Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 30. April 2019

"Zukunftsorientiert"?

Ob „Fridays for future“ schon vorüber ist? Ob's dann im alten Trott weitergeht und wichtige Fragen „den Profis“ überantwortet werden? Ob's in Deutschland ein „weiter so...“ gibt und einige schlafmützige Politiker den Ton angeben, immer entlang den ausgetretenen Pfaden? Ob die Illusion entstanden ist, es ginge ohnehin immer alles weiter (und es sei schon korrekt so) oder ob dringende Korrekturen vonnöten sind? Ob sie durch solche Auseinandersetzungen wie die um die CO2-Abgabe erreichbar sind? Ob Politiker jetzt gerne versprechen, dass das aber auf keinen Fall die sozial Schwachen treffen solle – oder ob sie nach Einführung solcher Spezialabgaben dieses Steuergeld gerne behalten wollen, um besser „gestalten“ zu können und dafür mehr Geld zur Verfügung zu haben? Ob der „Solidaritätszuschlag dabei nicht eine gewisse Lehre war, aus der heraus man hätte etwas lernen können? Ob der Staat jemals irgendetwas freiwillig abgegeben hat, was er zuvor eingenommen hat? Ob dafür nicht der FinanzScholz schon die ersten Weichen gestellt hat, indem er das Wahlvolk schon mal darauf einstimmt, dass das Staatssäckel nicht mehr so überquellen wird, wie das in der Vergangenheit oft der Fall war? Einbehalten vom Staat, der ja die einzig legitime und legitimierte Institution ist....ob das ein uraltes linkes Klischee ist? „Etatismus“ hatte man so etwas in der Politikwissenschaft genannt: der Glaube an die Wohltätigkeit des Staats.....haha, schon Kafka hatte ja beschrieben, wie sehr der Staat dazu neigt, seine Bürger in undurchsichtigen Bürokratien zu bevormunden.... eine halbwegs zeitgemäße Transparenz und Durchsichtigkeit scheint ja nicht zuletzt durch das Internet und die technischen Entwicklungen gefordert zu sein. Doch wenn bei uns, die wir bei irgendwelchen „Rankings“ bei der „Digitalisierung“ stets die hinteren Ränge bis hin zu einem unterentwickelten Land belegen, glauben, uns das leisten zu können, dann sagt das etwas aus. Zudem scheinen bei uns, wenn von „Digitalisierung“ die Rede ist, stets nur technologische Machbarkeiten und Versäumnisse ins Blickfeld zu geraten. Dabei stellen sich gewiss auch andere Fragen, an denen man hier, in dieser doch so wunderbar entwickelten Gesellschaft, vorübergehen zu können. Dabei ist doch die Diagnose nicht nur dieser „Fridays for Future“-Bewegung verheerend auszufallen. Handlungsbedarf scheint angesagt, weil wir ja dabei sind, so ziemlich alles zu vermasseln. Klimaziele werden von “den Profis“ flott mal um zehn Jahre weiter in die Zukunft geschoben. Alles nicht so gemeint. Man hatte sich versprochen. Anderes gemeint. Das glaubt man gerne. Doch ob das das Personal ist, von dem man gesellschaftlich gelenkt werden will? Der Flughafen Berlin, das Projekt „Stuttgart 21“, die „Elbphilharmonie“? Lehrermangel und das offenbar plötzliche Entdecken, dass 50 000 Lehrer fehlen? Klimawandel und die „transatlantische“ Hörigkeit einem Trottel gegenüber.... ? Und jetzt soll man demnächst ein paar Hansel nach Europa ins EU-Parlament wählen, von dem niemand weiß, wovon es bestimmt wird....?

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