künstler“ vor den Willi Wichtigs der sie umgebenden Medien-Industrie machen! Ich nehme nur noch den symbolischen Gehalt wahr, musikalisch interessiert mich das schon lange nicht mehr. Ich denke darüber nach, ob sich alles erledigt hat und bin angeekelt von diesen Gesten und Posen der Unterhaltungsindustrie.

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Nepotismus?

Mir scheint, die gesellschaftlichen Verhältnisse in schland sind zunehmend verkrustet. Da scheinen Söhne und Töchter von Personen dasselbe zu machen wie ihre Väter. Sozialisation oder „Beziehungen“? Uns fällt zunehmend auf, dass sich auch ausgefallene Nachnamen mit anderen Vornamen und anderen Gesichtern fortsetzen. Damit scheint es, als näherten wir uns immer mehr den Verhältnissen in Großbritannien und Frankreich an: Wer Geld hat, vererbt dies, samt des sozialen Statuses. Meine Familie, mein Clan, meine Sippe muss auch weiterhin profitieren, so das unausgesprochene Gesetz. Der sozialen Dynamik einer Gesellschaft ist so etwas natürlich total abträglich: diejenigen Namen, die ohnehin das Sagen haben, tun das auch in Zukunft. Nun ja. So bilden sich Klassen heraus. Kreise, aus denen sich bestimmte Personen und Posten rekrutieren, egal, wie begabt oder talentiert sie seien.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Monopol und Wirtschaft

Ich denke immer kritischer über das nach, was ich in den letzten Jahrzehnten erfahren habe, in diesem Strudel, der sich Realität nennt und der immer mehr und eindeutiger von der Größe „Geld“ bestimmt wird. Gigantisch große Firmen und Kapitalzusammenballungen, Marketing und Werbung haben die Rules übernommen, in letzter Zeit auch per KI. Monopolisierung ist angesagt. Bereich Popmusik: Gewisse große Künstler/acts laufen aus sich selbst heraus mehrtägig in den größten Arenen, verkaufen sich und ihre Konzerte glänzend: Helene Fischer, Taylor Swift etc. Der „Bodensatz“ der acts freilich ist weitgehend verschwunden, das Fundament, auf dem sich viel aufgebaut hat. Die kleinen und mittleren Konzerte. Dies entspricht dem Trend in dieser Gesellschaft.Erst stand Pop- und Rockmusik für Nonkonformität in einer Kultur, die auf Zustimmung und Konformität angelegt war. Man projezierte in sie vielleicht etwas hinein, sah einen vorübergehenden Trip als Grundeinstellung (was natürlich total falsch war). Wenn es etwas heraus zu destillieren gab/gibt, ist es immer noch die Phantasie. Sie freilich wurde längst professionalisiert und in kommerzielle Bahnen überführt. Wenn ich heute etwa die Grammy-Verleihungen im TV sehe, bin ich entsetzt ob der vielen willfährigen Diener, die die „Künstler“ vor den Willi Wichtigs der sie umgebenden Medien-Industrie machen! Ich nehme nur noch den symbolischen Gehalt wahr, musikalisch interessiert mich das schon lange nicht mehr. Ich denke darüber nach, ob sich alles erledigt hat und bin angeekelt von diesen Gesten und Posen der Unterhaltungsindustrie.

Dienstag, 17. Oktober 2023

Speichertrampler rasen und rennen (MP3)

Montag, 16. Oktober 2023

Tricky

Wir kennen das alle: Das Geschwätz der Verkäufer, die die allerneueste Kreation ihres Ladens in den höchsten Tönen loben. Leistungsfähiger, höher, schneller, weiter und kurz: besser sei das alles, was sie da anböten. Nicht nur im Supermarkt/Discounter wird derzeit offensichtlich, was damit gemeint sein könnte: neue Verfahren, neue Rezepturen oder Herstellungsweisen, um den Profit zu steigern. Der Fortschritt liegt bei derartigen Produkten also darin, mehr Profit zu erzeugen und weniger darin, zum Wohle des Verbrauchers oder eines wie auch immer gearteten Fortschritts beizutragen. Das scheint sich in Zeiten der Inflation durch sämtliche Produktpaletten durchzuziehen. Preise erhöhen. Keiner weiß, wieso. Einzelne Firmen können sich so etwas vor allem durch ihre Markendominanz erlauben. Das heißt: wer etwas Bestimmtes will, muss blechen! Tricky: es lohnt sich, auch hier mal nachzuschauen, was denn verändert worden ist. Der Verbraucher kann das natürlich nicht, was sich manche Firmen zunutze machen! Die Qualität verringert sich, Obsoleszenz ist eingerechnet und niemand kriegt das mit!

Samstag, 14. Oktober 2023

Bermuda-Geheimnisse

Rätselhaftigkeiten? Die einen zweifeln lassen? Gibt es massenhaft. Zum Beispiel Bermuda-Dreieck. Unheimliche Begegnungen. Düstere Geheimnisse. Verschwundene Schiffe, Flugzeuge und Menschen. Leute, die etwas mitgekriegt haben. Was? Seltsame Objekte. Ufos. Na, erst mal hintenanstellen. Seegebiet mit Schiffs- und Flugzeugkatastrophen. Liegt zwischen Florida, Puerto Rico und den Bermuda-Inseln. Kompasse zeigen in die falsche Richtung. Seefahrer sahen und sehen seltsame Dinge. Unzählige Menschen starben hier. Schon 1592 gab es Berichte von ungewöhnlichen Vorkommnissen. Auch unbekannte Flugobjekte kamen regelmäßig in diesen Berichten vor. Kolumbus segelte einst auch durch das Bermuda-Dreieck. Plötzlich drehten ich die Nadeln seines Kompasses und der seiner Mannschaft. Ein Licht kam vom Himmel herab. Es brachte alle Kompasse durcheinander. Als das Licht wieder zum Himmel aufstieg, normalisierten sich die Kompasse wieder. Geschichten über das Bermuda-Dreieck, Phantasie, Projektion, - so die vulgärmaterialistischen Erklärungsversuche. Wahrscheinlich ist, dass es dort eine Magnetfeld-Anomalie gibt. Jetzt verschwand ein Boot mit 20 Leuten im Bermuda-Dreieck. Man fand keine Überreste.Es wurde auch kein Notruf abgesetzt. Einfach weg. 1918 verschwand ein Schiff mit 309 Menschen an Bord spurlos. Es passieren aber noch weitaus seltsamere Dinge im Bermuda-Dreieck. 1971 war der amerikanische Flugzeugträger John F Kennedy im Bermuda-Dreieck unterwegs. Plötzlich fielen im Unterdeck ale technischen Geräte aus. Als ein paar Leute nach draußen gingen, waren sie sofort von der riesigen orangenen Scheibe überwältigt, die über dem Träger schwebte. Sie war riesig und bewegte sich nicht vom Fleck. Als diese Scheibe wieder verschwand, gab es plötzlich wieder Strom auf dem Schiff. Niemand durfte über diesen Vorfall sprechen. Er wurde als „streng geheim“ eingestuft. Erklärungen über das Wetter? Gelangen nicht. Das Militär stellte unzählige Flugobjekte mit seltsamen schnellen Bewegungen fest. Andere Lebensformen? Wer weiß, wie die Welt darauf reagieren würde. Der größte Fehler scheint zu sein, wenn jemand nach scheinbar rationalen Erklärungen für solch seltsame Phänomene sucht. Vielleicht sind wir mit dieser anmaßenden Einstellung in 200 Jahren soweit, um besser zu verstehen. x x mysteries? That make you doubt? Are there en masse. For example Bermuda Triangle. Weird Encounters. Dark Secrets. Disappeared ships, planes and people. People who noticed something. What? Strange Objects. UFO. Well, put it back for now. Sea area with ship and aircraft disasters. Located between Florida, Puerto Rico and the Bermuda Islands. Compasses point in the wrong direction. Sailors saw and continue to see strange things. Countless people died here. As early as 1592 there were reports of unusual occurrences. Unidentified flying objects also appeared regularly in these reports. Columbus once sailed through the Bermuda Triangle. Suddenly I turned the needles of his compass and those of his crew. A light came down from heaven. It messed up all the compasses. As the light rose to the sky again, the compasses returned to normal. Stories about the Bermuda Triangle, fantasy, projection - these are the vulgar materialistic attempts at explanation. It is likely that there is a magnetic field anomaly there. Now a boat with 20 people disappeared in the Bermuda Triangle. No remains were found and no emergency call was made. Just go away. In 1918, a ship with 309 people on board disappeared without a trace. But even stranger things happen in the Bermuda Triangle. In 1971, the American aircraft carrier John F Kennedy was in the Bermuda Triangle. Suddenly all the technical equipment on the lower deck failed. As a few people walked outside, they were immediately overwhelmed by the giant orange disk floating above the girder. She was huge and didn't move. When this disc disappeared again, there was suddenly power on the ship again. Nobody was allowed to talk about this incident. It was classified as "top secret". Explanations about the weather? not reach. The military discovered countless flying objects with strange, rapid movements. Other life forms? Who knows how the world would react to that. The biggest mistake seems to be when someone looks for seemingly rational explanations for such strange phenomena. Maybe in 200 years we will be ready to understand better with this arrogant attitude.

Freitag, 13. Oktober 2023

Arm und reich

Es gebe keine Veränderung des Abstands zwischen Arm und Reich, behaupten interessierte Kreise und führen dazu regelmäßig scheinbar objektiv belastbare Statistiken ins Feld. Ja wie nun? Ob uns da nicht eine Skepsis angesichts dieser Wissenschaftshörigkeit befällt? Ist Wissenschaft etwas beliebiges? Ist sie Interessen ausgesetzt, ja gelegentlich davon sogar beeinflusst? Kann das sein? Darf das sein? Ob gewisse „wissenschaftliche“ Aussagen nicht regelmäßig gekauft sind, ob „die Wissenschaft“ nicht auch korrupte Seiten hat? Theorie und Empirie, ein schwieriges Verhältnis? Ob ein statistischer Durchschnittswert auch gelebt wird? Das primitive und sehr anschauliche Beispiel dazu lautet: jemand hat ein Einkommen von 1000 Euro. Ein anderer hat 1 Euro. Über 5 Jahre hinweg hat die erste Person einen Einkommenszuwachs von 10 Euro, verdient nun also 1010 Euro. Das Einkommen der ersten Person stagniert in diesem Zeitraum und bleibt gleich. Rein statistisch ist es diesen beiden Personen dann besser gegangen, ihr Einkommen hat sich erhöht. Blöd nur, dass dies ausschließlich für eine der beiden Personen zutrifft, für die andere nicht. Ob sich's ähnlich mit der Einkommensverteilung in Europa, insbesondere in Deutschland verhält? Neulich musste eine Tafel ihren Dienst wegen Überlastung einstellen. Im öffentlichen Fernsehen kam ein kurzes Interview dazu, in dem eine verantwortliche Person die Entwicklung zu kennzeichnen versuchte. Man habe, so diese Person, mit ein paar hundert (die genaue Zahl wurde genannt) zu betreuenden Personen begonnen. Mittlerweile sei man bei 18 000 („gefühlt“ aus der Erinnerung genannt) und würde diesen Zuwachs einfach nicht mehr bewältigen. Ob so etwas einen Seitenblick wert ist? Ob dies einen Aussagewert über die reine Stichprobe hinaus hat? Ob es ein Auseinanderdriften bedeutet? Ob wir eine immer extremer werdende Kluft zwischen Arm und Reich haben? Ob auch dies jenen Populismus produziert, der jetzt parlamentarische Demokratien auf der ganzen Welt bedroht? Wenn sich auf der einen Seite irre Reichtümer häufen und andere von Monat zu Monat, von Woche zu Woche, von Tag zu Tag kämpfen müssen, um mit ihren Einkommen auch nur die wesentlichsten Ausgaben bestreiten zu können. Sparen bei Strom und Ernährung: ob angesichts dessen das Label „Bio“ ein bisschen allzu leicht zu propagieren ist? Tatsache ist, das man sich selbst dieses fragwürdige Logo „Bio“ leisten können muss. Es bedeutet ja meist eine Mehrausgabe, die selbst beim sparsamsten Kurs nicht von den anderen Ausgaben abgezwackt werden kann. Da ist es womöglich leicht, locker vom Verschieben von Prioritäten zu schwadronieren. Urlaub, ein Luxusgut? Für die einen Bestandteil des Alltags, für die anderen unerreichbarer Luxus. Ob das Zeichen sind, Signaturen, oder ob es rein zufällig wahrgenommene Dinge sind, die keineswegs zu verallgemeinern und ins noble Reich der Wissenschaft zu heben sind?

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Wie einst

Ach ja, wie Ozzy Osbourne damals beim Treffen mit der Plattenfirma im Stechschritt über den Tisch marschierte, wie er seine Eier in ein Glas baumeln ließ und dann hinein urinierte: Frühe Glanztaten der Rockmusik, so wird geraunt. Der traut sich was. Der war durch das viele Geld legitimiert, das Black Sabbath damals verdienten und um das sie damals offenbar beschissen wurden, - wie geraunt wird. Dass man vom Managment betrogen wurde, scheint damals auch zum guten Ton gehört haben. Damals. Es war halt obligatorisch und erzeugte ein abgründiges Grinsen. Eine Verehrung - wenn’s geht, in der Freizeit. Bewunderung dafür, wie es solchen Leuten möglich war, schon mal alles voll zu kotzen und trotzdem heftig hofiert zu werden, fähig zu sein, auch im hohen Alter den typischen Geruch von Schweiß und Bier, die Atmosphäre des Bösen und Düsteren noch einmal herauf zu beschwören. Was für tolle Schnurren boten diese in Schwarz gekleideten Jungs! Nun ja, da stanken Typen wie der melancholische Townes van Zandt und seine leisen Lieder dagegen ab. Der ließ sich eines Tages aus einem Fenster fallen, - aus Verzweiflung, so wird kolportiert. Man ließ bei Black Sabbath schon mal ein Kreuz um den Hals baumeln, dachte sich aber nicht viel dabei. Dafür konnte Ozzy saufen ohne Ende. Toll! Es sind womöglich noch ein paar andere Drogen hinzu gekommen, was ihn beinahe total ruinierte und sogar als Trunkenbold heftig ins Taumeln brachte. Doch der tapfere Held des Musik-Metalls hat überlebt, ein bisschen auch wie Lemmy Kilmister, der ähnlich lange durchgehalten hat und seine öffentliche Rolle auch hingebungsvoll inszeniert hat. Osbourne hat aus einem Leben gar eine Reality-Show gemacht und hat bei einer Reunion-Tournee mitgewirkt, die die alten Mythen trotz eines fehlenden Gründungsmitglieds noch einmal beschworen hat. Ah yes, the way Ozzy Osbourne goose-stepped across the table at the meeting with the record company, dangling his balls into a glass and then urinating in it: early glories of rock music, so the rumor has it. He dares. It was legitimized by the amount of money that Black Sabbath was earning at the time and for which they were apparently cheated at the time - as is rumored. Being deceived by the management seems to have been considered good manners at the time. At that time. It was just obligatory and produced an abysmal grin. A worship - if possible, in your free time. Admiration for how it was possible for such people to throw up all over the place and still be courted fiercely, to be able, even in old age, to conjure up the typical smell of sweat and beer, the atmosphere of evil and gloom. What great purrs these boys clad in black offered! Well, guys like the melancholic Townes van Zandt and his quiet songs stunk. One day he let himself fall out of a window - out of desperation, so the rumor has it. There were times when Black Sabbath dangled a cross around their necks, but they didn't think much of it. But Ozzy could drink without end. Great! There may have been a few other drugs thrown in that almost completely ruined him and even staggered violently as a drunk. But the brave hero of music metal survived, a bit like Lemmy Kilmister, who held out for a similarly long time and also staged his public role with dedication. Osbourne has even turned one life into a reality show and has been on a reunion tour that has revived the old myths despite a missing founding member.

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Zuhören

Schon erstaunlich und in gewissem Sinne auch deutsch, dass man hierzulande anlässlich empirischer (alltäglicher) Beobachtungen und einem bestimmten Output, den man nicht so toll findet, sofort angegriffen und mit Begriffen wie „Klassenkämpfer“, „Denkschema“ oder „Oberlehrer“, "Rassist" und "homophob" belegt wird. Es werden idiologische „Schützengräben“ ausgehoben. Die Polarisierung scheint weiter zu gehen. Das Besserwissen scheint besonders dann zuzutreffen, wenn man die „soziale Komponente“ erwähnt: dass etwa eine bestimmte Summe Geldes für verschiedene Menschen in dieser Gesellschaft eine unterschiedliche Bedeutung hat. Das damit etwas Wesentliches getroffen wird, das freilich von den gut honoriert dotierten Menschen in Berlin nicht wirklich verstanden werden kann. Dabei scheint ein verständnisvoller Dialog des gegenseitigen Zuhörens so dringend notwendig wie nie.

Dienstag, 10. Oktober 2023

Beziehungen?

Da sind Personen, die gewisse Ideen wohl deshalb geteilt haben, weil sie dem Zeitgeist entsprachen, der sich immer schneller wandelt. Entsprechend schnell legen diese Personen ihre Einstellungen und Werthaltungen zur Seite und passen sich wie Chamäleons an die jeweiligen Trends an. Wenn man sie in seiner Notlage brauchen würde, sind sie weg, lassen sich nicht einmal mehr ansprechen, haben deine Adresse verlegt oder dich aus dem Blickfeld verloren. Jawohl, auch das ist Realität. Da sind nicht nur diese optimal funktionierenden Freundeskreise, die so ach wichtig sind fürs eigene Wohlbefinden und die in den Medien immer wieder betont werden oder von Psychologen empfohlen werden. Auch sie gehen unter gewissen Bedingungen kaputt, werden von mangelnder Empathie zerstört. Was war der Dialog mit solchen von mir einst bevorzugten Personen wert? Was das Vertrauen, das man diesen Personen entgegen brachte? Wert? Für wen? Sie schienen Nutzen daraus ziehen zu wollen, was einem nicht als vordringliches Motiv auffiel. Klaro, man hat selbst sein Teil zu der Situation beigetragen, man war zu passiv, träge, man war auch schuld. Nur ist es wohl so, das diese Personen oben sind und ich unten, dass es ihnen gut geht, während es mir extrem schlecht geht. Einfach so. Jawohl, Selbstmitleid! Das ist verboten! Das alles passiert mitten in der Gesellschaft. Jawohl, ich bin die Stichprobe in der Statistik! Ich habe eine akademische Ausbildung abgeschlossen, habe Titel und Abschluss. Aber es gibt da ein Absaufen. Ein Ertrinken. Ein Verschwinden. Im "Markt". Ich versuche, daraus eine Zeitweiligkeit zu machen. Ich versuche, wieder anzugreifen. Es ist mir bisher nicht gelungen. Aber draußen in dieser Welt ist niemand dieser Leute, die so taten, als würden sie einem nahe stehen. Da ist niemand ansprechbar. Weil man selbst komisch ist? Die Einschläge ins Bewusstsein, die von allen Seiten auf einen einprasseln und die einen manchmal überfordern können, die zu teilen mit gewissen Personen, könnte zumindest entlasten. Das könnte einem helfen. Aber was ist los? Man hat den falschen Leuten getraut. Ganz einfach. Man hatte sie an sich heran gelassen. Man war für sie so etwas wie ein gehobener Zeitvertreib.